Warum entsteht wieder ein "Kalter Krieg"

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22.02.2018 17:32 (zuletzt bearbeitet: 22.02.2018 17:34)
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#1
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Diese Frage stelle ich mir wirklich sehr oft.

1990 und Folgejahre dachte man ja, endlich ist dieses Kräftemessen vorbei.
Kohl hatte gegenüber Russland Vertrauen geschaffen, Schröder setzte dieses fort und es führte sogar zu einer Freundschaft mit Putin.
Auch wenn Schröder damit sehr viel Gegenwind erhielt, lieber Freundschaft und gute Zusammenarbeit, als sinnlose Kriegsführung mit über 30 Mill. Todesopfern.

Das ursprüngliche Ziel in den 1930/40er Jahren, auf der einen Seite die Weltherrschaft zu erringen und auf der anderen Seite,
den Kommunismus auf der Welt zu verbreiten war ja auf beiden Seiten kläglich gescheitert.
Nach dem II. Weltkrieg belauerten sich die beiden Lager leider wieder, man hatte wieder Angst, dass sich die kommunistische Ideologie ausbreiten könnte,
eine Rüstungsspirale war die Folge!

Dieses Gerangel war dann glücklicherweise in den 1990er Jahren vorbei. In der SU wurde ja sogar die KPdSU verboten!

Den beängstigten ideologischen Auseinandersetzungen war nun der Boden entzogen, beide Systeme wurden nun nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt!

Nun frage ich mich warum wieder Kalter Krieg? Was sind jetzt die Gründe?

Kann man das mit Macho-Gehabe der Führer der stärksten Länder erklären und begründen? Im Atomzeitalter ein sehr gefährliches Gehabe!

Warum also wieder Kalter Krieg?


GKUS64


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22.02.2018 18:08
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#2
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Es geht um Macht, Einfluß, ganz besonders dann daraus um finanziellen Einfluß, und am Ende streitet man sich noch um das letzte
Hemd, was verblieben ist.
Angst herrscht nach wie vor, daß sich irgend eine Gesellschaftsordnung etablieren könnte, die wirklich zuerst seine Bürger sieht und
die Reichtum, wie er heute in unanständigem Ausmaß existiert, nicht zuläßt.
Vielleicht wieder das Gespenst des Sozialismus und dessen Weiterentwicklung in einer anderen Form als damals, nur würde dann
für zehntausende Oberschichtler, den heutigen Herren dieser Erde, der Luxus zu Ende sein.
Was ist schon ein Leben ohne Kaviar, Yacht und Pferdchen wert.

Ansonsten ruhig mal zurückdenken an den Unterricht damals in der Schule, alles war nicht gelogen.


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22.02.2018 18:10
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#3
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Weil die Leute an den Schalthebeln der Macht nicht lernfähig aber machtgeil und gierig sind.

KS


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22.02.2018 19:00
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#4
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Sich vernünftig beschränken heißt weniger Konsum. Wohl eine Horrorvision fürs Kapital, Anleger etc.Also wird unter grenzenloser Freiheit grenzenloser Konsum propagiert.Wenn genau dem nicht in Zukunft Enhalt geboten wird(im Sinne der Vernunft) wird sich nichts ändern.Undgut, war jetzt etwas OT. Passt aber dazu.

Rainer-Maria


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22.02.2018 19:45 (zuletzt bearbeitet: 22.02.2018 19:52)
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#5
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Das liegt ziemlich einseitig an Russland würde ich sagen. Seit der Krim-Annektion -gegen wiederholte vertragliche Garantien- kann man Russland leider nicht mehr trauen. Es gibt renommierte West-Experten, die bereits einen russischen Einmarsch ins Baltikum in den nächsten beiden Jahren vorhersagen. Die atomare Hochrüstung von Kaliningrad und die jüngsten Großmanöver Russlands schaffen leider auch kein Vertrauen.

Ganz ernsthaft: Wir sollten uns besser bewaffnen und die NATO wieder flott machen. Die Zeit der naiven Gutgläubigkeit gegenüber Putin ist vorbei. Der will "Groß-Russland". Handel hin oder her. Deren Gas und Öl sollten wir nicht mehr kaufen und denen noch Devisen für ihre Rüstung verschaffen. So kann man leider kein gutnachbarschaftliches Verhältnis haben.


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22.02.2018 19:52
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#6
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Dreh das mal rum...Harzwanderer. Setzte statt Russland die Nato ein. Köstlich, dieses"deren Oel und Gas nicht mehr kaufen".

Rainer-Maria


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22.02.2018 19:53
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#7
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Den Amis traue ich noch weniger als den Russen.

Noch mehr Waffen erhöhen nur das Risiko eines Krieges, aber nicht unsere Sicherheit.

Auch Machtmensch Putin weis, dass konventionelle Kriege wie vor 75 Jahren nicht mehr zu führen sind.

Schon in Syrien ist ja ersichtlich das es keine richtigen Fronten mehr gibt.

KS


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22.02.2018 19:53 (zuletzt bearbeitet: 22.02.2018 20:48)
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#8
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Wir schwenken schon nach Norwegen und UK. Wir brauchen das Öl und Gas aus Russland nicht. Nur Schröder will das noch.
Als Industriepartner des Westens hat sich Russland schon selber abserviert.

Russland hätte seinen Rohstoffreichtum und die Einnahmen für Wirtschaftsreformen und Politikreformen nutzen müssen. Das wird aber alles zurückgedreht und das Geld für Rüstung verprasst. Da den Russen als Volksgruppe innerhalb ihres eigenen Landes demografisch die Macht verloren geht, könnten die ein Interesse haben, schnell gewaltsam alles festzubetonieren, wie es mal war.


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22.02.2018 19:56
avatar  Alfred
#9
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Rüstungsausgaben 2016

USA 615 Milliarden Dollar
Russland 69 Milliarden Dollar ...


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22.02.2018 19:57 (zuletzt bearbeitet: 22.02.2018 19:58)
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#10
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Mein Sohn ist 36 und nicht dumm, immerhin promoviert, der hat weniger Angst vor dem politischen Weltgefüge momentan als wir alten Säcke.
Irgendwie schieben wir Panik wegen diverser negativen Erfahrungen, wobei am Ende auch weitestgehend alles gut war.


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22.02.2018 19:58 (zuletzt bearbeitet: 22.02.2018 19:58)
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#11
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Die USA sind reich, Russland ist arm. Russland bezahlt seine enorme Rüstung mit dem Ölgeld von Jahrzehnten. Das schmilzt rapide weg.


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22.02.2018 19:58
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#12
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In #8. Erinnert mich an Zeiten des Kalten Krieges. So "nimm nichts Süßes von Fremden".

Rainer-Maria


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22.02.2018 19:58
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#13
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22.02.2018 20:02 (zuletzt bearbeitet: 22.02.2018 20:05)
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#14
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #11
Die USA sind reich, Russland ist arm. Russland bezahlt seine enorme Rüstung mit dem Ölgeld von Jahrzehnten. Das schmilzt rapide weg.


Wobei russisches Erdöl von der Qualität her das minderwertigste überhaupt ist, Preis am Markt nur ein Bruchteil vom Brent zum Beispiel und mit den maroden Förderanlagen noch mehr abgeschlagen.
Erdgasexport lohnt sich noch für Putin, noch, der Westen schielt da auch schon nach Alternativen.


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22.02.2018 21:14
avatar  Marder
#15
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Von der absoluten Höhe einmal abgesehen betragen die Ausgaben Russlands für die Rüstung knapp 20% der Gesamtausgaben.
Das ist ein Vielfaches gemessen an den Ausgaben der Nato oder USA.
Gruß Marder

Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.


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