war der auf der anderen Seite dein Feind?

  • Seite 3 von 8
29.03.2017 16:08
avatar  ( gelöscht )
#31
avatar
( gelöscht )

Nein, aus der Sicht meiner Dienstzeit in der DGP kann ich nur sagen, es waren keine Feinde. Ob es Freunde waren, konnte man ja noch nicht beurteilen. In meinen Augen waren es Menschen, die ihren Dienst mit anderen Anweisungen und Aufgaben versahen. Die hatten nicht die Aufgabe Bürger der BRD daran zu hindern, die BRD zu verlassen. Die hatten auch nicht die Aufgabe DDR-Bürger daran zu hindern in die BRD zu kommen. Die hatten auch nicht die Aufgabe alle Fremden im Grenzgebiet zu kontrollieren oder fest zu nehmen oder zurück zu weisen. Ich glaube, ich habe sie auch nie mit Langwaffen gesehen. Wir bekamen sie bei unseren Beobachtungen auch nur selten zu Gesicht. Es waren also Menschen wie du und ich, also keine Feinde. Das Freund-Feindbild wurde wohl erst nach Einführung der Wehrpflicht den Wehrpflichtigen so richtig ein geprägt. Genau so die Bezeichnung Freundwerts oder Feindwerts, diese Bezeichnungen gab es bei uns nicht.

Cambrino


 Antworten

 Beitrag melden
29.03.2017 17:32
#32
avatar

Zitat von Fred.S. im Beitrag #28

Sperrbrecher, ich akzeptiere jede Meinung, auch Deine,

Mich hat es allerdings bislang kaum interessiert, ob jemand anderes meine Meinung teilt oder akzeptiert.

Zitat
...nur würde mich interessieren, seit wann du diesen Haß hattest. Fred.S.


Von dem Moment an, als ich gemerkt habe, dass das DDR-System verdammt viel Ähnlichkeit mit dem der Nazis hatte
und das passierte bereits in ziemlich jungen Jahren.

Bislang bin ich bereits dreimal aus totalitären Machtbereichen geflüchtet.
1939 als Kleinkind mit meinen Eltern aus Deutschland vor den Nazis, 1945 aus Polen vor den Russen,
1969 vor den Kommunisten aus der DDR und jetzt befürchte ich, dass es bei der derzeitigen Entwicklung in Deutschland
wahrscheinlich nicht unbedingt falsch wäre erneut die Koffer zu packen (solange das noch möglich ist). Glücklicherweise
bin ich mit einer ausländischen Frau verheiratet, sodass ich immerhin die Option habe, auch im Herkunftsland meiner Frau
meine letzten Tage zu verbringen.

Ein guter Mensch, in seinem dunklen Drange, ist sich des rechten Weges wohl bewusst.


 Antworten

 Beitrag melden
29.03.2017 18:09
avatar  ( gelöscht )
#33
avatar
( gelöscht )

Siehe uns Speerbrecher mit diesem:

"Bislang bin ich bereits dreimal aus totalitären Machtbereichen geflüchtet.
1939 als Kleinkind mit meinen Eltern aus Deutschland vor den Nazis, 1945 aus Polen vor den Russen, "
textauszug ende

Wie jetzt Speerbrecher, ihr seit wirklich 1939 in Familie mit der Wehrmacht "nach Polen geflüchtet"? Oder wie sollte man das lesen?

Rainer-Maria


 Antworten

 Beitrag melden
29.03.2017 18:23 (zuletzt bearbeitet: 29.03.2017 18:27)
avatar  ( gelöscht )
#34
avatar
( gelöscht )

Vielleicht meint er ja, in das damalige Polen und nicht in die ehemaligen Ostgebiete des deutschen Reiches. Wenn dir dieses spanisch vor kommt. Und er schreibt , vor den Nazis geflüchtet und nicht mit der Wehrmacht geflüchtet.

Cambrino


 Antworten

 Beitrag melden
29.03.2017 18:27 (zuletzt bearbeitet: 23.09.2020 11:53)
avatar  Fred.S.
#35
avatar

gelöscht


 Antworten

 Beitrag melden
29.03.2017 18:37
#36
avatar

Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #33

Wie jetzt Speerbrecher, ihr seit wirklich 1939 in Familie mit der Wehrmacht "nach Polen geflüchtet"?
Oder wie sollte man das lesen?

Nein, natürlich nicht mit der Wehrmacht.
Das war schon vorher, möglichweise habe ich mich da auch vertan und es war schon 1938.
So genau erinnere ich mich da nicht mehr. Immerhin war noch ein Kleinkind.

Ein guter Mensch, in seinem dunklen Drange, ist sich des rechten Weges wohl bewusst.


 Antworten

 Beitrag melden
29.03.2017 18:45
#37
avatar

Zitat von Ebro im Beitrag #23

Der war aber geistig nicht sehr rege, mit der Schule hatte er es nicht so.

Na in Eurer Truppe gab es aber auch etliche, die nicht unbedingt die hellsten Kerzen
am Baum waren. Wenn ich mir da so meine Vernehmungsprotokolle durchlese,
standen die nicht nur mit mir und den Leuten meines Schlages, sondern auch mit
der deutschen Rechtschreibung auf erbitterten Kriegsfuß.

Ein guter Mensch, in seinem dunklen Drange, ist sich des rechten Weges wohl bewusst.


 Antworten

 Beitrag melden
29.03.2017 18:49
#38
avatar

Rainer Maria, den Namen vom Sperrbrecher absichtlich verunglimpfen? Was soll das?

Empfinde ich als unpassend.

MfG Berlin

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !

Ein Holder geht durch dick und dünn...

Der Holder auf dem Acker, der kleine Racker schlägt sich wirklich wacker....

 Antworten

 Beitrag melden
29.03.2017 19:17
avatar  94
#39
avatar
94

zu #21:
Sollte nicht etwas mehr zwischen den Begriffen 'Feind' und 'Gegner' differenziert werden? Mir zumindest gelingt es nicht diese synonym zu gebrauchen. Wenn ich an die damilige Zeit zurück denke trat der Begriff des Feindes, besonders im Zusammenhang Klassenfeind nur im Politunterricht auf. In allen anderen Belangen sprach man vom Gegner.

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


 Antworten

 Beitrag melden
29.03.2017 19:22 (zuletzt bearbeitet: 23.09.2020 11:53)
avatar  Fred.S.
#40
avatar

gelöscht


 Antworten

 Beitrag melden
29.03.2017 19:45 (zuletzt bearbeitet: 30.03.2017 14:27)
avatar  krelle
#41
avatar

Als „Gegner“ habe ich mein „Gegenüber“ schon betrachtet, das muss ich zugeben. Nicht als „Feind“, aber als „Gegner“. Gewiss, ich habe nie vergessen, dass der „Gegner“ Deutscher ist wie ich und dass wir dieselbe Sprache sprechen. Und „das“ durfte man auch nie vergessen! Nicht die Soldaten, die mir gegenüberstanden, waren „Feind“ – man machte vielmehr die Politik(er) dafür verantwortlich, dass es so geschah. Der einzelne Grenzsoldat konnte nichts dafür; er tat genauso seinen Dienst wie ich. Dennoch wusste/dachte man(n): wenn die Situation es erfordert, legt man die Waffen vielleicht aufeinander an…
Wie gut, dass es nicht so kam und wir heute FREUNDE sein können!

Anbei Fotos - ich habe diese unscharf maskieren müssen (Datenschutz, Persönlichkeitsrechte)- ja, beide "Seiten" waren damals fleißig am fotografieren...
Nachtrag: sollte jemand meinen, "sich" auf den Bildern zu erkennen, so möge er sich melden. Das betreffende Foto kann er gerne haben...


 Antworten

 Beitrag melden
29.03.2017 19:51 (zuletzt bearbeitet: 23.09.2020 11:54)
avatar  Fred.S.
#42
avatar

gelöscht


 Antworten

 Beitrag melden
29.03.2017 20:01
avatar  ( gelöscht )
#43
avatar
( gelöscht )

Die deutschen Gegenüber in Uniform taugten auf Grund ihres zivilen Aussehen und ihres besonnenen Handeln schon damals nicht zum Feind.
Das wurde mir aber erst an der Grenze klar.
Das martialische Auftreten der (US) Besatzer weckte da schon andere Gefühle.


 Antworten

 Beitrag melden
29.03.2017 20:23 (zuletzt bearbeitet: 29.03.2017 20:45)
#44
avatar

Hast Du den Gegenüber schon vorher sehen können? Ich denke nicht.
Eher hast du Dir unbekannterweise ein Feindbild einreden lassen in Stabü und Polit...........

Allerdings entsprach ein GI-Veteran, dem ich bei einem Treffen eines längst vergangenen Grenzerforums (alte Geschichte - 2 Gefreite unter Feldwebeln und Offizieren) begegnete, dem Klischee.
Er hatte den Kalten Krieg abgehakt und war dabei wirklich nett.

Aber dafür wurde jetzt von beiden beruflichen Seiten von Soldatenehre geredet und daß man früher Befehle befolgt hätte.

Er bot immer noch das Bild einer Kampfmaschine. D.h. früher wäre ich ihm im Ernstfall nicht gern begegnet.

Ohne Hintergedanken (so mein Eindruck), verteilte er unter uns eine Gedenkmünze seines "Black-Horse" -Regiments.
Darauf weltweite ehemalige Einsatzorte, vor allem "heiße" - u. a. Vietnam - und der Spruch des Regiments:

In deutscher Übersetzung "Schlagt die Bastarde wo ihr sie findet und spießt sie auf".

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


 Antworten

 Beitrag melden
29.03.2017 20:39
avatar  ( gelöscht )
#45
avatar
( gelöscht )

[quote="damals wars"|p607413]Die deutschen Gegenüber in Uniform taugten auf Grund ihres zivilen Aussehen und ihres besonnenen Handeln schon damals nicht zum Feind.
Das wurde mir aber erst an der Grenze klar.
Das martialische Auftreten der (US) Besatzer weckte da schon andere Gefühle.[/quote]

Hubert :
Rot : mußt du noch mal erläutern . Dakann ich nicht ganz folgen

hapedi


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!