Geschenk aus China / Trier nimmt Marx-Statue an

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14.03.2017 14:20
#1
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Der Trierer Stadtrat hat sich dafür ausgesprochen, das Geschenk einer riesigen Karl-Marx-Statue anzunehmen - jedoch mit einer Einschränkung. China will Trier die Statue zum 200. Geburtstag des Philosophen schenken.

Nach dem Wunsch Chinas soll die Figur inklusive Sockel 6,30 Meter hoch sein. Angefertigt werden soll die Bronze-Skulptur vom chinesischen Künstler Wu Weishan. Im kommenden Jahr soll sie in Trier aufgestellt werden.
http://www.swr.de/swraktuell/rp/trier/ge...d=1672/1408pn3/

"Trier diskutiert kontrovers"

Auch in der Stadtratsdebatte ging es hitzig zu. "Das Geschenk Chinas ist eine Anerkennung für die Geburtsstadt des großen Philosophen Marx", sagte der kulturpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Markus Nöhl. Die Statue könne Anlass zum Diskurs sein. "Trier diskutiert kontrovers. Genau dafür ist Kunst da." Trier wolle im Jubiläumsjahr 2018 "mit der ganzen Welt in eine Diskussion treten", auch mit den chinesischen Besuchern.

Reiner Marz von den Grünen appellierte an den Stadtrat, das Geschenk abzulehnen. "Wer ein Geschenk annimmt, ehrt den Schenkenden. Die Kommunistische Partei Chinas ist keine Ehre wert", sagte er. Wenn Trier die Statue ablehnen würde, könnte damit ein Zeichen gegen Menschenrechtsverletzungen in China gesetzt werden. "Dieses Signal würde gehört werden."

Auch der FDP-Fraktionsvorsitzende Tobias Schneider sagte: "Bitte lehnen Sie dieses vergiftete Geschenk ab!" China heute "ist kein freier Staat". Der CDU-Fraktionsvorsitzende Udo Köhler sagte: "Ich bin froh über das Geschenk." Jetzt gebe es endlich in Trier eine Diskussion über den kontroversen Umgang mit Marx.

....

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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14.03.2017 17:14
avatar  schulzi
#2
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Warum sollte Trier sie nicht annehmen das ist doch die Karl-Marx-Stadt


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14.03.2017 18:00 (zuletzt bearbeitet: 14.03.2017 18:03)
#3
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Zitat von buschgespenst im Beitrag #1


Auch der FDP-Fraktionsvorsitzende Tobias Schneider sagte: "Bitte lehnen Sie dieses vergiftete Geschenk ab!" China heute "ist kein freier Staat".

Der hat keine Ahnung vom Marxismus, sonst wüßte er, daß die Diktatur ein Grundprinzip ist.

Mao meinte (obwohl nur bedingt Marxist) ganz richtig: "Die Revolution ist kein Galadiner".

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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14.03.2017 22:30 (zuletzt bearbeitet: 14.03.2017 22:30)
#4
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Buschgespenst # 1 Reiner Marz von den Grünen appellierte an den Stadtrat, das Geschenk abzulehnen. "Wer ein Geschenk annimmt, ehrt den Schenkenden. Die Kommunistische Partei Chinas ist keine Ehre wert", sagte er. Wenn Trier die Statue ablehnen würde, könnte damit ein Zeichen gegen Menschenrechtsverletzungen in China gesetzt werden. "Dieses Signal würde gehört werden."

Klar, die Grünen. Was Anderes ist von denen auch nicht mehr zu erwarten. Die geben sich inzwischen noch antikommunistischer als die Christdemokraten. Könnten die doch bloß in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, so um die 1 - 2 %.


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14.03.2017 22:34 (zuletzt bearbeitet: 14.03.2017 22:38)
#5
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Tatsächlich entfernen sie sich immer mehr von "Bündnis 90" (selbstverständlich antikommunistisch) und suchen den Schulterschluß mit der SED-Nachfolgepartei, besonders in der unsäglichen Asylpolitik.

Komplizierte Realität


Deswegen wünsche ich denen unter 5%.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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14.03.2017 22:36 (zuletzt bearbeitet: 14.03.2017 22:38)
#6
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Heißt ds im Umkehrschluss, dass Marx dann in Trier für die Menschenrechtsverletzungen im 20. Jahrhundert steht? Damit könnte ich leben....

Moskwitschka

Was soll ich tun, wenn mich jemand beleidigt oder versucht zu provozieren?

Wenn jemand mit einem Geschenk an Dich herantritt, Du es nicht annimmst, wem gehört dann das Geschenk?

Dem. Überbringer

Genauso ist es bei Neid, Mißgunst und Beschimpfungen. Sie gehören dem, der sie Dir bringt.


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14.03.2017 22:42 (zuletzt bearbeitet: 14.03.2017 22:46)
#7
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Er hat zumindest die theoretischen Grundlagen gelegt (Stichwort Diktatur).
Die blutige Jakobinerherrschaft war einer der geschichtlichen Lehren für den Revolutionstheoretiker.

Nur verhindert der Terror die Konterrevolution nicht ewig.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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15.03.2017 10:02
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#8
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es ist ein vergiftetes Geschenk. Deutschland kann diesen Mann vergessen, er hat nur Leid , Tod und Elend über die Menschheit gebracht. Sicher hat er das nicht gewollt aber die Marxisten dieser Welt sind für mich Verbrecher, sie haben sich seiner Ideologie bedient um ungeheure Verbrechen in den letzten Hundert Jahren zu begehen.
Nachzulesen im " Schwarzbuch des Kommunismus " von Stephane Courtois, neueste Ausgabe gerade erschienen , bei Amazon für 45€ erhältlich.


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15.03.2017 10:13
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#9
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Die neuesten Seiten des "Schwarzbuch des Kapitalismus" werden gerade in Syrien geschrieben, ohne Karl Marx!


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15.03.2017 11:08
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#10
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Das ganze ist für mich eine Heuchelei, das Geschwafel vom vergifteten Geschenk. Wenn China eine Diktatur ist:
Warum macht man dann so dicke Geschäfte mit China?
Warum macht Merkel dort auf großes Händeschütteln?
Warum steigt die Beteiligung der Chinesen in der deutschen Industrie ständig?

Bei Geld hört doch die Diktatur auf und da werden alle "guten Vorsätze" vergessen. Doch hier geht es um die Ehrung eines großen Philosophen (egal wie seine Gedanken auch verbogen wurden, das war nicht seine Schuld) und diese Ehrung will man treffen.
Nur schade das so eine Statue aus China kommen muß, wir müßten diesen Mann ehren und selber eine Statue aufstellen (statt Schrottbusse in Dresden).


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15.03.2017 12:21
#11
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Das ist doch alles vorgeschoben.
Die Stadt denkt selbstverständlich an die Einnahmen durch den Fremdenverkehr.

Das ist nicht anders als in Leipzig: Ob Wave und Gothic, Kirchentag, Weihnachtsmarkt oder sonstwas - immer wird ganz offen fast ausschließlich von den Einnahmen gesprochen.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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15.03.2017 14:06
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#12
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Zitat von damals wars im Beitrag #9
Die neuesten Seiten des "Schwarzbuch des Kapitalismus" werden gerade in Syrien geschrieben, ohne Karl Marx!


Das ist kein Kapitalismus in Syrien , das ist islamischer Faschismus gemixt mit ein bischen Putinismus und ein wenig amerikanischem Dilletantismus.
Syrien ist doch ein sozialistisches Land, also was hat das mit Kapitalismus zu tun? Hat aber gar nichts mit dem Thema zu tun, ist wohl als Ablenkungsmanöver gedacht, Hubert.


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15.03.2017 14:08
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#13
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Zitat von bürger der ddr im Beitrag #10
Das ganze ist für mich eine Heuchelei, das Geschwafel vom vergifteten Geschenk. Wenn China eine Diktatur ist:
Warum macht man dann so dicke Geschäfte mit China?
Warum macht Merkel dort auf großes Händeschütteln?
Warum steigt die Beteiligung der Chinesen in der deutschen Industrie ständig?

Bei Geld hört doch die Diktatur auf und da werden alle "guten Vorsätze" vergessen. Doch hier geht es um die Ehrung eines großen Philosophen (egal wie seine Gedanken auch verbogen wurden, das war nicht seine Schuld) und diese Ehrung will man treffen.
Nur schade das so eine Statue aus China kommen muß, wir müßten diesen Mann ehren und selber eine Statue aufstellen (statt Schrottbusse in Dresden).

Wenn man mit Diktaturen keine Geschäfte mehr machen sollte, hätte die DDR auch nix aus dem Westen bekommen. Dann hätte dieses Land noch ärmer und trister ausgesehen, oder ?


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15.03.2017 23:20 (zuletzt bearbeitet: 15.03.2017 23:23)
avatar  Ehli
#14
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Der Westen hat auch in Dresden was gekauft.
Unseren Bahnhofvorsteher vom Wiener Platz.
Lenin und Thälmann,das Denkmal ging ab,wie warme Semmeln.

Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
Ich hatte einfach Glück!

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16.03.2017 10:38
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#15
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Zitat von @Gert :
"Wenn man mit Diktaturen keine Geschäfte mehr machen sollte, hätte die DDR auch nix aus dem Westen bekommen. Dann hätte dieses Land noch ärmer und trister ausgesehen, oder ?"

Schlimmer als in Deinen Beschreibungen, das geht doch wohl gar nicht?

Man hat mit der DDR Geschäfte gemacht um des eigenen Profit willen, Waren in hoher Qualität günstig einkaufen und dann mit hohem Gewinn verkaufen. Nur ein paar Beispiele:
- Motorräder MZ
- Fototechnik
- Möbel der Firma Hellerau
- Strümpfe

Doch mit China das hat auch noch eine andere Dimension, da werden nicht mehr Produkte gekauft, nein die Chinesen kaufen Deine gelobte deutsche Industrie. So lassen wir zu, das China einen riesigen Einfluß auf Deutschland gewinnt.
Ist das in Deinem Sinn?


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