Dienstzeiten

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20.07.2017 16:53
#31
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Zitat von bürger der ddr im Beitrag #29
Eigentlich gab es immer Vergünstigungen für "Länger Dienende", so war bekannt das bei Studienwunsch und ähnlichen Bestrebungen schon mal der Hinweis kam:
"wer unserer Gesellschaft etwas bietet (mit Hinweis auf längere Dienstzeit), der kann auch von der Gesellschaft etwas erwarten"

So wurde ohne rechtliche Grundlage schon eine Art "Förderprogramm" etabliert. Während meiner Dienstzeit unterschieden sich die Soldaten auf Zeit (Uffz. mit 3 Jahren) in zwei Kategorien. Auf der einen Seite die ihre Verpflichtung bereuten und sehnsüchtig den EK nach schauten und auf der anderen Seite die Karrieristen die wußten "warum sie sich das antaten". Da war die Hoffnung auf Studium (meist im Fachschulbereich oder Meisterabschluß).


Das war nicht generell so. In meinem Zug waren Einige, die ihren Studienplatz nach 18 Monaten schon in der Tasche hatten, auch an Hochschulen.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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20.07.2017 17:09 (zuletzt bearbeitet: 20.07.2017 17:12)
#32
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Verpflichtung war wohl leicht und gerne gesehen. Kenne einen 10ender, der gar nicht soviel Scheisse bauen konnte, bis man ihn endlich rausgeschmissen hat. Sicherlich Ausnahmen, aber sowas gab es auch.
Wenn ich dran denke, wie und mit welchen Schmakos die damals schon in der Schule Offiziersbewerber bzw. Berufssoldaten/Längerdienende gesucht haben. Das glaubt heute kein Schulpflichtiger mehr.

Démerde-toi !

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20.07.2017 17:24
#33
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #31
Das war nicht generell so. In meinem Zug waren Einige, die ihren Studienplatz nach 18 Monaten schon in der Tasche hatten, auch an Hochschulen.


Ja, ich durfte auch nach 18 Monaten GWD meinen Wunschstudienplatz antreten.

Die meisten aus meiner EOS - Klasse beugten sich jedoch dem immensen Druck der auf uns ausgeübt wurde und verpflichteten sich für 3 Jahre. Ich meine, obwohl sie "wußten wofür sie es taten", weinten sie nach den 18 Monaten den EKs hinterher.
Eine UAZ - Verpflichtung war zumindest in meinem Umkreis kein Zeichen von "Karrieregeilheit" sonder eher ein notwendiges Übel.

Die richtig "scharfen" Unteroffiziere waren nach meiner Wahrnehmung eher Leute, die im zivilen Leben nicht so mit Erfolg und Anerkennung gesegnet waren. Die hatten bei der Truppe endlich ihre Bühne.

Im Herbst 1988 wurden auch die -meiner Meinung nach ersten- GWDler nach bereits 15 Monaten entlassen. Das waren Abiturienten, die eigentlich erst im Oktober ihre Dienstzeit beenden, jedoch den Studienbeginn nicht verpassen sollten. Aber das gab es ja dann nicht mehr lange und es war wohl auch die Ausnahme.

Unser Zugführer war OAZ und musste 4 Jahre dienen. Auch er wollte nach dem Dienst studieren.

Grüße
Tino


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20.07.2017 18:37 (zuletzt bearbeitet: 20.07.2017 18:49)
avatar  marc
#34
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Zitat
Sicher?
Nach meinem Kenntnisstand ab '83. Das eine Jahr mehr war als Ausgleich für das ebenfalls zu diesem Zeitpunkt um ein Jahr verlängerte Studium der 25ender 'angedacht'.



@94

Genau und dieses eine Jahr fehlte exakt 1986, in welchem keine Leutnante (25 Ender) der GT ernannt wurden.

Dafür aber 6 Züge Ultn.-OaZ (4 Jahre) die diese Lücke schließen sollten.


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21.07.2017 11:07
avatar  94
#35
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94

Alles klar, 4 Jahre Dienstzeit ab 1983 heißt ja auch das es 1986 keine Heimgänger bei den Offizieren auf Zeit gab. Diese standen nun ein Jahr länger bis August 1987 für den Truppendienst zur Verfügung. Übrigens, zu diesem Zeitpunkt übernahm ich seinerzeit einen Zug, welcher bis dahin von einem der ersten 4jährigen geführt wurde als dieser als Leutnant heimging. Seine Beförderung erfolgte zum 1.12.86 zum 40. Jahrestag und nicht wie sonst üblich zum 7.10.. Das betraf allerdings alle Grenzer in jenem Jahr, nicht nur die Zeitoffiziere.

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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23.07.2017 17:42 (zuletzt bearbeitet: 23.07.2017 17:45)
avatar  GZB1
#36
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Es betraf alle Grenzer, auch die Grundwehrdienstleistenden (Gefreite)?

Dann wurde die durch die verspäteten Beförderungen eingesparten Dienstgradbezüge für die Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der GT wohl mit verbraten, wenn es alle Berufssoldaten und OaZ betraf.


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23.07.2017 18:10
avatar  Ratze
#37
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Moin
Ist das Dein Ernst?
Kann das Einsparen bei Gehältern/Sold für die Feiern genutzt worden sein?


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24.07.2017 07:16
avatar  marc
#38
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Zumindest war der Sold im Haushalt eingeplant gewesen, denn Beförderungen waren sonst stets zum 07.10. üblich.


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24.07.2017 12:14
avatar  ( gelöscht )
#39
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( gelöscht )

Kann das Einsparen bei Gehältern/Sold für die Feiern genutzt worden sein?

Ich glaube, dass sollte wohl eher ein Gag gewesen sein.


andy


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25.07.2021 09:45
avatar  katze
#40
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Nach der Armee, egal ob nun Grenze oder NVA, also nach der Dienstzeit hätte ich z. Bsp. nach meinen10 Jahren in den Betrieb gehen können, wo ich hergekommen bin. In der Regel stand dir dann eine Meisterplanstelle zu.Man blieb ja, während der Dienstzeit Betriebsangehöriger .Wie das bei Offizieren war, kann ich nicht sagen.
Aber gerade bei den 10 jährigen war es so, dass diese ihre Dienstzit verlängerten und wurden dann, auf eine dementsprechende Planstelle gesetzt, welche gerade frei war. Bei uns in der BePo war es so, dass die 10jährigen 1. Gruppenführer und stellv. ZF waren. Es war durchaus möglich, als Obermeister der VP immernoch als 1. GF bei der Truppe zu dienen. Wobei die Struktur der damaligen Bepo eine andere war, im schlimmsten Fall, wärst du,mit über 10 Jahren Dienstzeit immer noch GF gewesen.
Zu meiner damaligen Zeit war es so, dass man, gerade bei mir das "Gespräch" suchte.Man wollte mich "werben", als Offizier weiter zu dienen. Dazu hätte ich, einen 1 jährigen Studienplatz bekommen und wäre nach erfolgreichen Abschluss als Unterleutnant eingestellt worden. Hätte dann wieder die Option gehabt, bis max. Hptm, mit Planstelle Zugführer zu kommen.
Ohne Studium wärest du, bis zum Ende der Dienstzeit Omstr der VP geblieben. In den KP waren beliebte Planstellen Innendienstleiter, beim Stab gabs wohl auch einige.


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