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#21

RE: Mauer Babelsberg Klein Glienicke

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.09.2017 18:38
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@Andy
Wie? Ihr hättet uns angesprochen??

Also zumindest ich wäre darüber sehr erfreut gewesen und hätte dir gleich erzählt, was für ein großer Union Fan ich bin.

Habt ihr denn je erfolgreich Kontakt zu uns aufnehmen können?
Mir ist nur eine Erzählung eines Kollegen bekannt, der mal von solch einer Begegnung berichtete.

Es muss in der Nähe einer dieser Schleusungspunkte zwischen Dreilinden und dem Teltowkanal gewesen sein.

Ein Gak(?) Streife sprach ihn irgendwie an und man tauschte sogar Zigaretten, also wie in alten Zeiten und das so etwa mitte der Achtziger.
Ich weiß leider nicht mehr, wer mir das damals erzählt hat. Er fand die Begegnung jedenfalls recht merkwürdig.
Ich weiß auch nicht ob das weitergemeldet wurde.

Also ich hätte dir in meiner Naivität sicherlich eine Menge erzählt, was bestimmt auch daran gelegen hat, das ich die GT nie als potentielle Feinde eingestuft habe.

Das Bild würde ich zeitlich so etwa ab 1983/84 einordnen, da die Mauer der neuesten Generation zu sehen ist.
Vorher stand hier die ältere Version.

Beim Umbau gab es Streit, weil die dortigen Camper direkt hinter unserem Podest eine Art Gerümpelhaufen angelegt hatten, der bis an die Mauer reichte so wie auch der Campingplatzzaun.
Das erzürnte seinerzeit einen AGT der sich darüber bei meinen Kollegen beschwerte das hier Müll auf DDR Gebiet abgelagert wird.
Es soll dann einen nicht schönen Wortwechsel zwischen den beiden gegeben haben.
Kann aber auch nur Grenzerlatein sein.

Gruß Frank



Hapedi und Kalubke haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#22

RE: Mauer Babelsberg Klein Glienicke

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.09.2017 18:59
von andy | 1.626 Beiträge | 2600 Punkte
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Ja Frank, das hätten wir getan und wenn Du erzählt hättest, dass Du Union-Fan bist, hätten wir wohl noch am gleichen Tag eine Handakte über Dich angelegt.
Wurdet ihr eigentlich nie darüber belehrt, dass die "Grenzer" die sich im vorgelagerten Hoheitsgebiet aufhielten MA des MfS sein könnten deren Aufgabe es war, Angehörige von Zoll und Polizei zu werben?

So viele Kontaktmögtlichkeiten zwischen uns und dem Zoll/Polizei gab es ja nicht. Wir waren ja nur 2-3x im Jahr draussen. An einen Kontakt erinnere ich mich aber gut. Dabei spielte ein Bully der Polizei mit, der mit 2 Rädern auf dem vorgelagerten Territorium der DDR stand und der von Seiten seiner Besatzung kurzfristig unbeaufsichtigt blieb, was wir natürlich nutzten...


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.


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#23

RE: Mauer Babelsberg Klein Glienicke

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.09.2017 19:22
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Ich würde auch sagen: Aufnahmezeitpunkt Mitte der 80er und zwar unmittelbar nach dem Umbau, denn die Mauer sieht taufrisch aus noch völlig ohne Graffitti. Was habt Ihr mit dem Bulli gemacht? Zündschlüssel konfisziert und die Polizisten zu Fuß nach Hause laufen lassen? Wie konntet Ihr im Gelände so genau den Grenzverlauf bestimmen und feststellen dass der Bulli drübergefahren war?

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 28.09.2017 19:27 | nach oben springen

#24

RE: Mauer Babelsberg Klein Glienicke

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.09.2017 19:50
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Nee, mit den Schlüsseln konnten wir ja nicht viel anfangen, die Unterlagen, die im Auto lagen waren viel interessanter. Was wir im einzelnen gemacht haben werde ich in diesem Forum aber nicht erzählen, dazu lesen mir hier zu viele ... mit.
Dass der Bully mit zwei Rädern auf DDR-Gebiet stand - wir kannten den Grenzverlauf genau und selbst wenn es nicht so gewesen wäre - wer hätte uns das Gegenteil beweisen können?
Das hätte eine sofortige kriminaltechnische Untersuchung vor Ort erfordert und die war sehr unwahrscheinlich.


andy


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Kalubke hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.09.2017 15:11 | nach oben springen

#25

RE: Mauer Babelsberg Klein Glienicke

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.09.2017 20:12
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@andy

Ich habe da mal die eine oder andere Frage....

Wie lange dauerte so ein Einsatz vor dem vorderen Sperrelement?
Was das ganze nicht auch mit einem gewissen Risiko behaftet?....Wie hätte man sich verhalten...wenn es zu Provakationen, Handgreiflichkeiten oder das bewerfen mit Gegenständen gekommen wäre?
Ihr hättet euch doch gar nicht so schnell zurückziehen können...
Kam es vor, dass ihr von Westberliner angesprochen wurdet oder beschimpft?

Gruß Rothaut


zuletzt bearbeitet 28.09.2017 20:13 | nach oben springen

#26

RE: Mauer Babelsberg Klein Glienicke

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.09.2017 20:26
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Ich glaube das wir Zöllner in Berlin (West) irgendwie bewusst blöde gehalten wurden.
Daher bin ich über Erzählungen z.B. von Krelle immer ganz überrascht.

Das es Streifen im Vorgelagerten, von uns Unterbaugebiet genannt, gab war uns bekannt.
Das es sich dabei auch um MA des MfS handeln kann hat uns nie jemand gesagt. Natürlich wurden wir unterwiesen bei "Reisen in oder durch den kommunistischen Machtbereich" (so hieß das) bei etwagigen Befragungen nicht mehr als Name und Dienststelle zu nennen. Das war klar.

Aber auf Streife, so beim quatschen zwischen Grenzern???
Auf die Idee wäre ich nie gekommen. Ich hätte gedacht, man das ist ja ein super Kerl, der redet trotz Verbot.
Also ein Glück bin ich euch irgendwie nie aufgefallen.

Ich bin bei Einreisen oder beim Transit auch niemals auf meine Tätigkeit angesprochen worden, obwohl ich als Beruf immer Zollbeamter angegeben habe.
Nur einmal fragte mich eine äusserst hübsche Frau Oberleutnant von der PKE bei Einreise über die Bornholmer Straße ob ich drüben am Übergang arbeite, was ich verneinte mit Hinweis auf meine Dienststelle Dreilinden.
Ihre Antwort war : Oh, da ist ja etwas mehr zu tun als hier.
Weiter passierte nichts. Von dieser Dame hätte ich mich in anderen Dingen jedoch auch noch tiefergehend befragen lassen wollen.
War wie gesagt ein ganz schöner "Feger".

Bis 1989 habe ich eine solche Granate nicht mehr ausmachen können bei meinen Einreisen.

Erst nach der Wende kam es dann zu recht intensiven Kontakten mit den Damen des Zolls.

Gruß Frank



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#27

RE: Mauer Babelsberg Klein Glienicke

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.09.2017 20:32
von andyman | 2.933 Beiträge | 5415 Punkte
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Zitat von andy im Beitrag #24
Nee, mit den Schlüsseln konnten wir ja nicht viel anfangen, die Unterlagen, die im Auto lagen waren viel interessanter. Was wir im einzelnen gemacht haben werde ich in diesem Forum aber nicht erzählen, dazu lesen mir hier zu viele ... mit.
Das der Bully mit zwei Rädern auf DDR-Gebiet stand - wir kannten den Grenzverlauf genau und selbst wenn es nicht so gewesen wäre - wer hätte uns das Gegenteil beweisen können?
Das hätte eine sofortige kriminaltechnische Untersuchung vor Ort erfordert und die war sehr unwahrscheinlich.


andy

Hast du nach dieser langen Zeit noch Angst vor Konsequenzen?
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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#28

RE: Mauer Babelsberg Klein Glienicke

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.09.2017 21:44
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Hast du nach dieser langen Zeit noch Angst vor Konsequenzen?
Lgandyman


Nee, Angst vor Konsequenzen hatte ich noch nie.
Wenn man aber in diesem Bereich gearbeitet hat gibt es auch nach 27 Jahren noch Dinge, über die zumindest ich nicht mehr im Detail sprechen werde.

andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.


andyman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#29

RE: Mauer Babelsberg Klein Glienicke

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.09.2017 22:18
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Ich glaube das wir Zöllner in Berlin (West) irgendwie bewusst blöde gehalten wurden.
Daher bin ich über Erzählungen z.B. von Krelle immer ganz überrascht.

Das es Streifen im Vorgelagerten, von uns Unterbaugebiet genannt, gab war uns bekannt.
Das es sich dabei auch um MA des MfS handeln kann hat uns nie jemand gesagt. Natürlich wurden wir unterwiesen bei "Reisen in oder durch den kommunistischen Machtbereich" (so hieß das) bei etwagigen Befragungen nicht mehr als Name und Dienststelle zu nennen. Das war klar.

Aber auf Streife, so beim quatschen zwischen Grenzern???
Auf die Idee wäre ich nie gekommen. Ich hätte gedacht, man das ist ja ein super Kerl, der redet trotz Verbot.
Also ein Glück bin ich euch irgendwie nie aufgefallen.

Ich bin bei Einreisen oder beim Transit auch niemals auf meine Tätigkeit angesprochen worden, obwohl ich als Beruf immer Zollbeamter angegeben habe.
Nur einmal fragte mich eine äusserst hübsche Frau Oberleutnant von der PKE bei Einreise über die Bornholmer Straße ob ich drüben am Übergang arbeite, was ich verneinte mit Hinweis auf meine Dienststelle Dreilinden.
Ihre Antwort war : Oh, da ist ja etwas mehr zu tun als hier.
Weiter passierte nichts. Von dieser Dame hätte ich mich in anderen Dingen jedoch auch noch tiefergehend befragen lassen wollen.
War wie gesagt ein ganz schöner "Feger".

Bis 1989 habe ich eine solche Granate nicht mehr ausmachen können bei meinen Einreisen.

Erst nach der Wende kam es dann zu recht intensiven Kontakten mit den Damen des Zolls.

Gruß Frank

@Zkom IV

Wenn die Genn. Oltn. von der PKE ihren Job ernst genommen hat, sind Deine Einreiseunterlagen umgehend auf dem Tisch der Abt. XV der BV Potsdam oder aber auf dem meines Gegenübers (im Dienstzimmer) gelandet. Der war nämlich für den Zoll in Dreilinden zuständig. Zwischen der XV der BV (HV A-Arm in den Bezirken) und uns gab es manchmal ... Interessenüberschneidungen. Wenn aber ein Zöllner aus Dreilinden offiziell bekannt wurde, war eigentlich hochoffiziell die HA I/Aufklärung oder die HA VI zuständig. Hast Du mal Deine Akte angefordert?
Wenn Du allerdings immer nur mit Tages-Visum und zum Fussball in die DDR eingereist bist und sonst kein Reiseziel angegeben hast, war es natürlich schwierig.
Hätte es aber eine Begegnung zwischen uns in der Stubenrauchstr. gegeben und und Du hättest Dich so, wie von Dir beschrieben verhalten, wäre der Apparat angelaufen und wir hätten Dich identifiziert. Irgendwann hätte dann jemand im Stadion neben Dir gesessen und Dich "kennengelernt"...

Ich hätte jedenfalls sofort einen Plan gehabt.

Ich kann nicht verstehen, dass Eure Abwehr (LAfV, Staatsschutz) dermaßen tranig war und Euch nicht über unsere nachrichtendienstlichen Aktivitäten aufgeklärt hat.
Dass die davon nix wussten kann ich fast nicht glauben und wenn es so war frage ich mich ernsthaft, was die den lieben langen Tag getrieben haben.


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.


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#30

RE: Mauer Babelsberg Klein Glienicke

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.09.2017 22:44
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Zumindest beim BGS wurden die Beamten über die grenzüberschreitenden Aktivitäten des MfS ins Bild gesetzt. In einer Ausgabe der BGS Fachzeitschrift "Fortbildung Aktuell" von 1988 wurde das in einem Beitrag eines höheren BKA-Beamten recht detailliert beschrieben, u.a. auch die von Dir erwähnten Einteilungen der Verantwortungsbereiche der Aufklärungstätigkeit zwischen HV A Abt. XV BV und HA I/KGT/Bereich Aufklärung. Während die Tätigkeiten der GAK der GT im Vorgelagerten dem normalen Grenzdienst zugeordnet wurden, ist die Tätigkeit der HA I/KGT/Bereich Aufklärung als eindeutig nachrichtendienstlich orientiert und damit auf BRD Hoheitsgebiet strafbar nach §99 Strafgesetzbuch charakterisiert worden.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 28.09.2017 22:53 | nach oben springen

#31

RE: Mauer Babelsberg Klein Glienicke

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.09.2017 23:28
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@andy

Ich habe da mal die eine oder andere Frage....

Wie lange dauerte so ein Einsatz vor dem vorderen Sperrelement?
Was das ganze nicht auch mit einem gewissen Risiko behaftet?....Wie hätte man sich verhalten...wenn es zu Provakationen, Handgreiflichkeiten oder das bewerfen mit Gegenständen gekommen wäre?
Ihr hättet euch doch gar nicht so schnell zurückziehen können...
Kam es vor, dass ihr von Westberliner angesprochen wurdet oder beschimpft?

Gruß Rothaut


@Rothaut

Wir waren immer nur wenige Stunden im Vorgelagerten und dass auch nur in bestimmten Abschnitten des GR 44. Mit dem Risiko von Provokationen mussten wir wohl leben. Im Fall des Falles hätten wir uns kurzfristig zurückziehen müssen, dafür war an der Berliner Grenze ohne Mauertor der 4. Mann zuständig. Hätte man uns mit Gegenständen beworfen - das hätten wir wohl aushalten müssen. Für die Selbstverteidigung waren wir alle mit langer Waffe und unserer eigenen körperlichen Kraft ausgerüstet. Es gab auch keinerlei Funkverbindung mit den eigenen Kräften und gerade in sensiblen Bereichen, wie z.B. in der Stubenrauchstr. waren die Aufenthalte im Vorgelagerten immer relativ kurz.
Ich kann mich aber auch nicht daran erinnern, dass uns jemals irgendwer beschimpft oder bedroht hätte und es gab dafür auch keinerlei Befehle oder Weisungen. Wir hätten uns aber schon zu verteidigen gewusst. Gerade im Bereich der Stubenrauchstr. war der 4. Mann aber auch nie weit weg, man hat ihn nur nicht gesehen. Ich bin sicher, wenn es zu Problemen gekommen wäre, wären wir in nullkommanix wieder auf der anderen Seite der Mauer gewesen. Ausserdem waren wir jung, das Ganze war für uns alle spannend und wir waren bewaffnet. Letzteres war aber eher zur Abschreckung gedacht, ich zumindest hätte die Knarren nur bei einem körperlichen Angriff auf meine Person eingesetzt - der war aber in unserem Bereich eher weniger zu erwarten.
In der Berliner Innenstadt (Checkpoint Charly) war das vielleicht anders, da bin ich aber nie gewesen.
Eine andere Situation wäre es mglw. gewesen, wenn wir auf vor Ort auf bewaffnete Amis getroffen wären. Für diesen Fall gab es die strickte Anweisung, die Waffe absolut defensiv am Körper zu führen, also eingeklappte Schulterstütze und Lauf nach unten. Das ist mir als absoluter Frischling im November 1983 eben im Bereich des Podestes Stubenrauchstr. passiert. Ich kletterte auf der Leiter hoch und schaute in die Augen von zwei GI's, die auf dem Podest standen. Die waren genauso überrascht wie ich und trollten sich nach wenigen Minuten. Vorher hatte ich allerdings noch ein paar ganz brauchbare Foto von den beiden gemacht. Die Kamera war neben meiner Makarow damals die einzige Waffe, die ich mit hatte. Meine Kaschi lag im Stoffhund... Auf die Idee zu schiessen wäre ich wohl auch nicht gekommen.

andy


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Rothaut, 94, Hanum83, Lutze und kassberg haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#32

RE: Mauer Babelsberg Klein Glienicke

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.09.2017 23:30
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Zumindest beim BGS wurden die Beamten über die grenzüberschreitenden Aktivitäten des MfS ins Bild gesetzt. In einer Ausgabe der BGS Fachzeitschrift "Fortbildung Aktuell" von 1988 wurde das in einem Beitrag eines höheren BKA-Beamten recht detailliert beschrieben, u.a. auch die von Dir erwähnten Einteilungen der Verantwortungsbereiche der Aufklärungstätigkeit zwischen HV A Abt. XV BV und HA I/KGT/Bereich Aufklärung. Während die Tätigkeiten der GAK der GT im Vorgelagerten dem normalen Grenzdienst zugeordnet wurden, ist die Tätigkeit der HA I/KGT/Bereich Aufklärung als eindeutig nachrichtendienstlich orientiert und damit auf BRD Hoheitsgebiet strafbar nach §99 Strafgesetzbuch charakterisiert worden.

Gruß Kalubke


Der Artikel würde mich echt interessieren. Hast Du den?


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#33

RE: Mauer Babelsberg Klein Glienicke

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 29.09.2017 16:43
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@andy
Also die Hübsche von der PKE hat wohl doch gut gearbeitet.
Laut meiner Stasi Akte (Stand 1995 !!!!) bin ich in einem Sicherungsvorgang erfasst. Laut BStU ist der Sicherungsvorgang von der HA VI/1 geführt worden.
Ferner geht aus den Akten hervor das ich durch die ZAIG (Zentrale Auswertungs- und Informationsgruppe) erfasst wurde.

Das Ganze stammt aus dem Jahr 1988, würde zeitlich mit der Begegenung mit der Hübschen genau passen.

Meinst Du es würde Sinn machen nochmal eine Nachfrage zu starten?
Sind ja doch nochmal ein paar Jahre ins Land gegangen.

"Stolz" bin ich auf den Eintrag im Erfassungsbeleg unter Nummer 2.1, da steht:

1.PK wird der Verbindung zum Geheimdienst verdächtigt.

Ich wusste schon immer, dass ein James Bond in mir schlummert

Gruß Frank



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#34

RE: Mauer Babelsberg Klein Glienicke

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 29.09.2017 17:40
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1995 stand die Aufarbeitung noch ganz am Anfang. Das wird damals wohl lediglich eine Überprüfung in der Abt. XII des MfS gewesen sein und wenn es zu Dir kein archiviertes Material gegeben hat, war's das im Regelfall. Mittlerweile ist die Truppe ja schon ein Stück weiter und da würde eine nochmalige Anfrage durchaus Sinn machen. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe war die HA VI/1 für die Aufklärung der westlichen GüSten zuständig. Durchaus wahrscheinlich, dass die da einen Hinweis von der Schnecke auf Deine Tätigkeit in Dreilinden bekommen haben. Der Hinweis auf Deine Tätigkeit in Dreilinden war operativ durchaus bedeutsam. Eigentlich hätte die Schnecke Dich durchaus nach dem Zweck Deiner Einreise befragen können und Du hättest das sicher entsprechend ehrlich beantwortet, oder?


andy


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#35

RE: Mauer Babelsberg Klein Glienicke

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 29.09.2017 18:18
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Andy das ihr, spaßig gemeint, Horcher und Gucker in Diensten der GT verstärkt feindwärts wart, ist das ein Alleinstellungsmerkmal für Berlin?
An der grünen durfte ich ja auch mit Gakels und Offizieren, die waren aber immer aus der Kompanie, also ich sag mal normal
Manchmal kamen auch sonderbare Menschen die niemand kannte, da durften aber keine einfachen GWDler ran, aber ganz selten kamen die.
Einmal durfte ich aber sogar mit Grenzkommission, natürlich mit höheren Chargen als Befehlshaber, war trotzdem wie vom anderen Stern, die flogen sogar essen mit der Stahluette, die von der Kommission, die höhere Charge und ich saßen derweil einsam am Zaun und aßen unsere Kniften.
Die von der Grenzkommission, waren die auch MfS?


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


zuletzt bearbeitet 29.09.2017 18:35 | nach oben springen

#36

RE: Mauer Babelsberg Klein Glienicke

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 29.09.2017 18:36
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Andy das ihr, spaßig gemeint, Horcher und Gucker in Diensten der GT verstärkt feindwärts wart, ist das ein Alleinstellungsmerkmal für Berlin?
An der grünen durfte ich ja auch mit Gakels und Offizieren, die waren aber immer aus der Kompanie, also ich sag mal normal
Manchmal kamen auch sonderbare Menschen die niemand kannte, da durften aber keine einfachen GWDler ran.


Naja, 2-3x im Jahr im Vorgelagerten kann man wohl kaum als "verstärkt feindwärts" bezeichnen. Ich glaube, dass das an der grünen Grenze viel öfter und intensiver gemacht wurde. In Berlin waren die Möglichkeiten einer intensiven gedeckten Beobachtung doch sehr überschaubar. Das Vorgelagerte war oft nur wenige Meter tief und da, wo mehr Platz war, gab es einfach nicht so viel zu sehen.


andy


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Hanum83 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#37

RE: Mauer Babelsberg Klein Glienicke

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 29.09.2017 18:52
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Okay, dann werde ich beim BStU nochmal Nachfrage halten.

Eine hypothetische Frage hätte ich noch:
Denke mal Dein Plan wäre aufgegangen. Du hättest in der Alten Försterei neben mir gesessen. Ich hätte ein wenig geplaudert, auch über meine Tätigkeit.

Irgendwann hättest du dich ja offenbaren müssen.
Dann wäre ich bestimmt aus allen Wolken gefallen und hätte eine offizielle Mitarbeit sicherlich abgelehnt.

Was wäre dann der nächste Schritt gewesen?
Erpressung?
Verbot der Einreise und damit ade Union Spiele?
Ihr hättet mich doch niemals so einfach von der Leine gelassen?

Ich freue mich übrigens sehr, dass wir uns erst fast 30 Jahre später kennengelernt haben, vorher wär fatal gewesen.
Daher freue ich mich über diesen Kontakt heute um so mehr und ich freue mich, mal wieder zu einem Grenz Thema schreiben zu können.
Und das OHNE das man sich hier gleich zerfleischt, wie in so vielen Themen z.Z. im Forum.

Gruß Frank



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#38

RE: Mauer Babelsberg Klein Glienicke

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 29.09.2017 18:56
von Hanum83 | 8.760 Beiträge | 15975 Punkte
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Zitat von andy im Beitrag #36
Andy das ihr, spaßig gemeint, Horcher und Gucker in Diensten der GT verstärkt feindwärts wart, ist das ein Alleinstellungsmerkmal für Berlin?
An der grünen durfte ich ja auch mit Gakels und Offizieren, die waren aber immer aus der Kompanie, also ich sag mal normal
Manchmal kamen auch sonderbare Menschen die niemand kannte, da durften aber keine einfachen GWDler ran.


Naja, 2-3x im Jahr im Vorgelagerten kann man wohl kaum als "verstärkt feindwärts" bezeichnen. Ich glaube, dass das an der grünen Grenze viel öfter und intensiver gemacht wurde. In Berlin waren die Möglichkeiten einer intensiven gedeckten Beobachtung doch sehr überschaubar. Das Vorgelagerte war oft nur wenige Meter tief und da, wo mehr Platz war, gab es einfach nicht so viel zu sehen.


andy


An der grünen hast du oft gar nichts gesehen, nur selten war mal was los wo BGS, Zollis oder Briten kamen, meistens nur gucken nach den Säulen und den Steinen und ob nicht ein Bauer wieder DDR umgepflügt hatte.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


zuletzt bearbeitet 29.09.2017 18:59 | nach oben springen

#39

RE: Mauer Babelsberg Klein Glienicke

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 29.09.2017 20:07
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Okay, dann werde ich beim BStU nochmal Nachfrage halten.

Eine hypothetische Frage hätte ich noch:
Denke mal Dein Plan wäre aufgegangen. Du hättest in der Alten Försterei neben mir gesessen. Ich hätte ein wenig geplaudert, auch über meine Tätigkeit.

Irgendwann hättest du dich ja offenbaren müssen.
Dann wäre ich bestimmt aus allen Wolken gefallen und hätte eine offizielle Mitarbeit sicherlich abgelehnt.

Was wäre dann der nächste Schritt gewesen?
Erpressung?
Verbot der Einreise und damit ade Union Spiele?
Ihr hättet mich doch niemals so einfach von der Leine gelassen?

Ich freue mich übrigens sehr, dass wir uns erst fast 30 Jahre später kennengelernt haben, vorher wär fatal gewesen.
Daher freue ich mich über diesen Kontakt heute um so mehr und ich freue mich, mal wieder zu einem Grenz Thema schreiben zu können.
Und das OHNE das man sich hier gleich zerfleischt, wie in so vielen Themen z.Z. im Forum.

Gruß Frank

Hallo Frank,

Du solltest ja auch gar nicht offiziell mit mir zusammenarbeiten


Wie wären wir vorgegangen? Zunächst hätte eine umfassende Aufklärung Deiner Person
stattgefunden. Du hättest mich auch aller Wahrscheinlichkeit erst sehr viel später kennengelernt. Die Personenaufklärung hätte jemand anderer gemacht. Dazu hätten wir uns bemüht, den Kontakt zu Dir zu vertiefen um Dich besser kennenzulernen. Wir hätten Deine Stärken und Schwächen sicher nach und nach herausgefunden. Wir hätten gemeinsame Unternehmungen organisiert und wenn wir unseren Plänen eine Chance gegeben hätten, wäre ich irgendwann unter Legende auf der Bildfläche erschienen. Genausogut hätte es aber auch sein können, dass wir einer erfolgreichen Werbung keine Chance gegeben hätten. Selbst wenn wir über vermeintliche "Druckmittel" verfügt hätten (was sollte das schon sein?) hätten wir wohl eher dazu tendiert, sie nicht anzuwenden. Mglw. hätten wir das eher an der persönlichen Beziehung festgemacht und auf aktive Abschöpfung gesetzt. Wärst Du darauf nicht eingegangen, wäre Dir gar nichts passiert, weder Einreiseverbot noch irgendwelche anderweitigen Sanktionen.
Den Schritt einer direkten Werbung wären wir nur gegangen, wenn wir uns relativ sicher gewesen wären, dass Du nicht ablehnst. Hättest Du das dann trotz unserer Prognose getan, wäre Dir auch nix passiert.
Wir haben weder gefoltert noch war unsere Hauptwerbungsmethode der Einsatz von Druckmittel. Wenn jemand nicht will, dann will er nicht - das hätten wir aber relativ sicher schon gewusst, bevor wir diesen finalen Schritt gegangen wären.

Vielleicht noch ein Wort zur aktiven Abschöpfung. Wie wir in diesem Fall vorgegangen wären, ist aus heutiger Sicht schwer zu sagen. Vorstellbar wäre aber bspw. Dich mit z.B. einem Forschungsthema an einer DDR-Uni zu konfrontieren, das in einer direkten Beziehung zu Deiner beruflichen Tätigkeit steht. Vorher hätte natürlich ein enges, freundschaftliches Verhältnis hergestellt werden müssen, welches Dir eine Absage der Unterstützung dieses Vorhabens fast unmöglich gemacht hätte. Die Arbeit auf diesem Gebiet war ein weites Feld und es hing fast immer vom Einfallsreichtum des MA's ab, ob er intelligent oder mit dem Brecheisen vorging.


andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.


zuletzt bearbeitet 29.09.2017 20:26 | nach oben springen

#40

RE: Mauer Babelsberg Klein Glienicke

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 29.09.2017 20:20
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Zitat von Zkom IV im Beitrag #33
@andy
Also die Hübsche von der PKE hat wohl doch gut gearbeitet.
Laut meiner Stasi Akte (Stand 1995 !!!!) bin ich in einem Sicherungsvorgang erfasst. Laut BStU ist der Sicherungsvorgang von der HA VI/1 geführt worden.
Ferner geht aus den Akten hervor das ich durch die ZAIG (Zentrale Auswertungs- und Informationsgruppe) erfasst wurde.

Das Ganze stammt aus dem Jahr 1988, würde zeitlich mit der Begegenung mit der Hübschen genau passen.

Meinst Du es würde Sinn machen nochmal eine Nachfrage zu starten?
Sind ja doch nochmal ein paar Jahre ins Land gegangen.

"Stolz" bin ich auf den Eintrag im Erfassungsbeleg unter Nummer 2.1, da steht:

1.PK wird der Verbindung zum Geheimdienst verdächtigt.

Ich wusste schon immer, dass ein James Bond in mir schlummert

Gruß Frank


Sicherungsvorgang (SiVo) war die Vorstufe zum OV (operativer Vorgang). Ich habe das mal aus den BSTU-Unterlagen eines Bekannten ersehen können. Dort wurde eine SiVo-Erfassung gegen einen Iraner wegen des Verdachtes einer Verbindung zu linksextremistischen Kräften in Westberlin vorgenommen. Über den gesamten Bekanntenkreis erfolgten Abfragen der Speicher der Abt. XII (Archiv). Ein OV wurde aber nicht angelegt, weil es bei dem vagen Verdacht blieb. Könnte evt. bei Dir ähnlich gewesen sein.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 29.09.2017 20:22 | nach oben springen



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