StVE Bautzen II

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10.05.2017 21:00 (zuletzt bearbeitet: 10.05.2017 21:45)
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#1
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Da es in der Diskussion um die StVE Bautzen zu Unklarheiten kam, möchte ich dazu einiges richtigstellen.
Bautzen I und II unterstanden der Verwaltung Strafvollzug des MdI, also dem Verantwortungsbereich von Friedrich Dickel.
Richtig ist, dass sich in Bautzen II i.d.R. Inhaftierte befanden, deren Straftaten durch das Untersuchungsorgan des MfS bearbeitet wurden. Meist also Spione, Saboteure, Kriegsverbrecher, Terroristen, Schleuser, Mörder, oder ausgewählte politisch Inhaftierte u.a. Ca. die Hälfte der Insassen waren keine DDR-Bürger.
Daraus ergab sich ein nachvollziehbares operatives Interesse des MfS, dass darin mündete, dass beispielsweise der Leiter der StVE OibE des MfS war. Daneben war in Bautzen II auch ein Offizier für Sonderaufgaben der HA IX des MfS tätig und von einer inoffiziellen Anbindung von bestimmten dort tätigen SV-Angehörigen an das MfS kann ausgegangen werden. Der OfS koordinierte beispielsweise die Kontakte der ausländischen Insassen mit ihren diplomatischen Vertretungen, bei ihm liefen besondere Vorkommnisse zusammen usw. Das alles hätte man logischerweise nicht gebraucht, wenn Bautzen II eine Anstalt des MfS gewesen wäre.


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10.05.2017 21:24
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#2
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Wisst ihr was..
mich interessiert es eigentlich nicht die Bohne, ob irgendeine JVA (oder StVE oder Knast oder Bau oder oder, wie belieben..) von MfS- Bediensteten oder MdI- Bediensteten oder vom VKSK betrieben und bewacht wurde und was die im Ausweis stehen hatten..
Entscheidend ist, dass man schlicht weggesperrt werden konnte, weil man die Idee hatte, das Land DDR zu verlassen..
Ein Unding.. eine Schande..
..und dass das heute noch jemand gut findet und verteidigt..

Siggi
(ehemals treudoofer DDR- Bürger, der aber später nachgedacht hat..)


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10.05.2017 21:37 (zuletzt bearbeitet: 10.05.2017 21:40)
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#3
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Ich stimme da mit Dir überein, dies war kein Ruhmesblatt der DDR-Geschichte und hier hätte es statt repressiver einer politischen Lösung bedurft.
Allerdings kann man Bautzen nicht darauf reduzieren. Hier saßen nicht wenige Straftäter ein, die aufgrund ihrer Straftaten auch in anderen zivilisierten Ländern eingesessen hätten. Nicht umsonst gibt es Straftäter, die schon zu DDR-Zeiten dort einsaßen und sich noch immer oder wieder im Strafvollzug befinden.


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10.05.2017 21:58
#4
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Tja, @der alte Grenzgänger , man kann es sich auch einfach machen. So geht es auch

Kein Staat ist 100%. Jedes Land macht Fehler. Auch die Bundesrepublik und die DDR waren nicht fehlerfrei und vieles war und ist kritikwürdig. Aber es sollte doch bei einer gegenseitigen Aufarbeitung bleiben. Die BRD in den rosaroten Himmel heben und die DDR zu verteufeln ist auf keinen Fall die richtige Lösung. Man sollte sich schon an Fakten, Dokumenten, echten Zeitzeugen um Zeitgeschichte aufzuarbeiten.


passport


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10.05.2017 22:18 (zuletzt bearbeitet: 10.05.2017 22:21)
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#5
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Zitat von passport im Beitrag #4

Kein Staat ist 100%. Jedes Land macht Fehler.
Auch die Bundesrepublik und die DDR waren nicht fehlerfrei und vieles war und ist kritikwürdig.

Aber man wurde in der Bundesrepublik nicht eingesperrt, wenn man seine Kritik lauthals äußerte und wenn
man es vorzog das Land zu verlassen, um anderswo zu leben, kam man auch nicht ins Gefängnis.

Im Gegensatz zur DDR konnte ich in der Bundesrepublik essen und trinken was mir schmeckte,
lesen was mich interessierte, sagen was ich dachte und gehen wohin ich wollte.


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10.05.2017 22:27 (zuletzt bearbeitet: 10.05.2017 22:32)
#6
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Keiner in der DDR ist verhungert und verdurstet. Im Gegensatz zu heute wo die Suppenküchen, äääh Tafeln, immer mehr zunehmen.
Kritik konnte man äussern, an der richtigen Stelle. Haben hundertausende Bürger gemacht, nannte sich Eingaben. Die BRD hat kritische Geister in den 50 und 70ziger Jahren aus den öffentlichen Dienst gejagt bzw. verurteilt.
Auswandern sind auch 2 Seiten einer Medaille. Eine Seite ist das man die Zahlen der Erwerbslosen nach unten korregieren kann.

passport


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10.05.2017 22:37
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#7
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Naja Passport,Deine Meinung sei Dir unbelassen....und gut ists,nur sollte man sich nicht in den Stand erheben zu befinden wer ein Land wann und warum verlassen moechte,gegebenenfalls zurueckkommt,seine eigene Familie besuchen kann wie man mag und ueberhaupt selbst darueber entscheiden kann,wo man wohnen,arbeiten oder leben moechte....
Mit dem Wort Freiheit kann man schon etwas anfangen!
Soll ja Leuts geben,die damit nicht so viel anfangen koennen,hab ich in einem Video gesehen!!!
Meine Kollegen sind heute Iraker,Afganen,Daenen,Schweden, Norweger,Russen,Afrikaner,Karibiens, etc.....und das ist gut so!
Sodann...
Gruss EX BO


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10.05.2017 23:33
avatar  vs1400
#8
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Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #2
Wisst ihr was..
mich interessiert es eigentlich nicht die Bohne, ob irgendeine JVA (oder StVE oder Knast oder Bau oder oder, wie belieben..) von MfS- Bediensteten oder MdI- Bediensteten oder vom VKSK betrieben und bewacht wurde und was die im Ausweis stehen hatten..
Entscheidend ist, dass man schlicht weggesperrt werden konnte, weil man die Idee hatte, das Land DDR zu verlassen..
Ein Unding.. eine Schande..
..und dass das heute noch jemand gut findet und verteidigt..

Siggi
(ehemals treudoofer DDR- Bürger, der aber später nachgedacht hat..)


dessen bist du dir sicher, Siggi?

es gab auch welche die warten konnten und dann den tag erlebten,
ohne großartig aufmerksam zu werden.



gruß vs

04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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10.05.2017 23:49
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#9
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Zitat von passport im Beitrag #6
Keiner in der DDR ist verhungert und verdurstet. Im Gegensatz zu heute wo die Suppenküchen, äääh Tafeln, immer mehr zunehmen.
Kritik konnte man äussern, an der richtigen Stelle. Haben hundertausende Bürger gemacht, nannte sich Eingaben. Die BRD hat kritische Geister in den 50 und 70ziger Jahren aus den öffentlichen Dienst gejagt bzw. verurteilt.
Auswandern sind auch 2 Seiten einer Medaille. Eine Seite ist das man die Zahlen der Erwerbslosen nach unten korregieren kann.

passport




Das mit der Kritik war schon so eine Sache....
Die berühmten Eingaben, bis zur Staatsratseingabe. Bei Wohnungsproblemen etc. konnte man das machen. Nur hat sich wirklich etwas geändert?
Ich stelle mir gerade vor, ich übte Kritik über eine überalterte Staatsführung, über die Berichterstattung der Presse mit 120% Planerfüllung oder auch über das Grenzregime....
Was glaubts Du in wessen Fadenkreuz ich gekommen wäre?

Aber in einem hast Du Recht, es gab keinen Hunger und keine Arbeitslosigkeit.


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11.05.2017 00:13 (zuletzt bearbeitet: 11.05.2017 00:14)
avatar  andyman
#10
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Offizielle Arbeitslose gab es so nicht,entlassene Straftäter wurden z.T.aber in Betrieben untergebracht die sie nicht haben wollten,die sich aber der Staatsgewalt fügen und sie als Hilfskräfte einstellen mussten.Die Ausfallquote sprich Krankenstand war dabei exorbitant hoch und Brigaden mit derartigen Mitarbeitern nur zu bedauern.
In meiner Verwandtschaft hatte ich einen Betriebsleiter eines Schlachthofes, der in regelmäßigen Abständen solche versteckten Arbeitslosen zugewiesen bekam und sich nicht dagegen wehren konnte.Er beschrieb einige Mitarbeiter als Karteileichen die sogutwie niemand kannte in seinem Betrieb,aber nicht als arbeitslos galten.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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11.05.2017 06:10 (zuletzt bearbeitet: 11.05.2017 06:17)
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#11
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Zitat von passport im Beitrag #6
Keiner in der DDR ist verhungert und verdurstet. Im Gegensatz zu heute wo die Suppenküchen, äääh Tafeln, immer mehr zunehmen.
Kritik konnte man äussern, an der richtigen Stelle. Haben hundertausende Bürger gemacht, nannte sich Eingaben. Die BRD hat kritische Geister in den 50 und 70ziger Jahren aus den öffentlichen Dienst gejagt bzw. verurteilt.
Auswandern sind auch 2 Seiten einer Medaille. Eine Seite ist das man die Zahlen der Erwerbslosen nach unten korregieren kann.

passport




Hast du irgendein reales Beispiel wo hierzulande jemand aus purem Geldmangel verhungert und verdurstet ist?
Ich weiß, soll nicht immer so dumm fragen, aber da muss ich doch mal.


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11.05.2017 07:07
avatar  Pit 59
#12
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Es stimmt erst mal,in der DDR musste niemand Hunger Leiden,und es stimmt auch das Tafeln und Suppenküchen Heute zunehmen,aber hat von Euch einmal Live jemand gesehen was die Bedürftigen Dienstags und Freitags in Ihre Taschen gepackt bekommen und nach Hause schleppen ?? Fakt ist, das das kein anderer in der Woche Einkauft.
Ich möchte auf keinen Fall alle in einen Topf schmeissen,aber ein Grossteil von denen welche an der Tafel stehen sind selber Schuld.


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11.05.2017 07:46
#13
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #12
Es stimmt erst mal,in der DDR musste niemand Hunger Leiden,und es stimmt auch das Tafeln und Suppenküchen Heute zunehmen
Ohne Geld , aus welchen Gründen auch immer, hat dir auch in der DDR keiner was geschenkt. Natürlich ist es traurig, dass man heutzutage evtl. die Tafel o.ä. braucht. Sowas gab es zu DDR-Zeiten aber meines Wissens nach nicht. Was ist denn nun humaner?

Démerde-toi !


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11.05.2017 07:55
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#14
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( gelöscht )

Thema Tafeln, Geldmangel, Suppenküchen, etc. sind ein anderes Thema.

Hat nichts mit Bautzen II zu tun!.

MfG Berlin


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11.05.2017 08:00
avatar  Pit 59
#15
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Kann man so nicht sagen,denn z.B. Geldmangel kann einem in die Kriminalität treiben,und schwups ist Bautzen wieder aktuell


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