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#1

Wer erhielt Personenschutz ?

in DDR Staat und Regime 04.05.2017 13:38
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Eine Frage, die sich mir gerade stellt:

Wer erhielt in der DDR eigentlich Personenschutz?

Haben ALLE Mitglieder des Politbüros Personenschutz "genossen".
Soll heißen, nicht nur Standposten vor den Wohnungen (sofern man nicht in Wandlitz wohnte), sondern ständige Begleiter, so wie es heute
der Fall ist ?
Wir war das mit den hohen Militärs?
Der gerade verstorbene AG Keßler z.B., hatte auch dieser einen eigenen Personenschützer ?

Gruß Frank



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#2

RE: Wer erhielt Personenschutz ?

in DDR Staat und Regime 04.05.2017 13:42
von Alfred | 7.731 Beiträge | 3086 Punkte
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Keßler hatte als Mitglied des Politbüros Fahrer und Beifahrer. Die durften auch auf ihn aufpassen, mehr war da nicht. Also keine extra Fahrzeuge. Die stellv. des Ministers einfach "nur" Fahrer.

In Strausberg, wo der Minister wohnte, wurde das entsprechende Wohngebiet durch Fallschirmjaeger gesichert. Das Wohngebiet war aber für jeden frei zugänglich, sprich, man konnte bis an die Zäune der Häuser ran und den Posten guten Tag sagen.



Signalobermaat hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.05.2017 13:45 | nach oben springen

#3

RE: Wer erhielt Personenschutz ?

in DDR Staat und Regime 04.05.2017 13:53
von Zkom IV | 422 Beiträge | 597 Punkte
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Das bedeutet also, dass es einen Personenschutz, so wie er heute bei gefährdeten Personen aller Art durchgeführt wird, SO nicht gab.

Wenn also beispielsweise Herr Schabowski nach Ende der Sitzung noch in den "Paddenwirt" im Nikolai Viertel ging, um dort noch ein Bierchen zu trinken, wurde er nicht von
Sicherheitspersonal begleitet?

Gruß Frank



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#4

RE: Wer erhielt Personenschutz ?

in DDR Staat und Regime 04.05.2017 14:01
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Schabowski war ja auch MG des Politbüros und hatte seine Leute vom Personenschutz. Ob die nun immer dabei waren, kann ich nicht einschätzen. Keßler hatte ja Militärs als Fahrer und Beifahrer. Die gehörten - jedenfalls off. - nicht zur Hauptabteilung Personenschutz des MfS. Da Keßler nach einen schweren Autounfall Anfang der 70 iger Jahre nicht mehr Auto fahren konnte, nutzte er die entsprechenden Dienstfahrzeuge. Sonst haben sich er / seine Frau ganz normal bewegt.



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#5

RE: Wer erhielt Personenschutz ?

in DDR Staat und Regime 04.05.2017 14:14
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Alles klar.
Vielen Dank für Hinweise.

Gruß Frank



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#6

RE: Wer erhielt Personenschutz ?

in DDR Staat und Regime 04.05.2017 15:02
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Alfred, eine Frage zum Personenschutz. Mein Freund sah Egon Krentz sich frei bewegen, alleine mit Auto einkaufen fahren. Bekommt er heute keinen Personenschutz mehr, oder ein Jaus an der Ostsee? Oder andere noch lebende Mitglieder des ZK der SED?



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#7

RE: Wer erhielt Personenschutz ?

in DDR Staat und Regime 04.05.2017 15:02
von Lutze | 9.118 Beiträge | 5534 Punkte
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Bei etwas googlen stösst man auf die MfS Hauptabteilung Personenschutz,
diese Diensteinheit betrug 1989 etwa 3770 Mitarbeiter,
bei dieser Größenordnung werden diese Leute sicherlich noch mehr beschützt haben
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#8

RE: Wer erhielt Personenschutz ?

in DDR Staat und Regime 04.05.2017 15:18
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Wobei Du @Lutze da schon näher hinsehen und differenzieren musst. Der Nahabsicherungsbereich war nicht ansatzweise so groß. Bei PS war die Masse der Mitarbeiter nicht unmittelbar mit dem physischen Schutz der führenden Repräsentanten und deren ausländischen Gästen betraut.Ich schreibe heute Abend mal, wer im PB welchen konkreten Personenschutz hatte.



Zkom IV und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#9

RE: Wer erhielt Personenschutz ?

in DDR Staat und Regime 04.05.2017 16:54
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#10

RE: Wer erhielt Personenschutz ?

in DDR Staat und Regime 04.05.2017 17:41
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Zitat von Fred.S. im Beitrag #6
Alfred, eine Frage zum Personenschutz. Mein Freund sah Egon Krentz sich frei bewegen, alleine mit Auto einkaufen fahren. Bekommt er heute keinen Personenschutz mehr, oder ein Jaus an der Ostsee? Oder andere noch lebende Mitglieder des ZK der SED?


Heute bekommt doch keiner mehr Personenschutz. Das wurde im Rahmen der Wende eingestellt.



Fred.S. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: Wer erhielt Personenschutz ?

in DDR Staat und Regime 04.05.2017 18:03
von Fred.S. | 1.619 Beiträge | 13413 Punkte
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zu #7 Lutze, ich google nicht, meine Hände, du weißt ja, ich bin im Internet nur im Forum, und da habe ich ja euch wenn ich eine Frage habe oder was wissen möchte. Fred



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#12

RE: Wer erhielt Personenschutz ?

in DDR Staat und Regime 04.05.2017 18:35
von berlin3321 | 3.257 Beiträge | 2899 Punkte
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Fred, Egon Krenz hat in Dierhagen ein Haus. Den sieht man ab und an mal in Dierhagen oder Ribnitz.

Ich selbst hab´ihn mal beim Hafenfest in Dierhagen gesehen, ist 2, 3 Jahre her. Wimre mit Partnerin, weiß ich aber nicht mehr genau.

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !

Ein Holder geht durch dick und dünn...


Der Holder auf dem Acker, der kleine Racker schlägt sich wirklich wacker, ...
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#13

RE: Wer erhielt Personenschutz ?

in DDR Staat und Regime 04.05.2017 18:36
von Merkur | 1.217 Beiträge | 810 Punkte
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Der Schutz der führenden DDR-Repräsentanten

Die folgenden Ausführungen setzen sich mit den Grundlagen und der Organisation des Schutzes der führenden DDR-Repräsentanten auseinander. Sie machen deutlich, wie breit und umfassend das Spektrum des Personenschutzes, über den physischen Schutz der betreffenden Personen hinaus, gefasst war. Zunächst wird der betreffende Personenkreis aufgeführt, der im Sinne des Personenschutzes als führender Repräsentant betrachtet wurde Dies waren:

- der Generalsekretär des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, der Vorsitzende des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik,
- der Vorsitzende des Ministerrates der Deutschen Demokratischen Republik,
- der Präsident der Volkskammer der deutschen Demokratischen Republik
- die Mitglieder und Kandidaten des Politbüros des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands,
- die Generalsekretäre bzw. ersten Sekretäre der Zentralkomitees marxistisch-leninistischer Parteien sozialistischer Staaten,
- die Mitglieder und Kandidaten der Politbüros der Zentralkomitees marxistisch-leninistischer Parteien sozialistischer Staaten,
- die Vorsitzenden und Generalsekretäre bzw. Ersten Sekretäre marxistisch-leninistischer und anderer befreundeter Parteien nichtsozialistischer Staaten,
- die Staatsoberhäupter, Regierungschefs, Leiter von Partei- und Regierungsdelegationen, Leiter von Regierungsdelegationen und Parlamentspräsidenten anderer Staaten, die sich zeitweilig in der DDR aufhielten sowie
- Persönlichkeiten des Auslandes, bei denen das lagebedingte reale Sicherheitsbedürfnis den zuverlässigen Schutz ihrer Personen beim Aufenthalt in der Deutschen Demokratischen Republik erforderte.

Der Leiter der HA PS hatte zu sichern, dass der zuverlässige Schutz der führenden Repräsentanten unter allen Lagebedingungen gewährleistet war. In Wahrnehmung dieser Verantwortung hatte sich der Leiter der HA PS auf die Lösung folgender grundsätzlicher Aufgaben zu konzentrieren:

- Durchführung von Maßnahmen der Nahabsicherung durch den Einsatz von speziell ausgebildeten und befähigten Angehörigen des MfS als persönliche Begleiter, Mitarbeiter von Sicherungskommandos sowie Fahrer von Haupt- und Begleitfahrzeugen zur Durchsetzung des unmittelbaren physischen Schutzes.
- Gewährleistung einer optimalen und niveauvollen Betreuung und Versorgung der führenden Repräsentanten, einer allseitigen hygienischen und antiepidemischen Absicherung der Arbeits-, Wohn- und Freizeitobjekte sowie einer höchstmöglichen zuverlässigen und sicheren Funktion aller technischen Ver- und Entsorgungsanlagen.
- Aufklärung, vorbeugende Verhinderung, operative Bearbeitung und Bekämpfung von Terror- und anderen Gewaltakten im Verantwortungsbereich der HA PS.
- Sicherung der ungehinderten Bewegung der führenden Repräsentanten mittels Kraft-, Schienen- und Wasserfahrzeugen sowie Luftverkehrsmitteln durch den Einsatz moderner, den höchsten sicherheitstechnischen Anforderungen entsprechender Beförderungsmittel sowie durch die Organisation der Lage entsprechender operativer, operativ-technischer, verkehrspolizeilicher und verkehrsorganisatorischer Maßnahmen.
- Einleitung und Durchsetzung der erforderlichen operativen Sicherungs- und Betreuungsmaßnahmen in Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen unter Teilnahme führender Repräsentanten, bei Notwendigkeit in Abstimmung mit anderen Diensteinheiten.
- Gewährleistung einer durchgängigen, den Sicherheitsbedürfnissen der führenden Repräsentanten entsprechenden Sicherheit an und in Arbeits-, Wohn- und Freizeitobjekten sowie anderen zu sichernden Objekten durch die qualifizierte vorbeugende operative Aufklärungs- und Abwehrarbeit entsprechend der Verantwortlichkeit, die Durchsetzung militärisch-operativer Sicherungsmaßnahmen und deren ständige lagebedingte Präzisierung, die Einleitung von operativ-technischen Maßnahmen zur Überprüfung und Sicherung der genannten Objekte sowie eine wirksame Einflussnahme von Ordnung, Sicherheit, Disziplin und Sauberkeit in deren Verantwortungsbereich.
- Organisierung, Durchsetzung bzw. Realisierung operativer sicherungs- und Betreuungsmaßnahmen in Vorbereitung und Durchführung von Auslandsreisen führender Repräsentanten unter Beachtung der politischen Zielstellung der Reise, der Zusammensetzung der Delegation sowie der Lage im Besucherland.
- Verhinderung der Aufklärung des Sicherungs- und Betreuungssystems der HA PS durch Erziehung der eingesetzten Angehörigen zur Verschwiegenheit, Zuverlässigkeit und Wachsamkeit sowie zur Durchsetzung zweckdienlicher Maßnahmen der Geheimhaltung.
- Konsequente Erfüllung des vom Minister für Staatssicherheit bestätigten Maßnahmeplanes zur Realisierung des Komplexes „Filigran“ (Bunkerkomplex) und der dazu festgelegten Aufgaben.

Der Leiter der HA PS hatte zur Gewährleistung des zuverlässigen Schutzes der führenden Repräsentanten und der ihm daraus erwachsenden Verantwortung und Federführung mit den Leitern der anderen Diensteinheiten eng zusammenzuarbeiten. Bei notwendiger ständiger Zusammenarbeit zwischen der HA PS und anderen Diensteinheiten waren die Aufgaben der Zusammenarbeit in Koordinierungsfestlegungen konkret zu bestimmen. Über geplante Staatsfahrten und Staatssonderflüge waren die zuständigen Diensteinheiten rechtzeitig zur Einleitung erforderlicher Maßnahmen zu informieren. Der Leiter der hatte daneben zu sichern, dass zur Erfüllung der sich aus der überragenden Verantwortung ergebenden Aufgaben sowie mit den anderen Schutz- und Sicherheitsorganen und Einrichtungen sowie den gesellschaftlichen Organisationen eng und kameradschaftlich zusammengearbeitet wird. Das Zusammenwirken mit diesen Organen, Einrichtungen und Organisationen hatte in Abstimmung mit den zuständigen operativen Diensteinheiten des MfS zu erfolgen.

Die Leiter aller Diensteinheiten des MfS hatten zur Gewährleistung des zuverlässigen Schutzes der führenden Repräsentanten folgende grundsätzliche operative Aufgaben zu realisieren:

- Aufklärung, vorbeugende Verhinderung, operative Bearbeitung und Bekämpfung von Terror- und anderen operativ bedeutsamen Gewaltakten gegen die führenden Repräsentanten und deren Arbeits-, Wohn- und Freizeitobjekte sowie ständig oder zeitweilig zu sichernde Einsatzobjekte und Handlungsräume.
- Gewährleistung eines ständig aktuellen und aussagefähigen Überblicks über solche Personen, die mit Terror- und anderen bedeutsamen Gewaltakten, anonymen und pseudonymen Gewaltandrohungen, provokativ-demonstrativen Handlungen, Widerstandshandlungen sowie anderen Gewalttätigkeiten in Erscheinung getreten waren oder dazu neigen und von denen Gefahren für die Sicherheit der führenden Repräsentanten und deren Arbeits-, Wohn- und Freizeitobjekte sowie ständig oder zeitweilig zu sichernden Einsatzobjekte und Handlungsräume ausgehen können. Diese Personen waren unter operativer Kontrolle zu halten, ihr Wirksamwerden war vorbeugend zu verhindern.
- Gewährleistung der sicherheitspolitischen Eignung aller Personen, die im Zuständigkeitsbereich der HA PS eingesetzt werden sollten.
- Durchsetzung einer hohen Sicherheit und Ordnung im Verkehr mit Schusswaffen, Munition und Sprengmitteln und anderen Explosivstoffen, Giften, radioaktiven Stoffen und Kernmaterial. Verhinderung des unbefugten Besitzes, des Herstellens oder Beschaffens sowie jeglicher Form der Anwendung der genannten Mittel gegen die führenden Repräsentanten und deren Arbeits-, Wohn- und Freizeitobjekte sowie ständig oder zeitweilig zu sichernden Einsatzobjekte und Handlungsräume.
- Stabsmäßige Vorbereitung und Führung der operativen Sicherung der Veranstaltungen. Dazu war die Lage gründlich einzuschätzen, die Ziel- und Aufgabenstellungen der Sicherung exakt zu bestimmen, die Lösung der Aufgaben mit den einbezogenen Diensteinheiten abzustimmen sowie die Verantwortungsbereiche und Handlungsräume konkret festzulegen.
- Gewährleistung eines effektiven und schwerpunktmäßigen Kräfteansatzes zur Sicherung von Veranstaltungen durch die zuständigen Diensteinheiten bzw. die Partner des Zusammenwirkens in Realisierung gemeinsamer Sicherungskonzeptionen. Durch eine gründliche und aufgabenbezogene sowie taktisch kluge Schulung, Instruierung und Einweisung der Kräfte war ein hoher Grad an Handlungsbereitschaft, Handlungssicherheit und an taktisch klugem Verhalten zu erreichen sowie zur Gewährleistung eines störungsfreien Verlaufs der Veranstaltungen und damit zur Erreichung ihrer Zielstellungen beizutragen.
- Zielgerichtete Einflussnahme auf die Organe des MdI, die anderen staatlichen Organe und Einrichtungen sowie gesellschaftlichen Organisationen zur Gewährleistung einer hohen öffentlichen Ordnung und Sicherheit zur vollen Wahrnehmung ihrer Verantwortung bei der zuverlässigen Sicherung von Veranstaltungen.
- Zuverlässige Sicherung der Arbeits-, Wohn- und Freizeitobjekte der führenden Repräsentanten sowie der ständig oder zeitweilig zu sichernden Einsatzobjekte, Handlungsräume, Fahrstrecken und deren Tiefe im Verantwortungsbereich.
- Gewährleistung einer höchstmöglichen zuverlässigen und sicheren Funktion aller technischen Ver- und Entsorgungsanlagen sowie vorbeugende Verhinderung von Bränden, Explosionen, Havarien und anderen Störungen in den Arbeits-, Wohn- und Freizeitobjekten sowie den ständig oder zeitweilig zu sichernden Einsatzobjekten und Handlungsräumen im Verantwortungsbereich.
- Vorbereitung und Durchführung von Maßnahmen zur Sicherung von Reisen der führenden Repräsentanten in das nichtsozialistische Ausland bzw. in andere operativ interessierende Staaten.
- Einschätzung der Lage und ihrer Entwicklung zu den im Verantwortungsbereich aufhältigen Ausländern. Bei Besuchen ausländischer führender Repräsentanten war durch die Leiter der Diensteinheiten die vorbeugende Sicherung der im Verantwortungsbereich aufhältigen Bürger des jeweiligen Entsendestaates und der mit ihnen sympathisierenden Personen zu gewährleisten.
- Gewährleistung einer ständigen Einsatzbereitschaft Spezialisten der Diensteinheiten mit spezifischer Aufgabenstellung und ihres sofortigen Einsatzes bei Veranstaltungen auf Anforderung.

Die Leiter der Bezirksverwaltungen für Staatssicherheit hatten für den zuverlässigen Schutz der führenden Repräsentanten bei deren Aufenthalten in ihren Verantwortungsbereichen besondere Verantwortung zu tragen und zu sichern, dass darüber hinaus folgende Aufgaben realisiert wurden:

- Gewährleistung der staatlichen Sicherheit, einer hohen öffentlichen Ordnung und Sicherheit sowie Sauberkeit im Verantwortungsbereich, insbesondere in den ständig oder zeitweilig zu sichernden Einsatzobjekten und Handlungsräumen, die von den führenden Repräsentanten genutzt wurden, im Zusammenwirken mit den Bezirksbehörden der Deutschen Volkspolizei und den zuständigen staatlichen Organen, Einrichtungen und gesellschaftlichen Organisationen.
- Vorbereitung und Führung der operativen Sicherungsmaßnahmen zum zuverlässigen Schutz der führenden Repräsentanten einschließlich der operativ-technischen Sicherung der Fahrstrecken und deren Tiefe im Verantwortungsbereich.
- Einflussnahme auf die Bezirksbehörden der Deutschen Volkspolizei zur konsequenten Durchsetzung des Befehls Nr. 010/81 des Ministers der Innern und Chefs der Deutschen Volkspolizei zur „Gewährleistung einer hohen öffentlichen Ordnung und Sicherheit bei Staatsfahrten führender Repräsentanten der DDR und ihrer ausländischen Gäste“.
- Gewährleistung der vorbeugenden operativen Aufklärung und Sicherung der Umgebung der im ihrem Verantwortungsbereich liegenden Wohn- und Freizeitobjekte der führenden Repräsentanten.
- Gewährleistung der vorbeugenden operativen Aufklärung und Sicherung der Umgebung der in ihrem Verantwortungsbereich liegenden Wohn- und Freizeitobjekt der führenden Repräsentanten.
- Gewährleistung der sicherheitspolitischen Eignung aller Personen des Zuständigkeitsbereiches, die einen direkten Kontakt mit den führenden Repräsentanten und den zu sichernden Wohn- und Freizeitobjekten sowie Handlungsräumen hatten.
- Einleitung von Maßnahmen zur Durchsetzung einer hohen Sicherheit und Ordnung in den Staatsjagdgebieten und anderen Jagdgebieten mit besonderer Aufgabenstellung, insbesondere zur Verhinderung der unerlaubten Jagdausübung.
- Bereitstellung von spezifischen Kräften (TSK/Territoriale Spezifische Kräfte) entsprechend der Aufgabenstellung Verhinderung von Terror und Gewaltakten bei Veranstaltungen bzw. beim Aufenthalt führender Repräsentanten im Verantwortungsbereich in Abstimmung mit dem Leiter der HA PS.
- Unterstützung der Handlungen der HA PS durch nachrichtentechnische, medizinische, hygienische und weitere materiell-technische Maßnahmen in Abstimmung mit dem Leiter der HA PS.

Aufgrund der Lage des Wohnobjektes „Waldsiedlung“ der führenden DDR-Repräsentanten sowie deren Freizeitobjekte oblag der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Frankfurt/Oder sowie der Kreisdienststelle für Staatssicherheit Bernau eine besondere Verantwortung bei der Umsetzung der genannten Aufgaben. Innerhalb der genannten Dienststellen existierten besondere Gliederungseinheiten. Auf Ebene des Bezirkes war dies das „Selbstständige Referat Personenschutz“ (SR PS) , auf Ebene des Kreises Bernau existierte das Referat „Schutz führender Repräsentanten.“

Der unmittelbare physische Schutz der führenden DDR-Repräsentanten erfolgte durch Kräfte der HA PS. Hierzu wurden Mitarbeiter der Abt. VIII der HA PS eingesetzt. Die Kraftfahrer stellte die Fahrbereitschaft. Für die in der Waldsiedlung wohnhaften Mitglieder und Kandidaten des Politbüros des Zentralkomitees der SED standen zwei komplette Besatzungen zur Verfügung. Eine kam direkt aus der Waldsiedlung, die Begleiter und Fahrer wohnten im dortigen Außenring. Die zweite Besatzung kam aus Berlin. Diese Begleiter und Fahrer wohnten in der Hauptstadt der DDR. Für jeden dieser führenden Repräsentanten standen zwei feste Fahrer und zwei feste Begleiter zur Verfügung. Benötigte Reservekräfte standen bei Bedarf zur Verfügung.
Im Bereich Generalsekretär des ZK der SED, Vorsitzender des Staatsrates, Vorsitzender des Ministerrates und Präsident der Volkskammer erfolgte der Einsatz von Sicherungskommandos. Neben dem Hauptwagen mit dem entsprechenden Repräsentanten kamen mehrere Begleitfahrzeuge zum Einsatz.
Bei Mitgliedern und Kandidaten des Politbüros erfolgte die Sicherung durch einen Begleiter. Mitglieder und Kandidaten des Politbüros, die in den Bezirken wohnten, wurden durch das SR PS der entsprechenden Bezirksverwaltung für Staatssicherheit geschützt.
Die Minister für Nationale Verteidigung und des Innern wurde durch Kräfte aus ihren Ministerien geschützt. Hier erfolgte durch die HA PS lediglich die Bereitstellung der Fahrzeuge.
Die Stellvertretenden Vorsitzenden des Staatsrates und des Ministerrates aus den Blockparteien wurden von Fahrern aus der jeweiligen Blockpartei gefahren. Bei Fahrten außerhalb der Hauptstadt der DDR kamen Fahrer der HA PS zum Einsatz. Das Fahrzeug wurde grundsätzlich von der HA PS gestellt.
Für die Minister für Auswärtige Angelegenheiten und Außenhandel gab es nur bei Auslandsreisen Personenschutz.
Bei Fahrten führender Repräsentanten hatte die Bewegung der Hauptwagen und der Begleitfahrzeuge entsprechend den Festlegungen der Straßenverkehrsordnung zu erfolgen. Abweichungen von der StVO waren lediglich zulässig, wenn sie:

- der Abwendung von Gefahren für das Leben und die Gesundheit der führenden Repräsentanten sowie anderer Verkehrsteilnehmer dienten,
- im Rahmen der zu lösenden Aufgaben zwingend erforderlich waren,
- keine Gefahrensituationen hervorriefen und von den übrigen Verkehrsteilnehmern zweifelsfrei erkannt wurden.

Auf der Autobahn war im Interesse der Sicherheit, vor allem bei Überholvorgängen, unter ständiger Berücksichtigung der Verkehrssicherheit, eine Fahrgeschwindigkeit von 120 km/h zulässig.
In den Bezirken der DDR waren auf Grundlage zentraler Anforderungen Fahrzeuge ohne Sondersignal und ohne Inanspruchnahme von anderen Sonderrechten als Lotsenfahrzeuge einzusetzen, um bei Fahrten führender Repräsentanten die Hauptwagen und die Begleitfahrzeuge auf den festgelegten Fahrstrecken zum Bestimmungsort zu führen.
Die Nutzung von Sondersignalen gemäß § 44 StVO der DDR zur Unterstützung der sicheren und ungehinderten Bewegung der führenden Repräsentanten hatte zu erfolgen:

- bei Kolonnenfahrten aufgrund Weisung bzw. durch Bestätigung durch den Minister für Staatssicherheit,
- bei Einzelfahrten durch Inanspruchnahme des im Hauptwagen installierten Sondersignals auf Entscheidung des persönlichen Begleiters ausnahmslos in solchen Fällen, in denen es im Interesse der Sicherheit und zur Abwendung von Gefahren für Leben und Gesundheit der führenden Repräsentanten erforderlich war. Die Anwendung des Sondersignals (Blaulicht) im normalen Verkehrsablauf war nicht statthaft.

Während der Anwendung von Sondersignalen war zu garantieren, dass für den übrigen Straßenverkehr keine Gefahrensituationen entstehen und es unter keinen Umständen zur Erzwingung der Vorfahrt kommen konnte. Bei Kolonnenfahrten unter Anwendung von Sondersignalen in Stadtgebieten und auf Fernverkehrsstraßen waren die Signale durchweg zu benutzen. Kolonnenfahrten waren den besonderen Verkehrsbedingungen auf der Autobahn Rechnung tragend wie folgt durchzuführen:

- als Kolonnenfahrten ohne Benutzung von Sondersignalen,
- als Kolonnenfahrten mit Benutzung von Sondersignalen bei mitlaufendem Verkehr,
- als Kolonnenfahrten mit Benutzung von Sondersignalen und Herausnahme des mitlaufenden Verkehrs.

Bei Kolonnenfahrten mit Benutzung von Sondersignalen war zu gewährleisten, dass gleichzeitig die zu befahrenden Straßen und Autobahnen an ihren Schwerpunkten mit Kräften der Verkehrspolizei besetzt werden. Während Kolonnenfahrten auf der Autobahn war auf Weisung des Kolonnenleiters nur dann zeitweilig das Sondersignal anzuwenden, wenn es die sichere und ungehinderte Bewegung der führenden Repräsentanten erforderte und sie auf keine andere Weise gewährleistet werden konnte.
Die Begleitfahrzeuge (Lotsenfahrzeuge, Signalfahrzeuge als Spitzen- bzw. Schlusswagen und Sicherungswagen) waren zu besetzen mit:

- einem Offizier als Leiter des Begleitfahrzeuges,
- einem Kraftfahrer mit Tauglichkeitsgruppe A und
- ein bis zwei Sicherungskräften.

Es waren solche Angehörige als Leiter der Begleitfahrzeuge, Kraftfahrer und Sicherungskräfte auszuwählen und zu bestätigen, die den erhöhten Anforderungen jederzeit gerecht wurden. Die Fahrer der Hauptwagen und der Begleitfahrzeuge hatten ihre Fahrweise so zu gestalten, dass sie rechtzeitig auf das Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer reagieren, daraus resultierende Gefahren möglichst abwenden, selbst keine Gefahrensituationen verursachten und ihr gesamtes Verhalten im Straßenverkehr auf die volle Gewährleistung der Sicherheit einstellten.
Bei der Durchführung von Fahrten führender Repräsentanten als Kolonnenfahrt waren folgende Fahrzeuge einzusetzen:

1. Signalfahrzeuge (entsprechend den festgelegten Sicherungsvarianten)
- Ankündigungsfahrzeug mit einer eingeschalteten weißen Rundumleuchte
oder
- Vorausfahrzeug mit zwei eingeschalteten weißen Rundumleuchten
und/oder
- Führungsfahrzeug (an der Spitze der Kolonne/Einsatz erfolgte im Zusammenhang mit dem Einsatz des Schlussfahrzeuges) mit eingeschalteten Rundumleuchten blau/rot
- Schlussfahrzeug (am Schluss der Kolonne/Einsatz erfolgte nur im Zusammenhang mit dem Einsatz des Führungsfahrzeuges) mit eingeschalteten Rundumleuchten blau/grün
2. Hauptwagen
3. notwendige Anzahl ständiger bzw. zeitweiliger Sicherungsfahrzeuge, die innerhalb der Kolonne so einzuordnen waren, dass der zuverlässige Schutz der führenden Repräsentanten im Hauptwagen gewährleistet war. Als Kolonnenführer waren mittlere leitende bzw. leitende Kader mit den entsprechenden Kenntnissen und Fähigkeiten einzusetzen. Das Hauptführungsmittel während der Kolonnenfahrt war der Funk.

Im Rahmen der Bewegung der führenden Repräsentanten kamen seit dem Beginn der 1980er auch Spezialeinsatzgruppen (SEG) der HA PS zum Einsatz. Der Einsatz dieser SEG erfolgte zur Aufklärung vor Einsätzen im Umkreis der Repräsentanten sowie zur Nahabsicherung und Evakuierung in Gefährdungssituationen.

Die persönlichen Waffen der Personenschützer (Pistole M) der Sicherungskommandos, die aus Berlin kamen, wurden am Dienstsitz der HA PS in der Weißenseer Liebermannstraße übernommen. Die Wandlitzer Kommandos übernahmen ihre persönlichen Waffen in der Waldsiedlung. Alle weiteren Waffen (Maschinenpistolen und Scharfschützengewehre) lagerten in der Objektwache der Waldsiedlung. Zur Fahrzeugausstattung gehörten weiterhin Abwehrspray, Elektroschocker, Führungsketten und Handfesseln.

Für die Fahrzeuge der Funktionäre gab es folgende Abstellorte:

1. die Fahrbereitschaft der HA PS in der Hans-Loch-Straße (heute Sewanstraße) und
2. die Fahrbereitschaft in der Waldsiedlung.

Bevor die Fahrzeuge die führenden Repräsentanten in der Waldsiedlung aufnahmen, erfolgte dort i. d. R. eine technische Überprüfung auf Verkehrssicherheit. Weiterhin wurden die Wagen auf Vollzähligkeit und eventuelle Schäden überprüft. Bei Schäden und dergleichen standen Reservefahrzeuge mit entsprechender Besatzung zur Verfügung.
Der Einsatz eines Sicherungskommandos gestaltete sich wie folgt:
Bereits eine Stunde vor Abfahrt des Repräsentanten hatte das Kommando in der Waldsiedlung einsatzbereit zu sein. Wenn Probleme auftraten, wurden unmittelbar Reservevarianten abgerufen. In der Waldsiedlung erfolgte auch die Einweisung der Fahrzeugbesatzungen (Sicherungskommando, PS-Verkehrspolizei, SEG). Dabei wurden die Abfahrzeit, Besonderheiten auf der Fahrstrecke (beispielsweise Unfälle, Fahndungen usw.) besprochen.
Wenn es am Haus des Repräsentanten losging, kam an der PS-Objektwache (Innenring) der Sicherungswagen dazu. Die PS-Verkehrspolizei stand mit einem Fahrzeug auf der Fernverkehrsstraße 273, um hier ein sicheres Befahren der F 273 zu ermöglichen. Um als Voraufklärung zu wirken, fuhr das Vorausfahrzeug mehrere hundert Meter voraus. Das erste Fahrzeug der PS-Verkehrspolizei hatte einen größeren Abstand zum Hauptwagen, um dem Fahrer nicht die Sicht einzuschränken sowie den Hauptwagen vor Steinschlägen und Schmutz zu schützen. Dieser Fahrzeugeinsatz gestaltete sich nicht immer so, sondern wurde erst mit dem Ereignis von Klosterfelde umgesetzt. Das Fahrzeug der PS-Verkehrspolizei und die Sicherungswagen fuhren grundsätzlich etwas seitlich versetzt zum Hauptwagen. Die SEG fuhr nach Abstimmung und taktischer Erwägung voraus oder hinterher.
An der Protokollstrecke waren Personenschützer in Uniform der Verkehrspolizei als Regler eingesetzt. Diese steuerten den Ampelverkehr in der Stadt durch manuelle Handschaltung der Grünphase. Kreuzungen ohne Lichtzeichenanlagen wurden durch diese Verkehrsposten per Hand geregelt. Alle PS-Verkehrspolizisten waren miteinander durch Funk verbunden und kündigten den Konvoi durch Codebezeichnungen an. Dem Sicherungswagen standen folgende Funkkanäle zur Verfügung:
- Kanal der Verkehrspolizei
- direkter Kanal zum Hauptwagen
- Kanal der HA PS.

Der gesamte Funkverkehr der HA PS wurde über Simplexverkehr abgewickelt. Dadurch konnten alle Mitarbeiter des Personenschutzes, ob in Uniform oder in Zivil, mit ihren Handsprechgeräten bei Notwendigkeit direkt anfunken.

Auch beim Schutz der führenden Repräsentanten, wenn diese sich Mittels Kraftfahrzeug bewegten, hatte der Leiter der HA PS die Realisierung umfangreicher Aufgaben zu gewährleisten. dies waren u. a.:

- Die Durchsetzung der vom Minister für Staatssicherheit getroffenen Festlegungen bei Fahrten führender Repräsentanten im Raum Berlin in eigener Zuständigkeit und Koordinierung mit dem Präsidium der Volkspolizei Berlin beim Einsatz von Kräften der VP in Abstimmung mit dem Leiter der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Berlin
- Rechtzeitige Informierung der Leiter der Bezirksverwaltungen über vorgesehene Fahrten führender Repräsentanten in die Bezirke, um die erforderlichen Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicheren und störungsfreien Bewegung abstimmen und einleiten zu können. Im Falle einer unumgänglichen Änderung der festgelegten Fahrtroute war – möglichst vor Antritt der Fahrt bzw. Weiterfahrt – der Leiter der betreffenden BV davon in Kenntnis zu setzen.
- Anleitung, Unterstützung und Kontrolle der Bezirksverwaltungen bei der Vorbereitung und Durchführung der erforderlichen Maßnahmen zur Sicherung der Fahrten führender Repräsentanten in den Bezirken und zur Gewährleistung einer einheitlichen Anwendung der durch den Minister für Staatssicherheit getroffenen Festlegungen bzw. der Orientierungen des Leiters der HA PS.
- Auswahl, Ausbildung und Einsatz sowie ständige Qualifizierung der Begleiter und Kraftfahrer, damit sie den erhöhten Anforderungen jederzeit gerecht werden konnten. dabei war zu sichern, dass
1. die Begleiter ihre Gesamtverantwortung während der Fahrt und in den Aufenthaltsorten ständig wahrnahmen,
2. die Fahrer der Haupt-, Begleit- und Signalfahrzeuge entsprechend ihrer Verantwortung die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Gewährleistung des zuverlässigen Schutzes der führenden Repräsentanten ständig vervollkommnen,
3. nur solche Fahrer zum Einsatz kamen, deren Fahrtüchtigkeit nicht durch Ermüdung, Krankheit, Einnahme von Medikamenten oder in anderer Weise beeinträchtigt war.
- Die Aus- und Weiterbildung sowie die Erziehung von Kraftfahrern der HA PS für Haupt-, Begleit- und Signalfahrzeuge führender Repräsentanten war in Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Dienstvorgesetzten und den Verkehrssicherheitsaktiven so zu gestalten, dass alle Kraftfahrer
1. in der Lage sind, die StVO vollinhaltlich anzuwenden,
2. ein fundiertes theoretisches Wissen über die Fahreigenschaften der von ihnen geführten Fahrzeuge besaßen,
3. auch unter komplizierten Fahrverhältnissen und bei plötzlich auftretenden Gefahrensituationen die Kraftfahrzeuge sicher beherrschten,
4. mit hohem Verantwortungsbewusstsein und diszipliniert ihre spezielle Aufgabe wahrnehmen.
- Das Sicherheitstraining der Kraftfahrer von Haupt-, Begleit- und Signalfahrzeugen (in der Ausbildungsbasis Kallinchen) war so zu gestalten, dass zunehmend befähigt wurden:
1. unter allen Fahrverhältnissen und Witterungsbedingungen und eventuell daraus entstehenden Gefahrensituationen ihre Kraftfahrzeuge sicher zu beherrschen,
2. bei durch andere Verkehrsteilnehmer verursachten bzw. eingetretenen Gefahrensituationen reaktionsschnell, umsichtig und schadenverhütend zu reagieren bzw. zu handeln,
3. auftretende Gefahrensituationen im Zusammenhang mit möglichen terroristischen Anschlägen zu überwinden, sodass die Sicherheit der Schutzperson gewährleistet war.
- Einflussnahme auf die verkehrsorganisatorische und verkehrsbauliche Gestaltung der täglichen Fahrstrecke und anderer häufig befahrener Strecken, mit dem Ziel, durch geeignete Maßnahmen Verbesserungen der sicheren und ungehinderten Bewegung der führenden Repräsentanten zu erreichen.



zuletzt bearbeitet 04.05.2017 18:39 | nach oben springen

#14

RE: Wer erhielt Personenschutz ?

in DDR Staat und Regime 04.05.2017 22:37
von Hanum83 | 8.569 Beiträge | 15011 Punkte
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Sonderbar, eigentlich auch mal Arbeiterklasse und dann solche Angst vor Arbeitern.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.
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#15

RE: Wer erhielt Personenschutz ?

in DDR Staat und Regime 04.05.2017 22:42
von passport | 3.038 Beiträge | 1479 Punkte
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Ich habe nur darauf gewartet das hier einer wieder passend zum Thema was Blödes schreibt.


passport


Wahlhausener hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#16

RE: Wer erhielt Personenschutz ?

in DDR Staat und Regime 04.05.2017 22:51
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Zitat von passport im Beitrag #15
Ich habe nur darauf gewartet das hier einer wieder passend zum Thema was Blödes schreibt.


passport


Naja, als der Schwachmat mit seiner mächtigen Schapka auf dem Kopp, dem du so inbrünstig stempelnd gedient hast, zur Hasenjagt in der AK sein dreifaches Horrido krähte, hab ich gezweifelt ob der wirklich noch Arbeiterklasse ist, drum mache ich mir halt so meine Gedanken, ob das nun blöd ist überlasse ich deiner Entscheidung.
Aber auch bezeichnend, du bist mir eigentlich Bockwurst, also für mich vollkommen uninteressant, aber ihr "Fans" seid sofort auf Aggro gebürstet und müsst sofort einen leicht beleidigenden Spruch ablassen wenn euch ein Beitrag gegen den Strich geht.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.
IM Kressin und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.05.2017 23:04 | nach oben springen

#17

RE: Wer erhielt Personenschutz ?

in DDR Staat und Regime 04.05.2017 22:51
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Anscheinend bedürfen nur die "vom Volke gewählten Personen" Personenschutz. Unser sächsischer König,
der ja bekanntlich nicht vom Volke gewählt war, konnte sich auch noch alleine oder mit seinen Kindern überall
im Lande auch ohne Begleitschutz frei bewegen.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#18

RE: Wer erhielt Personenschutz ?

in DDR Staat und Regime 04.05.2017 23:02
von passport | 3.038 Beiträge | 1479 Punkte
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Sorry, schon wieder geistiger Dünnschiss von dir. Behördenangestellte haben dem Staat DDR gedient. Ansonsten waren das Dienstvorgesetzte, mehr nicht.



passport


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#19

RE: Wer erhielt Personenschutz ?

in DDR Staat und Regime 04.05.2017 23:07
von Hanum83 | 8.569 Beiträge | 15011 Punkte
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Zitat von passport im Beitrag #18
Sorry, schon wieder geistiger Dünnschiss von dir. Behördenangestellte haben dem Staat DDR gedient. Ansonsten waren das Dienstvorgesetzte, mehr nicht.



passport


Genau, ihr macht das schon richtig.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.
IM Kressin und bürger der ddr haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.05.2017 23:10 | nach oben springen

#20

RE: Wer erhielt Personenschutz ?

in DDR Staat und Regime 04.05.2017 23:11
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Du bist doch hier das allerbeste Beispiel

Durch nichts zu übertreffen


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