Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

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02.12.2017 23:09 (zuletzt bearbeitet: 02.12.2017 23:10)
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#16
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Hallo Leute, hallo @Rothaut , ich bin gerade wieder zurück- zum Beantworten von Fragen reicht die Zeit.

zu #14:
Erstbefragung hat generell die Dienststelle gemacht, die die Festnahme durchgeführt hatte.
Bei GT hing das immer von der jeweiligen LAGE ab.

Soll heißen: Waren frünzeitig Anzeichendes Versuchs GDBr festgestellt worden, begaben sich automatisch auf Befehl der Kommandeure GB als auch GR entsprechende Untersuchungsgruppen mit mehreren Offizieren in die Kaserne der jeweiligen Kompanie- das war grundsätzlich so.

Da hattest Du als KC meist schlechte Karten, weil oftmals versucht wurde, irgendwelche (gar nicht vorhandenen) Lorberen "abzugreifen". Da konnte man manchmal froh sein, wenn trotz Festnahme, die UG des Regiments nicht noch irgendwelche Mängel beim Einsatz der Kräfte und Mittel, oder der Tarnung im GD, oder Blah, Blah, Bla festgestellt hat.
Im Regelfall kam mindestens auch die V 2000, wenigstens der Offizier vom GB .

In diesem Fall war vieles anders.

Erstens: sehr schnelle Festnahme, unmittelbar mit Feststellung der Anzeichen GV .
Man bedenke, dass die Auslösung des GSZ zwar bis zum OPD/GR-1 gemeldet wurde, aber bis zur Meldung über Anzeichen GV auf dieser Ebene gar nichts passierte.
Die Rädchen des Getriebes rollten also erst an, wenn Anzeichen GV gemeldet wurden.

Der reale Zeitfaktor zu DDR-Zeiten vom GR-1 Mühlhausen oder vom I.GB in Hildebrandshausen, oder genauso vom VP-Kreisamt Eisenach nach Treffurt lag im Schnitt bei 60 Minuten.

Zweitens: Mit der Meldung der Anzeichen GV, war eigentlich die Lage schon geklärt, weil ja gleichzeitig die Festnahmemeldung erfolgte.
Zeitnah wurden Vater und Sohn als GV gemeldet (das wurde schon im Gelände erfragt und bei Eintreffen in der GK an mich namentlich gemeldet).
Klar liefen die taktischen Handlungen lt. Vorschrift bis zur endgültigen Abarbeitung aller Schritte im Gelände durch. Das war aber auf der Melde- und Untersuchungs-Strecke eher nebensächlich.

Drittens: war der Name des Sohnes als Grenzgefährdete Person in allen "Registern" erfasst. Damit auch die Einschätzung der Persönlichkeit zumindest einer der Festgenommenen. Beim Vater sage ich nur, 1928èr Jahrgang (wimre)- also auch nicht mehr ganz frisch.

Viertens: Es war Wahlsonntag, das Ding war gelaufen, ohne Schaden für die DDR. Eine politische Motivation im Zusammenhang mit den Wahlen konnte von Anfang an zuverlässig ausgeschlossen werden. Man hatte an diesem Tag sicherlich auch mit Polizei und MfS an anderen "Baustellen" genug zu tun.

Zur Abholung:
Festgenommene Grenzverletzer wurden solange ich es erlebt oder davon gehört habe, bei uns generell von und durch ein Fahrzeug der VP vom VPKA abgeholt, je nach Zuständigkeit VPKA Mühlhausen oder VPKA Eisenach.
Die Kreisgrenze verläuft links der Straße Kleintöpfer .

Selbst in einem anderen, persönlich erlebten Fall, wo die V 2000 die Erstbefragung gemacht hat, erfolgte die Abholung durch die VP . Das wurde auch immer auf dem Vordruck "Festnahmeprotokoll" so quittiert.

zu #15 : Das war ganz eindeutig klar, und lief auch so durch alle Meldungen.

Die Festnahme erfogte durch den Posten, der zur Kontrolle der Auslöseursache eingesetzt war, auch wenn er sich freundwärts befand und die beiden GV den GSZ schon überwunden hatte.

Die Sicherung der liegenden Grenzverletzer erfolgte durch Belehrung über die Androhung des Einsatzes der Schußwaffe bei Fluchtversuch (Entfernung ca. 5-10 m).
Der dann eingesetzte Trupp mit LO und einem Zugführer, sowie einem weiteren Sicherungsposten hatte nur die Eskortierung zum Fahrzeug, Erstdurchsuchung und Überführung zur GK zu leisten.

Das Ansprechen und die Aufforderung hatten ausgereicht, weil beide Personen sehr erschöpft waren und durch die erlittene Aufregung ziemlich fertig waren (beide haben stark gezittert).
Vielleicht waren sie auch etwas unterkühlt vom Liegen auf der Erde.
Dort wollten sie in Deckung gehen als sie die Annäherung des Überprüfungspostens bemerkten (mehrere 100 m völlig freie Fläche, ohne Busch und Baum) .
Gerne fragen, wenn was unklar ist. Morgen mache ich weiter.


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02.12.2017 23:44 (zuletzt bearbeitet: 02.12.2017 23:49)
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#17
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Vielen Dank erstmal auf die schnelle...
Das GV von der VP abgeholt wurden...war mir bis jetzt nicht bekannt.
Kann es sein das durch die VP Festgenommene nur in eine MfS Kreisdienststelle verbracht wurden?
Für mich ist das interessant...da ich aus Gesprächen mit einem Zeitzeugen...es nur so kennne..das GV in die jeweilige GK verbracht und dann durch MfS abgeholt wurden.

Ist vielleicht auschlaggebend..a.) Zeitraum der Festnahme b.) schwere des versuchten Grenzdurchbruches

eine Frage noch....Was war auschlaggebend für eine Registrierung als "grenzgefährdete Person"?

Gruß Rothaut


Ps: Lass Dir Zeit mit der Beantwortung....nicht so zwischen Zähneputzen und schlafen gehen..
Sonst vergißt Du nachher noch was...


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02.12.2017 23:57
avatar  Mike59
#18
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Ich kenne es eigentlich so wie von @berndk5 beschrieben.

Der Streifenwagen der VP hat die Festnahme übernommen.

Nach meiner Erinnerung war wirklich das Vorhandensein der vielen Offiziere der Vorgesetzten Stäbe das schlimmste auf der Einheit. Da waren so viele Operative dabei, welche eigentlich keinen richtigen Job hatten, aber Ihre Nase in Ecken steckten die sie eigentlich gar nichts angingen um dann mit irgend welchen Erkenntnissen beim Chef zu glänzen.


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03.12.2017 00:11
avatar  vs1400
#19
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Zitat von berndk5 im Beitrag #6
zu #5 , das ist gar nicht so einfach. Erst mal gibt es gefühlt einen Kubikmeter Unterlagen, Akten und persönliche Aufzeichnungen. Logisch nicht sortiert.
Zwischendurch die bange Frage, womit fange ich an. Es soll ja auch Hand und Fuß haben und möglichst schlüssig belegbar sein.
So, nun ist es soweit, ohne Zeitfolge der hier noch zu schildernden Fälle jetzt die wahllos festgelegte Nr. 1 :

Der 07. Mai 1989 , wir erinnern uns- der Wahlsonntag der der letzten Wahl der Kanidaten der NATIONALEN FRONT der DDR .

Wie üblich an der Grenze, eine besondere Sicherungsperiode (mehr gern später auf Anfrage) , eine Konsequenz war die ununterbrochene Führung des KC oder eines seiner direkten Stellvertreter aus dem Objekt der Kaserne oder direkt der Führungsstelle der Grenzsicherung.

Gegen 21:40 Uhr erfolgte die Auslösung des GSSZ-II (Grenzsignal- und Sperrzaun des Typs 80 wimre) zuerst als Kurzzeit- und kurz darauf als Dauerauslösung im Bereich Kammweg Treffurt . (Das liegt ca.700 m RECHTS und oberhalb der heutigen B250 von Treffurt nachg Wanfried.)

Sofortige Abriegelung mit den 2 benachbarten Posten der Grenzsicherung (Str.Kleintöpfer und Werra Treffurt) an befohlene Punkte in der WRG (Wahrscheinliche Richtung der Bewegung der Grenzverletzer) ; A-Gruppe Grenzalarm zur Verdichtung der Abriegelung. Motorisierter Überprüfungsposten zur Auslösestelle.
Bereits jetzt hatte ich schon wegen der Entwicklung der KZA (Kurzeit-Auslösung) in eine DAL (Dauerrauslösung) den A-Zug gewippt und die weitere Verdichtung der Abriegelung befohlen.
Schon um 22:14 Uhr meldete der Überprüfungsposten die Feststellung von Anzeichen der Grenzverletzung mit gleichzeitiger Festnahme von 2 Personen, die sich allerdings bereits feindwärts des GSZ befanden (der Ü-Posten war noch freundwärts des GSZ, das nächste Tor befand sich ca. 70-80 m links vom Festnahmeort).
Eine Postentrennung konnte man nicht riskieren, die GV waren ja erstmal am Boden und im direkten Wirkungsbereich der Waffen, ohne dass geschossen wurde, auch kein Warnschuss.
Die sofort eingesetzte zusätzliche Streife mit LKW LO in Stärke von 1/0/1/2 (Offz./Fä./Uffz./Sold.) gewähleistete die Abholung vom Festnahmeort und Zuführung zur GK .
In dem sofort nachfolgenden Beitrag gibt es Informationen zum Fortgang.


wimre, berndk5,
gab es einen monat vorher eine änderung für den gebrauch der schusswaffe im grenzdienst.
sinngemäß sollte sie nur noch zur persönlichen verteidigung benutzt werden.

gruß vs ... und danke.

04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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03.12.2017 00:13
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#20
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Hallo @Rothaut, zum erstenTeil:
Ich kann da nur meine Meinung aus der persönlichen Erfahrung sagen, endgültig genau weiß ich es nicht.
Ich denke, dass in erster Linie Dein b) entscheidend war.

Handelte es sich um normale Versuche nach § 213, erfolgte die Zuführung in die Zellen des VPKA. Man hatte dann ja Zeit , miteinander zu entscheiden (das machte schon das MfS wimre), wohin die Reise für den Festgenommenen ging.
Da war sowohl ein "STASI-Knast" als auch eine normale UHA möglich.

Selbst in der UHA konnten ja die Untersuchungsführer des MfS Befragungen oder Vernehmungen durchführen- klar, meist lief das aber nur im eigenen Terrain.
Eine Verbringung in eine KD ist mir generell nicht bekannt.
Das finde ich auch eher unwahrscheinlich, da wir bei uns in der Bezirksstadt Erfurt einen so genannten STASI-Knast in der Andreas-Straße hatten. War ja nur ca. 1 Stunde Fahrweg mehr von Eisenach aus.

Grenzgefährdete Person:
Dazu gab es über den Bereich "Inneres" also POLIZEI (zum geringen Teil auch Rat des Kreises, Rat des Bezirkes, Abt. Inneres) klare Regeln und Grundsätze. Ist ziemlich konkret geregelt gewesen. Muss ich erst `rauskramen. War aber gleich nach dem Tagesordnungspunkt 1: Einschätzung der Lage im Verantwortungsbereich(durch jeden Teilnehmer) fast immer gleich Tagesordnungspunkt 2 in jeder Sicherheitsberatung. Das ist ein EXTRA-Thema, kann Stunden füllen. Dort waren die erfassten ggf Bürger regelmäßig einzuschätzen und zu beurteilen ob neue bzw. andere Maßnahmen einzuleiten waren. Der Katalog war da breit gefächert. Würde das gern später erklären, ihr müsst nur darauf zurück kommen. Die Sicherheitskommission konnte auch beschließen, Bürger als ggf. zu streichen oder Bürger da neu aufzunehmen.
Die Sicherheitsberatung fand im Grenzgebiet in jeder Gemeinde/Stadt im Schutzstreifen wöchentlich und in der Sperrzone 14-tägig statt. Leiter war jeweil der Kompaniechef der GK oder ein befohlener Stellvertreter. Teilnehmer waren der Bürgermeister, ABV, Ortsparteisekretär und der Grenzbeauftragte des MfS. Protokollführung und Festlergungen erfolgten durch den KC. Es gab einen halbjählichen Arbeitsplan, der der VP, dem MfS und natürlich dem K-GB zu übergeben war. Wimre, hat auch der Bürgermeister das der Abteilung Inneres beim Rat des Kreises zugestellt.
Auf Anfrage gerne mehr.


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03.12.2017 00:40
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#21
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zu #19 Hallo @vs1400 , ich kann das nicht bestreiten- genau weiß ich es selbst nicht mehr.

Genauso bin ich mir auch nicht sicher, ob Du Recht hast.
Das ist, so denke ich, auch völlig egal.

Meiner Meinung nach hätte damals wohl auch kaum ein Hahn danach gekräht, wenn eine Flucht der beiden durch Warnschuß oder gezieltes Feuer verhindert worden wäre- solange sie auf DDR-Gebiet geblieben wären.
Aber es wurde ja auch nicht geschossen.

Ich sage deshalb, das es egal ist, ob es Einschränkungen gab, weil zumindest für meine gesamte Dienstzeit mir nicht ein einziger Fall, sowohl im eigenen Verantwortungsbereich, als auch im Bereich des GR-1 bekannt geworden ist, wo (aus damaliger Sicht) sinnlos oder vorschnell etc. auf Grenzverletzer "losgeballert" wurde.

Soll heißen, wimre, wurde immer (aus damaliger Sicht) verantwortungsvoll mit der Schußwaffe umgegangen (außer manchmal beim Entladen der Waffen) .

Bitte, ich gebe noch den Hinweis, dass nicht in jeder "besonderen Sicherungsperiode" die Regeln zur Anwendung der Schußwaffe eingeschränkt wurden.

Das galt zwar fast ausnahmslos bei besonderen ausländischen Staatsbesuchen in der DDR , oder wenn Honnecker irgendwo im Ausland zu Besuch war- aber zum Beispiel bei "besonderen Sicherungsperioden zur Herauslösung von Einheiten auf den Truppenübungsplatz" oder .."über den Zeitraum der Ab- und Zuversetzung von Angehörigen der Grenztuppen", oder über den" Zeitraum der Feiertage zum Weihnachtsfest und dem Jahreswechsel" galten die Einschränkungen zum Einsatz der Schußwaffe wimre nicht.

Ich möchte mich da aber unter keinen Umständen streiten- es ist halt auch schon ein paar Tage her. Ich habe heute ja auch noch 2 alte originale Grenzdienstbücher gefunden, muß da mal nachschauen. Wir mussten früher da immer in dem hinteren Teil die Befehle des Bataillonskommandeurs oder auch des K-GR-1, auch solche zu besonderen Si-Perioden schriftlich übernehmen und mit deren Unterschrift bestätigen lassen. Schaun wir mal, dann sehen wir schon..... . ich sehe das jedenfalls nicht verbissen.

Beste Grüße, bis später .........


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03.12.2017 06:12
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#22
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Ab welchem Zeitpunkt beendete das MfS seine Arbeit auf den Grenzkompanien, gab es dazu einen (viellleicht vorhandenen) Befehl?


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03.12.2017 07:20 (zuletzt bearbeitet: 03.12.2017 07:27)
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#23
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Bei uns auf der GK wurde immer erzählt, dass ein Offizier der GK Treffurt durch den GZ1 zwei Personen wegen betreten des Territoriums festgenommen hat. Diese sollten sich nicht bewegen, da er an der Sprechstelle anrufen wollte. Ob das BGS, Zoll oder Zivilisten waren kann ich nicht sagen, da durch die Weiterezählerei der Wahrheitsgehalt sinkt. Wimre wurd immer vom BGS gesprochen. Da die Sprechstelle des GMN doch einige Meter weg war, ging er in diese Richtung. Das nutzten die "Festgenommenen" und waren flugs wieder über die Grenze verschwunden.
Dieser Offizier muss da einige Dinger fabriziert haben und mehr als einmal degradiert worden sein. Wie gesagt war war schon einige Zeit vor meiner Dienstzeit.

KS


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03.12.2017 09:20
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#24
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04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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03.12.2017 10:08
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#25
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zu #20

Okay...jetzt weiß ich das eine Sicherheitskommission ( zusammenwirken von GT, VP, MfS und ortsansässigen Parteifunktionären ) dieses festlegte.
...aber nochmal zu meiner Frage: Was musste ein Bürger "anstellen" um in dieser Sicherheitskommission namentlich "erwähnt" zu werden?
Reichten Unmutsäußerungen gegenüber Staat und Partei aus? Ich meine jetzt nicht die allgemeine Unzufriedenheit... politischen Witze zwischen Arbeitskollegen, Freunden usw.

Der reine verwandschafliche Westkontakt kann es nicht gewesen sein. Bei uns im Sperrgebiet gab es genug Leute mit Westkontakt....wie ich als Kind /Jugendlicher feststellen konnte. Auch waren diese Leute trotz dieser Kontakte "ehrenamtlich" aktiv...als FHG oder Helfer der VP und als...na Du weisst schon.

Gruß Rothaut

Ps.: Habe das Gefühl..dieses Thema wird uns lange beschäftigen...tja...berndk5...da haste Dir aber was "aufgehalst".
Mich freut es...Danke das Du Dir die Zeit nimmst....


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03.12.2017 12:16 (zuletzt bearbeitet: 03.12.2017 12:46)
avatar  GZB1
#26
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Zitat
#22 Ab welchem Zeitpunkt beendete das MfS seine Arbeit auf den Grenzkompanien, gab es dazu einen (viellleicht vorhandenen) Befehl?



Ja gab es, wobei es wohl eher ein Rausschmiss war lt. GO Baumgarten.


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03.12.2017 12:23 (zuletzt bearbeitet: 03.12.2017 14:37)
avatar  Ratze
#27
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#6
Moin @berndk5
Kannst Du bitte mal erklären wie der Kurz- und der Daueralarm angezeigt wurden
Gab es diesen Alarm erst ab "Stillen Alarm" und Abbau der Rundumleuchen Mitte der 80 er?


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03.12.2017 12:39
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#28
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Ich habe noch eine Frage, verstehe den Ablauf bildlich noch nicht: Die beiden waren also bereits westlich "des Zauns", als sie entdeckt und festgenommen wurden? Die Posten waren aber östlich? Wie dicht waren die Flüchtlinge denn am Westen? War es wirklich der vordere Zaun oder irgendeiner dahinter? Und wie ist man wieder über die Zäune ins Hinterland gekommen?


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03.12.2017 13:31 (zuletzt bearbeitet: 03.12.2017 13:32)
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#29
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Wimre war im Bereich Töpferberg der Abstand zwischen dem Signalzaun und dem GZ I mehr als 500 Meter. Zu meiner Zeit war da auch kein Posten am GZ I. Ein Posten war im Bereich des alten Bahndammes zwischen der Straße und der Werra und der nächste dann im Bereich der Straße Kleintöpfer. Kann natürlich später auch anders gewesen sein. Waren ja insgesamt nur 6 PG im gesamten Abschnitt incl. der Füst.

KS


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03.12.2017 14:01
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#30
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zu #22: Wann das MfS die Tätigkeit in den GK`n einstellte kann ich nicht genau sagen. Der verantwortliche Offizier des Grenzbataillons war ja sowieso nicht permanent, sondern nur hin und wieder mal da. Meiner Meinung nach auch überwiegend um die INFO`s von seinen IM abzuschöpfen. Als im Herbst `89 der Trubel deutlich spürbarer wurde, hatte das MfS wohl mehr mit sich selbst zu tun. Stichworte Bildung des Amtes für Nationale Sicherheit, Teilauflösungen etc. . Auf Grund eigener Sorgen und der im Sommer 1989 planmäßigen Umstrukturierungen in den Grenztruppen wie z.B. Auflösung der Grenzregimenter, Bildung von Grenzkreiskommandos und Grenzbezirkskommandos hatten wir auch so schon genug Chaos. Einen Befehl gegen das MfS, oder Hausverbot für das MfS habe ich nie erhalten. Im Gegenteil, mit der rapiden Zunahme neu eröffneter Grenzübergangsstellen kamen immer mehr MfS-Mitarbeiter (oder ehemalige ???) in Uniform der GT zum Schichtdienst an diese behelfsmäßigen Grenzübergangsstellen.
Irgendwann kamen sie dann nicht mehr und wurden durch unser eigenes Personal ersetzt. Der Dienst dort war aus meiner Sicht sowieso nur als Alibi-Funktion ausgeübt. Einen Fehler wollte da keiner mehr begehen, also erst Recht keine Heldentaten.
Vielleicht können die im Forum vorhandenen ehemaligen Mitarbeiter der V 2000 dazu etwas konkreteres sagen- ich muss hier leider passen.
Die anderen Fragen beantworte ich nacheinander, bevor ich fortsetze.


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