Wahl in den Niederlanden (15.03.2017)

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17.03.2017 14:26
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#46
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In den Umfragen, die ich kenne, war es ein knapper Vorsprung der PVV vor der VVD und keine haushohe Führung.
Nach Deiner Logik haben prinzipiell alle Parteien des niederländischen Parlaments das Volk gegen sich, denn keine hat die absolute Mehrheit.


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17.03.2017 14:28 (zuletzt bearbeitet: 17.03.2017 14:29)
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#47
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Zitat von damals wars im Beitrag #45
Na gut, als Verbeugung vor den Jubelperser, die Umfragen hat er Haushoch gewonnen!
Aber dann hatte er das Volk gegen sich!


Seit wann kann man Umfragen gewinnen? Die sog. demoskopischen Institute bekommen von ihren Auftraggebern Geld und liefern dafür. Zu gewinnen gibt´s da nichts.

Und was diese Umfragen wert sein können, hat man ja beim Brexit und bei der Trump-Wahl gesehen, und auch jetzt wieder. Nämlich wenig bis nichts!


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17.03.2017 14:38 (zuletzt bearbeitet: 17.03.2017 14:45)
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#48
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Umfragen können schon grob Trends erfassen und nicht in jedem Demoskopieinstitut sitzt ein Herr Güllner und jongliert lustig mit dem Rohdaten und seinen privaten Präferenzen.

Im Falle der US-Wahl hatten die Umfragen eigentlich recht, denn die quantitative Mehrheit der Wähler stimmte ja tatsächlich für Clinton. Diese Umfragen haben einfach nicht das Wahlsystem mit berücksichtigt und die Leitmedien in den USA und auch hier haben das einfach so gefressen.

Ähnlich Brexit: in den Umfragen lagen die Brexit-Gegner zwar vorn, allerdings nur äußerst knapp - sodass keine statistische Sicherheit zu garantieren war. Das war den meisten Medien auch in diesem Fall wieder egal und haben ihr politisches Leitbild propagiert.

Ich möchte damit nicht sagen, dass Umfragen immer in jedem Fall etwas taugen. Aber pauschal zu sagen, sie taugen gar nichts, halte ich auch nicht für richtig.


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17.03.2017 15:09
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#49
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Zitat von damals wars im Beitrag #39

Ja, sie fürchten sich vor Schießbefehl, Mauern und Stacheldraht an Grenzen!


Und das ausgerechnet von links...


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17.03.2017 16:15 (zuletzt bearbeitet: 17.03.2017 18:48)
#50
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RE: Wahl in den Niederlanden (15.03.2017) • Absender: damals wars, Gestern 18:33
Und, hat er die Konsequenzen daraus gezogen.
Da Du Geschichten immer nur halb erzählst, mache ich das für Dich!
Ja, er ist zurück getreten, wie bei Demokraten üblich.
Beim gescheiterten MP in der Niederlande eher nicht zu erwarten, oder?



Ja, welche Konsequenz hat Herr Gallert gezogen?

Er trat bei der Landtagswahl 2006 als Kandidat für den MP an und schaffte es nicht. Er ist aber nicht zurück getreten.
Stattdessen trat er 2011 wiederrum an mit dem erklärten Ziel, die Nachfolge des scheidenden Ministerpräsidenten Wolfgang Böhmer antreten zu wollen.
Seine Partei erhielt weniger Wählerstimmen als 2006 und fast 9 Prozentpunkte weniger als die CDU.
Wieder schaffte es Herr Gallert nicht MP zu werden.
In seinem Wahlkreis im Magdeburger Süden trat er für ein Direktmandat ein und unterlag auch dort einem Abgeordneten der CDU.
Und.....zog er Konsequenzen? Nein, 2016 trat er ein drittes Mal an.

Wie formulierst du das?
>>>Da Du Geschichten immer nur halb erzählst, mache ich das für Dich!<<<

Nicht ich, sondern du erzählst Geschichten nur halb, lieber Hubert @damals wars


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17.03.2017 17:17 (zuletzt bearbeitet: 17.03.2017 17:17)
#51
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Zitat

2016 trat er ein drittes Mal an?.


Die Partei verlor gewaltig.
Gallert zog dann Konsequenzen. Zumindest trat er als Fraktionsvorsitzender seiner Partei zurück.
Dass er dann als Vizepräsident aufgestellt wurde und antrat, gewählt wurde, ist schon wieder ein anderes Thema.

Zurück zu den Wahlen in den Niederlanden.
Ich begreife nicht, warum unsere Etablierten, den "Sieg?" von Rutte so enthusiastisch feiern? Hat er doch gewaltig, neben den Sozialdemokraten, an Prozenten und Sitzen im Parlament verloren.
Sehr stark dazugewonnen haben doch die Grünen, Linksliberale, Christdemokraten und Wilders seine PVV (Partij voor de Vrijheid, so heißt die richtig). Die Bezeichnung Rechtspopulisten in den dt. Medien ist nicht richtig. Und, die PVV wurde zweitstärkste Kraft im Parlament. Es dürfte für Rutte schwer werden.
Vergleiche zu Deutschland will ich heute und hier nicht ziehen.

Soldat gewesen, jetzt Rentner, andere sagen Pensionär
Ex-Innenminister Baum: "Es liegt ein Hauch von Weimar über dem Land"
Auch hier:http://www.hadis-soldatenforum.de/


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17.03.2017 20:40
avatar  Ehli
#52
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Die Wahl in den Niederlanden ist gelaufen, sozusagen die Mark-Rutte-Show ist vorbei, Geert Wilders steht wie geplant im Abseits, jetzt geht es munter weiter nach dem Motto: Wie bestellt, so geliefert. Mit dem Segen vom Rotterdamer Bürgermeister Ahmed Aboutaleb dürfen die Türken am Wochenende vor dem Hauptbahnhof gegen die Staatsgewalt demonstrieren, mal so richtig rumbrüllen und die Polizei anmotzen. Da die Polizei bei Demos an öffentlichen Plätzen zuständig ist, könnte es eventuell wieder zu einer Eskalation kommen.Kronen Zeitung berichtet:
Der Bürgermeister von Rotterdam, Ahmed Aboutaleb, hat am Donnerstag eine protürkische Protestkundgebung gegen das Vorgehen der niederländischen Polizei bei der Demonstration am vergangenen Wochenende genehmigt. Aboutaleb habe grünes Licht für die Kundgebung am Freitagabend vor dem Hauptbahnhof der Hafenstadt gegeben, te ilte sein Sprecher mit.
„Die Demonstration wurde beantragt, um die Rechte von Türken zu verteidigen“, so der Sprecher.
Vor dem türkischen Generalkonsulat in Rotterdam hatten Demonstranten am Samstag gegen das Einreiseverbot für türkische Minister in den Niederlanden protestiert. Es kam zu schweren Krawallen , die Polizei trieb die Menge mit Wasserwerfern und Hunden auseinander. Mehrere türkische Demonstranten wurden festgenommen.
Auf gehts,nun wird gezeigt wo es lang geht.

Ehli
Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
Ich hatte einfach Glück!

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18.03.2017 01:42 (zuletzt bearbeitet: 18.03.2017 01:46)
#53
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Zitat
RE: Wahl in den Niederlanden (15.03.2017) • Absender: damals wars, Gestern 14:11
quote Diesen Beitrag zitieren
Na gut, als Verbeugung vor den Jubelperser, die Umfragen hat er Haushoch gewonnen!
Aber dann hatte er das Volk gegen sich!


Deine Behauptungen sind an den Haaren herbei gezogen, substanzlos. @damals wars

Im Berliner tagesspiegel konnte man Tage vor der Wahl folgendes lesen:
>>>Aktuellen Umfragen zufolge können die virtuell betrachtet größten Parteien – Ruttes VVD und Geert Wilders’ rechtspopulistische PVV – nur mit gut 15% der Stimmen rechnen. Wahrscheinlich sind 4 oder 5 Parteien notwendig, um eine Mehrheit von mindestens 76 Sitzen in der Zweiten Kammer zu erzielen. (...)
Es mag auch auf die oben umrissene Fragmentierung der Parteienlandschaft zurückzuführen sein, dass zwei Wochen vor der Wahl laut des Forschungsinstitutes I&O Research 75% der Befragten noch nicht wissen, wem sie ihre Stimme anvertrauen sollen – so viele „zwevende kiezers“ (schwebende Wähler) gab es so kurz vor dem nationalen Urnengang noch nie.<<<
https://causa.tagesspiegel.de/politik/wi...nderheiten.html

Der tagesspiegel verweist auf das Umfrageinstitut und Forschungsinstitut I&O Research, deren Prognosen relativ genau sind.
Das Forschungsinstitut I&O Research hatte die Partei PVV von Wilders bei Umfragen am 13.3 ,8.3,15.2 jeweils bei 20 Sitzen, das ist nicht haushoch.
Bei der Wahl erhielt dann auch die Partei von Wilders 20 Sitze.
Dagegen legte die VDD, die zeitweise in Umfragen nur wenig über 20 Sitze lag, kurz vor der Wahl - infolge des Türkei Konflikts- auf Kosten der Sozialdemokraten PvdA kräftig zu.


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19.03.2017 17:35 (zuletzt bearbeitet: 19.03.2017 17:37)
avatar  TOMMI
#54
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Hier einmal ein Kommentar des Vereins Deutscher Sprache e.V. über die Berichterstattung zu den niederländischen Wahlen in den
hiesigen Medien:

Berichterstattung mit beschränkter Wahrnehmung
Egal wie man zum Ergebnis der Wahlen in den Niederlanden steht: Objektiv betrachtet ist Ruttes Partei zwar die stärkste, hat aber deutlich an Stimmen verloren.
Ebenso faktisch ist Wilders Partei die zweitstärkste. Soweit stimmen die Medien in ihrer Berichterstattung überein.
Was unter manchen Redaktionstischen liegen bleibt, oder erst im Fließtext als Nebensatz vorkommt: Wilders Partei hat an Sitzen unübersehbar zugelegt.

Sogar in den seriösen Medien werden immer öfter die Nachricht und ihre Kommentierung vermengt. Das geht auf Kosten der Sprache.
Wenn bald jeder faktischen Aussage zugleich eine Auffassung über die Tatsache innewohnt (die auch so im Duden erscheint),
wie soll dann eine funktionsfähige Sprache übrigbleiben?
Objektiv unbestreitbare Zahlen liegen selten in solcher Klarheit vor wie bei Wahlen.
Es müsste möglich sein, die Sprache als erstes auf die Tatsachen zu verwenden, dann erst auf die Auslegung.


Dieser Beitrag könnte auch gut in den Thread zur Glaubwürdigkeit unserer Medien passen.

EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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19.03.2017 17:39 (zuletzt bearbeitet: 19.03.2017 17:41)
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#55
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Am besten macht man sich bei solchen Wahlen selber sein Bild, die Zahlen sind ja ersichtlich, auf die Kommentierung solcher Ereignisse durch die Medien kann man da getrost verzichten, zumal bei dieser "Richtungswahl", also irgendwie haben die da wirklich nur Dünnes erzählt und der Wunsch war wohl Vater des Gedankens.
Wie geschrieben, für mich ist das Frankreich-Voting eine Richtungswahl, nicht das da den Journalisten der holländische Berichtestift in Flammen aufgeht


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