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#1

Sicherung der Grenze auf Gewässern (See, Fluß)

in Themen vom Tage 19.12.2017 23:12
von polsam | 795 Beiträge | 1928 Punkte
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Spontan fällt mir da erst einmal Berlin und Potsdam ein aber auch auch die Elbe war ja Wasser und an der grünen Grenze gab es bestimmt auch Gewässer, durch die die Grenze verlief.
Wie die Grenze über Wasser gesichert wurde ist ja allgemein bekannt. Mir tun sich da ein paar Fragen auf, was unter Wasser war.
Wer hat die Sicherungsmittel (welche?) unter Wasser eingebracht?
Hatten die GT dazu eigene Taucher ?
Wie wurden sie instand gehalten ? Wie oft wurden unter Wasser Kontrollen der Mittel durchgeführt?
Wer hat bei versuchten Grenzverletzungen die erkannten Personen aus dem Wasser geholt?



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#2

RE: Sicherung der Grenze auf Gewässern (See, Fluß)

in Themen vom Tage 20.12.2017 01:30
von Fred.S. | 2.121 Beiträge | 17748 Punkte
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#1 An der Elbe, polsam haben wir die Bootseinheiten Dömitz und Horst über Wasser den sehr, sehr komplizierten Grenzverlauf gesichert.
Sicherungsmittel waren in den Elbbereich in der Elbe nicht angebracht, es war ja eine internationale Wasserstraße der 1. Ordnung seitens der BRD.
Ja, eine Tauchergruppe bestand, sie war aber nicht an der Elbe stationiert.
Versuchte Grenzverletzungen, erkannte Personen aus dem Wasser geholt, das haben wir. Aber Polsam, da gab es ja die zwei Sorten von Grenzverletzungen.
1. DDR- Bürger die versuchten über die Elbe in die BRD zu schwimmen und ---
2. BRD - Bürger, welche badeten und Denen es einfiel, an unser Ufer zu schwimmen und sich vielleicht noch auf ein Buhnenkopf erst auszuruhen bevor
sie zurück schwammen und wir sie aufgriffen.
2.a. sie durften es ja, den nach ihren Gesetzen gehörte die Elbe bis zu den Spitzen der Buhnenköpfen der BRD.
2.b. nach unseren Gesetzen war es eine verletzung der Staatsgrenze, also Festnahme.
2.c. Abtransport konnte über die Landkräfte ( A-Gruppe ) der jeweiligen GK erfolgen, oder
entsprechend des Funkbefehls, mitnahme nach dem Hafen Dömitz und dort Übergabe an unsere Vorgesetzten, erfolgen.

Personen, die während des Fluchtversuch in der Elbe ertranken ( Wasserleichen ) wurden durch die Wasserschutzpolizei der DDR, welche auch Geräte zur Leichenbergung besaßen aus dem Wasser geholt. Unsere Kräfte, wir sicherten die Wasserleichen nur bis zum eintreffen unserer Wasserschutzpolizei. Wasserleichen im Bereich der BRD, in der Elbe treibend, durch den Bootsbesatzungen der Zollboote der BRD gesichert und durch der Wasserschutzpolizei der BRD aufgenommen.
Wasserleichen an DDR- Ufer angeschwommen waren, konnten auch durch die Landkräfte, Grenzposten gesichert,oder durch uns werden.
Ähh, polsam, ein Seil um den Armen oder den Körper was da noch war, den oft waren die Leichen durch Schiffsschrauben zerstümmelt worden.
In vielen Fällen übergaben unsere Jungs, der Elbe ihren Mageninhalt. Andere machte das nichts auss, und speisten ruhig neben der am Boot befestigten Leiche. Brrr.
Je wie lange die im Wasser waren, das Aussehen, der Gestank. Auf der anderen Seite durch Zollbeamte erst einmal gesichert werden. In beiden Fällen ob Ost oder West, wurden die Wasserleichen dann durch die jeweilige Wasserschutzpolizei ( DDR oder BRD ) abtransportiert. mfg. Fred


IM Kressin, Ehli, polsam, Huf3 und Rothaut haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.12.2017 07:11 | nach oben springen

#3

RE: Sicherung der Grenze auf Gewässern (See, Fluß)

in Themen vom Tage 20.12.2017 19:44
von Huf3 | 159 Beiträge | 1110 Punkte
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Vielleicht sollte man auch noch anmerken, dass die Anwohner der Elbe ihrem geliebten Gewässer nicht frei folgen konnte, weil dann das Sperrgebiet kam, soll heißen, erst nach der Wende haben wir Anwohner die heute zugänglichen Elbgebiete des ehem. Sperrgebietes kennen gelernt.

VG Huf3


Hapedi, polsam und Ehli haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#4

RE: Sicherung der Grenze auf Gewässern (See, Fluß)

in Themen vom Tage 20.12.2017 19:58
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#3 Ja Huf, 65 - 68 bestand die Grenzsicherung nur aus Stacheldrahtrollen. Wie oft erlebte ich das unsere Bürger zu Feierlichkeiten auf dem Deich kam, auf der anderen Seite ihre Verwandschaft und man rief sich Glückwünsche zu. So etwas sollten wir mit viel Motorenlärm unterbinden, fiel meinen Bootsführeraber nicht ein. Motor aus. Denn, er zog mit den Maschi ins Dorf und bettelte um Essen und kam mir reichlich davon zurück. Dank der Bewohner. Und ich Huf? Hätte abhauen können, saß alleine zitternd vorAngst an Bord. Nicht wegen dem Zoll, das bloß nicht eine Kontrollstreife von uns aufkreuzen möge. Mit dem GSZ auf dem Deich war dann allees vorbei. mfg. Fred S.

Auch ich würde gerne Berichte von Euch hören, aus den Harz oder da Oben, wo ein Bach die Grenze war. Ihr erzähltet schon Füße im Wasser eines Baches, schon wart Ihr mit den Beinen im Westen.
Vom Schalsee habe ich ja erst kürzlich gelesen. Von Berlin das Video, wie war es dort, was konntet Ihr zur Verhinderung machen. Das interessiert mich auch. mfg. Fred


polsam, Huf3 und Ehli haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#5

RE: Sicherung der Grenze auf Gewässern (See, Fluß)

in Themen vom Tage 20.12.2017 20:11
von zweedi04 | 605 Beiträge | 1373 Punkte
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Zitat von Fred.S. im Beitrag #2
#1
Ja, eine Tauchergruppe bestand, sie war aber nicht an der Elbe stationiert.



@Fred.S. @polsam
Das ist so nicht richtig. Nach dem Unglück des Grenssicherungsbootes auf der Elbe im Dez. 1973 wurde dann 1974 der Bergezug mit Tauchergruppe aufgebaut und dieser war Bestandteil der 8. Pionierkompanie GR8 in Dömitz. Somit direkt an der Elbe gelegen. Das GS-Boot der Truppe lag bei euch im Hafen Dömitz.

Edit: Jahreszahlen geändert.


Lebenskunst ist - "Im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen"
polsam und Fred.S. haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.12.2017 20:21 | nach oben springen

#6

RE: Sicherung der Grenze auf Gewässern (See, Fluß)

in Themen vom Tage 20.12.2017 20:17
von der sturmbahn könig | 1.120 Beiträge | 6176 Punkte
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m Dez. 1993 wurde dann 1994 Bitte Ändern.



zweedi04 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#7

RE: Sicherung der Grenze auf Gewässern (See, Fluß)

in Themen vom Tage 20.12.2017 20:20
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#5 Hallo zweedi, ich kann nicht sagen, was ichnicht kenne. Befand mich in Oranienburg zu der Zeit. Von der Tauchergruppe in Dömitz, wusste ich nichts. Über so etwas wurde nicht gesprochen. mfg. Fred

Angefügte Bilder:
APDC1019.JPG

zuletzt bearbeitet 20.12.2017 20:30 | nach oben springen

#8

RE: Sicherung der Grenze auf Gewässern (See, Fluß)

in Themen vom Tage 20.12.2017 20:32
von Huf3 | 159 Beiträge | 1110 Punkte
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An Fred S.: Du musst Dich hier keineswegs rechtfertigen, was Du im Dienst damals tun musstest...

In meinen damaligen hochtönigen Beiträgen schrieb ich immer, wie doppelt und dreifach damals Parteigänger der SED und Berufssoldaten vom Staate DDR betrogen worden sind, Dich, @Fred S. haben sie auch betrogen...und dass bedeutet für mich keinen Triumph über Dich, eher Verständnis , das hat man mir aber hier damals von den Roten Kontrolleuren nicht zugebilligt, sie liegen wohl noch heute in Lauerstellung?
VG Huf3


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#9

RE: Sicherung der Grenze auf Gewässern (See, Fluß)

in Themen vom Tage 20.12.2017 20:47
von GZB1 | 3.459 Beiträge | 665 Punkte
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Hier mal ein ziemlich altes Thema zur Grenzsicherung auf der Spree am Reichstag.
Geglückte Flucht am Reichstag


Fred.S. und Ehli haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.12.2017 21:19 | nach oben springen

#10

RE: Sicherung der Grenze auf Gewässern (See, Fluß)

in Themen vom Tage 20.12.2017 20:48
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# Danke Huf, eswar keine Rechtfertigung. Ich wollte nur sagen, ich kann nicht erzählen was ich persönlich nicht gesehen habe. Auch in O-burg wurde das nur kurz erwähnt. Als ich Ende Dez, zurück war, fiel in der Einheit kein Wort mehr darüber. Ich habe dann hier im Forum mehr erfahren, auch von der hier stationierten Tauchergruppe. Wie man Generalmajor Bär im ZK runter putzte. Ich habe im Hafen zum Unmut dr Vorgesetzten solche Sizuationen durchgeübt. RAUS, zuerst deram Tisch saß, dann der Funker und zum Schluß ( falls im Ernstfall möglich.) ich. Da kamen dann meine Jungs mit nassen Sachen an Ufer und zogen sich um. Mecker über Mecker, nun gut, im Sommer im Dienst gemacht. Funker, Maschi nur in Turnhose zum Ergötzen der Zöllner. Mund stand offen als die links und rechts in die Elbe sprangen, aber nicht zu ihnen. Ob das Training was geholfen hätte. Gott sei Dank kamen wir nicht in einer solchen Situation.

Wie konnte das passieren. Sende gleich noch ein Foto der Sitzordnung. mfg. Fred
Beobachtung Vorne und jeweils seitwärts Bootsführer und Funker, nach hinten, achtern der Maschi auf der Sitzbank im Rücken den Funker. == Rundumbeobachtung.

Angefügte Bilder:
APDC1009.JPG

Rothaut und Huf3 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.12.2017 20:51 | nach oben springen

#11

RE: Sicherung der Grenze auf Gewässern (See, Fluß)

in Themen vom Tage 20.12.2017 21:00
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#3 ja Huf, ich sah es, wenn sie im Elbvorgelände gearbeitet haben, wie oft standen sie an ein Buhnenfeld, hätten sich gerne ausgezogen, gebadet, doch sie trauten den Bootsbesatzungen die sie bewachten nicht. Fred


zuletzt bearbeitet 20.12.2017 21:00 | nach oben springen

#12

RE: Sicherung der Grenze auf Gewässern (See, Fluß)

in Themen vom Tage 20.12.2017 22:25
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Zitat von GZB1 im Beitrag #9
Hier mal ein ziemlich altes Thema zur Grenzsicherung auf der Spree am Reichstag.
Geglückte Flucht am Reichstag
Ist bis jetzt eigentlich mal rausgekommen zu welchen Truppenteilen der 'Zivilist' mit der BOS-Handfunke gehörte?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#13

RE: Sicherung der Grenze auf Gewässern (See, Fluß)

in Themen vom Tage 20.12.2017 22:59
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zu 7 möchte ich doch noch einiges sagen, obwohl ich an diesen Tag weit entfernt war.
Viele werden sich fragen, wie konnte es zu solch ein tragischen Unglück kommen, wo zwei Besatzungsmitglieder ihr leben verloren.
Ich versuche es Euch zu erklären, beanspruche aber nicht, das diese Variante stimmen muss. === sie liegt im Dunkeln ===

Zur Lage.
Raum Dömitz verläuft die Fahrrinne auf der DDR-Seite.
Ein GSB das langsam bergwärts fährt, und ein sich nähernden Tanker, der ebenfalls bergwärts fährrt, erkennt, man den Tanker, fährt man eine Kurve in Richtung Elbmitte, begegnet den Tanker und nimmt hinter ihm seine alte Fahrposition ein.
Alle Frachtschiffe, einschließlich der Tanker haben einen großen toten Winkel nach Vorne. Wenn man dort ein GSB sah, nahm man an ( und davon konnte man ausgehen ) das man gesehen wurde und das GSB Manöver zum rechtzeitign Ausweichen einleitet === was bisher auch immer erfolgte.
Demzufolge, trifft dien Kapitän des Tanker keine Schuld an dem Unglück.
Die Frage: Wem dann. Es wurden über viele Varianten spekuliert, aber ich schließe mich den des Bootsführer des Unglücksbootes an.
Mit meiner Besatzung habe ich die Situation, einmal durchgespielt und es kann keine andere Variante in Frage kommen.

Wer lacht da und sagt: in Oranienburg aber wissen was an Bord passiert ist. Ja, die jahrelange Erfahrung und der Bericht des Bootsführer.
Ichhabe noch einmal das Bild eingestellt, wie im Normalfall eine Besatzung eines GSB ihre Plätze hat.
Es kann Veränderungen geben, indem statt der Bootsführer, der Motorenmeister das Boot führt. Dann kann der Bootsführer neben ihn auf den Funkersitz sitzen und der Funker auf den Platz des Maschi, am Tisch. Vetraut der Bootsführer seinen Maschi, kann auch er am Tisch sitzen.
Die Rundumbeobachtung ist auf jeden Fall gewährleistet.

Der Bootsführer sagte ungefä#hr sinngemäß:
Der Motorenmeister fuhr das Boot, der Funker auf seinen Sitz und er stand im Gang, vor dem Fahrabteil und alle Drei waren in ein angeregtes Gespräch.
=== das heißt, es wurde durch alle Drei nur nach Vorne beobachtet, nach hinten KEINE Beobachtung.
Was passierte nun:
1. der Tanker näherte sich dem GSB in der Annahme es ist ausgewichen.
2. Im Gespräch schaut der Bootsführer nach hinten, sieht den nur einige Meter entfernten Tanker, Befehl " alle raus ein Tanker "
3.da er im Gang unmittelbar bei der Tür stand, hat er als erstes die Kabine verlassen, ein Sprung über die Achterplicht an einer Seite.
4. der Tanker auf Höhe der Bootsantriebe, drückt das Heck unter Wasser.
5. Die Wucht des Wasser schlägt die offene Kabinentür zu und der zur Tür geeilte Funker kommt nicht mehr aus der Kabine.
6. das Boot liegt unter dem Tanker.
7. derr Motorenmeister ist auf den Sitz geblieben.
Die Taucher fanden den Funker schwimmend in der Kabine vor, was diese Theorie bestätigt, sowie den Motorenmeister auf den Sitz.

Ein Test wie es sich in der Kabine abgespielt haben könnte, hat es bestätigt.
Ich raus, der Funker hinter mir her, die Tür hielt ich von außen zu ( Wassermassen ) er kam nicht raus.
Der Motorenmeister beim Ruf alles raus, ein Tanker, wird sich wohl noch umgesehen haben, aucher wäre nicht mehr aus deer Kanine gekommen.

Ich wollte Euch das nur sagen, damit nicht die Fragen, wie kann das passieren, wer hat Schuld, aufkommen.
Jede andere Spekulation fführt zu nichts.

In Gedenken an die toten Kameraden. Stabsobermeister, Fred Sager, Bootsführer eines Grenzsicherungsbootes der Bootsabteilung Dömitz

Angefügte Bilder:
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zuletzt bearbeitet 21.12.2017 06:27 | nach oben springen

#14

RE: Sicherung der Grenze auf Gewässern (See, Fluß)

in Themen vom Tage 21.12.2017 06:42
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Ergänzung zu 13.

Alle Angehörigen der Grenztruppen, der Wasserschutzpolizei der DDR,
welche ein Boot des Objektes 066 gefahren haben bzw. als ein Besatzungsmitglied darauf waren,
können bestätigen, das die Sicht nach achtern ( nach hinten ), wenn man im Gang vor dem Fahrerstand, stehend, sich befand,

sehr schlecht, gegeben war, somit die Variante des Bootsführer desUnglücksbootes voll zutrifft.

SCHULD ?

Es war ein Unglücksfall, ausgelöst durch sich verkettender Umstände.
Ich möchte betonen: Dieses Umglück hätte auch mir während eines Einsatzes, so wie ich es unter Pkt.13 geschildert habe, auch passieren können. Fred Sager


zuletzt bearbeitet 21.12.2017 06:52 | nach oben springen

#15

RE: Sicherung der Grenze auf Gewässern (See, Fluß)

in Themen vom Tage 21.12.2017 08:38
von Thunderhorse | 5.134 Beiträge | 5329 Punkte
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Zitat von Fred.S. im Beitrag #7
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Zwischenfall Elbe am 10.12.1973


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#16

RE: Sicherung der Grenze auf Gewässern (See, Fluß)

in Themen vom Tage 21.12.2017 09:50
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#15 Danke, Thunderhorse für diese mit wichtige Angabe. Ich suchte sie und fand sie leider nicht.
Mit schönen, vorweihnachtlichen Grüßen Fre S.

P.S. zu diesen, für mich furchtbaren Anblick, möchte ich nichts sagen.

Angefügte Bilder:
MfS-AS-15-75-Seite-0223_546.jpg

zuletzt bearbeitet 21.12.2017 09:54 | nach oben springen



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