Sozialistische Doppelmoral und bürgerliche Ethik

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13.03.2017 15:30
#16
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Zitat von Marienborn89 im Beitrag #13
Du hast Recht, Ährenkranz.
Im Vordergrund stand bei IM Kressin wohl die Grenze aus Ausdruck der sozialistischen Doppelmoral.

Die Klassifikation stammt vom Forenbetreiber. Er wählte nicht nur den Begriff „Mythos im Zusammenhang mit der Grenze“, er fordert dazu auf, die neue Kategorie zu nutzen.

Zunächst zur Begriffsbestimmung:




Ein Mythos „ist eine kollektive (und irrationale) Vorstellung, die etwas erklärt/verspricht, der man aber kaum Glauben schenkt.
Sein Ansinnen beruht auf

Zitat

Das Forum dient hauptsächlich für die Generationen nach der DDR,
Schüler und Studenten der Abschlussklassen haben viele solcher Fragen, gerade wenn es um die Facharbeit und Abschlussarbeit geht.
Deshalb würde ich mir wünschen, wenn Ihr vielleicht einige dieser Mythen über die DDR und dessen Grenze aufklären könntet.


Ein weiteres Mal:
Sofern eine auf die DDR und dessen Grenze bezogene, gern kontroverse Diskussion nicht gewünscht ist, ein Wink oder Fingerzeit genügt.

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"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner!
Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”
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13.03.2017 15:35
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#17
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Das traurige war der Begriff sozialistische Moral....
Es war eine Moral die einfach teilweise lächerlich war, ich denke jetzt einmal nicht an die Grenze, sondern an solche Dinge das es Parteiverfahren für Genossen gab bei "Fremdgehen"! Das war für mich damals Hohn und Spott, das sind Dinge die gehen einfach nur die Betreffenden an und sonst keinen und keine Partei hat das Recht über solch "Verfehlungen" zu richten!
Um wieder auf den Bezug Grenze und Moral zu kommen, hier sieht das Ganze schon etwas schwerer aus. Da müßte man erst einmal die "Moral" vom "Gesetz" trennen. Es gab ja die Staatsgrenze und die entsprechenden Gesetze zu deren Schutz und nun wer will da moralisch den Finger gegen geltende Gesetze heben?
Heute weiß ich, die Grenze war in dieser Form ein Fehler! Wie kann ein (moralisch) überlegenes oder "besseres" System die Menschen mit Zwang halten?
Ich möchte jetzt keine Diskussion über die Stärken und Schwächen der DDR und der BRD lostreten, das hatten wir schon zur genüge in anderen Themen.
Ich versuche mich in die Lage von @IM Kressin zu versetzen....
Er stand auf der anderen Seite, er hat nicht in dem Land DDR gelebt, vieles was er aber an dieser Grenze aus seiner Sicht erlebt hat muß ihm wie der Hohn vorgekommen sein.
Jeder Mensch hat eine Prägung erfahren und die wird er wohl nie komplett über Bord werfen können, ich war dem Staat DDR einmal sehr zugetan, das hat sich aber durch persönliche Erlebnisse geändert. Für mich konkret, ich habe mich distanziert, wohlgemerkt von einigen Auswüchsen des Staates, nicht von dem Gedanken Sozialismus.

Ich würde mich freuen wenn wir die Doppelmoral auf beiden Seiten in gleicher Maßen auf das Korn nehmen würden.

- Ich stimme zu JA, es gab Doppelmoral im Soz.
- Traurig das man versucht hat einen neuem Moralbegriff zu instalieren und an sich selber gescheitert ist.
- Ich lehne eine Trennung zwischen der Verwerflichkeit der sozialistischen Doppelmoral un der bürgerlichen Ethik ab. Die bürgerliche Ethik wird auch je nach Bedarf zur Hure gemacht!


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13.03.2017 15:45 (zuletzt bearbeitet: 13.03.2017 15:46)
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#18
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@IM Kressin im Bezug auf Beitrag #16, es geht nicht um eine Diskussion um die Grenze. Und jede Diskussion dazu sollte auch genutzt werden, es geht mir um den Begriff Doppelmoral und als Gegenpart die bürgerliche Ethik, hier verwischen sich die Ansichten (für mich).
Die bürgerliche Ethik ist kein feststehender Begriff, sie ist im Wandel der Zeit mit in Veränderung. Wenn wir seit erstarken des Bürgertum oder Beginn des Kapitalismus (als Ablösung des Feudalismus) sprechen, so hat sich in dieser Zeit der Begriff in seiner Bedeutung verändert. Man sollte da den Herrn Goethe (Zitat): "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut..." wohl nicht als Maßstab nehmen.
Beide Seiten haben sich übrigens bei Goethe bedient....
Heute wird der Begriff Humanismus (hat ja auch mit Ethik zu tun) auch mißbraucht, ich denke da nur wie der Asylwahn mit dem Mißbrauch dieses "Totschlagargumentes" Humanität gerechtfertigt wird....
Und wie wird denn die "bürgerliche Ethik" gerade durch diese Zuwanderung untergraben und das auch noch im "Zeichen der Ethik". Wo solche Begriffe strapaziert werden, da ist meist "etwas faul im Staate Dänemark" Zitat nach Shakespeare


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13.03.2017 18:27
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#19
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Soll das jetzt auf damals verwerflicher Sozialismus ala DDR und ach so harmonischer Kapitalismus ala BRD hinlaufen oder was soll der Fred bewirken? Das irgend wie alles damals in Wechselwirkung stand, das Eine durchs Andere kam und umgekehrt lassen wir mal einfach so weg,....isse ja auch vollkommen unwichtig. Wir machen somit hier die Bösen da die Guten(dazu noch völlig Ahnungslosen) draus oder wie oder was?

Rainer-Maria


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13.03.2017 18:38 (zuletzt bearbeitet: 13.03.2017 22:32)
avatar  Kalubke
#20
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Wenn wir Vergleiche ziehen wollen, dann ist es m. E. nicht günstig in die eine Waagschale einen negativ wertbesetzten Begriff wie Doppelmoral zu legen und in die andere Waagschale einen wertneutralen, wie Ethik.

Mir persönlich geht es eher um die Fälle von Doppelmoral auf beiden Seiten, um den Vergleich von "goldenen Kälbern" und um Tabu-Zonen über die sich politisch gern hinweg gemogelt wurde.

Gruß Kalubke


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13.03.2017 19:48
avatar  94
#21
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94

Zitat von Marienborn89
Dass sozialistische Doppelmoral tatsächlich systemimmanent ist, dafür gibt es in der Tat Argumente.
...
Der Anspruch, humanistisch zu sein bei gleichzeitigem harten, autoritären Zwang der Menschen in ein Gesellschaftssystem unter einer ideologischen Glocke.

Schöner Ansatz, und zusammen mit dem Bild von GKUS64 bringt er mich zu folgender Assoziation:

Die Katze stand ja in der Farm der Tiere für die Diebe im Gesetz, na und von da isses für mich gedanklich nicht weit zu den Pridurki aus dem Archipel von Solshenizyn. Doch nun halt, ich bin gerad garnicht sicher ob vom Threaderöffner ein Gedankenaustausch in dieser Richtung gewollt ist?

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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13.03.2017 20:20
#22
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Jeder kann hier zur Diskussion stellen, was er möchte.
Aber bei diesem Diskussionsthema frage ich mich, was rauskommen soll.
Die DDR existiert schon fast 30 Jahre nicht mehr. Sie ist auch an ihrer eigenen Doppelmoral untergegangen.

Heute beschäftigt mich mehr die Verlogenheit und die Doppelmoral des Gesellschaftssystems, in dem ich jetzt lebe.
Ich finde, die DDR dient als Ablenkung von der heutigen Doppelmoral, etwa noch der Logik: Heute gibt es schlimme Sachen, aber in der DDR war alles noch viel viel schlimmer!
Das aber scheint mir eine besonders verlogene Art der Doppelmoral zu sein.


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13.03.2017 20:26
#23
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Zumal ja die verflossene DDR im Moment gleich in mehreren Thema passend oder unpassend thematisiert wird. Vielleicht könnte man sich auf ein Thema einigen oder gleich ein Zentrales neues Thema eröffnen. Etwa: Woran ist die DDR gescheidert, die Pleite der DDR u.s.w....

bernd

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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13.03.2017 20:38
avatar  Marder
#24
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Mfg Marder.

Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.


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14.03.2017 07:12 (zuletzt bearbeitet: 14.03.2017 07:22)
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#25
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Damals war vor allem praktisch das du dir um Ethik keine Gedanken machen musstest, da wissenschaftlich erwießen war das der Sozialismus gut und alles andere schlecht ist, warst du immer moralisch auf der sicheren Seite.


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14.03.2017 08:04
#26
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Die heutige bürgerliche Gesellschaft linksgrüner Prägung hat sich in die gleiche Richtung entwickelt.
Die Doppelmoral hat hier sogar einen Namen.....political correctness
Selbsternannnte GutmenschInnen beanspruchen Meinungs- und Deutungshoheit, da es durch die soziologische Sozialpsychologie wissenschaftlich erwiesenen ist, dass linksgüne Ethik gut und alles andere schlecht ist.
Dementsprechend sind linksgrüne selbsternannte Gutmenschinnen moralisch auch immer "auf der sicheren Seite".
Klauspeter hat es sehr treffend formuliert, die DDR ist auch an ihrer eigenen Doppelmoral untergegangen und in diesem Zusammenhang auf die heutige Doppelmoral hingewiesen.
Gesellschaftssysteme ändern sich, die Doppelmoral bleibt die Gleiche.
Diese politische Doppelmoral ist auch die Ursache für die momentane Krise unserer europäischen Demokratien.

Das ist der Jammer dieser Welt,
Dass all die Dummheit der Millionen
Den wenigen, deren Geist erhellt,
Den Weisen wird zu Dornenkronen;
Dass sich der Massen Unverstand
Frech an des Genius Schwingen heftet,
Ihr zerrt aus seinem hohen Land,
Bis er zu Boden sinkt entkräftet.
Kurt Eisner


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14.03.2017 08:07
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#27
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Kann man sich noch im nachhinein krank schreiben lassen? Weil, dann wäre gelernter DDR Bürger fein raus...war ja Krankgeschrieben. Jeder kannte das doch, also wenn du in der Jugend mal was Anderes vor hattest außer nun gerade arbeiten gehen zu müssen, dann musste halt der Arzt herhalten. So ein, zwei Wochen waren da immer drin. Heute ist das übrigens auch nicht anders...selber gesehen, in die Arztwartezimmer.

Rainer-Maria

Und einen guten Tag allen ins Forum


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14.03.2017 08:34
#28
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Wenn man so die Titel Überschrift lesen tut---sozialistische Doppelmoral--da kommen einen ja richtig die Tränen. Als ob es keine demokratische Doppelmoral gibt !
Also bei Doppelmoral, sollte doch jeder erst einmal vor der eigenen Tür kehren. Meine Person, selbstverständlich mit eingeschlossen. Aber nun mal ne andere Frage. Gibt es in der Politik, egal welches Gesellschaftssystem--eigentlich keine Doppelmoral ?


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14.03.2017 09:19 (zuletzt bearbeitet: 14.03.2017 09:52)
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#29
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Bevor über Doppelmoral diskutiert wird, muss ja erstmal Moral definiert werden..
Das wird schon schwierig genug ..

Siggi

edit: aus werden wurde wird ..


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14.03.2017 09:46
avatar  Mike59
#30
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Ich hätte nicht gedacht, das ich nach dem Ableben des realexistierenden noch einmal zu der Überlegung komme mir Bücher von Kant und Hegel zu besorgen.


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