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#1

Die größten Feldherren aller Zeiten

in Themen vom Tage 14.08.2017 20:06
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Also falls das Thema schon angeschitten wurde, die letzten Tage gabs ja eine unschöne Ausschreitungen in Charlottesville. Ich hab im Forum noch nichts dazu gefunden. Jetzt könnte die Diskussion in die Richtung gehen rechts gegen links oder vielleicht auch die Stellungsnahme des Präsidenten zum Ausnahmezustand oder vielleicht auch die Äußerungen seiner Tochter Ivanka. Vielleicht kommt auch noch eine Filmempfehlung zu Wag the Dog (hier der Trailer: youtu.be/steA_PZPkc8) oder die Diskussion versandet auch hier in den inzwischen üblichen Grabenkämpfen.
Wie auch immer, doch was mich jetzt mal interessiert: Wie seht ihr die Person des Nationalhelden Robert E. Lee, eines der größten Stratengen aller Zeiten und nicht nur Amerikas. Also ich verstehe nicht wieso seine Denkmäler geschliffen werden sollen. Wo sogar die DDR es schaffte über ihren ideologischen Schatten zu springen so zum Beispiel das Silly in Berliner Frühling 1985 singen durfte youtu.be/Cv_pHBURPls?t=172s

Also was ist los mit diesem Post-Barack-USA?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 14.08.2017 20:07 | nach oben springen

#2

RE: Die größten Feldherren aller Zeiten

in Themen vom Tage 14.08.2017 20:35
von Mike59 | 9.373 Beiträge | 5555 Punkte
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Robert E. Lee, der welcher die Fusskavallerie sein eigen nennen durfte? Die CSA Infanterie war schneller wie die Kavallerie der Nordstaaten - das sagt schon einiges.

Tja - militärstrategisch waren die CSA Truppen einfach besser, aber viele Hunde sind des Hasen Tod. Die Unionisten waren genau das was sie heute auch noch sind - Das wirtschaftliche Potential was hinter den USA stehen hält eben auch eine Truppe von Green Card Legionären bei der Stange.



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#3

RE: Die größten Feldherren aller Zeiten

in Themen vom Tage 14.08.2017 20:35
von buschgespenst | 3.049 Beiträge | 10427 Punkte
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Der Historiker Jan von Flocken nennt seine bedeutendsten Generäle, darunter auch Deutsche. Zu Robert E. Lee (1807–1870)

Er errang im amerikanischen Sezessionskrieg mit zahlenmäßig und materiell weit unterlegenen Streitkräften erstaunliche Siege über die Nordstaaten (Manassas II und Fredericksburg 1862, Chancellorsville 1863). Er war ein Meister des kalkulierten Risikos und der Kriegslist sowie in der Defensive enorm effizient. Während der Schlacht von Gettysburg 1863 war er aber von allen guten Geistern verlassen, als er den Fehler seiner Gegner (sture Frontalangriffe) wiederholte...

https://www.welt.de/geschichte/article15...eine-Liste.html

Mein persönlicher Favorit für den Spitzenreiter der größten Feldherren ist Lee nicht, großer Stratege, da gibt es größere Strategen. Aber es liegt sicher auch am Charakter des Bürgerkrieges in den USA. Dort war und ist er für den Süden der große Held. Mir sind da der große Alexander, der Korse, Hannibal, der olle Fritz lieber...

...


Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)
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#4

RE: Die größten Feldherren aller Zeiten

in Themen vom Tage 14.08.2017 20:50
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Also wenn jetzt schon eine TopTen erstellt wird, da hätte ich noch ein paar Kandidaten, den Vater eines langjährigen Stuttgarters OB zum Beispiel und, hmm ... und Blücher gleich zweimal. Doch zurück zum Themenstarter General Lee, kennt noch jemand die TV-Serie mit dem orangen 69er Dodge mit der fetten 01 auf der zugeschweißten Tür? Achso, die 01 soll jetzt keine Wertungsrang sein *wink*


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damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#5

RE: Die größten Feldherren aller Zeiten

in Themen vom Tage 14.08.2017 20:53
von Mike59 | 9.373 Beiträge | 5555 Punkte
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Zitat von 94 im Beitrag #4
Also wenn jetzt schon eine TopTen erstellt wird, da hätte ich noch ein paar Kandidaten, den Vater eines langjährigen Stuttgarters OB zum Beispiel und, hmm ... und Blücher gleich zweimal. Doch zurück zum Themenstarter General Lee, kennt noch jemand die TV-Serie mit dem orangen 69er Dodge mit der fetten 01 auf der zugeschweißten Tür? Achso, die 01 soll jetzt keine Wertungsrang sein *wink*


Ach 94, ich dachte echt es geht nicht um das Auto.



zuletzt bearbeitet 14.08.2017 21:00 | nach oben springen

#6

RE: Die größten Feldherren aller Zeiten

in Themen vom Tage 14.08.2017 20:58
von buschgespenst | 3.049 Beiträge | 10427 Punkte
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Müsste "Ein Duke kommt selten allein" gewesen sein?

...


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#7

RE: Die größten Feldherren aller Zeiten

in Themen vom Tage 14.08.2017 21:04
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Genau, Duke hieß die Serie. Ist diese nun als rechtsradikal einzustufen nach den jüngsten Ausschreitungen übern Teich? Ach ich weiß doch auch nicht wie sich dieser Thread entwickelt. Doch zumindest mal ein Name noch für die TopTen ... Sunzi

P.S. ich kann's mir aufn Feierabend doch nicht verkneifen
*tschuldschung* besonders an den (taktisch gesehen) linken Nachbarn ...


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Mike59 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.08.2017 21:08 | nach oben springen

#8

RE: Die größten Feldherren aller Zeiten

in Themen vom Tage 14.08.2017 21:12
von buschgespenst | 3.049 Beiträge | 10427 Punkte
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[quote="94"|p629474]Genau, Duke hieß die Serie. Ist diese nun als rechtsradikal einzustufen nach den jüngsten Ausschreitungen übern Teich? Ach ich weiß doch auch nicht wie sich dieser Thread entwickelt. Doch zumindest mal ein Name noch für die TopTen ... Sunzi

P.S. ich kann's mir aufn Feierabend doch nicht verkneifen
*tschuldschung* besonders an den (taktisch gesehen) linken Nachbarn ...

Sunzi "Die Kunst des Krieges" ist doch mehr ein Theoretiker oder hat der Sunzi je an einer Schlacht teilgenommen? Wobei Theorie, der Clausewitz muss auch mit auf die Liste...

..


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#9

RE: Die größten Feldherren aller Zeiten

in Themen vom Tage 14.08.2017 22:08
von Nostalgiker | 2.880 Beiträge | 1272 Punkte
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unschöne Ausschreitungen in Charlottesville ist ein meiner Meinung nach unpassender Einstieg für das Thema.
Wenn ich mal das krampfhaft herausgehängte; ach was bin ich doch sowas von Intellektuell und ich weiß so viel, außer acht lasse weiß ich nicht was der Einsteller und Threaderöffner mit diesem Beitrag überhaupt will.

Soll mit dem Beitrag ein Versuch übereifriger, politisch überkorrekter, Menschen kritisiert werden welche meinem die Geschichte ihres Landes oder einer Region neu bewerten zu müssen? Und zwar nach ihrer ideologischer Sicht nach der nicht sein darf was nicht sein soll.

Und was soll dieser komische Verweis auf die DDR und einen Songtext von Silly aus dem Jahr 1985 wo es im Text heißt:
"Und der alte Fritz von Preußen
Reitet auf der Stelle los"
als "Sensation? in der die DDR über ihren ideologischen Schatten sprang?

Gesprungen ist die DDR bereits 1979 als eine umfassende Biografie von Ingrid Mittenzwei über Friedrich II. von Preußen im Deutschen Verlag der Wissenschaften, Berlin erschien.
Ob das Buch nun der Auslöser dafür war dass das Denkmal von Rauch 1980 an alter Stelle in Berlin wieder aufgestellt wurde, darüber kann spekuliert werden.
Richtigerweise zieht Mittenzwei den Schluß zur Thematik das Friedrich II. und Preussen „Teil unserer Vergangenheit“ sei und daß „uns unsichtbare Fäden mit dem Gestern verbinden“.
Dieses Fazit sollte vielleicht in die Betrachtung der Bilder/Denkmalstürmerei in Charlottesville Einzug halten.

Bleiben wir weiter in Deutschland, speziell in Berlin.
Das hier politisch korrekte Gendermenschen so allerhand Unsinn verzapfen ist wohl allgemein bekannt.
Allen Ernstes soll die 'Mohrenstrasse' umbenannt werden, weil das Rassistisch sei.
Im Afrikanischen Viertel sollen drei Strassen umbenannt werden weil sie nach Personen aus der deutschen Kolonialzeit benannt sind.
Eine der von den progressiven Ideologen der Juri favorisierte Namensgeberin, eine Königin aus den 16.Jahrhundert aus dem Gebiet des heutigen Angolas entpuppte sich nach Recheren als eifrige Sklavenhändlerin welche pro Jahr cirka 12.000 ihrer Untertanen an die Holländer verkaufte, vielleicht landeten einige der Sklaven auch in den Südstaaten der USA ....

Wie schreibt der Tagespiegel zu dieser traurigen Politposse im Namen politischer Korrektheit?:
Es wird also in Berlin einem Gegner des Sklavenhandels der Straßenname entzogen, um eine Straße nach einer Sklavenhändlerin zu benennen. Dies geschieht im Namen der politischen Korrektheit, denn die Sklavenhändlerin ist ja schwarz und eine Frau, eine starke Frau, genauer gesagt. Moment – wie nennt man das noch gleich, wenn man Personen vor allem nach ihrer Hautfarbe und ihrem Geschlecht beurteilt? ... die Fachbegriffe heißen „Rassismus“ und „Sexismus“.

Der Vorstoß der politisch Korrekten den Namen der Universität in Greifswald zu tilgen weil er a) von Göring verliehen wurde und b) weil E. M. Arndt sowieso ein Antisemit war scheiterte erstmal an Verfahrensfehlern .....

Ich frage mich ernsthaft wann im politisch korrekten Deutschland das abspielen von Wagneropern verboten wird, hatte doch Wagner was gegen die Juden und war die Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" bekanntlich die Lieblingsoper des Malergesellen aus Braunau ....., oder war es 'Rienzi'?
Egal, solange ein Jude in Bayreuth die "Lieblingsoper" inszeniert, inklusive einer bissigen Judenparodie, Beckmesser = Levi ist den politisch Korrekten der Endsieg noch nicht gewiss.
Übrigen war der Regisseur Kosky nicht der erste "Jude" welcher am/im heiligen Gral wagnerischer Musik gewirkt hat.
Warum ausgerechnet dieses Jahr darum solch ein mediales Getöse veranstaltet wurde ist ein Rätsel, vielleicht sollte man es Antisemitismus nennen ....

Um auf den Ausgangspunkt zurückzukommen, Trump hat aus seiner Sicht alles richtig gemacht, er will ja seine Wähler in den Südstaaten nicht verprellen.
Und Angela lausche in Bayreuth der " berüchtigte Rede über die echte deutsche Kunst" von Hans Sachs in "Ehrt eure deutschen Meister"
in der es heißt:
zerfällt erst deutsches Volk und Reich, / in falscher welscher Majestät / kein Fürst bald mehr sein Volk versteht, / und welschen Dunst mit welschem Tand / sie pflanzen uns in deutsches Land / was deutsch und echt, wüßt Keiner mehr / lebt's nicht in deutscher Meister Ehr. / Drum sag ich Euch: / ehrt Eure deutschen Meister! /

Was ist nun politisch korrekt?
Muß sich Deutschland auf ewig für die Meistersinger entschuldigen, weil ideologische Eiferer partout nationalistische oder gar faschistoide Deutung vornehmen?
Muß das Denkmal des Generals Robert E. Lee der auch für den alten Süden der USA mit Sklavenhaltern und strikter Rassentrennung bis in 70ger Jahre des letzten Jahrhunderts steht beseitigt werden? Was würde sich danach ändern?



Leider sind die im Song beschworenen Zeiten des Einheitsbedürfnis einer Nation vorbei, die USA lebt von der Zuspitzung und ihr Präsident treibt sie an.


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

IM Kressin, andyman, Hanum83 und mibau83 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#10

RE: Die größten Feldherren aller Zeiten

in Themen vom Tage 14.08.2017 23:07
von Freienhagener | 7.525 Beiträge | 16523 Punkte
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Alexander von Makedonien war einer der Größten.

Territorial betrachtet war es wohl Tschingis Chan.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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#11

RE: Die größten Feldherren aller Zeiten

in Themen vom Tage 15.08.2017 00:15
von Marder | 1.818 Beiträge | 2430 Punkte
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Seltsamerweise oder glücklicherweise sind alle GröFaz irgendwann gescheitert,
egal woher sie kamen und das ist gut so.
MfG Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.


Gert, damals wars und Klauspeter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#12

RE: Die größten Feldherren aller Zeiten

in Themen vom Tage 15.08.2017 06:34
von damals wars | 15.946 Beiträge | 13488 Punkte
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Vielleicht sollte man zur ausgleichenden Gerechtigkeit William Tecumseh Sherman erwähnen, der "mit leichtem Gepäck" marschierte!


Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
Heinrich Heine: Fatal ist mir das Lumpenpack, das, um die Herzen zu rühren, den Patriotismus trägt zur Schau, mit allen seinen Geschwüren.
https://www.youtube.com/watch?v=_fh8j2mULzc
TOMMI und der sturmbahn könig haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#13

RE: Die größten Feldherren aller Zeiten

in Themen vom Tage 15.08.2017 08:54
von IM Kressin | 1.742 Beiträge | 22777 Punkte
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #9
Was ist nun politisch korrekt?
Muß sich Deutschland auf ewig für die Meistersinger entschuldigen, weil ideologische Eiferer partout nationalistische oder gar faschistoide Deutung vornehmen?

Muß das Denkmal des Generals Robert E. Lee der auch für den alten Süden der USA mit Sklavenhaltern und strikter Rassentrennung bis in 70ger Jahre des letzten Jahrhunderts steht beseitigt werden? Was würde sich danach ändern?
Es soll der Eindruck erweckt werden, der General und sein personifiziertes Denkmal stehen für Sklaverei, Rassismus, die verlorene Sache der Sezession.
Für den Separatismus mag es zutreffen.

Eine nicht ganz so einfache Geschichte, denn der General lehnte die Sklaverei ab, hielt sie für ein

Zitat
"moralisches und politisches Übel"

Konsequenterweise entließ er seine eigenen Sklaven 1862 in die Freiheit.

Der Sezession stand er sogar ablehnend gegenüber. Im Januar 1861 bekannte er:

Zitat
„Es ist müßig, über Sezession zu reden. Die Schöpfer unserer Verfassung hätten niemals so viel Mühe, Weisheit und Geduld auf sie verschwendet,
wenn sie gewollt hätten, dass jedes Mitglied (der Union) sie nach eigenem Gutdünken brechen kann!“

Seine Beweggründe, ungeachtet all dessen für und nicht gegen den Süden zu kämpfen, bestanden in der Verbundenheit, Hinwendung und seiner Treue zur Heimat.
Tugenden, die in Deutschland als rechtsextrem, mindestens am äußeren rechten Rand verortet werden und die es auszutreiben gilt.

Als sich sein Heimatstaat im April 1861 von der Union lossagte, bot ihm Präsident Abraham Lincoln den Oberbefehl für die Unionstruppen an.
General Lee traf seine Entscheidung folgerichtig pro seine Heimat und beantwortete die Frage des Präsidenten:

Zitat
„Ich kann doch nicht die Hand gegen meinen Geburtsort, mein Heim und meine Kinder erheben“

Mit diesem Beschluss wurde er zur tragischen Gestalt der amerikanischen Geschichte.


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!

"Wo ein Genosse ist, da ist die Partei, wo ein Genosse und eine Genossin ist, da ist die Hurerei" geklaut bei DoreHolm
bürger der ddr, 94 und Marienborn89 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#14

RE: Die größten Feldherren aller Zeiten

in Themen vom Tage 15.08.2017 10:03
von TOMMI | 2.387 Beiträge | 2061 Punkte
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Zitat
Zitat Vielleicht sollte man zur ausgleichenden Gerechtigkeit William Tecumseh Sherman erwähnen, der "mit leichtem Gepäck" marschierte!

Hubert, Sherman hatte sicherlich einen entscheidenden Anteil am Sieg der Union über die Konförderierten.
Aber bei seiner Bewertung scheiden sich die Geister der Historiker. Jene, die eher pro Süden sind, rücken ihn in die Nähe
eines Kriegsverbrechers. (Marsch durch Georgia, verbrannte Erde etc.) Allerdings bezeichnete er als einer der ersten den
Krieg als das, was er ist: "War is the hell". (Krieg ist die Hölle)
Bleiben wir beim Bürgerkrieg: Ulysses Grant, der spätere Oberbefehlshaber und noch spätere Präsident stellte dann die Weichen zum endgültigen
Sieg des Nordens. Außerdem hat er einen Anteil am Ausgang des 2.Weltkrieges. Warum? Nun, von ihm stammt der Spruch: "I accept nothing but an uncondtional surrender." (Ich akzeptiere nichts, außer einer bedingungslosen Kapitulation).
Über R.E.Lee wurde schon geschrieben. Wäre noch ein weiterer General der Konförderierten zu nennen: T.J. "Stonewall" Jackson.
Er war der erste Truppführer, welcher ein modernes Transportmittel, die Eisenbahn, einsetzte.


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#15

RE: Die größten Feldherren aller Zeiten

in Themen vom Tage 15.08.2017 11:29
von Hanum83 | 8.610 Beiträge | 15199 Punkte
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Am Ende waren diese großen Feldherren nichts ohne ihre Soldaten.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


IM Kressin, schulzi, TOMMI und Klauspeter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#16

RE: Die größten Feldherren aller Zeiten

in Themen vom Tage 15.08.2017 12:58
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Und das unterscheidet für mich einen großen Feldherren von einem Knochenschleifer, der Feldherr weiß genau was er an seiner Truppe hat und ist da auch beliebt. Sehr beeindruckte mich eine Anekdote von Sunzi ...

Sunzi, dessen Vorname Wu war, stammte aus dem Staate Qi. Sein Buch Die Kunst des Krieges erregte die Aufmerksamkeit Helus, des Königs von Wu. Helu sagte zu ihm: »Ich habe deine dreizehn Kapitel sorgfältig studiert. Darf ich deine Theorie über die Führung von Soldaten einer kleinen Prüfung unterziehen?«
Sunzi erwiderte: »Das dürft Ihr.«
Der König fragte: »Darf sich die Prüfung auch auf Frauen beziehen?«
Wieder stimmte Sunzi zu, und so wurden Vorbereitungen getroffen, hundertachtzig Damen aus dem Palast zu holen. Sunzi teilte sie in zwei Kompanien und stellte je eine der Lieblingskonkubinen des Königs an die Spitze der Abteilungen. Dann ließ er sie alle einen Speer in die Hand nehmen und sprach zu ihnen die Worte: »Ich nehme an, daß ihr den Unterschied zwischen vorne und hinten und rechts und links kennt.«
Die Mädchen erwiderten: »Ja.«
Sunzi fuhr fort: »Wenn ich sage >Augen geradeaus<, dann müßt ihr nach vorn blicken. Wenn ich sage >links um<, dann müßt ihr euch nach links drehen.
Wenn ich sage >rechts um<, dann müßt ihr euch nach rechts drehen. Wenn ich sage >kehrt<, dann müßt ihr euch rechtsherum umdrehen.« Die Mädchen hatten auch dies verstanden. Als damit die Befehle erklärt waren, ließ er Hellebarden und Streitäxte ausgeben, um den Drill zu beginnen. Dann gab er zu einem Trommelwirbel den Befehl: »Rechts um«, doch die Mädchen brachen nur in Lachen aus.
Sunzi sagte geduldig: »Wenn die Kommandoworte nicht klar und deutlich sind, wenn die Befehle nicht richtig verstanden werden, dann trifft die Schuld den General.« Er machte mit dem Drill weiter und gab diesmal den Befehl »Links um«, worauf die Mädchen abermals Lachkrämpfe bekamen.
Da sagte er: »Wenn die Kommandos nicht klar und deutlich sind, wenn die Befehle nicht richtig verstanden werden, dann trifft die Schuld den General.
Doch wenn seine Befehle klar sind und die Soldaten dennoch nicht gehorchen, dann ist es die Schuld der Offiziere.« Darauf gab er den Befehl, die Anführerinnen der beiden Kompanien zu enthaupten.
Der König von Wu beobachtete das Geschehen vom Dach eines Pavillons aus, und als er sah, daß seine Lieblingskonkubinen enthauptet werden sollten, erschrak er sehr und schickte eilig die folgende Botschaft hinunter: »Wir sind zufrieden mit der Fähigkeit Unseres Generals, die Truppen zu führen. Wenn
Wir dieser beiden Konkubinen beraubt werden, wird Unser Essen und Trinken den Geschmack verlieren. Wir wünschen nicht, daß sie enthauptet werden.«
Sunzi erwiderte noch geduldiger: »Nachdem ich einmal die Ernennung Eurer Majestät zum General der Streitkräfte erhalten habe, gibt es gewisse Befehle
Eurer Majestät, die ich, wenn ich als solcher handle, nicht akzeptieren kann.«
Und seinen Worten getreu ließ er die beiden Anführerinnen sofort enthaupten und setzte die nächsten beiden als Anführerinnen an ihre Stelle. Daraufhin wurde wieder die Trommel zum Drill geschlagen. Die Mädchen machten alle Schritte, drehten sich nach rechts oder nach links, marschierten geradeaus oder machten kehrt, knieten oder standen, und alles mit höchster Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit, und keine wagte, einen Laut von sich zu geben.
Dann schickte Sunzi einen Boten zum König und ließ ihm ausrichten: »Herr, Eure Soldaten sind jetzt richtig ausgebildet, sie halten Disziplin und sind bereit für die Inspektion durch Eure Majestät. Sie können zu jedem Zweck eingesetzt werden, den ihr Herrscher im Sinn haben mag. Fordert sie auf, durch Feuer und Wasser zu gehen, und sie werden sich nicht weigern.«
Doch der König erwiderte: »Der General soll den Drill einstellen und ins Lager zurückkehren. Wir haben nicht den Wunsch, hinunterzugehen und die Truppen zu inspizieren.«
Darauf erwiderte Sunzi ruhig: »Der König schätzt schöne Worte, doch er vermag sie nicht in Taten umzusetzen.«
Da sah der König von Wu, daß Sunzi ein Mann war, der ein Heer zu führen wußte, und ernannte ihn in aller Form zum General. Sunzi unterwarf im Westen den Staat Chu und drang bis nach Ying, der Hauptstadt, vor; im Norden versetzte er die Staaten Qi und Qin in Angst und Schrecken, und sein Ruhm breitete sich unter den Lehnsfürsten aus. Und Sunzi hatte Teil an der Macht des Königreiches.

(wieder)gefunden in hdms.bsz-bw.de/files/357/Sunzi.pdf


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zuletzt bearbeitet 15.08.2017 13:00 | nach oben springen

#17

RE: Die größten Feldherren aller Zeiten

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von Lutze | 9.284 Beiträge | 6447 Punkte
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Wüstenfuchs Rommel war wohl auch so ein Feldherr
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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#18

RE: Die größten Feldherren aller Zeiten

in Themen vom Tage 15.08.2017 19:28
von Rainer-Maria Rohloff | 4.096 Beiträge | 12101 Punkte
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Stieg Napoleon nach dem Brand von Moskau nicht in den Schlitten "und schlitterte recht sicher vorneweg". Und seine Männer mussten laufen...war doch so, und schafften eventuell unter enormen Qualen maximal 50 Kilometer am Tag?

Rainer-Maria



Tobeck hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#19

RE: Die größten Feldherren aller Zeiten

in Themen vom Tage 15.08.2017 20:30
von buschgespenst | 3.049 Beiträge | 10427 Punkte
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Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #18
Stieg Napoleon nach dem Brand von Moskau nicht in den Schlitten "und schlitterte recht sicher vorneweg". Und seine Männer mussten laufen...war doch so, und schafften eventuell unter enormen Qualen maximal 50 Kilometer am Tag?

Rainer-Maria


In Frankreich war es Ende Oktober zu einem Putschversuch unter General Malet gekommen. Malet hatte verkündet, dass Napoleon tot sei. Napoleon verließ die Armee am 5. Dezember 1812, obwohl er bereits Anfang November in Smolensk vom Putschversuch erfahren hatte, und reiste nach Paris. Eine frühere Abreise war zu riskant, da er sich noch in russisch kontrolliertem Gebiet befand. Das Kommando übergab er an Murat. Wichtiger als der Putschversuch von Malet war die Tatsache, dass Napoleon eine neue Armee aufbauen musste.
Am 14. Dezember überschritten Reste der Grande Armée den zugefrorenen Njemen und erreichten Polen. Murat schrieb an Napoleon: „An einsatzfähigen Soldaten melde ich dem Kaiser 4.300 Franzosen und 850 Hilfstruppen“.

Man Napoleon seine Armee verlassen hat ist ersichtlich Rainer-Maria, weit weit nach dem Brand von Moskau. Beim Rückzug kann ich mir das mit den 50 Kilometern pro Tag nicht vorstellen. Die Schneefälle begannen am 6. November. Eine Analyse der bei Martinien für diesen Monat genannten französischen Offiziersverluste ergibt, dass fast 90 % zeitlich und geographisch auf Kampfhandlungen entfallen. Für einige Tage wurde es etwas wärmer, weshalb die Beresina nicht zugefroren war.

Die niedrigsten Temperaturen erreichte der Winter erst nach dem Übergang. Vorher wurde Napoleons Armee immer wieder in Kämpfe verwickelt. Sie verfügte über zu wenig Pferde und musste viele ihrer Fuhrwerke verbrennen, Kanonen wurden unbrauchbar gemacht und zurückgelassen. Sogar die mitgeführten Pontons zum Brückenbau wurden, wenige Tage bevor man die Beresina erreichte, verbrannt.

Tatsächlich war Napoleon auf einen Winterkrieg nicht vorbereitet. Es fehlte an warmer Bekleidung, und die Pferde waren für diese Temperaturen falsch beschlagen. Das führte häufig zu Unfällen mit den Fuhrwerken. Lediglich die polnische und die preußische Kavallerie hatten ihre Pferde scharf beschlagen und waren damit auf die Winterbedingungen eingestellt.

Quelle: alte Texte von mir und Wiki

....


Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)
IM Kressin und Rainer-Maria Rohloff haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#20

RE: Die größten Feldherren aller Zeiten

in Themen vom Tage 15.08.2017 21:20
von Freienhagener | 7.525 Beiträge | 16523 Punkte
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Zitat von Lutze im Beitrag #17
Wüstenfuchs Rommel war wohl auch so ein Feldherr
Lutze


Zur Größe gehört jedenfalls der Sieg.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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