Sozialistische Doppelmoral und bürgerliche Ethik

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17.03.2017 11:31
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#121
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Nicht das es in Vergessenheit gerät, so meine Frage in #113. Wo sind nun die ganzen Fotoarbeiten der DDR-Gakls erfasst? In welchem Bundesarchiv lagert das ganze Zeugs und warum findet man darüber heute im Netz so wenig, viel zu wenig davon? Hatte man also so Verantwortliche Grenztruppen noch schnell alles entsorgt oder hatte dann ...keine Ahnung wer dies getan?

Rainer-Maria


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17.03.2017 12:28
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#122
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Zu unserem Kressin fällt mir noch ein:

"Guter Kressin oder doch mehr der Wolf im Schafspelz" ? Nein Mensch, das war Humor. Und wisst ihr das der Rainer das immer irgendwie im Urin hat.Ich wusste,....wie so ein inneres Gefühl das da noch was kommt. So nachdem uns Kressin mit dem Anfangstext kam und das ne ganze Weile hin und her ging in den Texten, da dachte ich so bei mir, also irgendwann wie zur Rechtfertigung, zur sinngemäßen Verteidigung seiner Zollmänners kommt der Kerl mit dem Aushängeschild, und der Bildbeschreibung dazu.

Und Bingo,und köstlich, in #111 war es dann soweit. Da stand Er, der Klassenfeind...der da im Hintergrund im Gebüsch mit dem Käppi, verstockt noch dazu, sagte nix, hatte auch gar nicht die Absicht da seine Grenze zu erklären, und das Schönste im Text, der Schüler im Heute hatte doch seine Antwort.Vereinfacht ausgedrückt für die damalge Zeit" Hier die Guten, da der Böse"

"Guter Schüler, haste fein erfasst, ist alles gut, denn da steht er, der ...dein Klassenfeind"Nannte sich Grenzaufklärer. Also der hätte dich ...weil, der hat nie wirklich gelächelt, gar noch Guten Morgen gesagt, noch sich dann von wem verabschiedet. Iss immer nur untergetaucht, im Gebüsch dann, und weg warer...wie so ein böser Geist"

Rainer-Maria


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17.03.2017 12:50
#123
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Zitat von SEG15D im Beitrag #106

Klar bürger, Missbrauch war überall...das ist wirklich nicht neu....und heute? Geschenkt!

Wenn jeder ein bissel bescheißt, kommen alle zurecht.


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17.03.2017 13:05 (zuletzt bearbeitet: 17.03.2017 13:05)
#124
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Mal eine Frage an @Kressin:
"Was habt Ihr denn eigentlich an der Grenze zur DDR gemacht ?"
Ich kann mich trotzt zahlreicher DDR-Besuche zwischen 1973 und 89 überhaupt nicht daran erinnern,
jemals einen von Euch gesehen zu haben, geschweige denn, jemals kontrolliert worden zu sein.
Auch die BGS-Beamten standen nach meiner Erfahrung doch nur zur Dekoration dort rum, ich habe
nicht ein einziges mal meinen Ausweis/Pass vorzeigen müssen.


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17.03.2017 13:14
avatar  Kalubke
#125
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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #123
Zitat von SEG15D im Beitrag #106

Klar bürger, Missbrauch war überall...das ist wirklich nicht neu....und heute? Geschenkt!

Wenn jeder ein bissel bescheißt, kommen alle zurecht.



Dann bräuchten wir eigentlich auch kein BGB und sonstige Rechtsnormen mehr. Die Gesellschaft ist auch kein perpetuum mobile. Da kann nichts aus dem Nichts entstehen. D. h. wenn beschissen wird, dann wird illegal umverteilt nach eigenem Gutdünken. In dieser Lage befindet sich aber nicht Jeder. Ergo essen irgendwann mal welche von goldnen Tellern und andere fallen durch den Rost.

Gruß Kalubke


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17.03.2017 13:19 (zuletzt bearbeitet: 17.03.2017 13:20)
#126
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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #123
Wenn jeder ein bissel bescheißt, kommen alle zurecht.

Zitat von Kalubke im Beitrag #125
Dann bräuchten wir eigentlich auch kein BGB und sonstige Rechtsnormen mehr.

Das war doch ein beliebtes Motto in der DDR.


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17.03.2017 13:28 (zuletzt bearbeitet: 17.03.2017 17:51)
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#127
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Ich kenne von damals einen ähnlichen Spruch in der Art: "Wenn jeder jedem was klaut, kommt keinem was weg." War m. E. eher sarkastisch gemeint als ironischer Seitenhieb auf die Mangelwirtschaft im Osten und die "unter der Hand-Beschaffungen". Aber eigentlich gilt ja damals wie heute, einen Dieb oder Betrüger will man nicht unbedingt zu seinen besten Freunden zählen.

Gruß Kalubke


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17.03.2017 18:06 (zuletzt bearbeitet: 17.03.2017 18:13)
#128
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Ist doch noch ein ordentliches Stück Betriebsamkeit eingezogen, ausgezeichnet!

Ich habe die Beiträge bis jetzt überfliegend gelesen, wegen zeitlicher Verpflichtungen beantworte ich zunächst einen Beitrag, werde alles im Gedächtnis behalten, nach und nach antworten.

Zunächst widme ich mich unserem Literaten im Forum, in den Sinn kommt mir als erstes der @Rainer-Maria Rohloff . Seine Texte lockern jeden noch so schwierige Themenbereich, warum auch nicht ...

Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #52
Ich musste erstmal weil nur 10. KlassenPOS Abschluss der DDR nach "dislozieren" schauen und fand darunter"verlegen:versetzen:verrenken." Also betreibt so der User oben im Text eine Internetseite zur "verrenkung, versetzen, verlegen" der alten Zollverwaltung vom Kressin.Eine komische Wortwahl aber egal? So weit, so gut, ich denke, ich habe das richtig so.....wenn nicht, berichtigt mich.

Ich fange mal an mit der „Dislozierung“ oder auch „Dislokation“. Die Übersetzung der lateinischen Herkunft wird Dir gefallen. Mit locus“ benennt man den Ort oder die Orte, „dis“ bedeutet auseinander. Vereinigt versteht man darunter die Kartierung auseinander liegender Orte. Eine Landkarte, welche die räumliche Verteilung der Grenztruppen nach Einheiten, Dienststellen, Kennzeichnung mit Beschriftung von Beobachtungstürmen, Erdbunkern usw., demnach der Gesamtaufbau der Sperranlagen an der DDR-Grenze, beschreibt.
Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #52

Zurück zum Klassenfeind. Das war somit der Kressin, der B208, deren richtig fette Busenfreunde die Amis. Für den, die Kerle war das ganze Zeugs, der ...die sollten nur kommen, dann hätte es ordentlich bumm gemacht.So meine damalige Denke.

In #19 schrieb ich von der Wechselwirkung...."was kommt ...was.kam denn eigentlich von was?" Deswegen weiter im damaligen Feindbild und da warf mir mal ein User sinngemäß vor..."du hast ja ne echte Meise mit deinem Vietnamtrauma"

Ich erklär das also mal siehe vorher im Text mit die Busenfreunde(Amis) vom Kressin, dem B208....also das waren deren fetten militärischen Bündniss-Freunde und deren Freunde mordeten in Vietnam ohne Ende, nur muss man das irgendwie nicht gesehen haben, da drüben oder wollte es vielleicht nicht sehen?

Und wenn ich somit nen guten Freund habe, der diese ganze Scheiße da damals in Vietnam verzappte, dann müsste ich doch zumindest meinem Freund in den Arm fallen. Im Gegenteil so unsere Brüder und Schwestern West, gemacht hat man NIX, nicht so viel. Bis dann der Nordvietnamese das Ganze mit nem Sieg beendete, wars 1975?

Worauf wollte ich eigentlich hinaus? Ach ja, das damalige Feindbild von DDR-Seite wars.Das ganz oben im Text. War das nun so falsch? Weil, was deren fetten Freunde da in Vietnam veranstaltet haben, hatten, das hätte genauso schnell genau an dieser damaligen Grenze blutige Wirklichkeit wären können? Oder doch nicht?
Startest gleich durch mit großem Kino, dem Vietnamkrieg und fetten Freunden ...


Die Kurzform zu einem großen Themengebiet: gekämpft wurde in Vietnam über einen langen Zeitraum, von 1955-1975, nach Zuspitzung ab 1964 aktiv durch Kriegseintritt der USA.

Weder zu diesem noch zu einem späteren Zeitpunkt hatte ich einen „fetten, amerikanischen Freund“ oder „Bündnispartner“! Um es geradeheraus zu sagen, ich hatte überhaupt keine Freunde, bestenfalls Spielkameraden. Ich bin nämlich 1965 erst eingeschult worden.

Den B208 kannte ich nicht, als Willy Brandt 1969 Bundeskanzler wurde, hatte ich es immer noch nicht drauf und wusste mit Vietnam nichts anzufangen. Das änderte sich erst 1974. Gemeinsam mit meiner Schulklasse verabschiedeten wir eine Petition gegen den Krieg in Vietnam. Dies erfüllte die Amerikaner mit Ehrfurcht und zeigte Wirkung. Die Historie beweist es. Sie zogen sich anschließend aus Vietnam zurück.


Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #122
Zu unserem Kressin fällt mir noch ein:

... das ne ganze Weile hin und her ging in den Texten, da dachte ich so bei mir, also irgendwann wie zur Rechtfertigung, zur sinngemäßen Verteidigung seiner Zollmänners kommt der Kerl mit dem Aushängeschild, und der Bildbeschreibung dazu.

Und Bingo,und köstlich, in #111 war es dann soweit. Da stand Er, der Klassenfeind...der da im Hintergrund im Gebüsch mit dem Käppi, verstockt noch dazu, sagte nix, hatte auch gar nicht die Absicht da seine Grenze zu erklären, und das Schönste im Text, der Schüler im Heute hatte doch seine Antwort.Vereinfacht ausgedrückt für die damalge Zeit" Hier die Guten, da der Böse"

"Guter Schüler, haste fein erfasst, ist alles gut, denn da steht er, der ...dein Klassenfeind"Nannte sich Grenzaufklärer. Also der hätte dich ...weil, der hat nie wirklich gelächelt, gar noch Guten Morgen gesagt, noch sich dann von wem verabschiedet. Iss immer nur untergetaucht, im Gebüsch dann, und weg warer...wie so ein böser Geist"

Rainer-Maria
Literarische Freiheiten von Dir, kein Problem, schwamm drüber.

Meine im Beitrag #111 (unter anderem an Schüler) gerichtete Frage:

Zitat
Wer ist der Klassenfeind, welche Person oder welche Personen sind auf dem Foto als Klassenfeind/e ausfindig zu machen?



Hast Du mir, Dir, der Gesamtheit der User, darin eingeschlossen der von Dir Zitierte "Schüler im Heute", mit Deinem Beitrag #52 beantwortet, schon vergessen?

Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #52

Jetzt kommt der damalige Klassenfeind ... da fällt mir als Exgrenzer sofort das Feindbild ein.Damals Bundeswehr, BGS plus ZGD, plus alle drei Alliierten so Amis, Franzosen, Engländer.

Für mich war als junger Pionier, davon zeitweise auch mal Minenschrauber klar, der Feind steht hinterm Zaun. Und nicht davor, im eigenen Land. Den habe ich ehrlich gesagt garnicht gesehen. Nennt es naiv, gut, war ich naiv, kann ich heute wunderbar mit leben.

[style=color: #ff0000;]Zurück zum Klassenfeind. Das war somit der Kressin, der B208, deren richtig fette Busenfreunde die Amis. Für den, die Kerle war das ganze Zeugs, der ...die sollten nur kommen, dann hätte es ordentlich bumm gemacht.So meine damalige Denke.

Ich erklär das also mal siehe vorher im Text mit die Busenfreunde(Amis) vom Kressin, dem B208....also das waren deren fetten militärischen Bündniss-Freunde und deren Freunde mordeten in Vietnam ohne Ende, nur muss man das irgendwie nicht gesehen haben, da drüben oder wollte es vielleicht nicht sehen?

Und noch einen guten Abend ins Forum!


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17.03.2017 18:19 (zuletzt bearbeitet: 17.03.2017 18:23)
#129
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[quote="Klauspeter"|p605206]
Es war nicht nur die Grenze zwischen der DDR und der BRD, sondern auch zwischen NATO und Warschauer-Vertrag, die sich hochgerüstet feindlich gegenüber standen.
Es war die Zeit des Kalten Krieges und die Frage Krieg oder Frieden stand in dieser Zeit auf des Messers Schneide.
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Stimmt, eine solche Grenze mußte im besonderen Maße gesichert werden.

Aber diese militärische Sicherung wäre mit allgemeinem, geregelten Grenzübertritt der Bürger an den Grenzübergangsstellen und auch über Flughäfen, vereinbar gewesen.

Daß dies nicht gewährt wurde, hatte die bekannten, deutschlandpolitischen Gründe. Man wollte eine weitere Auswanderung von Bürgern verhindern, wie wir alle wissen.
Dem militärischen Grenzschutz zwischen Weltsystemen diente das nicht.

Heutzutage gibt es, wie schon immer, militärisch gesicherte Grenzen zwischen verfeindeten Ländern, ohne daß deren Bürger an Ausreisen gehindert werden.


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17.03.2017 18:23 (zuletzt bearbeitet: 18.03.2017 09:11)
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#130
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Das was Rainer schreibt über Feinde im Allgemeinen und Klassenfeinde im Besonderen, war der allgemeine ideologische Sprachduktus damals beim DDR-Militär. Respekt, dass er heute so freimütig zugibt, dass er damals keinen Grund hatte, daran zu zweifeln. Weitere Argumentationen waren:

"Der BGS ist die Truppe des 1. Schusses und immer zu Provokationen bereit. Der II. Weltkrieg begann auch mit Grenzprovokationen".

Dass die DDR Grenzer in den 60ern von einer Grenzpolizei zu einem militärischen Kampfverband aufgerüstet wurden, der BGS nach wie vor eine Polizeitruppe blieb und warum das so war, davon hörte man damals in der DDR nichts.

"Die NATO, mit modernstem Kriegsgerät an der Grenze aufgefahren, darf men keine Sekunde aus den Augen lassen, weil sie sonst zuschlagen werden".

Da wurde von Angriffen auf die Staatsgrenze geredet und es stellte sich im Nachhinein heraus, dass nicht die zum Sprung bereite NATO gemeint war, sondern Fluchtversuche von DDR-Bürgern.

Gruß Kalubke


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17.03.2017 18:48
#131
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Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #124

Mal eine Frage an @Kressin:
"Was habt Ihr denn eigentlich an der Grenze zur DDR gemacht ?"

Ich kann mich trotzt zahlreicher DDR-Besuche zwischen 1973 und 89 überhaupt nicht daran erinnern,
jemals einen von Euch gesehen zu haben, geschweige denn, jemals kontrolliert worden zu sein.

Auch die BGS-Beamten standen nach meiner Erfahrung doch nur zur Dekoration dort rum, ich habe
nicht ein einziges mal meinen Ausweis/Pass vorzeigen müssen.

Diese Frage erscheint mal ab und an auf der Bildfläche, wegen Komplexität ist sie auch nicht mit einem Zwei- oder Dreizeiler zu beantworten.

Ist wirklich keine Unhöflichkeit von mir, ich verweise hierzu und in diesem Zusammenhang auf einige Links:

Einsilbigkeit - Unhöflichkeit ? Kontrolleure an der innerdeutschen Grenze (4)

Zusammentreffen BGS/Zoll und Grenztruppe (11)

Fragestellungen und Aufgaben werden besprochen, langsam vortasten, muss nicht das volle Programm sofort durchgearbeitet werden, in der Ruhe liegt die Kraft!

Viel Freude beim Schmökern @Sperrbrecher !


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17.03.2017 19:11
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#132
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Der war richtig gut Kressin, der dein:

"Den B208 kannte ich nicht, als Willy Brandt 1969 Bundeskanzler wurde, hatte ich es immer noch nicht drauf und wusste mit Vietnam nichts anzufangen. Das änderte sich erst 1974. Gemeinsam mit meiner Schulklasse verabschiedeten wir eine Petition gegen den Krieg in Vietnam. Dies erfüllte die Amerikaner mit Ehrfurcht und zeigte Wirkung. Die Historie beweist es. Sie zogen sich anschließend aus Vietnam zurück."

Textauszug ende ....und doch nicht wegen dir...gar eurer bundesdeutschen kinderlichen Petition? Soll ich jetzt mal als damaliger DDR Bürger irgendwie gequält lächeln oder was?

Und ne, wir sind in der Denke über das realistische Damals gar nicht so weit entfernt.

Rainer-Maria


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17.03.2017 19:20
#133
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Zitat von Alfred im Beitrag #112
Kressin,

den Schülern wird doch genug erzählt.

Ich schrieb schon. Ich habe vor einiger Zeit am Brandenburger Tor erlebt, wie ein Lehrer seinen ca. 16 Jahre jungen Schülern was zur Grenze erzählte. Es war zum staunen. Das ging über Minen und Selbstschussanlagen in Berlin , über "bestimmt über 1000 Tote an der Grenze zu Westberlin" usw.usw.

Wie viele von den jungen Menschen schauen hier rein ? Eine entsprechende Statistik wird und kann es wohl nicht geben. Die Meinung zu bestimmten Fragen ist in der Öffentlichkeit durch wen auch immer längst geprägt.


Das ist ein absolutes Armutszeugnis für die Lehrkraft oder sollte ich lieber schreiben Leerkraft?

Folgenschwer wird Dein Erlebnis @Alfred erst richtig, wenn sich herausstellt, dass dieser "Pädagoge" womöglich noch der Geschichtslehrer der Schulklasse ist.
Mir fehlen die Worte. Ist es Bocklosigkeit? Unlust? Desinteresse? Womöglich gar eine Kombination?
Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder handelte sich eine Menge Ärger ein durch ein Interview, dass er seinerzeit einer Schülerzeitung gab.

Zitat
"Weis doch jeder, was die Lehrer für faule Säcke sind!"


Der junge Redakteur dieser Schülerzeitung erkannte sofort die für ihn und seine Zeitung Popularität versprechende Aussage und bot den Originalmitschnitt diversen Rundfunksendern an, die diese Nachricht genüßlich, zeitweise mehrmals am Tag und in Musiksendungen für Jugendliche verbreiteten.

Ich selbst war zuletzt 2011 in Berlin, 2 Tage mit Einladung vom Abgeordneten des Vertrauens, Sightseening-Tour mit Ehefrau bzw. Lebenspartner, mit dem Pressebus des Bundespresseamtes zu den Sehenswürdigkeiten Berlins. Die haben naturgemäß Routine, alles sehr professionell, aber Ausschließen, dass Märchen erzählt werden, kann man für die Zukunft nicht. Bei meiner Reise war das nicht der Fall, es wäre auch sofort Gegenwind gekommen!


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17.03.2017 19:26 (zuletzt bearbeitet: 19.03.2017 11:58)
#134
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Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #132
Der war richtig gut Kressin, der dein:

"Den B208 kannte ich nicht, als Willy Brandt 1969 Bundeskanzler wurde, hatte ich es immer noch nicht drauf und wusste mit Vietnam nichts anzufangen. Das änderte sich erst 1974. Gemeinsam mit meiner Schulklasse verabschiedeten wir eine Petition gegen den Krieg in Vietnam. Dies erfüllte die Amerikaner mit Ehrfurcht und zeigte Wirkung. Die Historie beweist es. Sie zogen sich anschließend aus Vietnam zurück."

Textauszug ende ....und doch nicht wegen dir...gar eurer bundesdeutschen kinderlichen Petition? Soll ich jetzt mal als damaliger DDR Bürger irgendwie gequält lächeln oder was?

Und ne, wir sind in der Denke über das realistische Damals gar nicht so weit entfernt.

Rainer-Maria



Ein guter Literat @Rainer-Maria Rohloff, für einen solchen halte ich Dich, vermag die Ironie und Doppeldeutigkeit in Textpassagen zu erkennen oder doch nicht?


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17.03.2017 19:35
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#135
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Irgend wie Kressin bewundere ich dich. Du vermagst dich egal welchem Text über deine Texte zu bedanken...eben unten auf der Leiste.Das zeugt so meine Denke von einem sehr ausgeglichenem Menschenkind, und ne, ich finde sowas gar nicht so falsch in der heutigen Zeit. Ich persönlich bin da noch nicht so weit...gebe ich ehrlich zu.

Rainer-Maria


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