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#21

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 00:40
von berndk5 | 1.410 Beiträge | 10952 Punkte
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zu #19 Hallo @vs1400 , ich kann das nicht bestreiten- genau weiß ich es selbst nicht mehr.

Genauso bin ich mir auch nicht sicher, ob Du Recht hast.
Das ist, so denke ich, auch völlig egal.

Meiner Meinung nach hätte damals wohl auch kaum ein Hahn danach gekräht, wenn eine Flucht der beiden durch Warnschuß oder gezieltes Feuer verhindert worden wäre- solange sie auf DDR-Gebiet geblieben wären.
Aber es wurde ja auch nicht geschossen.

Ich sage deshalb, das es egal ist, ob es Einschränkungen gab, weil zumindest für meine gesamte Dienstzeit mir nicht ein einziger Fall, sowohl im eigenen Verantwortungsbereich, als auch im Bereich des GR-1 bekannt geworden ist, wo (aus damaliger Sicht) sinnlos oder vorschnell etc. auf Grenzverletzer "losgeballert" wurde.

Soll heißen, wimre, wurde immer (aus damaliger Sicht) verantwortungsvoll mit der Schußwaffe umgegangen (außer manchmal beim Entladen der Waffen) .

Bitte, ich gebe noch den Hinweis, dass nicht in jeder "besonderen Sicherungsperiode" die Regeln zur Anwendung der Schußwaffe eingeschränkt wurden.

Das galt zwar fast ausnahmslos bei besonderen ausländischen Staatsbesuchen in der DDR , oder wenn Honnecker irgendwo im Ausland zu Besuch war- aber zum Beispiel bei "besonderen Sicherungsperioden zur Herauslösung von Einheiten auf den Truppenübungsplatz" oder .."über den Zeitraum der Ab- und Zuversetzung von Angehörigen der Grenztuppen", oder über den" Zeitraum der Feiertage zum Weihnachtsfest und dem Jahreswechsel" galten die Einschränkungen zum Einsatz der Schußwaffe wimre nicht.

Ich möchte mich da aber unter keinen Umständen streiten- es ist halt auch schon ein paar Tage her. Ich habe heute ja auch noch 2 alte originale Grenzdienstbücher gefunden, muß da mal nachschauen. Wir mussten früher da immer in dem hinteren Teil die Befehle des Bataillonskommandeurs oder auch des K-GR-1, auch solche zu besonderen Si-Perioden schriftlich übernehmen und mit deren Unterschrift bestätigen lassen. Schaun wir mal, dann sehen wir schon..... . ich sehe das jedenfalls nicht verbissen.

Beste Grüße, bis später .........


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#22

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 06:12
von damals wars (gelöscht)
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Ab welchem Zeitpunkt beendete das MfS seine Arbeit auf den Grenzkompanien, gab es dazu einen (viellleicht vorhandenen) Befehl?


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#23

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 07:20
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Bei uns auf der GK wurde immer erzählt, dass ein Offizier der GK Treffurt durch den GZ1 zwei Personen wegen betreten des Territoriums festgenommen hat. Diese sollten sich nicht bewegen, da er an der Sprechstelle anrufen wollte. Ob das BGS, Zoll oder Zivilisten waren kann ich nicht sagen, da durch die Weiterezählerei der Wahrheitsgehalt sinkt. Wimre wurd immer vom BGS gesprochen. Da die Sprechstelle des GMN doch einige Meter weg war, ging er in diese Richtung. Das nutzten die "Festgenommenen" und waren flugs wieder über die Grenze verschwunden.
Dieser Offizier muss da einige Dinger fabriziert haben und mehr als einmal degradiert worden sein. Wie gesagt war war schon einige Zeit vor meiner Dienstzeit.

KS


zuletzt bearbeitet 03.12.2017 07:27 | nach oben springen

#24

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 09:20
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#25

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 10:08
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zu #20

Okay...jetzt weiß ich das eine Sicherheitskommission ( zusammenwirken von GT, VP, MfS und ortsansässigen Parteifunktionären ) dieses festlegte.
...aber nochmal zu meiner Frage: Was musste ein Bürger "anstellen" um in dieser Sicherheitskommission namentlich "erwähnt" zu werden?
Reichten Unmutsäußerungen gegenüber Staat und Partei aus? Ich meine jetzt nicht die allgemeine Unzufriedenheit... politischen Witze zwischen Arbeitskollegen, Freunden usw.

Der reine verwandschafliche Westkontakt kann es nicht gewesen sein. Bei uns im Sperrgebiet gab es genug Leute mit Westkontakt....wie ich als Kind /Jugendlicher feststellen konnte. Auch waren diese Leute trotz dieser Kontakte "ehrenamtlich" aktiv...als FHG oder Helfer der VP und als...na Du weisst schon.

Gruß Rothaut

Ps.: Habe das Gefühl..dieses Thema wird uns lange beschäftigen...tja...berndk5...da haste Dir aber was "aufgehalst".
Mich freut es...Danke das Du Dir die Zeit nimmst....


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#26

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 12:16
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Zitat
#22 Ab welchem Zeitpunkt beendete das MfS seine Arbeit auf den Grenzkompanien, gab es dazu einen (viellleicht vorhandenen) Befehl?



Ja gab es, wobei es wohl eher ein Rausschmiss war lt. GO Baumgarten.


zuletzt bearbeitet 03.12.2017 12:46 | nach oben springen

#27

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 12:23
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#6
Moin @berndk5
Kannst Du bitte mal erklären wie der Kurz- und der Daueralarm angezeigt wurden
Gab es diesen Alarm erst ab "Stillen Alarm" und Abbau der Rundumleuchen Mitte der 80 er?



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zuletzt bearbeitet 03.12.2017 14:37 | nach oben springen

#28

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 12:39
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Ich habe noch eine Frage, verstehe den Ablauf bildlich noch nicht: Die beiden waren also bereits westlich "des Zauns", als sie entdeckt und festgenommen wurden? Die Posten waren aber östlich? Wie dicht waren die Flüchtlinge denn am Westen? War es wirklich der vordere Zaun oder irgendeiner dahinter? Und wie ist man wieder über die Zäune ins Hinterland gekommen?



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#29

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 13:31
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Wimre war im Bereich Töpferberg der Abstand zwischen dem Signalzaun und dem GZ I mehr als 500 Meter. Zu meiner Zeit war da auch kein Posten am GZ I. Ein Posten war im Bereich des alten Bahndammes zwischen der Straße und der Werra und der nächste dann im Bereich der Straße Kleintöpfer. Kann natürlich später auch anders gewesen sein. Waren ja insgesamt nur 6 PG im gesamten Abschnitt incl. der Füst.

KS


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zuletzt bearbeitet 03.12.2017 13:32 | nach oben springen

#30

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 14:01
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zu #22: Wann das MfS die Tätigkeit in den GK`n einstellte kann ich nicht genau sagen. Der verantwortliche Offizier des Grenzbataillons war ja sowieso nicht permanent, sondern nur hin und wieder mal da. Meiner Meinung nach auch überwiegend um die INFO`s von seinen IM abzuschöpfen. Als im Herbst `89 der Trubel deutlich spürbarer wurde, hatte das MfS wohl mehr mit sich selbst zu tun. Stichworte Bildung des Amtes für Nationale Sicherheit, Teilauflösungen etc. . Auf Grund eigener Sorgen und der im Sommer 1989 planmäßigen Umstrukturierungen in den Grenztruppen wie z.B. Auflösung der Grenzregimenter, Bildung von Grenzkreiskommandos und Grenzbezirkskommandos hatten wir auch so schon genug Chaos. Einen Befehl gegen das MfS, oder Hausverbot für das MfS habe ich nie erhalten. Im Gegenteil, mit der rapiden Zunahme neu eröffneter Grenzübergangsstellen kamen immer mehr MfS-Mitarbeiter (oder ehemalige ???) in Uniform der GT zum Schichtdienst an diese behelfsmäßigen Grenzübergangsstellen.
Irgendwann kamen sie dann nicht mehr und wurden durch unser eigenes Personal ersetzt. Der Dienst dort war aus meiner Sicht sowieso nur als Alibi-Funktion ausgeübt. Einen Fehler wollte da keiner mehr begehen, also erst Recht keine Heldentaten.
Vielleicht können die im Forum vorhandenen ehemaligen Mitarbeiter der V 2000 dazu etwas konkreteres sagen- ich muss hier leider passen.
Die anderen Fragen beantworte ich nacheinander, bevor ich fortsetze.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#31

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 14:09
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zu #23 Hallo @Kontrollstreife , von diesem Offizier hab ich auch schon gehört.

Ich hatte auch hier im Forum auch kürzlich eine gezielte Anfrage dazu- diese konnte ich aber bisher leider noch nicht beantworten.

Es gibt hier in und rund um Treffurt logischerweise noch jede Menge Zeitzeugen aus dieser Zeit.

Da muss wohl an dieser Sache etwas `dran gewesen sein. Ich denke, ich bekomme da auch noch konkrete INFO`s dazu.

Eine seriöse Antwort kann ich jetzt per sofort leider nicht geben. Ich bin einfach nicht dazu gekommen, Kontakt aufzunehmen, da es im Moment beruflich sehr eng ist.
Bitte sei so gut und erinnere mich in ca. 4 Wochen noch einmal. Da hab ich hoffentlich die anderen Sachen hier im Forum erst mal auf der Reihe.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#32

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 14:21
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zu #24: Hallo @vs1400 , ich sagte ja schon, dass ich es nicht mehr so genau weiß-.

Wenn Du es so gefunden hast , wird es sicherlich auch stimmen.
Andererseits (ohne dass es jetzt ein Zweifel sein soll) hast Du in Deinem Link sicher auch gelesen, wie der Werdegang der Umsetzung von oben nach unten war.
So einen Zeitverzug gab es früher NIE !!!
Da kamen solche Befehle schriftlich und sehr präzise.
Da musste dann ein VS-Berechtigter mit dem Befehlsbuch der Kompanie ins Bataillon fahren, dann wurde der Befehl den 4 "Abgesandten" der Kompanien diktiert und ins Buch eingeschrieben.
Bei der nächsten Gelegenheit mussten die KC das Buch dem K-GB zur Unterschrift vorlegen, falls er das nicht zwischendurch bei einem Kontroll-Besuch in der GK schon erledigt hatte.
Wie gesagt, ich habe die Dokumente noch nicht durchsehen können- akzeptiere Deine Feststellung und Recherche aber ohne jedweden Zweifel.
Sollte ich noch auf INFO`s dazu stoßen , sage ich es Dir schnellstens, versprochen.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#33

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 14:30
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@vs1400
Ist in diesem konkreten Fall auch egal, denn der Suchposten hat nach DV gehandelt und seinen Verwarnungspruch an die GV aufgesagt.

Androhung des Einsatzes ist nicht Anwendung!


vs1400, berndk5 und Rothaut haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.12.2017 14:31 | nach oben springen

#34

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 14:50
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zu #20 Also @Rothaut und alle anderen.

Das Ding mit der Sicherheitskommission ist ziemlich kompakt.

Dieses Forum hat zu Recht den Anspruch, Fakten darzulegen.
Das muss ich jetzt so sagen, das kann ich hier (nur jetzt sofort) nicht leisten. Ich will da auch nicht `rumeiern.

Es ist sowieso eine "heiße Kiste", weil ja de facto Menschen stigmatisiert wurden (auch wenn das vertraulich, also nahezu geheim passierte) .

Ich nenne nur einige wenige Anhaltspunkte, bin aber in der Lage, das Thema zu gegebener Zeit vollständig zu erörtern. Habe noch ca. 8 originale Protokollbücher bzw. Aufzeichnungsdokumente dazu gefunden.

Also: Es wurde unterschieden nach kriminell gefärdeten Personen und grenzgefärdeten Personen.

Dabei waren die kriminell gefährdeten von untergeordneter Bedeutung. Deren Persönlichkeitsstruktur und (sichtbares) öffentliches Verhalten/Auftreten schloss relativ sicher (!) potentielle Angriffshandlungen auf die Staatsgrenze aus.
Erfasst wurden aus der Haft entlassene oder zur Bewährung verurteilte Straftäter, oder Personen, gegen die Ermittlungsverfahren(EV) durchgeführt wurden (Eigentumsdelikte, Schlägereien, Alkoholfahrten mit Kfz. etc.) . Bei diesen Leuten wurde aber geschlußfolgert, dass eine so starke Bindung (Hauseigentum, intakte Familie, anerkannt im Beruf etc.) vorhanden ist, dass eine Flucht unwahrscheinlich erschien.

Anders die grenzgefährdeten Personen.
Gleiche Gruppe wie vor, jedoch in labilem Lebensumfeld, Auftreten und Charakter.

Zusätzlich natürlich Personen ohne scheinbaren Anlass, die aber in Ihrem Arbeits-, Wohn-, oder sonstigen privatem oder öffentlichem Umfeld, so genannte "republikfeindliche" Tendenzen oder Fluchtgedanken erkennen ließen.
Ggf. hatten diese Leute auch Fluchabsichten geäußert hatten, ohne dass man es beweisen konnte.

Beide Personengruppen wurden entweder von der Abteilung INNERES des Rates des Kreises an die POLIZEI vorgegeben oder konnten sowohl vom Volkspolizeikreisamt an RdK, Abt. Inneres gemeldet werden- oder auch von jedem Mitglied der Sicherheitskommission als mündlicher Vorschlag mit kurzer Begründung eingebracht werden.Das war alles unabhängig von einander möglich. Löschung oder Streichung ging nur einseitig auf Weisung von OBEN oder auf Antrag, nach dessen Genehmigung von oben.
Mehr würde jetzt den Rahmen sprengen.


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zuletzt bearbeitet 03.12.2017 14:51 | nach oben springen

#35

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 14:52
von vs1400 | 3.838 Beiträge | 7549 Punkte
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Zitat von berndk5 im Beitrag #32
zu #24: Hallo @vs1400 , ich sagte ja schon, dass ich es nicht mehr so genau weiß-.

Wenn Du es so gefunden hast , wird es sicherlich auch stimmen.
Andererseits (ohne dass es jetzt ein Zweifel sein soll) hast Du in Deinem Link sicher auch gelesen, wie der Werdegang der Umsetzung von oben nach unten war.
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hallo @berndk5 ,
ich habe es nicht nur irgendwie recherchiert, diese änderung wurde uns vom bk persönlich mitgeteilt und man merkte wie wenig er davon hielt.
" ... dort wo es nicht einsehbar ist könnte man ja trotzdem ..." war seine persönliche meinung.
das bataillon befand sich auf dem gelände unserer gk, die wege waren demnach sehr übersichtlich.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#36

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 15:08
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zu #27 Hallo @Ratze ,

bitte beachte bei meiner Beantwortung Deiner Frage, dass die pionier- und signaltechnischen Anlagen des Grenzausbaus immer einer ständigen Modernisierung unterlagen.
Da gibt es auch schon im Forum sehr viel dazu.
Wenn Du möchtest, werde ich Dir gern in 3 - 4 Wochen alles was ich dazu weiß sagen.
Hier muss es kurz sein.
Bei dem vorliegenden Fall hatten wir ja "kurz vor Toresschluß" schon den letzten Stand der Modernisierung erreicht.
Die am GSSZ-II angebrachten Signal-Stacheldrähte waren aus Chrom-Nickel (heller Wahnsinn), weil das bereits bei Berührung mit der Hand (oder Wild) den Impuls für eine Auslösung brachte.
War der Draht, der Zaun etc.nicht beschädigt oder mit einem benachbarten Draht dauerhaft verbunden, konnte der Kommandeur Grenzsicherung auf der Führungsstelle nach dem Registrieren der Auslösung nach Ort und Zeit, diese Auslösung am Zentralpult löschen.

Wenn sich diese Aulösung nicht löschen ließ(also Dauerauslösung), musste ein größerer Fehler vorliegen und es war lt. Befehl immer zuerst von einem Angiff auf die Staatsgrenze auszugehen.

In dem konkreten Fall war es jedoch so, dass die Auslösung sich zuerst löschen ließ, dannkurz darauf erneut auslöste und sich nicht mehr löschen ließ. Eine solche Abfolge ließ fast immer auf einen direkten Angriff von Mensch oder Tier schließen und ließ eingeleitete Maßnahmen noch energischer werden, bzw. verstärken.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#37

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 15:20
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zu #28 Hallo @Harzwanderer ,
wenn Du das Katholische Pfarramt Treffurt bei google eingibst, müsste auch der Bildhäuschenweg von dort direkt nach Westen zu sehen sein.

Natürlich hat sich da einiges verändert, auf diesem Wege in westlicher Richtung kommt man auf den Kammweg. Von dort begann westwärts eine mindestens 400 -500 m freie Lichtung, es folgten ca. weitere 200 - 300m Unterholz, ehe mann den Kolonnenweg und dann das fordere Sperrelement erreichte.

Für uns also günstig, sofern sie noch nicht im Unterholz verschwunden waren.
Wegen gegenseitiger Hilfe und Erschöpfung waren die beiden zwar schon hinter dem hinteren Zaun (GSZ), aber eben noch so dicht entfernt, dass der Posten sie sofort feststellen konnte obwohl sie auf der Erde lagen.

Wenn was unklar ist, frag bitte noch mal.
Der Rückweg war einfach. Ich hatte, wimre, geschrieben, dass die beiden direkt auf das GSZ-Tor 053 (Kammweg) zugelaufen kamen und dann ca. 70 m rechts davon über das GSZ-Feld 316 geklettert sind. Der Zuführungstrupp brauchte also nur das Tor öffnen und die Leute aufsteigen lassen.


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zuletzt bearbeitet 03.12.2017 20:33 | nach oben springen

#38

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 15:21
von thomas 48 | 4.961 Beiträge | 6361 Punkte
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Eine dumme Frage
Wie viel 1000000000 Mark hat die Grenze gekostet?
Das ganze war doch ein Verbrechen an den Haushalt der kleinen DDR!
thomas


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#39

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 15:28
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Geschätzt 500 Millionen Mark jährlich.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


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#40

RE: Grenzdurchbrüche und Festnahmen im Abschnitt der GK Treffurt

in Grenztruppen der DDR 03.12.2017 15:29
von berndk5 | 1.410 Beiträge | 10952 Punkte
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zu #29 JA, Du hast Recht, das war ganz exakt so. Das waren die minimal einzusetzenden Posten. GP Kleintöpfer musste die 2. WRG im Abschnitt der GK also entlang der Stasse KT eingesetzt sein, bei Nacht zusätzlich noch einer inder Tiefe, Eingang KÖRTAL bis Schlagbaum LENKEL.
Der zweite GP musste ja trotz Wassersperrwerk die "offene Gasse Werra sichern. Meist war das dann zugleicjh auch schon der letzte Posten bis zur Kirschallee.
Es war nicht anders, das "Hemd war einfach zu kurz" , mehr Personal war meist nicht da. Es kann sein, dass wegen der besonderen Sicherungsperiode WAHLEN noch ein Posten Strasse Treffurt bis Bahndamm Treffurt eingesetzt war- ich weiß es aber nicht mehr so genau.
Mache jetzt mal `ne Pause.


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
Kontrollstreife hat sich für diesen Beitrag bedankt
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