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#21

RE: Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 27.10.2017 07:25
von icke46 | 2.816 Beiträge | 940 Punkte
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Zitat von 94 im Beitrag #20

(....)
Apropos fahrlässige Tötung, in der Ukraine werden momentan für die Oligarchentochter Jelena Saitzewa, nachdem sie vorige Woche 6 Menschenleben an einer roten Ampel auslöschte, 10 Jahre aufgerufen.


Ist zwar ziemlich OT, aber falls der Fall jemanden interessieren sollte, ist es hilfreich, nach dem Namen Alyona Zaitseva zu googeln, andernfalls wird man nicht so leicht fündig.

Alternativ kann man auch zb. hier nachlesen: https://www.blick.ch/news/ausland/horror...-id7486419.html

Gruss

icke



IM Kressin und 94 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#22

RE: Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 27.10.2017 12:09
von Klauspeter | 1.283 Beiträge | 1878 Punkte
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Hier wird im Eröffnungsbeitrag von "mysteriösen" bzw. "merkwürdigen" Kriminlafällen der DDR im Fadenkreuz der Überwachung geschrieben.
Vielleicht kann der Strangeröffner mal sagen, was an diesen verabscheuungswürdigen Kriminalfällen mysteriös oder merkwürdig war?

Ich finde es beschämend, solche Verbrechen zur Hetze gegen die DDR zu
verwenden.



Signalobermaat, vs1400, Ehli und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#23

RE: Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 27.10.2017 14:49
von IM Kressin | 1.738 Beiträge | 22655 Punkte
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Umgekehrt wird ein Schuh daraus! Der Threaderöffner formuliert es klar und unmissverständlich

Zitat von Schlutup im Beitrag #1
Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung:
Verbrechen durfte es in der DDR nicht geben.
Der sozialistische Mensch war der Verführte, aufgewiegelt von Halunken aus dem Westen, angestifet zu Unrechtstaten, zum Nachteil des Volkseigentums.

Zitat
"Hetze"

wurde veranstaltet vom politischen Magazin "Alltag im Westen", lief ab 1977 im 1. Programm des DDR-Fernsehens,
ab 1984 auf dem 2. Programm des DDR-Fernsehens. War allererste Sahne und ergänzte den "Schwarzen Kanal" in höchster Vollkommenheit.

Startschuss war sehr oft der "staatsfeindliche Menschenhandel", Fluchthelfer, Schlepper, Schleuser usw., all die Bösen, die anständige
DDR-Bürger unfreiwillig in den Westen überführten. Finstere Machenschaften, raffgierige Ausbeutung, was sollte man anderes erwarten von
Menschen aus der kapitalistischen Hochkultur!

Es war ein Glück, dass dem gemeinen Volk westlich des antifaschistischen, imperialistischen oder war es der antiimperialistische Schutzwall? durch
solche Sternstunden von Sendungen des DDR-Fernsehens, die von der Strahlkraft des Sozialismus kündeten, die Augen geöffnet wurden!


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!

"Wo ein Genosse ist, da ist die Partei, wo ein Genosse und eine Genossin ist, da ist die Hurerei" geklaut bei DoreHolm
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#24

RE: Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 27.10.2017 15:10
von Schlutup | 5.261 Beiträge | 11427 Punkte
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Zitat von Klauspeter im Beitrag #22
Hier wird im Eröffnungsbeitrag von "mysteriösen" bzw. "merkwürdigen" Kriminlafällen der DDR im Fadenkreuz der Überwachung geschrieben.
Vielleicht kann der Strangeröffner mal sagen, was an diesen verabscheuungswürdigen Kriminalfällen mysteriös oder merkwürdig war?

Ich finde es beschämend, solche Verbrechen zur Hetze gegen die DDR zu
verwenden.

Moin Klauspeter,
die Doku heißt so.
Gruß Schlutup



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#25

RE: Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 27.10.2017 15:42
von andy | 1.551 Beiträge | 2109 Punkte
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Mal abgesehen davon, dass der Fall Hagedorn hier schon mehrfach Thema gewesen ist, eignet er sich aus Sicht der Filmemacher offensichtlich besonders gut dafür, die DDR und seine Untersuchungsorgane auch noch nachträglich in Misskredit zu bringen.
Schon die Einführung in den Film spricht Bände: "Die DDR wollte ein Staat sein ohne Mord und Totschlag" - wäre das nicht jedes Land gerne? Würden wir uns nicht alle wünschen, dass es KEINEN Mord und keine anderen Tötungs- oder sonstige Verbrechen gibt? Natürlich muss(te) das ein frommer Wunsch bleiben - auch in der ehemaligen DDR.
"Angehörige der Opfer werden zum Schweigen gebracht" - den Beweis dafür bleiben die Filmemacher schuldig, es hört sich aber schön an.
"Die Stasi mischte sich ein, Fakten werden vertuscht, Ermittlungen behindert..." - ja, die von der Stasi waren ganz schön böse und das beim Mord an drei Kindern - das ist wohl die zu vermittelnde Botschaft. Den Beweis für vertuschte Fakten und behinderte Ermittlungen bleiben die Filmemacher widerum schuldig - darum geht es aber offenkundig auch gar nicht.

Es gab da mal einen Klaus Kinkel, der wimre in seiner Funktion als Aussenminister Anfang der 90'er Jahre, ich meine es war während eines Vortrages vor Juristen diesen sinngemäß folgendes gesagt hat: Es muss gelingen, die DDR zu delegitimieren. Es gibt hier ja Experten in der Internetsuche, die werden den wörtlichen Text bestimmt finden. Ich verlasse mich in diesem Punkt mehr auf mein Gedächtnis.

Offensichtlich arbeitet man auch 25 Jahre nach dieser Aufforderung immer noch sehr aktiv daran.

In dem Film wird die mangelnde Information der Öffentlichkeit kritisiert. Abgesehe davon, dass die Bevölkerung zur Mithilfe aufgerufen wurde - was hätte man denn tun sollen? Tatfotos veröffentlichen oder die Verletzungen der Kinder beschreiben?
Mir fällt in diesem Zusammenhang die Geiselnahme von Gladbeck in den späten 80'ern ein. Die Täter irrten tageland unter journalistischer Begleitung durch die Bundesrepublik und wimre Holland und mit all dem Filmmaterial wurde richtig Quote gemacht. Ich habe damals kopfschüttelnd vor dem Fernseher gesessen und letztendlich abgeschaltet - ich fand es nur noch widerlich und Anfangs dachte ich sogar, dass es bestimmt eine Taktik der Ermittler ist, um an die Geiselnehmer ranzukommen, was ich für clever gehalten hätte - war aber auch nur ein frommer Wunsch...
Der Film kritisiert die Tatsache, dass die Festnahme des Täters nicht republikweit gemeldet wurde. Kann man sicher drüber streiten. Ich finde es richtig, dass mit Informationen über solche Straftaten und die entsprechenden Täter sensibel umgegangen wurde. In der örtlichen Presse wurde es ja bekannt gemacht und aus meiner Sicht ist das vollkommen ausreichend. Was hätte es den Menschen im Thüringer Wald gebracht zu erfahren, dass in Eberswalde ein Kindermörder verhaftet wurde - ausser Angst und Schrecken darüber, dass es eine solche Tat überhaupt gegeben hat?

Und weil ja nun überhaupt nix gutes an der Sache bleiben darf, hat natürlich die Stasi den ganzen Prozess auch noch gefilmt und dann hat perfiderweise die Polizei auch noch einen Lehrfilm über den Fall gedreht - und dabei auch noch die eigenen Kinder mitspielen lassen. Was ist daran schofelig, die Verhandlung zu filmen? Was an einem Lehrfilm über einen Mord und dessen Aufklärung ist falsch? Wer aufmerksam zugesehen hat wird auch gesehen haben, dass die entscheidenden Szenen mit einer Puppe gedreht wurden.
Ich bin mir ganz sicher dass alles dafür getan wurde, dass die Kinder psychologisch nicht zu schaden gekommen sind.

Auch im zweiten Fall darf natürlich kein gutes Haar dranbleiben. Während im Fall Hagedorn wenigstens noch die gesellschaftspolitische Bedeutsamkeit des Falles (am Rande) als Grund für den Einsatz der Spezialkommission des MfS (die Stasi) genannt wird, ist es im Fall Lange die Bezirksparteischule der SED.
Könnte ja sein, dass der Täter von dort kam, dass musste dann natürlich vertuscht werden und das konnte die Stasi ja gut. Dass auch in diesem Fall keine Informationen über den Mord an die Öffentlichkeit gelangen hört sich dann im Film so an "Das hat man unter den Teppich gekehrt..." es ist offensichtlich, was beim Zuschauer hängenbleiben soll - vertuschen, behindern, unter den Teppich kehren - das konnte keiner besser als die böse Stasi und die hat sich eben überall eingemischt.

Eine objektive Berichterstatung oder Aufarbeitung von Verbrechen in der DDR sieht anders aus aber das ist ja auch gar nicht gewollt. Und so werden wir auch in Zukunft Filmbeiräge wie diesen hier sehen der nur einer einzigen Sache dienen soll: der Mithilfe bei der Delegitimierung der DDR auf ganzer Linie.


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.


zuletzt bearbeitet 27.10.2017 20:08 | nach oben springen

#26

RE: Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 27.10.2017 16:07
von ehem. Hu | 480 Beiträge | 53 Punkte
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Kinkel: " 40 jahre SED-Unrecht. Eine Herausforderung für den Rechtsstaat." Erstes Forum des Bundesministers der Justiz in Bonn. Bonn 1991, Sonderheft der Zeitschrift für Gesetzgebung

Da verglich er Auschwitz, My Lai und Bautzen

weiterhin:

»Sie, meine Damen und Herren, haben als Richter und Staatsanwälte bei dem, was noch auf uns zukommt, eine ganz besondere Aufgabe ...: mit dem fertigzuwerden, was uns das vierzigjährige Unrechtsregime in der früheren DDR hinterlassen hat. ... Es muß gelingen, das SED-System zu delegitimieren, das bis zum bitteren Ende seine Rechtfertigung aus antifaschistischer Gesinnung, angeblich höheren Werten und behaupteter absoluter Humanität hergeleitet hat, während es ... einen Staat aufbaute, der in weiten Bereichen genauso unmenschlich und schrecklich war wie das faschistische Deutschland. ... Politische Straftaten in der früheren DDR dürfen nicht verjähren. Die Entscheidung darüber liegt allein bei den Gerichten ... Der Gesetzgeber kann aus rechtsstaatlichen Gründen wegen des Problems der Rückwirkung nicht tätig werden.«
(Bundesjustizminister Klaus Kinkel am 23. September 1991 vor dem 15. Deutschen Richtertag in Köln)

friedliche Grüße Andreas

edit: Zitat eingefügt


Mike59, andy, Klauspeter, Schlutup, Rainer-Maria Rohloff, Merkur, Pitti53, Signalobermaat, berndk5 und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.10.2017 16:27 | nach oben springen

#27

RE: Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 27.10.2017 20:27
von ABV | 4.330 Beiträge | 1021 Punkte
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Kriminalität wurde seit jeher dazu ge oder missbraucht, Staaten mit denen man sich gerade im Clinch befand, zu diskreditieren. Ganz sich noch jemand an die Reihe "Alltag im Westen" erinnern? Da wurde mit Themen wie Arbeitslosigkeit und eben Kriminalität, " genüsslich über den bösen Westen hergezogen".
Natürlich gab es in der DDR auch Kriminalität. Das wurde auch nicht verschwiegen. Sonst hätte es ja kaum in der DDR produzierte und handelnde Kriminalfilme und /oder Bücher gegeben. Ich erinnere an dieser Stelle nur an DIE-Reihe, wobei D für Delikte, I für Indizien und E für Ermittlungen stand. Die kleinen blauen Bücher gehörten zur begehrten "Bückware" an jedem Zeitungskiosk.
Jede Gesellschaftsform verfügt offenbar über ihre eigenen Kriminalitätsphänomene. Kriminalität kommt ja nicht von ungefähr. Sie besitzt fast immer eine oder mehrere Ursachen, die in der Gesellschaft zu suchen sind.
Ein Beispiel: Bei uns im Altkreis Seelow häuften sich in jedem Frühjahr, besonders im Bereich der Plattenbauten, die Kellereinbrüche. Und warum war das so? Ganz einfach: weil stets im Frühjahr die Jugendweihen stattfanden. In aller Regel ein kulinarisches Großereignis, an das die gesamte Verwandtschaft teilnahm. Um deren Erwartungen zu befriedigen, wurden die Vorratskeller mit allem was der DDR-Handel, inklusive der Delikat-Läden so hergab, gefüllt.
Bekanntlich konnte man in der DDR selten bestimmte Waren einkaufen, wenn sie gebraucht wurden. Sondern wenn sie " zufällig" in den Regalen lagen. Andere reisten extra nach Berlin, weil dort das Angebot besser war. Für die Beschaffung von Waren für die Jugendweihefeiern ging so mancher Urlaubstag drauf.
Darauf nahmen die Einbrecher natürlich keine Rücksicht. Aus heutiger Sicht kann man sich kaum noch vorstellen, was für eine Katastrophe solche Diebeszüge bei den Betroffenen auslösten.

Ja, aber worin lag nun die Ursache dieses Kriminalitätsphänomens? Ganz klar in der Mangelwirtschaft der DDR! Der es nicht, zumindest doch nicht immer gelang, den Bedarf der Bevölkerung abzudecken.
Das selbe trifft auf die Kfz-Kriminalität zu, die es schon in der DDR, wenn auch in einem anderen Ausmaß, gab. Damals konzentrierten sich die Diebe weniger darauf ganze Fahrzeuge zu stehlen, sondern eher auf den Diebstahl von Fahrzeugteilen. Die ja bekanntlich zur berühmten Mangelware gehörten. Damals wurden in Seelow besonders gerne Mopedspiegel, Blinklichter und Rücklichtkappen geklaut. Einige verhökerten die Teile weiter, anderen deckten damit ihren eigenen Bedarf ab.

Was es bei uns nicht gab, waren " harte Drogen". Dafür kam es immer wieder zu Straftaten, bei denen der Alkohol eine mehr als unrühmliche Rolle spielte. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Alkohol war tatsächlich sehr hoch. Das ist keine " verleumderische Behauptung des Klassenfeindes", sondern eine Tatsache.
Obwohl im Straßenverkehr die " 0,0 Promille-Regel" galt, kam es immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen, bei denen der Verursacher erheblich unter Alkohol stand. Allerdings kamen die Delinquenten anschließend in Haft, was zwar den Opfern nichts mehr nutzte, aber doch einen gewissen abschreckenden Eindruck hinterließ. Zumindest für einige Zeit.

Fakt ist auch, dass die Kriminalität in der DDR als enormer gesellschaftlicher Störfaktor galt. Um nach oben zu glänzen, wurde, wie überall, auch hier fleißig getrickst.
Vor längerer Zeit habe ich schon darüber berichtet, dass es im VPKA Seelow tatsächlich ABV-Bereiche mit einer " Null-Kriminalität" gab. Das heißt, dass es in diesen Abschnitten über den Zeitraum eines Jahres zu keiner einzigen Straftat kam. Das ist Quatsch? Stimmt! Auch in diesen Bereichen wurde nicht weniger geklaut oder anderweitig gegen das Gesetz verstoßen, wie anderswo. Vertraue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Laut dem damals geltenden DDR-Recht konnten Delikte mit einer Schadenshöhe unter 50 Mark ( oder waren es 100 Mark?), als "Verfehlungen" behandelt werden. Das hatte den Vorteil, dass diese Delikte in keiner Statistik mehr auftauchten. Manchmal wurde der Schaden ebenso lange heruntergerechnet, bis am Ende nur eine Verfehlung herauskam.
Diebstähle geringwertiger Sachen gelten nach den heutigem Recht als Antragsdelikt. Das nur in Ausnahmefällen verfolgt wird. Es ist und bleibt aber trotzdem eine Straftat! Genau wie die "einfache Körperverletzung", die nach DDR-Recht eine Ordnungswidrigkeit darstellte.
Auf diese Art und Weise kam dann in manchen Bereichen eine " Null-Kriminalität" zustande.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


Schlutup, Ehli, berndk5, Rainer-Maria Rohloff, IM Kressin, S51 und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#28

RE: Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 27.10.2017 22:02
von LO-Wahnsinn | 3.956 Beiträge | 3848 Punkte
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"Der sozialistische Mensch war der Verführte, aufgewiegelt von Halunken aus dem Westen, angestifet zu Unrechtstaten, zum Nachteil des Volkseigentums."#

Diese Leute gab es in nicht geringer Masse.
Allerdings sicher nicht direkt aufgewiegelt, sondern eher durch fehlendes Hirn, zu etwas, sich selber, verführt.

Sind wir mal ehrlich, ich kann mich noch gut daran erinnern, dass in der DDR Propaganda, sehr oft der Westen hinhalten musste, ala, nur der Westen bringt uns das Böse.
Dies war in der Tat auch oft der Fall, manchmal direkt, durch Wirken aus dem Westen, meist aber sicher indirekt, durch Verblendung dümmlicher Menschen.

Es ist also schon etwas daran, dass man in der DDR, seitens Offizieller Personen, gern den Westen als den Grund allen Übels heran zog.
Natürlich blieb jedem Involvierten nicht verborgen, dass es ganz gewöhnliche Kriminelle gab die nicht von irgendwo angestiftet waren, ausser aus ihrem eigenen Kopf.
Ich hatte ja durch meinen Vater immer Gelegenheit mitzubekommen, was so los war in Sachen Kriminalität.
Das es dem Staat peinlich war, schliesslich wollte er die besssere Gesellschaft sein, dass ist klar und so wurden viele Sachen auch nicht so breit getreten.
Fakt ist aber trotzdem, das Leben in der DDR war schon ziemlich sicher.


Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.
vs1400 und thomas 48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#29

RE: Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 27.10.2017 22:05
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Nochmal oT zu #21/(20) *tschuldschung*
Da hat wohl die Transkription 'zugeschlagen'. Laut ihrer ukrainischen Fahrerlaubnis (*) wird Олена Олегiвна Сайцева als Olena Zaitseva umschrieben. Nun, ich benutze gewohnheitsgemäß die deutsche Umschrift, sei's drum. Aber apropo ... als Oligarchenvater wird in der Presse ein Namensvetter des Scharfschützen von Stalingrad Wassili erwähnt, laut Vatersname wäre aber ein Oleg der Erzeuger, hmm vllcht. Adoptiv- bzw. Stieftochter?

*) liveuamap.com/pics/2017/10/18/21553687_0.jpg


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#30

RE: Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.10.2017 07:12
von Mart | 903 Beiträge | 658 Punkte
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Zitat von Schlutup im Beitrag #1
Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung:
Verbrechen durfte es in der DDR nicht geben.

Habt ihr alle in M/L geschlafen? Oder habt ihr das alle verdrängt?

Verbrechen sind systemimmanent in Staaten, die antagonistische Widersprüche ausweisen ... also in imperialistischen Staaten. Da wir den entwickelten Sozialismus haben und künftig den Kommunismus aufbauen werden, den die Sowjetunion schon aufbaut, wird es keine Verbrechen mehr geben. Verbrechen im Sozialismus sind Relikte des Kapitalismus, gehen daher gesetzmäßig zurück.

Na - dämmerst es? Alles schon mal gehört - nur gut verdrängt, ja?
Zitat von Ehli im Beitrag #5
Kriminalfälle ,DDR,gab es genug.
Sie wurden nur nicht so breit getreten,wie heute in bestimmten Zeitungen.
[/quote]Bist Du da irgendwie stolz drauf? Diese Geheimhaltung hatte ganz fatale Wirkungen.

Nur ein Beispiel:
Angeblich wurde eine weibliche Tote aus einem städtischen Teich meiner Stadt gezogen, die EOS-Schüler hatten etwas in dieser Art gesehen. Die Gerüchteküche brodelte über: Ein sowjetischer Offizier. Missbrauch einer Minderjährigen. Danach Tötung. Sowjetischer Offizier nicht gestellt.

Ergebnis der Veranstaltung?
Monatelang durfte kein Mädchen einer Stadt mit 50.000 Einwohnern allein im Dunklen sein, die Eltern spielten Fahrdienst, jeder wachte.

Das war das Ergebnis der von DIr so gelobten DDR-Geheimhaltung. Herzlichen Glückwunsch.


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#31

RE: Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.10.2017 09:16
von Rostocker | 8.607 Beiträge | 4222 Punkte
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Zitat von Mart im Beitrag #30
Zitat von Schlutup im Beitrag #1
Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung:
Verbrechen durfte es in der DDR nicht geben.

Habt ihr alle in M/L geschlafen? Oder habt ihr das alle verdrängt?

Verbrechen sind systemimmanent in Staaten, die antagonistische Widersprüche ausweisen ... also in imperialistischen Staaten. Da wir den entwickelten Sozialismus haben und künftig den Kommunismus aufbauen werden, den die Sowjetunion schon aufbaut, wird es keine Verbrechen mehr geben. Verbrechen im Sozialismus sind Relikte des Kapitalismus, gehen daher gesetzmäßig zurück.

Na - dämmerst es? Alles schon mal gehört - nur gut verdrängt, ja?
Zitat von Ehli im Beitrag #5
Kriminalfälle ,DDR,gab es genug.
Sie wurden nur nicht so breit getreten,wie heute in bestimmten Zeitungen.

Bist Du da irgendwie stolz drauf? Diese Geheimhaltung hatte ganz fatale Wirkungen.

Nur ein Beispiel:
Angeblich wurde eine weibliche Tote aus einem städtischen Teich meiner Stadt gezogen, die EOS-Schüler hatten etwas in dieser Art gesehen. Die Gerüchteküche brodelte über: Ein sowjetischer Offizier. Missbrauch einer Minderjährigen. Danach Tötung. Sowjetischer Offizier nicht gestellt.

Ergebnis der Veranstaltung?
Monatelang durfte kein Mädchen einer Stadt mit 50.000 Einwohnern allein im Dunklen sein, die Eltern spielten Fahrdienst, jeder wachte.

Das war das Ergebnis der von DIr so gelobten DDR-Geheimhaltung. Herzlichen Glückwunsch.[/quote]


Grün--- Na, da hat sich,zu heute nicht viel geändert.


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#32

RE: Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.10.2017 12:07
von Merkur | 1.231 Beiträge | 881 Punkte
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Na Mart, im Fach Kriminaltaktik geschlafen?
Die Presse der DDR hatte nicht den Auftrag, die Leute mit Schauergeschichten und blutigen Fotos vom Ereignisort zu unterhalten, sondern die Bevölkerung dann einzubeziehen, wenn es Sinn machte und erforderlich war. Es ging dann insbesondere darum, Hinweise auf Verdächtige zu erhalten, die Beweisführung zu unterstützen usw. Die Entscheidung über Art und Weise der Einbeziehung der Bevölkerung setzte ein hohes Verantwortungsbewusstsein voraus. Unter strikter Beachtung der Geheimhaltung, vor allem hinsichtlich des Täterwissens, kriminaltaktischer Erwägungen und möglicher Erfolgserwartungen war die Notwendigkeit sorgfältig zu prüfen und eine Entscheidung herbeizuführen.
Man hatte in der DDR kein Interesse daran, dass die Medien am Ereignisort tätig wurden, die Ermittlungen störten und die sensationshungrige Bevölkerung mit blutigen Storys versorgten. Und um Auflagezahlen bzw. Einschaltquoten ging es damals auch noch nicht.



Rostocker, passport, andy, Signalobermaat, Bastler100 und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.10.2017 12:11 | nach oben springen

#33

RE: Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.10.2017 12:19
von Schlutup | 5.261 Beiträge | 11427 Punkte
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Moin Moin Merkur,
da machst du dir es aber ein bisschen einfach. Der Staat hat entschieden was in die Presse kam und was nicht.
Was war den der Auftrag der Presse, nach deiner Meinung?.

Gerade heute, wo alles ausgeschlachtet wird in der Presse, kommt es gerade deswegen, auch mal zu schnellen Erfolgen der Polizei.
Muss nicht alles negativ sein.

Gruß Schlutup



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.10.2017 12:29 | nach oben springen

#34

RE: Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.10.2017 12:40
von Schlutup | 5.261 Beiträge | 11427 Punkte
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Moin,

Hier ein Bericht im Tagesspiegel passt ja zum Thema.
http://www.tagesspiegel.de/themen/report...e/19319630.html
oder hier die Doku dazu.
DDR - geheimene Mordermittler der Stasi

Gruß Schlutup



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.10.2017 12:47
von Merkur | 1.231 Beiträge | 881 Punkte
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Nein Schlutup, ich mache es mir gewiss nicht einfach, sondern berichte darüber, wie es damals war und vor allem warum. Dabei spielt der generelle Auftrag der Presse überhaupt keine Rolle. Die letzte Entscheidung ob die Presse einzubeziehen war, traf die Staatsanwaltschaft.
Wenn es heute Erfolge in der Öffentlichkeitsfahndung gibt, ist dies zunächst auch einmal von der Freigabe durch die Staatsanwaltschaft abhängig. Das ist auch okay so. Und gegen die polizeilichen Plattformen der Öffentlichkeitsarbeit oder XY ist nichts zu sagen. Wenn allerdings Opfer in der Presse vorgeführt werden und die Familie dadurch davon erfährt, ohne dass die Polizei das Opfer bis dahin identifizieren und die Angehörigen informieren konnte, wenn Verdächtige bei der Festnahme präsentiert werden, ohne dass ihre Schuld bewiesen ist oder wenn auf undurchsichtigem Wege erlangte Ermittlungsergebnisse präsentiert werden, die womöglich noch dem Täter nutzen, dann habe ich mit dieser Pressearbeit ein erhebliches Problem.



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#36

RE: Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.10.2017 12:51
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#37

RE: Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.10.2017 12:51
von Rainer-Maria Rohloff | 4.094 Beiträge | 12093 Punkte
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Und wenn man sich heute nach sage und schreibe "365" Tagen mal entschließt, ein Foto des Tatverdächtigen zu veröffentlichen wird dieser unter Garantie schon 364 Tage abgetaucht sein, eventuell ins ehemalige Heimatländle, ohne hier gleich wieder die Zuwandereschiene zu fahren. "Toll, ganz toll, mehr wie....." von unseren heutigen Kriminalisten????????????

Rainer-Maria



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#38

RE: Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 28.10.2017 16:04
von Mart | 903 Beiträge | 658 Punkte
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Zitat von Merkur im Beitrag #35
Wenn es heute Erfolge in der Öffentlichkeitsfahndung gibt, ist dies zunächst auch einmal von der Freigabe durch die Staatsanwaltschaft abhängig.

Jetzt hast Du etwas übersehen.

Die heutige Presse wird, wenn sie etwas erfährt und für interessant hält, auf irgendwelche Freigaben der Staatsanwaltschaft nicht warten. Sie wird einfach so berichten.

Die seriöseren Blätter werden die Info mehrfach checken, die Boulevardblätter kommen auch schon mal mit einem Gerücht.

Eine Info der Staatsanwaltschaft wäre schön, ist aber keinesfalls Bedingung.


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#39

RE: Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 31.10.2017 05:19
von S51 | 3.810 Beiträge | 406 Punkte
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Zitat von Mart im Beitrag #38
... auf irgendwelche Freigaben der Staatsanwaltschaft nicht warten. Sie wird einfach so berichten.

Die seriöseren Blätter werden die Info mehrfach checken, die Boulevardblätter kommen auch schon mal mit einem Gerücht.

Eine Info der Staatsanwaltschaft wäre schön, ist aber keinesfalls Bedingung.


Für offizielle Fahndungen der Polizei oder durch sie erfolgte Weitergabe von Informationen ist durchaus die Freigabe der Staatsanwaltschaft oder sogar die richterliche Anordnung erforderlich. Das ist nicht anders als zu DDR-Zeiten bei offiziellen Informationen auch. Die Presse heutzutage hält sich bei eigenen Recherchen oder auch nur Spekulationen natürlich nicht daran. Nur hat sie hierfür eben auch keine offiziellen Informationen, publiziert aber durchaus im Rahmen der jeweiligen politischen correctness. Das war zu DDR-Zeiten etwas sehr anders. Da haben die Medien nur sehr selten ohne oder sogar gegen Absprachen veröffentlicht. Das hatte Vor- und Nachteile. Vorteil war zum Einen, das ein Täter nur höchst selten aus öffentlichen Mitteilungen erkennen konnte, wie nahe oder eben nicht nahe ihm die Ermittlungsbehörden waren. Zugriffe daher meist überraschend kamen. Es hatte auch den Vorteil, das Nachahmer mangels Informationen seltener waren. Manche Täter beziehen die Befriedigung aus ihren Taten eben durch die Berichterstattung. Gerade im Bereich von Delikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Wenn die fehlt, fehlt auch ein Stück Motivation.
Es hatte den Nachteil der mangelnden Glaubwürdigkeit. Man war zu DDR-Zeiten gewohnt, das nur gebracht wurde was gebracht werden sollte. Es war nie die ganze Wahrheit, die Gerüchteküche brodelte aber deren Reichweite war geringer als jene der Medien. Dahin kommen wir allerdings auch wieder zunehmend...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 31.10.2017 05:22 | nach oben springen

#40

RE: Mysteriöse Kriminalfälle der D D R Im Fadenkreuz der Überwachung

in Videos aus dem Alltag und Leben der DDR 31.10.2017 15:13
von berndk5 | 1.175 Beiträge | 8580 Punkte
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zu #30 muss ich leider doch was sagen, bevor ich ersticke.
Es können mich gerne alle anderen dafür in der Luft zerreißen, aber diesen Beitrag kann ich so nicht hinnehmen.

Ich will niemanden angreifen oder gar beleidigen, lese ich den Beitrag #30 frage ich mich: ..hat er was genommen ...?

Lieber, guter Mart, der Artikel kann doch nicht von Dir sein- oder war ich nur zu blöd, das zu verstehen ????

Nach sooo langer Zeit, in der eigentlich jeder erwachsene Durchschnittsmensch lernen konnte und manchmal lernen musste, dass nicht Alles was früher gelehrt, manchmal "wissenschaftlich begründet" wurde, auch der "Prüfung der Zeit" stand gehalten hat.

Ich meine besonders den Bezug zu Verbrechen im Kapitalismus und Sozialismus.

Das ist doch ein längst abgeschnittener , alter Bart - darüber sollten wir hier nicht mehr streiten müssen.
Ich empfinde es auch nicht dem Sinn des Forums förderlich, einem anderen so etwas als Grundlage seiner Meinung zu unterstellen.
Sicherlich hat wohl auch der Eine oder andere mal in M/L geschlafen, vieles wurde aber so oft wiederholt, dass es zu den Ohren `raus kam.
Geschlafen haben aber die Wenigsten, als die Entwicklung der Zeit diese Thesen als soooo falsch überführt hat, dass es gegenstandlos war sie zu bemühen.

Ich versuche Dich zu verstehen und stelle mir deshalb die Frage: Was will er eigentlich sagen, was meint er konkret damit ?? Wie stellst Du Dir vor, hätte es laufen sollen (egal ob DDR oder irgendwo) ?

Schon die Formulierung deines angeführten Beispiels ist der blanke Hohn. Ich will das Beispiel damit nicht anzweifeln, aber was hättetst DU konkret als Ermittler, als Staatsanwalt oder SED- Groß-Funktionär gemacht ? Pressemitteilung, Spekulationen wie in der BILD ?

Wären die von Dir so bezeichneten "fatalen Wirkungen" ausgeblieben ??? Aus meiner Sicht ist es egal ob der Verbrecher ein DDR-Bürger, Sowjetsoldat oder sonst wer war.
Manche Bedingungen waren damals so und sind auch heute manchmal noch so, dass Verbrechen nicht zur Aburteilung des Verbrechers geführt haben oder führen.

Bedenke aber bitte, was Veröffentlichungen (meist vorschnell und ohne notwendige Stichhaltigkeit) anrichten können.
Keinesfalls will ich die Handlungsweisen in der DDR nachträglich gut heißen, aber eine pauschale Verunglimpfung mit permanenter Unterstellung der Bösartigkeit gegen das eigen Volk, ist für mich einfach nur zu primitiv und deutet auf Absichten des Verfassers (ob vorhanden oder nicht ? ) hin.

Die von Dir genannten Verhaltensweisen von Eltern zum Schutz ihrer Kinder , sind doch wirklich kein DDR- Phänomen. Das war und ist in den Alt-Bundesländern genau so, wenn es wieder einmal mehrere Kindermorde oder Sexualstraftaten in einer Region gab.
Auch ich haben in einem gewissen Zeitraum meine Tochter nachts um 3 von der Disko abgeholt- natürlich dezent draußen gewartet um sie nicht vor Freundinnen zu kompromittieren.

Vielleicht kannst Du meinen Beitrag 2 x in Ruhe lesen, ich will Dir auch nicht zu nahe treten.
Die Form Deines Beitrages empfand ich jedoch schon wie einen Schlag ins Gesicht, oder anspucken- das muß nicht sein, wir sollten auch im Zorn sachlich bleiben.
Im Sinne eines verträglichen und sachlichen Meinungsstreites bitte ich Dich um Verständnis für meine Sichtweise. berndk5


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
IM Kressin, andy, Ehli und thomas 48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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