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#1

Alexander Schalck

in Leben in der DDR 10.02.2018 21:13
von Alfred | 7.735 Beiträge | 3101 Punkte
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#2

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 10.02.2018 22:28
von polsam | 759 Beiträge | 1436 Punkte
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Muss man sich über solche Typen, die maßgeblich am Untergang der DDR beteiligt waren hier noch austauschen?



Hanum83, Ehli, Kontrollstreife und der Anderdenkende haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#3

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 00:13
von Harzwanderer | 3.785 Beiträge | 3173 Punkte
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Warum nicht? Der hat der SED die Devisen besorgt, die sie unbedingt und um jeden Preis wollte. Das sollte man ruhig mal debattieren, wer dem die Aufträge gegeben hat? Schalck selbst steckte sehr tief drin aber alleine war er nicht. Er wurde in der Wendezeit zum bequemen Alleine-Buhmann gemacht. Alleine die Waldsiedlung Wandlitz war doch von oben bis unten mit Schalck-Westwaren ausstaffiert. Das mal als harmloseres Beispiel. Schon das müssen intern sehr viele mitgekriegt haben? Übrigens auch im Westen...

Krenz wollte Schalck-Golodkowski angeblich noch -statt Modrow- zum Wende-Regierungschef der DDR machen.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-86653818.html



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.02.2018 00:27 | nach oben springen

#4

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 01:58
von andyman | 2.591 Beiträge | 3519 Punkte
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Zitat von polsam im Beitrag #2
Muss man sich über solche Typen, die maßgeblich am Untergang der DDR beteiligt waren hier noch austauschen?

Es gibt ja noch die andere Geschichte,das ohne seine eingefädelten Milliardengeschäfte die DDR schon viel früher Pleite gewesen wäre.Eine moralische Bewertung der Geschäfte wie Häftlingsfreikäufe,Westmüll entsorgen,Waffengeschäfte usw.führt ohne Zweifel zu einem vernichtenden Urteil über das Wesen der DDR Obrigkeit dessen willfähriger, allseits geschätzter und geschützter Diener dieser A.S.G war.
Sogar der einstige Klassenfeind nahm ihn mit offenen Armen auf als er nach dem Zusammenbruch, aus Angst sich verantworten zu müssen,dort um Aufnahme bat.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


Kontrollstreife, hundemuchtel 88 0,5, IM Kressin und polsam haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#5

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 08:59
von DoreHolm | 8.763 Beiträge | 5204 Punkte
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RE: Alexander Schalck • Absender: andyman, Heute 01:58
quote Diesen Beitrag zitieren


Zitat von polsam im Beitrag #2Muss man sich über solche Typen, die maßgeblich am Untergang der DDR beteiligt waren hier noch austauschen?


Es gibt ja noch die andere Geschichte,das ohne seine eingefädelten Milliardengeschäfte die DDR schon viel früher Pleite gewesen wäre.Eine moralische Bewertung der Geschäfte wie Häftlingsfreikäufe,Westmüll entsorgen,Waffengeschäfte usw.führt ohne Zweifel zu einem vernichtenden Urteil über das Wesen der DDR Obrigkeit dessen willfähriger, allseits geschätzter und geschützter Diener dieser A.S.G war.
Sogar der einstige Klassenfeind nahm ihn mit offenen Armen auf als er nach dem Zusammenbruch, aus Angst sich verantworten zu müssen,dort um Aufnahme bat.
Lgandyman


Blau dick: Mit gutem Grund, denke ich. Sein Wissen war seine Lebensversicherung. Er wird entsprechende Unterlagen sicher deponiert haben, die an die in die Öffentlichkeit gelangen würden, wenn ihm etwas passiert. Zum Gechäfte machen gehören immer zwei, und die kannst Du getrost in den Chefetagen der westdeutschen Wirtschaft und Politik suchen. Es wäre naiv zu glauben, daß solche Leute, um nicht politisch gächtet oder gar inhaftiert zu werden, zu den äußersten Mitteln greifen würden, um einen lästigen Mitwisser loszuwerden. Ja, er wurde zum Bumann gemacht, eben wie die MfS-Angehörigen auch und S.G. hatte einen Offiziersgrad beim MfS. Das mußte reichen, um ihn zum Inbegriff des Verbrechens zu machen. Was hat er denn Schlimmes getan ? Er hat das gemacht, was die Aufgabe jedes Betriebsdirketors, Kombinats- und VVB-Leiters und jedes MfS-Mitarbeiter war, nämlich Schaden von der DDR abzuwenden und diese wirtschaftlich und politisch zu stärken. Die Mittel dazu waren, wie eben alle Aktionen, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren, eben meist geheim. Na und ? Galle spucken tun nur diejenigen, denen es am liebsten gewesen wäre, es hätte eine DDR nie gegeben. Kapitalismus heutiger Prägung eben dann schon 30 oder 40 Jahre eher und jetzt wären wir dann in dieser Entwicklung noch einen Schritt weiter. Prost Mahlzeit ! Beim Nachdenken, wie die Entwicklung verlaufen wäre, hätte ich, was die inzwischen 74 Jahre anhaltende Friedensperiode in D betrifft, kein gutes Gefühl.



Ebro, 02_24, damals wars und Wahlhausener haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#6

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 10:00
von Kalubke | 2.978 Beiträge | 2485 Punkte
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #5

[...]
Die Mittel dazu waren, wie eben alle Aktionen, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren, eben meist geheim. Na und ?
[...]



Nicht für die Öffentlichkeit gedachte Aktionen.... das klingt irgendwie harmlos. Wenn man sich aber die Devisenbeschaffergeschäfte näher anschaut, dann ist vieles von dem unter der Rubrik Wirtschaftskriminalität einzuordnen (Umgehung von EU- Zöllen durch Warenumdeklarierungen, Alhohol- und Zigarettenschmuggel usw.). Ein Milliardenanteil dieser "erwirtschafteten" Devisen ist in der Wendezeit dann auf genauso mysteriösem Wege wieder verschwunden. Das Nachsehen hatten wir DDR-Bürger, denen jahrelang große Teile der eigenen Komsumgüterproduktion vorenthalten und nach dem Westen zu Schleuderpreisen verhökert wurde. Schalck-Golodkowski war dabei, die DDR zu einem Billiglohnland für den Westen zu machen.

Gruß Kalubke



andyman und der Anderdenkende haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.02.2018 10:03 | nach oben springen

#7

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 10:23
von Hanum83 | 8.569 Beiträge | 15011 Punkte
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Mich wundert das nicht auch noch das Wetter in der DDR geheim war.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#8

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 10:35
von katerjohn | 638 Beiträge | 411 Punkte
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............und der Westen hat ihn nach der Wende grosszügig belohnt.


Nimm dir Zeit für deine Freunde,sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde !


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#9

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 10:51
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Mal schauen bei ca.

32.20
1.22.47
1.24.40
1.26.15



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#10

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 11:44
von Kalubke | 2.978 Beiträge | 2485 Punkte
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Der KoKo-Alkoholschmuggel lief z.B. so ab:

1. KoKo kaufte unversteuerten reinen Alkohol in Polen für 70 Pfennige pro Liter.
2. An der GüSt Drewitz wurden leer im Transit fahrene West LKW-Fahrer angesprochen, ob sie für 5.000 - 10.000 DM mal was mit rüber nehmen könnten.
3. Bei Einwilligung wurden sie zu einem Koko-Stützpunkt unweit der Transitautobahn geleitet und nahmen dort die Alkoholfassgebinde auf. Der LKW wurde mit gefälschter Zollplombe wieder verschlossen
4. der Westdeutsche Zoll wurde i.d.R. ohne Probleme passiert, es wurden nur die Plomben auf Unversehrtheit geprüft und das in Westberlin ausgestellte Begleitschreiben für die Leerfahrt in Empfang genommen
5. an der nächsten Raststätte musste eine in Drewitz genannte Telefonnummer angerufen werden und es wurde der Abladeort mitgeteilt
6. vom Abladeort aus wurde der Alkohol in der BRD illegal weiterverteilt für ca. 10 DM pro Liter (der Preis lag immernoch um 4 DM unter dem Monopolpreis von 14 DM/Liter)

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 11.02.2018 11:45 | nach oben springen

#11

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 12:24
von Freienhagener | 7.199 Beiträge | 14868 Punkte
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Mit einen gewissen zeitlichen Abstand wird gern relativiert, auch bei solchen Typen.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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#12

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 14:02
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RE: Alexander Schalck • Absender: Kalubke, Heute 10:00
quote Diesen Beitrag zitieren

Zitat von DoreHolm im Beitrag #5
[...]
Die Mittel dazu waren, wie eben alle Aktionen, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren, eben meist geheim. Na und ?
[...]
Nicht für die Öffentlichkeit gedachte Aktionen.... das klingt irgendwie harmlos. Wenn man sich aber die Devisenbeschaffergeschäfte näher anschaut, dann ist vieles von dem unter der Rubrik Wirtschaftskriminalität einzuordnen (Umgehung von EU- Zöllen durch Warenumdeklarierungen, Alhohol- und Zigarettenschmuggel usw.). Ein Milliardenanteil dieser "erwirtschafteten" Devisen ist in der Wendezeit dann auf genauso mysteriösem Wege wieder verschwunden. Das Nachsehen hatten wir DDR-Bürger, denen jahrelang große Teile der eigenen Komsumgüterproduktion vorenthalten und nach dem Westen zu Schleuderpreisen verhökert wurde. Schalck-Golodkowski war dabei, die DDR zu einem Billiglohnland für den Westen zu machen.
Gruß Kalubke


Du vergißt dabei eine Kleinigkeit. Jede Warenproduktion, ob nun materiell oder auch imateriell, löst sich letztendlich in konsumierte Ware eines Endverbrauchers auf. Auch wenn es dabei X Zwischenstationen und Umwege/Kreisläufe gibt. Es wird nichts dem Selbstzweck zuliebe produziert. Also sind daher alle dafür notwendigen Vorarbeiten, zu denen auch die Devisen- und Embargolistenprodukte gehören, notwendig. Und wer sind diese "Endverbraucher", für die letztlich direkt (z.B. Einzelhandelsprodukte für die Bevölkerung) oder indirekt (z.B. Zwischenprodukte) als Vorstufe(n) für die Endprodukte hergestellt werden ? Du und ich ! Also alle diejenigen, die eine gezahlte Mehrwertsteuer nicht mehr weiterrechen können. Dieser Zusammenhang ist für jeder Gesellschaft gültig. Du willst doch nicht im Ernst behaupten, daß S.G. vorrangig für den Konsum der Wandlitz-Bewohner gearbeitet hat ? Das ist ein Klacks gegenüber dem, was aus seiner Tätigkeit in die Wirtschaft und die Staatsausgaben geflossen ist. Dem Politbüro war klar, daß ihr Bestand, ihre Macht und diese Gesellschaftsordnung auf Gedeih und Verderb von der Zufriedenheit der Bevölkerung abhängig war. Anders ist es für mich auch nicht zu erklären, daß mit allen Mittel, auch durch Ausstellen ungedeckter Schecks (zunehmend krasseres Mißverhältnis von Sozialleistungen und Wirtschaftskraft), die Menschen bei der Stange gehalten werden sollten. NSW-Exporte mit einer Rentabilität von 0,5 und weniger waren, leider, ein Teil davon. Um das, also die Bevölkerungsversorgung, mit zu gewährleisten, war auch die Tätigkeit S.G´s einzuordnen.
Ich vermute, daß nicht jeder hier diese eigentlich simplen ökonomischen Zusammenhänge nachvollziehen kann, wenn ich so manche etwas blauäugigen oder schwarz/weiß- Ansichten lese.



Ebro hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.02.2018 14:03 | nach oben springen

#13

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 14:20
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Zitat von Kalubke im Beitrag #6
[quote="DoreHolm"|p656287]
[...]
..... Schalck-Golodkowski war dabei, die DDR zu einem Billiglohnland für den Westen zu machen.

Gruß Kalubke


Auch dazu gehören immer noch zwei. Die Geschäfte mit der DDR wurden im Westen auch nicht an die große Glocke gehängt. Und S.-G. hat an dieser Stelle nur die Begehrlichkeiten der West-Handelsketten bedient. Und die waren sich keineswegs zu fein nach dem Wegfall der DDR als Billiglöhner weiter nach Osten zu ziehen, erst nach Polen, dann noch weiter Richtung Rußland bzw. Balkan.
Und daß eine Regierung nicht immer ausschließlich zum Wohle des eigenen Volkes arbeitet ist auch kein Alleinstellungsmerkmal der Untergegangenen, siehe Flüchtlingspolitik bzw. TTIP-Verhandlungen der Gegenwärtigen.



Ebro, damals wars und Wahlhausener haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#14

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 14:44
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RE: Alexander Schalck • Absender: Kalubke, Heute 10:00
Schalck-Golodkowski war dabei, die DDR zu einem Billiglohnland für den Westen zu machen.

Gruß Kalubke

Das ist jetzt wieder so, daß alles Übel dieser Welt auf eine Person fokussiert wird. Nicht der S.G. hat die DDR zum Billigkohnland gemacht. Nee, das war die sträfliche Ignorierung ökonomischer Gesetze durch unsere politische Führung, falsche bzw. inkonsequente Anwendung des "ökonomischen Hebels", falsche Vorstellungen über die Leistungsbereitschaft der Bevölkerung ohne die entsprechende Vergütung für herausragende Leistungen, Mißachtung der Motivation/Leistungsbereitschaft zur Erbringung besonderer Leistungen eben durch einen bestimmten Anteil an Privateigentum an PM. Nicht zuletzt haben also die meisten der Bürger ebenfalls ihren Anteil daran, daß die Wirtschaft der DDR zu keiner Zeit die Produktivität erreichte, wie in der BRD. Das wird jetzt jeder entrüstet zurückweisen, aber wer hat denn wirklich seine volle Leistung gegeben, wenn nicht der entsprechende materielle Anreiz gegeben war oder wie eben heute auch die Angst vor sozialem Abstieg ?



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#15

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 14:58
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Zitat von LO-Fahrer im Beitrag #13
Zitat von Kalubke im Beitrag #6
[quote="DoreHolm"|p656287]
[...]
..... Schalck-Golodkowski war dabei, die DDR zu einem Billiglohnland für den Westen zu machen.

Gruß Kalubke


Auch dazu gehören immer noch zwei. Die Geschäfte mit der DDR wurden im Westen auch nicht an die große Glocke gehängt. Und S.-G. hat an dieser Stelle nur die Begehrlichkeiten der West-Handelsketten bedient. Und die waren sich keineswegs zu fein nach dem Wegfall der DDR als Billiglöhner weiter nach Osten zu ziehen, erst nach Polen, dann noch weiter Richtung Rußland bzw. Balkan.
Und daß eine Regierung nicht immer ausschließlich zum Wohle des eigenen Volkes arbeitet ist auch kein Alleinstellungsmerkmal der Untergegangenen, siehe Flüchtlingspolitik bzw. TTIP-Verhandlungen der Gegenwärtigen.


Gemessen an den Zielen, moralischen Werten und Ansprüchen der damaligen Staats- und Parteiführung, die uns ständig vor Augen gehalten wurden und weswegen dem DDR-Normalo bei Nichteinhaltung eins reingewürgt wurde, stößt es einem übel auf, dass da zum Teil Geschäfte mit welchen aus dem Westen gemacht wurden, die man getrost als Schurken bezeichnen kann.

Gruß Kalubke



IM Kressin, Kontrollstreife, andyman, polsam und der Anderdenkende haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#16

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 15:10
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RE: Alexander Schalck • Absender: Kalubke, vor 3 Minuten

Gemessen an den Zielen, moralischen Werten und Ansprüchen der damaligen Staats- und Parteiführung, die uns ständig vor Augen gehalten wurden und weswegen dem DDR-Normalo bei Nichteinhaltung eins reingewürgt wurde, stößt es einem übel auf, dass da zum Teil Geschäfte mit welchen aus dem Westen gemacht wurden, die man getrost als Schurken bezeichnen kann.
Gruß Kalubke


Ebenfalls kein Alleinstellungsmerkmal der DDR-Oberen, moralischer Anspruch nach Außen und Geschäfte (natürlich zu beiderseitigem Nutzen) mit denen, die moralisch
als verworfen gelten. Hat Honecker icht mal gesagt, daß man sich auch mit den Teufel verbünden muß, wenn es der Friedenssicherung dient ? Statt Friedenssicherung kann man auch Eigene Wirtschaft einsetzen. Mit welchen brutalen Diktatoren und Terrorkräften in der Welt hat denn die BRD mehr oder weniger offen Geschäfte gemacht und diese bewust unterstützt ?



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#17

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 15:14
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #12

[...]
Jede Warenproduktion, ob nun materiell oder auch imateriell, löst sich letztendlich in konsumierte Ware eines Endverbrauchers auf.
[...]



Das wäre zu schön gewesen, wenn Sinn des Trachtens und Handelns von KoKo gewesen wäre, dem DDR-Bürger so viel wie möglich Konsum zu bescheren. Denn es gab in der KoKo neben der für Exporte sowie legale und illegale Westimporte zuständigen Hauptabteilung II auch die Hauptabteilung I und die war für Geheimgeschäfte außerhalb der DDR-Außenhandalsbilanz zuständig (Waffenhandel, Kirchengeschäfte (u.a. Häftlingsfreikauf) etc.). Außerhalb heißt auch, dieses Geld tauchte in keinem Staatshaushaltsplan auf und war nie dafür bestimmt zu den DDR-Endverbrauchern zu fließen. Es diente ausschließlich der Beschaffung für SED, MfS und sonstige relevante Organisationen, sowie der Erfüllung von politischen Interessen der SED (solidarische Unterstützung von DKP und SEW) und natürlich last not least der PB Sonderversorgung in Wandlitz.

Gruß Kalubke



IM Kressin, Kontrollstreife und der Anderdenkende haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.02.2018 20:45 | nach oben springen

#18

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 15:24
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #16
RE: Alexander Schalck • Absender: Kalubke, vor 3 Minuten

Gemessen an den Zielen, moralischen Werten und Ansprüchen der damaligen Staats- und Parteiführung, die uns ständig vor Augen gehalten wurden und weswegen dem DDR-Normalo bei Nichteinhaltung eins reingewürgt wurde, stößt es einem übel auf, dass da zum Teil Geschäfte mit welchen aus dem Westen gemacht wurden, die man getrost als Schurken bezeichnen kann.
Gruß Kalubke


Ebenfalls kein Alleinstellungsmerkmal der DDR-Oberen, moralischer Anspruch nach Außen und Geschäfte (natürlich zu beiderseitigem Nutzen) mit denen, die moralisch
als verworfen gelten. Hat Honecker icht mal gesagt, daß man sich auch mit den Teufel verbünden muß, wenn es der Friedenssicherung dient ? Statt Friedenssicherung kann man auch Eigene Wirtschaft einsetzen. Mit welchen brutalen Diktatoren und Terrorkräften in der Welt hat denn die BRD mehr oder weniger offen Geschäfte gemacht und diese bewust unterstützt ?


Ja ja, die Friedenssicherung als "Persilschein" für alle möglichen größeren und kleineren Schweinereien, die da gemacht wurden. Das nenne ich sozialistische Doppelmoral als schöne Ergänzung zur bürgerlichen Doppelmoral. Komisch, nur hatte Rainer Rupp alias "Topas" der HV A aus dem NATO-Hauptquartier gemeldet, dass der Frieden von der NATO gar nicht bedroht ist, weil es damals keine aktuellen Angriffsszenarien ausgearbeitet worden sind. Scheint irgendwie nicht bis zu Honecker durchgedrungen zu sein. Auch zu den Russen nicht, denn die hatten bekanntlich schon ihren Finger auf dem Knopf. Da fragt man sich im Nachhinein, wer da eigentlich der Teufel war bzw. derjenige, der die Büchse der Pandora als erster öffnen wollte.

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 11.02.2018 15:30 | nach oben springen

#19

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 16:04
von passport | 3.044 Beiträge | 1510 Punkte
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@Kalubke,
Komisch, nur hatte Rainer Rupp alias "Topas" der HV A aus dem NATO-Hauptquartier gemeldet, dass der Frieden von der NATO gar nicht bedroht ist, weil es damals keine aktuellen Angriffsszenarien ausgearbeitet worden sind. Scheint irgendwie nicht bis zu Honecker durchgedrungen zu sein. Auch zu den Russen nicht, denn die hatten bekanntlich schon ihren Finger auf dem Knopf. Da fragt man sich im Nachhinein, wer da eigentlich der Teufel war bzw. derjenige, der die Büchse der Pandora als erster öffnen wollte.

Darüber gibt es schon einige Beiträge !!! Wenn Du die SuFu nutzen würdest merkst Du sehr schnell welchen Unsiin in Deinen Beitrag steht. Man sollte dabei auch die Militärstrategien von WP und Nato mit einbeziehen. Aber das hat eigentlich nichts mit dem eigentlichen Thema hier zu tun.


passport


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#20

RE: Alexander Schalck

in Leben in der DDR 11.02.2018 16:50
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Und was soll das nun so bringen, die Aufarbeitung des Wirkens von Herrn Schalck?
Ein wenig ganz späte Genugtuung das doch alles gut war könnte ich mir als einzigstes vorstellen.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.02.2018 16:56 | nach oben springen



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