X

#61

RE: Wo ist der Stolz der DDR Bürger geblieben?

in Leben in der DDR 30.10.2017 15:53
von Moskwitschka | 3.417 Beiträge | 2407 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Moskwitschka
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von DoreHolm im Beitrag #58
Also bitte nicht auf die Bilderstürmerei eingehen.


Die kollektive Bilderstürmerei nach gesellschaftlichen Umbrüchen ist das eine. In der DDR war aber noch ein anderes Phänomen zu beobachten. Nicht wenige haben Werte entsorgt, auf die sie noch vor kurzem solz waren, vom Auto über den Fernseher bis zur Schrankwand und mit der nicht selten die Bücher landeten auf dem Müll. Eng damit verbunden nicht selten das Selbstbewußtsin und der Selbstwert. Von anderen Werten will ich garnicht erst anfangen.

Morgen wird in Russland der Gedenktag für die Opfer der Repression begangen. Alexander Solschenizyn sagte im Gespräch mit der „Neuen Zürcher Zeitung“ im Dezember 1998

„Man kann alle wirtschaftlichen, staatlichen, physischen Katastrophen überleben, nicht aber geistige. Wenn wir uns aufgeben, wenn wir aufhören an uns, an unsere Zukunft zu glauben, dann sind wir erledigt.“

Moskwitscka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky


Heckenhaus, DoreHolm und bürger der ddr haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.10.2017 16:10 | nach oben springen

#62

RE: Wo ist der Stolz der DDR Bürger geblieben?

in Leben in der DDR 30.10.2017 16:32
von Freienhagener | 6.756 Beiträge | 12696 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Freienhagener
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Der Ersatz eines Trabbis durch was Besseres (nur um ein Beispiel aufzunehmen) ging gewiß nicht mit dem Verlust des Selbstbewußtseins einher.
So gab es schon zu DDR-Zeiten stolze Besitzer offiziell importierter "Westware", wie Videorekorder oder eben Mazda-Autos. Diejenigen, die sich das leisten konnten und vielleicht die entsprechenden Beziehungen hatten, die waren sehr selbstbewußt und stolz schon vor ´89.

Wahre Werte (die lebensnotwendigen vorausgesetzt) sehe ich auf anderem Gebiet.
Wenn das Geistige mit dem bis dato Geltenden/Vorherrschenden weitgehend übereinstimmte, dann war der persönliche Verlust groß.
Dagegen gibt es 2 Strategien: Umorientierung oder mehr oder weniger konsequentes Festhalten, immun gegenüber der Realität.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


der Anderdenkende, berndk5 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.10.2017 17:10 | nach oben springen

#63

RE: Wo ist der Stolz der DDR Bürger geblieben?

in Leben in der DDR 30.10.2017 16:47
von buschgespenst | 2.360 Beiträge | 7304 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds buschgespenst
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #55
Was mir so einfiel,in dem Jahr als unser Harzwanderer geboren wurde(1968) sprengte der Staat gerade dieses hässliche Bauwerk von Pauliner/ Universitätskirche in Leipzig. Und baute was Neues dahin, an deren Stelle. Ich fand das immer gut, wenn was Modernes entstand...war ja wohl dann ne ordentliche Universität.
Rainer-Maria

Und einen guten Tag allen ins Forum


Nur mal so am Rande, die Universität Leipzig wurde 1409 gegründet!

...


Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)
Rainer-Maria Rohloff und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#64

RE: Wo ist der Stolz der DDR Bürger geblieben?

in Leben in der DDR 30.10.2017 17:57
von GKUS64 | 2.517 Beiträge | 5001 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds GKUS64
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #43


Viele haben schon kräftig mit daran gearbeitet, daß in vielen Bereichen sehr viel den Bach herunter ging und sich heut hinstellen, der Soz. war Schuld. Der Soz. sicherlich nicht, denn wer sich mal mit der Theorie befaßt hat, weiß auch, daß etwas anderes herauskommen sollte.Aber die Zeit war dafür, das wissen wir ja nun nicht reif dafür.
Nur auf diesen Kapitalismus,in dem ich jetzt lebe, muß ich nicht stolz sein.Ich weiß nicht, ob in den nächsten Jahren noch mehr Unsicherheit und soziale Probleme auftreten. Alle 4 Jahre werden die Probleme angesprochen und alle 4Jahre werden Lösungen zugesichert. Wie versprochern, so gebrochen
Überall füllen sich Manager auf Kosten der kleinen Leute die Taschen, und die, welche die Milionen erwirtschaften fliegen auf die Straße.Wer auf solche Gesellschaft stolz sein will. der soll es sein, wahrscheinlich solange, bis es einen selbst erwischt.



Hallo @Signalobermaat,

deine Betrachtungen zum Stolz unter DDR-Bedingungen achte ich.
Gleichzeitig frage ich mich aber immer, warum sich die meisten Menschen in dieser Staatsform nicht wohlfühlten?
Du schreibst "Aber die Zeit war dafür, das wissen wir ja nun nicht reif dafür".

Mit dieser Aussage lassen sich natürlich alle Fehler des Systems erklären.

Früher habe ich auch mal utopisch gedacht:
- Die Länder des Warschauer Paktes müssten doch aufgrund ihrer Intelligenz und der vorhandenen Bodenschätze in der Lage sein, der Welt die Vorzüge einer gerechten Gesellschaftsordnung darzulegen und auch praktisch zu zeigen, dass nur in dieser Gesellschaft Gerechtigkeit herrscht.

Jetzt bin ich nunmehr der Meinung, die Zeit und die Menschen werden nie reif sein!
Die Menschheit funktioniert nur mit Druck an den richtigen Stellen!
Im jetzigen System wird der Druck über das Geld ausgeübt. Die Alternative wäre eine Diktatur, die wollen wir nicht, die hatten wir schon!
Und nochmal zur Reife der Zeit:

Über 70 Jahre wurde am kommunistischen und sozialistischen System herumgebastelt, mit welchem Ergebnis?

Sogar 40 Jahre mit deutscher Gründlichkeit wurde es in der DDR versucht!

Hätten diese Zeiten nicht als Reifezeit genügen müssen?

Mein Fazit: Der kapitalistische Realismus ist mir lieber als der utopische Kommunismus/Sozialismus!

MfG

GKUS64



1941ziger, Freienhagener, andyman, beobachter, berndk5, der Anderdenkende und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#65

RE: Wo ist der Stolz der DDR Bürger geblieben?

in Leben in der DDR 30.10.2017 18:12
von Heckenhaus | 7.456 Beiträge | 11140 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Heckenhaus
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Freienhagener im Beitrag #62

........So gab es schon zu DDR-Zeiten stolze Besitzer offiziell importierter "Westware", wie Videorekorder oder
eben Mazda-Autos. Diejenigen, die sich das leisten konnten und vielleicht die entsprechenden Beziehungen hatten,
die waren sehr selbstbewußt und stolz schon vor ´89.......



Das waren in meinen Augen arme Würste, wenn sich deren Stolz sich in der Hauptsache auf materiellen Dingen begründete.
Besitz, möglichst noch ohne viel eigenes Zutun, ist das Letzte, was Stolz rechtfertigt.
Ich kannte einige Leute in und um Berlin, mit gewissen Eigentümern, aber waren die stolz ?
Auf was denn ? Auf die Westverwandtschaft ? oder darauf, daß man überzogene Preise selbst gezahlt hat ?
Nein, keiner von denen war stolz oder gar abgehoben. Man hatte eben, und gut war es.
Diese Protzmentalität, das stolze Gehabe wegen eines Autos, einen Tick besser als beim Nachbarn, das brachte erst der Westen mit.


.
.

.


DoreHolm, LO-Wahnsinn und bürger der ddr haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#66

RE: Wo ist der Stolz der DDR Bürger geblieben?

in Leben in der DDR 30.10.2017 18:18
von Alfred | 7.608 Beiträge | 2540 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Alfred
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

GKU,


eigentlich muss ich Dir dies doch nicht erklären.

Schau auf die Situationen 1917 / 18 in Russland und 1945 in der UdSSR / später in der DDR etc. Die waren doch wohl ganz verschieden zu den Voraussetzungen im "Westen ".

Und natürlich wurden im "Osten" auch viele Fehler gemacht oder man setzte auf das "falsche Pferd".

Oder nimm die UdSSR. Gorbatschow war, bevor er Staatschef wurde, im Politbüro verantwortlich für die Landwirtschaft. In diesen Jahren war ich öfters in der UdSSR. Man schlug über seine Politik in Bereich der Landwirtschaft nur die Hände über den Kopf zusammen. Das führte soweit, dass die DDR Massen an Lebensmitteln, Kartoffeln etc. an die Sowjetunion lieferte. In den Sommermonaten stellte die Deutsche Reichsbahn Mengen an Wagons zur Verfügung, damit von den sow. Streitkräften LKW in die UdSSR transportiert werden konnten um bei Ernteeinsätzen wenigstens etwas zu helfen. Dann wollte die DDR diese Wagons zurück und bekam die Antwort, nichts ist. Schaut mal in die entsprechenden Abkommen, ihr habt euch entsprechend verpflichtet entsprechende Transporte zu übernehmen.

Alles ein weites Feld und sehr kompliziert.



Signalobermaat, DoreHolm und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#67

RE: Wo ist der Stolz der DDR Bürger geblieben?

in Leben in der DDR 30.10.2017 19:02
von GKUS64 | 2.517 Beiträge | 5001 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds GKUS64
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Alfred im Beitrag #66
GKU,


eigentlich muss ich Dir dies doch nicht erklären.

Schau auf die Situationen 1917 / 18 in Russland und 1945 in der UdSSR / später in der DDR etc. Die waren doch wohl ganz verschieden zu den Voraussetzungen im "Westen ".

Und natürlich wurden im "Osten" auch viele Fehler gemacht oder man setzte auf das "falsche Pferd".

Alles ein weites Feld und sehr kompliziert.


Hallo @Alfred

also Alfred ob nun "Zeit nicht reif" oder "andere Voraussetzungen" "oder man setzte auf das "falsche Pferd"", für mich alles nebulöse Begründungen für ein nicht funktionierendes System.
Ich arbeitete z.B. 30 Jahre bei Pentacon, die Kameraindustrie war in Deutschland vor dem II. Weltkrieg führend, sogar bis ca. 1960 auch in der DDR. Alte Konstrukteure
erzählten uns damals voller "Stolz" (wieder im Thema!), dass die Japaner viele Konstruktionsausführungen von uns 1:1 abgekupfert haben. Dannach sind sie rasant an uns vorbei gezogen. So war es auch inder Autoindustrie und in anderen Zweigen. Welche Voraussetzungen hatten denn die Japaner nach den verheerenden Zerstörungen durch die Atombomben?

Also es tut mir leid, deine Argumente überzeugen mich nicht!

MfG

GKUS64



Freienhagener, der Anderdenkende und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.10.2017 19:05 | nach oben springen

#68

RE: Wo ist der Stolz der DDR Bürger geblieben?

in Leben in der DDR 30.10.2017 19:05
von Freienhagener | 6.756 Beiträge | 12696 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Freienhagener
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #65
Zitat von Freienhagener im Beitrag #62

........So gab es schon zu DDR-Zeiten stolze Besitzer offiziell importierter "Westware", wie Videorekorder oder
eben Mazda-Autos. Diejenigen, die sich das leisten konnten und vielleicht die entsprechenden Beziehungen hatten,
die waren sehr selbstbewußt und stolz schon vor ´89.......



Das waren in meinen Augen arme Würste, wenn sich deren Stolz sich in der Hauptsache auf materiellen Dingen begründete.
Besitz, möglichst noch ohne viel eigenes Zutun, ist das Letzte, was Stolz rechtfertigt.
Ich kannte einige Leute in und um Berlin, mit gewissen Eigentümern, aber waren die stolz ?
Auf was denn ? Auf die Westverwandtschaft ? oder darauf, daß man überzogene Preise selbst gezahlt hat ?
Nein, keiner von denen war stolz oder gar abgehoben. Man hatte eben, und gut war es.
Diese Protzmentalität, das stolze Gehabe wegen eines Autos, einen Tick besser als beim Nachbarn, das brachte erst der Westen mit.



Ich meinte einfachen Besitzerstolz anstelle des von Moskwitschka behaupteten angeblichen Verlustes eines "DDR-Stolzes" bei Verschrottung bisheriger Konsumgüter.
Mehr nicht - nur in diesem Zusammenhang.
Die Leute hatten sicherlich noch andere Dinge im Kopf.
Aber man war z. B. nicht stolz auf die Schrankwand oder den Trabbi, nur froh, überhaupt eine oder einen "fahrbaren Untersatz" zu haben. Allbekannte DDR-Trabbiwitze sprechen eine deutliche Sprache.

Ich denke, diese staatlichen DDR-Importe (Videorekorder, Mazda) kennst Du. Das hatte nichts mit Westverwandtschaft zu tun.
Damals gab es im "Eulenspiegel" ein "Funzel"-Rätsel: "Platz da für meinen ....".
Ich konnte das Rätsel nicht lösen, weil ich die Automarke Mazda noch nicht kannte.

Diese Leute hatten genug DDR-Mark und waren bereit, für diese Waren jeden Preis zu zahlen.
(Dieser "Stolz" war definitiv vor ´89, einfach als Freude, ein Spitzenprodukt zu benutzen, vielleicht auch als Angabe gegenüber dem Nachbarn)


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


der Anderdenkende und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.10.2017 19:15 | nach oben springen

#69

RE: Wo ist der Stolz der DDR Bürger geblieben?

in Leben in der DDR 30.10.2017 19:09
von der alte Grenzgänger | 1.468 Beiträge | 2201 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds der alte Grenzgänger
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Alfred im Beitrag #66
.In den Sommermonaten stellte die Deutsche Reichsbahn Mengen an Wagons zur Verfügung, damit ...

Dann wollte die DDR diese Wagons zurück und bekam die Antwort, nichts ist. Schaut mal in die entsprechenden Abkommen, ihr habt euch entsprechend verpflichtet entsprechende Transporte zu übernehmen...


Alfred, hatten die Waggons 1435 oder 1524 mm Spurweite ?
.. nur deshalb gefragt, schon an so ein paar Millimetern eine Legende scheitern kann ..
Schwer vorstellbar, dass diese "Mengen" extra umgespurt worden sind, um diese in der SU zu behalten.. aber mancher "OPW"- Wagen ist wahrscheinlich jahrelang nicht in sein "Heimatland" zurückgekehrt- war doch eine vernünftige Organisation...

Siggi
(gerade "stolz wie Bolle "...)


"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#70

RE: Wo ist der Stolz der DDR Bürger geblieben?

in Leben in der DDR 30.10.2017 19:16
von Alfred | 7.608 Beiträge | 2540 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Alfred
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Geh mal davon aus, dass dies schon funktioniert hat.

Da gab es immer schwere Verhandlungen zwischen der DDR und der UdSSR.



nach oben springen

#71

RE: Wo ist der Stolz der DDR Bürger geblieben?

in Leben in der DDR 30.10.2017 19:19
von Alfred | 7.608 Beiträge | 2540 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Alfred
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von GKUS64 im Beitrag #67
Zitat von Alfred im Beitrag #66
GKU,


eigentlich muss ich Dir dies doch nicht erklären.

Schau auf die Situationen 1917 / 18 in Russland und 1945 in der UdSSR / später in der DDR etc. Die waren doch wohl ganz verschieden zu den Voraussetzungen im "Westen ".


Und natürlich wurden im "Osten" auch viele Fehler gemacht oder man setzte auf das "falsche Pferd".

Alles ein weites Feld und sehr kompliziert.


Hallo @Alfred

also Alfred ob nun "Zeit nicht reif" oder "andere Voraussetzungen" "oder man setzte auf das "falsche Pferd"", für mich alles nebulöse Begründungen für ein nicht funktionierendes System.
Ich arbeitete z.B. 30 Jahre bei Pentacon, die Kameraindustrie war in Deutschland vor dem II. Weltkrieg führend, sogar bis ca. 1960 auch in der DDR. Alte Konstrukteure
erzählten uns damals voller "Stolz" (wieder im Thema!), dass die Japaner viele Konstruktionsausführungen von uns 1:1 abgekupfert haben. Dannach sind sie rasant an uns vorbei gezogen. So war es auch inder Autoindustrie und in anderen Zweigen. Welche Voraussetzungen hatten denn die Japaner nach den verheerenden Zerstörungen durch die Atombomben?

Also es tut mir leid, deine Argumente überzeugen mich nicht!

MfG

GKUS64


Aber wie war denn Japan oder die UdSSR insgesamt zerstört. Das kann man doch nicht an zwei Atombomben festmachen. Russland hatte rund 27 Millionen Tote zu beklagen, Japan rund 4 Millionen.

In Russland stand doch nach 1945 kaum noch was.



damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#72

RE: Wo ist der Stolz der DDR Bürger geblieben?

in Leben in der DDR 30.10.2017 19:20
von der alte Grenzgänger | 1.468 Beiträge | 2201 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds der alte Grenzgänger
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Alfred im Beitrag #70
Geh mal davon aus, dass dies schon funktioniert hat.

Da gab es immer schwere Verhandlungen zwischen der DDR und der UdSSR.


Na, wenn Du es sagst .. und da wurden dann die Radsätze passend gemacht, oder wie ..?

Siggi


"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#73

RE: Wo ist der Stolz der DDR Bürger geblieben?

in Leben in der DDR 30.10.2017 19:23
von Signalobermaat | 482 Beiträge | 847 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Signalobermaat
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Bei dem Thema ging es ja um den Stolz eines DDR Bürgers.Da geht es meiner Meinung nicht um persönliche Kleinigkeiten, die man nicht bekam, sondern um grundlegende Verallgemeinerungen, auf die man stolz sein konnte.Also z.B. auf unser Bildungssystem um nur noch ein Beispiel zu nennen,welches nun von der BRD über Finnland versucht wurde zu kopieren, oder das System der Kinderbetreuungen, die man nach 26 Jahren Einheit nun auch in der BRD eingeführt hat.Unser Gesundheitssystem, mit unserem grünen SVK Ausweis.Da geht es doch nicht darum daß nicht genügend Medizintechnik vorhanden war und jeder in die Röhre konnte, sondern ein System zu garantieren,daß kostenlos jedem zugänglich war, und nicht wie heut, Kassenpatient Wartezeit 5 Monate Privatpatient 3 Tage und und viele Heilbehandlungen nur mit privater Bezahlung möglich ist.( weil du arm bist mußt du früher sterben)Landärzte kaum noch da usw.
Es geht doch nicht darum, ob man eine Reise in die BRD nicht genehmigt bekam. Sicher für den Einzelnen schlimm und das es solche Beschränkungen gab, ist auch kein Grund stolz zu sein. Das hat doch aber mit dem Thema , so habe ich es verstanden, nichts zu tun.Es geht immer um Grundlegendes
Wenn ich alles aufzählen würde, was mir in der BRD nicht gefällt,was mir Behörden verweigern, wo man recht und hilflos der Bürokratie ausgesetzt ist ,könnte ich tagelang schreiben.Angefangen damit, sich Rechtsstaat zu nennen und politisch gewollt Verfassungsrecht bricht.Ich bin mir nicht so sicher, in welchem deutschen Staat mehr Unrecht geschehen ist und in der BRD noch weiter geschieht.Ganz offiziell sind wir gegen Nazis,aber Altnazis wurden rehabilitiert,bekommen Staatspensionen und Bundeswehreinrichtungen werden nach ihnen benannt. Widersprüchlicher geht es schon gar nicht mehr.
Und ich glaube auch,daß es viele Dinge in der BRD gibt, wo auch Altwessis nicht unbedingt stolz sein werden.Nichts desto trotz wird es viele geben, die auf das Erreichte in der BRD stolz sind, warum den nicht.Ich denke, es gibt überall etwas, worauf man stolz sein kann.
Wenn ich mich mit Ausländern unterhalte, die haben einen Nationalstolz, da ziehst einen die Schuhe aus, ob Pole, Slowake oder Tscheche. Also Länder, die gar nicht so gut da stehen,aber sie sind stolz auf ihr Land,egal was da geschehen ist.
Und wir Deutschen?
Und wenn das wieder einige nicht begreifen, worum es mir eigendlich ging, sorry, bleibt stehen wo ihr steht



passport, DoreHolm, LO-Wahnsinn, Klauspeter und bürger der ddr haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#74

RE: Wo ist der Stolz der DDR Bürger geblieben?

in Leben in der DDR 30.10.2017 19:28
von Harzwanderer | 3.606 Beiträge | 2455 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Harzwanderer
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Im Westen, insbesondere in West-Berlin, lernte man vor allem die geflüchteten DDR-Bürger kennen. Meine Mitschüler waren unter anderem mehrere Flüchtlingskinder. Von vielen hörte ich die fehlenden Bildung- und Berufsperspektiven der Familien als Grund, abzuhauen. Wer nicht Genosse werden wollte, kriegte doch keine Karrierechance? Stolz waren die nicht auf die DDR. Auf sich selber aber. Zurück wollte keiner. Aus denen ist auch was geworden.



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.10.2017 19:29 | nach oben springen

#75

RE: Wo ist der Stolz der DDR Bürger geblieben?

in Leben in der DDR 30.10.2017 19:30
von Alfred | 7.608 Beiträge | 2540 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Alfred
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #72
Zitat von Alfred im Beitrag #70
Geh mal davon aus, dass dies schon funktioniert hat.

Da gab es immer schwere Verhandlungen zwischen der DDR und der UdSSR.


Na, wenn Du es sagst .. und da wurden dann die Radsätze passend gemacht, oder wie ..?

Siggi


Wo soll denn das Problem beim umspuren bestanden haben.

Was denkst Du, was im Verteidigungszustand alles möglich gewesen wäre. ( rein von der Kapazität )



nach oben springen

#76

RE: Wo ist der Stolz der DDR Bürger geblieben?

in Leben in der DDR 30.10.2017 19:54
von berndk5 | 682 Beiträge | 4262 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds berndk5
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Hallo Pit59, niemand der es ehrlich meint dürfte auch nur ein einziges Wort Deines Beitrages # 52 bestreiten, anzweifeln oder gar kritisieren.

Auch wenn ein damals "dunkelroter" diese Situation (bei anderen) damals hilflos erleben musste, hilft Dir das heute und in der Zukunft auch nicht mehr.

Ich meine es bestimmt nicht als Vorwurf, wenn ich sage:
Es liegt in der Natur des Menschen, immer zuerst die Dinge im Nahbereich und unerfüllte Wünsche/Hoffnungen zu sehen. Das ist aber so.
Was treibt denn den Menschen/die Menschen an ???
Es sind doch meist unerfüllte Wünsche/Hoffnungen .
Das soll durchaus nicht nur materiell gemeint sein (Auto,Reisen etc.), sondern schließt die "Demokratie-Elemente" mit ein, die es bei uns nicht gab (freie Wahlen etc.) .
Dadurch, dass das alte System nicht in der Lage war auf diese Dinge mit den erforderlichen Mitteln und Maßnahmen zu reagieren, nicht in der Lage war die wirtschaftlichen Bereiche so auszurichten, wie es erforderlich gewesen wäre- dadurch wurden "durch die unerfüllten Wünsche/Hoffnungen der Menschen" durch die Menschen eine Veränderung herbeigeführt.

Sorry, es ist meine Meinung und ich habe es mir so zusammengereimt! Nirgendwo abgeschrieben oder gelesen, das muss auch nicht die alleinige Wahrheit sein- riecht aber sehr nach Wahrheit.
In diesem Sinne,auf ein Neues. berndk5

PS: Bitte "schieß mal zurück", wie Du das siehst ? beste Grüße ....

Gleich noch kurz zu Harzwanderer, na klar war das mit den Bildungschancen so `ne Sache. Ist es doch heute auch noch. Wenn Du Deine Kinder oder Enkel auf die staatliche Schule (z.B.) in Berlin oder Hamburg schickst, kann es schon passieren dass die Kinderlein deutsche Minderheiten in der Migrantenmasse aus zig Nationen sind. Manche, auch sehr gute Wohnungen liegen einfach so blöd, dass die Schul-Zuweisung so ausfällt. Meine Enkeltochter war deshalb in Fulda auf einer (erstaunlich großen) Privat-Schule. Gab sogar 2 Klassen je Jahrgangstufe. Ich glaube nicht, dass jeder Otto-Normal die 400 Euro monatl. Schul-Geld zuzüglich Extras zahlen konnte.
Andererseits denke ich auch, dass es genug Leute im Forum gibt, die im Familien- Freundes- oder Bekanntenkreis Beispiele haben, dass man auch ohne Parteibuch Entwicklungschancen hatte. Unbestritten bleibt natürlich, dass es m i t Parteibuch besser klappte. Wäre ja doof von der SED gewesen, wenn se das auch noch anders gemacht hätten- oder doch nicht! Da wäre vielleicht schon nach 20 Jahren Schluss gewesen- oder hätten die Parteilosen Experten den "DDR-Wirtschafts-Boom" ausgelöst ??? Ich weiß es nicht, ist ja heute auch egal.
Verstehen kann ich Dich und den Frust trotzdem, es ist ja sicher auch einfacher wenn man auf der "roten Seite" war.

Korrektur = #52



der Anderdenkende und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.10.2017 19:59 | nach oben springen

#77

RE: Wo ist der Stolz der DDR Bürger geblieben?

in Leben in der DDR 30.10.2017 19:56
von Hanum83 | 8.291 Beiträge | 13809 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Hanum83
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Etwas was angeblich über was verfaultes schon den wissenschaftlich begründeten ewigen Sieg davongetragen hatte, jedenfalls in der Aktuellen Kamera, hat mickrige 40 Jahre gehalten.
Nun gut, die Bedingungen waren wohl wirklich etwas schwierig und chaotische Planwirtschaft hat sie nicht gerade besser gemacht, am Ende hat wohl dann einfach das Abwenden der Schutzmacht hinter der polnischen Grenze ganz die Luft rausgelassen.
Also ich weiß nicht ob man auf so was nun besonders stolz sein kann wo viele so entäuscht wurden, von abgehobenen sozialistischen Jägermeistern, die wirklich ihr Herzblut drangehängt haben und nicht mal in der Partei waren.
Als der Dummpatsch sein dreifaches Horrido krähte, haben bestimmt viele andere auch gedacht sie sind im falschen Film irgendwie.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.
der Anderdenkende und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.10.2017 23:45 | nach oben springen

#78

RE: Wo ist der Stolz der DDR Bürger geblieben?

in Leben in der DDR 30.10.2017 20:25
von der alte Grenzgänger | 1.468 Beiträge | 2201 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds der alte Grenzgänger
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Alfred im Beitrag #75
..

Was denkst Du, was ..


Alfred, ich bin stolz auf Dich ... (um beim Thema zu bleiben)

Siggi
(schönen Abend allen)


"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#79

RE: Wo ist der Stolz der DDR Bürger geblieben?

in Leben in der DDR 30.10.2017 20:38
von Nostalgiker | 2.819 Beiträge | 976 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Nostalgiker
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

@GKUS64 ,mal sehr großen OT zu deinem Beitrag #67.
Die amerikanischen Atombomben, 2 an der Zahl, haben zwar große Zerstörungen angerichtet waren aber nicht die schlimmsten in Japan und auch nicht unbedingt entscheidend für die Kapitulation Japans. Obwohl uns das bis Heute die Propaganda weiß machen möchte.
Nachdem das US Bomber Command alle moralischen Hemmungen hat fallen lassen und auch die Voraussetzungen hatte; Guam, Saipan und Tinian als Basis für die B29, wurden ab März 1945 gezielt Brandbombenangriffe als Flächenangriffe gegen Japan geflogen und systematisch die Großstädte zerstört.
Nach unterschiedlichen Quellen kosteten diese Bombardements bis 1 Mio Tote auf japanischer Seite im Jahr 1945 und es den Tenno nicht auf den Gedanken gebracht das Kapitulation vielleicht nicht das schlechteste wäre.

Erst mit dem Eintritt der SU in den pazifischen Krieg und dem Signal der USA das dem Tenno bei einer bedingungslosen Kapitulation von Seiten des Siegers USA kein Haar gekrümmt wird lenke die japanische Führung ein.
Außerdem wollte die USA sich die Kriegsbeute im pazifischen Raum nicht mit der SU teilen, auch ein Grund dafür das der Tenno nicht angetastet wurde.

Was die richtige Situation betrifft.
Die Truppe um Lenin ergriff im Herbst 1917 die Gelegenheit beim Schopfe um sich an die Macht zu putschen.
Wenn sie Marx aufmerksam gelesen hätten dann hätten sie leicht feststellen können das das russische Reich in keiner Weise die ökonomischen Vorausetzungen hatte welche Marx als unabdingbar ansah für einen politischen und ökonomischen Machtwechsel zu Ablösung des Kapitalismus.
Einmal setzten die Bolschewiki auf die Signalwirkung ihrer "Revolution" für Europa und da ganz besonders auf Deutschland.
Diese (unrealistischen) Erwartungen erfüllten sich bekanntlich nicht und die Bolschewiki sahen sich in Folge mit der ahnungslosen Bauernbevölkerung einer uneffektiv arbeitenden Landbevölkerung konfrontiert. Sie kannten weder die "Arbeiter" oder das Proletariat in Russland, geschweigen denn die Bauern deren Weltsicht an ihrer Dorfgrenze endete .....
Lenin konfrontierte sich bekanntlich einmal mit den Arbeitern als er eine Rede, Juni 1918; in einer Moskauer Fabrik hielt und es wurde prompt auf ihn geschossen .....
In der Folge dieses Attentates, welches nie schlüssig aufgeklärt wurde, begann der Krieg der Bolschewiki gegen Andersdenkende ...., auch bekannt als 'Roter Terror' während der Bürgerkriegsjahre .....

Als sich in den zwanziger Jahren für die Führung der SU abzeichnete das sie auf absehbare Zeit das einzige Land bleiben würden welches den "Sozialismus" aufbaut begann eine anderer Art von Terror gegen die eigenen Bevölkerung.
Die Spitze der Partei, geschult im jahrelangen Kampf im Untergrund und der Illegalität und damit auch im Mißtrauen gegen jeden, witterte in jedem Menschen den potenziellen Feind, Spion etc.
Die Folgen dieser Paranoia sollten allgemein bekannt sein.

Nach 1945 "gehörten" die von der SU befreiten Gebiete Osteuropas zur Kriegsbeute der SU. Über den Anspruch der SU auf Griechenland einigten sich die Alliierten und ansonsten war es den westlichen Alliierten herzlich egal was in Osteuropa geschah, denn es war nie ihre geopolitische Interessensphäre .....

Nachdem sich der Eiserne Vorhang gesenkt hatte wurden alle Versuche unternommen in der SU und ihren Satelliten eine autarke "Weltwirtschaft" zu etablieren.
Bis Anfang der 60ger Jahre wurde die These vom unabhängigen sozialistischem Weltwirtschaftsystem propagiert. Was unter anderem zur Folge hatte das die DDR, Polen und Ungarn je mit einem riesigen Eisenhüttenkombinat beglückt wurden welche nach den Plänen von Magnitogorsk gebaut wurden welche wiederum amerikanischen Ursprungs waren und dem damaligen Stand, also 1930, entsprachen und dementsprechend technisch veraltet waren.
Sie erreichten bis 1990 nie die damals geplanten Produktionsziele .......

Da es im RGW maximal nur 2 hochindustrialisierte Länder gab, DDR, CSSR und alle restlichen Länder mehr oder minder Agrarstaaten mit Industrie waren verzettelte sich die DDR, auch der Embargopolitik des Westens und der eigenen Abschottung geschuldet (Slogan "Störfrei machen") im Bemühen die meisten Artikel für eine prosperierende Volkswirtschaft selber herzustellen völlig.
Bis auf wenige Ausnahmen war es keine effektive Massenproduktion sondern ein rumwerkeln auf dem Niveau einer Manufaktur mit Miniserien.
Dazu kam die erzwungene Übernahme der Planungsmodalitäten welche in der SU favorisiert wurden; Schwerindustrie und Tonnenideologie.
Dabei gingen sukzessive die Industriesparten welche im damaligen Mitteldeutschland führend waren, verarbeitende Industrie, Feinmechanik, optische Industrie, Maschinenbau etc.den sprichwörtlichen Bach runter .....

Das ganze pauschal damit abtun es sei per se ein nichtfunktionierendes System gewesen ist zu einfach und entspricht nicht unbedingt den Tatsachen.

Um auf die Gegenwart zu kommen, wenn sich die Politik zu sehr in wirtschaftliche Belange einmischt kommt es zu ähnlichen Tendenzen wie weiland in der DDR.
Und da hatte die Politik flächendeckend das Primat vor der Ökonomie.
Es sei denn Wirtschaftsbosse lassen die Reden der Politiker schreiben ......


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler


berndk5, der Anderdenkende, Rainer-Maria Rohloff und geckesieben haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#80

RE: Wo ist der Stolz der DDR Bürger geblieben?

in Leben in der DDR 30.10.2017 20:40
von 1941ziger | 1.510 Beiträge | 2557 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds 1941ziger
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Naja persönlich war ich mal stolz dem FJB-5 anzugehören, da wurde ich nämlich vom Rotzjungen zum Mann.
Da war ich noch der Meinung das ich für das Richtige stehe, danach habe ich aber noch ca. 10 Jahre gebraucht
um zu erkennen das es ein Trugschluss war.
Stolz bin ich eher auf mich selber. Ich habe es geschafft die Meisterschule zu machen ohne in die SED eintreten
zu müssen, hat mir eine Verzögerung von 2 Jahren gebracht aber ich habe es geschafft.
Stolz bin ich auf mich weil ich es geschafft habe mein Haus fertig zu bauen, hat 6 Jahre gedauert, aber ich bin
fertig geworden. Wenn ich überlege wo ich das Material überall holen musste. Das war nur möglich weil
ich als Fahrlehrer im Nebenerwerb gearbeitet habe.
Wenn ich daran denke das ich meinen ganzen Jahresurlaub benutzen musste um in Thale in der Gießerei zu arbeiten,
nur um an einen Heizkessel zu kommen, dann wüsste ich keinen Grund auf den Staat stolz zu sein.
Ich hatte mir an den Händen einen Ausschlag zugezogen wo nichts half. Zum Glück hatte ich einen Arzt der auch Patienten
hatte die einer Sonderversorgung unterlagen, mit Zustimmung eines dieser Leute und auf dessen Namen bekam ich
dann eine Salbe.........in einer Woche war alles wieder gut.
Könnte das noch weiter fortsetzen, aber das kennt fast jeder selber.......außer diejenigen die es noch heute nicht wahr haben wollen.

Sicher eine gute Ausbildung hatte ich, aber wohl mehr meinem Lehrbetrieb, meinem Lehrmeister und meiner Einstellung zu verdanken.
Stolz bin ich auch eher auf mich, weil ich den Übergang 1990 nahtlos geschafft habe. Auch hier im Westen musste ich
die Meisterschule noch mal machen, das mit 50 und danach noch jede Menge Lehrgänge.......aber hier wird auch nur
mit Wasser gekocht.
Ja stolz konnten wir in der DDR sein das es uns immer wieder gelungen ist aus nichts etwas zu machen.
Etwa aus entnagelten Kistenbrettern, Holz für eine Wandverkleidung oder aus zwei verunfallten Wartburgkarossen eine NEUE.

Ich sage es mal salopp: wir waren gezwungen aus Scheiße Bonbons zu machen.

Ich bin froh das es die DDR nicht mehr gibt. Sicher ist heute sehr vieles im Argen, verarscht werden wir weiter.....nur von anderen.
Aber man hatte die Möglichkeit zu gestalten , wenn auch die Zeit die man zur Verfügung hatte sehr kurz war.
Für mich kann ich sagen, was ich nach 1990 erreicht habe das wäre mir in 200 Jahren DDR nicht möglich gewesen.

Jürgen


Die veröffentlichte Meinung ist nicht die Öffentliche.
nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Orte,wo die Zeit stehen geblieben ist
Erstellt im Forum Das Ende der DDR von Lutze
38 22.03.2014 20:39goto
von zoni-94 • Zugriffe: 4024
Kindheit in der DDR. Was ist Euch positiv oder negativ in Erinnerung geblieben?
Erstellt im Forum DDR Zeiten von der glatte
6 07.10.2013 18:26goto
von der glatte • Zugriffe: 2336
Vom Stolz, ein DDR-Bürger gewesen zu sein
Erstellt im Forum DDR Zeiten von Ecki
439 17.06.2015 20:43goto
von G.Michael • Zugriffe: 20635
wo sind die truppenfahnen der GT und NVA geblieben
Erstellt im Forum DDR Grenzsoldaten Kameraden suche von schulzi
6 13.12.2012 18:03goto
von StabPL • Zugriffe: 1910
Stolz ein Grenzer zu sein?!
Erstellt im Forum Mein Leben als DDR Grenzsoldat von chucky
85 18.02.2010 22:03goto
von Mongibella • Zugriffe: 5804
Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?
Erstellt im Forum Presse Artikel Grenze von Angelo
115 14.02.2015 19:50goto
von turtle • Zugriffe: 8926

Besucher
6 Mitglieder und 24 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: sigge
Besucherzähler
Heute waren 193 Gäste und 7 Mitglieder, gestern 2834 Gäste und 167 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 15148 Themen und 627893 Beiträge.

Heute waren 7 Mitglieder Online:


Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen