Italienische Auszeichnung für Hubertus Knabe

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24.09.2009 00:48
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#1
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Text ist entnommen aus der Webseite der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.


Auszeichnung für den Gedenkstättendirektor

Hubertus Knabe erhält italienischen „Capo Circeo Preis“

Für seine Forschungen über die Arbeit des DDR-Staatssicherheitsdienstes wird der Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, mit dem italienischen „Capo Circeo Preis“ ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 20. November 2009 im Rahmen einer feierlichen Zeremonie auf dem Kapitol in Rom statt.

Die Vereinigung für italienisch-deutsche Freundschaft, die den Preis vergibt, begründete die Auszeichnung mit Knabes Arbeit als „außergewöhnlicher Forscher auf dem Gebiet der schmutzigen Arbeit der Stasi“. Sein neuestes Buch „Honeckers Erben. Die Wahrheit über Die Linke“ sei ein bedeutendes Instrument der Bildung, insbesondere für die junge Generation. Der Berliner Historiker werde wegen „seines Beitrags zur historischen Wahrheit“ geehrt. Zusammen mit Knabe erhalten der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer, der italienische Außenminister Franco Frattini und der Regisseur und Oscar-Preisträger Florian Gallenberger den Preis.

Der „Capo Circeo Preis“ wird jährlich an Persönlichkeiten verliehen, die sich besonders auf den Gebieten Politik, Finanzen, Wirtschaft oder Kultur verdient gemacht haben. Der italienisch-deutsche Kulturpreis steht unter der Schirmherrschaft der Europäischen Kommission sowie des italienischen Kulturministeriums. Preisträger waren bisher unter anderem Bundeskanzler Helmut Kohl, der französische Präsident Giscard d’Estaing, der tschechische Staatspräsident Vaclav Havel sowie Außenminister Hans Dietrich Genscher


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24.09.2009 06:29
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#2
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S51

Wenn man "capo circeo" wörtlich nimmt, hat es was. Aber dann tun mir die anderen leid.


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24.09.2009 06:40
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#3
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Hallo S51, war Italien, das faschistische Italien nicht mal Bündnispartner von Adolf Hitler und seinen Helfershelfern? Ich hab da so ein komisches Gefühl, weil der Orden doch gegen Alles Linke ist, wenn ich es richtig gelesen habe.
Jetzt muss ich mir aber erstmal einen Kaffee kochen, meine Zeitungsnachtschicht ist vorbei, die 250 Leser können fröhlich an ihren Briefkasten gehen und mal sehen, was heute wieder in dem Wurstblatt drinsteht.

Gruß Rainer- Maria,

PS: Mal sehen, was der Tag bringt, auch hier im Forum?


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24.09.2009 06:45
#4
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...........ach ja der gute Hubertus, welcher acht Jahre unschuldig in Hohenschöngrünkohl eingessen hat, nur weil Er -13- DDR Bürgern zur Flucht verholfen hat. Im übrigen fliegt man aus der "Gedenkstätte" schneller raus, als man rein kommt. Man braucht nur während der Führung unbequeme Fragen stellen bzw. Anmerkungen zur Führung machen. Ich und noch zwei Kollegen von mir haben Hausverbot.


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24.09.2009 08:55
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#5
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@stabsfähnrich, welche fragen hast du denn dort in hsh gestellt ? hausverbot sollen ja wirklich viele fragende bekommen haben...


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24.09.2009 09:07
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#6
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Zitat von GilbertWolzow
@stabsfähnrich, welche fragen hast du denn dort in hsh gestellt ? hausverbot sollen ja wirklich viele fragende bekommen haben...



Genau das würde mich auch sehr interessieren...


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24.09.2009 11:45
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#7
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Zitat von Augenzeuge

Zitat von GilbertWolzow
@stabsfähnrich, welche fragen hast du denn dort in hsh gestellt ? hausverbot sollen ja wirklich viele fragende bekommen haben...


Genau das würde mich auch sehr interessieren...



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Das interessiert mich auch. Ich war dreimal dort, einmal ohne Führung, einmal mit guter Führung und einmal mit einer grottenschlechten Führung. Weil die erste so schlecht war bin ich dann nochmal hin.

Ahoi Jameson


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27.09.2009 09:12
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Zitat von Jameson

Zitat von Augenzeuge
[quote="GilbertWolzow"]@stabsfähnrich, welche fragen hast du denn dort in hsh gestellt ? hausverbot sollen ja wirklich viele fragende bekommen haben...


Genau das würde mich auch sehr interessieren...



______________________________________________________________________________

Das interessiert mich auch. Ich war dreimal dort, einmal ohne Führung, einmal mit guter Führung und einmal mit einer grottenschlechten Führung. Weil die erste so schlecht war bin ich dann nochmal hin.

Ahoi Jameson[/quote

Entschuldigung ..........hatte irgendwie den Fred nicht mehr gefunden und konnte nicht sofort antworten. Ich hoffe ihr verzeiht mir.
Ausgangspunkt war, dass unserer Dienststelle einmal im Jahr einen Gemeinschaftstag durchführt - diesmal in der Gedenkstätte Hohenschönhausen.
Ich muß gleich zu Beginn betonen, dass Wir weder ausfällig noch beleidigend geworden sind. Weder Herrn Knabe noch anderen Besuchern gegenüber.
Erste Station waren die Zellen im Keller. lt. den Ausführungen des Herrn Knabe, waren dort Häftlinge tagelang eingesperrt. In einigen Zellen mußten die Häftlinge stehen und die Zellen wurden mit Wasser gefüllt, welches dem Insassen bis zum Hals reichte. Die Zellen sollen sich noch im originalen Zustand befinden. Unsere Frage, welche gestellt wurde bezog sich darauf, wie das Wasser in die Zelle kam, da entsprechende Zuflüsse (Wasserleitung etc.) nicht zu erkennen waren. Eine weitere Frage, wie wurde das Wasser abgelassen. In den uns gezeigten Zellen waren keine Abflussmöglichkeiten zu erkennen. Unsere Fragen wurden nur mit einem strafenden Blick "bestraft".
Zweite Station war der Flur mit den Vernehmungszimmern sowie den Zellen. Dort auf dem Flur gab Herr Knabe an, dass dieser hier in einer der zellen acht Jahre unschuldig geseßen hat. Unserer Frage Warum er eingessen habe, wurde erst im Rahmen der weiteren Führung beantwortet. Antwort: Er habe 12 Menschen aus der DDR zur Freiheit verholfen, worauf ich mir nicht verkneifen konnte zu sagen, dass der Menschenschmuggel auch nach den heutigen Gesetzen eine Straftat ist. Es folgte meine erste Verwarnung. Sinngemäß: Ich solle doch mit meinen Bemerkungen nicht das Andenken der unter der DDR Diktatur inhaftierten Personn beleidigen.
Dritte Station war der Hof auf welchem der B 1000 MdI/GTW steht. Auf diesem B 1000 wurde am Kofferaufbau der Schriftzug Obst und Gemüse aufgebracht. Da ich mich mit der Geschichte der Polizei beschäftige, wußte ich dass die B 1000 MdI/GTW (MdI Strafvollzug) in normalem Grau gespritzt waren und keine derartige Aufschrift hatten. Also stellte ich die Frage, ob die Aufschrift auf dem B 1000 Original ist...............darauf erhielt ich das Hausverbot. Begründung: durch meine unqualifizierten Bemerkungen störe ich das Interesse der anderen Besucher. Ich durfte mir nicht einmal mehr den Grothewohlexpress ansehen.........
Wie mir gesagt wurde, hatte ich noch Glück...........dass nicht gleich Strafanzeige wegen § 123 StGB gestellt wurde.


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27.09.2009 11:34
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#9
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@stabsfähnrich, du hast dir also gewagt, den offensichtlichen schwachsinn zu hinterfragen und wurdest dafür mit hausverbot belegt.
so, so, sollst damit aber nicht der erste gewesen sein...

beim grotewohlexpress wäre doch sicherlich die nächste frage entstanden...


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27.09.2009 11:43
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#10
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Nun, Chris, die Fragen zu den Wasserzellen halte ich für völlig legitim und hätte sie auch gestellt.
Hier kann ich das Verhalten der Führung dort nicht nachvollziehen.
Zum Menschenschmuggel habe ich eine ganz andere Meinung. Das wirst du sicher verstehen. Für mich gab es keinen Menschenschmuggel in der DDR. Für mich wäre es das gewesen, wenn man die Menschen gegen ihren Willen woanders hingebracht hätte. Übrigens, wir haben heute kein adäquates Gesetz, was diesem entsprechen könnte....


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27.09.2009 11:48
#11
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Zitat von GilbertWolzow
@stabsfähnrich, du hast dir also gewagt, den offensichtlichen schwachsinn zu hinterfragen und wurdest dafür mit hausverbot belegt.
so, so, sollst damit aber nicht der erste gewesen sein...

beim grotewohlexpress wäre doch sicherlich die nächste frage entstanden...



ja Gilbert, Du hast Recht. Das mit dem Hausverbot ist ein Armutszeugnis für diese Ausstellung. Abgesehen davon stellt sich für mich die Frage, wie wollen die dass durchsetzen? Na vielleicht wurde ja heimlich Bilder gefertigt mit der noch teilweise vorhandenen Technik. Zumindest wurden keine Personalien aufgenommen - auf welcher Rechtsgrundlage auch. Ich habe kein schriftliches Hausverbot.
Zum Grotewohlexpress. Hatte ca. zwei Jahre vorher, mir das Teil, live und in Farbe auf dem ex. Bw Grunewald an zu sehen. War dort zeitweilig abgestellt. Nach Rücksprache mit dem dortigen Traditionsverein, konnte man das Teil besichtigen. Es war schon ein komisches Gefühl diesen Wagen zu betreten. Alleine der Duft - erinnerte mich an die Reisezugwagen der DR. Dann die beklemmende Enge in den einzelnen Zellen. Die ZBK Abteile waren zum Teil noch im Original. Inkl. der grünen Bettauflieger.


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27.09.2009 12:00
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#12
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ich muss hier noch mal im forum suchen gehen...irgendwie hatten wir das thema grotewohl-express und hsh schon einmal...


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27.09.2009 14:05
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#13
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Da muss ich dir Recht geben, Stabsfähnrich. Da diese Fragen schon mehrfach dort gestellt worden sind, muss man sich auch der Antworten irgendwo bemächtigen können. Es kann nicht sein, dass eine solche Frage zum Hausverbot führt.
Ansonsten kann man gleich alles in Frage stellen, was dort gesagt wird und das wäre schade. Denn dort haben schlimmste Dinge stattgefunden und das kann man kaum in Abrede stellen.

Insofern erreicht der Aussteller dort mit dem Offen Lassen solcher Fragen, das Gegenteil.


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27.09.2009 14:41
#14
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Zitat von manudave
Da muss ich dir Recht geben, Stabsfähnrich. Da diese Fragen schon mehrfach dort gestellt worden sind, muss man sich auch der Antworten irgendwo bemächtigen können. Es kann nicht sein, dass eine solche Frage zum Hausverbot führt.
Ansonsten kann man gleich alles in Frage stellen, was dort gesagt wird und das wäre schade. Denn dort haben schlimmste Dinge stattgefunden und das kann man kaum in Abrede stellen.

Insofern erreicht der Aussteller dort mit dem Offen Lassen solcher Fragen, das Gegenteil.



.............um korrekt zu sein: es waren zwei Fragen und eine Feststellung.
Dessen ungeachtet: lobenswert ist die Erhaltung dieses Ortes als Stätte der Geschichte. Als negativ betrachte ich die zu einseitige Darstellung der Geschehnisse. Und das fehlende Verständnis für Menschen, welche nicht nur mit Tränen in den Augen den Worten des allmächtigen Herrn Knabe lauschen, sondern - kritisch das Dargebotene betrachten.


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29.09.2009 13:12
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#15
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@Zitat Stabsfähnrich „…Zweite Station war der Flur mit den Vernehmungszimmern sowie den Zellen. Dort auf dem Flur gab Herr Knabe an, dass dieser hier in einer der zellen acht Jahre unschuldig geseßen hat. Unserer Frage Warum er eingessen habe, wurde erst im Rahmen der weiteren Führung beantwortet. Antwort: Er habe 12 Menschen aus der DDR zur Freiheit verholfen, worauf ich mir nicht verkneifen konnte zu sagen, dass der Menschenschmuggel auch nach den heutigen Gesetzen eine Straftat ist…"

Moin Stabsfähnrich, stehn Se´ bequem. Ist nur eine Frage: Und war der "Verkauf" der DDR von rund 34 000 DDR-Gefangener nach Westdeutschland gegen harte Währung (Facharbeiter 40 000 DM; Akademiker rund 100 000 Mark) kein Menschenhandel? Gruß Peter


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