Sozialistische Doppelmoral und bürgerliche Ethik

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13.03.2017 10:07
#1
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Zitat von Kalubke im Beitrag Originalgrenze im DDR Film
Das war halt die "sozialistische Dppelmoral", als pendant zur "bürgerlichen". Um sich auf Kosten von Anderen Vorteile und politische Macht zu erschleichen, brauchste eigentllich immer irgend eine Art von Doppelmoral.
Gruß Kalubke

Das ist in der Tat ein schönes Thema Männers. Wir wollen den Thread von Schlutup "Originalgrenze im DDR-Film" nicht Schreddern.
Ich setze die von Hanum83 angeregte Diskussion fort und aktiviere nach Eurem Anstoß einen eigenen Thread.
Zitat von Hanum83 im Beitrag Originalgrenze im DDR Film

Wär eigentlich ein schönes neues Thema, der Unterschied der sozialistischen Doppelmoral gegenüber der westlichen oder bürgerlichen, wetten, der Sozialismus würde hier noch nachträglich siegen
Aber OT, wertet weiter eure Filmsequenzen nach Breiten- und Längengrad aus.
Aus diesem Grund habe ich mich im Forum einmal angemeldet. Die sozialistische Doppelmoral, isoliert einzig und allein mit Blick auf Grenzangelegenheiten,
ist weiter gegenwärtig. Ist nicht weiter schlimm, jedermann darf glauben, was er möchte, heute gehört, wie der ehemalige BP Wulff formulierte, „auch der Islam“
zu Deutschland.

Ich beantwortete neben Verschiedenem die Frage eines Users, der auch eine Internetseite betreibt, zur Dislozierung der Zollverwaltung, im Internet war hierzu
tatsächlich so gut wie nichts zu finden.

Bei späterer Gelegenheit schrieb der gleiche User „vom Friedensdienst an Minenfeldern“. Aus dieser Optik hatte ich das noch gar nicht betrachtet. Im Großen
und Ganzen schwadronierte man so in der Ehemaligen. Die SED musste das Verschanzen und Abriegeln mit Todesautomaten und Minen auf irgendeine Weise
verkaufen und das Gehirn vernebeln.

Der Klassenfeind, gegen den dieser Grenzwall im eigentlichen Sinne errichtet war, konnte bis zum Zaun schlurfen, dann war Schluss. Unzählige Male habe ich
Besucher, Touristen, Bundesbürger, die sich in Richtung Zaun bewegten oder sich dort befanden, zurückbeordert. Dem Himmel sei Dank, wurde nie jemand
verletzt. Die Bilanz in umgekehrter Richtung ist mörderisch und fatal.
Wirklich nur eigenes Verschulden?

Zitat
hanum83
„Sowieso kontraproduktiv der Scham den eigenen Leutlein ihre Grenzsicherungsmaßnahmen zu zeigen, jeden abend 10 Minuten nach der AK "Grenze live" und schon wären vielleicht 50% weniger losgetrabt gen Westen.“

Das wäre ausgegangen wie das Hornberger Schießen, im sprichwörtlichen Sinne stimmig zur Grenze. Um die Ohren geflogen wären nicht die Minen sondern
die Doppelmoral, verriegelt, versperrt und voll ausgereizt wurde zumindest freundwärts. Dann lieber ohne Erklärungsdruck weiter mit Friedensdienst an
Minenfeldern. Letztens habe ich an anderer Stelle in einem Beitrag gelesen, der Stalinismus endete mit dem Tod Stalins 1953.


Etwas bizarr, doch auch eine Leere (Lehre). Die Stasi agierte innwendig mit erhobenem Zeigefinger, Leid wurde niemandem zugefügt, geschädigt wurde niemand
und beschädigt schon mal gar nicht.
So verschmachtet man den Blick zurück und idealisiert sich mit dem Gewesenen.

Für den Fall, das etwas rausgepickt wird, was nicht drin steht: Ich beziehe mich auf die Doppelzüngigkeit und Heuchelei der SED und deren Friedensdienst an Minenfeldern,
nicht auf die zur Wehrpflicht einberufenen Grenzer.

Es grüßt Euch

Kressin



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13.03.2017 11:15
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Also mal abgesehen davon das der Einführungstext mit seinen Fettpassagen eher an einen Artikel der BILD erinnert, ist die Überschrift ja eine Frechheit! Alles klar, der verschlagen-böhse Sozialismus mit seiner Doppelmoral und die lieblich-gute bürgerliche Ethik. Na gut, wenn es denn auf diesem Niveau so sein soll ... eine Frage an den Threadersteller: Ist Doppelmoral dem Sozialismus systemimmanent oder etwa nur eine besondere Eigenart eines deutschen Mitläufers?
Da fragt sich nun schon, wer wem das Hirn vernebeln mag. Doch nun mal zum Thema, also irgendwie. Ist eine solche Doppelmoral, welche so leicht und plump durchschaubar wie im Vorbeitrag beschrieben ist, ja ist es dann noch überhaupt Doppelmoral?


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13.03.2017 11:46 (zuletzt bearbeitet: 13.03.2017 12:06)
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Wenn es in diesem Thread wieder nur um DDR geht und nur wieder alles anzuprangern, dann distanziere ich mich davon.
Die Überschrift ist mit dem Wort" sozialistisch" für mich nicht nachvollziehbar.
Doppelmoral gibt es gerade auf politischen Gebiet in jedem Staat, unabhängig von der Gesellschaftsordnung.
Und wenn ich mir jetzt die Doppelmoral ansehe,dass gerade in der Flüchtlingssache sehr aktuell ist, dann ist dieser Thread wieder dazu da, um das sozialistische System weiter durch die Mangel zu jagen.
Und mit Doppelmoral meine ich die unterschiedliche Bewertung einheimischer Bürger und Zuwanderer, wo dem Volk vorgeheuchelt wird, was für eine feine Sache es doch ist, millionen von gutausgebildeten Migranten hier im Land zu haben, die auch unsere Kultur bereichern und im Gegenzug wird schön leise und verschleiert alles getan, um einheimische Bürger weiter aus der Gesellschaft zu drücken, wo man sich durchaus bewußt ist, was für Auswirkungen diese unkontrollierte Einwanderung noch haben wird.

Es ist durchaus in Ordnung, die DDR aufzuarbeiten und daraus zu lernen, aber ich finde es nicht in Ordnung, die mitunter jetzt herrschende Politik, die durchaus Parallelen zum sozialistischen Staat haben, total unter den Tisch gekehrt werden.

Wenn schon eine Diskussion über Doppelmoral sein soll, dann bitte aber auch über eine "kapitalistische" !!!!


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13.03.2017 12:25
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#4
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Doppelmoral ist unabhängig vom System. Man bedenke das Sprichwort:
"Wasser predigen und Wein saufen"
Dies gibt es seit dem es die menschliche Gesellschaft gibt, es ist nicht die Frage welche Gesellschaftsordnung, es ist die Frage wie "weit ist der Mensch in seinen moralischen Bewertungen".
Doch eines kann ich bei dem Thema von @IM Kressin verstehen, man hat auf Grund der "besseren" Gesellschaftsform auch andere Maßstäbe gepredigt.

Wir sollten diese Frage unabhängig von dem Thema Soz. bzw. Kap. behandeln. Wie war das mit den Tagesgeldern in der EU bei einem Kanzlerkanditat?


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13.03.2017 13:33
#5
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Und wer hat jetzt wieder die Themenüberschrift geändert ?


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13.03.2017 13:54
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Was hast Du gegen Ethik? Umfassender und offener kann so das Thema nicht sein.

Moskwitschka


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13.03.2017 14:05
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Dass sozialistische Doppelmoral tatsächlich systemimmanent ist, dafür gibt es in der Tat Argumente.


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13.03.2017 14:06
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13.03.2017 14:07
#9
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@Moskwitschka Es geht darum, daß auch im Thema drinsteht, was im Themenregister angekündigt wird.
Ich denke, daß ausschließlich der Themenersteller den Titel ändern darf, und nicht irgend ein Schlaumeier
(wollte erst einen anderen Begriff benutzen), der meint, es besser zu wissen.

Da das ja anscheinend modern wird, an Themenüberschriften eigenmächtig Veränderungen vorzunehmen, wollte ich das nur
mal so bemerken.


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13.03.2017 14:10
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#10
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Zitat von 94 im Beitrag #8



Der Anspruch, humanistisch zu sein bei gleichzeitigem harten, autoritären Zwang der Menschen in ein Gesellschaftssystem unter einer ideologischen Glocke.


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13.03.2017 14:19
#11
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Zitat von 94 im Beitrag #2
Also mal abgesehen davon das der Einführungstext mit seinen Fettpassagen eher an einen Artikel der BILD erinnert, ist die Überschrift ja eine Frechheit! Alles klar, der verschlagen-böhse Sozialismus mit seiner Doppelmoral und die lieblich-gute bürgerliche Ethik.
Der Frühdienst begann oft mit dreimal „BBB - Bäcker, Brötchen, Bild-Zeitung“. Seinerzeit interessierten weniger die Berichte des Revolverblattes sondern mehr die barbusigen Schönheiten auf Seite 1, die im inhaltlichen Teil noch vielmehr präsentierten, insbesondere, wenn die Monatswahl- oder eine Entscheidung über die Jahresbeste zu treffen war. Offenbar mein suggestives Schlüsselerlebnis und eine Anleihe, der Fettdruck in meinen Texten. Meine Formatierung hinsichtlich Zeilenabständen und Absätzen hast schon im geschlossenen Stasi-Thread reklamiert, das bekomme ich noch hin, meine Aussagen bleiben unverändert. Eine sozialistische Tageszeitung wurde in der Dorfbäckerei meines Vertrauens nicht angeboten, wenn überhaupt, hätte sie sich als Ladenhüter erwiesen. Wir wären auch außerstande gewesen, den anspruchsvollen Inhalt aufzunehmen – siehe Einführungstext zur BILD -. Das schließt selbstverständlich nicht aus, dass es Abonnenten des Neuen Deutschland gab und das Blatt ansonsten und allerorten erhältlich war.
Zitat von 94 im Beitrag #2
... Ist Doppelmoral dem Sozialismus systemimmanent oder etwa nur eine besondere Eigenart eines deutschen Mitläufers?
Da fragt sich nun schon, wer wem das Hirn vernebeln mag. Doch nun mal zum Thema, also irgendwie. Ist eine solche Doppelmoral, welche so leicht und plump durchschaubar wie im Vorbeitrag beschrieben ist, ja ist es dann noch überhaupt Doppelmoral?
Doppelmoral ist immer plump und durchschaubar. Ich bin der Überzeugung, dass dieses ein wesentliches Charakteristikum darstellt. Würde diese mit (ich mache Dir mal eine kleine Freude) „Intelligenzija“ vorgeführt, wäre sie als eine solche, doppelte Moral nicht mehr oder nur schwer zu erkennen.

Die Überschrift der sozialistischen Doppelmoral habe ich in voller Absicht gewählt um auf die nach meiner Auffassung Nichtübereinstimmung zwischen dem Anspruch der DDR-Grenze, dem zumindest für ehemalige Alt-Bundis unangenehmen Realitätsschock, hinzuweisen. Nicht nach jedermanns Geschmack ist so eine Diskussion, die Hemmschwelle der persönlichen Befindlichkeit ist beim Gros der User, bei allem gebührenden Respekt offenbar sehr niedrig, das Betroffensein ungleich ausgeprägt. Die Ungleichheit führt bei Republikflüchtigen oder deren gescheiterten Fluchten, wie zum Beispiel beim bedauerlicherweise nicht mehr aktiven User turtle, und Angehörigen des Grenzregimes zu abweichenden Sichtweisen.

Es wird unübersichtlich, wenn aus Unzufriedenheit mit dem Thread oder Respektlosigkeit gegenüber dem Threadersteller die Überschriften wechseln.

Die modifizierte Überschrift „Ethik im Vergleich“ hat reinweg gar nichts mit der Grenze und dem von mir in dieser Relation verwendetem Begriff zu tun. Die Grenze war nicht ethisch, sie war nach meiner Überzeugung moralisch verwerflich und kann mit Humanismus am allerwenigsten verteidigt werden.

Hat man das in der DDR bei den Unerwünschten auch so gemacht, Überschriften verwandelt und alles war wieder gut?
(1)Schreibverbot war ein wirksames Gegengift, Anregung zur Ergänzung der Forenregeln. Gibt es bereits mit zeitweisen oder dauerhaften Sperrungen?
Jammerschade, dann schlage ich (2) den Gesinnungstest vor, schon bei der Anmeldung können unliebsame künftige User und deren vom Humanismus abweichendes Geschichtsbild durchsiebt werden. Falls doch mal einer durchrutscht ... Retour auf die (1) !


Appeasement gehört nicht zu meinen Stärken, ich habe die Überschrift gemäß meiner Intention wiederhergestellt.

Man kann diskutieren, man muss nicht, oft auch in anderen Threads empfohlen, wenn Stimmung in die Bude kommt oder man „hält die Finger still.“ Man kann auch die Bitte äußern, den Thread zu schließen.

Als Threadersteller werde ich dann einen Admin bitten, ein Schloss anzubringen


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13.03.2017 14:41 (zuletzt bearbeitet: 13.03.2017 14:52)
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Ich bin der Meinung, eine Doppelmoral ist nicht von einer Gesellschaftsform abhängig, aber jede Gesellschaftsform hat ihre eigene Ethik.
Und hier müßte man eben sozialistische und kapitalistische Merkmale erwähnen.
Das Thema ist sehr breit gefächert, und vieles greift eben auch ineinander.
Das Threadthema ist zu sehr auf Sozialismus getrimmt, es betrifft aber eben auch den Kapitalismus.


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13.03.2017 14:57
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Du hast Recht, Ährenkranz.
Im Vordergrund stand bei IM Kressin wohl die Grenze aus Ausdruck der sozialistischen Doppelmoral.

Doppelmoral ist kein Alleinstellungsmerkmal des Sozialismus, sondern Bestandteil aller Gesellschaftsformen.


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13.03.2017 15:12 (zuletzt bearbeitet: 13.03.2017 15:14)
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Von Pawel Kuczynski: "breakfast"

Ein schönes Bild, es zeigt uns doch deutlich, dass die Doppelmoral unabhängig von allen Gesellschaftssystemen und Religionen wirkt!


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13.03.2017 15:19 (zuletzt bearbeitet: 13.03.2017 15:20)
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#15
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Mal eine These dazu:

Die Kategorisierung in Haus- und Nutztiere ließe sich kulturanthropolgisch bzw. menschheitsgeschichtlich wahrscheinlich bzgl. der Entwicklung der Landwirtschaft und Sesshaftwerdung noch wenigstens irgendwie nachvollziehen.

Bei politischen Theorien und Ideologien wird das vermutlich viel schwieriger.


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