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#121

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 05.12.2017 19:20
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Hallo @andy , DANKE, DANKE.

Ganz, ganz einfach. Ein GC ist ein ganz toller Schreibfehler, weil es eigentlich KC hätte heißen müssen.

Meinen Regimenter hatte ich natürlich nicht informiert.
Wir hatten da schon keinen mehr, weil das GR-1 in Mühlhausen wimre im Juli oder August 89 aufgelöst und die GK Treffurt zum GKK-304 (Grenzkreiskommando Eisenach) zugeordnet wurde.

Später wurden wir noch von Grenzkompanie in "Grenzwache" umbenannt.

Das waren dann aber schon die letzten Zuckungen im System.
Habe noch sehr viel Papier (schriftliche Befehle etc.) aus dieser Zeit.

Logisch, dass ich auch den Kommandeur des GKK-304 , Osl. Si...... nicht informiert habe. Der hatte eh kaum einen Plan, als es nach dem 7.Oktober rund ging.
Ich habe einfach auf Risiko gespielt.
Das war (wie immer im Leben) nicht so ganz freiwillig.

Wenn Du als KC in der Öffentlichkeit stehst (bei Einwohnerversammlungen, bei Anlässen in den vielen Betrieben, der Schule; Du bist Mitglied der SED-Ortsleitung und Abgeordneter der Stadtverordnetenversammlung- )da kannst Du nicht nur `rumeiern und die Zitate vom aktuellen ZK-Plenum bringen.

Es war ein RIESEN-Wunsch der Treffurter Bürger und deshalb kam ich daran nicht vorbei, wenn ich mein Gesicht nicht verlieren wollte.

Wie gesagt, ich hatte eine starke Truppe von örtlichen Funktionären, Abgeordneten, Betriebsleitern und sogar ABV`s nahezu einmütig hinter mir- selber machen wollte es aber keiner, aber alle wollten mich ganz doll unterstützen.

Ganz doof, oder selbstmörderisch war ich aber auch nicht veranlagt.

Man konnte schon die Situation im Lande einschätzen, auch ohne zu wissen, was die nächste 14 Tage bringen.
In der damals ständig zunehmenden Hysterie wegen Vorwürfen an Funktionäre wegen Amtsmissbrauch und Korruption hatte ich "Morgenluft gewittert" und darauf spekuliert, dass so einem Antragsempfänger es gut gelegen kommen könnte ..."ein wenig..das...Volk..zu ..besänftigen..!"


Es hatten doch alle Behörden mit sich zu tun, wenn man wirklich quer gefragt hätte, -so hatte ich gehofft - könne es so schlimm auch nicht für mich kommen.
War ja dann auch so, wenn auch anders, als erwartet.

Sicherlich habe ich auch viele Fehler gemacht, denke aber dass meinetwegen kaum jemand mehr als sonst auch gelitten hat.

Vorteile für mich hab ich direkt auch nicht genutzt. Manche erhaltene Gelegenheit habe ich zu anderen vernünftigen Zwecken eingesetzt. Ruhe im Grenzabschnitt und ein möglichst stabiles Hinterland hatten bei mir immer Priorität.

Trotzdem wurde ich als DUNKELROTER und ehemaliger Leiter der Sicherheitkommission in das Bürgerkommitee der Stadt Treffurt gewählt und kurze Zeit später als Mitglied der PDS in den Stadtrat. Der Statdrat wählte mich dann noch mit Unterstützung von 13 Stimmen der CDU-Fraktion in den Magistrat.
Auch aus diesem Grund bereue ich nichts. Ich brauche mich auch heute nicht in Treffurt verstecken.

PS: Aus beruflichen Gründen habe ich nach 2 Jahren mein Mandat zurück gegeben und bin auf Grund nachfolgender Querelen aus der PDS ausgetreten, seit mehr als 20 Jahren bin ich jetzt parteilos, und das geht auch.


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#122

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 05.12.2017 19:57
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Hallo @Kalubke , ich habe im meinem Beitrag #121 als Antwort auf #117 eigentlich Deine Frage schon mit beantwortet. Nur noch ein paar Anmerkungen.
Da ich nichts weg genommen hatte, konnte ich auch nix zurück geben.

Es war viel mehr so, dass man ja doch mitten drin gelebt hat. Klar war man Offizier, der KC im Bereich- aber man hat doch mitbekommen , wie die Leute getickt haben.
Egal ob der Zigarrendreher oder der Schweinebauer oder Rinderzüchter- man hatte doch tagtäglich mit den Leuten zu tun. Auch die Betriebsleiter waren trotz deren Funktionen, ganz normale Leute.

Viele werden das sowieso nicht glauben, es gab aber trotzdem eine ganze Menge Leute mit Verantwortung, die endlich mal etwas für die Leute tun wollten. Ernsthaft prüfen, ob denn wenigstens kleine Schritte möglich sind.

So sollte man das einordnen.
Heute ist es leicht, darüber Bewertungen zu treffen. (Ich meine ausdrücklich nicht Dich damit, sondern sage es nur allgemein).

Das sichtbare Datum des Antrages an Swatek sagt aber nicht aus, wie lange vorher in welchen Treffurter Gremien durch welche Personen WAS kokret gesagt wurde.

Das Veränderungen in der "Luft" lagen war schon klar, aber Hellseher war keiner dabei.

Nur wer dies wirklich berücksichtigt kann sich ein halbwegs realistisches Bild machen.

Es wird immer Leute geben, die Alles besser und meist auch noch vorher gewußt haben- hinterher. Wenn"die Kiste aber an allen Ecken und Enden brennt" , sind diese Leute meist nicht zu sehen.

Ich kann damit leben.


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#123

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 05.12.2017 20:16
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Meinen Regimenter hatte ich natürlich nicht informiert.
Ja Erich, das hatte ich mir schon fast gedacht.
Die Auflösung der GR ist an mir völlig vorbeigegangen und galt wohl auch für das GK Mitte nicht. Ich hatte mich auch nach meiner Entlassung am 16. 1.90 überhaupt nicht mehr mit irgendwelchen militärischen Themen beschäftigt. Das tat ich eigentlich erst wieder mit meiner Anmeldung hier im Forum (2012).

Was hatte denn die Bildung der GBK und der GKK für Auswirkungen auf die praktische Durchführung der Grenzsicherung? Hat man da nur den Stab aufgelöst oder wie lief das ab?


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.


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#124

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 05.12.2017 21:32
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Zitat von andy im Beitrag #123
Was hatte denn die Bildung der GBK und der GKK für Auswirkungen auf die praktische Durchführung der Grenzsicherung? Hat man da nur den Stab aufgelöst oder wie lief das ab?
Für die Grenzkompanie fast keine Auswirkungen, die Abschnitte blieben meist gleich. Bezirksgrenzen waren vorher schon Regimentsgrenzen, zumindest für das GR-1. Da wars die linke, das System der Grenzsicherung blieb gleich, vorher wie nachher sicherte die Kompanie ihren Grenzabschnitt. An der grünen Grenze war ja, im Gegensatz zu Mitte, das Bataillon der vorgestzte Stab und damit der Bezugspunkt (nach oben) für die Kompanie. Letzendlich wurde der Stab nichtmal aufgelöst sonder in das GKK umgewandelt. Und aus dem Regimentsstab wurde das GBK, also zur Politschulung nichtmehr nach Mühlhausen kutschen sonder nur bis Eisenach. War aber leider (bezieht sich auf die deutliche kürzere Strecke) nur noch einzweimal.

Und achso @TH, bestimmt waren einige Auslöseursachen/-möglichkeiten nicht und sicher nicht von Anfang an in den entsprechenden GVS-Vorschriften zum Zaun aufgelistet, schon klar. Und wieoft von einem BGS-Schreibtisch aus der K2 mit Probeauslösungen gelaufen wurde, na die Frage verkneife ich mir mal. Glaub es oder lass es ... es gab Felder die waren so empfindlich eingeregelt sodas das Berühern des Drahtes und nicht des Streckmetalls allein, also nur das Berühern eines Drahtes eine 'kurzzeitige Auslösung' erzeugen konnte.
Und auch klar, für eine nichtlöschbare 'Dauerauslösung' brauchte es schon bissel mehr. Da waren wie richtig bemerkt oft die Drähte zweier Schleifen zusammen, ob durch Bewuchs, Wild oder Grenzverletzer sei dahingestellt. Selterner dagegen kam eine Unterbrechung vor. Und technische Auslöseursachen, na das hing vor allem und sehr direkt mit dem Können oder Nichtkönnen des GSZ-Trupps zusammen.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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zuletzt bearbeitet 05.12.2017 21:33 | nach oben springen

#125

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 05.12.2017 21:55
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zu #123 : Ich kann und will diese Dinge nur aus meinem Erleben schildern, meine Meinung darlegen, die sich aus der langjährigen Erfahrung gebildet hat.
Es kann gut sein, dass ich mich dadurch für Kritiker angreifbar mache- ist mir aber egal- dadurch lebt auch das Forum.

Ich meine das sachliche Streitgespräch.
Vorab sage ich schon mal zu meiner Entschuldigung, dass immerhin ja auch schon fast 3 Jahrzehnte seither vergangen sind.

Ich möchte es so erklären.
Die Entwicklung der Grenzsicherung, vom Urschleim nach dem Krieg an den Demarkationslinien, über den polizeilichen Schutz/Überwachung bis zur militärischen Sicherung war immer ein Ergebnis der staatlichen und politischen Entwicklung im Land.
Dabei spielten fast alle Einflüsse auf den Staat eine Rolle dabei, wie sich das auf die Grenze auswirkte.

Beispiele sind Forderungen der UdSSR an die DDR zur Sicherung der Westgrenze des WV, Abrüstugsverhandlungen und Verhandlungen über Reduzierungen der Truppenstärken- man braucht nur konzentriert nachzudenken, es gibt da viele Bezugspunkte.

Eines war aber immer angestrebt, musste immer verbessert werden. Die Ruhe an der Staatsgrenze .
Jeder erfolgreiche Grenzdurchbruch, jedes Aufsehen erregendes Vorkommnis dort, brachte die DDR international in Mißkredit und erschwerte das Wirken auf internationalem Parkett.

DARUM hat der Status der Wirksamkeit der GSi im Zusammenhang mit der zu erwartenden "Lageveränderung" (Anstieg Unzufriedenheit der Bürger, immer spektakuläre Versuche, außenpolitischer Druck zur Vermeidung der Schußwaffenanwendung etc. etc.) logischerweiser unweigerlich zum Verbesserungs-Drang gezwungen.

Was konnte man denn noch tun, wenn Minen etc., Schußwaffen-Einsatz und Vergrößerung der Truppenstärke von vorn herein materiell und finanziel, aber erst Recht politisch nicht mehr möglich waren ???

Es ging nur noch so, dass die "Tiefenwirksamkeit" in Richtung Hinterland erhöht wurde.

Man hatte da schon viel gemacht. Freiwillige Helfer der GT, der Polizei, Grenzsicherheitsaktive in jedem Betrieb, jeder LPG etc., Ständige Kommissionen Ordnung und Sicherheit in den Kommunen, Zirkel "Junge Freunde der Grenzsoldaten" an den Schulen. Es hatte ja fast kaum noch Namen für Alles.

Es folgte die Einführung der GBA`s , der Grenzbeauftragten des MfS . Die hatten zwar keinerlei Entscheidungsbefugnis, aber Vorschlagsrecht. Und sie waren überall dabei. Sie gehörten den Kreisdienststellen des MfS an, wodurch der Focus sich auf das Kreisgebiet konzentrierte.

Dies ist so denke ich, eine wesentliche Grundlage der möglichen Erkenntnis, die Grenzsicherung Kreisbezogen zu organisieren. Wir wissen, dass alles unter Führung der Partei stand. Die war ja territorial in erster Linie nach Kreisen und Bezirken organisiert und strukturiert. Volkspolizei ebenso.

Militärisch, also auf Ebene von Regimentern und Bataillionen war dieses Ei sowieso auf Dauer nicht zu halten.

Man versprach sich garantiert mit dieser Umstrukturierung eine bessere Bündelung der territorialen Kräfte auf dieses Ziel Grenzsicherung.

Damit meine ich in der Denkweise der damaligen Entscheider urteilend, dass mit territorialen Kräften auch wirklich ALLE gemeint waren.

Also vom aufmerksamen Schulkind, über den normalen aber wachsamen Bürger bis natürlich sowieso die Freiwilligen Helfer und die Bewaffneten nicht zuletzt.
Die staatlichen Organe ob in den Ämtern der Städte oder Gemeinden-alle sollten da irgenwie mit am Strick in der Denkrichtung Grenzsicherung ziehen.

Klar wußte man um die Utopie solcher Hoffnungen, aber jeder einzelne Mensch mehr, den man dazu bringen konnte mitzuziehen, war ein Tropfen mehr zum erhofften Erfolg.

Meine Überlegungen können sich abenteuerlich anhören, aber seien wir doch mal ehrlich. Welche realistischen Möglichkeiten gab es ab Frühjahr 1989 denn wirklich noch.
Dass die SED nicht auf die Idee einer Grenzöffnung gekommen wäre, sollte beim geneigten Leser als klar vorausgesetzt werden können.

Es würde mich sehr freuen, wenn wir darüber mal diskutieren könnten. Wie bereits gesagt ist das nur meine persönliche Meinung warum man nun diese Umstrukturierung gemacht hat, basierend auf den Schlußfolgerungen aus langjähriger Arbeit im Grenzbereich. Niemals soll es heißen, dass das meine Absichten oder Pläne gewesen wären.

Zeitgleich war ich als KC für mehrere Jahre leitend verantwortlich für die Zusammmenarbeit in den Grenzortschaften
FAULUNGEN, KATHARINENBERG, WENDEHAUSEN, SCHIERSCHWENDE (alle im Kreis Mühlhausen),
sowie FALKEN, TREFFURT und zeitweilig SCHNELLMANNSHAUSEN (alle im Kreis Eisenach) . Deshalb glaube ich zu wissen, wovon ich spreche.
Gern bin ich auch heute immer noch bereit zu lernen.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#126

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 05.12.2017 22:05
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Wer im Grenzgebiet oder gar im Schutzstreifen gewohnt und gearbeitet hat, der musste entweder mit den Wölfen heulen oder sich sehr ruhig und unauffällig verhalten. Die Ausweisungen aus dem Grenzgebiet waren ja nicht auf die zwei großen Aktionen beschränkt. Ich habe beim "Sichern von Arbeiten" immer mal aufschlußreiche Gespräche führen können. Da standen ja Gehöfte, Wohnhäuser Handwerksbetriebe usw. auf dem Spiel, welche oft über Generationen im Familienbesitz waren.

KS


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#127

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 05.12.2017 22:11
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Moin
Mal an den KC eine Frage
Ich habe für den Einsatzraum der 6. und 7 KP des 6. Regimentes eine Karte gefunden, in der alle geglückten und gescheiterten Fluchten für mehrer Jahre eingezeichnet waren. Wurden solche Karten auch in der KP geführt? kennst Du solche Karten und wenn ja wer war dafür verantwortlich?



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#128

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 05.12.2017 23:18
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Hallo @Ratze ,
Na echt mal wieder ne tolle Frage. Und passt auch so richtig, um wieder die Kurve zur Themen-Überschrift zu bekommen. Dafür hast Du einen EXTRA-DANK verdient. Er ist in der angehängten Datei versteckt, bitte öffnen.

Deine Frage passt auch ebenso ergänzend zu meinem letzten Beitrag über die Veränderungen der Sicherungsarten und strukturellen Veränderungen.

In der frühen Mitte der 80èr Jahre kamen schlaue Offiziere auf die Idee der "analytischen" Arbeit.
In den einzelnen Grenzabschnitten gab es ja schon immer die WRG (auch in der DV 018/0/008 und ff. DV`n festgelegt) , (Wahrscheinliche Richtung der Bewegung der Grenzverletzer).
Das war die Richtung, in der meist geographisch bedingt durch Täler, Kammwege, ehemals Grenzdurchschneidende Straßen oder Waldschneisen in der Vergangenheit häufiger, als in anderen Bereichen, Annäherungen an die Grenze erfolgten.

Gab da noch den RdH (Raum der Hauptanstrengung) aber das führt jetzt zu weit.

Nun kam man aber auf die Idee, alle bis dahin geheim gehaltenen Unterlagen zu "Angriffen" ein paar Zentimeter zu öffnen, und den KC die Daten nach GDBr. oder VGBr. (Grenzdurchbruch oder Versuch...) mit Fall/Personenzahl , also z.B. 1/4 oder 1/1 und Durchbruchs- bzw. Festnahmeort mitzuteilen.

Einige Alt-KC`s hatten auch noch die Festnahme-Protokoll-Durchschläge (wie schon hier eingestellt) abgeheftet und rückwirkend bis zur "Urzeit" gesammelt.
Damit konntets DU als KC dann richtig glänzen, wenn Du bei einer größeren Entschlußmeldung zur Grenzsicherung vor dem Regimentskommandeur oder Auskunftsbericht vor sonstiger höcheren Obrigkeit mit solchen Fakten und vielleicht noch Schemata aufwarten konntest.

Ich habe das ganze Zeug von meinem Bereich am letzten Wochenende gefunden. Wie Alles andere, sprach sich die neue Methode rum, wurde ganz schnell Befehl für alle KC und permanent perfektioniert.
Der End-Stand und höchst erreichte Punkt, war dann ein Pergament (bei mir ca. 2,20 m hoch und gefühlt ca. 1,50 m breit) welches mit durchgezeichneten Gitternetz-Raster direkt auf die Entschlußkarte des KC (topogr. Karte, M 1:10.000 als VVS-Dokument des KC ) aufgelegt werden konnte.

Befehsgemäß wurde das Papier fortlaufend aktualisiert. In fortlaufender Perfektionierung erhielt der KC speziell dafür auch von den Grenzbeauftragten des MfS entsprechende Fallangaben zu Festnahmen in der Tiefe.

Hier wurde entweder der Festnahmeort eingtragen, wenn er noch auf der Karte lag, oder die im Verhör ermittelte Richtung angegeben mit Hinweis auf den Festnahmeort. z.B. 1/2 13.12.71, 23:45 ; DR Gotha, TRAPO (das war dann im Bereich der Deutschen Reichsbahn/Bahnhof oder Zug und die Festnahme erfolgte durch die Transportpolizei).

Ich kannte diese Karten nur von den Grenzkompanieen und verantwortlich waren die KC persönlich. Meine hab ich noch, die ist aber sehr stark ramponiert.
Gerne mehr auf Wunsch.


Dateianlage:
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#129

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 06.12.2017 02:59
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Zitat von 94 im Beitrag #124
Zitat von andy im Beitrag #123
Was hatte denn die Bildung der GBK und der GKK für Auswirkungen auf die praktische Durchführung der Grenzsicherung? Hat man da nur den Stab aufgelöst oder wie lief das ab?
Für die Grenzkompanie fast keine Auswirkungen, die Abschnitte blieben meist gleich. Bezirksgrenzen waren vorher schon Regimentsgrenzen, zumindest für das GR-1. Da wars die linke, das System der Grenzsicherung blieb gleich, vorher wie nachher sicherte die Kompanie ihren Grenzabschnitt. An der grünen Grenze war ja, im Gegensatz zu Mitte, das Bataillon der vorgestzte Stab und damit der Bezugspunkt (nach oben) für die Kompanie. Letzendlich wurde der Stab nichtmal aufgelöst sonder in das GKK umgewandelt. Und aus dem Regimentsstab wurde das GBK, also zur Politschulung nichtmehr nach Mühlhausen kutschen sonder nur bis Eisenach. War aber leider (bezieht sich auf die deutliche kürzere Strecke) nur noch einzweimal.

Und achso @TH, bestimmt waren einige Auslöseursachen/-möglichkeiten nicht und sicher nicht von Anfang an in den entsprechenden GVS-Vorschriften zum Zaun aufgelistet, schon klar. Und wieoft von einem BGS-Schreibtisch aus der K2 mit Probeauslösungen gelaufen wurde, na die Frage verkneife ich mir mal. Glaub es oder lass es ... es gab Felder die waren so empfindlich eingeregelt sodas das Berühern des Drahtes und nicht des Streckmetalls allein, also nur das Berühern eines Drahtes eine 'kurzzeitige Auslösung' erzeugen konnte.
Und auch klar, für eine nichtlöschbare 'Dauerauslösung' brauchte es schon bissel mehr. Da waren wie richtig bemerkt oft die Drähte zweier Schleifen zusammen, ob durch Bewuchs, Wild oder Grenzverletzer sei dahingestellt. Selterner dagegen kam eine Unterbrechung vor. Und technische Auslöseursachen, na das hing vor allem und sehr direkt mit dem Können oder Nichtkönnen des GSZ-Trupps zusammen.


Mal an den "dumpf grollenden Schimmel" gerichtet: Nachdem hier so viele ehem. DDR-Leute übers Eingemachte geredet, und die Hosen herunter gelassen haben, kannste auch ruhig mal schildern, was ihr so abgezogen habt, um die Ostgrenzer zu nerven. Nach fast 30 Jahren dürfte doch die Zeit dafür reif sein, oder?

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 06.12.2017 03:19 | nach oben springen

#130

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 06.12.2017 07:36
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zu #129 : Das ist doch echt ein ganz toller Vorschlag. Dem kann ich nur beipflichten. Erzähl(t) doch mal etwas was uns staunen lässt. Es muss da doch so einiges geben. Zum Beispiel: Wie ist denn damals die Festnahme der beiden BGS`ler bei Euch intern ausgewertet worde, die auf DDR - Gebiet festgenommen wurden.
Gibt ja sicher auch noch jede Menge anderer Sachen übetr die man berichten könnte, ohne Geheimnisverrat zu begehen.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#131

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 06.12.2017 12:54
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Also ich habe mir nie Gedanken gemacht, wie ich die Grenztruppler nun ärgern könnte.
Das stand ja auch völlig im Gegensatz zu meinem Auftrag Provokationen zu verhindern.

Natürlich gab es zwei drei Begebenheiten, wo ich aus der Situation heraus verbal ein wenig provoziert habe.

Ansonsten habe ich lieber die Ausklappseite des Playboys in Richtung Osten gehalten.
Das führte dann fast immer zu heiteren Situationen und die Stimmung war entspannt.

Gruß Frank



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#132

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 06.12.2017 13:04
von Thunderhorse | 4.835 Beiträge | 3802 Punkte
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Zitat von 94 im Beitrag #124
[quote="andy"|p646590]W
Und achso @TH, bestimmt waren einige Auslöseursachen/-möglichkeiten nicht und sicher nicht von Anfang an in den entsprechenden GVS-Vorschriften zum Zaun aufgelistet, schon klar. Und wieoft von einem BGS-Schreibtisch aus der K2 mit Probeauslösungen gelaufen wurde, na die Frage verkneife ich mir mal. Glaub es oder lass es ... es gab Felder die waren so empfindlich eingeregelt sodas das Berühern des Drahtes und nicht des Streckmetalls allein, also nur das Berühern eines Drahtes eine 'kurzzeitige Auslösung' erzeugen konnte.
Und auch klar, für eine nichtlöschbare 'Dauerauslösung' brauchte es schon bissel mehr. Da waren wie richtig bemerkt oft die Drähte zweier Schleifen zusammen, ob durch Bewuchs, Wild oder Grenzverletzer sei dahingestellt. Selterner dagegen kam eine Unterbrechung vor. Und technische Auslöseursachen, na das hing vor allem und sehr direkt mit dem Können oder Nichtkönnen des GSZ-Trupps zusammen.


Ja die Feinheiten der GSZA-Technik.
Glauben heißt .....!

P.S.: K2 und K6 auch abgelaufen, wenn auch erst nach dem 09.11.1989.
Interessante Gespräche und Einweisungen in die Technik des dann GSSZ genannten Sperrelements erhalten. Einschließlich diversem .....!


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#133

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 06.12.2017 13:25
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Zitat von berndk5 im Beitrag #125
Die Entwicklung der Grenzsicherung, vom Urschleim nach dem Krieg an den Demarkationslinien, über den
polizeilichen Schutz/Überwachung bis zur militärischen Sicherung war immer ein Ergebnis der staatlichen und politischen Entwicklung
im Land. Dabei spielten fast alle Einflüsse auf den Staat eine Rolle dabei, wie sich das auf die Grenze auswirkte.

Den führenden Politikern und Funktionären der DDR muss doch völlig klar gewesen sein, dass sie das Volk nicht auf ihrer Seite hatten,
sonst hätten sie sich die gesamte Grenzsicherung sparen können. Bei den Grenzsicherungsanlagen war es doch offensichtlich, dass sie
nicht nach außen, sondern nach innen gegen das eigene Volk gerichtet waren.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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#134

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 06.12.2017 13:39
von Harsberg | 3.893 Beiträge | 2889 Punkte
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Also, provoziert haben wir damals 58/59 eigentlich nie und auch der westl. Zoll hielt sich damit zurück.

Provoziert haben bei uns nur die Ami´s, so mit ihren Jeep´s mit Volldampf an den Schlagbaum heranfahren und mit dem MG herum schwenken. Wenn wir in Deckung lagen blieben wir dort auch und die Aktion lief ins Leere. Ansonsten brachten wir unsere MP 41 in Anschlag, davor hatten sie mächtig Dampf und legten den
Rückwärtsgang ein und verdufteten.
Ne Meldung brauchten wir aber nicht zu machen.


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#135

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 06.12.2017 14:57
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zu #133 : emotional kann ich Dir ja gerne zustimmen, sachlich ist es einfach nicht zutreffend was Du schreibst.

Einfache Frage: Wo auf der Welt und egal zu welcher Zeit hat es jemals Auswirkungen oder Veränderungen dadurch gegeben, dass "führenden Politikern und Funktionären" irgend etwas klar gewesen sein muss ... . Wenn Du ehrlich bist, musst Du zugeben dass dem niemals so war. Brauchen wir uns ja auch gar nicht drüber aufregen. Das dient aber niemals als Entschuldigung für die begangenen Fehlentscheidungen, soll es auch nicht ! Ich nehme mich da auch auf keinen Fall raus, weil es mich und meine damaligen Entscheidungen heute auf den gleichen Prüfstand stellt.
Vielleicht kannst Du und andere damit leben, dass Einige der Schuldigen bestraft wurden- bei anderen gelang das nicht. Vielleicht war der persönlich Anteil auch nicht immer strafwürdig.

In diesem Sinne , gute Diskussionen................


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#136

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 06.12.2017 15:09
von berndk5 | 984 Beiträge | 6834 Punkte
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zu #131: Hallo @ZKom IV ,
das ist doch mal wieder ein Beitrag !
Freut mich ehrlich, Deine Haltung - kenne es so eigentlich bis auf äußerst geringe, seltene Ausnahmen von unseren westlichen Nachbarn im Bereich ESCHWEGE - HERLESHAUSEN - BAD HERSFELD auch nicht anders.

Klar, wir alle sind Menschen- und die sind (zum Glück) nicht alle gleich, und es werden halt auch mal Fehler gemacht.
Dennoch kann ich mich trotz der zwangsläufig politisch gegensätzlichen und feindlichen (muß man so sagen) Standpunkte nicht erinnern, dass feindliche oder bösartige Dinge vorgekommen sind .

Man wird schon über die eine oder andere Sache noch berichten, aber ich kann auch nur für mich sprechen.
Deshalb noch einmal: Vielen Dank für Deinen Beitrag.


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Zkom IV und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#137

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 06.12.2017 17:26
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# 129
"Provokationen" gab es kaum. Es ist natürlich fraglich, was man darunter verstand. Ich habe immer "moin moin" gesagt, Provokation (?) mir war es aber zu doof an die Grenze zu kommen, Aufklärer stehen da und man sieht sich nur an oder macht ein Foto.
Ich weiß, dass die Streifen das Blaulicht angebmacht haben, wenn sie das Bandmaß gesehen haben.
Es gab sicher viele Streifen, die in den Viehtränken an den Grenzseen (DDR Gebiet) ihre Stiefel vom Morast der Felder gesäubert haben, also § 213 StGB DDR Straftat. Ob dies aber gesehen wurde, keine Ahnung.
Ich werde mal die Unterlagen heraussuchen, die ich mir mal gemacht habe, als ein BGS Streifenboot die Grenze überfahren hat. Natürlich aus Versehen, wegen tief stehender Sonne.
Einstellen werde ich es dann unter "Überwachung von Seen" (so ähnlich heißt das Thema.) Hier würde es das Thema sprengen.
Alles was sonst illegal gemacht wurde, wurde natürlich nicht gemeldet und kam als auch im Stab nicht an.
Sonntag sollte ich die Akten gefudnen haben.

@berndk5 ein Ausschnitt der "Rapportkarte" aus 77 vermulich VP Bezirk Schwerin, kann ich mir vorstellen, dass Eure Karten ähnlich aussahen. Die von Dir angebenen Größe der Gesamtkarte kommt auch bei meinem Exemplar hin.



berndk5, Kalubke, IM Kressin und Rothaut haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#138

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 06.12.2017 17:36
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zu #129 : Prima, bei uns auf der GK hieß das ja nicht Rapportkarte. -klingt nach Berichterstattung, könnte GB oder GR -Ebene gewesen sein, ich weiß es nicht. Bei uns hieß es (wimre) "Analyse der Grenzverletzerbewegung seit........ " Da stand dann das Datum des ersten, erfassten Angriffs drauf. War ja auch nur das zusammengerollte Pergament.
Kann mich erst wieder morgen melden, bis dahin.....


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zuletzt bearbeitet 06.12.2017 17:36 | nach oben springen

#139

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 06.12.2017 18:39
von Kalubke | 2.977 Beiträge | 2481 Punkte
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In den beiden Schulungsfilmen "Grenzer" und "Grenzaufklärer" aus dem NVA-Filmstudio wird kommentiert, dass bei Anweseheit von westlichen Grenzüberwachungsorganen immer mit Provokationen zu rechnen ist, auch wenn sie sich betont lässig geben.

Warum haben die NVA-Ideologen so auf den Schlamm gehauen, wenn die Realität an der Grenze ganz anders aussah? Etwa das Bedienen von politischen Vorurteilen der SED, um der Partei zu gefallen?

Gruß Kalubke



berndk5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#140

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 06.12.2017 19:30
von Kalubke | 2.977 Beiträge | 2481 Punkte
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Zu den Signaturen dieser dankenswerterweise von @Ratze eingestellten Karte wollte ich noch fragen, was der rote und der grüne diagonale Strich in dem Symbol für Festnahme (Ø) zu bedeuten hat.

Gruß Kalubke



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