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#1

Enrico(LeoI und LeoII)

in Spionage Spione DDR und BRD 28.02.2018 06:26
von RiFu | 229 Beiträge | 132 Punkte
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Heute war ein recht interessanter Beitrag in der Sächsischen Zeitung zu lesen. Mir ist die Motivation für diesen Artikel nicht ganz klar, aber er passt so schön zum Forum...:

Zitat
[quote]Wie ein Genosse die DDR verriet„Enrico“ verkehrt in den Führungskreisen Ostberlins. Doch als er schwer erkrankt, erzählt er im Westen alles, was er weiß. Nur die Identität des Spions ist bis heute geheim.

Die Mitarbeiter des Westberliner Verfassungsschutzes reiben sich verwundert die Augen, als sie dem mittelgroßen Besucher aus Ostberlin gegenübertreten. Es ist Anfang 1989. Die DDR versinkt in Agonie. Was sich aber wirklich im Zentrum der SED-Macht abspielt, weiß im Westen niemand. Und da sitzt nun dieser etwas füllige Ostberliner mit Brille und Halbglatze im Besucherbüro des Landesamtes und teilt den verdutzten Geheimdienstlern mit, er könne ihnen so einiges erzählen aus dem Politbüro und der DDR-Regierung.Doch die Westdeutschen sind skeptisch und schicken den Mann erst einmal wieder heim nach Ostberlin. Will der Osten dem Verfassungsschutz eine Falle stellen? Schließlich hat der Besucher angegeben, selbst jahrelang im DDR-Außenministerium und auch noch für die Stasi gearbeitet zu haben. Ein SED-Politkader, wie er im Buche steht. Und der nun plötzlich reinen Tisch machen will, aus Enttäuschung, wie er sagt, weil seine Genossen ihm die nötige medizinische Hilfe für seine Herzerkrankung verweigern.Einige Zeit später kommt der Mann wieder. Als Invalidenrentner darf er nach Westberlin reisen, obgleich er noch keine 65 Jahre alt ist. Diesmal erzählt er, er habe jahrelang als Diplomat an DDR-Botschaften in Lateinamerika gearbeitet. Und er sagt, er könne von aktuellen Diskussionen in der SED-Spitze zur wirtschaftlichen und politischen Lage in der DDR berichten, über Inhalte von Beratungen zwischen Moskau und Ostberlin sowie über Meinungsverschiedenheiten bei der Stasi darüber, wie lange das noch gut gehen kann mit dem Arbeiter-und-Bauern-Staat.So langsam fassen die Verfassungsschützer Vertrauen. Offenbar hat der vermeintliche Informant tatsächlich gute Quellen und keine Hintergedanken. Mitte März 1989 wenden sie sich daher an den BND-Residenten in Westberlin: Man habe da einen Selbstanbieter, der offenbar über exzellente Zugänge in die Spitzen des politischen Machtapparates in Ostberlin verfügt. Wenn der BND es wünsche, könnte ein Abgesandter beim nächsten Treffen mit dem Mann in einem Westberliner Hotel dabeisitzen, um zu entscheiden, ob man den Informanten übernehme.Aus der Pullacher BND-Zentrale werden daraufhin umgehend zwei erfahrene Agentenführer nach Berlin geschickt, die am 28. März 1989 in Tegel landen. An diesem und dem nächsten Tag führen sie stundenlange Gespräche mit dem Mann aus Ostberlin, der bis zum Zusammenbruch des SED-Regimes ein gutes halbes Jahr später bei insgesamt mindestens 15 Treffen im Westteil der Stadt zahlreiche hochkarätige politische Informationen liefert.„Er war in dieser Phase, aber auch, wenn man es über die gesamte Zeit des Kalten Krieges hinweg betrachtet, die beste Quelle, die der BND je im politischen Apparat der DDR rekrutieren konnte“, sagt ein ehemaliger Geheimdienstler, der mit dem Vorgang befasst war. Insgesamt 150 Meldungen „von überragender Qualität“ liefert der Invalidenrentner, die von der Auswertung des BND durchweg mit Bestnoten bewertet und häufig umgehend in das Bonner Kanzleramt weitergeleitet werden. Mit ihm verfügt der BND auf einmal über bis dahin nie da gewesene Einblicke in politische Entscheidungsfindungsprozesse und Vorgänge, die sich in höchsten Führungszirkeln der DDR abspielen. In den Operativakten bekommt der Informant den Decknamen „Enrico“, seine Berichte werden unter den Bezeichnungen „Leo I“ und „Leo II“ beim BND eingespeist.Wenn Hans Modrow, der frühere Dresdner Bezirksparteichef, mit seiner am Mittwoch vom Bundesverwaltungsgericht zu verhandelnden Klage auf Einsicht in seine BND-Akten Erfolg haben sollte, dann dürfte er dort auf „Leo“-Meldungen stoßen. Denn natürlich berichtete Agent „Enrico“ auch über Modrow als vermeintlichen Hoffnungsträger einer angeblich reformwilligen SED. Und er beschrieb in seinen Berichten Modrows Mitverantwortung für die Fälschungen bei den DDR-Kommunalwahlen im Mai 1989 und für die gewaltsamen Übergriffe von Sicherheitskräften auf Demonstranten am Dresdner Hauptbahnhof am 4. Oktober 1989.Hinter „Enrico“ verbarg sich ein 1928 im sudetendeutschen Gablonz, dem heutigen Jablonec, geborener Mann. Er hatte 1960 ein Außenpolitikstudium in Potsdam-Babelsberg begonnen und ging danach ins DDR-Außenministerium. Zwischen 1966 und 1979 setzte ihn die DDR jeweils mehrere Jahre lang in Leitungsfunktionen an ihren Botschaften in Kuba, Kolumbien und Argentinien ein. Auch für die Stasi war er tätig: Von 1965 bis 1981 lieferte er für die Stasi-Hauptverwaltung A (HVA) als IM „Maler“ politische Einschätzungen zur Situation in seinen Gastländern. Darüber hinaus – so erzählte er es später seinen BND-Konfidenten – musste er für die HVA über jüdische Friedhöfe streifen, um Namen und Biografien zu recherchieren, die Mielkes Auslandsgeheimdienst für Falschidentitäten seiner Agenten verwenden konnte. Eine – wie er es sagte – „ekelige Drecksarbeit“ sei das gewesen, die er auch viele Jahre danach noch immer als beschämend empfand.Nach seiner Rückkehr aus dem Auslandsdienst wurde der spätere BND-Informant „Enrico“ Sektorenleiter im Außenministerium für Lateinamerika. Aufgrund eines schweren Herzleidens musste er aber im Juni 1984 seine Arbeit aufgeben. Doch er ging auch weiterhin im Außenministerium ein und aus, hielt Vorträge und pflegte Kontakte mit ehemaligen Kollegen bis hin zum DDR-Außenminister Oskar Fischer, der wie er aus dem Sudetenland stammte.„Wäre man nur nach der Kaderakte gegangen, dann hätte man bei ,Enrico‘ einen Parteikarrieristen vermuten können, der stromlinienförmig im System funktionierte“, erinnert sich ein BND-Mitarbeiter. „Tatsächlich aber war er ein kritischer, hoch sensibler und beeindruckend intelligenter Mensch mit Idealen, der über ausgeprägte analytische Fähigkeiten verfügte und deshalb politische Vorgänge und Entwicklungen erkennen, einordnen und abschätzen konnte.“Was für den BND aber noch schwerer ins Gewicht fiel, waren „Enricos“ außergewöhnliche Informationszugänge. So pflegte er direkte persönliche Kontakte zu wichtigen Personen des SED-Zentralkomitees und gelegentlich sogar zu Angehörigen des Politbüros, wodurch er Einblick hatte in aktuelle Geschehnisse und Diskussionen im Partei- und Staatsapparat. Er hielt Verbindungen in das direkte Umfeld von Egon Krenz, den er aus früheren Zeiten persönlich kannte. Eng befreundet war „Enrico“ zudem mit einem Russisch-Dolmetscher, der regelmäßig an Treffen von SED-Funktionären mit hohen sowjetischen Politikern teilnahm.Für den BND war die Quelle „Enrico“ ein Glücksfall. Bis dahin hatte sich der Dienst höchst selten einmal imstande gezeigt, an seine Bonner Auftraggeber substanzielle und hilfreiche Einschätzungen und Analysen zur Lage jenseits der Mauer zu liefern. Tatsächlich wurde das in der Bundesregierung vorhandene Lagebild maßgeblich durch die Analysen geprägt, die von der Ständigen Vertretung Bonns in Ostberlin bis in das Jahr 1989 hinein geliefert wurden – die mit der politischen Wirklichkeit in der DDR aber wenig zu tun hatten. Noch zur Jahreswende 1988/89 wurde in diesen Einschätzungen von einem zumindest relativ stabilen SED-Regime gesprochen, dessen Fortbestehen auf unabsehbare Zeit nicht zur Disposition stehe.Da zeichnete „Enrico“ doch ein ganz anderes, weit realistischeres Bild der Lage. So schätzte er in einem seiner ersten Treffen mit dem BND im März 1989 ein, dass die DDR-Führung sich „schon auf mittlere Frist der Notwendigkeit tief greifender Reformen nicht entziehen“ könne, wie es in einem Bericht der Quelle heißt. Angesichts der desaströsen ökonomischen Lage und immer weiter schwindender Akzeptanz seiner Bürger gerate das Land in eine stetig sich vertiefende System- bzw. Identitätskrise. „Die Karre rast unaufhaltsam auf die Wand zu“, gab „Enrico“ laut Bericht die Einschätzung führender Mitarbeiter des SED-Zentralkomitees wieder. „Es kann keine ernsthaften Zweifel (daran) geben, dass das politische System (DDR) schon in absehbarer Zeit implodieren wird.“Von enormer Bedeutung für Pullach und Bonn waren auch seine Einschätzungen zu der Frage, wie sich Moskau im Falle wachsender Proteste in der DDR verhalten und ob die Sowjets bei einer Eskalation der Lage möglicherweise sogar militärisch eingreifen würden. Schon frühzeitig konnte „Enrico“ dazu Inhalte aus den Gesprächen wiedergeben, die Honecker im September 1988 während eines Arbeitsbesuches in Moskau geführt hatte. Demzufolge lehnte Moskau ein Engagement zur Rettung des SED-Regimes ab.Und „Enrico“ lieferte noch mehr: Er berichtete über Hintergründe und Ursachen der dem Westen bis dahin völlig unbekannten Spannungen im Politbüro, im SED-Parteiapparat und zwischen Bezirksparteileitungen und der Ost-Berliner Führung; er lieferte Fakten und Zahlen, die sehr genauen Aufschluss gaben über den Umfang der Fälschung des Kommunalwahlergebnisses im Mai 1989; sogar zu einer Geheimrede Erich Mielkes vor seinen Stasi-Leuten, in der er die „bewaffneten Organe“ eindringlich auf die Einhaltung ihres Waffeneids einschwor, konnte „Enrico“, wenn auch nur in allgemeiner Form, berichten. Schließlich lieferte er noch Interna zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Moskau und Ostberlin über die Reformpolitik und vermochte sogar höchst brisante Gesprächsinhalte aus Treffen Gorbatschows mit Honecker und Krenz wiedergeben.Von „Enrico“ erhielt der BND auch Hinweise auf Aktivitäten einer KGB-Gruppierung namens „Ljutsch“, die seit 1988 Kontakt zu diversen DDR-Funktionären aufgenommen hatte. „In diesem Kontext fielen häufiger die Namen Markus Wolf und Hans Modrow, die als bevorzugte Ansprechpartner Moskaus in der DDR galten“, erinnert sich ein früherer BND-Mitarbeiter, der ebenfalls mit der Quelle befasst war.„Für unseren Dienst bestätigten sich damit Gerüchte über sowjetische Einflussnahmen in der DDR, von denen wir schon zu einem früheren Zeitpunkt im Zusammenhang mit Reisen des KGB-Vize Krjutschkows 1987 nach Dresden und Ostberlin erfahren hatten.“ All diese Mosaiksteinchen versetzten den BND in die Lage, im Laufe des Jahres 1989 einen ziemlich realistischen Eindruck von der Dramatik der politischen und wirtschaftlichen Lage im SED-Staat zu gewinnen.Was der Bundesnachrichtendienst aber erst nach dem Ende von SED und Stasi erfuhr – das MfS hatte seine Topquelle „Enrico“ bereits ins Visier genommen, bevor es überhaupt zum ersten Treff in Westberlin gekommen war. Aus MfS-Unterlagen geht hervor, dass die für Spionageabwehr zuständige Hauptabteilung II schon am 20. März 1989 – also gut eine Woche vor dem ersten Treffen mit dem BND – einen Operativvorgang gegen „Enrico“ eröffnete. In dem Vermerk zu dem Vorgang mit der Deckbezeichnung „Condor“ heißt es, der Mann stehe „im dringenden Verdacht, geheimdienstliche Verbindungen zum BND zu unterhalten“.Wie Mielkes Männer auf diesen Verdacht kamen, geht aus den von der Stasi-Unterlagenbehörde freigegebenen Akten nicht hervor. Sehr wahrscheinlich ist, dass das MfS von einer bis heute nicht enttarnten Quelle im Westberliner Verfassungsschutz über „Enricos“ Besuch im Landesamt und seine Weitervermittlung an den Dienst in Pullach erfuhr. Warum die Ostberliner Spionageabwehr aber nicht gegen den Verdächtigen vorging und die Reisen des Invalidenrentners nach Westberlin nicht unterband, bleibt rätselhaft. Unterlag man der Fehleinschätzung, dass der frühere Diplomat keine Staatsgeheimnisse verraten könnte, weshalb man mit repressiven Maßnahmen erst einmal abwartete?Spätestens ab April oder Mai 1989 dürfte man jedoch auch bei der HVA aufgemerkt haben. Die Auslandsspionage der Stasi erfuhr zu diesem Zeitpunkt von ihrer langjährigen Spionin Gabriele Gast, die in der Ostblock-Auswertung des BND saß, dass plötzlich Quellenberichte mit der Kennung „Leo I“ und „Leo II“ in Pullach auftauchten, die Details aus dem inneren Führungszirkel der SED enthielten. Der letzte HVA-Chef Werner Großmann bestätigte das später.Dass „Enrico“ dahintersteckte, ahnte das MfS aber zunächst nicht – offenbar unterschätzte man dessen Zugangsmöglichkeiten in die Parteispitze, weshalb man ihn mit den „Leo“-Berichten nicht in Verbindung brachte. Zudem dürfte dem BND-Topspion auch entgegengekommen sein, dass die Stasi im fortschreitenden Jahr 1989 zunehmend damit beschäftigt war, die eskalierende politische Lage im Inland nicht außer Kontrolle geraten zu lassen. Gut möglich, dass deshalb die Jagd auf den Lieferanten der „Leo“-Berichte in dieser Phase nicht oberste Priorität hatte.„Enrico“ spielte letztlich also die immer rasanter ablaufende Zeit der Stasi und des SED-Regimes in die Hände. Spätestens mit dem Einsetzen der politischen Wende im Herbst ’89 waren dem MfS dann aber auch die Hände gebunden, gegen den BND-Spion konsequent vorzugehen. Der Pullacher Dienst bedankte sich am Ende dieses schicksalsträchtigen Jahres mit einem Geschenk bei seinem besten Spion, der bis dahin so gut wie keine finanziellen Gegenleistungen für seine Informationen erhalten hatte – „Enrico“ erhielt vom Dienst einen Audi 80, allerdings gebraucht.Im Dezember 1990 geriet er mit eben diesem Auto vom BND in einen schweren Verkehrsunfall. Ein Lkw prallte auf das Fahrzeug. Ob alte Stasi-Kader bei dieser Aktion ihre Hände im Spiel hatten, um den „Verräter“ zu bestrafen, bleibt Spekulation. „Enrico“ jedenfalls erlitt infolge des Unfalls einen schweren Schlaganfall, von dem er sich nie mehr erholte. Einige Jahre später verstarb er. Bis heute ist der BND nicht bereit, die Identität seines besten DDR-Spions zu bestätigen.

SZ vom 28.2. Autor Andreas Förster


EK 88 I


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#2

RE: Enrico(LeoI und LeoII)

in Spionage Spione DDR und BRD 28.02.2018 06:32
von der Anderdenkende (gelöscht)
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Im Berliner Kurier stehts auch!
Recht interessant !
Da rückt der Herr aus Herrn Brandts Vorzimmer jetzt in nen andres Licht. Kann er nicht mehr zum "Helden im Kampf gegen den imperialistischen Klassenfeind" verklärt werden. Halt Pech jetzt für einige Herren!
Geheimnisverrat ist immer was Dreckiges! Ob gegen Bezahlung oder aus was für Gründen auch immer, es ist was Dreckiges! Von welcher Seite auch immer!


zuletzt bearbeitet 28.02.2018 07:22 | nach oben springen

#3

RE: Enrico(LeoI und LeoII)

in Spionage Spione DDR und BRD 28.02.2018 14:55
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Hier kommt nix mehr, passt es doch schlecht ins "Heldenbild" !


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#4

RE: Enrico(LeoI und LeoII)

in Spionage Spione DDR und BRD 28.02.2018 16:24
von passport | 3.247 Beiträge | 2504 Punkte
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Was für ein "Heldenbild" ?

Kundschafter G. G. hat sich durch seine Tätigkeit in die Regierungskreise hochgearbeitet. D.h. das seine Meldungen immer zeitnah waren.

Der andere (soweit diese Storie echt ist) ist ein vermutlich frustierter Invalidenrentner der der Meinung war persönliche, private und ehemals dienstliche Vertrautheiten auszuplaudern. Da diese Person schon A.D. war konnte er auch keine aktuellen Nachrichten weiterleiten. Naja, wenn sich der BND und BfVS schon mit abgehalferten Informationsquellen zufrieden gaben Was sind das doch für traurige Vereine !

Alleine die Kundschafterin G. G. im BND hat laut Bundesstaatsanwaltschaft mit Ihrer Gegenspionage 90 % Prozent der gegen die DDR un den anderen sozial. Staaten gerichteten Aktionen aufgedeckt. Oder Alfred Spuhler der als MA des BND den Quellencomputer knackte und damit sämtliche Namen von Agenten aufdeckte.
Das sind Informationen !

Aber nicht wenn ein Ehemaliger aus dem Staatsdienst der DDR ausplauderte welche Kaffeesorte E. H. trank oder welches Klopapier dieser benutzte. Aber selber halte ich diese Geschichte als unwahrscheinlich, weil 1. die Geschichte 30 Jahre alt ist und 2. die Person bereits verstorben ist. Warum sollte man dann den Namen nicht aufdecken ?


passport


zuletzt bearbeitet 28.02.2018 16:33 | nach oben springen

#5

RE: Enrico(LeoI und LeoII)

in Spionage Spione DDR und BRD 28.02.2018 16:32
von Merkur | 1.275 Beiträge | 1115 Punkte
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Ist alles ein wenig widersprüchlich und mir sagt dieser Vorgang überhaupt nichts. Wenn er eine solche Brisanz gehabt hätte, wäre mir "Condor" bestimmt schon mal begegnet. Entweder als OV oder als Fahndungsvorgang der HA II/6. Vor allem erklärt sich mir nicht, was G.Gast in der BND-Auswertung mit der Quelle zu tun gehabt haben soll.
Wer weiß...?? Vielleicht ist der Vorgang auch eine gezielte Blickfeldmaßnahme der HA II im Rahmen der IMB-Arbeit gegen die Dienste der BRD gewesen.



zuletzt bearbeitet 28.02.2018 17:23 | nach oben springen

#6

RE: Enrico(LeoI und LeoII)

in Spionage Spione DDR und BRD 28.02.2018 20:21
von der Anderdenkende (gelöscht)
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#4
Genau diese Reaktion war zu erwarten und ist typich!
Lief halt nicht alles immer so, wie Erich und seine Abteilung Abwehr es sich wünschte und vorstellte! Manschmal bot man sich eben auch auf der andren Seite an.
Wie heißt es so schön:
Getroffene Hunde bellen, beissen aber nicht!


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#7

RE: Enrico(LeoI und LeoII)

in Spionage Spione DDR und BRD 28.02.2018 20:31
von passport | 3.247 Beiträge | 2504 Punkte
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Nach den bisherigen Erkenntnissen ist dort überhaupt nichts gelaufen.


passport


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#8

RE: Enrico(LeoI und LeoII)

in Spionage Spione DDR und BRD 28.02.2018 20:34
von der Anderdenkende (gelöscht)
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Wuff! 😉😂
Und ne gute N8 allen Usern!


zuletzt bearbeitet 28.02.2018 20:35 | nach oben springen

#9

RE: Enrico(LeoI und LeoII)

in Spionage Spione DDR und BRD 28.02.2018 22:40
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Bleib mal nun ganz unruhig....was soll 1989 !!!! der Kerl noch sooo wichtiges dem BND oder so verraten haben wollen? Da waren doch eh schon alle Messen gesungen!

Warum zum Geier stand das nicht als Spitzenmeldung in der BLÖD Zeitung sondern in so einem Regionalblättchen ?

Der Verfasser kommt sicher vor Lachen nicht in den Schlaf.

@der Anderdenkende


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#10

RE: Enrico(LeoI und LeoII)

in Spionage Spione DDR und BRD 28.02.2018 23:18
von andy | 1.626 Beiträge | 2600 Punkte
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Und ne gute N8 allen Usern!


Was ist an dieser story so umwerfend? Es mag ja sein, dass sich ein Invalidenrentner mit Insiderwissen aus dem ZK oder woher auch immer 1989 dem LfV oder dem BND angedient hat. Auch wenn dieser Selbstanbieter diiiiieeee Sptiztenquelle des BND gewesen ist - geschenkt.

Wir wissen doch aus der Geschichte, dass die westlichen Dienste von der Entwicklung in der DDR vollkommen überrascht wurden. Es liest sich aber eben gut.

Naja, und dann sprechen wir ja über die Stasi, da darf dann der Hinweis auf den Unfall mit dem Audi 80 auch nicht fehlen.

Hatten wir alles schon mal - alles wurde behauptet, nichts wurde bewiesen.


Ich sehe diesen Zeitungsbericht sehr gelassen und kann nur darüber schmunzeln.


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.


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#11

RE: Enrico(LeoI und LeoII)

in Spionage Spione DDR und BRD 28.02.2018 23:19
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Die Seite der Deppen wie in #7 angeführt, hat aber nun mal offensichtlich gewonnen und die Superkundschafter konnten das auch nicht verhindern.
Sonderbar.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.03.2018 05:56 | nach oben springen

#12

RE: Enrico(LeoI und LeoII)

in Spionage Spione DDR und BRD 28.02.2018 23:24
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"Was der Bundesnachrichtendienst aber erst nach dem Ende von SED und Stasi erfuhr – das MfS hatte seine Topquelle „Enrico“ bereits ins Visier genommen, bevor es überhaupt zum ersten Treff in Westberlin gekommen war. Aus MfS-Unterlagen geht hervor, dass die für Spionageabwehr zuständige Hauptabteilung II schon am 20. März 1989 – also gut eine Woche vor dem ersten Treffen mit dem BND – einen Operativvorgang gegen „Enrico“ eröffnete."

Was ist denn da noch Topquelle ? Die Spionagewabwehr hatte den Mann schon vor dem ersten Treffen auf dem Radar....



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#13

RE: Enrico(LeoI und LeoII)

in Spionage Spione DDR und BRD 01.03.2018 05:54
von damals wars (gelöscht)
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Das war aber das beste, was der BND zu bieten hatte,(verdammt noch mal, hätte ich fast gesagt) es wäre einfacher gewesen, sie hätte Strauß abgeschöpft!


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#14

RE: Enrico(LeoI und LeoII)

in Spionage Spione DDR und BRD 01.03.2018 05:59
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Zitat von damals wars im Beitrag #13
Das war aber das beste, was der BND zu bieten hatte,(verdammt noch mal, hätte ich fast gesagt) es wäre einfacher gewesen, sie hätte Strauß abgeschöpft!


Also irgendwie war mir so das sie von Strauß schon was abgeschöpft hat.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#15

RE: Enrico(LeoI und LeoII)

in Spionage Spione DDR und BRD 01.03.2018 08:44
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Pitti, ich bin zwar nicht der Autor des Textes, aber du hattest recht:
Ich kam aus dem Lachen nicht raus!
Die Reaktionen einiger User waren so voraussehbar und damit berechenbar! Eigentlich sollten diese User doch langsam mal altersgerecht lockerer agieren!
Zum Text an sich:
Das der BND auf jede Quelle angewiesen war, das sollte selbst dem letzten Dorftrottel klar sein!
Fakt ist aber auch eins, und das zeigen ja auch die Reaktionen ( nicht nur in diesem Fall), das der Informationsabfluß Einigen hier aufn ... geht! Weil sie es nicht verhindert haben/nicht konnten verhindern! Denn wenn die Abwehr angeblich ne Woche vorher schon dranne war an ihm, dann hättens es auch verhindert bzw. versucht, über ihn Falschinfos in den Umlauf zu bringen.
Aber so bleiben die Reaktionen halt neblig.
Und zu damals wars seinen Bedankungen und Texten fallen mir nur 2 Worte ein. Schreib ich aber hier nicht! Und sehr viele denken es trotzdem auch!
Und ja, ich hab heut gute Laune und bin nicht frustriert fern der Heimat!


zuletzt bearbeitet 01.03.2018 08:57 | nach oben springen

#16

RE: Enrico(LeoI und LeoII)

in Spionage Spione DDR und BRD 01.03.2018 09:17
von Merkur | 1.275 Beiträge | 1115 Punkte
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Interessant wäre doch zu wissen, aus welchen operativen Erwägungen die Spionageabwehr so reagiert hat. Wenn sie nicht aktiv eingegriffen hat, wird es entsprechende taktische Gründe gegeben haben. Die kann uns ja dann der Herr Förster als seriöser Journalist mal schildern. Solche halben und nebulösen Storys helfen nicht wirklich weiter. Seriöse Historiker haben ihre grundsätzliche Einschätzung zur Thematik längst abgegeben und damit sekundär auch die Tätigkeit der DDR-Spionageabwehr bewertet.
https://www.google.de/amp/s/amp.n-tv.de/...le20176897.html



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#17

RE: Enrico(LeoI und LeoII)

in Spionage Spione DDR und BRD 03.03.2018 18:06
von Alfred | 7.996 Beiträge | 4409 Punkte
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Vielleicht war der Beitrag auch nur so eine Art Geschenk zum 75. Geburtstag von Frau Gast, den sie gestern begangen hat.



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