9.November 1989 auf See in der Lübecker-Bucht

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18.11.2017 01:34
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#46
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #38
Zitat von Andi im Beitrag #36
geh auf google earth, dann kannste die dinger angucken


Vielen dank,ich Frage lieber mal jemanden der sich auskennt.

danke nochmals,sehr Nett.

Die beiden Inseln befinden sich im Greifswalder Bodden bzw.die Oie in der südlichen Ostsee in Sichtweite der Insel Usedom.Der Ruden spielte eine Rolle im Zusammenhang mit dem Raketenstartplatz Peenemünde,hier befindet sich heute noch ein Kontrollturm zur Beobachtung der gestarteten V1/2 von Peenemünde aus.
Quelle:eigenes Bild
Die Greifswalder Oie,liegt nordöstlich der Linie Thiessow(Südspitze Rügen)und Nordspitze Usedom,die die Grenze des Boddens markiert und war der östlichste Kontrollpunkt der GT zu DDR Zeiten.Hier steht der lichtstärkste Leuchtturm der Ostsee(knapp 50km Reichweite) und der einzige linksdrehende in der Region.
Beide Inseln können von Peenemünde oder Freest aus mit dem Schiff besucht werden,privates anlegen ist aber nur in Notfällen erlaubt.Auf der Oie gibt es die größte Vogelberingungstation Deutschlands die von Hamburger Verein Jordsand betrieben wird.Einer der DGzRS Kreuzer hat hier seinen Stützpunkt um im Notfall anderen Schiffen schnell helfen zu können.http://www.insel-usedom.net/inseloie.htm
Soviel erstmal dazu.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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18.11.2017 19:53
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#47
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Ich war im Sommer 1962 mehrere Wochen als Praktikant ( Maatenschüler Signal ) auf der Oi.Schön, daß es Sommer war, da war alles erträglich. Von unserem Stützpunkt, einem alten Fischerhaus oberhalb des Hafens, bis zur KBS nähe Leuchtturm am anderen Ende der Insel, ca. 1,5 Km 20 Min zu Fuß durch wahrhaft blühende Landschaft, immer an der Steilküste lang.Für Naturfreunde ideal.Da sich dort kaum jemand um die Wiesen kümmerte, ging einem das Gras bzw. die Blumen bis zu den Schultern.Da ist man quer durchgetrampelt. ohne Angst vor Zecken, heut undenkbar.In der Steilküste waren viele Mövennester, man konnte von oben gut hineinsehen, wie gefüttert und wenn man Glück hatte auch geschlüpft wurde.
Anzugsordnung zum KBS Dienst war 2. Garnitur blau mit Stahlhelm und Schutzmaske, ohne Waffe.Wenn jeman hätte landen wollen, hätten wir es schon von weitem gesehen.
Freizeit war im Dienstgebäude. Damals gab es noch Alkohol,die einzigste Abwechslung nach Dienst.
Toilette, Plumsklo übern Hof . Alles ging in einen Kübel, der dann ,wenn er voll war manuell entleert werden mußte.Im wahrsten Sinne schöne Scheiße.
Verpflegung und Post kam in der Regel 1x/Woche.Getrunken wurde nach Strichliste, die dann am Gehaltstag wieder auf Null gesetzt wurde.
Mit 19 Jahren kein unbedingt idealer Job abseits der Zivilation.Wenn ich mich recht erinnere, warmes Wasser gab es glaube ich auch nicht.
Aber das gab es zu meiner Zeit in der Flottenschule Parow auch nicht.1x pro Woche ging es kompanieweise zum Duschen. Ansonsten Körper und Wäsche waschen nur mit kaltem Wasser.
Als ich dann in die 4. Flottille nach Warnemünde und später nach Tarnewitz kam und ständig warmes Wasser vorfand,das war Luxus pur.
Ich weiß nicht, ob es das heut noch gibt, Kasernen nur kaltes Wasser.Wir waren eben noch richtige Männer und nicht verwöhnt.


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19.11.2017 09:30 (zuletzt bearbeitet: 19.11.2017 17:20)
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#48
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Mich interessiert was, hat zwar nicht unbedingt mit dem 9. November zu tun aber mit der See schon.
Ich nehme mal an die Küstenfischerei war ein echtes "Problem" damals, so eine traditionelle Tätigkeit konnte man ja nicht einfach verbieten in einer Küstenregion.
Wie weit durften die überhaupt rausfahren, hart an die Grenze oder mit etwas Sicherheitsabstand und waren die Kapitäne der Kutter in der näheren Betreuung?
Gab es auch festgelegte Sperrzonen die von Fischern nicht befahren werden durften?


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19.11.2017 09:33
avatar  Pit 59
#49
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Betreuung,der war gut Hanum


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19.11.2017 19:06
avatar  RainAir
#50
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Zitat von Andi im Beitrag #37
1989 war für uns das wort videokamera ein fremdwort![quote]

@Andi, dass mit dem Videobeweis war nicht ganz so ernst gemeint. Pardon, wenn das nicht auf Anhieb erkennbar war.


Viele Grüße

Rainer


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19.11.2017 20:35
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#51
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hallo Hanum83,
die küstenfischerei war kein problem im sinne des grenzschutzes. sie wurde sogar gefördert. als die damalige ddr ihre ttg auf 12sm erweitete, haben sich damit auch die fischgründe erweitert. ( die republik braucht fisch!) ein problem waren die "fremdfischer". vorallem dänen und schweden.
wie jeder bürger der ddr wurde man vom mfs durchleuchtet, wenn man die absicht hatte zur see zufahren. ob nun tätig in der küsten-oder hochseefischerei.
die fischereiaufsicht auf see im rahmen der küstenwache gibt es auch heute noch.


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19.11.2017 20:48
avatar  Pit 59
#52
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Trotz aller Bemühungen, es gab keinen Kontakt mehr zum OP-Dienst der 6.Grenzbrigade-Küste! das schreibst Du.

Andere schreiben das
Was stimmt denn jetzt ?


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19.11.2017 21:08 (zuletzt bearbeitet: 19.11.2017 21:09)
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#53
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Zitat
die fischereiaufsicht auf see im rahmen der küstenwache gibt es auch heute noch.



Klingt aber komisch Dein Satz, als sei die Fischereiaufsicht irgendwie Erbe der Grenzbrigade Küste oder damit verwandt. Das ist auch die heutige Küstenwache und die Bundespolizei auch nicht. Da gibt es gerade keine Kontinuität. Zum Glück.


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19.11.2017 21:11
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#54
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eine fischereiaufsicht gab es schon zu keisers-zeiten, hat mit mit der 6.gbk nichts zu tun


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19.11.2017 21:20
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#55
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Dann sind wir uns ja mal einig.


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19.11.2017 21:32
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#56
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G442 "Templin" war damals(so glaube ich) im vorgelagertem Vorpostenbereich Rostock-Rostock Reede im 12sm-Bereich im Einsatz. Auf die Ereignissen in der Lübecker-Bucht, hatte die "Templin" keinen Einfluss. Die G444 "Zingst" lag direkt im Vorpostengebiet westliche Lübecker-Bucht, direkt an den Grenztonnen.


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19.11.2017 22:58
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#57
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hallo Pit 59,
ich weiß nicht wo du dieses Stück "Zeitgeschichte" gefunden hast, ich kann dir aber mit gutem Gewissen sagen, dass dieses Stück Papier nichts wert ist.
Niemals wurde über Funk "klartext" gesprochen, also so wie: "Genosse Kommandant handeln Sie........" u.s.w., denn eine UKW-Verbindung mit einer Reichweite von mehr als 10sm muß noch erfunden werden. Wenn überhaupt Klartext gesprochen wurde ging dies nur über eine verschlüsselte Funkverbindung, damals hieß dieses Ding "SIRENA" (stink geheim, weil im Netzwerk der VOF). Welche Funknetze und Frequenzen damals dafür genutzt wurden, habe ich nicht viel Ahnung, denn dafür gab es ja einen Funker an Bord.
Auf der "Templin G442" war nach meiner Erinnerung ein Kommandant mit Dienstgrad Oberleutnant zur See im Einsatz. Sein Name ist mir bekannt.
soviel zu deinem - Was stimmt denn jetzt?-.


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20.11.2017 01:32
avatar  andyman
#58
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Zitat von Thunderhorse im Beitrag #27


Wo die wohl alle hingefahren sind!
Der Kdt. des Grenzboot G 442 das bei L. (siehe der Auszug in Beitrag 26) und bei F. genannt wird ist übrigens der hiesige Themenersteller.
Als Quelle gibt L. ja das Buch II von F. an!

Der Themenersteller sagt im #56 etwas anderes.Er kenne den Kommandanten der Templin G442,also ist er es nicht selbst,er spricht vom G444 Zingst auf Vorposten an den Grenztonnen,das passt ja auch zum #1 und nicht Reede Rostock.
Es wird klar das ohne Zeitzeugen eine reale Aufarbeitung von Ereignissen sehr verworren ist weil jeder etwas anderes behauptet.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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