Die Spionageabwehr der DDR Mittel und Methoden gegen Angriffe westlicher Geheimdienste

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10.06.2018 09:59
#31
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Gibt da einen Dr in der FU Berlin. Der lässt auch einfach mal was weg.

Was das bezwecken sollte oder soll begreife ich auch nicht.

MfG Berlin

Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !

Ein Holder geht durch dick und dünn...

Der Holder auf dem Acker, der kleine Racker schlägt sich wirklich wacker....

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10.06.2018 10:54 (zuletzt bearbeitet: 10.06.2018 11:04)
#32
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Zitat von andy im Beitrag #29
Geschichte wissenschaftlich aufzuarbeiten bedeutet doch oft die Realitäten zu leugnen und sich die Legenden zurechtzubiegen.


Wie wahr, wie wahr!


andy

... wenn einer nur behauptet, wissenschaftlich zu arbeiten, aber in Wirklichkeit zum Gefallen seiner Brotgeber oder als Speichellecker schreibt.

Diese "Zunft" gab es bei uns früher, mehr als heute, gut organisiert von der Partei mit der "führenden Rolle", in Legionen.

Was Anderes ist es, wenn Einer beim wissenschaftlichen Arbeiten lediglich seinen politische Standpunkt vertritt.
Ohne Subjektivität geht es nicht. Deswegen traue ich so einem eher als jemandem, der behauptet "neutral" zu sein.
Organisatorische Distanz zu/Unabhängigkeit von Machtstrukturen ist m. E. aber wichtig.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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10.06.2018 11:00
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#33
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@Freienhagener

Zitat von Freienhagener im Beitrag #32
. wenn einer nur behauptet, wissenschaftlich zu arbeiten, aber in Wirklichkeit zum Gefallen seiner Brotgeber oder als Speichellecker schreibt.
Du wirst doch nicht etwa behaupten wollen, dass ein Autor und seine Zeitzeugen die Wahrheit verbiegen??http://www.exicose.de/f4.gif
KS


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11.06.2018 12:26 (zuletzt bearbeitet: 11.06.2018 12:36)
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#34
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Das sehe ich auch so,
hier wird Geschichte verharmlost und die Tätigkeit der Überwachungsbehörde gleich zusetzen in den Rang Demokratischer Staaten, http://www.taz.de/!5171756/

bitte klicken gerade nicht

und für Alle die Glauben das die DDR eine Demokratie war, die Einschätzung des Deutschen Bundestages:https://www.bundestag.de/blob/411698/671...09-pdf-data.pdf


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11.06.2018 13:01
avatar  Alfred
#35
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Bring doch mal Beispiele, wie im genannnten Buch Geschichte verharmlost wird.

Danke


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11.06.2018 19:10 (zuletzt bearbeitet: 11.06.2018 19:19)
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#36
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( gelöscht )

Das ist ganz einfach ,in ihrer Selbstüberschätzung träumen immer noch viele hohe MFS Offiziere davon im besten Spionagedienst der Welt gewesen zu sein,und nur ihnen steht es zu
wahre DDR Geschichtsforschung zu betreiben ,um die DDRim nachhinein Moralisch zu heben-und das nach fast 30 Jahren.Der BND hatte rechtsstaatliche Beschränkungen ,die eingehalten werden mussten.In einer Diktatur gab es diese nicht, Gegner aus den "Westen " sind als Schädlinge,Diversanten,und Kriminelle verunglimpft worden.Der Glaube an den Sozialismus und ihren Helden an der Unsichtbaren Front wurde von ihren Untertanen selbst abgeschüttelt.In Wahrheit sind Sie von der eigenen Bevölkerung auf den Schutthaufen der Geschichte geworfen worden,das kränkt zutiefst einige hier


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11.06.2018 19:11 (zuletzt bearbeitet: 11.06.2018 19:32)
avatar  Kalubke
#37
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#35 kann ich bestätigen. Es gibt dort so gut wie keine politischen und moralischen Wertungen, nach dem Motto: "Mein Spion ist immer der Gute und Deiner immer der Böse." Was Du schreibst, @Stalintorte, trifft eher auf die Abhandlung "Die Abwehr" zu. Es wird lediglich erwähnt mit welchen konkreten Überzeugungsmethoden beide Seiten ihre Agenten zur Ausübung der Spionagetätigkeit motiviert haben.

U.a wird sich auch kritisch mit der Biografie des Leiters der HA II Günther Kratsch auseinandergesetzt.

Zitat S. 101:

"... wurde auch er [in seiner leitenden Funktion] selbstherrlich und unnahbar und hatte seine Starallüren."

Der Schwerpunkt im aktuellen Buch sind die angewendeten Mittel und Methoden beider Seiten und entsprechende Beispiele dazu.

So war der Westen durch den Flüchtlings- und Übersiedlerstrom Ost->West mit seinem Befragungswesen nachrichtensdenstlich klar im Vorteil.

Wegen der geringeren politischen Restriktionen im Westen konnten wiederum die IM der östlichen Dienste dort gefahrloser operieren als umgekehrt westliche Agenten im Osten.

Gruß Kalubke


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11.06.2018 19:15 (zuletzt bearbeitet: 11.06.2018 19:15)
avatar  Alfred
#38
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Zitat von Stalintorte im Beitrag #36
Das ist ganz einfach ,in ihrer Selbstüberschätzung träumen immer noch viele hohe MFS Offiziere davon im besten Spionagedienst der Welt gewesen zu sein,und nur ihnen steht es zu
wahre DDR Geschichtsforschung zu betreiben ,um die DDRim nachhinein Moralisch zu heben-un das nach fast 30 Jahren.Der BND hatte rechtsstaatliche Beschränkungen ,die eingehalten werden mussten.In einer Diktatur gab es diese nicht, Gegner aus den "Westen " sind als Schädlinge,Diversanten,und Kriminelle verunglimpft worden.Der Glaube an den Sozialismus und ihren Helden an der Unsichtbaren Front wurde von ihren Untertanen selbst abgeschüttelt.In Wahrheit sind Sie von der eigenen Bevölkerung auf den Schutthaufen der Geschichte geworfen worden,das kränkt zutiefst einige hier


Nur mal so,

hast Du das Buch nun gelesen oder nicht ?


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11.06.2018 20:30 (zuletzt bearbeitet: 11.06.2018 20:32)
#39
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Zitat von Stalintorte im Beitrag #36
Das ist ganz einfach ,in ihrer Selbstüberschätzung träumen immer noch viele hohe MFS Offiziere davon im besten Spionagedienst der Welt gewesen zu sein,und nur ihnen steht es zu
wahre DDR Geschichtsforschung zu betreiben ,um die DDRim nachhinein Moralisch zu heben-un das nach fast 30 Jahren.Der BND hatte rechtsstaatliche Beschränkungen ,die eingehalten werden mussten.In einer Diktatur gab es diese nicht, Gegner aus den "Westen " sind als Schädlinge,Diversanten,und Kriminelle verunglimpft worden.Der Glaube an den Sozialismus und ihren Helden an der Unsichtbaren Front wurde von ihren Untertanen selbst abgeschüttelt.In Wahrheit sind Sie von der eigenen Bevölkerung auf den Schutthaufen der Geschichte geworfen worden,das kränkt zutiefst einige hier


Ich würde es auch erstmal unvoreingenommen lesen, bevor du es auseinandernimmst. Der rot markierte Satz ist aber der Brüller. Das weiß doch nun mittlerweile Jeder, daß sich Geheimdienste recht wenig bis garnicht um rechtstaatliche Regeln scheren. Verfassungsschutzchef Maaßen hat es uns doch erst eindrucksvoll vor den vom Volk gewählten Abgeordneten gezeigt, was er von parlamentarischen Kontrollgremien hält. Nämlich garnichts.
Wahlhausener

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13.06.2018 01:49
avatar  Kalubke
#40
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Ich weiß leider nicht was noch geplant ist im Ergänzungsband an weiteren konkreten Fällen zu veröffentlichen. Osl Herbert Kierstein, ehem. MA der HA IX/1 (Untersuchungsorgan des MfS) hat 2008 in seinem Buch Fälle beschrieben, die im aktuellen Buch von Henry Nitschke noch nicht behandelt wurden. Z B. konnte der BND bzw. die OG im Rahmen ihrer politischen Spionage vor dem Mauerbau 1961 bis ins ZK der SED sowie bis ins Umfeld der damaligen DDR-Regierungsspitzen vordringen.

Gruß Kalubke


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13.06.2018 17:51 (zuletzt bearbeitet: 13.06.2018 18:29)
avatar  Alfred
#41
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@Kalubke,

es gab tausende Fälle von Spionage in der DDR.

Da kann man wohl kaum alle Fälle bringen, sprich es wird immer eine Auswahl geben müssen. Aber trotzdem finde ich die Auswahl im Buch gelungen. Man hätte vielleicht noch erwähnen können, wie bestimmte Materialien abgeschlossen wurden.

Ich finde das Buch aber gelungen, da hat sich der Autor mit seinen Freunden wirklich Arbeit gemacht.


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14.06.2018 22:59 (zuletzt bearbeitet: 14.06.2018 23:09)
avatar  Kalubke
#42
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Zitat von damals wars im Beitrag #6
Die Bewertung der anderen Seite gibt es umsonst
http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...-a-1182411.html
Sicher werden die das Buch gern lesen!


In dem Spiegel-Beitrag, der sich auf die UHK-Studie zum 17. Juni beruft, wird die These aufgestellt, dass der BND den 17. Juni verschlafen hat. In der UHK Studie wird aber eingeschätzt:

"Was die DDR-Spionage der Organisation Gehlen angeht, so lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt keine abschließenden Aussagen treffen."

Fakt ist, dass wg. des 17. Juni der BND durch Rückzug und Flucht einige Spitzenquellen verloren hat wie z.B. Herrmann Kastner, der wohl auch auf Betreiben des sowjetischen Hochkommissars als Ministerpräsident im Gespräch war. Einzelne Quellen haben über die Ereignisse berichtet, wie z.B. ein V-Mann in der Staatlichen Plankommission der DDR und einer in der Betriebsleitung der Leuna-Werke. Man sollte die UHK-Studie zum 17. Juni ruhig mal lesen.

Mit meiner Anmekung will ich das aktuelle Buch nicht schlecht machen. Zusammen mit früheren Veröffentlichungen ergibt sich m. E. langsam ein einigermaßen zutreffendes Bild über die damaligen Vorgänge.


Gruß Kalubke


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30.06.2018 21:49 (zuletzt bearbeitet: 30.06.2018 22:00)
avatar  Kalubke
#43
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Auf Seite 247 steht ein interessantes Detail:

Nicht nur das MfS besaß an der Berliner Mauer operative Grenzschleusen, sondern angeblich auch die Amerikaner (Tunnel). Bei dem Überwachungsregime an der Grenze, wo tunnelgefährdete Abschnitte besonders genau überprüft wurden, ist das eigentlich nur schwer vorstellbar. Allerdings hat das Ingenieurscorps der US-Army einschlägige Erfahrungen mit dem konspirativen Tunnelbau in Berlin (Operation "Gold"). Dass da nochmal was in Angriff genommen wurde, ist wiederum auch nicht so unwahrscheinlich.

Was meint Ihr dazu? Wo könnte das Ding überhaupt gebaut worden sein? Die Innenstadt scheidet m. E. aus. Da hat das MfS jahrelang alle alten grenznahen Untertageanlagen (UTA) incl. Führerbunker penibel erforscht und kartiert. Grenzüberschreitende unterirdische Verbindungen, wie z.B. der Verbindungsgang zwischen Reichskanzlervilla und Reichstag waren entsprechend abgesperrt und gesichert.

Fakt ist, dass darüber heute immer noch so gut wie nicht bekannt ist. Gabs beim MfS oder KGB damals evt. Anhaltspunkte und Verdachtsmomente? Der CIA-Überläufer Aldirch Ames hätte doch theoretisch darüber berichten können, falls er darüber was wusste

Gruß Kalubke


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30.06.2018 22:23 (zuletzt bearbeitet: 30.06.2018 22:29)
avatar  GZB1
#44
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Möglich wär vieles, ohne Fakten sind das nur Gerüchte.

Bei GT hieß das TGO (tunnelgefährdete Objekte) oder TGA (... Abschnitte).


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01.07.2018 04:55
avatar  Kalubke
#45
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Persönliche Treffs mit in der DDR befindlichen CIA- und MI-Agenten im Westen sollen lt. Buch auch nach dem Mauerbau organisiert worden sein. Genannt werden neben Tunneln auch Schleusungen mittels Diplomatenfahrzeugen und über den militärischen Transit von Westberlin in die BRD.

Gruß Kalubke


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