Ende der Minenzeit

  • Seite 1 von 5
11.07.2017 14:54 (zuletzt bearbeitet: 12.07.2017 14:15)
#1
avatar

Hallo,

was wurde eigentlich nach dem Ende der Zeit der Minen an der Grenze aus den Minen-Beständen? Es wurde doch sicherlich nicht alles verlegt, was man damals hatte, oder? Und die Pionierkompanien? Trainierten die weiterhin Minenverlegen für den Ernstfall? Zumindest soll es Ausbildung und Schaukästen mit Minen noch bis zum Ende der GT gegeben haben...

Gruß
Markus


 Antworten

 Beitrag melden
15.07.2017 17:22
#2
avatar

Zitat von Markus Stüber im Beitrag #1
Hallo,

was wurde eigentlich nach dem Ende der Zeit der Minen an der Grenze aus den Minen-Beständen? Es wurde doch sicherlich nicht alles verlegt, was man damals hatte, oder? Und die Pionierkompanien? Trainierten die weiterhin Minenverlegen für den Ernstfall? Zumindest soll es Ausbildung und Schaukästen mit Minen noch bis zum Ende der GT gegeben haben...

Gruß
Markus

Es wurden auch nach 1985 noch Bodenminen geräumt. Waren jedoch örtliche Einzelmassnahmen. Dabei kamen Kräfte der jeweiligen PIK der GT zum Einsatz.
Über diese Nachsuche wurde auch über GIP informiert.

"Mobility, Vigilance, Justice"

 Antworten

 Beitrag melden
16.07.2017 19:08
#3
avatar

Zitat von Markus Stüber im Beitrag #1
Hallo,

was wurde eigentlich nach dem Ende der Zeit der Minen an der Grenze aus den Minen-Beständen? Es wurde doch sicherlich nicht alles verlegt, was man damals hatte, oder? Und die Pionierkompanien? Trainierten die weiterhin Minenverlegen für den Ernstfall? Zumindest soll es Ausbildung und Schaukästen mit Minen noch bis zum Ende der GT gegeben haben...

Gruß
Markus

Angeblich hat man alles, auch die überzähligen Minen vernichtet.... Oder doch verkauft?? Man brauchte ja Devisen.
OT: Entschärfen von Landminen: Ein Spass für die ganze Familie

Theo


 Antworten

 Beitrag melden
16.07.2017 19:39
#4
avatar

Wir von der PiK8 waren bei der Räumung der Minen schon leichtsinnig, aber das war nichts gegen den verwegenen Vietnamesen.

Lebenskunst ist - "Im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen"


 Antworten

 Beitrag melden
17.07.2017 00:20
avatar  ( gelöscht )
#5
avatar
( gelöscht )

Ja..zweedi...da kann man nur staunen....irre wie der das Teil auseinander nimmt!

P.S.: Auto wieder "schick"?


 Antworten

 Beitrag melden
28.07.2017 21:16
#6
avatar

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #3
Zitat von Markus Stüber im Beitrag #1
Hallo,

was wurde eigentlich nach dem Ende der Zeit der Minen an der Grenze aus den Minen-Beständen? Es wurde doch sicherlich nicht alles verlegt, was man damals hatte, oder? Und die Pionierkompanien? Trainierten die weiterhin Minenverlegen für den Ernstfall? Zumindest soll es Ausbildung und Schaukästen mit Minen noch bis zum Ende der GT gegeben haben...

Gruß
Markus

Angeblich hat man alles, auch die überzähligen Minen vernichtet.... Oder doch verkauft?? Man brauchte ja Devisen.
OT: Entschärfen von Landminen: Ein Spass für die ganze Familie
<iframe width="853" height="480" src="https://www.youtube.com/embed/mWfNZoXr6rQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>
Theo


Ist eine PMN-2, kam in der DDR nicht zum Einsatz.

"Mobility, Vigilance, Justice"

 Antworten

 Beitrag melden
02.04.2020 13:32 (zuletzt bearbeitet: 02.04.2020 13:37)
#7
avatar

Zitat von Markus Stüber im Beitrag #1
Hallo,

was wurde eigentlich nach dem Ende der Zeit der Minen an der Grenze aus den Minen-Beständen? Es wurde doch sicherlich nicht alles verlegt, was man damals hatte, oder? Und die Pionierkompanien? Trainierten die weiterhin Minenverlegen für den Ernstfall? Zumindest soll es Ausbildung und Schaukästen mit Minen noch bis zum Ende der GT gegeben haben...

Gruß
Markus
Lager Schneckengrün

- 22.000 Panzerminen
- 30.000 Infanterieminen
- 35 Tonnen Sprengstoff

Lager Peckwitz

- 15.000 Panzerminen
- 7.500 Infanterieminen
- 15 Tonnen Sprengstoff


Die Lager wurden mit Befehl 30/90 vom 07.03.1990 geräumt.
Abgabe an Zentrale Lager des MfNV.

Munitionslager 26 wurde aus dem Bestand der GT herausgelöst und als Munitionslager 52 dem stellv. Minister und Chef Technik und Bewaffnung (MfNV) unterstellt.

Im Bestand der GT befanden sich:
86.483 Panzerminen
65.673 Infanterieminen (PPM-2)
1.120 Überaschungsminen

137,9 t Sprengstoff

etc..

"Mobility, Vigilance, Justice"

 Antworten

 Beitrag melden
02.04.2020 13:55
avatar  Gert
#8
avatar

Findet man heute noch einzelne Minen die beim Räumen nicht gefunden wurden und sind Unfälle mit solchen Minen passiert ( Spaziergänger ?)

Warum muss es uns eigentlich noch besser gehen, wenn es uns gut geht?

*Hubert Joost

 Antworten

 Beitrag melden
02.04.2020 14:25
avatar  mibau83
#9
avatar

letzter mir bekannter minenfund war im august 2010.

https://www.insuedthueringen.de/fotos/na...e115568,1160172


 Antworten

 Beitrag melden
02.04.2020 15:00
avatar  94
#10
avatar
94

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #7
Im Bestand der GT befanden sich:
...
1.120 Überraschungsminen
...
Und diese tauchen dann heute noch überraschend auf *ironisch_frag*
Na wie auch immer, lieber zur Frage von Gert in #8
Auf dem ehemaligen Kolonnenweg isses wohl so ziemlich sicher. Ansonsten dürfte der 6 Jahre alte Handlungsleitfaden vom BUND wohl noch aktuell sein, ich zitiere ...

Die Begehung des Grünen Bandes ist abseits des Kolonnenweges aufgrund der Minenproblematik in manchen Abschnitten noch lebensgefährlich. Der ehemalige Grenzstreifen gilt laut offiziellen Angaben der Bundesregierung (Bundesverteidigungsministerium) als „nach menschlichem Ermessen minenfrei“. Laut Gutachten des Thüringer Landwirtschaftsministeriums 2012 gibt es 42 Einzelflächen mit erhöhtem Minenrestrisiko im thüringischen Grünen Band. Zusammen machen sie 25 Kilometer aus, die durch Beschilderung entsprechend gekennzeichnet sind. Das vereinzelte Vorhandensein von übriggebliebenen Minen – vermisst werden bundesweit noch ca. 15.000 Minen – insbesondere in schwer zugänglichem Gelände, an Steilhängen und in Überschwemmungsgebieten kann nicht ausgeschlossen werden!
Quelle: bund.net/service/publikationen/detail/publication/handlungsleitfaden-fuer-das-gruene-band

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


 Antworten

 Beitrag melden
02.04.2020 15:07 (zuletzt bearbeitet: 02.04.2020 16:21)
#11
avatar

Hallo,
ich glaube wenn man auf dem ehemaligen Kolonnenweg bleibt, kann nichts passieren. Ansonsten bin ich der Meinung, könnte
noch hier oder da eine Mine liegen, wie schon beschrieben in vormals schwierigen Geländeabschnitten.
Gruß Frank
PS: Ist natürlich eine reine Spekulation von mir.


 Antworten

 Beitrag melden
02.04.2020 15:39
avatar  Fall 80
#12
avatar

Zitat von 94 im Beitrag #10
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #7
Im Bestand der GT befanden sich:
...
1.120 Überraschungsminen
...
Und diese tauchen dann heute noch überraschend auf *ironisch_frag*
Na wie auch immer, lieber zur Frage von Gert in #8
Auf dem ehemaligen Kolonnenweg isses wohl so ziemlich sicher. Ansonsten dürfte der 6 Jahre alte Handlungsleitfaden vom BUND wohl noch aktuell sein, ich zitiere ...

Die Begehung des Grünen Bandes ist abseits des Kolonnenweges aufgrund der Minenproblematik in manchen Abschnitten noch lebensgefährlich. Der ehemalige Grenzstreifen gilt laut offiziellen Angaben der Bundesregierung (Bundesverteidigungsministerium) als „nach menschlichem Ermessen minenfrei“. Laut Gutachten des Thüringer Landwirtschaftsministeriums 2012 gibt es 42 Einzelflächen mit erhöhtem Minenrestrisiko im thüringischen Grünen Band. Zusammen machen sie 25 Kilometer aus, die durch Beschilderung entsprechend gekennzeichnet sind. Das vereinzelte Vorhandensein von übriggebliebenen Minen – vermisst werden bundesweit noch ca. 15.000 Minen – insbesondere in schwer zugänglichem Gelände, an Steilhängen und in Überschwemmungsgebieten kann nicht ausgeschlossen werden!
Quelle: bund.net/service/publikationen/detail/publication/handlungsleitfaden-fuer-das-gruene-band


Bei meinen Wanderungen habe ich solche Warnungen schon öfters gesehen.

Da stehen große Schilder mit Erklärungen über Sperranlagen, Flora und Fauna und ganz unten rechts oder links in der Ecke ein unscheinbares Schild mit der Warnung vor Minen. Das kann angesichts der Gefährdung auch besser gemacht werden.

Uli


 Antworten

 Beitrag melden
02.04.2020 17:08
avatar  Gert
#13
avatar

Zitat von 94 im Beitrag #10
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #7
Im Bestand der GT befanden sich:
...
1.120 Überraschungsminen
...
Und diese tauchen dann heute noch überraschend auf *ironisch_frag*
Na wie auch immer, lieber zur Frage von Gert in #8
Auf dem ehemaligen Kolonnenweg isses wohl so ziemlich sicher. Ansonsten dürfte der 6 Jahre alte Handlungsleitfaden vom BUND wohl noch aktuell sein, ich zitiere ...

Die Begehung des Grünen Bandes ist abseits des Kolonnenweges aufgrund der Minenproblematik in manchen Abschnitten noch lebensgefährlich. Der ehemalige Grenzstreifen gilt laut offiziellen Angaben der Bundesregierung (Bundesverteidigungsministerium) als „nach menschlichem Ermessen minenfrei“. Laut Gutachten des Thüringer Landwirtschaftsministeriums 2012 gibt es 42 Einzelflächen mit erhöhtem Minenrestrisiko im thüringischen Grünen Band. Zusammen machen sie 25 Kilometer aus, die durch Beschilderung entsprechend gekennzeichnet sind. Das vereinzelte Vorhandensein von übriggebliebenen Minen – vermisst werden bundesweit noch ca. 15.000 Minen – insbesondere in schwer zugänglichem Gelände, an Steilhängen und in Überschwemmungsgebieten kann nicht ausgeschlossen werden!
Quelle: bund.net/service/publikationen/detail/publication/handlungsleitfaden-fuer-das-gruene-band

Die Zahl der Vermissten Minen finde ich beachtlich, an solch viele habe ich nicht gedacht.

Warum muss es uns eigentlich noch besser gehen, wenn es uns gut geht?

*Hubert Joost

 Antworten

 Beitrag melden
02.04.2020 17:43
avatar  Lutze
#14
avatar

Wieviele Menschen hätte man mit diesen ganzen Minendreck verstümmeln oder sogar töten können,
und das in einem sozialistischen Land,traurig
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


 Antworten

 Beitrag melden
02.04.2020 18:06 (zuletzt bearbeitet: 02.04.2020 18:17)
#15
avatar

Zitat von Gert im Beitrag #8
Findet man heute noch einzelne Minen die beim Räumen nicht gefunden wurden und sind Unfälle mit solchen Minen passiert ( Spaziergänger ?)
Die letzten Funde:
August 2010, Schalkau/Froschgrund, PMN
April 2014,Neuhaus-Schierschnitz, Reste einer PMN ohne Zünder

Zur Problematik Minengefahr:
http://www.cold-war.de/showthread.php/47...ull=1#post25601
http://www.cold-war.de/showthread.php/43...he-Grenze/page4
http://www.cold-war.de/showthread.php/47...ght=Minengefahr

Minen am "Grünen Band" in Thüringen
ff
Insbesondere Beitrag 5.

Wenn es wirklich noch 15000 Minen sein sollten, müsste es immer mal zu Auslösungen durch Wild kommen bzw. noch viel mehr gefunden werden.

Eines ist Fakt:
Unabhängig davon wirds auch nach einer erneuten Suchanktion, so diese kommen sollte, keine 100 % Sicherheit geben.

P.S.: Es gibt auch anderweitig in Deutschland noch Minenfelder.

"Mobility, Vigilance, Justice"

 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!