war der auf der anderen Seite dein Feind?

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30.03.2017 09:47
#61
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #60
Und kämpferisch von der BW übernommen wurden.

Und dann im Auslandseinsatz erst noch


Das kommt noch hinzu


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30.03.2017 10:04
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#62
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Ich hatte her Bedenken vor manchen der eigenen "Führungskräfte", den Jargon und das rumplärren kenne ich auch noch. Da wäre so manch alter Wehrmachtsoffizier neidisch geworden.
Allerdings muß ich zum das zu relativieren zugeben, es war nur ein Hauptmann von diesem Schlag und der war zur PIK strafversetzt,


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30.03.2017 10:06
#63
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Ich frage mich öfters mal,heute nach 28 Jahren deutscher Einheit--gibt es ja die wahren Helden. Die das Wissen von heute,schon damals als sie am Kanten dienten hatten. Die ihr Postenbrot nahmen, ihre Mumpels und Kaschi und brav ihren Dienst versahen. Obwohl sie ja wussten, das es verkehrt war--aber es fehlten ihnen der Arsch in der Hose--die Seite zu wechseln. Naja heute lässt sich anders drüber reden.


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30.03.2017 10:22
#64
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Moin,

die ganz Schneidigen gab´s auch beim Bund. Der Hfw den ich in einem anderen Fred schon erwähnt hatte war auch so ein "vor- und zurück" Wipper.

MfG Berlin

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Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !

Ein Holder geht durch dick und dünn...

Der Holder auf dem Acker, der kleine Racker schlägt sich wirklich wacker....

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30.03.2017 10:22
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#65
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@Rostocker , sieh es doch eher menschlich....
Ich war nicht direkt am Kanten und habe auch dem Staat gedient, ich hatte aber nie das Gefühl damals Unrecht zu tun. Ich war überzeugt von diesem Staat und habe die Fehler als "notwendige Übel" gesehen.
Dieser Offizier, von dem ich schrieb, war mir damals schon zu wieder (ich erwähne nicht den Namen oder das Delikt als Grund für die Strafversetzung, ich denke sonst wüßten einige wen ich meine).
Eigentlich war ich nur froh das der GW vorüber ging....
Ich war kein "Held" und werde auch nie einer sein, nur was macht Menschen zu "Helden"
- Überzeugung?
- Fanatismus?
- das Ego?
- Hoffnungslosigkeit?

Oder auch das passende Feindbild, nach dem Motto "sei bereit zu kämpfen, denn der gegenüber würde Dich gnadenlos töten"...

Also auch das Feindbild als Grundlage zum "Heldentum" und wie viele "Heldentaten" wurden aus der Angst geboren?

Die Jungs auf der anderen Seite sahen uns wohl auch als Gegner, Gegner im Sinn Verteidiger eines "feindlichen System" zu sein, doch man brauchte nicht so einen psychologischen Druck.

- sie verdienten recht gut
- sie waren "Berufssoldaten", freiwillig
- sie wähnten ihr System als das bessere
- sie mußten nicht nach zwei Seiten aufpassen - nach innen und außen

Das machte die Situation schon etwas entspannter.

Und ein jeder redet heute anders als damals über diese Zeit, denn wir reflektieren die Vergangenheit mit dem heutigen Wissen, nur sollte man die Zeit nicht verfärben.


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30.03.2017 10:28 (zuletzt bearbeitet: 23.09.2020 11:56)
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30.03.2017 10:41 (zuletzt bearbeitet: 23.09.2020 11:57)
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30.03.2017 11:08 (zuletzt bearbeitet: 23.09.2020 11:58)
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30.03.2017 11:52
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das erste viertel jahr im busch war wohl eher für jeden die zeit, in der es viel neues gab. wer hatte denn schon vorher mal ne "horde" bewaffneter briten bzw. amis gesehen, mir wurde es da schon etwas mulmig. zumal mir ja bewusst war, dass diese soldaten keine gwd'ler waren und manch einer bestimmt schon richtig kämpfen musste.
das hätten im dümmsten fall mal feinde werden können, doch mit der zeit gewöhnte man sich daran.

zoll & bgs waren deutsche, ich auch und dass mit entfernter westverwandtschaft. da wollte ich mir den fall der fälle erst gar nicht vorstellen.
die vom zoll empfand ich immer etwas angenehmer und ruhiger. die bgs'ler haben 2 mal posten angeschwärzt und waren schon deshalb durch.

gruß vs

04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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30.03.2017 12:41
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#70
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Genau genommen die Frage "War auf der anderen Seite dein Feind?" und die Antworten gehen in zwei Richtungen...

- Mein Feind stand auf der anderen Seite nicht
- Der "Feind" des Staates DDR irgendwie schon

Und hier müssen wir trennen

- wie weit identifiziere ich mich mit dem Staat DDR
- welche Gesellschaft ist für mich erstrebenswert

Unsere Vergangenheit ist geprägt durch eine Besonderheit, durch das Ergebnis des 2.WK wurde eine Nation in zwei unterschiedliche Staaten mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Systemen geteilt. Diese Systeme stehen sich schon konträr gegenüber, die Menschen haben aber noch Bindungen zu den Bewohnern (Verwandte, Bekannte) des anderen Staates. Und wer sieht schon im Cousin XYZ einen Feind?

Ich habe das selber kennengelernt, als der Sohn meiner Stiefgroßmutter einmal bei ihr zu Besuch war. Wir haben an dem Abend ein paar Flaschen Wein vom Osten und Klassenfeind ordnungsgemäß vernichtet und dabei über das persönliche Leben gesprochen. das war sehr aufschlußreich, er arbeitete in einer Firma KFZ Zulieferer und der Autokonzern ging damals in eine Kriese, die Angst vor arbeitslosigkeit, die Frau hat "schwarz" als Frisöse geschafft und der Kredit für das Häuschen.
Auch ich habe von meinem Leben erzählt, von der sozialen Sicherheit und von der abenteurlichen Situation, wenn man etwas "besonderes" wollte. Zum Schluß haben wir im Rahmen der "Verbrüderung" festgestellt, das es kein Optimum gibt....

Wer solche Dinge erlebt hat und sieht den Typen auf der anderen Seite eher als Mensch und mit ein wenig Phantasie sieht man den Menschen und seine Probleme und nicht den Feind.
Genau vor einer solchen Einstellung hatte man in der DDR angst.

Für mich ist meine Vergangenheit zwiespältig, für mich war der Sozialismus und auch der Staat DDR das bessere System, ich habe aber auch die Lügen und Propaganda gesehen mit denen man das ehrenvolle Ziel erreichen wollte. Und dazu gehörten auch diese Feindbilder....

Und hier schließt sich fast der Kreis zu dem Thema von @IM Kressin zu der "Doppelmoral".

Heute sehe ich wie eine politische Clique in jedem System Menschen versucht zu manipulieren und auch Feindbilder in der eigenen Bevölkerung aufbaut (Teile und Herrsche, mehr will ich nicht sagen, sonst noch Themensperre).

Auch hier schließt sich wieder ein Kreis zu dem Thema "Wer wünscht sie sich zurück". Unsere heutigen Probleme sind eng mit der Vergangenheit verknüpft, unsere Vergangenheit die zwei deutsche Staaten als Ergebnis hatte, unsere Vergangenheit in den zwei Staaten und die heutige Situation in unserem Land.

Aber zurück zum Feind.....


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30.03.2017 13:50 (zuletzt bearbeitet: 30.03.2017 14:23)
#71
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Zitat
RE: war der auf der anderen Seite dein Feind? • Absender: damals wars, Gestern 20:01
Die deutschen Gegenüber in Uniform taugten auf Grund ihres zivilen Aussehen und ihres besonnenen Handeln schon damals nicht zum Feind.
Das wurde mir aber erst an der Grenze klar.
Das martialische Auftreten der (US) Besatzer weckte da schon andere Gefühle.



Die amerikanischen Soldaten waren in erster Linie Befreier -sie haben Deutschland von dem verbrecherischen Nationalsozialismus befreit- und später waren sie Garanten für den Aufbau einer freiheitlichen Demokratie in unserer alten Bundesrepubik.
Deine politische Vokabel "martialische Auftreten der (US) Besatzer" ist der Schenkelkopfer der Woche.
Als Kinder haben wir uns öfters Richtung amerikanisches Kasernengelände bewegt und Kaugummis oder Schokolade geschenkt bekommen auch wenn die Schokolade schlechter als unsere Milka war. Die "furchterregend martialisch" auftretenden amerikanischen Wachsoldaten waren froh wenn sie mal Abwechslung hatten und für uns war es lustig mit zehn Englischvokabeln -mehr kannten wir nicht- mit ihnen zu unterhalten. Als Student habe ich mein Praktikum u.a. in einer Firma zwei Wochen auf dem Gelände einer US-Kaserne absolviert. Wir haben mit den Amis gefeiert, wir haben mit ihnen getrunken und sie haben mich sogar -obwohl es offiziell nicht erlaubt war- mit in einen PX-Store der AAFES genommen. Dort habe ich -stilungerecht- amerikanischen Whiskey aus Kentucky in 1,75 Liter Plastikflaschen (in der USA ist normalerweise die Maßeinheit Gallone) gekauft.

Also, deine erzählten Geschichten stehen meinen Lebenserfahrungen diametral gegenüber. @damals wars

Auch über den Bericht der Steinewerfer in Steinstücken muss ich schmunzeln.
Aber vielleicht hatten sich für euren Film gebahnhofte Steinewerfer am Bahnhof Zoo finden lassen, die für eine Flasche Nordhäuser Doppelkorn einen Kieselstein über die Mauer im abgelegenden Steinstücken geworfen haben.

Ich war oft in Steinstücken, die Atmopshäre war schon bedrückend durch diesen "Tunnelkanal" auf der Bernhard-Beyer-Straße von Zehlendorf-Kohlhasenbrück
nach Steinstücken zu fahren. Die Grenzsoldaten konnten sich sogar an einer Stelle von den links und rechts positionierten Wachtürmen gegenseitig zuwinken.
Im Gegensatz zur unseren US-Soldaten waren auch die DDR-Grenzsoldaten nicht ansprechbar, der stramme preußische DDR-Drill leistete da sicherlich auch ordentlich Vorschub. Aber gut, ich gehörte ja auch zu dem imperialistischen Klassenfeind.

Fazit:
Auf jeden Fall solltest du deinem Politoffizier danken, der hat ganze Arbeit geleistet und dir einen festen und klaren Klassenstandpunkt vermittelt.


Zitat
RE: war der auf der anderen Seite dein Feind? • Absender: Pit 59, Gestern 20:46
quote Diesen Beitrag zitieren
Käse,ich habe sie fast täglich gesehen,hatten einen sehr ruhigen Job,und wenns möglich gewesen wäre hätten die Amis mit uns Bier getrunken.Aber gut aufgepasst im Polit.


Die hätten sicher mir euch Bier getrunken @Pit 59

Zitat
RE: war der auf der anderen Seite dein Feind? • Absender: linamax, Gestern 22:27
quote Diesen Beitrag zitieren
Peter ich habe die Amis immer bewundert , die waren immer so locker drauf , haben das alles nicht so eng gesehen .



Ich habe sie auch immer locker erlebt.

Das ist der Jammer dieser Welt,
Dass all die Dummheit der Millionen
Den wenigen, deren Geist erhellt,
Den Weisen wird zu Dornenkronen;
Dass sich der Massen Unverstand
Frech an des Genius Schwingen heftet,
Ihr zerrt aus seinem hohen Land,
Bis er zu Boden sinkt entkräftet.
Kurt Eisner


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30.03.2017 13:59 (zuletzt bearbeitet: 30.03.2017 14:24)
#72
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Also, wer überzeugt und brav diente, der mußte keinen "Arsch in der Hose" haben, denn er ging konform.

Andererseits gibts ja Heimat und Familie. Die Frage, warum auch andere nicht abhauen wollten, ist dahingehend schon diskutiert worden.
"Wir bleiben hier" wurde bekanntlich 1989 gerufen, um sich von denen zu distanzieren, die sich eine Alternative im Osten nicht vorstellen konnten.

Ich möchte den sehen, der sich wegen seiner kritischen Haltung als Held versteht, Ironie ausgenommen.

Ja, man hatte das Wissen von heute nicht. Deshalb waren nur Wenige so radikal, ihre Existenz aufs Spiel zu setzen angesichts der Aussichtslosigkeit bis 1989.

Widerstandskampf war nicht derartige moralische Notwendigkeit wie im Nationalsozialismus.
Da gab es eben den jedem bekannten Unterschied.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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30.03.2017 14:20
#73
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Dafür gab es die bekannten "Nischen".
Kritik daran steht nur denen zu, die altiven Widerstand leisteten.
Aber die kritisieren das gar nicht.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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30.03.2017 14:21 (zuletzt bearbeitet: 23.09.2020 11:59)
avatar  Fred.S.
#74
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30.03.2017 15:59 (zuletzt bearbeitet: 23.09.2020 12:00)
avatar  Fred.S.
#75
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