Verbrechen in der DDR

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23.10.2020 06:12
#121
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Da könntest Du Recht haben.Die Menschen,bedingt durch Generationswechsel,vergessen die DDR,aber die Medien werden wohl noch lange über Stasi ,Politbüro u.s.w. reden.Ist doch ein unerschöpfliches Thema.


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23.10.2020 08:31
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#122
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Zitat von Leisterförde im Beitrag #121
Da könntest Du Recht haben.Die Menschen,bedingt durch Generationswechsel,vergessen die DDR,aber die Medien werden wohl noch lange über Stasi ,Politbüro u.s.w. reden.Ist doch ein unerschöpfliches Thema.


@Leisterförde

darüber sollte auch noch gesprochen werden.

Heute in der TLZ ein Bericht über Kindesentzug. Sollte jeder mal selber lesen und sich eine Meinung bilden.

Da gibt es Fälle wo leibliche Eltern ihr Kind nach 30 Jahren gefunden haben.

Wird bestimmt nicht lange dauern und es kommt ein Dementi, weil es ja so etwas in der DDR nie gegeben haben kann.
In der DDR ging ja alles streng nach Gesetzen, welche zum Wohle der Arbeiterklasse erlassen wurden.

Uli


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23.10.2020 12:25 (zuletzt bearbeitet: 23.10.2020 12:26)
#123
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Zitat von Leisterförde im Beitrag #121
Da könntest Du Recht haben.Die Menschen,bedingt durch Generationswechsel,vergessen die DDR,aber die Medien werden wohl noch lange über Stasi ,Politbüro u.s.w. reden.Ist doch ein unerschöpfliches Thema.


Die Medien werden von Menschen gemacht, d.h. bald nur noch von welchen, für die die DDR-Geschichte Legende ist. Und bei den Konsumenten ist das nicht anders.
Meines Erachtens wird mit dem schwindenden Interesse das Thema DDR weniger in den Medien auftauchen. Und wenn, dann eher als Geschichtsunterhaltung.
Obwohl auch dafür Kriegszeiten attraktiver sind.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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23.10.2020 12:41
#124
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Zitat von Leisterförde im Beitrag #121
Da könntest Du Recht haben.Die Menschen,bedingt durch Generationswechsel,vergessen die DDR,aber die Medien werden wohl noch lange über Stasi ,Politbüro u.s.w. reden.Ist doch ein unerschöpfliches Thema.


Das ist Strategie. Es ist eine Methode, damit Menschen, deren politische Ausrichtung nicht gefestigt ist, erst gar nicht auf den Gedanken kommen, sich mit linken Ideen anzufreunden. Also Voreingenommenheit zu erzeugen.


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23.10.2020 12:44
#125
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welche zum Wohle der Arbeiterklasse erlassen wurden.

mehrheitlich zum Wohle der Kinder !!!



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23.10.2020 12:48 (zuletzt bearbeitet: 23.10.2020 12:50)
#126
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #122
Zitat von Leisterförde im Beitrag #121
Da könntest Du Recht haben.Die Menschen,bedingt durch Generationswechsel,vergessen die DDR,aber die Medien werden wohl noch lange über Stasi ,Politbüro u.s.w. reden.Ist doch ein unerschöpfliches Thema.


@Leisterförde

darüber sollte auch noch gesprochen werden.

Heute in der TLZ ein Bericht über Kindesentzug. Sollte jeder mal selber lesen und sich eine Meinung bilden.
Da gibt es Fälle wo leibliche Eltern ihr Kind nach 30 Jahren gefunden haben.
Wird bestimmt nicht lange dauern und es kommt ein Dementi, weil es ja so etwas in der DDR nie gegeben haben kann.
In der DDR ging ja alles streng nach Gesetzen, welche zum Wohle der Arbeiterklasse erlassen wurden.
Uli


Ja, sicher ging es streng nach Gesetzen. Außer den Naturgesetzen werden solche aber immer von Menschen gemacht und wenn diese so formuliert sind, daß eine Auslegung möglich ist für einen legalen Kindesentzug aus politischen Motiven, dann ist das zwar gesetzeskonform, aber es bleibt dennoch ein in meinen Augen eine zutiefst zu verurteilende Handlung. Bei Berichten darüber sollte dann natürlich genau hingesehen werden, ob nicht wiederum, eben aus politischen Motiven, hier alle Kindesentzugshandlungen politisch motiviert waren oder ob sie mit Gründen für eine grobe Vernachlässigung oder Mißhandlung in einen Topf geworfen werden, um die Anzahl möglichst groß erschenen zu lassen. .


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23.10.2020 13:01
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#127
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Also ob die Fälle immer gesetzeskonform waren, dass wage ich zu bezweifeln.

Wenn Eltern mitgeteilt wird, dass ihr Kind bei der Geburt verstorben ist und dann nur eine Urne zugestellt wird, dann hat das schon ein Geschmäckle.

Das asozialen ihre Kinder entzogen wurden um die Kinder zu schützen ist eine ganz andere Sache und auch heute noch durch Gesetze legitimiert. Darum ging es aber nicht in dem Artikel.

Das Andersdenkende auch gern mal den Stempel "asozial" aufgedrückt bekamen ist hinlänglich bekannt und nachgewiesen.

Uli


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23.10.2020 13:08
#128
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Hier ein Beitrag des MDR :


Keine Beweise für Kindesraub in DDR
von Theresa Liebig, MDR AKTUELL Stand: 10. März 2020, 17:24 Uhr

Wenn ein Säugling stirbt, dann ist das für die Eltern ein furchtbarer Schicksalsschlag. Wenn dann auch noch der Vorwurf im Raum steht, dass das Kind nicht gestorben ist, sondern vom Staat selbst geraubt wurde, dann ist das eine ungeheuerliche Anschuldigung. Dieser Vorwurf wird immer wieder von Müttern erhoben, die in der ehemaligen DDR ihr Kind verloren haben und vor vielen unbeantworteten Fragen stehen. Eine Studie hat diesen Vorwurf jetzt entkräftet.
Wo ist mein Kind? Dieser Frage ist der Medizinhistoriker Florian Steger nachgegangen – und hat intensive Gespräche mit betroffenen Frauen und deren Partnern geführt. Sie haben ihm von Unstimmigkeiten erzählt, die während oder nach ihrer Schwangerschaft aufgetreten sind. Die Mütter dieser Kinder haben meistens in den 1970 und 80er Jahren in der DDR ihr Kind entbunden. In Stegers Studie tauchen sie als Zeitzeuginnen auf. Da ist zum Beispiel diese Erzählung einer Frau, die ihr Kind kurz nach der Geburt gesehen hat, danach nie wieder: "Und dann war das Kind weg, dann ist bloß die Schwester gekommen und hat gesagt, ich hätte nicht viel Milch. Sie hat eine Mutter, die gibt viel Milch. Ich hab es abends nicht bekommen, ich habe es gar nicht mehr gesehen. Und dann spät abends kommt eine Schwester, sagt: "Wir müssten das Kind mit Blaulicht nach Merseburg fahren, und nichts gehört, nichts gesehen, fort." Keine Beweise für Vorwurf . Der Vorwurf dieser und anderer Frauen lautet: Der Staat hat uns diese Kinder entzogen oder geraubt. Aber dafür gebe es keine Belege, sagt Florian Steger: "Diesem Vorwurf bin ich nachgegangen durch viele Zeitzeugengespräche, aber auch durch eine sehr umfangreiche Archivrecherche und habe nicht zeigen können, dass dieser Vorwurf aufrechtzuerhalten ist. Vielmehr konnte ich in meiner Forschung zeigen, dass diese Kinder während oder kurz nach der Geburt gestorben sind." Ergebnis nur für wenige Frauen befreiend. Die Reaktionen der Frauen auf dieses Ergebnis seien verschieden ausgefallen, sagt Steger. Nur für sehr wenige Frauen sei das eine Art "Befreiungsschlag" gewesen, sodass sie nun mit der Trauerbewältigung beginnen könnten.
"Es gibt andere, die sich das sehr nüchtern anhören, zum Schluss aber trotzdem sich weiter auf die Suche begeben. Und das zeigt mir, dass wir hier mehr Zeit haben müssen, mehr Geduld haben müssen, häufiger auch erklären und uns die Mühe machen sollten, Räume zu schaffen für Trauerbewältigung." eraubte Hoffnung. Das sollte auch nach Ansicht von Birgit Neumann-Becker jetzt der nächste Schritt sein. Sie ist Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und hat die Studie in Auftrag gegeben. Und zwar weil sich immer wieder Frauen an ihre Behörde gewandt haben mit dem Vorwurf, ihr Kind sei gestohlen worden. Diese Frauen hätten jetzt Gewissheit, sagt Neumann-Becker: "Und das ist natürlich eine traurige Gewissheit, die dann entsteht, dass das Kind wirklich verstorben ist. Es ist ja auch eine Hoffnung damit verbunden, wenn ich glaube, mein Kind ist mir geraubt worden, dann habe ich ja die Hoffnung, dass es noch leben könnte."



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23.10.2020 13:17 (zuletzt bearbeitet: 23.10.2020 13:19)
#129
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Zitat von Fall 80 im Beitrag #127
Also ob die Fälle immer gesetzeskonform waren, dass wage ich zu bezweifeln.

Wenn Eltern mitgeteilt wird, dass ihr Kind bei der Geburt verstorben ist und dann nur eine Urne zugestellt wird, dann hat das schon ein Geschmäckle.
Das asozialen ihre Kinder entzogen wurden um die Kinder zu schützen ist eine ganz andere Sache und auch heute noch durch Gesetze legitimiert. Darum ging es aber nicht in dem Artikel.
Das Andersdenkende auch gern mal den Stempel "asozial" aufgedrückt bekamen ist hinlänglich bekannt und nachgewiesen.
Uli


Hatte ich ja in meinem Beitrag so ausgedrückt: Die Gesetze so formuliert, daß solche extremen Auslegungen möglich waren. Wenn man sich heute imm Zivilrecht so umschaut, kann man nahezu jedem Bürger bei einer Hausdurchsuchung sonstwas für Verbrechensvorbereitung oder Durchführung unterstellen, wenn der Ankläger gut im Formulieren ist.
Das ist mit Absicht so schwammig formuliert, um jedem, aber auch jedem, den man auf den Kieker hat, an die Kandarre kriegen zu können.


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