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#101

RE: Zollrecht im Postverkehr

in Bundesgrenzschutz BGS 06.12.2017 13:45
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #98
Zitat...unverwechselbare Duftmischung aus Kaffee und Kakao, aus Seife und Schokolade, aus Orangen und Puddingpulver,
die beim Öffnen den ganzen Raum erfüllte

An diesen Geruch erinnere ich mich heute noch gerne, ebenso wie an den Geruch in der U-Bahn, wenn man in einen Westberliner U-Bahnhof
ankam. Ein Geruchsgemisch aus dem typischen U-Bahngeruch von Teer mit dem Duft der Obstverkaufsstände, die damals auf fast jeden
U-Bahnhof anzutreffen waren.

Die Öffnung eines Westpaketes gestaltete sich zum Ritual. Es wurde erst geöffnet, wenn sich alle Familienangehörigen um den Tisch versammelt
hatten. Der Bindfaden wurde sorgsam gelöst und aufgewickelt, Das Packpapier geglättet und zusammengelegt und danach die Schätze begutachtet.
Diese unverkennbare Westpaketgeruch unterschied sich so grundlegend von den typischen DDR-Geruch, diesen Gemisch aus der Kohlefeuerung in
Verbindung mit den Zweitakt-Abgasen. Lediglich der Geruch in den Intershops kam den Geruch de Westpakete nahe.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


IM Kressin, Grenzläufer, Hapedi, Rainer-Maria Rohloff, harbec und Heckenhaus haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.12.2017 13:51 | nach oben springen

#102

RE: Zollrecht im Postverkehr

in Bundesgrenzschutz BGS 06.12.2017 14:17
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Zitat von bürger der ddr im Beitrag #100
der Telefonverkehr war nicht ohne "Beobachtung",

Wie in der ehemaligen MfS Bezirksverwaltung Dresden zu erfahren war, wurde jedes Telefongespräch zwischen der DDR und
der Bundesrepublik bzw. West-Berlin aufgezeichnet. Um den Mangel an den dafür notwendigen Tonbandkassetten auszugleichen,
nutzte man beschlagnahmte Musikkassetten aus Westpaketen. Bedauerlicherweise verfügte die MfS-BV Dresden aber gar nicht über
das dafür notwendige Personal, um die aufgenommenen Ost-West-Gespräche auch alle abzuhören und so stapeln sich diese Kassetten
zu tausenden wahrscheinlich noch heute in den Schränken der vormaligen MfS-BV in der Bautzener Straße in Dresden.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


Hapedi, Grenzläufer und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#103

RE: Zollrecht im Postverkehr

in Bundesgrenzschutz BGS 06.12.2017 16:28
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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #102
(...)
Wie in der ehemaligen MfS Bezirksverwaltung Dresden zu erfahren war, wurde jedes Telefongespräch zwischen der DDR und
der Bundesrepublik bzw. West-Berlin aufgezeichnet. Um den Mangel an den dafür notwendigen Tonbandkassetten auszugleichen,
nutzte man beschlagnahmte Musikkassetten aus Westpaketen(...).


Erstaunlich ist das schon...
https://www.bstu.bund.de/DE/Bundesbeauft...opposition.html


Hapedi, Pit 59, Lutze, Grenzläufer und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#104

RE: Zollrecht im Postverkehr

in Bundesgrenzschutz BGS 06.12.2017 17:59
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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #101



Die Öffnung eines Westpaketes gestaltete sich zum Ritual. Es wurde erst geöffnet, wenn sich alle Familienangehörigen um den Tisch versammelt
hatten. Der Bindfaden wurde sorgsam gelöst und aufgewickelt, Das Packpapier geglättet und zusammengelegt

Na das sprichwörtliche "Auffetzen wie ein Westpaket" besagt was Anderes. http://www.exicose.de/f4.gif


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


zuletzt bearbeitet 06.12.2017 18:30 | nach oben springen

#105

RE: Zollrecht im Postverkehr

in Bundesgrenzschutz BGS 06.12.2017 18:43
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Mein Gott Männer und Frauen, so hier Huf mit dem "Man würde sich lustig machen" und bürger der ddr mit "Ich finde es einfach beschämend wie hier über den Inhalt der "Westpakete" gehandelt wird...."

Dem ist doch garnicht so und das schreibe ich ...ne, bestimmt nicht mit der Hand auf dem Herzen, eben weil dann das schreiben hier nicht geht sondern mit ehrlicher Aussage. Was ist denn so verkehrt dran, mal zu listen, wer da was bekam? Um das eben mal "Zusammen zu bekommen", was da wohl auch mal übersehen wurde, in den Kontrollen? Warens nicht angeblich Konserven(da luftdicht verschlossen von der Produktion her....logo?) die dann doch als Oelsardine so in unseren Paketen immer mit drin waren.

Wenn ich mir überlege, wie zu damaligerDDR-Zeit der ganze Westkram ähnlich Gold gehandelt, bewertet, hingestellt, und noch so.....in XVarianten aufgehoben wurde, ja mein Gott das kann nur Einer, Eine nachvollziehen, die diese Zeiten hautnah auch erlebt haben.Nu fahrt mal wieder runter, weil, man will doch Bruder und Schwester, Cousine und Cousin, Tante und Onkel West heute nicht madig machen....das wäre doch....erstmal sowas von undankbar und das ist der Ossi nicht und zweitens eben sehr daneben.

Rainer-Maria

Und einen guten Abend allen ins Forum



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#106

RE: Zollrecht im Postverkehr

in Bundesgrenzschutz BGS 06.12.2017 20:44
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #104
Na das sprichwörtliche "Auffetzen wie ein Westpaket" besagt was Anderes.

Ich kann nur davon sprechen, wie es bei uns war. Bei anderen war es eben anders.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


Hapedi, IM Kressin und Freienhagener haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#107

RE: Zollrecht im Postverkehr

in Bundesgrenzschutz BGS 06.12.2017 20:57
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Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #105
Mein Gott Männer und Frauen, so hier Huf mit dem "Man würde sich lustig machen" und bürger der ddr mit "Ich finde es einfach beschämend wie hier über den Inhalt der "Westpakete" gehandelt wird...."

Dem ist doch garnicht so und das schreibe ich ...ne, bestimmt nicht mit der Hand auf dem Herzen, eben weil dann das schreiben hier nicht geht sondern mit ehrlicher Aussage. Was ist denn so verkehrt dran, mal zu listen, wer da was bekam? Um das eben mal "Zusammen zu bekommen", was da wohl auch mal übersehen wurde, in den Kontrollen? Warens nicht angeblich Konserven(da luftdicht verschlossen von der Produktion her....logo?) die dann doch als Oelsardine so in unseren Paketen immer mit drin waren.

Wenn ich mir überlege, wie zu damaligerDDR-Zeit der ganze Westkram ähnlich Gold gehandelt, bewertet, hingestellt, und noch so.....in XVarianten aufgehoben wurde, ja mein Gott das kann nur Einer, Eine nachvollziehen, die diese Zeiten hautnah auch erlebt haben.Nu fahrt mal wieder runter, weil, man will doch Bruder und Schwester, Cousine und Cousin, Tante und Onkel West heute nicht madig machen....das wäre doch....erstmal sowas von undankbar und das ist der Ossi nicht und zweitens eben sehr daneben.

Rainer-Maria

Und einen guten Abend allen ins Forum



Völlig ungeachtet Deiner Meinung, @RMR, als die Ostdeutschen ihre Weihnachtspakete von nächsten Verwandten aus der alten BRD bekamen, ich beziehe mich hier besonders auf die 60er und 70er Jahre, war das oftmals kein Schnickschnack, sondern eine emotional famililiär begründete Handlung angesichts der Abschottung Ost-West.
Und somit wurden Lieferschwierigkeiten, ich bezeichne es mal vorsichtig, in der DDR ausgeglichen, und heute würde ich sogar vermuten, von den Herrschenden in der DDR billigend in kauf genommen.
Wie schon hier mehrfach berichtet, gehörte in vielen Familien in der damaligen DDR das "Westpaket" zur Adventszeit, ohne Inhaltsbewertung, und das bleibt nun einmal unsere erlebte Geschichte...ohne Neid und Lächerlichkeit!

VG Huf3


Einigkeit und Recht und Freiheit
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#108

RE: Zollrecht im Postverkehr

in Bundesgrenzschutz BGS 06.12.2017 21:21
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Zitat von bürger der ddr im Beitrag #100
(...)

Erbärmlich finde ich die Diskussion über den Wert der Sendungen und ob mehr Werte von Ost nach West gegangen sind bzw. in die Gegenrichtung!

Ich kann nur aus der Jugendzeit berichten (als die "Westtante" meiner Mutter noch lebte). Und ja, @Rainer-Maria Rohloff es kamen auch manchmal statt "matchbox" Autos Modelle der Firma "Sikku". Was wußte denn die alte Dame von anderen Maßstäben im Modellbereich? Sie sah halt ein schönes Modellauto (zu einem evtl. günstigeren Preis) und wollte eine Freude machen. Wenn die Wünsche konkret formuliert waren, dann kam es auch so (z.B. Mustang Jeans).
Man wollte auch nicht nur als Bettler da stehen und so wurden auch Produkte von hier nach drüben geschickt. Nur was wollte man schicken?
Kaffee, lächerlich
Schockolade, lächerlich
Südfrüchte, vergesst es

Und so schickte man halt auch Dinge aus dem Kunstgewerbe und ähnliches, in der Hoffnung es wird schon "durchgehen".
Auch bei den Besuchen versuchte man den Gast aus der "anderen Welt" bestmöglich zu bewirten und nutze alle Tricks um sich Delikatessen zu beschaffen.

Aus diesen Dingen eine Diskussion zu machen, sinnfrei!


@bürger der ddr
Die Siku-Modelautos (Sieper-Kunststoffe) waren nicht preiswerter als die von matchbox.
Wir haben -als verwöhnte westkids- matchbox aber auch vorgezogen, weil diese -gerade zum Spielen im Außenbereich- robuster waren.

Es ist interessant zu lesen, dass ausgerechnet die Linksdogmatiker jetzt Stimmung gegen Westpakete machen.
Aber genau das war auch den stramm gedrillten Kaderlinken ein Dorn im Auge. Die Pakete -von West nach Ost und Ost nach West- zeigten immer das Verbundenheitsgefühl der Deutschen untereinander.
Mein Opa aus Berlin-Ost hat sich riesig über die Pakete aus Frankfurt/Main gefreut und wir auch über seine Pakete zu Weihnachten.
Heutzutage haben seine Weihnachtsgeschenke für mich einen hohen Wert, wenn ich sehe, welch bescheidene Rente er in der DDR erhalten hatte.

Das foron-toledo-Taschenmesser, das er mir zu Weihnachten in der 1980iger Jahren geschickt hat, habe ich auf manche Urlaubsreise mit genommen und es
funktioniert immer noch.
https://www.google.de/search?q=foron+tol...KHWBbCpsQ_AUIBQ

Auch die Schallplatte von Litera "Die Schatzinsel" haben wir als "West"-Kinder ungeheuer gerne gehört.


Kontrollstreife, bürger der ddr und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.12.2017 21:34 | nach oben springen

#109

RE: Zollrecht im Postverkehr

in Bundesgrenzschutz BGS 06.12.2017 21:29
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Zitat von Huf3 im Beitrag #107
Und somit wurden Lieferschwierigkeiten, ich bezeichne es mal vorsichtig, in der DDR ausgeglichen,
und heute würde ich sogar vermuten, von den Herrschenden in der DDR billigend in kauf genommen.

In den späteren Jahren der DDR spielte es auch gar keine Rolle mehr, wieviel Kaffee man in die DDR mitbrachte, obwohl eigentlich bestimmte
Höchstmengen festgelegt waren. Honecker soll mal geäußert haben, "Jedes Kilo Kaffee welches aus de BRD geschickt oder mitgebracht wird
brauchen wir nicht zu importieren".

Die von der DDR eingerichteten Kaffeeplantagen in Vietnam produzierten noch nichts, man musste also weiterhin kostbare Devisen für Importe
ausgeben, da kam der Kaffee aus der Bundesrepublik gerade recht und entlastete das DDR Haushaltsbudget erheblich.

Zitat von bürger der ddr im Beitrag #100

Und so schickte man halt auch Dinge aus dem Kunstgewerbe und ähnliches, in der Hoffnung es wird schon "durchgehen".

Die geschnitzten Figuren und Pyramiden aus dem Erzgebirge, die wir immer in den Päckchen aus der DDR erhielten finden auch
heute noch jedes Jahr als Weihnachtsdekoration ihre Verwendung.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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zuletzt bearbeitet 06.12.2017 21:40 | nach oben springen

#110

RE: Zollrecht im Postverkehr

in Bundesgrenzschutz BGS 06.12.2017 22:59
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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #109
(...)
In den späteren Jahren der DDR spielte es auch gar keine Rolle mehr, wieviel Kaffee man in die DDR mitbrachte, obwohl eigentlich bestimmte
Höchstmengen festgelegt waren. Honecker soll mal geäußert haben, "Jedes Kilo Kaffee welches aus de BRD geschickt oder mitgebracht wird
brauchen wir nicht zu importieren".




Doch das spielte schon eine Rolle. Bei fünf oder mehr Tagen waren Güter im Gegenwert bis 1000 Mark einfuhrzollbefreit. Und zwar nach den Preisen der DDR (Kaffee 70 M das Kilo). Wenn man zuviel hatte wurde sehr teuer. Wir haben uns immer am Intershop beim Grenzübergang eingedeckt. Erstaunlicherweise (oder auch nicht) waren die Preise von Intershops, an welche fast nur Westler rankamen, wie zum Beispiel am Bahnhof Friedrichstrasse, bedeutend billiger als in den Intershops im Landesinneren.


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#111

RE: Zollrecht im Postverkehr

in Bundesgrenzschutz BGS 07.12.2017 09:21
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[b] RE: Zollrecht im Postverkehr • Absender: Grenzläufer, Gestern 21:21 [/b]

Es ist interessant zu lesen, dass ausgerechnet die Linksdogmatiker jetzt Stimmung gegen Westpakete machen.
Aber genau das war auch den stramm gedrillten Kaderlinken ein Dorn im Auge. Die Pakete -von West nach Ost und Ost nach West- zeigten immer das Verbundenheitsgefühl der Deutschen untereinander.


Falls Du u.a. mich meinen solltest, geht der Schuss daneben. Erstens bin ich kein Linksdogmatiker, solche haben wir im gesamten Forum nicht. Oder ist es so: meine politische Position befindet sich links von der Deinigen, also bin ich ein Linksdogmatiker ? So wird das nichts mit sachlichen Diskussionen auf Augenhöhe. Zweitens wird keine Stimmung gegen Westpakete gemacht. Stramm gedrillte Kaderlinke, für dieses Prädikat zutraf, da glaube ich schon, daß die was dagegen hatten, da selbst keine Westverwandtschaft. Aber diese Sorte konntest du wohl auch in der DDR weit unterhalb der 1 %-Marke verorten. Die waren nicht relevant. In unserer Firma (200 Beschäftigte) und auch unter den anderen BPO-Sekretären des Stadtbezirkes, die ich kannte, wüßte ich keinen auf den das zutraf. In meinen Beiträgen # 57 u. # 67 habe ich lediglich etwas dieser Friede-Freude-Eierkuchen- Mentalität relativiert. Setz Dich in einen gemütlichen Sessel, mach Dir was Alkoholisches Deiner Lieblingsmarke auf und lies die beiden Beiträge zwei mal in Ruhe. Ich würde einige Passagen nicht schreiben, wenn ich sie nicht bereits mehrfach durch Andere geäußert gehört habe.



Bayridge und Rainer-Maria Rohloff haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#112

RE: Zollrecht im Postverkehr

in Bundesgrenzschutz BGS 07.12.2017 09:53
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Wozu auf #111 eingehen? Der Schreiberling will doch nur mit seinen sinnfreien Sprüchen ein wenig provozieren.


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#113

RE: Zollrecht im Postverkehr

in Bundesgrenzschutz BGS 07.12.2017 12:32
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Man konnte auch ohne Westpakete in der DDR überleben. Meine eine Oma hatte keine Westkontakte, da mein Opa bei der VP war. Ich kann nicht sagen, dass die schlecht gelebt haben. Sicherlich gab es so einiges nicht, aber hätten wir das ohne Westwerbefernsehen überhaupt vermisst?
Klar man hat sich über ein Westpaket, wo Apfelsinen, Mandarinen o.ä. drin waren gefreut. Heute kaufen sich die wenigsten täglich irgendwelche Südfrüchte und ne neue Levis kann sich auch nicht unbedingt jeder alle 3 Monate leisten.


zuletzt bearbeitet 07.12.2017 12:32 | nach oben springen

#114

RE: Zollrecht im Postverkehr

in Bundesgrenzschutz BGS 07.12.2017 12:43
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@Blitz_Blank_Kalle , überleben JA, doch wie sangen die "Puhdys" in einem Song "der Mensch lebt nicht vom Brot allein"....

Ich habe schon sehr gerne Jeans getragen und das in einer zeit da sich die "Produzenten" dem Trend verweigerten, später habe ich auch "Mustang" oder "Levis" bevorzugt, statt die "guten Boxer" zu tragen....

Man konnte "überleben" und das sogar recht vernünftig, wenn man keine weiteren Ansprüche hatte. Da war die Subventionspolitik zuständig.


Ein Ausspruch von A. Schopenhauer: "Seit ich die Menschen kenne liebe ich die Tiere"


Hapedi, Blitz_Blank_Kalle, IM Kressin und Grenzläufer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#115

RE: Zollrecht im Postverkehr

in Bundesgrenzschutz BGS 07.12.2017 12:48
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.

Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #113
und ne neue Levis kann sich auch nicht unbedingt jeder alle 3 Monate leisten.

Es soll sogar Menschen geben, denen es gar nicht in den Sinn kommt, nach einer "Lewis" Ausschau halten, ich besitze nämlich
weder eine solche noch eine andere "Nietenhose" und das schon seit Jahrzehnten. Ich hoffe das ist nicht strafbar ? Ich trug auch
in jüngeren Jahren in meiner DDR-Zeit lieber Anzüge. Das wurde sogar in meiner Stasi-Akte festgehalten. Leider hat es sich mir
nicht offenbart, ob das nun positiv oder negativ bewertet wurde ?

Vielleicht kann mir ein vormaliger Angehöriger der weinroten Fraktion da mal auf die Sprünge helfen, "...wie wurden Anzug- und
Krawattenträger im Gegensatz zu Jeansträger vom MfS eingeordnet ?"


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


Hapedi, Blitz_Blank_Kalle und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.12.2017 13:00 | nach oben springen

#116

RE: Zollrecht im Postverkehr

in Bundesgrenzschutz BGS 07.12.2017 12:53
von Blitz_Blank_Kalle | 859 Beiträge | 2084 Punkte
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Zitat von bürger der ddr im Beitrag #114
@Blitz_Blank_Kalle , überleben JA, doch wie sangen die "Puhdys" in einem Song "der Mensch lebt nicht vom Brot allein"....Ich habe schon sehr gerne Jeans getragen und das in einer zeit da sich die "Produzenten" dem Trend verweigerten, später habe ich auch "Mustang" oder "Levis" bevorzugt, statt die "guten Boxer" zu tragen....Man konnte "überleben" und das sogar recht vernünftig, wenn man keine weiteren Ansprüche hatte. Da war die Subventionspolitik zuständig.

Ja ist doch richtig. Ich trug auch lieber Westjeans, selbst wenn sie schon "gebraucht" waren (dann sahen sie meistens noch besser aus). Ist wohl auch eine Art Generationsfrage.
Ich hatte nun auch das Glück, dass meine andere Oma - da sie Rentnerin war - in den Westen reisen durfte. Dadurch hatte ich immer einen gewissen Vergleich.
Kann nicht sagen, dass die einen schlechter lebten, als die anderen. War halt nur ein etwas anderes Sortiment bzgl. Weihnachten oder so...


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#117

RE: Zollrecht im Postverkehr

in Bundesgrenzschutz BGS 07.12.2017 12:56
von IM Kressin | 1.722 Beiträge | 22102 Punkte
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #111
Falls Du u.a. mich meinen solltest, geht der Schuss daneben. Erstens bin ich kein Linksdogmatiker, solche haben wir im gesamten Forum nicht. Oder ist es so: meine politische Position befindet sich links von der Deinigen, also bin ich ein Linksdogmatiker ? So wird das nichts mit sachlichen Diskussionen auf Augenhöhe. Zweitens wird keine Stimmung gegen Westpakete gemacht.
Dieser Blickwinkel ist trotzdem unterschwellig, mehr oder weniger zum Vorschein gekommen.
Zitat von DoreHolm im Beitrag #111
In meinen Beiträgen # 57 u. # 67 habe ich lediglich etwas dieser Friede-Freude-Eierkuchen- Mentalität relativiert. wenn ich sie nicht bereits
Nur mal als Beispiel
Zitat von DoreHolm im Beitrag #57
Weiß zwar nicht, wie hoch der Durchschnittwert eines Paketes/Päckchens war, aber ich denke, 30,- DM waren reichlich bemessen. Man mag mir Undankbarkeit unterstellen, aber daß der Inhalt of billigster Discounterware entsprach, merkten wir, als wir dann selbst das Angebot in Augenschein nehmen und kosten konnten. In dem Paket unserer Bekannten befanden sich immer 10 Tafeln Milchschokolade Marke "Pea". Die wurde im Mund immer mehr. Nur halb so viel, aber dafür eine ordentliche Sorte, wäre uns lieber gewesen. Zu den anderen Waren konnte ich nichts sagen, da war ich noch zu jung. Meist irgendwelche Backzutaten (z.B. Zitronat, Palmin) und einige Apfelsinen. Mir ist hauptsächlich diese gräßliche Pea in Erinnerung. Aber wir hüteten uns, daß unseren Bekannten zu sagen. Mein Tauschpartner schickte mal u.a. einen Pralinenkasten, dessen Inhalt mich schlichtweg begeisterte. Das war mal was Richtiges und nicht so ein Billigzeugs wie es heute auch gibt. Da konnte man erahnen,
welche Qualitäten es wirklich gab. Riesengroßer Kasten, eine Menge Pralinen, aber alles nur süß, sonst nichts.
Die Sendungen waren aber beileibe keine Einbahnstraße. Ebenso schickte meine Mutter ihr Weihnachtspaket, bei dem nicht gespart wurde mit Köstlichkeiten, die nicht auf der Verbotsliste standen.
Deine Vorbehalte
Zitat von DoreHolm im Beitrag #90
Vom Sohn unserer beannten bekam ich mal eine echte Lederjacke, getragen aber gut erhalten. Zu der kam er, weil seine eigene Jacke in der Kneipe mal vertauscht wurde und die übriggebliebene Lederjacke ihm nicht passte.
werden in letzter Konsequenz aufsummiert zum großen Rundumschlag.
Zitat von DoreHolm im Beitrag #67
Was das Schenken und Verkaufen an vermeintlich ärmere Verwandte/Bekannte/Kunden betrifft, scheint es eine gewisse Anzahl Menschen zu geben, die da eine gewisse überhebliche Gönnerhaftigkeit zeigen.
Ich will damit sagen, daß auch, wenn nicht immer, aber doch spürbar, daß bei manchen Zuwendungen von West nach Ost eine gewisse Gönnerhaftikeit verbunden mit Überheblichkeit, um eventuell eigene Minderwertigkeitskomplexe zu kompensieren, eine Rolle spielte.
Ein Stimmungsmacher, ob man will oder nicht, KONTRA Westpaketen.
Zitat von DoreHolm im Beitrag #111
So wird das nichts mit sachlichen Diskussionen auf Augenhöhe.
In dieser Hinsicht stimme ich überein.

Die Geschenksendungen von West nach Ost, gleichermaßen mit umgekehrter Wegstrecke, erfolgten, soweit es meine Familie betrifft,
ohne Ecken und Kanten, immer auf Augenhöhe.

Augenfällig wird es mit meinem Beitrag an anderer Stelle zum Thema "Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?"
der anknüpft an die Tragik mit Besuchen im Westen Deutschlands zu familiären Anlässen, die Ostdeutschen verweigert wurden mit nichtigen,
fadenscheinigen Begründungen von der SED-Herrschaftsform.

Obgleich @josy95 persönlich angesprochen wurde, leider schreibt er hier nicht mehr aus nachvollziehbaren Gründen, stelle ich den Beitrag ein weiteres
Mal ein, Sensibilität verbunden mit der missliche Lage familiärer Beziehungen, verursacht durch das üble Treiben der SED-Büttel in vertraulichen Bereichen
wird deutlich mit verschiedenen Gesichtspunkten, im Besonderen mit Aufmerksamkeiten und Geschenken
Zitat von IM Kressin im Beitrag Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?
@josy95 , wer hat Dir den „Rumpelzoni“ verpaßt?

Offensichtlich irgendjemand, der über Insiderkenntnisse verfügt und weiß, daß Du kein angepaßter DDR-Bürger oder Duckmäuser warst und bist?

Eine pfiffige Bezeichnung für einen kritischen Geist?

Mittelbar steht die Frage im Raum, wie kommt so eine Westbirne wie Kressin, der von der schönsten DDR der Welt bei oberflächlicher Betrachtung nur das vorgelagerte Hoheitsgebiet und den antiimperialistischen Schutzwall kennt, zu der Einschätzung, die Bürger der früheren DDR waren keine Duckmäuser oder ebendiese Erziehung hätte versagt ?

Ich besinne mich zurück auf die Anfänge der 80er Jahre.
Durch meine Ehefrau bestanden verwandtschaftliche Kontakte in den Bezirk Schwerin, Onkel und Tanten mit Anhang Cousin und Cousine.

Bei runden Geburtstagen, Silberhochzeit, goldene Hochzeit der Großeltern, Konfirmation, später leider auch Sterbefälle … die Praxis war bekannt, durfte ein Familienangehöriger eine Besuchsreise in den Westen durchführen.

Eine von uns ausgesprochene Einladung zur Taufe unseres ersten Kindes mit kirchlicher Bestätigung erfüllte augenfällig nicht die Vorbedingung für einen Westbesuch!

Das Prozedere und Besuchsablauf verliefen nach ähnlichem Muster, wir machten einen Bummel und kauften benötigte Gebrauchsgüter nach Liste, von Zimmermannsbleistiften bis Kunstdärmen zur Wurstherstellung reichte der Bedarf!

Gelegentlich tätigte ich (absichtlich) einen „Fehlkauf“, um diesen mit der Begründung, daß sich eine Rückfahrt und Tausch wegen Zeitaufwand und gefahrenen Kilometern nicht lohne, den Verwandten als Geschenk mit auf die Heimreise zu geben.

Nur im Ausnahmefall wurde mein Ansinnen akzeptiert.
Ich erhielt den Hinweis, meine Gedanken v o r dem Kauf zu ordnen!

So verhält sich nur ein Mensch mich Achtung und Respekt, kein Duckmäuser!

Ebenso wurden uns Geschenke mitgebracht, gekauft im „Deli-Laden“.

Mein Hinweis, das sei nicht notwendig, wir hätten alles vor der Tür, wurde dahingehend beantwortet, darüber solle ich mir mal nicht den Kopf zerbrechen, sie kommen gut klar und schenken gern!

So verhält sich kein Duckmäuser!

Nach Grenzöffnung mit Fortfall der Visapflicht für Bundesbürger machte ich bei einer Tour mit einigen Vertrauten per Fahrrad in kalter Jahreszeit über den Grenzübergang Zarrentin II in das ehemalige Sperrgebiet mit Besuch der Lokalisationen ähnliche Erfahrungen!

Die in Deinem Beitrag beschriebene Vorsicht gegenüber der SED und ihrer Machtinstrumente war, wie ich meine, dem Überlebenswillen geschuldet.

Damit verknüpft die Erforderlichkeit, eine Funktion und Position zu bestimmen und zu finden.

Die Erfahrung der Flucht und Vertreibung (Sudetenland) haben auch die Schwiegereltern der Cousine machen müssen.
Sie verleugneten weder sich noch ihre Heimat, aber so wie es aussah, mit Übervorsicht und der Routine aus einem untergegangenen Reich richteten sie sich ein.

Ich hatte bei allen Menschen weitestgehend nicht das Gefühl, daß eine Umerziehung im sozialistischen Sinne von Triumph gekrönt war.

Gegebenenfalls habe ich aber auch keinen strammen Parteigenossen getroffen und falls doch, hat sich dieser mir nicht zu erkennen gegeben.

Zum täglichen Trott in der DDR fehlte mir die Praxis.

Der zunächst in Westdeutschland zensierte und von Wolfgang Staudte verfilmte „Untertan“ war schon bei Entstehung des Buches, später durch die Präsentation des Obrigkeitshörigen seiner Zeit voraus und Prüfstein mit Menschentypen sämtlicher politischen Systeme.

Der „Spur der Steine“, als Buchvorlage zunächst im Erscheinungsjahr mit dem „Nationalpreis der DDR“ ausgezeichnet und später filmisch umgesetzt mit Manfred Krug, war auf Grund des Bezuges zur Wirklichkeit der damaligen Zeit ein ähnliches Schicksal vorherbestimmt!

Die raffinierte Beeinflussung durch manipulierte Massenmedien,
das @josy95 ist ein eigenes Kapitel und würde diesen Thread ohne Wenn und Aber sprengen …

Es grüßt Euch
Kressin


Durchaus, direkt nach der Wende habe ich keinen Parteifunktionär getroffen, um den Beitrag von @Grenzläufer aufzugreifen,
ich finde sie hier bei geselligem Zusammentreffen.
Zitat von IM Kressin im Beitrag Sind die Menschen früher in der DDR zu Duckmäusern erzogen worden?
Gegebenenfalls habe ich aber auch keinen strammen Parteigenossen getroffen und falls doch, hat sich dieser mir nicht zu erkennen gegeben.
Andererseits lese ich es gern, denn die Flimmerstunden mit Geschichten des Professors wurde selbst zur Geschichte, wie wiederkehrende Narrationen
seines dahingeschiedenen Flimmerlandes!


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!

"Wo ein Genosse ist, da ist die Partei, wo ein Genosse und eine Genossin ist, da ist die Hurerei" geklaut bei DoreHolm
Hapedi, bürger der ddr, Grenzläufer und josy95 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#118

RE: Zollrecht im Postverkehr

in Bundesgrenzschutz BGS 07.12.2017 12:58
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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #115
.
Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #113
und ne neue Levis kann sich auch nicht unbedingt jeder alle 3 Monate leisten.

Es soll sogar Menschen geben, denen es gar nicht in den Sinn kommt, nach einer "Lewis" Ausschau halten, ich besitze nämlich
weder eine solche noch eine andere "Nietenhose" und das schon seit Jahrzehnten. Ich hoffe das ist nicht strafbar ?

Als ich damals die DDR besuchte, ist mir aufgefallen, daß auch Bevölkerungsgruppen Jeans trugen, wie Angestellte im gehobenen Dienst, welche im Westen nie Jeans auf Arbeit getragen hätten. Wohl einfach, weil die im Laden erhältlichen Anzüge total aus der Mode waren. War immer etwa der "Horst Schlämmer Look".


Hapedi, IM Kressin und bürger der ddr haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#119

RE: Zollrecht im Postverkehr

in Bundesgrenzschutz BGS 07.12.2017 13:08
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #118
Wohl einfach, weil die im Laden erhältlichen Anzüge total aus der Mode waren. War immer etwa der "Horst Schlämmer Look".

Auch in der DDR gab es Schneider und Schuhmacher, die ihr Handwerk verstanden.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#120

RE: Zollrecht im Postverkehr

in Bundesgrenzschutz BGS 07.12.2017 13:15
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Eigentlich war das Thema "Zollrecht im Postverkehr" und wieder hat sich etwas verselbstständigt. Ich denke das war Absicht!

Denn das Zollrecht ist eine gesetzkliche Regelung des Staates und hat etwas mit der Durchsetzung im Alltag zu tun.
Mit solchen Fragen:
- was wurde verboten?
- was wurde wie entnommen?
- wie wurde der Postverkehr überwacht?
- wer war Betroffener?
- was geschah mit den entnommenen Artikeln?

Doch nun sind wir weitab dieser Thematik, statt dessen wurden hier die "gegenwerte" der Sendungen aufgeführt, es wurden die "Discounterwaren bemängelt", es wurden hier die moralischen Gründe der Sendungen angezweifelt, es wurden die Steuervorteile der Versender in das Spiel gebracht und, und.....

Liebe hartgesottene Verteidiger der DDR, ich muß schon sagen ihr habt es noch immer drauf und Euer Ziel erreicht!

Die Diskussion in eine neue Euch genehme Richtung gelenkt, klasse gemacht....

Traurig das ich das als "alter DDR Bürger" und als jemand der die Vergangenheit nicht verleugnet sagen muß.


Ein Ausspruch von A. Schopenhauer: "Seit ich die Menschen kenne liebe ich die Tiere"


Hapedi, Sperrbrecher und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.12.2017 13:16 | nach oben springen



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