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#141

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 22:07
von Rainman2 | 5.829 Beiträge | 604 Punkte
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Nehmen wir mal dieses Bild:



Auf der einen Seite der "Grenzverletzer", "Sperrbrecher", "Republikflüchtling"
und auf der anderen Seite der "Politoffizier", Mauerschütze", "übelste Vertreter des alten Regimes".

Durch das Forum: Zwei Freunde.
Warum: Weil wir uns unsere Geschichten erzählt, einander zugehört haben und nicht bei Wortklaubereien stehengeblieben sind.
So einfach ist das manchmal.

ciao Rainman2


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#142

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 29.11.2017 22:19
von DoreHolm | 8.488 Beiträge | 3561 Punkte
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[b] RE: Geschichtswert des Forums • Absender: Harzwanderer, Heute 19:01
quote Diesen Beitrag zitiere[/b]n

Eine Grenze wurde vielleicht überschritten aber nicht "verletzt". Das hat die SED dazu gedichtet, weil sie Normales möglichst illegal klingen lassen wollte.
Wenn man den Begriff aus alter Gewohnheit weiter verwendet, verstehe ich das. Wenn man ihn aber inhaltlich noch heute verteidigt, würde ich mal langsam aufwachen.


Wie werden denn heute, überall in der Welt, natürlich in der entsprechenden Landessprache, Leute genannt, die illegal eine Staatsgrenze überschreiten ? Das geht vom Nachbarschaftsrecht bis zu Staatsrecht. Der Begriff "Grenzverletzer" ist also legitim anzuwenden für jeden, der ohne gültige Papiere oder sonstige Erlaubnisse eine territoriale Linie überschreitet. Nachzulesen in diversen Links zur Begriffserleuterung.



damals wars, der 39., Klauspeter und bürger der ddr haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#143

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 30.11.2017 06:08
von Harzwanderer | 3.597 Beiträge | 2414 Punkte
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Die Mauer oder die innerdeutsche Grenze waren aber keine "Staatsgrenze". Das hat nur die DDR so behauptet. Im Westen keiner. Und auch sonst war es keine "normale" Grenze, falls Du es vergessen haben solltest.



IM Kressin, Grenzläufer, Freienhagener und Kimble haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#144

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 30.11.2017 06:32
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Jetzt wird es schwierig:
https://de.wikipedia.org/wiki/Konferenz_...rbeit_in_Europa
"Die Verhandlungen über die KSZE-Schlussakte gliederten sich in zwei Phasen. Am 22. November 1972 trat in Helsinki die erste Vorbereitungskonferenz zusammen. Auf Botschafterebene verhandelten die beteiligten Staaten über die Struktur des Schlussdokumentes und über die Arbeitsweise der eigentlichen Konferenz. Bei diesen Vorverhandlungen gelang es sowohl dem Ostblock als auch dem Westen, die jeweils für sie bedeutsamen Themen, vor allem die Unveränderlichkeit der Grenzen, respektive Menschenrechte und Freizügigkeit, als Themen für die Hauptverhandlungen festzulegen. Die Vorbereitungskonferenzen gliederten sich in vier Runden:
Also ein ganz normaler Staat mit ganz normalen Grenzen.
Wer saß bei der Unterzeichnung nebeneinander? Na? Jetzt ohne endogermanisches Weltbild?
"Unmittelbar nach der Konferenz galt in den Augen vieler Beobachter der Ostblock als eigentlicher Gewinner der Konferenz, da erstmals die Grenzen der osteuropäischen Staaten (insbesondere Polens und der DDR) in einem internationalen Vertrag anerkannt wurden, das Prinzip der „Nichteinmischung“ in die inneren Angelegenheiten festgeschrieben und auch die Grundlagen für (vom RGW-Raum gewünschte) Wirtschaftsbeziehungen geschaffen wurden.!"
Damit dürfte alles klar sein, oder`?
die Konferenz sicherte den Frieden und die Grenzen in Europa.


Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
https://www.youtube.com/watch?v=cBrD3VDy9gE
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#145

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 30.11.2017 06:41
von schulzi | 2.127 Beiträge | 1825 Punkte
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #143
Die Mauer oder die innerdeutsche Grenze waren aber keine "Staatsgrenze". Das hat nur die DDR so behauptet. Im Westen keiner. Und auch sonst war es keine "normale" Grenze, falls Du es vergessen haben solltest.

Ach so wieso war dann Erich zum Staatsbesuch bei Helmut


damals wars, Klauspeter und bürger der ddr haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#146

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 30.11.2017 07:00
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Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass es User gibt die bedauern das es die Grenze, die GT und den Staat DDR nicht mehr gibt.

KS


IM Kressin, Grenzläufer, Kimble, Tobeck und diefenbaker haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#147

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 30.11.2017 07:33
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@bürger der ddr

Zitat von bürger der ddr im Beitrag #131
Richtig, ähnlich sehe ich das auch, nur die Überschreitung der Grenze (aus welchem Grund auch immer) ist eine Verletzung der Grenze.
Nicht der Begriff der Verletzung ist der Fehler, die Grenze war der Fehler!
Die Grenze war der Fehler. Entstanden ist die Grenze ja als Ergebnis des von Deutschland angezettelten Weltkrieges. Wenn es nach einigen der Aliierten gegangen wäre, dann wäre Deutschland noch mehr zerstückelt worden. Das Perverse an der Sache ist aber, dass es Deutsche waren die den Ausbau der Grenze geplant, bezahlt und durchgeführt haben. Sich allein auf den Druck durch die Russen zu berufen ist nur eine Ausrede. Wie bei anderen Vorgängen auch kann man die Sache durch vorauseilenden Gehorsam in seinem Sinne beschleunigen, oder durch Passivität bremsen . Beim vorauseilenden Gehorsam haben sich einige immer wieder selbst übertroffen um dem System ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Bezahlt haben wir zwangsläufig alle dafür. Geplant haben nur wenige. Wir GWD wurden durch bestehende Gesetze dorthin gestellt. Wer sich dort beruflich eingebracht hat, war eben auch sehr gehorsam.
KS


IM Kressin, Grenzläufer, Huf3, Hapedi, bürger der ddr, Tobeck und der Anderdenkende haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.11.2017 10:26 | nach oben springen

#148

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 30.11.2017 10:23
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Und wer nicht gehorsam war...?


Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
https://www.youtube.com/watch?v=cBrD3VDy9gE
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#149

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 30.11.2017 10:25
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Du warst ja sicher gehorsam hoch drei und bist es wahrscheinlich heute noch.

KS


IM Kressin, Freienhagener, bürger der ddr und der Anderdenkende haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#150

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 30.11.2017 10:44
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Zitat von Kontrollstreife im Beitrag #149
Du warst ja sicher gehorsam hoch drei und bist es wahrscheinlich heute noch.

KS


OT

Respekt für Dein Urteilsvermögen über andere user. Wenn man die Kürze der Deiner Mitgliedschaft im Forum berücksichtigt, dann verneige ich mich vor soviel Menschenkenntnis. und freue mich schon auf weitere Beiträge, wenn Du Dich hier eingelesen hast.

Ach so, herzlich willkommen!

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky


andyman, Rainman2, Klauspeter, Mike59 und mibau83 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.11.2017 10:46 | nach oben springen

#151

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 30.11.2017 10:46
von Kontrollstreife | 724 Beiträge | 4842 Punkte
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Wenn ich von einer Sache überzeugt bin dann stehe ich auch dahinter oder auch davor wenn ich Schutz gewähren muss. Wie überzeugt viele von der DDR waren hat man 89 gesehen.
Die am 10. nicht auf Arbeit waren weil sie gen westen gefahren sind waren nicht nur die, welche schon immer dagegen waren. Bei uns in der Firma war es der Chef welcher auch Mitglied der Parteileitung war. Ich bin erst am 17.11. das erste mal gefahren.
Am ekelhaftigsten waren mir immer die, welche im vorauseilenden Gehorsam alles immer noch einen Zacken verschärft haben. Solche gab es schon im Mittelalter, im dritten Reich, in der DDR und gibt es auch heute noch. Die sterben leider nicht aus. Wenn die Karre dann vorm Baum steht dann sind es die Ersten, welche von nichts gewußt haben und eigentlich schon immer dagegen waren.

KS


Hapedi, Heckenhaus, Klauspeter, IM Kressin, Fred.S., Freienhagener, Tobeck, der Anderdenkende und diefenbaker haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.11.2017 12:31 | nach oben springen

#152

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 30.11.2017 11:01
von der 39. | 912 Beiträge | 2803 Punkte
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Achtung Holzweg!
Wer die Bezeichnung ;Grenzverletzer" infrage stellt, stellt auch in Frage, ob die DDR ein Gesetz zum Schutze der Grenze nicht erlassen durfte. Aber ein souveräner Staat darf Gesetze erlassen. Heißt also, die DDR war kein anerkannter Staat. In Wahrheit und wie wir alle aus der Geschichte noch nicht vergessen haben, war die DDR ein international anerkannter Staat, ergo durfte er auch Gesetze erlassen, auch die, die die Grenze betreffen. Und wer die Gesetze verletzt, die die Grenze betreffen, ist ein Grenzverletzer. Das ist unwiderlegbar. Und das hat überhaupt nichts damit zu tun, was das für ein Staat war, wie schlecht oder gut seine Gesetze waren, ob man diesen Staat geliebt oder gehasst hat, ob man ihn unterstützt oder bekämpft hat. Natürlich hätte dieser Staat auch einige empfindsame Gemüter streicheln können und den Grenzverletzer Grenzübertreter, Flüchtling und Eindringling und was auch immer nennen können, es hätte ja am Gesetz nichts geändert.
Ich habe diesem DDR-Staat an der Grenze gedient, 15 lange Jahre. Zunächst Feuer und Flamme, dann nachdenklich und schließlich heilfroh für die Dummheiten und Rücksichtslosigkeiten nicht mehr einstehen zu müssen.
Ausserdem tendieren diese Diskussionen in Richtung Wortklauberei



Heckenhaus, Klauspeter, Ebro, Fred.S., LO-Fahrer, Hackel39, Ehli, Pitti53, Rainer-Maria Rohloff, mibau83 und Rothaut haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#153

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 30.11.2017 11:22
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Da kann heute rumlamentiert werden, wie jeder will, zum damaligen Zeitpunkt gab es, wie der 39. richtig bemerkte, einen
anerkannten Staat namens DDR.
Da mußte man kein Genosse sein, um das mitzubekommen.
Und sind wir doch mal ehrlich, die Sozialleistungen, die geboten wurden, vom fast kostenlosen Kindergartenplatz über Kinder-
ferienlager für 15 Mark / 2 Wochen bis zu den günstigen Ehekrediten wurde alles gern mitgenommen, ohne daran zu denken, daß
es doch eigentlich von einem Staat kommt, den es gar nicht geben kann.
Heute scheitern Existenzen schon an Mieterhöhungen, und der Kita-Platz mutiert zum Luxusgut.
Ich glaube manchmal, wenn in der DDR die Geschäfte voller Überfluß gesteckt hätten und Reisen zum Schnäppchenpreis in alle
Welt möglich gewesen wären, niemand wäre auch nur auf die Idee zu kommen, von fehlender Meinungsfreiheit zu faseln.
Nein, es war ganz sicher vieles nicht perfekt in der DDR, aber der damalige Glaube, im Westen fliegen die gebratenen Tauben alltäglich
ins Fenster, der hat sich ganz schnell ins Gegenteil gewandelt.

Geschichtswert des Forums, hm.
Ich finde es immer wieder faszinierend, daß damals so gut wie niemand hinter dem Staat DDR stand. So liest sich das hier raus.
17 Millionen Schauspieler von Geburt, das hätte doch 1989 ganz andere Perspektiven geboten als sich nur der BRD unterzuordnen.
Obwohl, manch Einer setzt seine Karriere weiter fort oder begann sie erst , als Münchhausen, in "Kleider machen Leute", als Untertan
oder als Möchtegern-Double der Geißens.
Oder auch als Wendehals, in dessen Gewand man anscheinend immer in der richtigen Robe steckt.

Es gibt wirklich Themen, da kann man nur den Kopf schütteln.


.
.

.


Klauspeter, bürger der ddr, der 39., Pitti53, Rainer-Maria Rohloff und der Anderdenkende haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.11.2017 11:23 | nach oben springen

#154

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 30.11.2017 11:40
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Ich komme nochmal zurück auf das Thema: Geschichtswert des Forums.

Ich sagte, dass ich hier meine Geschichten erzählte und mir zugehört wurde. Die andere Seite der Medaille war, dass ich hier zu diesen Geschichten mit Fragen konfrontiert wurde, über die ich mir allein vielleicht keine Gedanken gemacht hätte.

Ein Beispiel: Ich schrieb in einem Beitrag vor langer Zeit über eine Weisung, die ich über meinen Leiter der Politabteilung (Mitte der 80er) bekam, dass Angehörige der Grenztruppen, die zur Verhinderung eines Grenzdurchbruchs NICHT die Schusswaffe eingesetzt hätten, deswegen auch NICHT zu bestrafen seien. Explizit: Wer nicht schießt, wird deswegen auch nicht bestraft. Ich schrieb hier darüber und löste damit eine Welle der Entrüstung aus. Ich hatte, wie viele andere Vorgesetzte auch, diese Weisung entgegengenommen mit dem Hinweis, dass man damit natürlich nicht hausieren geht. Nun wurde ich plötzlich, und aus heutiger Sicht völlig zurecht, angegriffen, dass wir damit die Soldaten bewusst im Unklaren gelassen hätten. Viele gingen davon aus, sie würden bestraft, wenn sie nicht die Schusswaffe einsetzten, was bis zu den 80er durchaus der Fall gewesen sein kann, wozu mir aber immer noch kein konkreter Fall vorliegt.

In dieser Auseinandersetzung wurde mir klar, wie sehr ich mich zum Werkzeug in dieser Manipulation hatte machen lassen. Es folgte für mich eine weitere Runde in der Auseinandersetzung mit mir selbst, meinem eigenen Verhalten zu dieser Zeit. Auf der einen Seite predigte ich sozialistische Beziehungen, auf der anderen Seite verschwieg ich wichtige Informationen auf Weisung, belog letztlich meine Unterstellten, indem ich sie ihrer Unklarheit und den Gerüchten überließ. - Das ist kein einfacher Prozess, seine eigene Rolle in den Dingen so sehen zu müssen. Das Forum hat mir geholfen, mich meiner Vergangenheit kritisch zu stellen.

ciao Rainman2


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
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zuletzt bearbeitet 30.11.2017 11:42 | nach oben springen

#155

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 30.11.2017 11:57
von Klauspeter | 1.283 Beiträge | 1877 Punkte
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@Heckenhaus und @der 39.

Eure beiden Beiträge hier ( #152 und #153) entsprechen auch meinen Überlegungen.
Hut ab, dass Ihr den Mut habt, hier so etwas zu schreiben.
Ich hatte mir schon vorgenommen, mich zur DDR-Problematik nicht mehr zu äußern. Ich bin eigentlich gar nicht daran interessiert, die DDR zu verteigen.
Mich interessiert das Heute viel mehr. Was ich aber oft in diesem Forum an Bösartigkeit und Unsachlichkeit über die DDR gelesen habe, da sträubten sich mir die Nackenhaare...
Willkür, fehlende Demokratie in der DDR, Schüsse an der Grenze und Mangelwirtschaft dürfen nicht beschönigt werden - aber die DDR darf auch nicht nur darauf reduziert werden.

Danke für die beiden sehr sachlichen Beiträge.



Ebro, der 39., Heckenhaus, bürger der ddr, Rainer-Maria Rohloff und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#156

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 30.11.2017 12:33
von andyman | 2.492 Beiträge | 3001 Punkte
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Sachliche Beiträge?
Wenn ich was von 17 Mill. Schauspielern lese,klingt das sehr unsachlich.Aber ist ja deine Einschätzung.
Zu politischen Themen möchte ich mich auch nicht äußern,hier gehts ja um den Geschichtswert des Forums und der ist in meinen Augen vorhanden.Die umfangreichen Diskussionen um zahlreiche Grenzthemen werden in absehbarer Zeit historischen Wert haben,gibt es doch irgendwann keine lebenden Zeitzeugen mehr und wem soll man dann noch glauben?
Das hier auch Unsinn hier geschrieben wurde wissen wir alle,aber ich denke das können wir schon richtig einordnen.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


Kontrollstreife und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#157

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 30.11.2017 12:35
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Die Sozialleistungen sind nicht vom Staat gekommen, sondern wurden nur vom Staat verteilt. Erarbeitet haben es die, die jeden Tag den Buckel krumm gemacht haben. In der zweiten Lohntüte war ein Teil von dem was aus der ersten Lohntüte entnommen wurde. Die Zuwendungen für Kinderferienlager und Mietwohnungen habe ich nie in Anspruch genommen.

KS


IM Kressin, Hapedi, Huf3 und der Anderdenkende haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#158

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 30.11.2017 13:11
von Freienhagener | 6.750 Beiträge | 12658 Punkte
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Zitat von der 39. im Beitrag #152
Achtung Holzweg!
Wer die Bezeichnung ;Grenzverletzer" infrage stellt, stellt auch in Frage, ob die DDR ein Gesetz zum Schutze der Grenze nicht erlassen durfte. Aber ein souveräner Staat darf Gesetze erlassen. Heißt also, die DDR war kein anerkannter Staat. In Wahrheit und wie wir alle aus der Geschichte noch nicht vergessen haben, war die DDR ein international anerkannter Staat, ergo durfte er auch Gesetze erlassen,....




Kein Holzweg!
Bei allgemeinen Kategorien muß man die speziellen Umstände beachten. Manchmal sind allgemeine Kategorien ungültig.

Nazideutschland hat als souveräner Staat Gesetze erlassen (das nur zur Verdeutlichung und kein Vergleich), z. B. die Rassengesetze, die inakzeptabel sind.


Souveränität rechtfertigt also nicht automatisch ein Gesetz.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


Hapedi, Kontrollstreife, Huf3, Tobeck und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.11.2017 13:15 | nach oben springen

#159

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 30.11.2017 13:23
von Erpi | 5 Beiträge | 43 Punkte
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Da fällt mir doch gleich wieder dieser Neil Young Song ein, wie hieß er doch gleich? Ach ja Old Man



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#160

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 30.11.2017 13:24
von Heckenhaus | 7.451 Beiträge | 11108 Punkte
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Wer will sich denn anmaßen, darüber zu entscheiden, ab wann ein Staat Gesetze erlassen darf ?

Souveränität ist, egal in welcher Gesellschaft und egal, in welcher Gechichtsepoche, die einzige Grundlage dafür.
Wird nicht Souveränität stets je nach Gesellschaftsordnung zu eigenen Gunsten definiert ?


.
.

.


bürger der ddr und Klauspeter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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