Wer kennt ihn nicht: Jürgen Frohriep

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14.04.2017 17:19
#1
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Veröffentlicht am 13.04.2017

Jürgen Frohriep (* 28. April 1928 in Rostock; † 13. Juli 1993 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher. Er war der Bruder des Schriftstellers Ulrich Frohriep.
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Nach dem Ende der DDR erhielt Frohriep keine Rollenangebote mehr. Der Schauspieler geriet in eine Krise und litt an Depressionen und Alkoholproblemen. Während dieser Zeit zerbrach seine Ehe mit Kati Székely. Nachdem die ARD 1993 die Weiterführung des Polizeirufs 110 beschlossen hatte, kehrte Frohriep für den Fall Keine Liebe, kein Leben (1994) ein letztes Mal als Oberkommissar Hübner auf den Bildschirm zurück.

Kurz nach Ende der Dreharbeiten starb er in Berlin. Nach eigenem Wunsch wurde seine Urne in der Ostsee vor Warnemünde im Kreise der Familie beigesetzt. Sein schriftlicher Nachlass befindet sich im Archiv der Akademie der Künste in Berlin.


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14.04.2017 17:34
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#2
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Das ist schon Komisch,ich kenne da auch so ein Paar Typen,wenns mal nicht gut läuft fängt man an zu Saufen,für mich Unvorstellbar und nicht nachvollziehbar.


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14.04.2017 17:37
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#3
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( gelöscht )

Ich habe Jürgen Frohriep gern gesehen.
Erinnern kann ich mich an die DEFA-Filme: "Das grüne Ungeheuer" und "Feuerdrachen".


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14.04.2017 17:44
#4
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Auch "Ohne Kampf kein Sieg " war nicht schlecht, handelte über das Leben von Manfred von Brauchitsch


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14.04.2017 17:49
#5
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Pit für einen aussenstehenden ist vieles nicht nachvollziehbar,ich kann es beurteilen hab es selber durch gemacht .Blos ich hab die Hilfe gesucht und bekommen


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14.04.2017 18:08
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#6
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( gelöscht )

Jo, Schulzi. Und so wie´s aussieht kommst du ja jetzt auch gut klar.

Freut mich wirklich für Dich. Kein leerer Spruch, wirklich ernst gemeint.

MfG Berlin


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14.04.2017 18:11
#7
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #2
Das ist schon Komisch,ich kenne da auch so ein Paar Typen,wenns mal nicht gut läuft fängt man an zu Saufen,für mich Unvorstellbar und nicht nachvollziehbar.


Ach Pit, ich sage mal, darüber kann und sollte sich kein anderer ein Urteil bilden

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Grün ja grün war'n alle meine Streifen
-- Harbker EK-Zappel 79-2 --


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14.04.2017 18:33
#8
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Geburtsdatum: 28.04.1928 in Rostock;
gestorben am 13.07.1993 in Berlin

Kurzbiographie:

engagierte sich nach dem Krieg in einer FDJ-Laienspielgruppe
1951 folgte ein Engagement am Berliner Theater der Freundschaft (heute Theater in der Parkaue), obwohl er keine professionelle Ausbildung absolviert hatte
später folgten weitere Auftritte an verschiedenen DDR-Theatern
auch die DEFA das Fernsehen der DDR wurden ab Ende der 50er Jahre auf Frohriep aufmerksam
bekam 959 von Konrad Wolf die männliche Hauptrolle in "Sterne" übertragen
spielte in den 60er Jahren oftmals Soldaten-Rollen (z.B. in 1965 "Wolf unter Wölfen)
verkörperte 1966 in "Ohne Kampf kein Sieg" den Rennfahrer Manfred von Brauchitsch
ab Ende der 60er Jahre wurden die Rollenangebote jedoch spärlicher
1973 eine Nebenrolle im Kultfilm "Die Legende von Paul und Paula"
seit 1972 als Oberleutnant Hübner in der DFF-Krimiserie "Polizeiruf 110" in insgesamt 64 Folgen
war ab 1973 vor allem für den DFF tätig
arbeitete zudem auch sehr oft als Synchronsprecher (u.a. für Charlton Heston in "Antonius und Cleopatra" und Raimund Harmstorf in der DEFA-Synchronisation von "Der Seewolf")
nach der Wende blieben Rollenangebote für ihm aus; Frohriep geriet in eine seelische Krise und hatte zunehmend mit Alkoholproblemen zu kämpfen
in dieser Zeit zerbrach auch seine Ehe mit der ungarischen Schauspielerin Kati Székely
kehrte 1994 für die Polizeiruf-Folge "Keine Liebe, kein Leben" ein letztes Mal auf den Bildschirm zurück
starb kurz nach den Dreharbeiten in Berlin

Filmographie:
1959 Sterne (Bulgarien / DDR)
Weißes Blut
1960 Immer am Weg dein Gesicht (DFF)
Gerichtet bei Nacht (DFF)
Begegnung im Zwielicht (Polen / DDR)
1961 Die Liebe und der Co-Pilot
Küßchen und der General
Mord an Rathenau (DFF)
1962 Geboren unter schwarzen Himmeln (DFF)
Festung am Rhein (CSSR)
DieEntdeckungen des Julian Böll
Menschen und Tiere (DDR / UdSSR)
Der Kinnhaken
Das grüne Ungeheuer
(DFF-Mehrteiler; lief auch als Zweiteiler im Kino!)
1964 Wolf unter Wölfen (DFF-Mehrteiler)
Das Lied vom Trompeter
1965 Episoden vom Glück (DFF)
1965 / 90 Berlin um die Ecke
1966 Spur der Steine
Ohne Kampf kein Sieg (DFF-Mehrteiler)
1967 Chingachgook, die große Schlange
Brot und Rosen
Der Mann aus Kanada (DFF)
1968 Schild und Schwert (UdSSR)
Treffpunkt Genf (DFF)
1969 Zeit zu leben
Krupp und Krause (DFF-Mehrteiler)
Projekt Aqua (DFF-Zweiteiler)
Hans Beimler, Kamerad (DFF-Mehrteiler)
1970 Weil ich dich liebe...
Szemtöl szembe (Ungarn)
Zwei Briefe an Pospischiel (DFF)
1971 Du und ich und Klein-Paris
Klíc (CSSR)
Liebeserklärung an G. T.
Anflug Alpha 1
Osceola
Täter unbekannt: Zwischen 5.10 und 6.10 Uhr (DFF-Serie)
1972 - 94 Polizeiruf 110 (DFF-Serie, 66 Folgen)
1973 Ninotschka sucht den Frühling (DFF)
Die Legende von Paul und Paula
Unterm Birnbaum
1974 Front ohne Flanken (UdSSR)
Das Schicksal heißt Kamila (CSSR)
Der Leutnant vom Schwanenkietz (DFF)
1976 Beethoven - Tage aus einem Leben
1978 Ich will euch sehen
1980 Unser Mann ist König (DFF-Serie)
1986 Wanderungen durch die Mark Brandenburg (DFF)
1993 Berlin, Breslauer Platz (Polen / Deutschland)

Polizeiruf 110-Folgen mit Jürgen Frohriep:
http://flimmerkiste.bplaced.net/j_frohriep.htm

...

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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14.04.2017 18:51
avatar  Pit 59
#9
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Ach Pit, ich sage mal, darüber kann und sollte sich kein anderer ein Urteil bilden

Ich bin nun Berufmässig sehr oft als NEF oder RTW zu solchen Einsätzen unterwegs,weil "besorgte" Bürger einfach den Notruf wählen (Handy hat ja heute jeder) und sagen der Leitstelle "Hier liegt eine Bewußtlose Person) den weiteren verlauf erspare ich mir jetzt.
Da aber Rettungsmittel nun überall nicht in Unbegrenzter menge zur verfügung stehen,möchte ich Dich mal Hören wenn Du Anrufst weil ein Verwandter von Dir z.B. einen Herzinfarkt hat und Dir die Leitstelle sagt "Sie müssen sich aber etwas gedulden,unsere Rettungsmittel sind im Einsatz"
Uns wir Fahren sehr oft zu ein und der selben Person.
Es sind nicht alle so Mutig wie Frank (schulzi) und suchen sich Professionelle Hilfe.
So viel zum Thema Urtei erlauben.


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14.04.2017 20:04
#10
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Ich habe Jürgen Frohriep gerne als Schauspieler gesehen. Er kam sehr authentisch rüber, vllt. war das ein Grund für weniger Rollen nach der Wende.
Mit seiner Frau, Kati Székely, spielte er im "Das grüne Ungeheuer", kann mich noch daran erinnern.


Frage an den Themeneröffner: "Welche Ereignisse liegen an, um über Frohriep zu sprechen?"

Soldat gewesen, jetzt Rentner, andere sagen Pensionär
Ex-Innenminister Baum: "Es liegt ein Hauch von Weimar über dem Land"
Auch hier:http://www.hadis-soldatenforum.de/


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14.04.2017 23:46 (zuletzt bearbeitet: 14.04.2017 23:56)
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#11
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( gelöscht )

Für mich ein richtig sehr guter Schauspieler, besonders z.B. im heutigen Vergleich zu Herrn Stumpfs Tochter wo Papi es geschafft hat das die talentfrei dich pausenlos im TV mit ihrer Schauspiel"kunst" beglückt, ich komm gar nicht nach mit wegdrücken.
Gegen übermäßigen Durst kann man nichts machen, außer man realisiert selber das der Durst wohl etwas zu groß ist.


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15.04.2017 08:16
#12
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Ich habe ihn auch gerne gesehen. Zum Thema Saufen, da ist er ja in "Promikreisen" nicht der Einzige. Man erinnere sich nur an Harald Juhnke. Gab sogar Fussballer (z.B.Uli Borowka), die nur im Suff gut spielen konnten. Das hat er selber mal in einer TalkShow erzählt.

Wenn man den Absprung schafft (weg vom Alk) ist das gut. Schafft aber auch nicht jeder so einfach.

Démerde-toi !


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15.04.2017 10:11 (zuletzt bearbeitet: 15.04.2017 10:11)
#13
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[quote="hadischa"|p610346]Ich habe Jürgen Frohriep gerne als Schauspieler gesehen. Er kam sehr authentisch rüber, vllt. war das ein Grund für weniger Rollen nach der Wende.Mit seiner Frau, Kati Székely, spielte er im "Das grüne Ungeheuer", kann mich noch daran erinnern.
Frage an den Themeneröffner: "Welche Ereignisse liegen an, um über Frohriep zu sprechen?"[/quote]

Moin moin hadischa
keine besonderen, hatte die Doku gefunden und dachte mir, das sich einige vielleicht darüber freuen werden.

Gruß Schlutup


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15.04.2017 10:40
avatar  Lutze
#14
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Jürgen Frohriep starb mit 65 Jahren,sicherlich noch kein Alter und von der Todesursache abgesehen,
für viele ehemaligen DDR-Schauspieler war die Nachwendezeit schwierig wieder Fuß zu fassen,
immerhin war er ja im Rentenalter,zum anderen kam zu dieser Zeit auch so einiges ans Tageslicht,
wer alles so für die Stasi schnüffelte wie zum Beispiel sein Ermittler-Kollege Grawe (Andreas Schmidt-Schaller),
vielleicht wollte er mit solchen Kollegen nicht auf einer Stufe gestellt werden
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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15.04.2017 11:02 (zuletzt bearbeitet: 15.04.2017 11:04)
avatar  Merkur
#15
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Das ist doch Blödsinn @Lutze. Wenn man keine Ursache findet, dann macht sich die Stasi immer gut. Wie einfältig. Das JF schon zu DDR-Zeiten dem Alkohol zugeneigt war ist kein Geheimnis.


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