Was würdet Ihr heute anders machen?

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20.10.2017 14:19
avatar  krelle
#1
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Gelegentlich habe auch ich mir diese Frage gestellt: was würde ich mit dem Wissen von heute anders machen, existierte die innerdeutsche Grenze auch zu gegenwärtiger Zeit? Um nur ein Beispiel meinerseits zu nennen: das "Anmelden/Abmelden" der Grenzstreife würde nicht mehr über Funk erfolgen, um die in meinem Grenzraum befindlichen Funkaufklärer (bei Selmsdorf) nicht weiterhin mit nützlichen Informationen zu versorgen.


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20.10.2017 14:25
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#2
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( gelöscht )

Da fällt mir das Buch ein "die unerträgliche Leichtigkeit des seins", in diesem Buch sagt der Protagonist (sinngemäß):
das Leben ist ein Versuch, man kann den Versuch nie wiederholen (wie in der Physik) dort kann man Temperatur, Druck, etc, gleich nachgestalten, doch cm Leben geht das nicht.....
Hier spielt die Zeit Erfahrung und gesellschaftliche Entwicklung eine Rolle, das kann keiner vorhersehen, das kann keiner planen, darum kann man diese Frage nur schwer beantworten.
Mit meinem heutigen Wissen, ich würde vieles anders machen und bereue auch vieles. das sowohl "gesellschaftlich" als auch privat. Doch jetzt darüber zu schreiben, geht nicht. Es sind Dinge die in kein Internet gehören!
Aber ein gutes Thema und ein guter Gedanke!


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20.10.2017 15:53
#3
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Gute und sehr interessante Frage, Manfred, ich hätte, wäre die Grenze noch existent, sicher das eine oder andere Mal zur Reserve gemußt. Aus meinen Stasiakten weiß ich, dass dies so vorgesehen war.
Vielleicht hätten sie mich, wie viele andere auch bei dem Putschversuch im November 1989 mobil gemacht, um den Mauerfall und eine mögliche Wiedervereinigung zu verhindern
Anders würde ich heute so einiges machen, aber in den Grundzügen vieles ähnlich, viele Entscheidungen in meinem Leben entschied ich aus dem Bauch heraus, hatte immer das nötige Selbstvertrauen und meißt ne Riesenportion Glück. Bin eigentlich ganz zu frieden mit den Ergebnissen bis heute.

gruß h.


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20.10.2017 16:38
#4
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Das Wissen von heute hätten wir nicht, würde die Grenze in der bekannten Form noch heute stehen.

Ich weiß nur, daß die drastische Veränderung der gesellschaftlichen Bedingungen in meinem Leben eines Tages für drastische
Veränderungen gesorgt hat, auf die ich gern verzichtet hätte und die unter den alten Bedingungen nicht eingetreten wären.

Besser wäre gewesen zu fragen, was wir anders gemacht hätten, wenn wir früher und in jüngeren Lebensjahren die Chancen
von 1990 gehabt hätten.
Das beschäftigt mich mehr und das kreide ich dem Politbüro noch heute an.

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.Die geistige Blindheit breitet sich weiter aus: Immer mehr sehen nur noch, was ihnen ins Auge springt.
.E.Ferstl

.

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20.10.2017 16:52
avatar  furry
#5
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Zur Beantwortung der Frage sollte man nun im gesetzten Alter auch mal in sich selbst rein hören und sich ganz ehrlich fragen, was bin ich für ein Mensch, wie bin ich charakterlich gestrickt?
Ich für mein Teil muss sagen, ich war und bin ein stinkend fauler Hund. Bevor ich mich überhaupt bewege, frage ich, muss ich oder nicht. Nur fehlte bei der Beantwortung dieser Frage in der kindlichen und jugendlichen Vergangenheit der nötige Weitblick.
Die Möglichkeit zu lernen, hätte ich weit mehr ausschöpfen sollen. Da wäre im weiteren Verlauf einiges einfacher gewesen. Andererseits war es auch wieder gut, dass ich mich dem Stress, ständig nach Höherem zu streben, nicht ausgesetzt habe und so auch heute ein für mich sehr befriedigendes Seelenleben bei bewusster und gewollter Einschränkung in materiellen Dingen führe.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)

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20.10.2017 17:35
#6
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Da stimme ich zu. Ich hatte gute Noten in Schule und Berufsausbildung, hätte weiter gehen können .
Ich wollte es nicht, auch wegen der damals stark eingeschränkten Perspektiven.
Mir lag das Handwerkliche, und das blieb bis heute.
Jedwede trockene Bürotätigkeit, auch mit Außendienst, hätte mich umgebracht, Werkssirenen als Taktstock für
Arbeitszeit und Pausen ebenfalls. Trotz wahrscheinlich höherem Verdienst.

Einzig die verwehrte Möglichkeit, in jungen Jahren beruflich im Ausland Erfahrungen zu sammeln, das hätte ich gern anders gehabt.
Vielleicht wäre ich dann schon in früheren Jahren ganz woanders geblieben, Alpenregion war immer mein Traum.
Ich war nie der Typ, der, wenn der heimatliche Kirchturm aus dem Sichtfeld verschwindet, Heimweh bekommt.

Deshalb, um kurz Verbindung zum Freundinnen-Thema herzustellen, ging mir die Armeezeit am Allerwertesten vorbei,
egal, ob im Erzgebirge oder dann im Vogtland.
Kein Heimweh, man arrangierte sich mit der Situation. Genau wie mit der Grenze, die eben durch die Tatsache ihrer Existenz
die Erfüllung geheimer Wünsche und Realisierung von Vorstellungen unterband.

Zur Wendezeit dann war die Existenz gefestigt, man hatte sich was geschaffen. Da war ich Anfang 40.
Hätte ich zu diesem Zeitpunkt gewußt, wie es 10 oder 12 Jahre später aussehen würde, ich wäre damals sofort "rüber" gemacht,
jedoch nicht unbedingt in die westlichen BL, sondern weiter. Mit über 50 dann war es jedoch zu spät.

Aus heutiger Sicht kann ich sagen, Geld allein macht nicht glücklich.
-------- Alle werden kann es, aber reichen muß es. --------

Ich bin zufrieden, das zählt.

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.Die geistige Blindheit breitet sich weiter aus: Immer mehr sehen nur noch, was ihnen ins Auge springt.
.E.Ferstl

.

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20.10.2017 18:21 (zuletzt bearbeitet: 20.10.2017 20:39)
#7
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Guten Abend ins Forum,...ja ich ärgere mich schon die ganzen Jahre,warum ich damals 1971 ..nicht nach Berlin gegangen bin zum Flughafen Zoll,die sind mir hier die Bude eingerannt aber ich wollte damals keine Uniform mehr anziehen,, ,ich Blödmann ging in den Tiefbau..war mein größter Fehler im Leben..Heute alle Knochen kaputt,,,,das wäre mir bestimmt erspart geblieben hätte ich die Chance genutzt...so ist das halt im Leben....mfg.


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20.10.2017 18:31 (zuletzt bearbeitet: 20.10.2017 18:41)
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#8
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( gelöscht )

zum Thema Anders machen fällt mir immer wieder ein daß ich viel zu lange Zeit in der DDR verplembert habe .
Hätte viel eher das Leben in Deutschland genießen sollen .
Abhauen , war ich der Hasenfuß zu groß und reellen Weg gab es lange ja nicht
Mußte auch auf reellem Wege genug durchmachen . Sei es in der Verwandschaft oder Beruflich .
Nach 1990 wurde mir aber von allen Seiten gesagt " Du hast es damals vollkommen richtig gemacht " .
Aber ich sage mir immer wieder , lieber spät als garnicht .

hapedi


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20.10.2017 19:00
avatar  andyman
#9
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Mit den heutigen Erkenntnissen sieht man seine Fehler deutlicher.Einfach mehr Energie in die Bildung investieren,das würde ich heute anders machen um vielleicht einen höheren Bildungsabschluß zu erreichen.
Die Entscheidung,nach der Wende in den neuen Ländern zu bleiben,(Wir bleiben hier)war aus heutiger Sicht zweifelhaft,viele Versprechen aus damaliger Zeit sind ja bis heute nicht erfüllt worden und bis zur mickrigen Rente ist es nicht mehr weit.
Jetzt ist es aber zu spät neu anzufangen und man richtet sich ein,hadern mit dem Schicksal tue ich nicht, es hätte auch schlimmer kommen können denke ich.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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20.10.2017 19:09
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#10
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( gelöscht )

Was man heute anders machen würde? Ich denke mal man würde die gleichen Fehler wieder machen,(nur eben in der neuen Gesellschaftsordnung jetzt) oder eben das was du meintest gut gemacht zu haben. weil, der Mensch ist nun mal nicht fehlerlos, gar noch irgendwie steht er über sich. Als junger Kerl in der DDR nahm ich mal ne Zeit lang ein Vitampräparat weil ich meinte, das Zeugs gibt dir so ne Art ....keine Ahnung mehr vielleicht ...na jedenfalls wäe eine Pille am tag vollkommen ausreichend gewesen. Ich lutschte die ganze Packung. Passiert ist nix, denn du pisst ja die "zu viele Vitamine wieder aus"

Stellt euch das mal mit Drogen vor, im Gestern wie im heute.(die es ja damals nicht gab, in dieser DDR) Ich meine mal so, das hätte der Rainer dann nicht überlebt, unter Garantie.

Rainer-Maria


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20.10.2017 19:14 (zuletzt bearbeitet: 20.10.2017 19:14)
avatar  furry
#11
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@Rainer-Maria Rohloff , dann danke dem lieben Gott, dass es zu DDR-Zeiten noch kein Viagra gab. Die Länge Deiner Arme hätte nicht gereicht, auch nur einen Stein auf den anderen zu setzen.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)

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20.10.2017 19:27
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#12
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( gelöscht )

Das Gute nur furry, damals warst du ja noch nicht älter, X Anschläge in der Minute somit ganz normal. Deswegen furry gibt es ja das schöne Sprichwort: "Alte Kerle hassen junge Kerle" Warum wohl? Jedenfalls nicht wegen Viagra.

Rainer-Maria


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20.10.2017 19:34
avatar  furry
#13
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@Rainer-Maria Rohloff , das mit dem Hassen lass mal weg. Und Recht hast Du, damals war ich noch nicht älter als heute. Wie schön wäre es umgekehrt.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)

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20.10.2017 20:01 (zuletzt bearbeitet: 20.10.2017 20:53)
avatar  Hanum83
#14
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Also mit dem Wissen von heute würde ich versucht haben ein Winkelmann zu werden, da gibt es 4,5 Milliönchen Gehalt für paar Jahre garantiert über eine Bankgarantie.

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Wer nichts weiß muss alles glauben.

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20.10.2017 21:35
avatar  ( gelöscht )
#15
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( gelöscht )

Hei Krelle,haette waere wenn funktioniert meiner Meinung nach nicht.....

haette man gewusst das 89 die mauer faellt,wear man wahrscheinlich nicht zur Musterung gegangen....
haette man gewusst wie die kuba kriese ausgeht,haette man keine angst gehabt...
haette man gewusst das der krieg in die binsen geht....wozu an die front....
haette man gewusst das eine sonnenfinsterniss kommt und was das eigentlich bedeutet,haetten viele "Hexen"ueberlebt....

aber wenn du nun mal fragst.....haette ich vorher gewusst,das schwiegermutter ein fall fuer den haenker ist,haette ich gewartet.... ...

nein ich war es nicht und haette sie es gewusst,wir waeren uns aus dem weg gegangen..
Gruessli EX BO


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