Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

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27.09.2009 06:55 (zuletzt bearbeitet: 27.09.2009 06:55)
avatar  Angelo
#1
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Interview mit Egon Krenz über den 20.Jahrestag.Es ist nicht einfach, Egon Krenz, der an der mecklenburg-vorpommerischen Ostseeküste lebt, zu kontaktieren. Er gebe anlässlich des 20. Jahrestags des Mauerfalls keine Interviews, erklärt seine Sprecherin. Doch dann ist er doch bereit, mit dem Standard zu telefonieren. Kritische Fragen jedoch beantwortet Krenz längst nicht alle. Über Mauertote und den großen Bruder Sowjetunion sprach Birgit Baumann mit ihm.

Hier geht es zum Interview
http://derstandard.at/fs/1253807786535/D...Himmel-gefallen


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27.09.2009 10:28
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#2
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Erst sagt er, das in der DDR der kalte Krieg, sozusagen der dritte Weltkrieg geführt wurde und später sagt er, das er stolz drauf sei, das die DDR der einzige deutsche Staat gewesen ist, der nie Krieg geführt hat....man..man..man....is der Mensch hypokrit....


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27.09.2009 11:04
avatar  Merkur
#3
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Zitat von Mongibella
Erst sagt er, das in der DDR der kalte Krieg, sozusagen der dritte Weltkrieg geführt wurde und später sagt er, das er stolz drauf sei, das die DDR der einzige deutsche Staat gewesen ist, der nie Krieg geführt hat....man..man..man....is der Mensch hypokrit....



Lies noch mal in Ruhe. Ich habe seine Aussage anders verstanden.


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27.09.2009 11:20 (zuletzt bearbeitet: 27.09.2009 11:21)
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#4
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Zum Zitat: "...das die DDR der einzige deutsche Staat gewesen ist, der nie Krieg geführt hat"

Wurde denn in der alten BRD bis 1990 irgendwo ein Krieg geführt? Gab es einen Aufruhr des Volkes der im Westen militärisch niedergeschlagen werden musste? Standen BRD-Soldaten an der Grenze zu einem befreundeten Staat, weil sie beabsichtigten, hier für Ordnung nach eigenem-Muster zu sorgen, wie die DDR-Armee zum Prager Frühling?
War der Frieden wirklich allein ein Verdienst der DDR-Führung, die doch im militärischen Bereich nur ein Handlanger der UdSSR gewesen war? War der Frieden nicht auch das Ergebnis des vom Westen geschaffenen, gehaltenen militärischen Gleichgewichtes im Bezug zum Nato-Nachrüstungsbeschluss?

Es sind immer die alten ewigen Parolen, die aber mehr der eigenen virtuellen als der realen Wahrheit entsprechen. Schade eigentlich, oder?


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27.09.2009 11:24
avatar  Merkur
#5
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Zitat von Augenzeuge
Zum Zitat: "...das die DDR der einzige deutsche Staat gewesen ist, der nie Krieg geführt hat"

Wurde denn in der alten BRD bis 1990 irgendwo ein Krieg geführt?



Da die Bundesrepublik weiterhin existent ist, kann diese Frage nicht auf den Zeitraum bis 1990 begrenzt werden.


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27.09.2009 11:24
#6
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Zitat von Merkur

Zitat von Mongibella
Erst sagt er, das in der DDR der kalte Krieg, sozusagen der dritte Weltkrieg geführt wurde und später sagt er, das er stolz drauf sei, das die DDR der einzige deutsche Staat gewesen ist, der nie Krieg geführt hat....man..man..man....is der Mensch hypokrit....



Lies noch mal in Ruhe. Ich habe seine Aussage anders verstanden.



Hier eigentlich Off-Topic:
Was ich im Zusammenhang mit den Gründen für die Abriegelung der Grenze nicht ganz durchschaue ist, inwiefern diese einen Krieg verhindert hat.

- Verhinderten die Sperranlagen den Angriff der NATO?
- Verhinderte die Abriegelung einen Einmarsch des "Warschauer Vertrages" auf NATO-Gebiet?

Gruß
Stefan


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27.09.2009 11:35
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#7
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Zitat von Merkur

Zitat von Augenzeuge
Zum Zitat: "...das die DDR der einzige deutsche Staat gewesen ist, der nie Krieg geführt hat"
Wurde denn in der alten BRD bis 1990 irgendwo ein Krieg geführt?


Da die Bundesrepublik weiterhin existent ist, kann diese Frage nicht auf den Zeitraum bis 1990 begrenzt werden.




Nein, merkur, das kann man sogar bis zu diesem Zeitpunkt nur betrachten, da die Bündnisverpflichtungen, die Verpflichtungen der BRD in der Nato, die europäischen Pflichten, ja die Rolle Deutschlands heute mit der alten BRD nicht zu vergleichen sind und sich völlig verändert haben.


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27.09.2009 11:39
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#8
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Zitat von Merkur

Zitat von Mongibella
Erst sagt er, das in der DDR der kalte Krieg, sozusagen der dritte Weltkrieg geführt wurde und später sagt er, das er stolz drauf sei, das die DDR der einzige deutsche Staat gewesen ist, der nie Krieg geführt hat....man..man..man....is der Mensch hypokrit....



Lies noch mal in Ruhe. Ich habe seine Aussage anders verstanden.




Ja es steht da etwas anderes....aber es kommt auf mich so rübba....aber ich finde die Aussage das die DDR die Gewalt gegen ihr eigenes Volk nicht unterlassen hat, das sie später in Jugoslawien doch in Krieg ziehen würden....das passt nich in den Zusammenhang und lenkt nur ab....

....im Grunde ist doch Krieg geführt worden gegen das eigene Volk...mit militärischen Mitteln!

Wer nicht für uns ist, ist gegen uns....das ist eine Kriegserklährung ans eigene Volk...das wurde ja wohl bekannterweise praktiziert und er(Egon Krenz) war daran beteidigt....die Grenze war so aufgebaut, das ganz klar zu erkennen war, gegen wen sie wirken sollte....

....von der Westseite wäre wohl ein stärkeres Auto so dadurch gefahren.....das wäre vom Osten aus mit schwerem Gerät schon sehr schwierig...man kam ja noch nicht mal in die Nähe....


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27.09.2009 11:41
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#9
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Oh-hau-ah-hau-ah-hah!* Wenn die Mauer vom Himmel gefallen wäre, dann wäre sie spätestens beim Aufprall auf die Erde in alle Stücke zerbrochen. Gar nicht auszumalen, wass dann noch passiert wäre. Aber müßig sich drüber den Kopf zu zerbrechen, denn sie ist ja nur noch in vielen vielen Mini-Gedenksteinen oder als eine kleine "Gedenkstrecke" in Berlin erhalten. Moin, Der Feldstecher
*nordfriesischer Verwunderungsausfruf


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27.09.2009 11:44
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#10
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Zitat von Der Feldstecher
Aber müßig sich drüber den Kopf zu zerbrechen, denn sie ist ja nur noch in vielen vielen Mini-Gedenksteinen oder als eine kleine "Gedenkstrecke" in Berlin erhalten. Moin, Der Feldstecher
*nordfriesischer Verwunderungsausfruf



Naja, manche werden es tunlichst vermeiden sich den Kopf zu zerbrechen....zerbricht womöglich gleich die Mauer in diesen Köpfen mit


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27.09.2009 11:54
avatar  Merkur
#11
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Zitat von Augenzeuge
Nein, merkur, das kann man sogar bis zu diesem Zeitpunkt nur betrachten, da die Bündnisverpflichtungen, die Verpflichtungen der BRD in der Nato,



Und die DDR, hatte die keine Bündnisverpflichtungen im Rahmen des Warschauer Vertrages ? Ich stelle die Frage, u. a. weil Du die Ereignisse von 1968 in der CSSR ansprichst.


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27.09.2009 12:07
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#12
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Zitat von Merkur

Zitat von Augenzeuge
Nein, merkur, das kann man sogar bis zu diesem Zeitpunkt nur betrachten, da die Bündnisverpflichtungen, die Verpflichtungen der BRD in der Nato,


Und die DDR, hatte die keine Bündnisverpflichtungen im Rahmen des Warschauer Vertrages ? Ich stelle die Frage, u. a. weil Du die Ereignisse von 1968 in der CSSR ansprichst.




Aber die Aussage entspricht nur einem herausgepickten Teil meines Satzes.....

Stimmt, der Bündnisfall beinhaltete ja auch die Niederschlagung des Volkswillens in befreundeten Staaten....da hat ja Krenz Glück gehabt, das die russischen Panzer ausgereicht haben in Prag, sonst hätte er die Aussage nicht treffen können- aber ist nicht schon der Wille, der Versuch strafbar- so wurde das doch immer bei der Republikflucht von der DDR gesehen......


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27.09.2009 12:11
avatar  Alfred
#13
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Augenzeuge,

auf der Basis Deiner "Gummiantworten" ist kaum eine SACHLICHE Diskussion möglich.

Die DDR ist nicht in die CSSR einmarschiert, PUNKT.

Alles was wäre wenn und Spekulationen helfen da nicht.


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27.09.2009 12:27 (zuletzt bearbeitet: 27.09.2009 12:28)
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#14
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Zitat von Alfred
Augenzeuge,

auf der Basis Deiner "Gummiantworten" ist kaum eine SACHLICHE Diskussion möglich.

Die DDR ist nicht in die CSSR einmarschiert, PUNKT.

Alles was wäre wenn und Spekulationen helfen da nicht.



Stimmt, Augenzeuge. Für alle Truppenteile der NVA gab es zwar erhöhte Gefechtsbereitschaft. Das hieß Kalaschnikow am Mann und 120 Schuß Munition und gefechtsbereit, um sofort abzumaschieren oder aufzufliegen... Der Militärbezirk 3 der DDR-Landstreitkräfte stand sogar definitiv in Bereitstellungsräumen, um sofort als Reserve an der CSSR-Grenze und notfalls sogar in der CSSR verfügbar zu sein. Bereits vor dem Einrücken der Roten Armee haben auch Offzierskommandos des MB 3 der NVA im grenznahen Gebiet der CSSR mögliche Flächen für Bereitstellungsräume ihrer Einheiten aufgeklärt. Aber in Moskau verzichtete man dann auf den direkten Einsatz deutscher Truppen in die CSSR, weil es wohl auch dem Westen einen propagandistischen Trumpf geliefert hätte nach dem Motto: 23 Jahre nach dem Ende der Nazizeit marschieren schon wieder Deutsche in der Tschechoslowakei ein. Gruß Peter (Der Feldstecher)


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27.09.2009 12:57 (zuletzt bearbeitet: 27.09.2009 12:59)
avatar  Merkur
#15
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Zitat von Augenzeuge
Stimmt, der Bündnisfall beinhaltete ja auch die Niederschlagung des Volkswillens in befreundeten Staaten



@Augenzeuge:
Lass uns doch einfach bei den vorhandenen Fakten bleiben.
Die NVA ist nirgendwo einmarschiert und hat sich an Kampfhandlungen beteiligt. Die Bundeswehr kann dies nicht von sich behaupten.
Das sind die Fakten. Ob sie Dir gefallen oder nicht, ist dabei völlig nebensächlich.


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