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#561

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 12.02.2018 12:41
von Heckenhaus | 7.479 Beiträge | 11286 Punkte
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Zitat von damals wars im Beitrag #559
Manch einer denkt immernoch, das Grenzen vor irgendwas schützen, vergessen aber, wie schnell die überwunden sind.


Ja, 1939 ging es ganz einfach. Aber ob das ein Grund ist, zu lachen ? Ich weiß ja nicht.
Und Ereignisse aus jüngster Zeit animieren ebenfalls nicht zu eitel Freude, wenn es um mißachtete Grenzen geht.
Aber du hast anscheinend an vielen Dingen deine Freude.


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bürger der ddr und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#562

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 12.02.2018 13:26
von Kontrollstreife | 805 Beiträge | 5311 Punkte
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Wenn auch in der heutigen Gesellschaft vieles besser sein könnte bin ich mir ziemlich sicher, dass es in der DDR (auch ohne den Mauerfall 89) nicht mehr lange bis zum Kollaps gedauert hätte.

Der wirtschaftliche Abwärtstrend war deutlich zu erkennen und totalitäre Regime reagieren dann oftmals sehr unberechenbar.

KS


bürger der ddr und berndk5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#563

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 12.02.2018 14:12
von Hanum83 | 8.356 Beiträge | 14097 Punkte
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Zitat von Kontrollstreife im Beitrag #562
Wenn auch in der heutigen Gesellschaft vieles besser sein könnte bin ich mir ziemlich sicher, dass es in der DDR (auch ohne den Mauerfall 89) nicht mehr lange bis zum Kollaps gedauert hätte.

Der wirtschaftliche Abwärtstrend war deutlich zu erkennen und totalitäre Regime reagieren dann oftmals sehr unberechenbar.

KS


Der Schalck hätte uns gerettet, wenn er noch 5, oder 8, oder 10 Jährchen gehabt hätte.
Blöd nur das für den gemeinen DDR-Bürger persönlich das Zeitfenster immer kleiner wurde, geduldsmäßig.
Aber eines, wichtig für den Geschichtswert des Forums hätten wir da noch erlebt, wie hieß der angedachte Voll-Blödsinn, Grenze 2000?


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.02.2018 14:21 | nach oben springen

#564

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 12.02.2018 14:44
von Rainman2 | 5.829 Beiträge | 604 Punkte
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Da versetzt es mich doch glatt wieder 9 Jahre in die Vergangenheit. Das Forum wuchs. Angelo ernannte die ersten Admins (manudave und mich). Und es tobten erste Diskussionen, in welche Richtungen man dieses Forum entwickeln könne/solle/wolle. Aus anderen Foren hämte es immer mal herüber: Das Quatsch- oder das Quasselforum. Themen über die Grenze müssten anders behandelt werden.

Im Laufe der Jahre trafen sich hier alle möglichen Leute. Grenzer - oft über die Suchfunktion nach ihrem alten Dienstort hierher geweht. Zöllner und BGS kamen dazu. Menschen, die über diese Grenze gegangen, oder an ihr verhaftet wurden. Menschen, die auf Spurensuche waren, oder einfach nur neugierig waren auf das Versprechen im Titel dieses Forums. Die Geschichten, die hier erzählt wurden und die zum Teil aufeinanderprallten, sind ein unschätzbarer Wert. Aus nahezu allen Richtungen wurde erzählt. Aber auch die Auseinandersetzungen zu Fragen, die bis in die heutige Zeit reichen, sind ein wertvolles Zeitzeugnis.

Heute finde ich unter der Rubrik "Neue Themen" auf der ersten Seite oft nur 2 oder 3 Themen, die noch mit Grenze zu tun haben. Ist das schlimm? Nicht zwingend. Es gibt wunderbare Themen, wie zum Beispiel die geschichtlichen Exkurse von @thomas 48 hier, die ich nicht missen möchte. Über Regierungsbildung und Olympia kann ich mich an anderer Stelle und besser gefiltert einfacher unterhalten.

Was mich traurig stimmt: Ich komme nicht mehr her, um zu suchen. Ich schlendere mal kurz durch und gehe wieder. Nein, ich habe längst nicht alle Geschichten erzählt, die ich erzählen könnte, aber das mindert alles nicht den Wert dessen, was da ist. Ein jegliches hat seine Zeit, heißt es. Vielleicht gibt es mal wieder einen neuen Impuls, vielleicht dümpelt es aus ... wir werden sehen. Im schlimmsten Fall können wir sagen: Es gab uns und wir konnten voneinander lernen.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#565

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 12.02.2018 18:03
von Hackel39 | 3.296 Beiträge | 849 Punkte
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #563
Zitat von Kontrollstreife im Beitrag #562
Wenn auch in der heutigen Gesellschaft vieles besser sein könnte bin ich mir ziemlich sicher, dass es in der DDR (auch ohne den Mauerfall 89) nicht mehr lange bis zum Kollaps gedauert hätte.

Der wirtschaftliche Abwärtstrend war deutlich zu erkennen und totalitäre Regime reagieren dann oftmals sehr unberechenbar.

KS


Der Schalck hätte uns gerettet, wenn er noch 5, oder 8, oder 10 Jährchen gehabt hätte.
Blöd nur das für den gemeinen DDR-Bürger persönlich das Zeitfenster immer kleiner wurde, geduldsmäßig.
Aber eines, wichtig für den Geschichtswert des Forums hätten wir da noch erlebt, wie hieß der angedachte Voll-Blödsinn, Grenze 2000?


Diese ' Was-wäre-wenn' Diskussion ist einer der Hauptantriebe dieses Forums.
Fakt ist, daß die Multiplikation der Schalck-Golodkowskis der Republik den Fortbestand der DDR bedeutet hätten, nichts anderes ist der Staatskapitalismus der VR China, die inzwischen beträchtliche Teile unserer Wirtschaft in (chinesisches) Volkseigentum verwandelt hat.
Das alles flankiert von einem Staatsschutz der diesen Namen auch verdient hat und eine gesunde Distanz zum westdeutschen Konkurrenzmodell hätte ein europäisches China auf deutschen Boden ergeben.
Bekanntlich siegte die Bequemlichkeit und die ostdeutschen Konsumentengehirne veranlaßten im März 1990 ihre Motorik zum Kreuz in Richtung Abhängigkeit, Blockbindung, globale Schuld am Elend dieser Welt, eben in Richtung Ausbeutung so wie alles in unseren polytechnischen Geschichtsbüchern prophezeit wurde.
Das chinesische Modell ist übrigens global betrachtet keinesfalls ethisch sauber aber die holen eben aus dieser neuen Notwehrsituation das für ihre Bürger raus was wir auch bloß einfordern, nichts daran ist erwerflich, daß die nun auch an der Plünderung der Welt mitwirken.
Vom globalen Schuldaspekt an all diesem Unrecht hatte die DDR wie sie war, vor allem durch ihre zwangsverordnete Bescheidenheit und die angestrebte Autarkie den kleinsten Fußabdruck aller entwickelten Staaten der sogenannten Ersten Welt, der wir klar angehörten.
Für mich war sie bis 1989 und ab jenem Debakel selbst erlebten Unrechts im Jahr 2005 die Heimat des Herzens, die makropolitisch betrachtet und von der theoretischen Konzeption her die modernste Gesellschaftsordnung der Weltgeschichte.
So wie die Fische meine Angelschnur sehen, so sehe ich die Fãden an denen unser ausgeborgter und ergaunerter materielle Wohlstand baumelt.
Ganz sicher werde ich da nicht anbeißen und mir einreden ein geopolitischer Sieger zu sein und genau weil solche Einlassungen, die ich wirklich ernst meine hier überwiegend Kopfschütteln und vielleicht sogar Entsetzen hervorrufen, wird das Forum noch unzählige Kernspaltungen erleben und Energie freisetzen.


Rainer-Maria Rohloff und furry haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#566

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 12.02.2018 20:04
von GKUS64 | 2.523 Beiträge | 5063 Punkte
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[quote="Hackel39"|p656493Bekanntlich siegte die Bequemlichkeit und die ostdeutschen Konsumentengehirne veranlaßten im März 1990 ihre Motorik zum Kreuz in Richtung Abhängigkeit, Blockbindung, globale Schuld am Elend dieser Welt, eben in Richtung Ausbeutung so wie alles in unseren polytechnischen Geschichtsbüchern prophezeit wurde.

Für mich war sie bis 1989 und ab jenem Debakel selbst erlebten Unrechts im Jahr 2005 die Heimat des Herzens, die makropolitisch betrachtet und von der theoretischen Konzeption her die modernste Gesellschaftsordnung der Weltgeschichte.
[/quote]


Grün: Liegt diese Gehirnstruktur nicht generell im Wesen des Menschen? Dies auf die ostdeutschen Gehirne zu beschränken greift zu kurz bzw. verfälscht die Tatsachen! Dieser unvollkommenen Gehirnstruktur muss sich die Politik stellen und Lösungen zur Zufriedenheit aller schaffen!

Rot: Wem nützt die modernste Theorie wenn sie in der Praxis nicht realisierbar ist ? Ein Versuchszeitraum von über 70 Jahren hätte doch positive Ergebnisse zeigen müssen!



Kontrollstreife, berndk5, 94 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.02.2018 20:06 | nach oben springen

#567

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 12.02.2018 20:11
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Zitat
..., wird das Forum noch unzählige Kernspaltungen erleben und Energie freisetzen.

Wobei die HWZ möglicherweise schon vorbei iss, da gehören mal paar neue Brennstäbe rein!

Zitat
Ein Versuchszeitraum von über 70 Jahren hätte doch positive Ergebnisse zeigen müssen!

Na das Forum würde ich schonemal als ein positives Resultat betrachten *grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#568

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 12.02.2018 20:13
von Rainer-Maria Rohloff | 3.413 Beiträge | 8550 Punkte
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Siehe Bernd mit diesem:

"Ein Versuchszeitraum von über 70 Jahren hätte doch positive Ergebnisse zeigen müssen!"
textauszug ende

Also Bernd, gut 36 Jahre eben von diesem Versuchszeitraum kam ich wunderbar drin zurecht. Ohne Mist jetzt, konnte irgendwie nicht meckern. Wer waren jetzt gleich nochmal die "Nichtzurechtkommer"? Und ne das war Humor Leute.....

Rainer-Maria



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#569

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 12.02.2018 20:27
von GKUS64 | 2.523 Beiträge | 5063 Punkte
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Also hätten wir auf einer Insel inmitten eines riesigen Ozeans, ohne TV usw. gelebt und der einzige Nachbarstaat wäre Rumänien gewesen,
na da wäre man zufrieden gewesen!
Und somit galt auch hier: Umwelt formt das Wesen oder so ähnlich!



IM Kressin und Kontrollstreife haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#570

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 12.02.2018 20:30
von Hackel39 | 3.296 Beiträge | 849 Punkte
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Bequemlichkeit ist Gift ob im Großen oder Kleinen und ein Trainer der seine Schützlinge bis zur totalen Erschöpfung fordert ist erst mal ein Tyrann, dem man erst dann dankbar ist, wenn die angeeignete Fitness abgerufen werden muß.
Ich erlebe solche Dinge Tag fűr Tag auf meiner Arbeit, erhalte täglich Anrufe zwecks Supportabfrage bei Lokstörungen, Prozeßabläufen, Dienstwegen u..v.a.m.- alles Dinge, die man selber lösen könnte wenn man seine Arbeit gerne machen und an sich arbeiten würde.
Ähnlich unterentwickelten Buschvölkern kalkuliert ein großer Anteil dieser Mitstreiter lediglich die eigene Schicht und hofft, daß das absolut notwendige reichen möge und wenn nicht bleibt halt der Zug stehen, der Personalmangel ist bereits so dramatisch, daß man schon alles einstellt was kein Fell hat und auf zwei Beinen steht und genau so sehe ich das Volk, das damals die Modrowregierung mit ihren bekloppten Sprüchen von der DM, die "kommen soll zu mir sonst gehe ich zu ihr", erpreßt hat, mithin ein Tiefpunkt meines bruttonationalen Ehrebegriffs.
Einfach unter die fette Glucke kriechen und hoffen, daß die gebratenen Tauben alsbald anflattern mögen, trotz vieler Warnungen ernst zu nehmender Politiker wie Ex- Kanzler Schmidt oder Oskar von der Saar.
Es ist müßig darüber nachzudenken, ob ein Volk das den Sozialismus trotz einigermaßen regulären Bedingungen nicht mal gepackt hat, auf viel existenziellere Fragen der Zukunft praktikable Lösungen finden wird, die DDR wie sie war bleibt die einzige Martix für ein Zukunftsmodell das für alle reichen würde.
Die Opfer, die das kosten wird, bringt hier zumindest keiner mehr freiwillig, ob wir zukünftig noch um eine Bereitschaft dazu gefragt werden, ist fraglich.
Wie gesagt, es sind Denkmodelle aus der Perspektive oberhalb gepflegter Kleingärten, schnittiger Autos und edler Küchenmöbel.


DoreHolm und der 39. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#571

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 12.02.2018 20:46
von Kontrollstreife | 805 Beiträge | 5311 Punkte
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Ich sehe die jetzige Gesellschaftsordnung (wenn man es so nennen will) perspektifisch auch im Orcus verschwinden.

Bis jetzt sind alle Hochkulturen in der Menschheitsgeschichte irgendwann an der eigenen Großkotzigkeit gescheitert. Warum sollte es ausgerechnet uns nicht so gehen?

Irgendwann wurde nur noch gesoffen, gefressen und gehurt.

Bei uns kommte dann noch dar radikale Umgang mit der Umwelt, den Bodenschätzen und das Kiffen dazu. Den Rest schaffen wir dann mit der Bevölkerungsexplosion.

Nur ein paar Eckzahlen, die natürlich korrigiert oder bestritten werden können. Ich habe sie aus relativ seriöser Literatur, da ich nicht soweit zählen kann.

ca. 1830 war die erste Mrd. voll

ca. 1930 die zweite, also eine verdoppelung in ca. 100 Jahren.

ca. 1960 die dritte

jetzt arbeiten wir an der achten.

Dazu kommt der steigende Verbrauch/Kopf bei Rohstoffen, Energie, Nahrung.

KS


der alte Grenzgänger, furry, IM Kressin, bürger der ddr und Heckenhaus haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#572

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 12.02.2018 20:48
von GKUS64 | 2.523 Beiträge | 5063 Punkte
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Hallo @Hackel39,

In deinem Beitrag # 570 beschreibst du doch sehr eindrücklich wie der Mensch tickt, wenn ihm niemand in den Hintern tritt bzw. ihm Druck über das Geld oder die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, macht. Wenn das im jetzigen System , wie du schilderst, genauso wie zu DDR-Zeiten ist, muss man ja schlussfolgern, dass der Druck schon wieder nachgelassen hat.
Engagierte Leute, wie du einer sein wirst, müssen dann diesen Schlendrian ausbügeln und die anderen ruhen sich aus!
Hast du noch Hoffnung , dass sich das jemals ändert?



Kontrollstreife und Hackel39 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.02.2018 20:48 | nach oben springen

#573

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 12.02.2018 22:07
von mibau83 | 1.251 Beiträge | 1982 Punkte
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Zitat von Rainman2 im Beitrag #564
Da versetzt es mich doch glatt wieder 9 Jahre in die Vergangenheit. Das Forum wuchs. Angelo ernannte die ersten Admins (manudave und mich). Und es tobten erste Diskussionen, in welche Richtungen man dieses Forum entwickeln könne/solle/wolle. Aus anderen Foren hämte es immer mal herüber: Das Quatsch- oder das Quasselforum. Themen über die Grenze müssten anders behandelt werden.

Im Laufe der Jahre trafen sich hier alle möglichen Leute. Grenzer - oft über die Suchfunktion nach ihrem alten Dienstort hierher geweht. Zöllner und BGS kamen dazu. Menschen, die über diese Grenze gegangen, oder an ihr verhaftet wurden. Menschen, die auf Spurensuche waren, oder einfach nur neugierig waren auf das Versprechen im Titel dieses Forums. Die Geschichten, die hier erzählt wurden und die zum Teil aufeinanderprallten, sind ein unschätzbarer Wert. Aus nahezu allen Richtungen wurde erzählt. Aber auch die Auseinandersetzungen zu Fragen, die bis in die heutige Zeit reichen, sind ein wertvolles Zeitzeugnis.

Heute finde ich unter der Rubrik "Neue Themen" auf der ersten Seite oft nur 2 oder 3 Themen, die noch mit Grenze zu tun haben. Ist das schlimm? Nicht zwingend. Es gibt wunderbare Themen, wie zum Beispiel die geschichtlichen Exkurse von @thomas 48 hier, die ich nicht missen möchte. Über Regierungsbildung und Olympia kann ich mich an anderer Stelle und besser gefiltert einfacher unterhalten.

Was mich traurig stimmt: Ich komme nicht mehr her, um zu suchen. Ich schlendere mal kurz durch und gehe wieder. Nein, ich habe längst nicht alle Geschichten erzählt, die ich erzählen könnte, aber das mindert alles nicht den Wert dessen, was da ist. Ein jegliches hat seine Zeit, heißt es. Vielleicht gibt es mal wieder einen neuen Impuls, vielleicht dümpelt es aus ... wir werden sehen. Im schlimmsten Fall können wir sagen: Es gab uns und wir konnten voneinander lernen.

ciao Rainman


tja kape, die gute alte forumszeit!
du warst damals der grund weshalb ich mich hier erstmals angemeldet hatte, ich las damals etwas von einen grenzdurchbruch in der nacht zwischen dem 4. und 5. september 1984, den wir beide hautnah miterlebt haben.
da bin ich bei dir mit dem schlendern durch dieses forum hier, geht mir auch nicht anders.

lg m.

p.s. @thomas 48, bitte weiter machen mit deinen geschichtsthemen. du weißt, wenn ich was dazu beitragen kann schreibe ich auch was dazu. ist mir allemal lieber wie der käse von den ganzen vielschreibern und wichtigtuern.



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#574

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 13.02.2018 00:25
von Hanum83 | 8.356 Beiträge | 14097 Punkte
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Mal eine Grenzerfrage, mir ist damals aufgefallen das im K2 und K6 auch nach dem Grubbern bei uns im Abschnitt sich noch relativ große Steine in den Spurenstreifen befanden.
Ein Grenzverletzer hätte über die durchaus mit den Fußspitzen überwechseln können ohne Spuren zu hinterlassen.
Warum wurden diese Steine nicht von Soldaten, freiwilligen Grenzhelfern oder jungen Pionieren der Pionierorganisation Ernst Thälman, unter Bewachung, aufgelesen?
Diese Steine stellten doch eine gewisse Verletzlichkeit der Staatsgrenze dar.
Ein separates Thema "Steine zum spurenlosen Überwechseln in die BRD" möchte ich nicht eröffnen, aber ich denke diese Problematik wurde damals echt unterschätzt.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.02.2018 00:34 | nach oben springen

#575

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 13.02.2018 05:44
von Kontrollstreife | 805 Beiträge | 5311 Punkte
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Ein großer Teil des K 6 war bei uns sehr steinig. Da auch eher selten bearbeitet wurde war es nicht so einfach eine Spur zu erkennen, besonders wenn es lange nicht geregnet hatte. Wenn sich jemand die Zeit nehmen konnte bei Tageslicht an der richtigen Stelle von Stein zu Stein zu gehen, wäre nichts zu erkennen gewesen.

KS


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.02.2018 14:45 | nach oben springen

#576

RE: Geschichtswert des Forums

in Grenztruppen der DDR 13.02.2018 06:12
von Hackel39 | 3.296 Beiträge | 849 Punkte
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Zitat von GKUS64 im Beitrag #572
Hallo @Hackel39,

In deinem Beitrag # 570 beschreibst du doch sehr eindrücklich wie der Mensch tickt, wenn ihm niemand in den Hintern tritt bzw. ihm Druck über das Geld oder die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, macht. Wenn das im jetzigen System , wie du schilderst, genauso wie zu DDR-Zeiten ist, muss man ja schlussfolgern, dass der Druck schon wieder nachgelassen hat.
Engagierte Leute, wie du einer sein wirst, müssen dann diesen Schlendrian ausbügeln und die anderen ruhen sich aus!
Hast du noch Hoffnung , dass sich das jemals ändert?



Ändern kann man das nicht, es gibt aber 'Űberlebensmodelle' indem jemand, der sich z. B. ständig über dreckig abgestellte Loks ärgert die bei Űbernahme fűr sich selbst reinigt und den eigenen Dreck wieder űbergibt nachdem er in der Ausbildung allen gezeigt hat, daß man auskehrt und Fenster reinigen kann ohne daß uns kein Zacken aus der Krone fällt und es selber jahrelang praktiziert hat, saubere Loks abzustellen ohne daß es Nachahmer findet.
Man orientiert sich stattdessen eher an den anderen Dreckschweinen, als daß man den Ehrgeiz entwickelt sauber abzustellen weil es viel bequemer ist als sich nach oben zu orientieren.
So gesehen ist die Welt auch nur ein Fűhrerstand und warum soll ich nicht genauso Steuern hinterziehen wenn Hoeneß das auch macht, nicht auch meinen űbergewichtigen Kadaver per Auto zum Bäcker befördern anstatt das Fahrrad zu nehmen, was interessiert's mich ob Ururenkel Paul noch die Erbschaft des Silur im Boden vorfindet wenn mich längst die Wűrmer gefressen haben.
Nun hat die DDR zwar vieles im Sinne der Vernunft geregelt (wenig Autos, kurze Wege, keine Plűnderung fremder Bodenschätze im heutigen Stil) wohl aber auch die Braunkohle ohne Rücksicht auf kommende Generationen rausgeholt aber trotzdem war ein Willen erkennbar, der Menschheit im bescheidenen Rahmen der eigenen Möglichkeiten eine Perspektive zu geben.
Was wir heute zumindest in bestimmten Wirtschaftssektoren haben ist eine Neuauflage der Diktatur des Proletariats mit Betriebsräten die mit ihren blödsinnigen Kraftproben erfolgreiche Geschäftsmodelle gefährden, mit Arbeitnehmern ohne Selbstreflexionsvermögen die ihre Rechte kennen und sie auch in kritischen Situationen durchsetzen, sich z. B. darüber aufregen daß ihr Amazonpaket drei Tage brauchte und am gleichen Tag den Containerzug in dem das sogar drin sein könnte 25 km vorm Grenzbahnhof abgestellt haben, weil es ja ums Prinzip geht.
Trotzdem ist dabei immer die eigene Mitverantwortung fűr Schieflagen zu hinterfragen, dabei kann man sehr weit gehen und zu widersprüchlichen Erkenntnissen gelangen.
Wenn z.B. Güterzugfahrten wegen einer Rohstoff- oder Personalkrise nahezu unbezahlbar wären, müßte die Wirtschaft wieder kleinteiliger werden und kurze Produktionswege schaffen mit der Konsequenz der Ressourcenschonung und der heimatnahen Beschäftigung ihrer Akteure, das Auto műßte dann 15 statt acht Jahre halten, die Billigklamotten wären nicht mehr billig aber dafűr wieder besser verarbeitet und wenn der Lokführer das zu Ende spinnt, erkennt er daß er mit seinem Arbeitseifer Teil des Problems ist.
Es ist Sache der Politik, hier einzuschreiten und objektiv, notfalls auch diktatorisch im Sinne des generationenübergreifenden Gemeinwesens heranzugehen weil die eigene Vernunft nicht ausreicht.
Davon sind wir meilenweit entfernt, die werden das sagen was wir hören wollen und das machen was wir fordern, ein uralter Kreislauf der zukűnftige Katastrophen bereits vorproduziert hat.
Sich selbst makroökonomisch abzugleichen oder gar einpassen zu wollen ist nur in einem umfassenden Konzept möglich, der Einzelne sollte so gut es geht anständig bleiben und genau das wird immer schwerer.


furry, GKUS64, Rainer-Maria Rohloff, Heckenhaus, Kontrollstreife und Ehli haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.02.2018 07:52 | nach oben springen


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