Helmut Kohl - ein deutscher und europäischer Patriot

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17.06.2017 00:53
#1
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Zitat von Hanum83 im Beitrag wieder einer von uns gegangen
Wir waren eigentlich nichts anderes als eine Sowjetische Kolonie, er hat uns da mit seinem internationalen Gewicht rausgeführt.
Ich möchte das aber nun auch nicht in einem Thema wo Pietät herrschen sollte ausdiskutieren.
Für mich hat er die Freiheit gebracht mit der Einheit und gut.
Schreiben und Debatieren wir darüber in diesem Thema!
Zitat von Zange im Beitrag wieder einer von uns gegangen
Er hatte halt das Glück, zur Zeit der Einheit als längster westlicher Staatsmann im Amt gewesen zu sein. Das hat der Einheit natürlich sehr geholfen.

Man hört es vielleicht raus, ich bin kein Fan von ihm, aber er hat natürlich seine Verdienste.

Aber eben kein Vergleich zu Helmut Schmidt.

Er möge dennoch in Frieden ruhen.
Helmut Schmidt war vom Nato- Doppelbeschluss überzeugt.

Er kannte die Standorte der „SS 20“ und glaubte daher Breschnew nicht, der ein Gleichgewicht als gegeben betrachtete.

Nachrüstung nur, wenn Verhandlungen scheitern.

Die Umsetzung des Nato-Doppelbeschlusses gegen alle Widerstände war auf Grund sowjetischer Hochrüstung ein notwendiges Übel.

Helmut Schmidt beeinflusste mein Politikverständnis. Der Doppelbeschluss führte zum Sturz von Schmidt, weil weite Teile der eigenen Klientel
dem Initiator die Gefolgschaft verweigerten.

Anderenfalls wäre Schmidt Kanzler der Einheit geworden.

Helmut Kohl setzte den von seinem Vorgänger initiierten Beschluss zur Nachrüstung um.

Er konnte zupacken, war kein Zögerer oder Zauderer, als Mann der Stunde setzte er seinen nicht abgesprochenen Fahrplan zur deutschen Einheit
zielstrebig gegen Bedenken, Widerstände von François Mitterrand und Margaret Thatcher um.

Hilfreich war sein Naturell, mit Politikern aller Couleur rasch eine persönliche, annähernd freundschaftliche Beziehung zu knüpfen!

Möge er in Frieden ruhen!

Auf eine erfrischend belebende Diskussion!

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"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner!
Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”
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17.06.2017 01:26
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#2
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Ich war am überlegen einen Diskussionsthread zu eröffnen, denn ich hatte ja mehr als R.I.P. zu sagen und da ist der Thread schon da ;-)

Daher bin ich mal so frech und kopiere einfach meinen Text aus dem R.I.P. Thread hier rein.


Ich weiss nicht wo ich anfangen soll, so einfach "Ruhe in Frieden", ist mir zu wenig und seiner unwürdig.
Seiner unwürdig sind auch alle die Leute, vorallem Politiker, die ihn damals nicht schnell genug loswerden konnten und seit heute Grussadressen ins Universum plärren, eigentlich aber ihre verlogenen Mischer dicht machen müssten.

Erstmal will ich sagen, er kann froh sein, dass er das Elend, was er mit "seinem Mädchen" angerichtet hat, nicht mehr bis zum Ende mit ansehen muss.
Ich frage mich oft wenn ich auf Helmut Kohl stoße, WAS hat ihn damals geritten ausgerechnet diese Person so zu fördern, einem Mann wie ihm muss doch ihre Vita aufgestossen sein, denn als sie in der CDU ankam, hatte sie bereits ihre 3. Wendung hinter sich, mittlerweile ist sie bei der 5., bin schon gespannt auf die 6. und 7.

Ging es ihm einzig um die Wählerstimmen im Osten, um die CDU zu stärken und an der Macht zu halten, waren ihm seine eigenen Parteigenossen zuwider, oder war da noch etwas ganz anderes?
Ich mag ihm all seine Aussagen und Versprechungen verzeihen, doch Merkel ist unverzeihlich und ich bin mir sicher, auch wegen seiner Aussage "die macht mir mein Europa kaputt", er hat dies längst tief bereut.

Kohl war für mich immer ein autentischer Mann, ehrlich, sofern man in der Politik von Ehrlichkeit sprechen kann, offen, ein Mann der seine Emotionen auch gezeigt hat, die gewiss keine Show waren.
Er war für mich einer der letzten Konservativen, die ihren Namen verdienten, ein bodenständiger Christdemokrat Deutschlands, der meinen vollen Respekt bis heute nicht verloren hat, ganz im Gegensatz zu all denen, die sich noch heute Christdemokraten Deutschlands nennen, dessen aber längst nicht mehr würdig sind, weder Christen, noch Demokraten und schon gleich garnicht für Deutschland.
Trotz aller Fehler die er hatte und machte, trotz aller Verfehlungen, solche Politiker bekommen wir nicht wieder.
Heute sind wir umgeben von Platzhaltern, die ihm nie das Wasser reichen können.
Ist in der SPD, im Vergleich zu Helmut Schmidt, ja nichts anderes.

Trotz all dem was nach der Wende passierte, all dem Elend, all dem Frust für uns im Osten bis in die heutige Zeit, die Träume vieler zu Albträumen wurden, verhungern musste jedoch niemand, Kohl ist ein Hauptbaustein dafür, dass die Grenze an der wir dienen mussten, heute nur noch in den Geschichtsbüchern steht.
Und auch wenn ich heute, mehr aber aus der aktuellen politischen und sicherheitspolitischen Lage heraus, nicht abgeneigt wäre wieder einen Schutzwall zu bauen, die Vereinigung Deutschlands ist und bleibt ein einmaliges Erlebnis an der wir teilhaben durften, teils aktive "Mittäter" waren und trotz aller Konflikte und Reiberreien, die teils bis heute bestehen, war das ein grosses Geschenk, was ohne Kohl vielleicht nicht so einfach möglich gewesen wäre und mit heutigen Politikern wohl auch nie möglich geworden wäre, oder wenn, dann nur als EU Mitglied.

Wie auch immer, ich wünsche ihm eine gute Reise, seinen Platz in den Geschichtsbüchern hat er sicher und er wird mir trotz aller Probleme, positiv und als Mensch in Erinnerung bleiben.

Und all das sage ich, als ehemaliger Grenzer,
als ehemaliger hauptamtlicher FDJ Sekretär,
als ehemaliges SED Mitglied,
als IM des MfS, der die bekämpfte, die noch heute unser Land zerstören wollen, die Anarchisten, die sich Linke/Antifa nennen aber keine sind,
als Einer, dem die Einheit nicht vordergründig war, sondern die Reformierung der DDR zu einem freien demokratischem Staat mit echter sozialer und ökologischer Marktwirtschaft,
aber, und das ist mir wichtig, vorallem als Mensch.

Ruhe in Frieden Helmut Kohl


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17.06.2017 01:46
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#3
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Ich denke das Helmut Kohl, wenn ich mal seine politischen Aufgaben ausblende und ihn rein als Zivilist nehme, ein sehr offener und herzlicher Mensch war.
Das er mit vielen anderen Politikern gut konnte, ist auf sein offenes Naturell zurückzuführen an dem ich nie Zweifel hatte und was ihn für mich auch als Mensch auszeichnete und sympatisch machte.
Es ist zwar ein komischer Vergleich, aber für mich ist das ein bischen vergleichbar, wie ich z.B. zu meinem Senior Chef stehe.
Mein Senior Chef ist geschäftlich ein harter Hund, ein Halsabschneider, ein Kapitalist wie er im Buche steht, der mir nichts schenkt, muss man wohl auch in dem Geschäft sonst überlebt man nicht.
Aber ich kann, wenn ich mit ihm im Gespräch bin, all das ausblenden und rein menschlich, kommen wir prima miteinander klar und liegen auf einer Wellenlänge.
Davon kann ich mir nichts kaufen, er auch nicht, denn auch ich bin sehr eigen und zickig und habe meine Prinzipien die seinem Geschäftsgebahren nicht immer positiv gegenüber stehen, aber gerade auch das macht uns gegeneinander/miteinander berechenbar und gibt Sicherheit auf beiden Seiten.

So ähnlich gehts mir mit Kohl.
Ich habe die CDU nie gewählt, ich bin Atheist und im Kern Linker und damals als er noch wählbar war, hatte ich eh kein Interesse an Politik.
Rein als Mensch zu Mensch, sah ich Kohl aber immer positiv und wenn er heute noch zur Wahl stehen würde und die CDU heute noch dort wäre wo sie damals war, könnte ich mein Kreuz bei Kohl machen und würde es eher dort machen als bei irgendwelchen die sich Linke nennen, für mich aber längst keine mehr sind.

Für mich war Helmut Kohl ganz klar ein deutscher und europäischer Patriot und Politiker, auch wenn er viele Fehler gemacht hat, manche Weichen falsch gestellt, man sollte jedoch das ganze Werk betrachten und das stellt sich für mich positiv dar.


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17.06.2017 12:16
avatar  TOMMI
#4
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Jetzt möchte ich meinen Senf dazugeben.
Ja, wo fange ich an? Ich habe Kohl immer äußerst kritisch gesehen und habe (seit ich es theoretisch konnte) nie CDU
gewählt, da mein politisches Herz (übrigens bis heute noch, hat aber nichts mit der heutigen SPD zu tun) sozialdemokratisch
schlägt. Ich freute mich auch, als es Schröder schaffte, das im wahrsten Sinne des Wortes Schwergewicht aus dem Weg zu räumen.
Dass die Sache an die Wand gefahren wurde, steht auf einem anderen Blatt.

Doch bei aller Kritik und allem Mist, den er verzapft hat, er hat unbestreitbare Verdienste, die ihm niemand streitig machen kann und
mit denen er am ehesten der Nachwelt erhalten bleibt.
Übrigens, bei allem, was sein "Mädchen" heutzutage so abliefert, ertappe ich mich bei dem Gedanken, ihn fast schon wieder gut zu finden.
Denn er war etwas, was heute immer seltener wird: eine politische Persönlichkeit.

Wie sehr Deutschland im Ausland mit der Person Kohls assoziert war, bemerkte ich bei einem Urlaub in London im Jahre 2000 (als bekanntlich
schon Schröder 2 Jahre im Amt war).
Ich ging in ein Geschäft und fragte nach irgend was. Ich muss wohl ganz gut Englisch gesprochen haben, allerdings bemerkte der Verkäufer
an meiner Aussprache, dass ich kein Brite war. Allerdings hielt er mich fälschlicherweise für einen Amerikaner.
Es entwickelte sich folgender kleiner Dialog:
Er: "You're from the states?"
Ich: "No, from germany."
Er: "A - germany! Big fat man - Helmut Kohl !"

EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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17.06.2017 17:56
#5
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Ich überlege gerade: "europäischer und deutscher Patriot" geht das überhaupt? Ist das nicht ein Gegensatz?
Theo


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17.06.2017 19:33
avatar  TOMMI
#6
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@eisenringtheo , "Patriot" kommt von Patria = Vaterland. Ergo ist ein Patriot jemand, der sein Vaterland liebt. Nur ein Kontinent kann kein Vaterland in dem Sinne sein, sondern das Vaterland ein Teil des Kontinentes.
Nur meine ich, dass wir hier nicht um des Kaisers Bart streiten sollten. Die Überschrift ist schon so ok, wie sie ist. Sie verbindet das Wirken für das Land mit dem für ganz Europa.

EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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17.06.2017 19:54
avatar  Mike59
#7
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #5
Ich überlege gerade: "europäischer und deutscher Patriot" geht das überhaupt? Ist das nicht ein Gegensatz?
Theo

Ansich ist es ein Gegensatz.
Aber, da er alles nur gemacht hat, damit es Deutschland gut geht (der Plan ist bisher aufgegangen), passt es.
Euro Zone - Profiteur = Deutschland
Schengen Zone - Profiteur = Deutschland
Osterweiterung - Profiteur = Deutschland

Auf den Weg gebracht maßgeblich durch die Bundesregierung unter Kohl = Patriot


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17.06.2017 21:04
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#8
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( gelöscht )

Ich sehe da bis auf das Förmliche, was TOMMI ansprach, keine zwingenden Gegensätzlichkeiten.
Man darf dabei aber eines nicht machen, Europa als Konstrukt aus Brüssel zu betrachten, sondern Europa als Kontinent und dem friedlichen Zusammenleben viele souveräner Nationalstaaten in einem Interessenverbund.

Kohl war wohl einer, so zumindest mein Eindruck, dem es nicht um das Monster aus Brüssel ging, um den Einheitsbrei der heute angestrebt wird, sondern um das gute Zusammenleben und um den Nutzen den alle daraus ziehen können.

Ich bin auch für Europa, ich bin aber nicht für Brüssel, ich bin für ein Europa souveräner Nationalstaaten, die offen und friedlich zusammenleben, Handel betreiben, voneinander profitieren, gegeneinander helfen, einfach eine gute Hausgemeinschaft im Haus Europa und das war meiner Meinung nach auch Kohls europäischer Gedanke.
Das ist übrigens auch eine Art Multikulti, dazu muss man keine Kulturen einbürgern die Europa völlig fremd sind.

Die Begriffe können also gut zusammenpassen, der Widerspruch entsteht erst wenn man es so macht wie Merkel, Junker, Schulz und Co.


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17.06.2017 21:25 (zuletzt bearbeitet: 17.06.2017 21:26)
avatar  josy95
#9
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Der russische Präsident Wladimir Putin kondolierte dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und der Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich des Todes von Altkanzler Helmut Kohl. Dabei äußerte er seine Bewunderung für den verstorbenen Politiker.

(Zitat W. Putin): Ich hatte das Glück, mich mit Helmut Kohl unterhalten zu können. Ich war aus tiefstem Herzensgrunde begeistert von seiner Weisheit und seiner Fähigkeit, selbst in kompliziertesten Situationen ausgewogene, weitsichtige und weitreichende Entscheidungen zu treffen. In Russland wird er als prinzipieller Anhänger freundschaftlicher Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern in Erinnerung bleiben, der einen immensen Beitrag zur Stärkung der bilateralen Partnerschaft und guten Nachbarschaft geleistet hat.

In diesen Worten brachte Wladimir Putin in seiner Kondolenzadresse an Deutschlands Bundespräsidenten und die Kanzlerin sein Beileid zum Ausdruck.

Dem ist nu eins hinzuzufügen.

Möge sich die aktuelle deutsche Politik gegenüber Rußland der Politik von Helmut Kohl besinnen, und sich nicht zur willenlosen Marionette der US- und anderer russlandfeindlicher Politik machen...!
Es ist auch bezeichnend für die aktuelle USA- Politik, das der amtierende Präsident D. Trump erst sehr verspätet konduliert hat. Zeitlich sehr verspätet u.a. auch nach seinen noch lebenden Amtsvorgängern und politischen Weggefährten Helmut Kohls....

Auch wenn Helmut Kohl als Mensch und Politiker nicht unbedingt mein Favorit war, aber u. a. die Außenpolitik, die er mitbestimmt hat, war wesentlch maßvoller und ausgewogener, den deutschen Interessen förderlich.

Möge auch er in Frieden ruhen.

josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...


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17.06.2017 22:25
avatar  Mike59
#10
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Na josy, da hat Putin aber extrem geschleimt.

Helmut hat auch mal das gesagt.

Zitat
„Er ist ein moderner kommunistischer Führer, der sich auf Public Relations versteht. Goebbels, einer von jenen, die für die Verbrechen der Hitler-Ära verantwortlich waren, war auch ein Experte für Public Relations.“ – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/27807862 ©2017


Und damit war Putin nicht gemeint.


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17.06.2017 23:40
avatar  josy95
#11
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Zitat von Mike59 im Beitrag #10
Na josy, da hat Putin aber extrem geschleimt.

Helmut hat auch mal das gesagt.

Zitat
„Er ist ein moderner kommunistischer Führer, der sich auf Public Relations versteht. Goebbels, einer von jenen, die für die Verbrechen der Hitler-Ära verantwortlich waren, war auch ein Experte für Public Relations.“ – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/27807862 ©2017

Und damit war Putin nicht gemeint.

... @Mike59 ,

das kam aber damals gar nicht so gut rüber!

Und wer weiß, welchem "guten Berater" Helmut Kohl seiner Zeit aufgesessen ist..., der in diese Worte förmlich in den Mund gelegt hat...! In der realen Politik auch nix Neues!

Aber immer noch moderater, wie die schleichende und erhebliche Mißstimmung unter den Russen hervorrufende Nato- Osterweiterung, die eigentlich, von Kohl und Gorbatschow ausgehandelt, so nicht stattfinden sollte. Im Grunde eine eiskalte Provokation gegen Rußland.
Und anders gesagt, selbst ein moderater US- Präsident wie B. Obama hätte sich sowas von einem anderen (Militär-) Bündnis vor seiner Haustür nicht gefallen lassen!

Übrings hat ein anderer deutsche Bundeskanzler, nämlich Kohl´s Nachfolger G. Sch. auch gesagt, Putin wäre ein lupenreiner Demokrat!

Was ich bei aller Symphatie auch bezweifele. Denn kaum ein Politiker und gerade in der heutiogen Zeit, ist ein lupenreiner Demokrat!!!


Politiker sabbeln viel, vor allem auch dummes Zeug...

Dazu hatten und haben alle Politiker ihre ihre politischen -oder was auch immer-Leichen im Keller...

josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...


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18.06.2017 09:07 (zuletzt bearbeitet: 18.06.2017 09:39)
avatar  Tobeck
#12
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Zitat von josy95 im Beitrag #11

Aber immer noch moderater, wie die schleichende und erhebliche Mißstimmung unter den Russen hervorrufende Nato- Osterweiterung, die eigentlich, von Kohl und Gorbatschow ausgehandelt, so nicht stattfinden sollte.


Ausgehandelt war da in diesem Punkt gar nichts, bis auf das, was im Zwei-plus-Vier-Vertrag steht, und der wird bis heute bis ins Detail eingehalten.


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18.06.2017 09:27
avatar  Marder
#13
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Das Einzige was dahingehend ausgehandelt bzw. vereinbart ist und war, dass keine Natotruppen dauerhaft im Gebiet der ehemaligen DDR stationiert werden.
Dies wird auch bis heute eingehalten.
MfG Marder

Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.


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18.06.2017 09:53
avatar  Alfred
#14
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Marder,

Gorbatschow hat damals nicht auf seine Militärs gehört. Die haben eindringlich darauf hingewiesen, einiges festzuschreiben. Aber Gorbatschow wusste ja alles besser.


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18.06.2017 10:05
avatar  ( gelöscht )
#15
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( gelöscht )

Gorbatschow war so eingelullt worden, von dem gemeinsamen Haus Europa, das er sich nicht vorstellen konnte,
das wenige Jahre später schon wieder die Ketten deutscher Panzer an der Grenze rasseln würden.
er hätte es besser wissen müssen.


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