Zonenrandgebiet - Schicksale an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen

10.10.2017 18:16
#1
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Sie haben durch Zwangsumsiedlung ihr Zuhause verloren, durch wagemutige Flucht die Grenzanlagen überwunden oder wurden von ihren Familien getrennt.
Bei seinen Recherchen hat der hr-Autor Andreas Gehrke Zeitzeugen getroffen, die bis dahin noch nie vor einer Kamera darüber gesprochen haben, wie sehr die ehemalige DDR-Grenze ihr Leben beeinflusst hat. Die Trennung der Region durch Stacheldraht und Mauerwerk hat in den Herzen vieler Menschen bis heute ihre Spuren hinterlassen.
In der Dokumentation werden zum Teil noch nie veröffentlichte Fotos und Videos aus der Zeit der Teilung gezeigt.

http://www.ardmediathek.de/tv/Geschichte...mentId=46500232


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10.10.2017 20:09
avatar  Arthur
#2
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Diese Zwangsumsiedlungen gab es nicht nur in Thüringen, die gab es mehrfach zw. 1952 und 1961 an der ges. ehem. Grenze. 1952 Aktion "Ungeziefer". Aber dazu gab es irgendwo schon Beiträge. Ich wede morgen mal die Erfahrungen meiner Großeltern, die jetzt in meinem Besitz sind, zur Aktion "Ungeziefer" zum Besten geben.

Arthur


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10.10.2017 20:41 (zuletzt bearbeitet: 10.10.2017 20:53)
avatar  mibau83
#3
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Zitat von Schlutup im Beitrag #1

Bei seinen Recherchen hat der hr-Autor Andreas Gehrke Zeitzeugen getroffen, die bis dahin noch nie vor einer Kamera darüber gesprochen haben, wie sehr die ehemalige DDR-Grenze ihr Leben beeinflusst hat. Die Trennung der Region durch Stacheldraht und Mauerwerk hat in den Herzen vieler Menschen bis heute ihre Spuren hinterlassen.
In der Dokumentation werden zum Teil noch nie veröffentlichte Fotos und Videos aus der Zeit der Teilung gezeigt.

http://www.ardmediathek.de/tv/Geschichte...mentId=46500232


danke schlutup fürs einstellen.
der film lief am 3.10. auf hr-fernsehen. konnte ihn da aber nicht ansehen, da ich zu der zeit mit lhsecurity auf grenzteichsuche für rothaut war.

zu beginn dachte ich mir, den kennst du doch schon und richtig am filmende stand, copyright 2012.


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10.10.2017 20:51
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#4
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( gelöscht )

@mibau83

dafür...nochmal ein dickes Dankeschön!

Gruß Rothaut


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12.10.2017 07:38
#5
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Die im Film dargestellten Lebensgeschichten und Fluchtbeschreibungen erschüttern noch heute.

Ab 00:31:47

wird detailliert wiedergegeben, wie der 34-jährige Bauarbeiter Heinz-Josef G. nach Überwinden des Grenzzaunes unter Zuhilfenahme eines Frontladers
von AGT in den Rücken geschossen wird und innerhalb von Minuten verblutet.

Mit grenztruppenfachlichem Sprachjargon meldet der Chef der GT dem Minister für Nationale Verteidigung am 29. März 1982

Zitat
„Der Grenzdurchbruch ist mit der Schusswaffe erfolgreich verhindert worden. Die beiden Schützen haben für vorbildliche Pflichterfüllung eine Belobigung erhalten.“

Nach der Wende wurden die Grenzsoldaten für diese Tat zu Bewährungsstrafen von 15 Monaten verurteilt.

Erfolgreich verlief die Flucht des 25-jährigen Bernd B. am 21.12.1984 mit einem Bus der DKP in die Freiheit. Schülerinnen und Schüler aus dem Westen
versteckten ihn im Bus ("Turtle-Tours" - ab 00:39:55), ohne Wissen des Lehrers, ohne Berücksichtigung der Konsequenzen, falls die Flucht entdeckt worden
wäre. Sie ermöglichten sein Entkommen.

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"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner!
Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”
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