Von Grenzerhunden zu Tode gebissen? Grenze zwischen Tschechoslowakei / Österreich

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15.04.2017 13:33
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#46
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #43
Unbestritten ist doch, dass in den Jahren nach dem Krieg in allen vier Besatzungszonen Mangel herrschte und so Schmuggel, Schwarzhandel und Bandenkriminaltät Vorschub leistete.

Auf Grundlage der Direktiven des Alliierten Kontrollrates Nr. 42, 43 und 49 war die Ordnung im Grenzverkehr durchzusetzen, illegale Grenzübertritte zu unterbinden, sowie das Bandenwesen, der Schmuggel und Schwarzhandel zu bekämpfen.

An der Stelle ging es nach meiner Wahrnehmunng auseiander, als dann die Sowjetische Militäradministration im November 1946 den Aufbau einer Grenzpolizei in den Ländern und Provinzen der SBZ verfügte.

Der sogenannte "Grenzverletzer" rückte immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses. Denn in einschlägigen Kreisen wird noch heute der 1. Dezember 1946 als Voraussetzung für den Aufbau antifaschistisch - demokratischer Gesellschaftsstrukturen und eine Ordnung, mittels derer bessere Lebensverhältnisse entstehen sollten. gefeiert.

Quelle: http://www.grenztruppen-ddr.de/index.php...16-rede-banisch

Ich kann mich irren, aber in den anderen drei Besatzungszonen stand eher die Bekämpfung der Kriminalität im Vordergrund. Und das nicht nur durch Sicherungsmaßnahmen an den Grenzen, sondern auch durch wirtschaftspolitische Entscheidungen.

Das führt jetzt weg von den Hunden.

Aber da wir ja ne Menge Alt - Bundis im Forum haben, wäre es mal interessant, von ihrer Warte diese unterschiedlichen Entwicklungen in jenen Jahren zu beleuchten. In einem neuen Thema?

Moskwitschka


1945 , 46 lebte ich noch in der sowjetischen. Es war Mangel an allen Ecken und Ende, meine Vater ging immer auf Hamstertour aus der Großstadt zu den Bauern aufs Land Kartoffeln und andere Früchte zu organisieren. Auch fuhr er in die britische Zone von Erfurt über ich glaube Nordhausen Ellrich im Harz . Er berichtete, dass dort ein reger Grenz- und Schmuggelverkehr war. Die Russen waren gegenwärtig aber sie haben nicht viel dagegen unternommen, mit unter habe sie das Schmuggelgut weggenommen ( vor allem Schnaps) und sie ließen die Leute dann weiterziehen.
Mein Nachbar hier in D'dorf , er ist 12 Jahre älter als ich, erinnert sich, dass die Menschen hier im Winter 46/47 sehr gehungert haben und auch sehr gefroren haben. Es muss ein harter Winter gewesen sein.. Also auch hier in der britischen Zone war große Not nach dem Krieg.Schmuggel wa rwohl lebensnotwendig zu dieser Zeit.


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15.04.2017 16:17 (zuletzt bearbeitet: 15.04.2017 16:37)
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#47
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Man muss bei der Bewertung auch die Handlungsrichtung bedenken, Kaffee rein, Menschen raus, irgendwie gefühlt schützt man doch seine Grenzen immer gegen rein, oder nicht?
War doch schon beim römischen Limes so.
Das keiner raus durfte war irgendwie für 40 Jährchen eine historisch neue Qualität dank der Beglückung der Menschen mit dem Sozialismus.
Uns wurden daher ja daher auch so unschöne Bezeichnungen unter der Hand auch von DDR-Bürgern verpasst, ihr wisst sicherlich, wenn ich die schreiben würde wär ich wohl sofort gesperrt.


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15.04.2017 16:25
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#48
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Zitat von Ehli im Beitrag #21
Ich verstehe Deine Frage nicht?

Ist doch eine einfache Nachfrage @Ehli - was kann man da nicht verstehen ?

Bist Du als Grundwehrdienstleistender im Grenzregiment 33 mit Hund in den Grenzdienst gegangen ?

Vorstellung: Ehli

Von Grenzerhunden zu Tode gebissen? Grenze zwischen Tschechoslowakei / Österreich

"Habe selbst ein Erlebnis,nachts auf den Friehof gehabt.Wir wollten es uns gerade gemütlich machen,hatte gerade meinen Hund angebunden, als sich das Gebüch teilte und so ein Hund mich Angriff.Er biss mir in die Seite und ich viel rückwärts auf ein Grab.
Dort habe ich in versucht mit der MPI ab zu wehren.Mein Hund kam mir zur Hilfe,er hat die Lederleine zerissen und sich in den Hals des Wachhundes verbissen."

"Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muß die Gegend verlassen, wo sie gelten." ( Johann Wolfgang von Goethe )


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15.04.2017 16:25 (zuletzt bearbeitet: 15.04.2017 16:29)
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#49
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Zitat von der 39. im Beitrag #45
„…Die Hauptschmuggellinien lagen südlich von Aachen in den Ausläufern der Eifel mit Zentren in Aachen-Hitfeld und Mützenich, in dieser Zeit ( 1945 bis 1953) kamen angeblich 31 Schmuggler und 2 Zöllner ums Leben, Hunderte wurden verletzt, darunter auch viele Unbeteiligte….
…Als dann der deutsche Zoll um die Genehmigung bat, Handgranaten einsetzen zu dürfen, wurde die Kaffeesteuer von 10 auf 4 DM gesenkt und der Schmuggel im Wesentlichen beendet….
(aus Wikipedia)
Der eine wollte doch nur die Tante besuchen, der andere ein wenig billigeren Kaffee holen, seit wann sind die Motive ein Maß für die Verletzung einer Staatsgrenze oder auch damals Zonengrenze?
Warum der böse Grenzsoldat und nicht der böse Zöllner, der auch noch Handgranaten werfen will?

Am 11.Dezember 2010 berichtet der Spiegel: „Griechische Grenzsoldaten jagen Flüchtlinge in ein Minenfeld
Minenfeld? Wer hat denn unsere Minen verkauft? Oder alles ganz anders? Vielleicht nur Atrappen? Ist ja EU, kann also nichts Schlimmes sein, hat Frontex die Minen nun übernommen, oder gibt’s die immer noch? Minen gegen Menschen?
Wer eine Grenze verletzt, ist ein Gesetzesverletzer und macht sich strafbar. Und der Staat schützt seine Grenzen. Eigentlich schützt er ja die Grenze nicht, ist ja nur eine unsichtbare, manchmal auch markierte Linie. In Wahrheit wird der Staat geschützt. Ist sein gutes Recht. Sind auch die Mittel recht? Gibt es eine internationale Konzeption, die vorschreibt, was an einer Grenze erlaubt, was nicht erlaubt ist?
Hat die Bundesrepublik, die DDR, Griechenland gegen Völkerrecht verstoßen oder sind nur die Grenzverletzer die Schuldigen?
Ich mag diejenigen nicht, die sich einen Lieblingsschuldigen aussuchen und dann draufhauen und für alle anderen einen Berg von Entschuldigungen zur Hand haben.



Ich habe den entsprechenden Artikel gefunden. Dort ist die Rede von Panzerminen und diese sind für Menschen unter ca. 100 kg Körpergewicht ungefährlich ( was ich vermutete ). Zitat Wiki :Der Druckzünder der Minen löst erst bei Belastungen deutlich über 100 kg aus, so dass sie im Regelfall durch Einzelpersonen nicht ausgelöst werden

also alles ein bischen auf Show aufgemacht. Es hat auch gar nichts mit den Antipersonenmine des schönsten sozialistischen Staates auf deutschem Boden zu tun. Der strotzte ja nur so von Humanismus aber in seinen roten Fibeln, nicht wirklich. Auch der Spiegel muss verkauft werden!


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15.04.2017 18:38 (zuletzt bearbeitet: 15.04.2017 19:18)
#50
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Zitat
RE: Von Grenzerhunden zu Tode gebissen? Grenze zwischen Tschechoslowakei / Österreich • Absender: vs1400, Heute 12:00
quote Diesen Beitrag zitieren

es liegt mir nicht daran beides zu vergleichen, Grenzläufer,

doch wie man im heute mit geschichte umgeht und dafür hast du ein beispiel gegeben. aus deiner sicht reicht ein schlichter link, um geschichte erklären zu wollen
und, es waren ja schmuggler, ohne deren not zu erwähnen.

gruß vs




Unsere Famile hatte von 1933-1945 und dann in den schweren Anfangskriegsjahren genug Elend erlebt und so sind deine oberweisen Kommentare leicht fehl am Platz.
Ich habe mich im Beitrag #34 klar und eindeutig positioniert, einfach nochmal lesen bevor du deine intellektuellen Rückschlüsse ziehst ........ @vs1400


>>>Damals hatte man in Aachen auf Schmuggler geschossen, Menschen erschossen, in der Tat vollkommen überzogen und durch nichts zu rechtfertigen.

Aachener Kaffeefront
Die Aachener Kaffeefront war das Zentrum des Kaffeeschmuggels zwischen Belgien und den Niederlanden sowie Deutschland in den Jahren 1945 bis 1953.
https://de.wikipedia.org/wiki/Aachener_Kaffeefront<<<

Oder stören dich meine Verlinkung zu wikipedia?
Hast du Informationen dass dieser Artikel von subversiven Kräften geschrieben wurde, von antisozialistischen Konterrevolutionären, gestützt von britischen Imperialisten und Militaristen? Dann solltest du in der Tat in deiner revolutionären Wachsamkeit nicht nach lassen.


Vielleicht gehöre ich aber auch zu einer Gruppe von bürgerlich-reaktionären Kräften, die falsche Informationen über die Westgrenzen in alten Bundesrepublik verbreiten.

In diesem Sinne..... sei(d) bereit-immer bereit


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15.04.2017 20:02 (zuletzt bearbeitet: 15.04.2017 20:04)
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#51
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Der „Genickschuss von Sief“ und die Folgen , @Grenzgänger,
und den letzten satz dieses artikels ... " ... Zu einer Verurteilung ist es in keinem einzigen Fall gekommen." ... lasse ich mal unkommentiert, er spricht für sich selber.

meinste nicht auch, dass es dort und damals opfer gab und man sie öffentlich rehabilitieren sollte? ihre hinterbliebenen, haben die ein recht auf öffentliche anerkennung und entschädigung?
regionalpolitiker verwiesen explizit darauf, bei der eröffnung des denkmals, dass man die schmuggler damit nicht huldigen wolle.

gruß vs ... sorry, hatte das @ vergessen.

04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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15.04.2017 20:05 (zuletzt bearbeitet: 15.04.2017 20:18)
#52
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Zitat von Grenzläufer im Beitrag #50
[quote]

>>>Damals hatte man in Aachen auf Schmuggler geschossen, Menschen erschossen, in der Tat vollkommen überzogen und durch nichts zu rechtfertigen.

Aachener Kaffeefront
Die Aachener Kaffeefront war das Zentrum des Kaffeeschmuggels zwischen Belgien und den Niederlanden sowie Deutschland in den Jahren 1945 bis 1953.
https://de.wikipedia.org/wiki/Aachener_Kaffeefront<<<




Wiki und sein Informationsgehalt. Da steht doch auch nur, was der Ersteller des Beitrages dort sehen möchte.

P.S.: Die Kaffeesteuer wurde von 10.- Mark auf 3.- Mark gesenkt.
Bereits 1950 wurde ein Ersuchen in der 66. Sitzung des dt. Bundestages an die Bundesregierung gestellt, bis zum 01.08.1950 Gesetzesentwürfe zur Senkung der Tabak-, Kaffeee- und Teesteuer vorzulegen.
Von 1946 bis 1950 beschlagnahmten die Hauptzollämter Aachen-Stadt und Aachen-Land insgesamt 223,6 Tonnen Kaffee. Dies war nur ein Bruchteil des geschmuggelten Kaffee.

Im November und Dezember 1951 kam auch der BGS im Raum Aachen - Prüm zur Bekämpfung des Schmuggels zum Einsatz.
Der Einsatz wurde bis zum April 1952 verlängert
Es wurden in dem Zeitraum 2461 Personen wegen Schmuggelverdacht aufgegriffen und 27 Tonnen Kaffee beschlagnahmt.
Wert der hinterzogenen Abgaben ca. 700 000.- Mark
Wert der beschlagnahmten Waren ca. 1 000 000.- Mark

"Mobility, Vigilance, Justice"


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15.04.2017 20:24 (zuletzt bearbeitet: 15.04.2017 20:30)
#53
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Zitat von Gert im Beitrag #49
(...)Ich habe den entsprechenden Artikel gefunden. Dort ist die Rede von Panzerminen und diese sind für Menschen unter ca. 100 kg Körpergewicht ungefährlich ( was ich vermutete ). Zitat Wiki :Der Druckzünder der Minen löst erst bei Belastungen deutlich über 100 kg aus, so dass sie im Regelfall durch Einzelpersonen nicht ausgelöst werden


Im Rahmen des Zypernkonfliktes 1974 hat Griechenland an der Grenze zur Türkei 25'000 Antipersonen und Panzerminen verlegt.
http://www.nytimes.com/2009/01/06/world/...?pagewanted=all
Diese wurden WIMRE erst 2011 entfernt - bei der Neugestaltung der Grenzbefestigung (EU-Aussengrenze)
http://greece.greekreporter.com/2015/11/...er-with-turkey/
Auch die Landminen zwischen der Republik Zypern (Südzypern) und der Türkischen Republik Zypern (Nordzypern, defacto Staat) sollten mittlerweile entfernt sein)
http://tyglobalist.org/onlinecontent/rep...ines-in-cyprus/
Flughafen Nikosia heute

Theo


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15.04.2017 23:02 (zuletzt bearbeitet: 15.04.2017 23:36)
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#54
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Antwort zu Beitrag #48 Coff
Nach der Grundausbildung ging es 4 Wochen zur Ausbildung mit den Hund,Theorie + Praxis.
Anschliesend Abschlußprüfung.Mein Hund bekam Schutzhundstufe 3.
Dann zurück in das Regiment und ab an die Mauer.

Ehli
Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
Ich hatte einfach Glück!

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15.04.2017 23:08 (zuletzt bearbeitet: 16.04.2017 00:59)
avatar  Ehli
#55
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zu Beitrag: #24
Einfach mal im Internet suchen,ganz einfach.
Was soll das mit dem Politoffiziere?
Meine Antwort war nur eine Äußerung zu einen Beitrag vom User 39.

Ehli
Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
Ich hatte einfach Glück!

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16.04.2017 03:32 (zuletzt bearbeitet: 16.04.2017 04:28)
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#56
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S51

Zitat von andyman im Beitrag #28
Gibt es keine Achtung mehr vor dem Tod eines jungen Menschen der auf so grausame Art ums Leben gekommen ist?
Es ging hier um abgerichtete Killermaschinen die ein Menschenleben ohne Gnade beendeten,da spielen die 22m bis zur Grenze gar keine Rolle,sie hätten auch dahinter noch weitergemacht.
Bei Suchhunden wird immer die lange Leine verwendet um solche Vorfälle auszuschließen,hier war es mit Sicherheit beabsichtigt.
Lgandyman


Ich mache darauf aufmerksam, das wir das gar nicht wissen.
Lt. Bericht waren die Verletzungen an den Beinen (Unter- und Oberschenkel). Nicht darüber, mit Ausnahme Kopf. Das passt überhaupt nicht zur Art der Hundeartigen, tödliche Bisse im Halsbereich anzubringen. Dies zumindest zu versuchen. Es passt auch nicht zu den typischen Verletzungsbildern von Hunden angegriffener Menschen. Die meist Verletzungen im Gesicht, Oberkörper und Armen haben. Offensichtlich haben die Hunde hier den Flüchtigen zu Fall gebracht. Das wiederum würde zur Ausbildung einer Meute passen, die Flüchtige lediglich zu Fall bringen und am Ort festhalten sollte. Wenn man die reißerischen Worte ("zerfleischen...") mal wegläßt, dann war der Angriff offensichtlich "nur" gegen die Beine des Flüchtigen gerichtet. Da es auch noch mehr halbe Ungenauigkeiten (er wollte nicht zur Armee aber sollte drei Jahre gehen - das aber hätte eine Verpflichtung auf Zeit seinerseits bedeutet...) gibt, ist es durchaus möglich, das weder der Ausgang der Sache so beabsichtigt war, noch die geschilderten Umstände stimmen. Es ist nicht einmal auszuschließen, das die Soldaten gar nicht gemerkt haben, was da passiert ist. Die Schwere der Verletzungen schlicht nicht erkannten.
Der Einsatz einer Hundemeute gegen Flüchtige in unübersichtlichem Gelände (der Betroffene flüchtete in ein Maisfeld) war damals nicht unüblich, ist es heute gegen Straftäter auch nicht. Allerdings machen in modernen Zeiten Hubschrauber mit Wärmebildkameras diese Arbeit ungefährlicher. Geräte, die es damals eher nicht gab.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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16.04.2017 03:36
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#57
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S51

Zitat von coff im Beitrag #48
Zitat von Ehli im Beitrag #21
Ich verstehe Deine Frage nicht?

Ist doch eine einfache Nachfrage @Ehli - was kann man da nicht verstehen ?

Bist Du als Grundwehrdienstleistender im Grenzregiment 33 mit Hund in den Grenzdienst gegangen ?

...."


Hundeführer im Grundwehrdienst waren auch an der grünen Grenze 1983/85 nicht ungewöhnlich. Sie waren dann eben im Grenzdienst zu dritt (mit Postenführer bzw. mit Posten).

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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16.04.2017 03:54
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#58
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S51

Zitat von Schlutup im Beitrag #3
Moin,
mal eine Frage an die Hundeführer unter uns. Beißt der Hund eigentlich immer wieder zu oder beißt er sich fest.
Wann hört der Hund eigentlich auf damit, erst wenn der Befehl kommt oder wenn das Opfer sich nicht mehr bewegt?


Der Hund beißt, Ausbildung in der Meute vorausgesetzt, in die Beine und versucht den Flüchtigen festzuhalten. Es sei denn, der Flüchtige bleibt stehen, sobald ihn die Hunde erreichen. Sobald der Flüchtige stehen bleibt oder sich hinlegt wird der Angriff beendet und die Person nur noch bewacht sowie durch anhaltendes Bellen signalisiert. Wenn der Flüchtige sich loßzureißen versucht, fasst der Hund allerdings nach. Auch in die Beine. Falls der Flüchtige Gegenwehr leistet, auch in die Arme. Mehr darf nicht passieren. Hier scheinen beide Hunde zugebissen zu haben. Das sollte nicht sein, ist durch Aufregung zu erklären. Normal wäre eine Arbeitsteilung gewesen. Ein Hund greift an, einer signalisiert. Nicht nur Menschen "überreagieren".

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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16.04.2017 04:00
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S51

Zitat von buschgespenst im Beitrag #11
Radio Prag vom 14-03-2017

Das slowakische Gericht hat Hartmut Tautz rehabilitiert, der 1986 von den tschechoslowakischen Grenzsoldaten getötet wurde. Der 18-jährige Ostdeutsche wurde bei seinem Fluchtversuch in den Westen nahe Bratislava von den Hunden der Grenzsoldaten zerfleischt. Aufgrund des Urteils kann die Familie eine Entschädigung beim slowakischen Staat beantragen. Über das Urteil informierte die Europäische Plattform für Gedenken und Erinnern, die die Gerichtsverhandlung gemeinsam mit Tautzs Verwandten initiierte. Anwalt Lubomír Müller, der Familie Tautz vertrat, erklärte es handele sich um die erste Entscheidung eines slowakischen Gerichts über die moralische Satisfaktion eines Opfers des Eisernen Vorhangs.

http://www.radio.cz/de/rubrik/nachrichte...t-rehabilitiert

bernd


Was im Wesentlichen darauf hinausläuft, das keine vorsätzliche Tat der Grenzposten erkannt sondern hier ein Fehlverhalten festgestellt wurde.

GK Nord, GR 20, 7. GK, GAK
VPI B-Lbg. K III


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16.04.2017 08:43
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moin Tom,
der Fährtenhund und der Schutzhund (z.B. Nachsuche) wird an der langen Leine geführt.

Beim Einsatz der Meute wird kein Hund an der Leine geführt, zu einer Meute gehört unbedingt ein Leittier bestenfalls zwei! Hier ist es wichtig, dass man ein ausgeglichenes Wesen des Hundes sucht, ideal wäre ein ausgebildeter Schutzhund. Diesem Meutenführer macht man im Einsatz klar, wo zu suchen ist, bzw. führt man den Hund an das betreffende Areal heran, die Leine wird entfernt und nun wird der Rest der Meute losgelassen. Vorher postieren sich Mitglieder der Hundestaffel auf der gegenüberliegenden Seite oder auch an den Seiten des z.B. Waldstücks, Maisfeld oder was auch immer um die hoffentlich komplette Meute abzufangen oder ein zusammeln. Es sei denn, die Suche war erfolgreich, dann hält sich die Meute beim Täter auf.

Eine gute und leistungsstarke Meute baut man über Jahre hinweg auf, das ist nicht in einem Monat getan, es ist viel Arbeit und setzt viel Wissen voraus. Selbst wenn die Meute steht, muß immer wieder ausgebildet und geübt werden. Das Ganze ist überaus Zeit- und Personalaufwändig.

wünsche Allen ein schönes Osterfest,

gruß Bernd


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