Vorstellung

25.11.2017 19:31 (zuletzt bearbeitet: 21.02.2021 13:47)
#1
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Hallo ins Forum
Hab jetzt auch mal hierher gefunden , obwohl ich eigl. nicht aktiv danach gesucht habe .
Wurde durch GOOGLe hierher geschupst .
Ich bin der Tom , Jahrgang 69´ und wohne im Landkreis Kamenz.
So nun zum Thema:
Bin am 3.9.88 einberufen wurden , sammeln mit 30-40 anderen Leuten auf dem Stellplatz des hiesigen WKK-Büros ,
danach zum Bahnhof latschen und nach Cottbus , wo wieder 100 oder so " bereitwillig " zugestigen sind .
Von da aus nach Berlin , wo sich das ganze wiederholte und noch paar Wagons angehängt wurden .
Dann ging es , glaub ich , non-Stop bis nach Perleberg .
Bis dato wußte ich nichtmal , wo Perleberg lag.
Da alle raus und ( keine Ahnung , was das für eine Kaserne das war ) zum EINKLEIDEN .
Dann alle auf den EX-Platz aufstellen , wo dein Name aufgerufen wurde. Dann " HIER " brüllen , wo dich dann ein freundlicher Soldat
zu deinem BUS getretten hat.
So , dann gabs eine schöne Busfahrt , wieder NON-STOP , ohne Pinkel-Pause bis nach ORANIENBURG.
Willkommen früh um 4.30 Uhr auf Schloß SCHLEIFENSTEIN . Müßte GAR 40 gewesen sein .
Ich schicke voraus , daß ich als Gefr.i.A. dort angefangen habe.
Dort war ich dann 3 Monate zur Speed-Ausbildung ,oder wie das hieß.
Jedenfalls mußten wir in der 1.5 h, die wir da waren , das Bett gebaut ,den Schrank eingeräumt und Nachtruhe fertig angezogen sein .
Dann durfte man sich 10 min oder so, in´s Bett legen , wo man dachte ,jetzt pennen . DENKSTE
Pünktlich um 6.00 die Trillerpfeife und " Fertig machen zum FRühsport ".
Wir dachten , die wollen uns verscheißern , aber Wir wurden eines besseren belehrt .
Dann die ganze Ausbildung , mit Waffenkunde , rotes Buch -Gequatsche , wer , wie , was der Gegner ist , aber das kennt ihr ja .
Ja auch ein Besuch im benachbarten KZ stand auf den Lehrplan .
Jedenfalls habe ich in den 3 Monaten mehr Sport gemacht , als vorher in meinem Leben .
Danach auch nicht mehr , da ja schon genug geschwitz wurde , he he .
Dann kam der Tag der Neuverteilung , wieder Aufstellung , wieder Name gebrüllt , nur diesmal mit Dienstgrad .
Dann nix BUS , nein , W 50 pritsche .
So , habt ihr erstmal was zu lesen , ich schreibe aber noch weiter , die Geschichte ist ja noch nicht zu Ende.

GR 42 Transp. Komp. Kleinmachnow / PiK Mahlow- Waldblick
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25.11.2017 19:39
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#2
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Sei herzlich begrüßt im Forum. Berichte doch bitte mal über deine Grenzerzeit im Wendejahr, z.B. über die Stimmung, Ausgang, Wehrdienstverkürzung usw.

Danke.

MfG

GKUS64


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25.11.2017 21:30
#3
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Ja , darauf komm ich später nochmal zurück . O.K.
Erstmal weiter im Text .
W 50 Pritsche . 10 Mann hinten drauf und keiner wußte , wohin es geht.
Die Fahrt ging nach Kleinmachnow GR 42 / Transportkompanie .
Dort war ich mehr oder weniger in der Werkstatt oder an der Tankstelle eingesetzt .
So eine richtige " Planstelle " hatte ich dort nicht . Also bin ich der " Teileholer " gewesen oder hab den UVD oder GUVD gegeben .
Die Teile hab ich dann in der Groß-Glück -Werkstatt ( Groß-Glienike) oder in Storkow in der Kaserne / Teilelager geholt.
Heute heißt die KURMARK-Kaserne , wie die früher hieß , weiß der Fuchs .
Da war ich bis Feb.89 .
Dann wurde ich zur PIK in Mahlow Waldblick versetzt , wo ich GF von 3 LKW Kras-Kipper , 2 LO und 3 W50 MTW , ADK 125 und eine DOK .
Da die Soldaten aber fast alle EK waren , haben die zwar gemacht , was ich sagte , aber wirklich als Vorgesetzten , haben die mich nicht gesehen .
Verständlich.
Da zur der Zeit schon fleißig die Mauerspechte , in unserem Abschnitt die " Zaunklauer " unterwegs waren , waren wir fast jeden Tag am Kanten
im Einsatz ,um neue Zaunsfelder einzubauen oder andere Löcher zu stopfen .
Wir haben auch mit der Grabenfräße irgendwelche armdicken Kabel neben dem Kolonnenweg verbuddelt, für was oder wenn , kein Schimmer .
Ich fand es nur immer lustig , wenn man sich mit der PESE beim Kantentor angemeldet hat , wenn da auf einmal RIAS zu hören war .
So , dann kam ja die Wende und wir fuhren jetzt raus , um alles abzureißen . Um die Mauer in unserem Abschnitt haben wir uns recht spät gekümmert,
erst musten die Tore und Wachtürme dran glauben.
Ich selbst habe mit der Seilwinde vom W50/ MTW 2 Wachtürme ( Lichtenrade) umgerissen , wo auch ein Fernsehteam das ganze gefilmt hat.
Ich habe aber bis heute nicht rausgekrigt , wo das gesendet wurde .
Na jedenfalls hab ich dort bis zu Aug. 90 mitgespielt .
Natürlich bin ich gefragt worden, ob ich unter neuer Flagge weitermache .
Aber ich hatte ja 2 Jahre voll , das mußte reichen . Auserdem sah ich in der neuen Truppe keine Perspektive für mich .
Ja die Stimmung zu der Zeit , mmmhh.
Wir waren jung und freuten uns natürlich jetzt auf die Reisefreiheit und auf den "Westwagen" . Wer denkt da schon an Arbeitslosigkeit und das
daß alles auch Geld kostet .
Ausgang ansich war kein Thema mehr . Wir konnten jetzt jeden Tag nach Dienstschluss raus , aber nur in zivil.
Soll heisen , wir bekammen den Befehl nur in zivil in Ausgang zu gehen , weil es zahlreiche Angriffe auf S-und U-Bahn Höfen auf
Grenzer in Uniform zu der Zeit gegeben hat.
Wir durften dann auch unser privates Auto ( Trabbi ) vor der PIK abstellen , hat niemand mehr gestört .

So noch andere Fragen oder einer aus GR 42 hier dabei ?

GR 42 Transp. Komp. Kleinmachnow / PiK Mahlow- Waldblick
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25.11.2017 22:50
#4
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Moin Moin aus Lübeck,

schön das du hier gelandet bist.

Was ist ein DOK .

Gruß Schlutup


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25.11.2017 23:29
#5
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Hay , ja eine DOK ist ein zu groß geratener Radlader , mit Knickgelenk in der Mitte , was gleichzeitig die Lenkung ist .
Die Räder sind an die 2m hoch und daß ganze Teil hatte Überbreite . Habe aber seit der Wende sone Dinger nicht mehr gesehn.
Selbst hier in den Tagebauen haben die Kumpel nur noch sowas änliches von VOLVO.

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25.11.2017 23:33
#6
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Danke dir

so was also:


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25.11.2017 23:55
#7
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Genau

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26.11.2017 15:51
#8
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So , schicke jetzt noch nach , daß meine ganze Truppe , also die Kipper ,DOK und das andere rollende Material , wie die W50 UAZ und LO´s dann nochmal
einen Umzug hatten .
Wir wurden nach Waßmannsdorf verlegt.
Welchen Sinn daß hatte , wußte niemand .
Wir waren ja nur Befehlsempfänger und haben ´s halt gemacht . Dort waren die " Zügel " noch lockerrer , weil wohl auch der Komp.-Chef keinen richtigen
Bock mehr hatte . Dort durften wir dann sogar unsere Autos mit auf den Hof nehmen , auch die Rampe wurde ausgiebig benutzt .
Dienst nach Plan gabs da nicht mehr , weil sich auch keine " höheren Tiere " mehr gezeigt haben .
Da hieß es bloß noch , ihr fahrt da und da hin und baut dies und das ab .
Das war die beste Zeit bei der Asche.

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19.02.2021 16:55
#9
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Hallo, ist ja eine sehr ausführliche Vorstellung, da kommen ja gleich wieder Erinnerungen an die Zeit auf der Pik in Mahlow zurück. Ich war bis Oktober´89 da in der Küche. Gruß Uwe


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19.02.2021 18:51
#10
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Oooooo, da hat aber einer tief gegraben, hatte diese Seiten garnicht mehr auf dem Schirm, hehehe.
Ja Tach auch und willkommen.
Bist so gut wie der erste ( was ich jetzt seid meinem Hiersein rausgelesen habe),
der im "selben Zeitraum" auf der Pik war.
Von uns fast letzten Mohikanern ist hier vermuhtlich keiner ( mehr ) ,
hatte zumindest noch keinen Kontakt zu " Bekannten " aus dem selben Zeitraum.
Auch von Kleinmachnow oder aus Wassi hab ich noch keine User gefunden.
Grüße

GR 42 Transp. Komp. Kleinmachnow / PiK Mahlow- Waldblick
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27.12.2021 23:07 (zuletzt bearbeitet: Gestern 14:12)
#11
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#8 Kantenkutscher
Stimmt, zu der Zeit war ich auch beim Abrißkommando und mußte ständig 3 Kras nach
Ladeburg (Bernau) mit abgerissenen Mauerteilen aus Berlin-Neukölln durch unsere Noch-Hauptstadt begleiten, damit
diese sich nicht "verfahren".


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