Umweg per DDR-Interflug

23.09.2009 11:32
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#1
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Regelmäßiger und direkter Flugverkehr zwischen den beiden deutschen Staaten – undenkbar! Doch im Spätsommer 1989, drei Monate vor dem Fall der Mauer, ist es Wirklichkeit. Als Korrespondent einer österreichischen Zeitung fliege ich erstmals mit der ostdeutschen "Interflug" von der Bundesrepublik in die DDR. Und alle - die Lufthansa-Damen, der Taxifahrer, die Passagiere - alle finden das aufregend. Nur die Interflug-Stewardessen nicht, sie waren angewidert und peinlich berührt.Den Fluglinien beider deutscher Staaten war es verboten, die militärische Kontrollzone an der gemeinsamen Grenze zu überfliegen. Die Nutzung der Flugkorridore nach Berlin war sowohl der Lufthansa als auch der Interflug untersagt. Also mussten die Maschinen, wenn sie ins Nachbarland wollen, einen großen Umweg fliegen, um die deutsch-deutsche Grenze zu meiden.

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http://www.euractiv.de/wahlen-und-macht/...nterflug-002125


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23.09.2009 11:35
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#2
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Da hätte ich jetzt auch gleich nochmal eine frage dazu. Konnte ich in Frankfurt in ein Flugzeug einsteigen und ohne Probleme nach West-Berlin fliegen? Und wie war das generell mit den innerdeutschen Flügen von West nach Ost ?


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23.09.2009 11:54
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#3
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Zitat von Angelo
Da hätte ich jetzt auch gleich nochmal eine frage dazu. Konnte ich in Frankfurt in ein Flugzeug einsteigen und ohne Probleme nach West-Berlin fliegen?

Ich weiss es zwar nur von Muenchen nach Berlin, und ja, war so wie nach Hamburg.

Zitat von Angelo
Und wie war das generell mit den innerdeutschen Flügen von West nach Ost ?

Gab's da ueberhaupt welche?
-Th


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23.09.2009 13:47 (zuletzt bearbeitet: 23.09.2009 13:51)
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#4
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Aus Wapedia-Wiki-Interflug,
Am 11. August 1989 nahm die Interflug erstmals seit ihrem Bestehen den regelmäßigen Flugbetrieb mit einem Flugziel in der Bundesrepublik Deutschland auf. Die Maschine startete in Leipzig und flog über das Territorium der damaligen ČSSR in 90 Minuten nach Düsseldorf, wo sie von der westdeutschen Presse empfangen wurde. Bis zum 30. Oktober 1989 sollte die Interflug zweimal wöchentlich diese Linie bedienen - abwechselnd mit der Lufthansa, die ihren Flugbetrieb mit der DDR am 10. August 1989 aufnahm. Auch hier durften die Maschinen die innerdeutsche Grenze nicht überfliegen und mussten den Umweg über die ČSSR nehmen.

Ich denke Sonderflüge wie beim Besuch Erich Honeckers in der BRD oder zur Leipziger Messe
gab es früher.
Das ist auch interessant! Flüge von Ost nach West.Gruß Peter(turtle)


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23.09.2009 13:47
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#5
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Zitat von Angelo
Regelmäßiger und direkter Flugverkehr zwischen den beiden deutschen Staaten – undenkbar! Doch im Spätsommer 1989, drei Monate vor dem Fall der Mauer, ist es Wirklichkeit. Als Korrespondent einer österreichischen Zeitung fliege ich erstmals mit der ostdeutschen "Interflug" von der Bundesrepublik in die DDR. Und alle - die Lufthansa-Damen, der Taxifahrer, die Passagiere - alle finden das aufregend. Nur die Interflug-Stewardessen nicht, sie waren angewidert und peinlich berührt.Den Fluglinien beider deutscher Staaten war es verboten, die militärische Kontrollzone an der gemeinsamen Grenze zu überfliegen. Die Nutzung der Flugkorridore nach Berlin war sowohl der Lufthansa als auch der Interflug untersagt. Also mussten die Maschinen, wenn sie ins Nachbarland wollen, einen großen Umweg fliegen, um die deutsch-deutsche Grenze zu meiden.

mehr
http://www.euractiv.de/wahlen-und-macht/...nterflug-002125



Zweite Frage beantwortest du dir doch schon selbst


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23.09.2009 13:55
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#6
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Zitat von Angelo
Konnte ich in Frankfurt in ein Flugzeug einsteigen und ohne Probleme nach West-Berlin fliegen?



Ja, aber nicht in eine LH-Maschine. Der West-Berlin-Flugverkehr war AFAIK nur den Fluggesellschaften der drei westlichen Schutzmächte (F, GB, USA) vorbehalten.


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23.09.2009 14:05
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#7
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Zitat von Angelo
Da hätte ich jetzt auch gleich nochmal eine frage dazu. Konnte ich in Frankfurt in ein Flugzeug einsteigen und ohne Probleme nach West-Berlin fliegen? Und wie war das generell mit den innerdeutschen Flügen von West nach Ost ?




na klar Angelo, ich hoffe nur Du meinst auch das Frankfurt am Main, der schnellste Flug mit PAN AM oder BEA ging nach Hannover, nur 35 min, zeitweise kostete es nur 51,--DM, für Hin- und Rückflug. Also am Wochenend schnell mal nach Westdeutschland kein Problem auch ohne "PKE" die Frontstadt zu verlassen,kurz nach der Wende haben wir das sehr oft genutzt da die A2 immer verstopft war,
Schönen Gruß aus Berlin


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23.09.2009 14:28
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#8
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Zitat von dein1945
nach Westdeutschland kein Problem auch ohne "PKE" die Frontstadt zu verlassen



Für manche Menschen (die z.B. die DDR illegal verlassen hatten) war das ja auch die einzige Möglichkeit, aus und nach West-Berlin zu gelangen.

Eine West-Berlinerin erzählte mir, daß ihr Onkel, der (vor dem Mauerbau) "rübergemacht" hatte, immer das Flugzeug nach Westdeutschland nahm --- seine Frau fuhr derweil mit dem Auto über die Transitautobahn.


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23.09.2009 14:47
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Zitat von Sonny

Für manche Menschen (die z.B. die DDR illegal verlassen hatten) war das ja auch die einzige Möglichkeit, aus und nach West-Berlin zu gelangen.

Eine West-Berlinerin erzählte mir, daß ihr Onkel, der (vor dem Mauerbau) "rübergemacht" hatte, immer das Flugzeug nach Westdeutschland nahm --- seine Frau fuhr derweil mit dem Auto über die Transitautobahn.



Hallo Sonny,
auch alle Flüchtlinge die vor dem Mauerbau nach Westberlin kamen wurden von Tempelhof ausgeflogen, denn nicht alle konnten oder wollten in Berlin bleiben. Es war der einzige Weg aus Berlin der nicht von der DDR kontrolliert werden konnte. Ich hab die Strecke nach Hannover oft genutzt weil es einfach schneller ging (vor 1973), als über den Transit bzw. mit der Eisenbahn.
Gruß aus Berlin


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