Verbrechen in der DDR

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02.03.2018 19:40
avatar  Alfred
#16
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@Merkur hatte da wohl schon mal was ausführlicher geschrieben.

Ich muss mal suchen.


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03.03.2018 12:26
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#17
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( gelöscht )

Man sollte die Kriminalität in der DDR einfach einmal losgelöst von vergleichen mit der BRD betrachten. Da kann man einfach nicht vergleichen...
Gründe:
- ein Territorium als "Versuchsfeld" abgegrenzt, kaum Fluichtmöglichkeit bei gewaltverbrechen
- durch Lebensumstände (Nachbarschaft, ABV und "Beobachter") gab es kaum Möglichkeiten einen plötzlichen "Reichtum durch illegale Bankentnahme" zu verleben
- Beeinflüssung von Kindheit an
- der Gedanke "Kriminalität lohnt nicht"

Aber es gab eine andere Art der Kriminalität, eher zu vergleichen mit der Kleinkriminalität

- Diebstähle am Arbeitsplatz
- Körperverletzungen unter Alk
- Betrug und Autoschiebereien
- Ladendiebstähle

Das was man immer noch so als "Kavaliersdelikt" durchgehen lassen konnte.

Und wie überall gab es Verbrechen die einfach nicht mit einer gesunden Psyche zu vereinbaren sind, sexuelle Straftaten an Kindern und ähnliches. Diese Verbrechen wurden aber schneller aufgeklärt (durch die umfassende "Beobachtung") und wurden wenn nicht nötig wenig thematisiert. sei es das Bild der DDR aufrecht zu erhalten oder auch Nachahmungstäter nicht zu locken.
Dies alles führte zu einer anderen art der Wahrnehmung von Kriminalität und einem höheren Sicherheitsgefühl. Ich kann mich noch gut an die "wohligen Schauer" erinnern, wenn der Herr Zimmermann in der Sendung "xy ungelöst" diese Verbrechen nachstellen ließ und die Menschen zur Mitarbeit aufrief.
Da war doch der Gedanke "Gott sei Dank, das gibt es bei uns nicht!"


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03.03.2018 13:01
avatar  Alfred
#18
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Täusche dich mal nicht.

Auch in der DDR gab es Fälle, wo es um Millionen ging.


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03.03.2018 13:13
#19
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Man kann zur DDR stehen wie man will, frei von Kriminalität konnte sie nicht sein.
Wenn ich mich auf #1 beziehe, hier geht es bei Super Illu wohl vordergründig um Kapitalverbrechen, Triebtaten u.ä.
Davor ist keine Gesellschaft gefeit, es wird immer einen gewissen Kreis von Menschen geben, Triebtäter, pädophil
veranlagte, mordsüchtige usw, da hilft keine noch so harte Gesetzsprechung.
Das alles gab es ganz selbstverständlich auch im Sozialismus.
Was es wenig gab, das waren Sachbeschädigungen, "normale" Morde, Körperverletzungen, Diebstahlsdelikte usw.
Da halt sicher eine gewisse Eingrenzung des Bewegungsspielraumes, schnell mal ab ins Ausland, das war nicht.
Aber es lag bestimmt auch an der meist genügenden Auslastung der Menschen durch Arbeit und einer, wie ich es
empfinde, besseren Art des Zusammenlebens.
Zudem war es durchaus üblich, kleine Vergehen im Kollektiv auszuwerten, was abschreckend wirkte.
Später dann aufkeimende Kriminalität bei Jugendlichen hatte zur Folge, daß es sog. Schnellverfahren gab.
D.h, heute Tat begangen, morgen schon im Knast.
Eine sehr wirksame Maßnahme, die heute wünschenswert wäre.

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03.03.2018 13:58
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#20
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( gelöscht )

Ich werde immer im Wartezimmer des Arzt erst richtig Krank....
Der Grund, dort liegt dieses hochintellektuelle Blättchen "Super Illu" aus.....


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03.03.2018 14:18
#21
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Der Co-Autor von Remo Kroll und ehemaliger ordentlicher Professor für Kriminalistik an der Humboldt-Universität Frank - Rainer Schurich hat über DDR-Sexualstraftäter und andere historische Kriminaldelikte Bücher verfasst.





passport


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03.03.2018 15:25
avatar  Hanum83
#22
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Keine Körperverletzungen, ja, sicherlich, möchte nicht wissen wieviele Zähne jeden Samstagabend in der DDR so ausgespuckt wurden.

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Wer nichts weiß muss alles glauben.

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03.03.2018 15:32
#23
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #22
Keine Körperverletzungen, ja, sicherlich, möchte nicht wissen wieviele Zähne jeden Samstagabend in der DDR so ausgespuckt wurden.

Ich glaube, das war kein DDR-typisches Phänomen, sondern weltweit üblich in bestimmten Altersgruppen.

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03.03.2018 15:34 (zuletzt bearbeitet: 03.03.2018 15:36)
#24
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Klar, weil die "sozialistische Persönlichkeit" ein Phantom war.

Der Unterschied lag nicht im Verbrechen, sondern in der Kriminalitätsrate.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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07.10.2020 08:04
avatar  josy95
#25
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https://www.berliner-zeitung.de/politik-...ab-global-de-DE

Ohne viel Worte, was aus den alten Bundesländern manche so alles wissen...

josy95

Sag niemals nie.
Sagte schon James Bond. Britischer Filmheld


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16.10.2020 16:30
avatar  94
#26
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94

Nun @josy95 zumindest wird ja in diesem Fall wieder ermittelt. Anders als bei den zwei Kubanern Guerra und Paret 1979 in Merseburg. Da kam eine Wiederaufnahme für StA (ich zitiere): wegen fehlender zureichender tatsächlicher Anhaltspunkte nicht in Betracht.
Quelle: landtag.sachsen-anhalt.de

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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17.10.2020 08:17
#27
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Ermittelt wir heute im bundesrepublikanischen Rechtsstaat solange, bis es paßt.

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17.10.2020 22:18
avatar  Gert
#28
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ich stelle mir gerade einen Bankraub in der DDR vor. Das ist ungefähr so, als wenn du dem Gefängnisdirektor die Kasse raubst

Warum muss es uns eigentlich noch besser gehen, wenn es uns gut geht?

*Hubert Joost

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17.10.2020 22:25
#29
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Zitat von Gert im Beitrag #28
ich stelle mir gerade einen Bankraub in der DDR vor. Das ist ungefähr so, als wenn du dem Gefängnisdirektor die Kasse raubst


Sei mal nicht so überheblich, nur weil ihr drüben die DM hattet. JEDE Währung, auch wenn sie nur in einem kleinen Land gilt, ist es wert, graubt zu werden, so lange man sich damit im Geltungsgebiet etwas leisten kann. Für ein paar hunderttausend Ostmark konntest Du auch in der DDR ordentlich was anfangen, auch wenn es z.T. andere Güter waren als Du mit dem gleichen Betrag im Westen erwerben konntest.


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17.10.2020 22:32
avatar  Gert
#30
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #29
Zitat von Gert im Beitrag #28
ich stelle mir gerade einen Bankraub in der DDR vor. Das ist ungefähr so, als wenn du dem Gefängnisdirektor die Kasse raubst


Sei mal nicht so überheblich, nur weil ihr drüben die DM hattet. JEDE Währung, auch wenn sie nur in einem kleinen Land gilt, ist es wert, graubt zu werden, so lange man sich damit im Geltungsgebiet etwas leisten kann. Für ein paar hunderttausend Ostmark konntest Du auch in der DDR ordentlich was anfangen, auch wenn es z.T. andere Güter waren als Du mit dem gleichen Betrag im Westen erwerben konntest.


Dore hast die Pointe nicht verstanden, macht aber nix

Warum muss es uns eigentlich noch besser gehen, wenn es uns gut geht?

*Hubert Joost

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