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#21

RE: Flucht über die Demarkationslinie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.12.2017 18:39
von andyman | 2.891 Beiträge | 5170 Punkte
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Der grenzüberschreitende Verkehr wurde in größeren Dimensionen auch durch die familären Bindungen verursacht,die ohne Zweifel vor und nach dem Schaffen der Zonen in einer Millionenstadt wie Berlin vorhanden sind/waren.
Für die Bevölkerung Berlins war es schon ein extremer Einschnitt zwangsweise getrennt zu werden,nicht vergleichbar mit der grünen Grenze(bis auf einige Ausnahmen,die es hier ja auch gegeben hat)
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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#22

RE: Flucht über die Demarkationslinie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.12.2017 18:43
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Mein Opa (väterl.) und meine Oma (mütterl.) sind nach dem Krieg vielfach über die grüne Grenze in die jeweils anderen Zonen und zurück gewechselt. Im Harz übrigens, den kannte man als Berliner durch Ferienaufenthalte noch relativ gut.
Zu Familienbesuchen, zum Tauschen etc. Obwohl die damals schon bewacht wurde und gesperrt war und man sich vom Osten nicht erwischen lassen durfte.



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#23

RE: Flucht über die Demarkationslinie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.12.2017 19:22
von Cambrino | 892 Beiträge | 4922 Punkte
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Ja vor dem Mauerbau waren wohl auch keine militärischen Einheiten der DDR in Ostberlin stationiert. Als Angehöriger der NVA oder der DGP durfte man auch nicht einfach nach Ostberlin fahren oder durch reisen. Es gab aber Ausnahmen bei uns ( an der Westgrenze), wenn es für die Urlaubsreise mit dem Zug nach Hause zu den Eltern, keine andere Zugverbindung gab als über Ostberlin zu fahren oder eine andere Fahrstrecke zu umständlich war. Dann bekam man eine schriftliche Sondergenehmigung gleich mit dem Urlaubsschein. Die Trapo machte ja in den Zügen Paßkontrolle, ohne diese Sondergenehmigung hätte man an der nächsten Station aussteigen müssen. Meine Fahrt war z.B. Oschersleben über Magdeburg- Berlin Ostbahnhof nach Prenzlau. In der Sondergenehmigung war für Hinfahrt und Rückfahrt jeweils das Datum und die Uhrzeit von wann bis wann die Durchreise erlaubt ist. Aufenthalt in Ostberlin war immer durch gestrichen. Manchmal hatte ich aber ca. 2 Stunden Wartezeit auf dem Ostbahnhof. Diese Wartezeit habe ich (in Zivil) einmal 1959 genutzt für einen Abstecher über Friedrichstraße nach Westberlin. Dort mir einige Schachteln Zigaretten gekauft, konnte man dort auch mit Ostgeld bezahlen (Wechselkurs), dann noch etwas die Schaufenster an gesehen und bestaunt, ja dann wieder über Friedrichstraße zurück zum Ostbahnhof. Damals kein Interesse gehabt in Westberlin zu bleiben, währe aber möglich gewesen. Ja und dann vom Ostbahnhof mit dem Zug weiter nach Prenzlau gefahren. Ja, so war es damals.

Cambrino


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zuletzt bearbeitet 13.12.2017 19:37 | nach oben springen

#24

RE: Flucht über die Demarkationslinie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.12.2017 19:35
von thomas 48 | 4.993 Beiträge | 6525 Punkte
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#19
Was geschah mit den Ostberliner die am 13.8.61 in Westberlin waren?
Sind die dort geblieben oder (wie?) zurück gekommen?


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#25

RE: Flucht über die Demarkationslinie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.12.2017 19:47
von Harzwanderer | 4.082 Beiträge | 4363 Punkte
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Je nach Geschmack. Ich kenne einen, der ist noch, ganz bewusst, wieder zurück nach Ost-Berlin gegangen.
Der ist gleich nach der Maueröffnung erst mal nach West-Berlin umgezogen...Hing aber auch mit einem Job zusammen. Heute wohnt er wieder im früheren Osten, aber woanders.

Ich kenne aber auch andere, die sind direkt von ihrer eigenen Hochzeit, ohne alles, noch schnell in den Westen rüber, bevor endgültig alles dicht gemacht wurde. Man kann sich gar nicht genug vorstellen, wieviel Leid und Not diese Scheißgrenze bei vielen Leuten verursacht hat.



zuletzt bearbeitet 13.12.2017 19:52 | nach oben springen

#26

RE: Flucht über die Demarkationslinie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.12.2017 21:12
von eisenringtheo | 10.455 Beiträge | 4926 Punkte
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #20
Rechtlich aus Ost-Sicht war es vermutlich Republikflucht, wenn auch nur ins Kino. Wenn man da an den falschen geraten wäre...

Nein, das war es nicht. Bürger des "Demokratischen Berlin" und DDR Bürger durften nach Westberlin. Sie begingen aber regelmäßig Devisen- oder Zollvergehen und viele wurden deswegen bestraft (§39) des verlinkten Gesetzes. Die Strafdrohung war total überzogen.
http://www.verfassungen.de/de/ddr/strafr...ngsgesetz57.htm
Auch nach dem 13. August blieben Reisen nach Westberlin eigentlich erlaubt. (Ziffer 2 siehe unten). Aber nur im Prinzip: Genehmigungen wurden praktisch keine erteilt
http://www.chronik-der-mauer.de/180100/m...-13-august-1961
Hintergrund dieser etwas seltsamen Haltung war der Umstand, dass die DDR damals behauptete, Westberlin gehörte eigentlich zur DDR, somit wollte man den Besuch von Westberlin nicht direkt verbieten.


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#27

RE: Flucht über die Demarkationslinie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2017 19:20
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Hallo eisenringtheo, ein interessantes Foto.

Wenn die beiden Personen in der Mitte der Strasse Mitglieder der Grenzpolizei sind, dann muss gefragt werden, auf welcher gesetzlichen Grundlage eine Kontrolle innerhalb Ostberlins durchgeführt werden durfte, denn die Polizeiverordnung von 1952 war doch eine Regierungsverordnung für den Bereich der SBZ, also nicht für eine Personen/Fahrzeug-Kontrolle im Ostsektor durch reguläre SBZ- Polizeiorganisationen.
Ich komme auf die Anmerkung, weil ich annehme, dass mit den in der Bildunterschrift hingewiesenen Kontrollpassierpunkte/Zugänge wohl solche gemeint sind, die zu den 3 westlichen Sektoren führen und wo die POV gilt oder galt die Kontrollbefugnis auch auf den Zugängen zum sowjetischen Sektor ?

Grüße von der Küste
Viehler



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#28

RE: Flucht über die Demarkationslinie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2017 19:35
von Viehler | 22 Beiträge | 64 Punkte
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Hallo, Cambrino,

ist bekannt, aufgrund welcher Regelungen/Gesetze/Verordnungen die Reisen durch/nach Ostberlin kontrolliert wurden ?

Gruß von
Viehler



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#29

RE: Flucht über die Demarkationslinie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2017 20:46
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Guten Abend, Forum,

mit den bisherigen Beiträgen kann man sich schon ein Bild über einen Teil der Flucht machen, was aber passiert nach einer Flucht mit dem zurückgelassenen persönlichen Eigentum, wird mglw. eine polizeiliche Untersuchung über die Umstände der Flucht durchgeführt, erfüllt der Flüchtende einen Straftatbestand, ist die Flucht eine Übertretung, Ornungswidrigkeit oder Vergehen, was hatte eine Flucht für das persönliche Umfeld des Geflüchteten für Folgen ? Vielleicht kann jemand aud dem Forum etwas dazu schreiben.

Beste Grüße vom
Viehler



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#30

RE: Flucht über die Demarkationslinie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2017 21:01
von Viehler | 22 Beiträge | 64 Punkte
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http://www.verfassungen.de/de/ddr/strafr...ngsgesetz57.htm

Guten Abend, eisenringtheo,

im o.a. Link ist eine Befehlsverweigerung ein Straftatbestand, sollte das nicht eine Gehorsamsverweigerung sein, zumindest. das Soldatengesetz der Bundesrepunlik kennt den Begriff.

Gruß
Viehler



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#31

RE: Flucht über die Demarkationslinie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2017 22:22
von diefenbaker | 736 Beiträge | 597 Punkte
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... zurückgelassenes pesönliches Eigentum ...
Vor 1961 konnte eine Flucht, jedenfalls im Raum Berlin, einigermaßen geplant werden.
Wer es nicht aus besonderen Gründen sehr eilig hatte, hat versucht, möglichst viel von seinem Eigentum in mehreren Portionen
nach und nach über die Grenze zu bringen. Dazu brauchte man auf der Westseite einen Lagerplatz, aber über die zahlreichen
verwandschaftlichen Beziehungen wurde ja schon geschrieben. Mitunter gab es Fluchthilfe derart, dass Freunde oder Verwandte
beim Transport kleiner Mengen über die Grenze mitgeholfen haben, damit es schneller ging. Der ganze Prozess durfte nicht allzulange dauern.
Wenn im Osten aufgefallen ist, dass eine Wohnung ohne plausiblen Grund immer leerer geworden ist, wurde natürlich Verdacht geschöpft.
Was nicht über die Grenze gebracht werden konnte, wurde oft von Freunden und Verwandten in der letzten Nacht aus der Wohnung geschafft.
Wenn die Abwesenheit der Flüchtlinge bemerkt wurde, war die Wohnung im Idealfall leer. Das hat natürlich nicht immer funktioniert und zurückgebliebene Gegenstände wurden m.W. von staatlichen Stellen einer Verwertung zugeführt. Betroffen waren auch viele Grundstücke. Die blieben zunächst im Eigentum der Flüchtlinge. Ohne Bebauung mit Wohnraum sind sie meist verwildert und wurden sog. Westgrundstücke, Wohnraum wurde von der zuständigen Staatlichen Stelle vermietet.

Gruss Wolfgang



Viehler hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#32

RE: Flucht über die Demarkationslinie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2017 22:54
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Guten Abend, Wolfgang.

Das muss auch eine offensichtlich einfache Möglichkeiten gewesen sein, eventuelle Schulden loszuwerden !!
Weißt du was über nachfolgende behördliche Untersuchungen über betroffene Mittäter/-wisser, gem. Gesetzeslage (Link von eisenringtheo) waren die auch schuldig und mußten Untersuchungen befürchten, verloren die Flüchtlinge z.B. die Rechte aus der Rentenversicherung ?

Gruß
Jan



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#33

RE: Flucht über die Demarkationslinie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2017 23:25
von diefenbaker | 736 Beiträge | 597 Punkte
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Hallo Jan,

Schulden? In der DDR war es für Privatpersonen nicht so einfach, Schulden in Größenordnung anzusammeln.
Außer vielleicht beim Hausbau, aber das konnte man nicht mitnehmen.

Mir ist nicht bekannt geworden, dass gegen wahrscheinlich vermutete Mitwisser und Helfer ernsthaft ermittelt wurde.
Auch das Spitzelsystem der IM muss wohl noch am Anfang gestanden haben weil mir auch nicht bekannt geworden ist,
dass Verhaftungen am Wohnort mitten in den Vorbereitungen erfolgt sind. Das kam wohl so richtig erst nach dem Mauerbau in Schwung.

Über die Rentenversicherung weiß ich nicht viel, aber es war sicher nicht vorgesehen, dass Jemand seine Rente aus DDR-Ansprüchen in den Westen nachgeschickt bekommt. Umgekehrt ging das schon. Es gab DDR-Rentner mit Westrentenanspruch, z.B. aus einer Tätigkeit in Westberlin als Grenzgänger.
Ich kenne Fälle, da wurde die Rente im Westen auf einem Westkonto gesammelt und die Inhaber konnten bei Besuchen oder über Dritte darüber verfügen. Es gab andere Fälle, wo die DDR Behörden davon Wind bekommen haben und der Ost-Rentner musste die West-Rente in die DDR überweisen lassen. Da gab es dann ein Westgeldkonto, über das der Inhaber nur eingeschränkt verfügen konnte.

Gruss Wolfgang



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#34

RE: Flucht über die Demarkationslinie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2017 23:26
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Zitat von Viehler im Beitrag #30
http://www.verfassungen.de/de/ddr/strafrechtsergaenzungsgesetz57.htm

Guten Abend, eisenringtheo,

im o.a. Link ist eine Befehlsverweigerung ein Straftatbestand, sollte das nicht eine Gehorsamsverweigerung sein, zumindest. das Soldatengesetz der Bundesrepunlik kennt den Begriff.

Gruß
Viehler

Das Stratrechtsergänzungsgesetz ist eine Ergänzung des Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich von 1871. Was dort drin steht weiss ich nicht. Gehorsamsverweigerung ist nichts anderes als Befehlsverweigerung, zumindest in der Armee, wo alles durch Dienstvorschriften geregelt ist, die eigentlich als Befehle zu betrachten sind.


Viehler hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Flucht über die Demarkationslinie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2017 23:33
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Zitat von diefenbaker im Beitrag #33
(...)
Über die Rentenversicherung weiß ich nicht viel, aber es war sicher nicht vorgesehen, dass Jemand seine Rente aus DDR-Ansprüchen in den Westen nachgeschickt bekommt.(...)
Gruss Wolfgang

WIMRE kriegten selbst DDR Rentner, die legal übersiedelten, keine Rente aus der DDR überwiesen. Die Rentenanwartschaften von Übersiedlern in die BRD wurden vermutlich als sogenannter Mutationsgewinn in den Büchern der DDR Rentenkasse verbucht.


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#36

RE: Flucht über die Demarkationslinie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2017 23:36
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Zitat von diefenbaker im Beitrag #33
Hallo Jan,

Schulden? In der DDR war es für Privatpersonen nicht so einfach, Schulden in Größenordnung anzusammeln.
(...)
Gruss Wolfgang

Fünf Minuten Vergnügen, achtzehn Jahre dafür bezahlen. Ich vermute, Väter haben versucht, sich durch Flucht in den Westen, ihren Verpflichtungen aus der Vaterschaft zu entziehen.


Pitti53 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#37

RE: Flucht über die Demarkationslinie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2017 23:58
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #35

WIMRE kriegten selbst DDR Rentner, die legal übersiedelten, keine Rente aus der DDR überwiesen. Die Rentenanwartschaften von Übersiedlern in die BRD wurden vermutlich als sogenannter Mutationsgewinn in den Büchern der DDR Rentenkasse verbucht.

Von einer Großtante die 1970 als Rentner nach F/Main übergesiedelt ist, weiß ich das ihr Rentenanspruch nach bundesdeutschem Recht neu berechnet wurde und sie davon gut leben konnte.Die bisherige DDR-Rente wurde nicht weitergezahlt.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
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#38

RE: Flucht über die Demarkationslinie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 15.12.2017 00:05
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Zu #32, Hallo Viehler, als Flüchtling aus der DDR, wurden mir meine gesammten Rentenansprüche aus meiner DDR-Zeit laut meinem SV-Ausweis in der BRD so berechnet, als hätte ich diese Zeit in der BRD gearbeitet (auch die Zeit bei der DGP). Also in Rentenpunkte West berechnet, genau wie die Zeit nach meiner Flucht bis zum Rentenbeginn.

Cambrino


Harzwanderer und Viehler haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.12.2017 00:09 | nach oben springen

#39

RE: Flucht über die Demarkationslinie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 15.12.2017 03:43
von Cambrino | 892 Beiträge | 4922 Punkte
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Zu #28 Hallo Viehler, wenn du das meinst, die Durchreise und Aufenthalt von DDR-Militärangehörigen (NVA und DGP), da kann ich dir keine Gesetze nennen, aber so war es. Es gab ja auch vor 1961 direkt in Berlin an der Sektoren Grenze zwischen Ost und West Berlin nicht die Grenzpolizei der DDR, so weit ich weiß.
Das hatte wohl noch was mit dem 4 Mächte Abkommen zu tun(die 4 Sektoren der 4 Siegermächte des 2. WK). Ostberlin war damals noch Sowjet-Sektor von Berlin. Aber es gab auch im Sowj. Sektor natürlich Volkspolizei, AZKW (Zoll), Trapo (Bahnpolizei) u.a. Die DGP war damals nur am Außenring um Westberlin. Mehr kann ich dir dazu auch nicht sagen.

Cambrino


Viehler hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.12.2017 11:10 | nach oben springen

#40

RE: Flucht über die Demarkationslinie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 15.12.2017 19:34
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Es gab auch lange noch (weit in die 70er Jahre) Kontrollposten an den Grenzen von Ost-Berlin zur DDR! An großen Ausfallstraßen. Häuschen mit Schranke und Fahnenmast, so ungefähr, und davor ein Polizist oder sogar GTler(?). Da wurde man mit West-Auto öfter mal kontrolliert, ob man vorher auch die angrenzenden DDR-Bezirke im Passierschein beantragt hatte und nicht etwa nur Ost-Berlin. Dann hätten sie sich gefreut.



zuletzt bearbeitet 15.12.2017 19:36 | nach oben springen


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