Der sozialistische Wettbewerb bei den GT und ...

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14.02.2018 20:19
avatar  mibau83
#16
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Zitat von vs1400 im Beitrag #1
... gab es ihn zu eurer zeit?
wie wurde er von euch erlebt?




ja gab es. erinnere mich noch an solche sachen wie, bester posten des monats oder bester postenführer. da gab es auch mal einen ausgang ausser der reihe in die kreisstadt, oder ein bild vor der truppenfahne als belobigung.

diese internen wettbewerbe unter uns wie, wer ist nach der ablösung als erster auf der gk? gab es bei uns auch. aber dafür gabs höchstens mal mecker vom spiess, als er bei der ankunft am fenster stand.


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14.02.2018 21:17
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#17
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Ich kann mich nicht erinnern, dass unter den GWD irgendwelche Wettbewerbe gab.

Abzeichen für gutes Wissen waren nicht unbedingt begehrt, Qualifizierungsspangen für MKF wurden meist mitgenommen ohne sich deswegen aus dem Fenster zu lehnen.

Ansonsten galt es sich so unauffällig wie möglich zu verhalten.

KS


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14.02.2018 21:37
avatar  mibau83
#18
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Zitat von Kontrollstreife im Beitrag #17
Ich kann mich nicht erinnern, dass unter den GWD irgendwelche Wettbewerbe gab.



tja, ist wohl so wie bei vielen anderen sachen hier, unterschiedliche zeiten, unterschiedliche orte, wo jeder gedient hat!


nun trifft es sich bei mir das mein ehemaliger politoffizier auch user in diesen forum ist und vor jahren schon mal zugegeben hatte, dass wohl er derjenige war, der mich zum bild vor der truppenfahne "delegiert" hat.


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14.02.2018 22:18
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#19
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Mir war der Wettbewerb so etwas von egal, mir war wichtig ohne großen Verluste diese 1,5 Jahre zu überstehen. Ob es da irgendeinen Platz im Wettbewerb gegeben hatt war mir egal, die einzige Motivation wäre bei guter Platzierung eine Verkürzung der Wehrdienstzeit...


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14.02.2018 22:23 (zuletzt bearbeitet: 14.02.2018 22:34)
avatar  94
#20
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94

Das Wichtigste beim soz.Wettb. war, ähnlich wie beim B44, der spitze Bleistift. Nur dürften die wenigsten Grundwehrdiener was davon mitbekommen haben. Neben den 'weichen' Parametern wie Politschulung ordentlich und deliktfreier Grenzdienst waren auch eine gewisse Anzahl der Soldatenauszeichnungen zu erbringen. Am einfachsten war das Abzeichen für gutes Wissen und das Sportabzeichen. Die gabs quasi nur aufm Papier. Qualispange war eine Frage der Organisation, da warn die Prüfungen ja im Regiment oder Bataillon. Meist warns für die Soldaten auch die PF-Prüfung gleich mit. Oder besser gesagt umgedreht, die Qualispange war für ein paar 'Auserwählte' der Beifang zu den grünen Balken. Bei den Kraftfahrern und Hundeführern lags dann weniger in der Hand des Zugführers, ging aber auch.
Knackpunkt aber war das Schießen, gelang es nicht die Scheiben egal wie und durch was auch immer umfallen zu lassen, na dann wars Essig mit dem Titel. Einer von fünf möglichen Titel ging mir so flöten, aber viermal in fünf halben Jahren 'Bester Zug' ... ging schon.

P.S. Achso, von der Kohle die am Titel dranhing wurden Junge Welt, Volksarmee, ASV und FDJ gezahlt und der Rest beim Zugausgang aufn Kopp gehaun.

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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14.02.2018 23:26
avatar  vs1400
#21
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sorry leutz, ich hab zwar die sufu befragt, doch nun fand ich dieses thema in www Aufruf zum soz. Wettbewerb in den GT
... bei bedarf könnten man ja anknüpfen ...

gruß vs

04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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15.02.2018 09:24
#22
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Zitat von berndk5 im Beitrag #9
Na komm, das Resi-Abzeichen in Bronze, oder wie das Ding hieß hast Du ja wenigstens bekommen............
Danke @bürger der ddr für das Wachrütteln. Natürlich bekommst Du heute noch eine ordentliche Antwort von mir..............
Bis später.


Ich hatte nichts, außer der Schützenschnur.

.
.

.

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15.02.2018 12:32 (zuletzt bearbeitet: 15.02.2018 12:59)
avatar  Hanum83
#23
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War vielleicht auch abhängig von den Sicherungsystemen, wir waren über den Tag und die Nacht verteilt als Einzelposten ab Einheit draußen, dann zum Schlafen und bissel Freizeit wieder drin, oft auch nur schlafen.
Soz. Wettbewerb war da irgendwie zeitlich naja, schon dieser ominöse Zugausgang, was ist das schönes

----------------------------------------------------------------------------
Wer nichts weiß muss alles glauben.

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15.02.2018 15:11
#24
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Ich denke mal der KC1. könnte darüber berichten. Wir hatten in einem Gespräch mal dieses Thema.

VG Hubi


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15.02.2018 19:21
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#25
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Meine größte Auszeichnung war das "Resituch"......


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15.02.2018 20:14
avatar  andyman
#26
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Wie bereits in verschiedenen Vorbeiträgen zu lesen war,ist es unter bestimmten Voraussetzungen automatisch zur Teilnahme am "sozialistischen Wettbewerb"gekommen.Insofern ist die Nichtteilnahme nicht unbedingt ein Verdienst derer die sich jetzt damit brüsten.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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15.02.2018 22:14 (zuletzt bearbeitet: 15.02.2018 22:16)
#27
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Da haben Führungskräfte formell was durchgeführt, um ihre Ruhe zu haben und die Mannschaft war so dabei, daß sich viele nicht mehr erinnern können.

Im Zivilleben war das ebenso, bis auf die Erinnerung. An die Prämien und Brigadefeiern erinnert man sich.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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15.02.2018 23:47
avatar  vs1400
#28
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Zitat von andyman im Beitrag #26
Wie bereits in verschiedenen Vorbeiträgen zu lesen war,ist es unter bestimmten Voraussetzungen automatisch zur Teilnahme am "sozialistischen Wettbewerb"gekommen.Insofern ist die Nichtteilnahme nicht unbedingt ein Verdienst derer die sich jetzt damit brüsten.
Lgandyman


ja und diese "automatische" teilnahme war doch eher ein "freiwilliger" zwang und dass stieß nicht nur mir bitter auf.
was machte es denn für einen sinn mal eben vollgas zu geben und nach erreichen der zielprämie wieder dem alltag zu frönen?

die agt erbrachten doch schon massiv mehr leistung, wie vergleichbare truppenteile der nva, aus meiner sicht.
freizeit war mangelware, zu meiner zeit und diese wollte ich gern selbstbestimmen und daher konnte ich von agt meiner gruppe keine wunder erwarten. mein slogan war,
fordere nur das, was du selber leisten würdest.

interessant fand ich die aussage von @94 ... "... Qualispange war eine Frage der Organisation ..." und ja, darüber würde ich gern etwas mehr erfahren wollen.

gruß vs

04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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16.02.2018 08:41
avatar  berndk5
#29
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zu #28

Zitat von vs1400 im Beitrag #28
interessant fand ich die aussage von @94 ... "... Qualispange war eine Frage der Organisation ..." und ja, darüber würde ich gern etwas mehr erfahren wollen.
Hallo @vs1400 , das ist doch ganz einfach.
Ich kenne noch den Slogan: "Erfolge müssen organisiert werden " .
Das kann man vielschichtig sehen.
Eine Seite ist, dass man gezielte Lerngruppen bildete, die gemeinsam mit dem Techniker/Schirrmeister der GK bei einem "Boiler" mal im Clubraum so für 1-2 Stunden die wichtigsten Schwerpunkte durch gingen.
Die andere Seite wäre, wenn z.B. der Schirrmeister gleichzeitig für das ganze GR auch noch hin und wieder als Fahrlehrer tätig ist und ein alter Hase ist, hat er vielleicht Zugang zu den originalen Fragen, oder dem Lösungsschlüssel.
Also es ist keine Zauberei und kein Hexenwerk, wie überall gab es mehrere Methoden.
Bei uns hat sich meist die erste Variante durchgesetzt, vielleicht kann ja @STEFFENTAXI dazu noch mehr aus seiner Erinnerung herauskramen.
Qualispange hat sich wirklich gelohnt, besonders als es dann endlich Geld dafür gab. Ich hatte 1974 MKF III , 1978 MKF I abgelegt. Viele Jahre später kam dann ja erst die PF bzw. GD-Klassifizierungsspange dazu, hab ich dann ebenfalls von III über II bis zur I gemacht. Hat sich wirklich gelohnt. Wimre gab es bei der III = 100 Mark, II = 150,- Mark und bei der I = 200,- Mark .

NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bis 1990 GR-1 und GKK-304, danach Bundeswehrkommando -OST- Sitz Erfurt; gedient in: Harbke,Lauchröden,Grossensee,Berka/Werra, Ifta, Schnellmannshausen und Treffurt; Mauerabbau in Berlin und Grenzanlagen-Rückbau in Thüringen;

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16.02.2018 20:10 (zuletzt bearbeitet: 17.02.2018 08:26)
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#30
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Zitat von berndk5 im Beitrag #29
Hallo @vs1400 , das ist doch ganz einfach. Ich kenne noch den Slogan: "Erfolge müssen organisiert werden " .Das kann man vielschichtig sehen.Eine Seite ist, dass man gezielte Lerngruppen bildete, die gemeinsam mit dem Techniker/Schirrmeister der GK bei einem "Boiler" mal im Clubraum so für 1-2 Stunden die wichtigsten Schwerpunkte durch gingen.Die andere Seite wäre, wenn z.B. der Schirrmeister gleichzeitig für das ganze GR auch noch hin und wieder als Fahrlehrer tätig ist und ein alter Hase ist, hat er vielleicht Zugang zu den originalen Fragen, oder dem Lösungsschlüssel.Also es ist keine Zauberei und kein Hexenwerk, wie überall gab es mehrere Methoden.Bei uns hat sich meist die erste Variante durchgesetzt, vielleicht kann ja @STEFFENTAXI dazu noch mehr aus seiner Erinnerung herauskramen.Qualispange hat sich wirklich gelohnt, besonders als es dann endlich Geld dafür gab. Ich hatte 1974 MKF III , 1978 MKF I abgelegt. Viele Jahre später kam dann ja erst die PF bzw. GD-Klassifizierungsspange dazu, hab ich dann ebenfalls von III über II bis zur I gemacht. Hat sich wirklich gelohnt. Wimre gab es bei der III = 100 Mark, II = 150,- Mark und bei der I = 200,- Mark .
Nach meiner Dienstzeit müssen ganz andere GWD eingerückt sein.

Lerngruppen für irgendwelche Prüfungen (Postenführer, Gutes Wissen oder Qualispange) hat es bei uns nicht gegeben. In der Freizeit wurde Sport getrieben oder abgemattet. Mich hätte keiner mit Kaffe und Kuchen in den Clubraum zu einer Lerngruppe gelockt. Versammlungen von Massenorganisationen hatte ich ja keine, da ich nirgends drin war.

Wenn ich nicht mit dem P 3 unterwegs war oder daran zu tun hatte lag ich auf dem Bett und habe gelesen oder Kreuzworträtsel gelöst. Das Fernsehprogramm habe ich mir nicht angetan. Abwechslung brachten nur die Kinofilme, welche ich immer aus Bati in Geismar mitgebracht habe. Die lagen in dem Raum (oder dem Vorraum) wo der Alte den Aufzug geführt hat. Da waren gute Filme dabei.

Die Ruhe und die Rast das ist die halbe Mast. Dazu das gute Essen aus der Küche und den Paketen. Von irgendwas sind die 10 Kg Zunahme in dem Jahr doch gekommen.

Die Qualispange als MKF haben fast alle Kraftfahrer auch ohne besondere Prüfung bekommen. Was da finanziell dranhing ist mir entfallen.

Kann mir schon Vorstellen, dass die Kompanieführung da dran gedreht hat um im Vergleich zu anderen GK gut dazustehen.

KS


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