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#21

RE: Außer Kontrolle« – Geheim gehaltene Todesfälle in den Grenztruppen der DDR

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 17.10.2017 12:57
von gitarre52 | 192 Beiträge | 349 Punkte
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hallo damals wars,
die namen der toten, die im buch behandelt wurden, sind:

h. eisler, u. preußner, j.fauth, g. meyer, d. groschke, f. abel

ob sie schon mal thema hier waren weiß ich im moment nicht.
mfg klaus


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#22

RE: Außer Kontrolle« – Geheim gehaltene Todesfälle in den Grenztruppen der DDR

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 17.10.2017 18:46
von mibau83 | 1.330 Beiträge | 2328 Punkte
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da sind interessante fälle z.b. aus dem bereich südthüringen dabei.

uwe preußner, grenzpionier, befindet sich bereits auf bayerischen gebiet und wird von einen offizier angeschossen. stirbt dann an den verletzungen.

http://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das-D..._Uwe/index.html


gerhard meyer, ebenfalls grenzpionier, läuft amok. am ende gibt es vier tote!
ausnahmezustand im bereich sonneberg-hildburghausen, wie 4 jahre später beim fall weinhold.

http://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das-D...lmut/index.html



Rainer-Maria Rohloff, andyman und Harzwanderer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#23

RE: Außer Kontrolle« – Geheim gehaltene Todesfälle in den Grenztruppen der DDR

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 17.10.2017 19:03
von Rainer-Maria Rohloff | 3.781 Beiträge | 10444 Punkte
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Cambrino in #19 mit diesem:

"Zu meiner Zeit gab es diese Todesautomaten noch nicht an der Grenze. Dieser Gefr. tut mir sehr leid, er handelte aber sehr leichtsinnig und gegen die Vorschriften im Umgang mit diesen Waffen, wenn er mit dem Kopf vor den Trichter kam."
textauszug ende

Wenn ich heute so zurückdenke war es ein großes Glück, das man die Wehrdienstzeit an der Grenze einfach nur körperlich unversehrt überstanden hat. Viele junge Kerle hatten dieses Glück nicht, so der Gefreite Groschke. Ich bewerte sein Handeln auch nicht als leichtsinnig sondern den damaligen Umständen entsprechend für ganz real..

Weil vom Truppführer, a) wohl ein sehr grober Fehler eben mit dem Nichtabschalten der Anlage gemacht wurde. b) dazu war der Truppführer als Vorgesetzter weisungsberechtigt c) und es hätte Groschke auch jede andere Mine in der Reihe tötlich verletzen können d) wäre ein Hinweis von Seiten des Gefreiten auf erhöhte Sicherheitsbedenken wahrscheinlich vom Vorgesetzten vor Ort abgebügelt worden.

Bei Fahrt in den Abschnitt kam es zum Beispiel vor, das Truppführer und Wartungstrupp getrennt wurden...so, "fahrt schon mal vorneweg und wartet dort, ich komme hinterher gelaufen, schalte nur noch ab".So geschah es zu unserer Zeit und weil der Mensch eben fehlerhaft ist konnte es vorkommen, das Vorgesetzter im Führungsbunker grob gesagt dann vergaß abzuschalten. Bedingt eben durch Ablenkung, Gespräche, Vorfälle etc.

Rainer-Maria



Cambrino und Harzwanderer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#24

RE: Außer Kontrolle« – Geheim gehaltene Todesfälle in den Grenztruppen der DDR

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 18.10.2017 11:42
von Rainer-Maria Rohloff | 3.781 Beiträge | 10444 Punkte
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Mal ne real erlebte Geschichte zum Vortext.

Ich erinnere mich eines Nachmittag, da war der Rainer noch Fliege(Soldat im 1.Diensthalbjahr) im Stab N. auf der Pionierstube. Die Tür flog auf und zwei Gefreite vom Trupp 501 schmissen ihren Krempel am Mann auf die Betten, dann begann ein wutentbranntes Gespräch warum sie sogar noch auf der Leiter irgendwas erledigt haben, mussten (wohl ne Reparatur) um doch dabei festzustellen, das die Anlage noch scharf war? Warum, wieso...wer da die Schuld dran hatte keine Ahnung mehr? Vielleicht doch der Truppführer selber....? Und gut, das eben nichts passiert ist.

Der Abend dann wurde noch mächtig bei den Gefreiten gesoffen....wohl aufs Überleben,eben den Abgang/Heimgang hin.

Rainer-Maria

Und einen guten Tag allen ins Forum



Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Außer Kontrolle« – Geheim gehaltene Todesfälle in den Grenztruppen der DDR

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 18.10.2017 20:10
von der 39. | 1.026 Beiträge | 3896 Punkte
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Habe 2 "Werke" von Dullau jedenfalls teilweise lesen können. Mehr will ich nicht. Meine Erwartungen haben sich nicht erfüllt. Es gibt eine Kategorie von Schriften, die bei mir immer auf Ablehnung stoßen, nämlich, wenn einer schreibt mit dem Gedanken im Hinterkopf: "So muss es gewesen sein" und das als bare Münze verkauft.



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#26

RE: Außer Kontrolle« – Geheim gehaltene Todesfälle in den Grenztruppen der DDR

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 18.10.2017 20:10
von der 39. | 1.026 Beiträge | 3896 Punkte
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Habe 2 "Werke" von Dullau jedenfalls teilweise lesen können. Mehr will ich nicht. Meine Erwartungen haben sich nicht erfüllt. Es gibt eine Kategorie von Schriften, die bei mir immer auf Ablehnung stoßen, nämlich, wenn einer schreibt mit dem Gedanken im Hinterkopf: "So muss es gewesen sein" und das als bare Münze verkauft.



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#27

RE: Außer Kontrolle« – Geheim gehaltene Todesfälle in den Grenztruppen der DDR

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 18.10.2017 23:10
von Hanum83 | 8.569 Beiträge | 15011 Punkte
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Wenn eine 501 hochging und ich war Führungsstellenposten, kam als erstes der Uffz. vom Reparaturtrupp hoch und schaltete selber das betroffene Feld aus indem er den Einschub rauszog, als sie fertig waren kam er wieder hoch und schaltete ein.
Groß gequatscht wurde da nicht, die mussten ja weiter zum nächsten Knall.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.10.2017 00:06 | nach oben springen

#28

RE: Außer Kontrolle« – Geheim gehaltene Todesfälle in den Grenztruppen der DDR

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 22.10.2017 17:09
von berndk5 | 994 Beiträge | 6950 Punkte
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Hallo damals wars und @gitarre52,
im Abschnitt der GK Treffurt hatten wir den Fall Frank Mater . Kann man gut bei FU nachlesen. Wenn`s interessiert, hab ich auch noch Hintergrund-Info`s. Beste Grüße, berndk5


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
gitarre52 und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#29

RE: Außer Kontrolle« – Geheim gehaltene Todesfälle in den Grenztruppen der DDR

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 22.10.2017 18:24
von Mike59 | 9.254 Beiträge | 5019 Punkte
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #27
Wenn eine 501 hochging und ich war Führungsstellenposten, kam als erstes der Uffz. vom Reparaturtrupp hoch und schaltete selber das betroffene Feld aus indem er den Einschub rauszog, als sie fertig waren kam er wieder hoch und schaltete ein.
Groß gequatscht wurde da nicht, die mussten ja weiter zum nächsten Knall.


Als erstes?

Was es alles gab - bei uns flog als erstes die A Gruppe raus und die KS wurde zur Det Stelle geschickt.



berndk5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.10.2017 18:44 | nach oben springen

#30

RE: Außer Kontrolle« – Geheim gehaltene Todesfälle in den Grenztruppen der DDR

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 22.10.2017 19:39
von Rothaut | 1.171 Beiträge | 4569 Punkte
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zu#28

Gut erholt...@berndk5?

Immer her mit dem Hintergrundwissen...



Huf3 und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.10.2017 19:39 | nach oben springen

#31

RE: Außer Kontrolle« – Geheim gehaltene Todesfälle in den Grenztruppen der DDR

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 22.10.2017 20:27
von damals wars | 15.398 Beiträge | 11025 Punkte
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Viele Fälle rufen Erinnerungen an die schwere unseres Dienste hervor, vieles habe ich selbst so erlebt, aber die Konsequenzen waren mir nie so bewußt.
RIP


Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
Heinrich Heine: Fatal ist mir das Lumpenpack, das, um die Herzen zu rühren, den Patriotismus trägt zur Schau, mit allen seinen Geschwüren.
https://www.facebook.com/derKufner/video...?type=2&theater
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#32

RE: Außer Kontrolle« – Geheim gehaltene Todesfälle in den Grenztruppen der DDR

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 22.10.2017 20:42
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Hallo Mike59, sicher waren bei Hanum83 die Handlungsabläufe auf der Grundlage der Vorschriften wie überall in den GT gleich. Die Erinnerungen könnten sich hier allerdings konkret nur auf das Handeln des so genannten 501-Trupps vom Bataillon beziehen. Auch hat nicht jeder Grenzer mitbekommen, dass der Truppführer immer die gesamte Zone des betreffenden Abschnittes mit dem kleinen Sicherheitsschlüssel ausgeschaltet hat und diesen Schlüssel bis zur Beendigung der Wartung bei sich trug. Damit sollte ein versehentliches Einschalten der Minen vor Beendigung der Wartung verhindert werden. So kannte ich das im Bereich des GR-1 . Irrungen und Wirrungen sind also immer möglich, Einiges wurde auch nach entsprechenden Unfällen erst vom Ablauf verschärft. Die Abriegelungsmaßnahmen, Spuren-Kontrolle etc. waren aber immer sowieso gleich- selbst bei normalen Abschaltungen zur Unterhalts-Wartung der Anlagen. Diese Schilderung ist als Hilfe gemeint. berndk5


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
andy und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#33

RE: Außer Kontrolle« – Geheim gehaltene Todesfälle in den Grenztruppen der DDR

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 22.10.2017 21:07
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Zitat
uwe preußner, grenzpionier, befindet sich bereits auf bayerischen gebiet und wird von einen offizier angeschossen. stirbt dann an den verletzungen.

http://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das-D..._Uwe/index.html



Was für eine Sauerei. Ich hoffe, Salzgitter hat diesen Mörder ausfindig machen können und er ist bestraft worden. Was für Schweine. Mord verjährt nicht.



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.10.2017 21:07 | nach oben springen

#34

RE: Außer Kontrolle« – Geheim gehaltene Todesfälle in den Grenztruppen der DDR

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 22.10.2017 21:20
von mibau83 | 1.330 Beiträge | 2328 Punkte
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da gibt es hier was dazu
https://books.google.de/books?id=Gf4gAAA...einfurt&f=false

und eine episode aus dem jahr 1989.



Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Außer Kontrolle« – Geheim gehaltene Todesfälle in den Grenztruppen der DDR

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 22.10.2017 21:50
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Der wurde nach der Wende verurteilt, Harzwanderer, zurecht, ich sehe das auch als Mord, da war meiner Meinung nach der Rahmen der Dienstpflicht nicht mehr gegeben.
Und selbst wenn er nach DDR Recht noch gegeben war, menschlich war das DORT unnötig und für mich von niederen Instinkten geleitet, denn irgendwann muss man auch als Verlierer eingestehen verloren zu haben.


Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.
bürger der ddr, Ehli und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Außer Kontrolle« – Geheim gehaltene Todesfälle in den Grenztruppen der DDR

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 22.10.2017 21:54
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Die Minenfelder waren Feldweise geschaltet, so wie auch der GSZ.
Wenn also Arbeiten nötig waren, wurde das ganze Feld abgeschaltet.
Die Felder waren nummeriert, auf manchen Bildern sieht man das auch.


Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.
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#37

RE: Außer Kontrolle« – Geheim gehaltene Todesfälle in den Grenztruppen der DDR

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 22.10.2017 21:58
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Zitat von berndk5 im Beitrag #32
Hallo Mike59, sicher waren bei Hanum83 die Handlungsabläufe auf der Grundlage der Vorschriften wie überall in den GT gleich. Die Erinnerungen könnten sich hier allerdings konkret nur auf das Handeln des so genannten 501-Trupps vom Bataillon beziehen. Auch hat nicht jeder Grenzer mitbekommen, dass der Truppführer immer die gesamte Zone des betreffenden Abschnittes mit dem kleinen Sicherheitsschlüssel ausgeschaltet hat und diesen Schlüssel bis zur Beendigung der Wartung bei sich trug. Damit sollte ein versehentliches Einschalten der Minen vor Beendigung der Wartung verhindert werden. So kannte ich das im Bereich des GR-1 . Irrungen und Wirrungen sind also immer möglich, Einiges wurde auch nach entsprechenden Unfällen erst vom Ablauf verschärft. Die Abriegelungsmaßnahmen, Spuren-Kontrolle etc. waren aber immer sowieso gleich- selbst bei normalen Abschaltungen zur Unterhalts-Wartung der Anlagen. Diese Schilderung ist als Hilfe gemeint. berndk5

Ja, das ist es wohl - wird wohl im GR 1 nicht anders gewesen sein wie bei uns im GR 3.
Der Det und die Handlungen
und die Handlungen für die Wartung sind eben verschiedene Sachen. Das hat einen GWDler eher nicht interessiert - weswegen auch.



berndk5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#38

RE: Außer Kontrolle« – Geheim gehaltene Todesfälle in den Grenztruppen der DDR

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 22.10.2017 22:22
von berndk5 | 994 Beiträge | 6950 Punkte
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Hallo Rothaut, schön von Dir zu lesen. Ja Danke für Deine Nachfrage- es war echt toll im Urlaub.
War zum Zeitpunkt des Ereignesses zur Führung aus der GK Treffurt befohlen. Habe noch die damalige GP-Postentabelle mit den originalen Aufzeichnungen. Da Konnte man die Meldungen mit Bleistift gut einschreiben. Zu den "minutengenauen" Details könnte ich dehalb auch noch mehr sagen. Jetzt erst einmal nur ein paar allgemeine Fakten, die das KURIOSE und absolut SELTSAME dieses grausamen Ereignisses skizzieren sollen.
Der Leser sollte sich unbedingt bei FU die allgemeinen INFO`s zum Tod von Frank Mater einholen. Ich muss ehrlich sagen, dass diese Beschreibung mal weitestgehend zutreffend ist.
Meine jetzigen Hinweise habe ich aus dem eigenen Erleben und aus den mir direkt erteilten Informationen des damals zuständigen ABV, des Leiters VP-Gruppenposten Creuzburg, Grenzoffizier K des VPKA Eisenach sowie KD Eisenach des MfS.
Das Erlebnis war so einmalig und einschneidend, das Erinnerungslücken unwahrscheinlich sind, auch wenn man das nach so langer Zeit nicht ausschließen kann.
Ausgangslage:
Ein schöner, sonniger Tag, Mittagszeit.
Der Grenzabschnitt befand sich in der pioniertechnischen Umrüstung vom GSZ - I auf den GSSZ -II . Dazu wurde der alte GSZ im Bauabschnitt komplett abgerissen und neu als GSSZ-II gebaut. Begonnen wurde an der rechten Trennungslinie zum Abschnitt Hildebrandshausen, an diesem Tag war man im unteren Drittel des Bereichs Körtal, westlich der Ortschaft Wendhausen mit der PIK-1 tätig.
Der Grenzabschnitt hatte eine Haupt-Angriffsrichtung , mehr als 50 % aller Festnahmen erfolgten in der Nähe der B 249, also ca. 5 Km nördlich vom Überstieg.
Eine wichtige Nebenrichtung lag entlang der Straße Kleintöpfer, weil hier sehr gute, gedeckte Annäherung an die Grenze möglich war.
Frank Mater stieg mittags, kurz nach oder gegen 12 Uhr (während der Mittagspause der PIK) über das erste, bzw. am weitesten links befindliche, einsatzbereite GSSZ-II - Feld und verursachte dabei eine Dauerauslösung. Auch wenn es im Nachgang nicht weiter untersucht wurde, entsprachen die Handlungen nicht so ganz dem Ernst der Lage- wußte aber da noch Keiner.
Die A-Gruppe -Objekt war grad beim ESSEN-fassen, Grenzalarm war jetzt echt toll. Der Schock kam, als eindeutige Anzeichen GV mit dem Überwinden des neuen GSSZ-II gefunden wurden. Die Abriegelung stand ja zu der Zeit dann auch relativ stabil.
Auf einmal:
ca. 45 - 50 min nach GSZ-Auslösung, MINENDETONATION der SM-70 im Bereich der Mainzer Köpfe, der Abbriegelungs-Grenzposten ca. 120 m entfernt. Sehr stark durchschnittenes, bergiges Gelände ca. 1000m Tiefe mit dichtem Wald bewachsen.
Posten war ja am GMN und meldete sofort, dass er einen Schatten gesehen habe, der noch am Zaun liegen müsse, wahrscheinlich WILD. Setzt sich dorthin ab, gibt Ergänzung. Der GP kannte zu der Zeit noch nicht die Ursache der Auslösung des Signalzauns, meldete kurz darauf dass eine männliche Person nach Auslösung einer Mine verletzt und ansprechbar in der Nähe des GZ-I auf DDR-Seite liegt und er nach eigener Aussage allein sei.

Die üblichen Parallelhandlungen, Bergetrupp für Minendetonationen mit Offizier (Ltn.) eingesetzt, über OPD Regimentsarzt mit SANKRA angefordert. War ja mit den Rettungsdiensten noch nicht so wie heute. Ich denke die Bergung war 13:35 abgeschlossen, die Übergabe an den Regimentsarzt mit LO-SANKRA erfolgte am GSZ-Tor an der Straße Kleintöpfer. Der TOD wurde dort durch den Regimentsarzt um 14:08 festgestellt, bzw. gemeldet.

Im Meldesystem war erst mal wichtig, dass der "GEGNER" nichts mitbekommen hatte, das Gelände war auch so gut wie nicht einsehbar. Alles andere konnte man dann regeln.
Die Untersuchungskommission war sich schnell einig, dass niemand Fehler gemacht hatte.
Das Opfer stammte ja sowieso aus extrem schwierigem Milieu, weit unter dem durchschnittlichen Bildungsniveau, Einzelgänger, notorische Arbeitsunlust als Tierpfleger usw. usw. .Hatte keine Westverwandschaft, war also für niemanden damit zu rechnen dass er abhaut. Noch dazu am hellichten Tag. Das konnte überhaupt keiner verstehen.

Dann kam die nächste Frage. Was machen wir mit dem Toten? Na, ja. Da gab es ja schon Standard-Regeln (denke ich). Jetzt brauchte man als erstes einen Totenschein, also KC hole mal Deinen Vertragsarzt für die Kompanie her, weil den Regimentsarzt können wir das nicht machen lassen, wegen der Geheimhaltung soll besser ein ziviler Arzt das tun.
Hab ich dann getan. Unseren Bergungsgruppen-LO hatte ich schon bei Eintreffen in der Kompanie mit dem Toten, rückwärts mit der Ladefläche direkt an die Hallenwand fahren lassen und eine Wache ans Tor gestellt. Da war er dann ein paar Stunden, bis ich mit dem Arzt kam.
Dr. H. hat dann in meiner Gegenwart die Untersuchung durchgeführt.
Das Opfer hatte auf der linken, vorderen Körperseite 2 kleine (Einschuss-)Löcher ca. 3-4 mm groß im Brustbereich abwärts mit ca.10 cm. Abstand und 1 gleiche Verletzung gelb verfärbt auf Bauchhöhe (Leberverletzung) . Nach der Berichterstattung des Arztes an die Untersuchungskommission und Übergabe des Totenscheins wurde der Arzt entlassen und kurz darauf löste sich die UK auf.
Die Abholung der Leiche war zuvor organisiert worden, dafür übernahm die Polizei die Aufsicht und Begleitung nach Eisenach.

Warum war das insgesamt so schockierend?
Kurze Zeit später wurden die Minen planmäßig abgebaut,
warum ist der über den GSSZ-II gestiegen, wo wenige Meter weiter die neuen Felder noch gar nicht einsatzbereit waren.
Warum hat der die wirklich maximal ungünstigsten Geländebedingungen für den Anmarsch genutzt, ist nur ca. 3 m neben einem MINEN-Warnschild auf den K-6 gelaufen ?
Warum waren 3 so kleine Löcher so tödlich ?
Warum ist es auf einmal aus, wo doch der Arzt endlich da ist ?
Und die krasseste Frage, Jahrzehnte später: Warum musste ein so junger Mensch in der friedlichsten DDR sterben ?
Jetzt höre ich schon die ganz Schlauen schreien. Sage trotzdem wie es war. Es war eine andere Zeit.
Die beiden hingerichteten Offiziere Gomolka und Teske waren nach meinem Wissen nicht unbedignt Helden im Sinne der Freiheit- es sind aber Opfer, die die damalige Zeit und die extreme Zuspitzung staatlicher Reaktion klar reflektieren.

Man sollte bei allem berechtigten Aufschrei nicht vergessen, dass diese Grenze die Trennung zwischen WV und NATO war.

In meiner heutigen Meinung bedaure ich jedes Opfer zutiefst, auch wenn dadurch nichts besser wird. Man kann nur versuchen, die Zusammenhänge zu erklären- eine Rechtfertigung ist niemals möglich und von mir auch nicht beabsichtigt. berndk5
PS: Wegen Arbeit kann ich mich erst Dienstag wieder melden....


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
Cambrino, damals wars, andy, Rothaut, 94, Kimble, Pitti53 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#39

RE: Außer Kontrolle« – Geheim gehaltene Todesfälle in den Grenztruppen der DDR

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von coff | 928 Beiträge | 755 Punkte
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #33

Zitat
uwe preußner, grenzpionier, befindet sich bereits auf bayerischen gebiet und wird von einen offizier angeschossen. stirbt dann an den verletzungen.

http://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das-D..._Uwe/index.html


Was für eine Sauerei. Ich hoffe, Salzgitter hat diesen Mörder ausfindig machen können und er ist bestraft worden. Was für Schweine. Mord verjährt nicht.



Warum liest Du nicht einfach den verlinkten Artikel durch ? Da steht doch alles ausführlich beschrieben...


mibau83 und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#40

RE: Außer Kontrolle« – Geheim gehaltene Todesfälle in den Grenztruppen der DDR

in Bücher und Militaria - Empfehlungen und Tauschbörse 22.10.2017 22:47
von Hanum83 | 8.569 Beiträge | 15011 Punkte
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Zitat von Mike59 im Beitrag #29
Zitat von Hanum83 im Beitrag #27
Wenn eine 501 hochging und ich war Führungsstellenposten, kam als erstes der Uffz. vom Reparaturtrupp hoch und schaltete selber das betroffene Feld aus indem er den Einschub rauszog, als sie fertig waren kam er wieder hoch und schaltete ein.
Groß gequatscht wurde da nicht, die mussten ja weiter zum nächsten Knall.


Als erstes?

Was es alles gab - bei uns flog als erstes die A Gruppe raus und die KS wurde zur Det Stelle geschickt.


Na das ist nun schon klar mit der A-Gruppe, ich meinte die Reparatur.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.
IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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