wir waren jung und haben viele Dinge gemacht

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29.03.2017 11:06
avatar  Fred.S.
#1
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bgs hat heute am 29.03.17 Bilder in das Forum gestellt. Und ich erinnerte mich. Radio mit an Bord gehabt ( war verboten ) und hörte von dem Sturz der Allende Regierung in Chile. Was fiel mir da ein das damalige Lied ... Venseremus ... oder so ähnlich, voll über den Funk abzuspielen und an alle die Aufforderung, Geld zu spenden. Zum Erstaunen des Diensthabenden in der Leitstelle, meldete sich Boot für Boot mit der Bootsnummer und welchen Betrag man spenden wollte. Es kamen bei 300 Mark zusammen. Mit Entsetzen wollte der Politstellvertreter und der Parteisekretär das Geld nicht annehmen. Wie komme ich dazu, eine nicht organisierte und genehmigte Spende des Regiment zu organisieren und noch über den Dienstfunk. Mit Unbehagen nahm er dann das Geld doch.
Kein Wort wurde seitens der Politführung darüber mehr gesprochen. Mein KC, der damalige Kaleu Heinz Janshen lachte nur und verbot mir sowas über Funk noch einmal zu machen.
Ja, sowas fällt einen bei den Bildern von bgs wieder ein. Habt ihr auch mal so etwas in eurer Dienstzeit gemacht. Frage nicht nur an die Grenzer, he BGS, Zoll, so ein Blödsinn müsst ihr doch auch kennen oder wart ihr immer artig ? Fred.S.


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23.02.2019 01:45
#2
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Wir hatten in eigeninitiative Spendengelder gesammelt als im Februar 1979 der Grenzkrieg zwischen Rotchina und Vietnam ausbrach, ich erinnere mich noch daran das mein "Patenonkel" Uxx Buxxe 50 Mark in den Ring warf.
Wir waren alle einerseits betroffen weil nach nur knapp 3 Jahren seid Ende des Indochinakrieges nun gar zwei "Sozialistische" Länder ihren Grenzzwist und die Spannung um Kambodscha mit Waffen austrugen.
Aber wir hatten auch Angst wegen der Weltlage ... auch weil wir nicht für "jeden bestimmte" informationen wussten (Polit ließ das durchblicken), das Sowjetische Kriegschiffe die Vietnamisischen Häfen sicherten und sich die Grenzregion China - UdSSR auf Auseinandersetzungen vorbereitete.
Ich hörte verbotener Weise die deutschsprachigen Dienste der Radios aus Peking, Moskau, Hanoi und Tirana ab, machte mir darüber ein gutes Bild, verquatschte mich aber im Polit mit Details und musste ganz rudern um da rauszukommen.


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23.02.2019 07:10
#3
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Ich war zu der Zeit zwar noch in der Schule, aber ich erinnere mich noch, dass wir Spielzeug für die armen Polenkinder spenden sollten. Lief auch ganz gut und die Eltern waren wohl froh, dass etwas mehr "Luft" ins Kinderzimmer kam. Möglicherweise hätten sich die Polen (-Kinder) über ein Fleisch- oder Wurstpaket mehr gefreut, als über abgelegtes Spielzeug, aber der gute Wille war da. Da bekam der Begriff "Solidarność" wieder eine ganz andere Bedeutung.
Nochmals sorry, dass ich nicht mit einer Dienstzeit damals dienen kann, aber ich denke irgendwie haben bzw. mußten wir doch alle das von oben diktierte mitmachen. Egal ob Schulkind oder Grenzer etc.


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23.02.2019 08:35
avatar  Hanum83
#4
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Wir hatten ein Patenkind im schwer bombardierten DaNang für das wir Flaschen gesammelt haben und da es beim SERO damals für 10 leere Flaschen eine Mark gab, kam da schon was zusammen.
Ob das Mädchen von dem Geld was hatte bezweifle ich, wurden wohl eher davon Waffen gekauft für die Vietnamesische Volksbefreiungsarmee.
Ich muss aber gestehen das wir auch mit dem Spruch "Wir sammeln für Vietnam" das private Sparschwein etwas gefüllt hatten.


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23.02.2019 08:47
#5
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #4
Wir hatten ein Patenkind in DaNang für das wir Flaschen gesammelt haben.
Ob das Mädchen von dem Geld was hatte bezweifle ich, wurden wohl eher davon Waffen gekauft für die Vietnamesische Volksbefreiungsarmee.


Gab es das zu der Zeit,auch schon--mit einen Patenkind? Vielleicht,hat es ein Fahrrad bekommen. Naja das war es doch wert,Flaschen zu sammeln. Oder? Nach den möderischen US Krieg.


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23.02.2019 17:42
avatar  schulzi
#6
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In der Sache erinnere ich mich das wir in der Schulklasse auch gesammet haben und zwar ich weiss nicht ob sich einer an das Bild erinnern kann wo Kinder auf einen Wasserbüffel schreiben lernten.Ein Lehrer nahn das in die Hand und kauften Bleistifte und Hefte und Her Borchart schickte es an die Botschaft ,nach cirka 3 oder 4 Wochen ist ein Dankesbrief von der Botschaft gekommen.Zur Sammlung im Vietnamesisch-Chinesischen Grenzkrieg 1979 hatten wir auf der Ausbildungskompanie auch gesammelt doch da wurde die Freiwilligkeit auf einmal zum Zwang,den unsere Sammlung wurde für nichtig erklärt und es Vorgaben gesetzt so hatten Soldaten mindestens 25 Mark der DDR zu Spenden UaZ 100 Mark Berufsunteroffiziere und Offierziere 200 Mark zu Spenden .Dies war eine sache mit der ich selbst Genosse nicht eiverstanden war den das war zwang und hatte nichts mit Freiwilligkeit zu tun.


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23.02.2019 19:15
#7
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Also mir ist bekannt das es in der DDR bei der Firma SERO für die Abgabe von leeren Flaschen und Industiegläsern 0,05 Pfennig der DDR-Mark gab und nicht wie hier erwähnt im Beitrag 4,das Doppelte, 0,10 Pf.Das wäre ja Wucher gewesen! Auch für Altpapier ein Kg= 0,15 Pf.Oder bin ich jetzt falsch informiert.


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23.02.2019 19:40
avatar  schulzi
#8
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Es kam auch darauf an was gerade gebraucht wurde, da konnte es schnell passieren das es mal 1 oder 2 Wochen ein bisschen mehr gab


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23.02.2019 19:42
#9
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Hier mal ein Originalbeleg von SERO


Quelle: Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/SERO#Aufkaufpreise

Edit: Link hinzugefügt


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23.02.2019 19:52
#10
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Danke, ich sprach von DDR Zeit.! Nicht von 1990.
Kann mir auch nicht vorstellen das es bei Engpass,wie auch immer,der doppelte Preis war im SERO Vertrieb,wie von @ Schulzi geschildert.In der DDR gab es immer Festpreise.Egal wo ich Butter gekauft habe,ob in Dranske oder Klingental.


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23.02.2019 19:55
#11
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... 3.2.1990 ist noch 'tiefste' DDR-Zeit ...


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23.02.2019 19:58
#12
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@Waschbär
Klick mal auf den Link in meinem Beitrag und dort sind die Preise von 1985.


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23.02.2019 19:59
#13
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Gut,habe gelesen Ankaufpreise von Wiki verschiedene Preise.Mir war bekannt,..
Danke für die ausfürliche Info.


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23.02.2019 20:53
#14
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Zitat von Waschbär im Beitrag #7
Also mir ist bekannt das es in der DDR bei der Firma SERO für die Abgabe von leeren Flaschen und Industiegläsern 0,05 Pfennig der DDR-Mark gab und nicht wie hier erwähnt im Beitrag 4,das Doppelte, 0,10 Pf.Das wäre ja Wucher gewesen! Auch für Altpapier ein Kg= 0,15 Pf.Oder bin ich jetzt falsch informiert.


In meiner Erinnerung und die ist m.E. in dieser Beziehung recht gut, da ich sehr aktiv damit mein Taschegeld aufgebessert habe und wir später in unserem Laborraum (3 jüngere Frauen und ich) gezielt gesammelt haben und das Geld dann im Interhotel Kosmos in der Bar bei Cointreau, Bols und guten Freyburger Wein auf den Kopf gehauen haben.
Zeitungen 30 Pfg/kg, Wellpappe 50 Pfg., Standardgläser Weithals und Spirituosen 20 Pfg/St., übrige Gläser 5 Pfg/St., Knüllpapier 5 Pfg/Kg. Das war nicht nur mal für 1 - 2 Wochen, das war wesentlich längerer Zeitraum.

Gerde mal verglichen mit der Liste von Zweedi in #6. Da hat mich meine Erinnerung nicht getäuscht.


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23.02.2019 20:57
#15
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Ganz toll,jetzt weiß ich auch warum in der DDR keiner unter der Brücke nächtigen musste,außer er wollte es selbst.


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