Sind es Grenzschilder?

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18.08.2017 22:26von ( gelöscht )
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Sind es Grenzschilder?

Guten Abend, jetzt meld ich mich endlich wegen meiner mir unbekannten Schilder. So aus dem Bauch raus hab ich diese für Grenzschilder gehalten. Aber das muß ja gar nicht sein. es ist ja nicht so, daß ich nicht schon versucht habe, darüber Erkundigungen einzuholen. Zum "Sperrgebiet" Schild gab es Meinungen zum Truppenübungsplatz. Oder das beide im Bereich des Bergbaus einzuordnen sind, zwecks Einsturzgefahr alter Schächte. Oder vielleicht im Umfeld einer Munitionsfabrik oder Sprengstelle für Fundmunition einzuordnen sind.

Das Sperrgebietsschild ist vielleicht nicht so interessant.


Sperrgebiet Schild:
Maße ca. 41 cm x 30 cm
7 x vorhanden

Das Sperrzonenschild find ich schon interessanter.

Sperrzone Schild:
Maße ca. 35 cm x 25 cm
- handgemalt auf Sprelacart
- es sind noch die Bleistiftlinien an der Ober- und Unterkante der Buchstaben zu sehen
2 x vorhanden

Einer meinte, das bis in die 70er Jahre die Schilder noch per Hand gemalt wurden. Mein Kollege war in den 80er Jahren an der Grenze und er kennt solche Schilder nicht mehr.

Hier noch ein Auszug von Wikipedia Sperrzone in der DDR:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sperrgebiet#DDR


"Entlang der innerdeutschen Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland bestand seit 1952 auf DDR-Gebiet offiziell ein „Sperrgebiet“. Diese Einrichtung diente der Behinderung der Freizügigkeit, in der DDR als „ungesetzlicher Grenzübertritt“ kriminalisiert. Dieses Sperrgebiet setzte sich zusammen aus einem „10-m-Kontrollstreifen (KS) unmittelbar entlang der Grenze“, einem 500 m breiten „Schutzstreifen“ sowie ab 1961 einer „5-km-Sperrzone“ (ab 1972: 3–5 km).Der zehn Meter breite und gepflügte Kontrollstreifen wurde auch „Todesstreifen“ genannt. Dieser Bereich war zeitweise vermint, mit Signalanlagen und Personen-Minenanlagen (Selbstschussanlage) ausgerüstet. Der mit Stacheldraht gesicherte „Schutzstreifen“ wurde nach und nach vollständig von Bebauung und Bewuchs geräumt. Das Betreten des „Schutzstreifens“ oder der „Sperrzone“ war von besonderen Voraussetzungen abhängig, für Anwohner etwa durch einen Vermerk im Personalausweis, für Besucher durch einen extra auszustellenden „Passierschein“. Für das Betreten des 500-m-Schutzstreifens galten verschärfte Sicherheitsbestimmungen.„Unzuverlässige“ Bewohner der Sperrzone wurden 1952 in der „Aktion Ungeziefer“ beziehungsweise 1961 im Zuge der „Aktion Kornblume“ zwangsweise umgesiedelt. In den 1960er Jahren wurden teilweise neue Straßen zwischen grenznahen Ortschaften gebaut, so dass neue Ortsverbindungen außerhalb der Sperrzone entstanden und so grenznahe Orte untereinander wieder erreichbar wurden."

Das kann natürlich alles an den Haaren herbeigezogen sein und ich bin auf der völlig falschen Spur. Deswegen brauche ich eure Hilfe dazu.

Danke schon mal

18.08.2017 23:04von ( gelöscht )
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Kann das evtl. von der Staatsjagd stammen? Gerade die selbstgemalte Ausführung in dieser "Zierschrift"? Es wirkt wie ein Verbotsschild, dass an der öffentlichen Seite etwas "charmanter" wirken soll, ohne durchlässiger zu sein.

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18.08.2017 23:08von ( gelöscht )
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Ich hatte auch den Betreiber von Grenzbilder.de angeschrieben. Der wußte auch nichts damit anzufangen.

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19.08.2017 07:58von hundemuchtel 88 0,5
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Hallo @Metalman77 , solche Schilder habe ich nicht gesehen an der Grenze, das erste meine ich mal gesehen zu haben an einem Truppenübungsplatz.
Interessanter Weise ist das zweite(Sperrzone) aus Hartfaserplatte, dieser Werkstoff ist schon authentisch.
Anbei ein Schild von mir, auch aus Hartfaserplatte.



gruß h.

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19.08.2017 23:17von ( gelöscht )
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Die "Sperrzone" scheint wohl ein schwerer Fall zu sein, es scheint noch keiner irgendwo gesehen zu haben.

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19.08.2017 23:18von Mike59
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An der Grenze ist mir zur Kennzeichnung des Grenzgebietes ein Schild mit der Aufschrift Sperrgebiet nicht bekannt.
So wie auf dem Schild "Schutzstreifen", kenne ich dann nur noch die Aufschrift "Grenzgebiet" an Stelle von Schutzstreifen.

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19.08.2017 23:23von Mike59
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Zitat von Metalman77 im Beitrag #5
Die "Sperrzone" scheint wohl ein schwerer Fall zu sein, es scheint noch keiner irgendwo gesehen zu haben.


Sperrzone ist schon fett - "Betreten verboten - Lebensgefahr" - hat doch eigentlich ausgereicht.

19.08.2017 23:26von ( gelöscht )
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Den einzigen Hinweis den ich gefunden hab, ist der wikipedia-Link ganz oben. Da wird der "Schutzstreifen" auch "Sperrzone" genannt. Vielleicht hing es da? Aber das sind ja nur Vermutungen meinerseits.

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19.08.2017 23:44von Mike59
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Zitat von Metalman77 im Beitrag #8
Den einzigen Hinweis den ich gefunden hab, ist der wikipedia-Link ganz oben. Da wird der "Schutzstreifen" auch "Sperrzone" genannt. Vielleicht hing es da? Aber das sind ja nur Vermutungen meinerseits.


Möglich ist alles. Habe ich hier im Forum gelernt. Vom "Schriftbild" her scheint das Bild schon etwas betagt zu sein, bzw. der Ersteller hatte schon ein paar Tage auf dem Buckel.

Nachtrag: Ich vergesse immer, das auch meine Nummernschilder fürs Motorrad von Hand gefertigt wurden - also das "Sperrzone" Schild scheint schon Handgefertigt.

20.08.2017 11:34von Schlutup
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Moin Moin,
es kann sein oder auch nicht.
Selbst Trinkwasserbereiche wurden als Sperrgebiet bezeichnet.
https://files.homepagemodules.de/b150225...n2_UQlCErZB.jpg
Alles mögliche war in der DDR Sperrgebiete.

Gruß Schlutup

20.08.2017 11:59von Schlutup
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........

20.08.2017 13:19von ( gelöscht )
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...Tach auch....die Schilder sind ein Witz!!!! die 4 Stk.unter eins genannt
Gruessli EX BO

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20.08.2017 19:26von ( gelöscht )
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Hallo Metalman77, nur zu deiner Information. Schon lange Zeit vor 1961 gab es das 5 km Sperrgebiet ( nicht Sperrzone ). Direkt vor der Grenzlinie war der 10 m Konntrollstreifen, der bei uns in unregelmäßigen Abständen gepflügt und geeggt wurde. Dort wurden aber keine Minen verlegt und auch keine Selbstschußanlagen angebracht. Etwas weiter weg von der Grenzlinie wurden ab 1961 die Minen zwischen 2 Stacheldrahtzäunen verlegt. Der Abstand ( Entfernung )vom Minenfeld zur Grenzlinie war wegen der Geländeverhältnisse unterschiedlich. Mein Dienst endete 11/62, alle anderen Sperranlagen und sonstigen Veränderungen ab 1963 habe ich nicht mehr mit erlebt.

Cambrino

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20.08.2017 19:32von ( gelöscht )
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Wie war das eigentlich im Bergbau? Braun-oder Steinkohleabbau. Passt Sperrzone nicht eher zum Tagebaugelände? Oder in die Schächte eben?

Rainer-Maria

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20.08.2017 20:15von buschgespenst
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Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #14
Wie war das eigentlich im Bergbau? Braun-oder Steinkohleabbau. Passt Sperrzone nicht eher zum Tagebaugelände? Oder in die Schächte eben?

Rainer-Maria


Oder in die Massentierhaltung bzw. bei Tierseuchen...

...

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