Leipziger Messe

  • Seite 1 von 3
29.10.2017 04:38
avatar  ( gelöscht )
#1
avatar
( gelöscht )



Die Messe war immer eine Reise wert. Der "Messekatalog" sehr begeehrt. auch die anderen Werbebrospekte erlaubten einen Blick in die große weite Welt!


 Antworten

 Beitrag melden
29.10.2017 08:47
#2
avatar

Hubert bleib auf deinen Nostalgietrip ,schau heut nach Leipzig wir Leipziger bekommen doch nicht ,mal mehr mit das überhaupt eine Messe ist


 Antworten

 Beitrag melden
29.10.2017 09:04
avatar  furry
#3
avatar

Zitat von damals wars im Beitrag #1

Die Messe war immer eine Reise wert. Der "Messekatalog" sehr begeehrt. auch die anderen Werbebrospekte erlaubten einen Blick in die große weite Welt!


Na, da war Dein Klassenstandpunkt aber noch nicht sonderlich gefestigt, wenn Du von diesen Hochglanzprospekten, die sterbenden, faulenden, parasitären Kapitalismus zeigten, begeistert warst.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


 Antworten

 Beitrag melden
29.10.2017 11:12
avatar  ( gelöscht )
#4
avatar
( gelöscht )

Stimmt. Aber, ich ging natürlich zu erst in den sowjetischen Pavillon, die Erfolge der sowjetischen Autoindustrie und der sowjetischen Raumfahrt bewundern!


 Antworten

 Beitrag melden
29.10.2017 11:15
avatar  ( gelöscht )
#5
avatar
( gelöscht )

Habe einmal diese köstliche Geschichte aus einem anderen Fred herüber geholt. Und sie etwas überarbeitet, denn es war eben alles menschlich...auch zur Leipziger Messe.

Folgendes, ein guter Freund, er ist schon etwas älter, hatte mir einmal folgende Geschichte erzählt: " Also der Kerl war Elektriker bein einer PGH war es wohl und diese zuständig für die vielen Leuchtreklamen in der Leipziger Innenstadt. So waren sie auch zur Leipziger Messe öfters Abends unterwegs, denn die Leuchten mussten makelos sein, immer in Schuss, sie waren halt Aushängeschilder für den Osten, die DDR.
So waren sie gegenüber einem kleinen Hotel zugange, er mit seinem Kollegen. Ach so, ich vergaß, in seiner Freizeit fuhr er Taxi und kannte ne Menge Klientel, die leichten Mädchen und auch einige der Kunden.Ich muss hier noch einfügen für die Jugend, die hier mitliest, es ist absolut nicht " Jugendfrei! Also ab ins Bett, Jungen und Mädchen, ihr könnt morgen wieder....
Der dumme Zufall will es, in einem Zimmer( erleuchtet) im oberen Stockwerk saß ein junges hübsches Mädchen nackt auf einem Stuhl, eine herrliche alte Kaffeemühle in der Hand und mahlte schön die Kaffeebohnen...er kannte sie.
Hinter ihr stand ebenfalls nackt der Kunde, ein westdeutscher Vertreter, den kannte er wohl auch.
Der hatte" so Etwas" auf die Schulter des Mädchens gelegt, und sie mahlte, und er machte, und sie mahlte, und er machte....."
Na, den Rest könnt ihr euch denken.
Wir haben so gelacht, als er von diesem verklemmten Kunden erzählte, wir lagen sinngemäß am Boden...
Der Junge muss wohl dem Kaffeegeruch erlegen sein.

Kleines PS noch: Ich bitte darum, sich nicht am westdeutschen Vertreter zu stören, Denn es hätte naturlich auch ein Genosse ...vielleicht vom MfS sein können. Weil, eben fast Alles menschlich ist.

Rainer-Maria


 Antworten

 Beitrag melden
29.10.2017 11:51 (zuletzt bearbeitet: 29.10.2017 11:53)
#6
avatar

Die westlichen Devisenbringer waren willkommen, und doch wieder nicht.
Das war schon schizophren.

Meine Schulklasse hat unterwegs spontan einen "Westwagen" aus einer Schneewehe geschoben und der dankbare Fahrer spendierte Schokolade.
Unser Lehrer kritisierte uns hinterher dafür, den "Klassenfeind" zu unterstützen.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


 Antworten

 Beitrag melden
29.10.2017 12:33
#7
avatar

zu #3, "der Messekatalog" war ein vom Messeamt herausgegebenes Ausstellerverzeichnis. Nicht mehr und nicht weniger.
Für Messebesucher, wenn sie nicht gerade geschäftlich auf der Messe zu tun hatten, eher uninteressant.

Was bei den Besuchern begehrt war waren die Kataloge an den Messeständen der diversen Firmen und die hatten mit dem Messekatalog nichts zu schaffen.

Übrigens waren nicht ausschließlich "Westkataloge" begehrt.
Die Kataloge der diversen Verlage der DDR waren sehr begehrt und es war immer ratsam am ersten Messetag in das Buchmessehaus zu gehen um dieser Kataloge habhaft zu werden.

Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler


 Antworten

 Beitrag melden
29.10.2017 13:24
avatar  GKUS64
#8
avatar

Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #5


Der dumme Zufall will es, in einem Zimmer( erleuchtet) im oberen Stockwerk saß ein junges hübsches Mädchen nackt auf einem Stuhl, eine herrliche alte Kaffeemühle in der Hand und mahlte schön die Kaffeebohnen...er kannte sie.
Hinter ihr stand ebenfalls nackt der Kunde, ein westdeutscher Vertreter, den kannte er wohl auch.
Der hatte" so Etwas" auf die Schulter des Mädchens gelegt, und sie mahlte, und er machte, und sie mahlte, und er machte....."
Na, den Rest könnt ihr euch denken.

Rainer-Maria


Also ich versuche es schon mit dem Denken, jedoch ich hab das ganze noch nicht richtig erfasst. Waren es die rhythmischen Bewegungen, war es der Kaffeduft, warum die Schulter? Ohne Mühle , ohne Kaffe und ohne Schulter wäre es doch viel effektiver gewesen. Mir fehlt eben manchmal die Fantasie. Na vielleicht hilfst du mir auf die Sprünge!

MfG

GKUS64


 Antworten

 Beitrag melden
29.10.2017 13:31
avatar  ( gelöscht )
#9
avatar
( gelöscht )

Zitat von schulzi im Beitrag #2
Hubert bleib auf deinen Nostalgietrip ,schau heut nach Leipzig wir Leipziger bekommen doch nicht ,mal mehr mit das überhaupt eine Messe ist


die Buchmesse bekommt man schon mit!
Das man sich von dem anderen verabschiedet hat, ob das richtig war, wer weiß. Die Baustelle war damals schon beeindruckend.


 Antworten

 Beitrag melden
29.10.2017 14:50
avatar  GKUS64
#10
avatar

Also die Leipziger Messe war auch für mich und für "meinen" Betrieb ein Ort wo man sich international orientieren konnte.
Nun gab es von der Betriebsseite zwei Varianten, 1. Für konkrete Verhandlungen, z.B. Einkauf von Maschinen, musste eine sogenannte Verhandlungsdirektive vom Betrieb erteilt werden (lief zur Genehmigung durch viele Abteilungen, bis zur Kombinatsleitung).
2. Allgemeine Informationsreise, jedoch ohne Gesprächsgenehmigung.

In der Zeit, wo es altersmäßig noch vertretbar war, habe ich dann immer bei den Firmen gesagt, ich sei Student und hätte gern dieses und jenes Informationsmaterial. Klappte meistens . Später habe ich auch ohne "Direktive" Gespräche geführt (ab und zu umgedreht, dass mich niemand sieht, obwohl das Ganze ja für den Betrieb erfolgte!), Bei Fragen zur Betriebsanschrift oder Privatanschrift (z.B. wegen Nachsendung von Prospekten) bin ich ausgewischen, die meisten kannten jedoch unser Problem und hatten Verständnis.

Ja es war wirklich kurios, man engagierte sich für den Betrieb und musste noch ein schlechtes Gewissen haben!

MfG

GKUS64


 Antworten

 Beitrag melden
29.10.2017 16:43 (zuletzt bearbeitet: 29.10.2017 16:44)
avatar  TOMMI
#11
avatar

Ich war seit 1983 regelmäßig dort, mindestens 1 mal im Jahr, wenn's möglich war 2 mal.War immer sehr interssant. Man musste nicht einmal ausländische Stände besuchen, damit man ein "Auge" bekam. Was die DDR ausstellte, damit brauchte man sich nicht zu verstecken. Der Haken war nur: Die Dinge, die ich sah, bekam ich in keinem Geschäft und auch in keinem Betrieb zu sehen. Heute wissen wir, was damit geschah. Ja, auch der sowjetische Pavillion war interessant. Zum einen wegen der Luft-, Raumfahrtechnik und dem Schiffsbau, dann ab 1985 war hier begehrtes Info-Material über die Perestrojka zu bekommen. Ja, dann vor allem auch die westlichen Stände (vor allem der Automobilhersteller während der Herbstmesse) waren begehrt. Auch ich gehörte zu den unverbesserlichen Prospektesammlern. Dann hörte ich, dass die Franzosen während der Messe Leipzig mit der Concorde anflogen. Die Flugzeit soll so um die 20min betragen haben.

EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


 Antworten

 Beitrag melden
29.10.2017 16:56
avatar  Pit 59
#12
avatar

Ich Fahre auf keine Messe wenn ich sehe was ich nicht Kaufen kann.


 Antworten

 Beitrag melden
29.10.2017 17:00
avatar  ( gelöscht )
#13
avatar
( gelöscht )

Mein Betrieb kaufte regelmäßig Ausstellungsstücke, so das der Fuhrpark bei den Gabelstablern in Buna ziehmlich bund war.


 Antworten

 Beitrag melden
29.10.2017 17:11
avatar  ( gelöscht )
#14
avatar
( gelöscht )

Ich fand die unterirdische Messehalle am Besten (Suhl), den SU-Pavillon und, auf der Industriemesse, die Loks und Wagen.


 Antworten

 Beitrag melden
29.10.2017 17:54
#15
avatar

Dann hörte ich, dass die Franzosen während der Messe Leipzig mit der Concorde anflogen. Die Flugzeit soll so um die 20min betragen haben.


Ist so nicht ganz korrekt. Der Anflug erfolgte über Skandinavien. Ca. 1,5h Flugzeit. Gewartet wurde sie von britischen Bodenpersonal (?). Soweit meine Erinnerung. Habe mir auch den Innenraum der Concorde angeschaut. Nachts, gegen 23.00 war Abflug der Concorde. Sie flog dann eine Ehrenrunde über den Flugplatz in 1000m Höhe bei voller Beleuchtung. Sah sehr imposant aus.


passport


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!