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#21

RE: Jugendliche Maueropfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.10.2017 20:27
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@berndk5

Ich habe beim Herrn R. nur vermisst, dass er vor der Wende eine andere Auffassung und ein anderes Rechtswissen hatte. Jeder Argumentation eines ihm unterstellten Offiziers zu der jetzt geäußerten Sichtweise hätte er mit den uns damals gegebenen "Argumenten" widerlegt.

Das ist unumstritten....
Mir ging es nur um die Aussage zum Schusswaffengebrauch....so wie er das im Video da gelegt hat...kann man es im nachhinein doch sehen...oder?


Gruß Rothaut


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#22

RE: Jugendliche Maueropfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.10.2017 20:45
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Zitat von berndk5 im Beitrag #14
Das ist nicht als Angriff, oder Beleidigung gedacht. Kann vielleicht den Blickwinkel erweitern (?) .
Es ist leicht, heute schlaue Sprüche abzugeben. Ich bin ein 56èr Jahrgang, hatte die durchschnittliche normale Entwicklung- vielleicht etwas mehr rötliche Beeinflussung. Weniger durch Parolen, mehr durch Erleben und Umfeld. Bin über die GST und aktiven Schießsport BO-Bewerber geworden. Waren natürlich dann Alle ganz heiß, endlich einen BOB(Berufsoffiziersbewerber) melden zu können. Schule, später Lehrbetrieb und natürlich Wehrkreiskommando . In der Lehrklasse und auch vorher in der Schule fand das natürlich keiner toll, gab auch ne Menge Anfeindungen deswegen. Trotzdem meine ich, das ich mit allen gut ausgekommen bin- direkte, persönliche Angriffe gab es nie. Hab auch später noch an mehreren Klassentreffen teilgenommen. Eine Selbsteinschätzung insbesondere zu dieser Zeit ist immer schwierig. Für mich kann ich nur sagen, dass bis zum Frühjahr 1989 kaum etwas ernsthaft von mir in Frage gestellt wurde. Wir hatten da einen rasanten Anstieg in der so genannten GV-Bewegung. Bei Durchnittlich 1 bis max 2 Versuchen pro Jahr wurde es ab 1988 wesentlich mehr. Wir hatten dann bis zu 30 Personen im Jahr, wobei die Fälle mit Gruppen von 5 oder 6 Personen neu waren. In der Befragung Festgenommener stellten diese sich fast immer als "normale Leute" heraus, keine verkrachten Existenzen, Arbeitsbummelanten oder Leute die nur in den goldenen Westen wollten. Die Kompaniechefs der GK`n Treffurt, Großburschla und Ifta waren im Dienstgrad Major. Da konnte man schon mal eine Frage stellen, für die jüngere Offiziere gesteinigt worden wären. Wir haben das bei einer KC-Weiterbildung im Regimentsstab mal angesprochen, insbesodere zu dem Irrsinn den Ausreisezug noch mal über die DDR (Dresden) fahren zu lassen. Diese lange politische Ohnmacht über den Sommer 1989, wo nichts spürbares im Land DDR geschah um etwas so sinnvoll zu verändern, dass die Leute bleiben. Es ist heute wirklich sehr, sehr leicht sich als Wächter der Tugend zu geben. Die meisten vergessen allerdings das wir hier zwischen NATO und WP standen. Die hatten keine gemeinsamen Manöver. Da war noch knallharte Kante. Ich will mich nicht aus der Verantwortung stehlen, aber jeder Realist wird verstehen das die Möglichkeiten begrenzt waren. Da gab es im GB in Hildebrandshausen mal einen Haptmann in der Gruppe "politsche Arbeit", war davor Kompanie-Polit in Treffurt. Der hat in öffentlichen Gesprächen (Parteiversammlung, Politschulung) die Selbstbedienungsmentalität von hohen Politfunktionären wie SED-Bezirkssekretär, etc. und hohen Offizieren (Regimentskommandeur) beklagt, dass diese sich im Strumpfwerk ESDA den Kofferraum füllen lassen, im Uhrenwerk in Ruhla die neuesten Uhren mitgegeben bekommen etc. . Der war kurz danach Soldat. Wir anderen Offiziere wussten das er recht hatte, eine Lösung hatten wir aber nicht. Auffassung war, das man so etwas nicht laut sagen sollte. Ich finde das nicht gut, aber so war es. Und in vielen Bereichen war es ähnlich. Manche Helden von Heute möchte ich daran erinnern, dass es noch eine ganze Zeit gedauert hat bis die Montagsdemos von Leipzig und Dresden überall erfolgten. Das lag nicht daran, das es niemand wußte. Erst als klar wurde, dass die Masse schützt und es sehr wahrscheinlich nicht gefährlich ist, war es dann schick auf die Montagsdemo zu gehen. Ich meine das in keiner Weise kritisch oder abschätzig, aber so ist der wahre Mensch (meistens, es gibt Ausnahmen). kann gern über eigene Erlebnisse dazu an der Grenze berichten. berndk5



Hallo @berndk5 ,

Du schreibst im obigen Zitat Deine Sicht der Dinge, das finde ich okay.
Allerdings wird im Eingangsbeitrag sehr deutlich, dass an vorderster Linie GWDler solche tödlichen Entscheidungen treffen mussten, dann im gezeigten Video nach vielen Jahren offensichtlich lebenslang mit dieser Entscheidung leben mussten, während ehem. BS, die in den gleichen Vorgang involviert waren, anders reagiert haben.

Das macht sehr betroffen...

VG Huf3


berndk5, Rothaut und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#23

RE: Jugendliche Maueropfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.10.2017 21:14
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Zitat von Bastler100 im Beitrag #10
Komisch ist nur das man das Schießen an der Grenze zu Polen nach 1992 und auch die Schüsse an der Deutsch -Luxemburger Grenze, zu BRD Zeiten, eben nicht thematisiert.
OK Belgien.https://de.wikipedia.org/wiki/Aachener_Kaffeefront.
Und zur Ostgrenze: http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/16/114/1611477.pdf
Ergenzung:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/13/058/1305845.asc

Immer wieder Dasselbe: Diese Grenzen konnte Jedermann am Übergang queren.
Das ist der Unterschied.


Das weiß jeder, auch ein Bastler...............


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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zuletzt bearbeitet 01.10.2017 21:15 | nach oben springen

#24

RE: Jugendliche Maueropfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.10.2017 23:19
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Hallo Rothaut , natürlich ist das o.k. .Das müsste selbst dem dümmsten oder auch einem sonst Unbelehrbaren einleuchten . Die Logik ist leider so erdrückend, dass man sich eigentlich schämen möchte. Meine Selbstachtung hindert mich daran. Und natürlich das Wissen, dass ich nur Glück hatte niemals in eine solche Situation gekommen zu sein und auch alle unter meinem Befehl stehenden niemals in einer solchen Situation waren. Ob ich mit dem heutigen Wissen mit einer solchen Schuld klar kommen würde, daran zweifle ich doch. Blöd ist natürlich, dass sich heute immer Alles relativ leicht erklären lässt. Wir waren doch damals auch nicht dumm oder naiv, eine Chance damals zu diesen Erkenntnissen zu gelangen hatte hier im Osten fast NIEMAND. Man muss auch auf sich selbst aufpassen, sein eigenes Leben nicht zu sehr in Frage zu stellen. Wichtig ist meiner Meinung nach, dass man dazu steht wer man war und was man getan hat und bereit ist eine andere Sichtweise zu erlernen.
Es war schon sehr makaber das BStU Video mit der akriebischen Akte zu lesen, aber die meisten KC hatten entsprechende Erkenntnisse wie so etwas gehandhabt wurde- wenn auch nicht so brutal-deutlich. Ich danke Dir nochmals für Deine echt wichtigen Anregungen. berndk5


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#25

RE: Jugendliche Maueropfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.10.2017 23:29
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@berndk5

Ich danke Dir für Deine Zeilen....ich glaube in ihnen erkenne ich die heutige Sichtweise meines Vaters ( er möge mir verzeihen..das ich ihn immer erwähne ) zu seiner damaligen Dienstzeit.


Ps.: Der KC im Video ( Sorge ) ist danach in das GR6 versetzt worden und wurde dort als DHO der Güst Selmsdorf verwendet.
Also eine Kompanie hat er nie wieder geführt....

Gruß Rothaut


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zuletzt bearbeitet 03.10.2017 17:37 | nach oben springen

#26

RE: Jugendliche Maueropfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.10.2017 23:36
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Hallo Huf3 ,
leider muss ich Dir Recht geben. Menschen haben unterschiedliche Sichtweisen. Die Masse derer, die in solche Situationen kamen waren die, die an der Linie Dienst geschoben haben. Auf der Führungsstelle kam man seltener in so eine Zwangslage. Auch hatten sicherlich die meisten BS-ler auch eine "strammere" Haltung zu dieser Frage. So ganz ohne Wirkung war das "Rotlicht" ja nun doch nicht. Ich bin aber heute ganz fest der Meinung, dass jeder, egal ob GWD`ler oder BS`ler, wenn er geschossen hat- ähnliche Denkweisen hat wie die von Dir genannten GWD`ler. BS`ler, die auf der FüSt waren oder KS gelaufen sind oder nur in der Abriegelung waren können so leicht über Dinge sprechen für die sie kein eigenes "verantwotlich sein" empfinden. Auch bei all meiner "Überzeugtheit" sehe ich heute vieles ganz anders.Das darf man aber nicht überall erwarten. Vielleicht hilft ja unsere Diskussion anderen dabei, nachzudenken. berndk5


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#27

RE: Jugendliche Maueropfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.10.2017 23:38
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Ich stimme mit dem Major Rudolph, den ich übrigens auch kannte, nicht ganz überein.
So wie er es darstellt, war der Grenzdurchbruch, also die Verletzung der Staatsgrenze, ein Spaziergang und der Gebrauch der Schusswaffe, wäre völkerrechtlich nicht gedeckt.
Die Verletzung der Staatsgrenze der DDR, war jedoch eine Straftat.
Hier wäre nun zu klären, ob es als schwere Straftat eingestuft war oder nicht.
Wenn es als schwere Straftat eingestuft wurde, dann wäre die Anwendung der Waffe gedeckt gewesen, das Staatsrecht deckte sie sowieso.
Letztlich ist aber immer nationales Recht an erster Stelle, dass ist auch noch heute so.
In wie weit das moralisch richtig ist/war, das ist eine andere Sache.


Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.
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#28

RE: Jugendliche Maueropfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.10.2017 23:48
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@LO-Wahnsinn

Republikflucht war in der DDR eine Straftat...klar...aber eine Straftat unterscheidet sich in ein Vergehen und Verbrechen.
Ein Verbrechen war der 213ner nur im besonders schweren Fall und dann..wie er auch sagt..war die Anwendung der Schusswaffe "gedeckelt"

und ein besonders schwerer Fall lag nicht vor.......wenn jemand zwei Zäune überklettert und dabei nicht das Leben der eingesetzen GT-Angehörigen gefährdet.


LO-Wahnsinn, berndk5, Cambrino und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#29

RE: Jugendliche Maueropfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.10.2017 23:56
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Hallo Rothaut , meintest Du jetzt Major R. oder war das mit Schierke ein anderes Video ? berndk5


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#30

RE: Jugendliche Maueropfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.10.2017 23:59
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Den KC / Major im Beitrag #1 ( Video )......


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#31

RE: Jugendliche Maueropfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.10.2017 00:21
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Hallo Rothaut , Alles klar. Beitrag gerade gesehen. Kommentar überflüssig- spricht für sich. Krass sehe ich auch die Äußerungen des einen Schützen, genau wie die Feuerführung mit je fast einem verbrauchten Magazin. Ist aber meine persönliche Meinung- das konkrete Erleben läßt sich sehr schlecht einschätzen. berndk5


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#32

RE: Jugendliche Maueropfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.10.2017 02:15
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Hallo berndk5, du weißt ja, ich möchte über Dinge aus der Zeit der späteren Grenztruppen nicht unbedingt mit diskutieren (war nur DGP, andere Zeit).
Habe aber auch mal eine Frage an Dich als ehemaliger Offz. der Grenztruppen. Wie hast du es deinen Untergebenen bei gebracht, wann sie die Schußwaffe anwenden dürfen und wann nicht ? Stand doch wohl in der Schußwaffengebrauchsbestimmung "das Leben von Frauen und Kindern ist zu schonen". Dieses stand bestimmt nicht nur darin, um die Vorgesetzten zu schonen, wenn dann mal so etwas mit Frauen und Kindern passieren sollte. Der dumme war immer der Posten ? Also nach meinem Verständnis, wenn ich im Zweifel bin, nicht schießen. Wenn nun ein Posten nicht erkennen kann um welche Personen es sich handelt, sollte der Posten trotzdem schießen ? (Risiko Frauen oder Kinder), oder sollte der Posten mit dem Finger weg bleiben von dem Abzug, weil es ja das Leben von Frauen und Kindern kosten könnte ?
Meine persönliche Meinung war immer, wenn es überhaupt mal für Notwendig erschien, die Schußwaffe an zu wenden und das habe ich auch meinen Soldaten gesagt, nicht schießen auf alles was sich bewegt oder Geräusche macht, nicht schießen wenn ich mich nicht sicher bin, um was oder um wem es sich handelt. Ja, nun kommen bestimmt wieder die üblichen Antworten "schlechte Sicht und keiner darf durch kommen usw." aber dieses waren alles keine Argumente um das Leben von Frauen und Kindern N I C H T zu schonen. Bei uns gab es die Angstmache "Schwedt " nicht, es gab maximal 5 Tage Arrest wenn einer durch kam, das hat man auch bald wieder vergessen. Besser als sein ganzes Leben lang mit dem Gedanken im Kopf herum zu laufen, ich habe einen wehrlosen Menschen sein Leben genommen.
Hier im Forum wurde schon viel zu diesem Thema geschrieben aber die Meinungen sind sehr verschieden und gehen auch sehr weit aus einander. Bin mal gespannt, was Du zu dieser Frage zu sagen hast.

Gruß Cambrino


Lutze, Hapedi, berndk5, Rothaut und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.10.2017 04:35 | nach oben springen

#33

RE: Jugendliche Maueropfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.10.2017 11:46
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Hallo Cambrino , eine bessere Frage hättest Du mir nicht stellen können. Kann man von mir halten, was man will. Obwohl ich eigentlich 200 %ig war und immer so argumentiert habe, dass jeder ..."der einen Angriff auf die Staatsgrenze unternimmt, weiß das dort geschossen wird und das einkalkuliert. Wir müssen damit rechnen deshalb auch mit Gewalt überrumpelt zu werden." Das waren natürlich die üblichen Redensarten und Parolen. Dennoch hat man sich als ehrlicher Mensch den Fragen der Soldaten so n icht gestellt. Da ging es auch nicht um Grundsatzfragen wie "schießen oder nicht" , sondern es ging um ganz konkrete Situationen im täglichen Grenzdienst. Nach dem Motto, KC was würdest Du jetzt tun, in dieser konkreten Situation. Ich habe zur Erklärung der Vorschriften immer hervorgehoben .. als letztes Mittel.., ...das Territorium des angrenzenden Staates darf nicht beschossen werden..., unbeteiligte dürfen nicht gefährdet oder verletzt werden..., und einen alten Jagdspruch den man mir immer ans Herz gelegt hat: Ist die Kugel aus dem Lauf, hält sie weder Gott noch Teufel auf !!! Das mag jetzt komisch klingen, aber es gibt mehrere hundert Soldaten (nicht der Dienstgrad gemeint) die unter meinem Befehl GD leisten mussten, zu einigen habe ich heute noch guten Kontakt. Die können bestätigen, das ich das so vermittelt habe. Ich habe immer gesagt, dass diese hohe Verantwortung ihm (dem Handelnden) niemand abnehmen kann- er solle nach Möglichlkeit so handeln (aufmerksam im Dienst etc.), dass er durch eigene Aktion (Weg verlegen etc. oder Warnschuss) gezieltes Feuer vermeiden kann. Oft genug gab es auch besondere Sicherungsperioden, wo sogar die Anwendung der Schußwaffe untersagt war, außer zum Schutz des eigenen Lebens. Ich kann nicht ausschließen, das mal jemand nach Schwedt geschickt wurde- mir ist aber kein Fall bekannt und ich glaube das auch nicht. Wenn jemand wegen zugelassenem Grenzdurchbruch eigesperrt wurde (selbst mit Arrest) , dann doch nur, weil er gröblichst gegen Vorschriften verstoßen hat . Schlafen im GD, Alkohol, Postenbereich verlassen etc. . Es müssen schon wirklich dicke Dinger gewesen sein, oder der Nichtschütze und sein Partner haben sich gegenseitig angezinkt wegen Vorsatz und so. Ich hatte nach langer , langer Zeit im September 1989 an der Straße Treffurt einen Grenzdurchbruch. Der hätte verhindert werden können, wenn der Posten befehlsgemäß gehandelt hätte. Der GV ist an der Straße über das GSZ-Tor (mit Dauerauslösung) geklettert und ca. 700 m im Laufschritt nach vorn zumGZ-I und weg war er. Der Posten war im Postenbereich, aber entgegen dem Befehl hatte er auf dem BT-11 an der Werra abgeduckt und die Ausrüstung abgelegt. Das hat er mir in der Erstbefragung noch vor Eintreffen der Untersuchungskommission gesagt. Hab ihm gesagt, er solle das weglassen, weil der Durchbruch nicht zuverhindern gewesen wäre, wenn er noch 150m weiter links in seinem POB gewesen wäre. So ist es dann gekommen, im Untersuchungsbericht stand dann etwas von einem ungünstigen Weg-Zeit-Verhältnis für den GP . Ich habe dann als KC trotzdem noch einen Verweis bekommen. 10 Tage später war ich beim Nationalrat in Berlin und habe dort für die GK Treffurt eine Ehrenmedaille abgeholt. War wohl schon zu lange vorher eingereicht. Habe auch zum 7.Oktober 2 Orden bekommen- war früher mit einem Verweis undenkbar. Bestimmte Vergleiche zu historischen Bildern drängen sich auf, auch wenn es in keiner Relation steht. Hoffe meine Worte helfen Dir, es ist wirklich so geschehen. Beste Grüße, berndk5


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#34

RE: Jugendliche Maueropfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.10.2017 12:17
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# 33 obwohl Dein Schreiben an Cambrino gerichtet ist, bernd, kann ich dem Inhalt nur voll zustimmen.Und erlaube mir, meine Meinung dazu zu sagen. Was nützt es wenn der KC oder Zugführer den Grenzposten hunderte Mal erklärt wie er sich verhalten soll und dann Draußen == da ist es geschehen. Du, als Vorgesetzter siehst es nicht, was da im Grenzabschnitt passiert ist, wie das Postenpaar sich verhalten hat.. Ich als Bootsführer sah meine Besatzung und wie ein Postenführer hatte ich auch die volle Verantwortung. Wobei das auf der Elbgrenze eine andere Situatuion ist, als an der Landgrenze. Da schwimmt Einer Mitte Elbe Richtung Westen. Schieße ich, wie Du es sagtest muss ich gen Westen schießen. Fahre ich zu ihm hin, habe ich die Staatsgrenze möglicherweise überfahren, bin auf der Elbe somit auf das Territorium der BRD. Sehe ich zu, weil der GV schon auf Westgebiet ( in der Elbe ) ist, unternehme ich nichts, außer ein Funkspruch, Auwei, wenn ich zurück beordert werde. Auch das erwähntest Du. Ja Bernd, man hat nicht einmal vor Generalmajor Bär Halt gemacht und ihn im ZK zusammen geschi...., weil ergegen Befehle verstoßen hat weil er BRD-Taucher genehmigte ein gesunkenes GSB zu bergen. Vom Soldaten bis zum General, es war also Keiner gefeit, wenn er nicht konsequent nach Befehlen gehandelt hat. Und erst Recht,
wenn man einen Grenzdurchbruch unter Einsatz der Schusswaffe hätte verhindern können.

Jedes Postenpar gebührt die Hochachtung bei den täglichen Einsatz an der Staatsgrenze, die Verantwortung blitzschnell die Situation zu erkennen UND nach den Gesetzen und seinen persönlichen Gewissen zu handeln.
Eine sehr, sehr schwere Aufgabe bei Denen ihr als Vorgesetzte nur begleitend helfen könnt. Fred S.


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#35

RE: Jugendliche Maueropfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.10.2017 12:18
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Das zeichnet..mal abgesehen wo ,wie ,wann......einen Vorgesetzten aus! Das er auch mal für seine Untergebenen einsteckt. Dazu muss natürlich ein gutes Verhältnis untereinander bestehen.....geben und nehmen. Das ist das A und O !

Das man u.a. in Deiner Position Vorgaben und auch Druck hatte, darf man nicht außer acht lassen, die Kunst ist es zu beiden Seiten ( Übergeordnete Stelle/ Untergebene ) ausgewogen zu sein / zu handeln.
Das so etwas nicht immer förderlich für seine eigene Entwicklung war /ist...ist doch ganz klar..dass ist heute noch so!
Ich kann da ein Lied von Singen...viele sind nur auf ihren eigen Vorteil aus und möchten schnell Karriere machen.
Das Verhältnis ist dann nach "unten" meistens gestört und ein geben und nehmen gibt es dann nicht und das ist eine Belastung für alle Beteiligten.

Vielen Dank für Deine Zeilen!

Gruß Rothaut


Fred.S., Hapedi und berndk5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Jugendliche Maueropfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.10.2017 12:27
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Eine Ergänzung dazu. Eben die Kommentare unter dem Video gelesen. Erschütternd für einen Grenzsoldaten. Aber wir leben in das HEUTE, da kann man sich in die Gedankenwelt der Menschen, die da schreiben sich reinveretzen. Sie lesen und hören von den Terroristen, die mit Messer u.a. mörden und setzen das mit den Taten des Grenzsoldaten im Video gleich. Traurig nur,das wie immer dann alle Grenzsoldaten verurteilt werden und das man alle Grenzsoldaten soetwas zu traut. Fred S.


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#37

RE: Jugendliche Maueropfer

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Zitat von Rothaut im Beitrag #28
... und ein besonders schwerer Fall lag nicht vor.......wenn jemand zwei Zäune überklettert und dabei nicht das Leben der eingesetzen GT-Angehörigen gefährdet.
Nein, es war laut StGB eigentlich immer schwere Fälle, ich zitiere mal einen Auszug aus §213(2)4:
Ein schwerer Fall liegt insbesondere vor, wenn der Täter die Tat im Grenzgebiet versucht hat.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Hanum83, exgakl und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.10.2017 13:33 | nach oben springen

#38

RE: Jugendliche Maueropfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.10.2017 13:52
von berndk5 | 1.193 Beiträge | 8783 Punkte
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Zum Thema "Bergung GSB durch westdeutsche Taucher" braucht man sich nur an die Tragödie mit dem U-Boot Kursk erinnern. So einen Mann wie BÄR kannte ich nur aus Erzählungen, aber unser damaliger K-GKS Janshen war auch so einer. Hatte ihn um ein persönliches Gespräch gebeten, nach dem man mich wegen "politisch sorglosem Verhalten" mit einem strengen Verweis , und einem Parteiverfahren mit einer "RÜGE" bestraft hatte. Wurde dann als KC in Schnellmannshausen abgelöst und wurde nach Treffurt versetzt. Der Janshen hat dan den Regimentskommandeur aus meinem Dienstzimmer hinaus geschickt, mit der Frage was er hier wolle- er hätte ihn nicht gerufen und wolle sich nur mit mir unterhalten. Da war ich echt baff. Nach dem ich meine "Not" geschildert hatte, hat er fast wörtlich zu mir gesagt: ... Junge, was soll ich da machen.. ich bin in der selben Partei wie Du.. und wenn die das so beschließen, dann ist es so.... Du kannst nicht glauben und erwarten, dass ich mich über Parteibeschlüsse hinwegsetze..... Gebe dir einen guten Rat, mach Deine Sache ordentlich und Alles wird wieder gut... . Kam dann auch so.
Was ich eigentlich sagen will, es kam vielfach auf die Menschen (in Uniform) selber an. Wer gerade am nächsthöheren Drücker saß und wie er etwas seinem Chef verklickern konnte. Es gibt zwar immer Ausnahmen ( 2 Grenzer mit 51 Patronen auf rückwärts fliehenden GV) , aber die Leute die ich zu Hunderten hatte, waren bestimmt nicht so. Man sagt immer, man soll für keinen Anderen seine Hand ins Feuer legen- was haben wir denn anderes gemacht wenn wir jeden Tag juge Leute mit MPi + 60 Patr. zum Dienst geschickt haben ? Klar kann ich auch was dazu sagen, wen ich und warum aussortiert habe-wenns interessiert.Das war dann meine Verantwortung. Beste Grüße, berndk5


NVA/BW: 04.06.1974 - 31.03.1992 ; bei GT: 1975 in Harbke, 3./I./.GR-25 ; bis 1990 GR-1, GK`n: 9.(Lauchröden),11.(Großensee),7.(IFTA),5.(Schnellmannshausen) und 4. (Treffurt), später wurde daraus die 3.GK
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#39

RE: Jugendliche Maueropfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.10.2017 16:02
von Blitz_Blank_Kalle | 960 Beiträge | 2577 Punkte
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Ohne was schön reden zu wollen, aber man muss doch die politische Situation in der damaligen Zeit sehen.
Was hätte die DDR und (auch die anderen Bruderländer) denn ohne solche drastischen Maßnahmen wie Schusswaffengebrauch gegen Fluchtversuche unternehmen können? Man hat es doch 1989 in Ungarn gesehen, was passiert, wenn man die Grenzen durchlässig macht.

Die meisten Fluchtwilligen sollten auch gewusst haben, dass man ihnen an der Grenze nicht mit einer Leiter entgegenkommt, um ihnen über den Zaun/Mauer zu helfen.
So beschissen das auch alles war, aber es wurde niemand gezwungen illegal abzuhauen, damit man ihn erschiessen kann.

Wenn ich heute versuche eine Bank auszurauben, um mir mit Geld mehr Freiheit zu ermöglichen, bin ich mir eventueller Konsequenzen auch im Klaren. Es könnte natürlich auch klappen und so haben sicherlich die meisten 213er auch gedacht.

Wie gesagt, ich will nichts schön reden. Wollte nur mal die damalige reale Situation in Betracht ziehen.


94, Wahlhausener und berndk5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#40

RE: Jugendliche Maueropfer

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.10.2017 16:08
von Rothaut | 1.241 Beiträge | 5202 Punkte
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zu #37

...der 213ner oblag aber der ein oder anderen Veränderung:
Vorher gab es den Absatz 3 Nr.1-6 ( besonders schwerer Fall ) und da stand nicht ----im Grenzgebiet begangen------

Durch Gesetz vom 28. Juni 1979 wurde der § 213 wie folgt geändert:
- die Abs. 1, 2 und 3 erhielten folgende Fassung:
"(1) Wer widerrechtlich die Staatsgrenze der Deutschen Demokratischen Republik passiert oder Bestimmungen des zeitweiligen Aufenthalts in der Deutschen Demokratischen Republik sowie des Transits durch die Deutsche Demokratische Republik verletzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Verurteilung auf Bewährung, Haftstrafe oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer als Bürger der Deutschen Demokratischen Republik rechtswidrig nicht oder nicht fristgerecht in die Deutsche Demokratische Republik zurückkehrt oder staatliche Festlegungen über seinen Auslandsaufenthalt, verletzt.
(3) In schweren Fällen wird der Täter mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu acht Jahren bestraft. Ein schwerer Fall liegt insbesondere vor, wenn
1. die Tat Leben oder Gesundheit von Menschen gefährdet;
2. die Tat unter Mitführung von Waffen oder unter Anwendung gefährlicher Mittel oder Methoden erfolgt;
3. die Tat mit besonderer Intensität durchgeführt wird;
4. die Tat durch Urkundenfälschung (§ 240), Falschbeurkundung (§ 242) oder durch Mißbrauch von Urkunden oder unter Ausnutzung eines Verstecks erfolgt;
5. die Tat zusammen mit anderen begangen wird;
6. der Täter wegen ungesetzlichen Grenzübertritts bereits bestraft ist."
- der bisherige Absatz 3 des § 213 wurde Absatz 4.


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