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#41

RE: " Von den Russen ermordet und wie Hunde verscharrt ! "

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 08.09.2017 06:40
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Zitat von damals wars im Beitrag #38
Die Behauptung, die speziallager wären nicht nur für die Nazis errichtet wurden, geht an den Tatsachen vorbei.


Verstehe ich Dich jetzt richtig, die SPD-Opferliste der FES ist ein Fake, weil sie nicht den Tatsachen entspricht?

Zitat von damals wars im Beitrag #38
Woher hätte die sowjetischen Besatzer wissen sollen, das sich Sozialdemokraten gegen sie wenden würden, sie wußten ja nicht mal, das welche überlebt hatten.


Mal abgesehen davon, dass Deine Bemerkung etwas zynisch klingt, diese Sozialdemokraten haben sich nicht gegen die Sowjetunion per se gewand, sondern vor allem gegen die Zwangsvereinigung mit der KPD unter der Ägide von stalinisierten KPD-Funktionären. Das Perverse daran ist m. E. und da muss ich @Wanderer zwischen 2 Welten Recht geben, dass diese SPD-Leute zu Friedenszeiten in Kriegsgefangenenlager gesteckt wurden.

Der SPD-Funktionär Ernst Reuter z.B. war in den 30er Jahren [korr: 1919-1922] Gebietskommissar bei den Wolgadeutschen. Als er während der Säuberungen politisch motivierte Todesurteile z.T. wegen Bagatelldelikten unterschreiben sollte, ist er nach Westeuropa geflohen und verbrachte den WK II in Emigration. Als erster Westberliner Bürgermeister war er wegen seiner Vergangenheit massiven politischen Angriffen aus Ostberlin ausgesetzt. Sicher auch weil er vehement, die vom MfS organisierten Entführungen von geflüchteten DDR-Funktionären und Leuten, die politisch gegen die DDR gearbeitet haben, anprangerte.

Neben diesen Übergriffen gegen SPD-Leute hat Ulbricht seine eigene Partei von KPD-Westremigranten gesäubert, so dass mehr oder weniger nur noch die "Hotel-Lux"-Fraktion übrig blieb. Vorbild waren ganz klar die stalinschen Säuberungsaktivitäten aus den 30er Jahren, die auch an den Bewohnern des Hotels "Lux" nicht spurlos vorüber ging. Hermann Dunckers Sohn z.B. verschwand in den GULAGS. Hermann Duncker war in den ersten Jahren der DDR Minister für Volksbildung. Auch in den 50ern ging dieses unheilvolle Treiben weiter (Herrnstadt-Affaire, Prozesse gegen Janka und Harich, etc). Erst nach Stalins Tod war damit Schluss.

Gruß Kalubke



IM Kressin, thomas 48 und Grenzläufer haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.09.2017 09:35 | nach oben springen

#42

RE: " Von den Russen ermordet und wie Hunde verscharrt ! "

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 08.09.2017 07:40
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Zitat von damals wars im Beitrag #38
Die Behauptung, die speziallager wären nicht nur für die Nazis errichtet wurden, geht an den Tatsachen vorbei. Woher hätte die sowjetischen Besatzer wissen sollen, das sich Sozialdemokraten gegen sie wenden würden, sie wußten ja nicht mal, das welche überlebt hatten.


Es waren Sozialdemokraten die für Demokratie gestanden haben und sich gegen die Stalinisierung Ostdeutschlands gewehrt @damals wars
Stalin ordnete auch die Zwangsvereinigung der SPD mit der KPD an.
So erzwangen sich die stalinhörigen deutschen Kommunisten, die nie durch eine demokratisch legitimierte Wahl an die Macht gekommen wären, die Herrschaft.


>>Die Vereinigung von KPD und SPD im Jahr 1946 in der Sowjetischen Besatzungszone und der Viersektorenstadt Berlin zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) wird auch als Zwangsvereinigung von KPD und SPD bezeichnet, weil sie unter massivem Druck der sowjetischen Besatzungsbehörden zustandekam. Im Rahmen dieser Vereinigung wurden Sozialdemokraten, die sich widersetzten, in Lagern und Zuchthäusern inhaftiert oder sonstigem physischen oder psychischen Druck ausgesetzt.<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsvere...und_KPD_zur_SED


70 Jahre Zwangsvereinigung von KPD und SPD
https://www.bundesstiftung-aufarbeitung....o_zwangsver.pdf


Zwangvereinigungen sozialdemokratischer Parteien mit Stalinistischen Parteien wurden auch in anderen Ostblocksaaten angeordnet

>>In Rumänien kam es unter sowjetischer Besatzung im Februar 1948 zur Zwangsvereinigung der Rumänischen Kommunistischen Partei mit der sozialdemokratischen Partei zur Rumänischen Arbeiterpartei, die sich 1965 in Rumänische Kommunistische Partei umbenannte.
In Ungarn erfolgte die Zwangsvereinigung von Kommunistischer und Sozialdemokratischer Partei zur Partei der Ungarischen Werktätigen im Mai 1948.
In der Tschechoslowakei wurden die Sozialdemokraten der Slowakei bereits 1944 und die Tschechoslowakische Sozialdemokratie (Československá sociální demokracie) am 27. Juni 1948 mit der KSČ zwangsweise verschmolzen.
Im Dezember 1948 erfolgte in der Volksrepublik Polen auf Druck Stalins eine Zwangsvereinigung der Parteien PPR und PPS zur PZPR (dt. PVAP abgekürzt). PPS-Politiker wurden Opfer massiver politischer Säuberungen; Gegner des neuen Regimes wurden aus Partei- und Regierungsämtern gedrängt (siehe hierzu auch: Parteien in Polen).<<
https://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsvere...und_KPD_zur_SED


IM Kressin und Kalubke haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#43

RE: " Von den Russen ermordet und wie Hunde verscharrt ! "

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 08.09.2017 09:02
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Zitat von Kalubke im Beitrag #41




Der SPD-Funktionär Ernst Reuter z.B. war in den 30er Jahren Gebietskommissar bei den Wolgadeutschen. Als er während der Säuberungen politisch motivierte Todesurteile z.T. wegen Bagatelldelikten unterschreiben sollte, ist er nach Westeuropa geflohen und verbrachte den WK II in Emigration.
..................................................................
Erst nach Stalins Tod war damit Schluss.

Gruß Kalubke


Es war mir absolut unbekannt das Ernst Reuter in den 30ger Jahren "Gebietskommissar" in der Autonomen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen war. Liegt wahrscheinlich daran das ich Gerüchten zufolge nur DDR Geschichtsbücher gelesen habe und lese ......
"Gebietskommissar" ist eine NS Bezeichnung für verwaltungstechnisch eingesetzte Beamte in den von den Deutschen besetzten Gebieten und die waren eher NSDAP Mitglied und nicht in der SPD
Und bis in das Gebiet der Wolgadeutschen sind die deutschen Armeen nie gekommen, nur so nebenbei.
Anfang der 30ger Jahre war Ernst Reuter Oberbürgermeister der Stadt Magdeburg und die liegt bekanntlich in Preussen; heute Sachsen-Anhalt, und nicht an der Wolga. Der Fluß heißt Elbe!
Nach 1933 saß E. Reuter mit Unterbrechung bis Ende 1934 in KZ-Haft und Anfang 1935 emigrierte er mit seiner Familie nach England und im gleichen Jahr reiste er weiter in die Türkei von wo er 1946 nach Deutschland zurückkehrte.

Die Spitze der Säuberungen in der SU, auch als Großer Terror bekannt, lag in den Jahren 1936 bis 1938 und da war E. Reuter nachweislich in der Türkei!

------------------------------------
Der Prozess gegen Janka und Harich fand im Jahr 1957 statt und da war Stalin bekanntlich bereits seit 4 Jahre tot .........
Also entsprich deine Behauptung das mit dem Tod von Stalin auch die politisch motivierte Verfolgung von sogenannten Abweichlern und Oppositionellen in der DDR abrupt endete nicht ganz den tatsächlichen Ereignissen .....


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
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der sieht aus, wie er war
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wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#44

RE: " Von den Russen ermordet und wie Hunde verscharrt ! "

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 08.09.2017 09:08
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erschreckt Euch nicht. 397 Seiten Dokument darüber Fred S.

Ach, ob das auch wieder Faschisten geschrieben haben, wie Damals als ich in Unkenntnis das vom Rhein reingesetzt habe weiß ich nicht.

Meckert dann nicht mir rum, sagt es und ich lösche den Beitrag. Mein Ziel heute: Euch eine Freude mit einer Gesamtaufstellung zu bereiten. Wenn das wieder die Faschisten geschrieben das stand nicht dabei.


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IM Kressin, der alte Grenzgänger, Grenzläufer und der sturmbahn könig haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.09.2017 09:19 | nach oben springen

#45

RE: " Von den Russen ermordet und wie Hunde verscharrt ! "

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 08.09.2017 09:17
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #43
Zitat von Kalubke im Beitrag #41




Der SPD-Funktionär Ernst Reuter z.B. war in den 30er Jahren Gebietskommissar bei den Wolgadeutschen. Als er während der Säuberungen politisch motivierte Todesurteile z.T. wegen Bagatelldelikten unterschreiben sollte, ist er nach Westeuropa geflohen und verbrachte den WK II in Emigration.
..................................................................
Erst nach Stalins Tod war damit Schluss.

Gruß Kalubke


Es war mir absolut unbekannt das Ernst Reuter in den 30ger Jahren "Gebietskommissar" in der Autonomen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen war. Liegt wahrscheinlich daran das ich Gerüchten zufolge nur DDR Geschichtsbücher gelesen habe und lese ......
"Gebietskommissar" ist eine NS Bezeichnung für verwaltungstechnisch eingesetzte Beamte in den von den Deutschen besetzten Gebieten und die waren eher NSDAP Mitglied und nicht in der SPD
Und bis in das Gebiet der Wolgadeutschen sind die deutschen Armeen nie gekommen, nur so nebenbei.
Anfang der 30ger Jahre war Ernst Reuter Oberbürgermeister der Stadt Magdeburg und die liegt bekanntlich in Preussen; heute Sachsen-Anhalt, und nicht an der Wolga. Der Fluß heißt Elbe!
Nach 1933 saß E. Reuter mit Unterbrechung bis Ende 1934 in KZ-Haft und Anfang 1935 emigrierte er mit seiner Familie nach England und im gleichen Jahr reiste er weiter in die Türkei von wo er 1946 nach Deutschland zurückkehrte.

Die Spitze der Säuberungen in der SU, auch als Großer Terror bekannt, lag in den Jahren 1936 bis 1938 und da war E. Reuter nachweislich in der Türkei!

------------------------------------
Der Prozess gegen Janka und Harich fand im Jahr 1957 statt und da war Stalin bekanntlich bereits seit 4 Jahre tot .........
Also entsprich deine Behauptung das mit dem Tod von Stalin auch die politisch motivierte Verfolgung von sogenannten Abweichlern und Oppositionellen in der DDR abrupt endete nicht ganz den tatsächlichen Ereignissen .....


zu Reuter guckst Du hier . Selbst Du kannst noch was dazu lernen.


Ja, O.K. geschenkt, mit dem Tod von Stalin war doch noch nicht ganz Schluss. I. Z. m. der Ungarn-Krise ließ Ulbricht nochmal Köpfe rollen. Janka, ein Verlagsleiter z.B. sollte im Auftrag des damaligen Kulturministers J. R. Becher mit Bechers Wagen samt dem in Westberlin (!!!) ansässigen Privatchauffeur nach Ungarn fahren und einen Intellektuellen der Becher nahe stand (George Lukas?) vor den Wirren der Bürgerkriegsauseinandersetzungen retten. Das wurde Janka später vom MfS als Kollaborationsversuch mit der Konterrevolution angekreidet. Und der ehrenwerte Herr Becher als Initiator rührte keinen Finger für seinen Verlagsleiter Janka, als der in Bautzen verschwand (Quelle Janka: Schwierigkeiten mit der Wahrheit).

So viel mal zum Thema Charakter- und Prinzipienfestigkeit von Politikern.

Gruß Kalubke



IM Kressin und Grenzläufer haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.09.2017 19:56 | nach oben springen

#46

RE: " Von den Russen ermordet und wie Hunde verscharrt ! "

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 08.09.2017 09:35
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Ach und wo steht in dem Wiki Beitrag über E. Reuter etwas über seine Tätigkeit als Gebietskommissar bei den Wolgadeutschen. Als er während der Säuberungen politisch motivierte Todesurteile z.T. wegen Bagatelldelikten unterschreiben sollte, ist er nach Westeuropa geflohen wie du beliebst zu behaupten?
Reuter war im Jahr 1918 ! Volkskommissar und schuf in dieser Funktion die Grundlagen für die spätere Autonome Sowjetrepublik der Wolgadeutschen und wurde Ende 1918 von Lenin ermuntert nach Deutschland zurückzukehren .....

@Kalubke , Schwierigkeiten mit dem verstehenden Lesen? Steht alles sehr deutlich und klar im Wiki-Link über Ernst Reuter


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#47

RE: " Von den Russen ermordet und wie Hunde verscharrt ! "

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 08.09.2017 09:44
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Mein lieber @Nostalgiker, wiki ist nicht die einzigste Quelle, da gibt es auch noch wesentlich detailliertere TV-Dokus über Reuter. Es ist doch nicht so schlimm, wenn mal mal was nicht weiß. Ein andere Aspekt ist aber nicht uninteressent, verbunden mit der Tatsache, dass er, wie ich nicht ganz richtig angab, bereits von 1919 -1922 Volkskommissar war: Die Anfänge der politisch motivierten Willkürjustiz in Sowjetrussland gab es leider schon vor Stalin.

Die Aussage "...von Lenin ermuntert, nach Deutschland zurückzukehren" beißt sich allerdings mit den Darstellungen in der TV Doku. Aus welcher Quelle hast Du die?

Gruß Kalubke



IM Kressin, 94 und Grenzläufer haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.09.2017 09:48 | nach oben springen

#48

RE: " Von den Russen ermordet und wie Hunde verscharrt ! "

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 08.09.2017 09:54
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Das Thema ist sehr zwiespältig. Ich sehe das im Zusammenhang mit allen Verbrechen während des WK II und der Nachkriegszeit.
Die Gewalt ging eindeutig erst einmal von Deutschland aus und die Geschehnisse in deutschen Gefangenlagern und KZ sowie der "Behandlung" der Zivielbevölkerung sind eine traurige Realität.
- Kommisarsbefehl
- Erschießung von Geiseln
- brutales Vorgehen gegen Zivielbevölkerung
um nur so ein paar Beispiele zu nennen. Ich verstehe das Haß auch Haß erzeugt und das ein russsischer Soldat der seine zivielen Angehörigen verloren hat auch voller Haß und Wut reagiert.

Doch bei allen Verständnis, man sollte auch heute in der Lage sein diese Taten als das zu benennen was sie sind:VERBRECHEN

Die Russen waren nicht zimperlich bei der Einweisung in solche Lager, da reichte schon ein Verdacht und selbst wenn dort wirklich Nazis auf der "1. Liste" standen, so ist das rechtlich trotzdem sehr fragwürdig.....
- wer war Nazi?
- wann begann ein Mensch Nazi zu sein?
- welche Verbrechen hat er als Nazi verübt?

Zu dieser Art der Kriegsverbrechen zähle ich auch den Bombenterror auf Dresden, doch das Thema hatten wir schon durch. Oder die Übergriffe der Besatzer (aller Nationen) auf deutsche Frauen.

Ich möchte keinen verurteilen, ich wüßte nicht wie ich reagiert hätte, doch wie gesagt Verbrechen bleibt Verbrechen.


Ein Ausspruch von A. Schopenhauer: "Seit ich die Menschen kenne liebe ich die Tiere"


Kalubke und Grenzläufer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#49

RE: " Von den Russen ermordet und wie Hunde verscharrt ! "

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 08.09.2017 10:03
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@Kalubke, wenn du mir schon Wiki Einträge ans Herz legst damit ich mein Wissen erweitere solltest du sie selber eventuell auch lesen.

Meine Bemerkung ist diesem Link entnommen, lies es nach.

Wieso beharrst du darauf das Ernst Reuter bis 1922 Volkskommissar war? Ernst Reuter war bis zu seinem Ausschluß 1922 Mitglied der KPD (In der Anfangsphase nannte sie sich noch VKPD) und zwar in Führungspositionen .....

Welche TV Doku meinst du?
Bedenke das diese eh nur von den gleichgeschalteten Lügenmedien stammen kann ....


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#50

RE: " Von den Russen ermordet und wie Hunde verscharrt ! "

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 08.09.2017 10:16
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Muss recherchieren, da ich die vor längerer Zeit gesehen hatte. Hoffe, dass die in youtube zu finden ist.
Es ist diese hier:

Ernst Reuter - Ein zerrissenes Leben, 2010 von Jan Peter

War ziemlich ausführlich, angefangen vom WK I, über Gefangennahme, Tätigkeit in Russland, Rückkehr nach Deutschland, Bürgermeister in Magdeburg, Absetzung nach '33, Emigation, Arbeit in der Türkei (Verkehrsministerium, Dozent für Städtebau), Rückkehr, Arbeit in Berlin.

Wenn man wiki liest, hört sich seine Rückkehr nicht wie Flucht an, sondern eher wie veranlasst durch die Novemberrevolution in Deutschland.

Gruß Kalubke



IM Kressin und Grenzläufer haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.09.2017 17:13 | nach oben springen

#51

RE: " Von den Russen ermordet und wie Hunde verscharrt ! "

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 08.09.2017 11:09
von damals wars | 15.834 Beiträge | 12918 Punkte
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Ernst Reuter war mal im KZ, aber nicht bei den Russen!
http://www.mz-web.de/jessen/kz-lichtenbu...-reuter-1734644


Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
Heinrich Heine: Fatal ist mir das Lumpenpack, das, um die Herzen zu rühren, den Patriotismus trägt zur Schau, mit allen seinen Geschwüren.
https://www.youtube.com/watch?v=_fh8j2mULzc
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#52

RE: " Von den Russen ermordet und wie Hunde verscharrt ! "

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 08.09.2017 11:43
von eisenringtheo | 10.403 Beiträge | 4648 Punkte
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RE: Ernst Reuter Film

Zitat von Kalubke im Beitrag #50
(...)
(leider nur Ausschnitt)


Gruß Kalubke

Ich glaube, das ist wohl fast der ganze Film. Das Filmeportal "IMBD" gibt als Länge des Films 15 Minuten an
http://www.imdb.com/title/tt0235368/tech...ref_=tt_dt_spec
http://www.filmportal.de/film/ernst-reut...6820efaf3ced47b

Theo


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#53

RE:

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 08.09.2017 11:53
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Zitat von Kalubke im Beitrag #41
... Auch in den 50ern ging dieses unheilvolle Treiben weiter (Herrnstadt-Affaire, Prozesse gegen Janka und Harich, etc). Erst nach Stalins Tod war damit Schluss.
Kann man so nicht sagen. Wurden Herrnstadt und Zaiser doch erst durch Stalins Tod 'mutig' und putschten gegen Ulbricht. Dabei erhoften sie sich Unterstützung von Berija, doch hatten's da aufs falsche Pferd gesetzt. Die Harich-Gruppe war sogar erst 3 Jahre später 'aktiv'.
MMn began mit dem leiblichen Tod mMn sogar erst eine späte Hochphase des Stalinismus welche erst weit nach dem XX.Parteitag endete.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#54

RE: RE:

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 08.09.2017 12:50
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Es war m. E. 1952 vom MWD ein Schauprozess gegen Paul Merker angedacht mit dem Vorwurf, dass er Leiter einer zionistischen Agentengruppe gewesen sein soll, die im mexikanischen Exil vom amerikanischen Geheimdienst angeworben wurde, um in die Führungsspitze der deutschen kommunistischen Partei einzudringen. Dem schon erwähnten Kurt Müller wurden trotzkistische Bestrebungen unterstellt. Merker wurde verhaftet und vom MWD/MfS verhört. Nach dem Tod Stalins und der Beseitigung Berijas blieben die Prozessvorbereitungen im Machtkampf um die Stalinnachfolge stecken. (Quelle: Georg Hermann Hodos: Schauprozesse - Stalinistische Säuberungen in Osteuropa 1948 - 54, LinksDruck Verlag Berlin, 1990)

In der MfS-Abhandlung "Die Abwehr" schrieben die führenden MfS-Offiziere Reinhard Grimmer, Werner Irmler, Gerhard Neiber und Wolfgang Schwanitz in dem Aufsatz : Sicherheitspolitik der SED, staatliche Sicherheit der DDR und Abwehrarbeit des MfS folgendes:

Sicherheitspolitische Einschätzungen der SED-Führung und ihre Konsequenzen für die Abwehrtätigkeit des MfS

...
Für das MfS ergab sich daraus die verhängnisvolle Konsequenz, davon ausgehend in innerparteiliche Auseinandersetzungen einbezogen und dafür mißbraucht zu werden. Im Auftrag der damaligen SED-Führung wurden in mehreren Fällen Ermittlungsverfahren vorwiegend gegen ehemalige kommunistische Funktionäre eingeleitet, die während der Zeit des Faschismus in westliche kapitalistische Staaten emigriert waren. Ihnen wurde vorgeworfen, sie hätten mit und über Noël Field vor und nach 1945 Spionagebeziehungen zum amerikanischen und britischen Geheimdienst unterhalten.


Nach überlieferten Hinweisen war das MfS weder an den durch die Parteiorgane vorgenommenen »Untersuchungen « beteiligt, noch haben zu jenem Zeitpunkt eigens vom MfS erarbeitete belastende Materialien über diese Personen vorgelegen. Die Einleitung der Ermittlungsverfahren erfolgte demnach ausschließlich auf der Grundlage der bis dahin von der ZPKK geführten Untersuchungen und der dazu übergebenen Unterlagen.

Wir bedauern, daß auch in der DDR Kommunisten – Aktivisten der ersten Stunde, die sich für ein neues demokratisches und sozialistisches Deutschland engagierten – von den Sicherheits- und Justizorganen der DDR zu Unrecht verfolgt wurden und aus politischen Motiven Repressalien erdulden mußten. Es ist eine bittere Erkenntnis, daß das MfS für dieses Unrecht Mitverantwortung trägt. Daran ändert auch der Verweis auf die dem MfS übergebenen »Untersuchungsergebnisse« des ZK und der ZPKK und die Vorverurteilung durch die SED-Führung sowie auf die Aktivitäten der Instrukteure des KfS der Sowjetunion [MWD] nichts.

Die in dieser Zeit um ihr Überleben kämpfende DDR war zusätzlich noch durch Machtkämpfe, durch harte Auseinandersetzungen in der SED- und Staatsführung über die Ziele und Wege des Aufbaus einer neuen Gesellschaft unter den Bedingungen des geteilten Deutschlands geschwächt. Das damals noch sehr junge, gerade erst gebildete MfS verfügte über wenig Erfahrungen und hatte zu dieser Zeit kaum Möglichkeiten, außerhalb der Landesgrenzen zu ermitteln. Es konnte nicht überprüfen, inwieweit die vom ZK und der ZPKK sowie die insbesondere im Prozeß gegen Slansky erhobenen (und den Ermittlern vorgegebenen) Beschuldigungen gesichert waren – zumal daran keine Zweifel zulässig waren: Sie kamen schließlich »von ganz oben«, von der Parteiführung selbst
...



Gruß Kalubke



Grenzläufer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.09.2017 17:06 | nach oben springen

#55

RE: " Von den Russen ermordet und wie Hunde verscharrt ! "

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 08.09.2017 13:04
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #52
RE: Ernst Reuter Film
Zitat von Kalubke im Beitrag #50
(...)
(leider nur Ausschnitt)


Gruß Kalubke

Ich glaube, das ist wohl fast der ganze Film. Das Filmeportal "IMBD" gibt als Länge des Films 15 Minuten an
http://www.imdb.com/title/tt0235368/tech...ref_=tt_dt_spec
http://www.filmportal.de/film/ernst-reut...6820efaf3ced47b

Theo


Ich meinte die Doku von Jan Peter von 2010, siehe Korrektur in meinem obigen Beitrag.

Gruß Kalubke



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#56

RE: " Von den Russen ermordet und wie Hunde verscharrt ! "

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 08.09.2017 14:44
von thomas 48 | 4.732 Beiträge | 5193 Punkte
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@Kalubke,
wer war denn alles in der Parteiführung?


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#57

RE: " Von den Russen ermordet und wie Hunde verscharrt ! "

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 08.09.2017 17:03
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Meinst Du die Parteiführung im MfS, oder den damaligen Parteivorstand der SED?

Die Autoren des in #54 zitierten Beitrages gehörten jedenfalls zur MfS-Führungsspitze:

GenLtn Wolfgang Schwanitz Stvtr. Minister, Nachfolger von Mielke (unterstellte DE: HA III, OTS, Abt. N, Abt. BCD, Abt. 26)
GenLtn Gerhard Neiber Stvtr. Minister (unterstellte DE. HA I, HA VI, HA VII, HA VIII, HA XXII, ZKG)

Neiber und Schwanitz waren Angehörige des engsten Führungszirkels um Erich Mielke (Kollegium des MfS)

Gen Ltn Werner Irmler, Leiter ZAIG (Zentrale Auswertungs- und Informationsgruppe)
Ost Reinhard Grimmer, Leiter ZAIG/SED-GO

In das Politbüro der SED wurden auf der 1. Tagung nach dem III. Parteitag 1950 gewählt:


Franz Dahlem (58) Leiter der Abteilung Kader und Organisation und des Büros für Parteiaufklärung beim ZK der SED Ausschluss am 13. Mai 1953
Friedrich Ebert (55) Berliner Oberbürgermeister
Otto Grotewohl (55) Ministerpräsident
Hermann Matern (57) Vorsitzender der ZPKK und Volkskammervizepräsident
Fred Oelßner (47) Chefredakteur des SED-Organs Einheit
Wilhelm Pieck (74) Staatspräsident
Heinrich Rau (51) Vorsitzender der Staatlichen Plankommission
Walter Ulbricht (57) Generalsekretär des ZK der SED
Wilhelm Zaisser (57) Minister für Staatssicherheit

Vorgänger: Politbüro des Parteivorstandes der SED, vom 24. Januar 1949 bis 25. Juli 1950

Franz Dahlem,
Friedrich Ebert,
Otto Grotewohl,
Helmut Lehmann,
Paul Merker, Auschluss und Verhaftung August 1950
Wilhelm Pieck
Walter Ulbricht



Nicht nur gegen Paul Merker, auch gegen Franz Dahlem liefen bei den Sowjets Prozessvorbereitungen (deswegen der Ausschluss, siehe rotmark). Die Frage ist, ob Ulbricht und Matern (ZPKK-Chef) mit zu den Dahtziehern im Hintergrund gehörten. Zumindest Schwanitz et al deuten an, dass die ZPKK zusammen mit sowjetischen KfS [MWD]-Instrukteuren die "Untersuchungen" führten. Auch im Schwanitz et al-Beitrag wurde das Wort Untersuchungen in Gänsefüßchen eingefasst.

1949 übergab der Leiter der MWD-Residenturen in der SBZ/DDR und in Polen GenOst Serow Ulbricht eine Liste mit spionageverdächtigen KPD-Westemigranten. Bei der ZPKK wurde ein Sonderausschuss unter Leitung von Hertha Geffke eingerichtet, dier entsprechende Befragungen und Untersuchungen durchführte. Hertha Geffke war geichzeitig auch Informantin des MWD. (Quelle: G. H. Hodos: Schauprozesse, Stalinistische Säuberungenin in Osteuropa 1948- 54, LinksDruck Verlag Berlin 1990).

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 10.09.2017 11:19 | nach oben springen

#58

RE: " Von den Russen ermordet und wie Hunde verscharrt ! "

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 08.09.2017 17:38
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Zitat von beobachter im Beitrag #33
Man fragt sich manchmal warum man uns früher so verarscht hat in punkto Geschichtsschreibung. Was hier so an Fakten genannt wird kam einfach nicht vor. Es gab nur die friedliebende Sowjetunion und das verhasste Hitlerdeutschland. Dabei war die Sowjetunion schon immer auf Expansion aus.Vor dem 2.WK während des Krieges und nach dem Krieg. Ein Bsp. was hier noch garnicht genannt wurde sind die Kurilen in Fernost.Leider gibts Leute die das relativieren oder irgendwie kleinreden wollen sowie einer der von allen Ahnung zu haben scheint .


Nun, der Sieger schreibt die Geschichte, das war wohl schon immer so, und die miesesten Kollaborateure setzten das dann vor Ort um. Und Moskau war nicht nur zu Sowjetzeiten auf Expansion aus - das ist schon seit etwa 300 Jahren der Fall. Um ein aktuelles Beispiel zu nennen - die Krim hat eben nicht immer zu Russland gehört und ist eben nicht urrussisch wie die russische Propaganda und ihre fünfte Kolonne heute wahrheitswidrig behauptet. Die Russen haben sie den Osmanen geraubt. Die Krimtartaren waren am längsten Bewohner und wären eigentlich die rechtmäßigen Besitzer, wenn man aus Zeiträumen Besitzansprüche ableiten würde.



Freienhagener, Hapedi und beobachter haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.09.2017 17:39 | nach oben springen

#59

RE: " Von den Russen ermordet und wie Hunde verscharrt ! "

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 08.09.2017 17:51
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Zitat von Mike59 im Beitrag #34
Zitat von beobachter im Beitrag #33
Man fragt sich manchmal warum man uns früher so verarscht hat in punkto Geschichtsschreibung. Was hier so an Fakten genannt wird kam einfach nicht vor. Es gab nur die friedliebende Sowjetunion und das verhasste Hitlerdeutschland. Dabei war die Sowjetunion schon immer auf Expansion aus.Vor dem 2.WK während des Krieges und nach dem Krieg. Ein Bsp. was hier noch garnicht genannt wurde sind die Kurilen in Fernost.Leider gibts Leute die das relativieren oder irgendwie kleinreden wollen sowie einer der von allen Ahnung zu haben scheint .

Ich schreib mal so, wer da wirklich Interesse hatte - der fand auch in der DDR seine Informationen auf legalem Weg. Und was ist denn mit den Kurilen? Gehören heute dem welcher über einen gaaaanz bösen Aggressor (auf den wurden sogar 2 -in Worten zwei- Atombomben abgeworfen) einen Krieg gewonnen hat.


Jetzt hast du nur vergessen zu erwähnen, dass Moskau in diesem speziellen Fall den Nichtangriffspakt mit Japan gebrochen hat, während sich die Japaner 1941 in der für Moskau kritischen Phase daran gehalten hatten, was Moskau dann erlaubte, in der wohl kritischsten Phase des Krieges Truppen aus Sibirien abzuziehen. Mit anderen Worten: Die "Russen" haben es den Japanern schlecht gedankt; so wie die Russen auch den USA die umfangreiche Hilfe im zweiten Weltkrieg schlecht gedankt hatten, als sie 1950 die Nordkoreaner umfangreich mit Waffenlieferungen unterstützten. Aber die US-Amerikaner sind nachtragende Leute und haben ihnen dann diese "Dankbarkeit" im kalten Krieg heimgezahlt, bis sie sie bis zum Jahr 1990 rüstungsmäßig, finanziell und wirtschaftlich "fertig gemacht" hatten.



Freienhagener, Hapedi und beobachter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#60

RE: " Von den Russen ermordet und wie Hunde verscharrt ! "

in vergessene Orte der ehemaligen DDR 08.09.2017 17:52
von Mike59 | 9.342 Beiträge | 5419 Punkte
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Zitat von Tobeck im Beitrag #58
Zitat von beobachter im Beitrag #33
Man fragt sich manchmal warum man uns früher so verarscht hat in punkto Geschichtsschreibung. Was hier so an Fakten genannt wird kam einfach nicht vor. Es gab nur die friedliebende Sowjetunion und das verhasste Hitlerdeutschland. Dabei war die Sowjetunion schon immer auf Expansion aus.Vor dem 2.WK während des Krieges und nach dem Krieg. Ein Bsp. was hier noch garnicht genannt wurde sind die Kurilen in Fernost.Leider gibts Leute die das relativieren oder irgendwie kleinreden wollen sowie einer der von allen Ahnung zu haben scheint .


Nun, der Sieger schreibt die Geschichte, das war wohl schon immer so, und die miesesten Kollaborateure setzten das dann vor Ort um. Und Moskau war nicht nur zu Sowjetzeiten auf Expansion aus - das ist schon seit etwa 300 Jahren der Fall. Um ein aktuelles Beispiel zu nennen - die Krim hat eben nicht immer zu Russland gehört und ist eben nicht urrussisch wie die russische Propaganda und ihre fünfte Kolonne heute wahrheitswidrig behauptet. Die Russen haben sie den Osmanen geraubt. Die Krimtartaren waren am längsten Bewohner und wären eigentlich die rechtmäßigen Besitzer, wenn man aus Zeiträumen Besitzansprüche ableiten würde.
Zitat von Tobeck im Beitrag #58
Zitat von beobachter im Beitrag #33
Man fragt sich manchmal warum man uns früher so verarscht hat in punkto Geschichtsschreibung. Was hier so an Fakten genannt wird kam einfach nicht vor. Es gab nur die friedliebende Sowjetunion und das verhasste Hitlerdeutschland. Dabei war die Sowjetunion schon immer auf Expansion aus.Vor dem 2.WK während des Krieges und nach dem Krieg. Ein Bsp. was hier noch garnicht genannt wurde sind die Kurilen in Fernost.Leider gibts Leute die das relativieren oder irgendwie kleinreden wollen sowie einer der von allen Ahnung zu haben scheint .


Nun, der Sieger schreibt die Geschichte, das war wohl schon immer so, und die miesesten Kollaborateure setzten das dann vor Ort um. Und Moskau war nicht nur zu Sowjetzeiten auf Expansion aus - das ist schon seit etwa 300 Jahren der Fall. Um ein aktuelles Beispiel zu nennen - die Krim hat eben nicht immer zu Russland gehört und ist eben nicht urrussisch wie die russische Propaganda und ihre fünfte Kolonne heute wahrheitswidrig behauptet. Die Russen haben sie den Osmanen geraubt. Die Krimtartaren waren am längsten Bewohner und wären eigentlich die rechtmäßigen Besitzer, wenn man aus Zeiträumen Besitzansprüche ableiten würde.


Die Griechen hast du vergessen - die Osmanen haben es den Griechen geraubt um bei deiner Wortwahl zu bleiben - vorher hatten es wohl die Skythen. Wie weit in den Besitzverhältnissen möchtest du zurück gehen?
Katharina die Große hat die Krim wohl für Russland erobern lassen, lag wohl daran, dass die ansässigen Bewohner immer wieder russisches Gebiet überfallen haben und die Bevölkerung in die Sklaverei geführt haben. Damals waren das wohl alles noch Leibeigene und bei angriffen auf den persönlichen Besitz der herrschenden Klasse hört bekanntlich der Spass auf.



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