In der Visa-Zwickmühle der DDR- MDR Zeitreise

12.03.2017 18:55
#1
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In der Visa-Zwickmühle der DDR:


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12.03.2017 20:09
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Anerkennung der DDR Staatsbürgerschaft durch die BRD, falls die SPD die Bundestagswahl 1987 gewonnen hätte... Wieder was Neues erfahren! Die Mauer wäre dann überflüssig geworden. Ebenso die Grenzbefestigungen in den anderen RGW Ländern: Nach der damals schon strengen Asylpraxis der BRD hätten ohnehin die meisten DDR Bürger als "Wirtschaftsflüchtlinge" keinen Asylgrund geltend Machen können.
Sofern Honecker sich das Szenario so vorgestellt hat, wäre er wirklich sehr naiv gewesen.....

Theo


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13.03.2017 05:43
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Sehr interessant noch vor den Wahlen zu wissen, zu was die SPD damals zustande gewesen ist. Wollen angeblich heute die ganz Welt retten aber hätten damals ohne mit der Wimper zu zucken ihre eigenen Landsleute eiskalt doppelt eingesperrt.


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13.03.2017 10:51
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#4
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Die meisten DDR Bürger und viele Westdeutschen hätten das wohl anders gesehen. Die Anerkennung der DDR Bürgerschaft wäre von der BRD sicher daran geknüpft worden, dass ein gegenseitiger visafreier Reiseverkehr (bis insgesamt drei Monate pro Jahr) ermöglicht würde.
Der Verzicht auf eine gesamtdeutsche Staatsbürgerschaft hätte man dem westdeutschen Bürger schon irgendwie "verkauft", notfalls den "Schwarzen Peter" den Alliierten (Briten, Franzosen, Sowjetunion, USA) zugeschoben.


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13.03.2017 11:08
#5
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Zur Erinnerung

Zitat
Grundgesetz Art. 116

1) Deutscher im Sinne dieses Grundgesetzes ist vorbehaltlich anderweitiger gesetzlicher Regelung, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder als Flüchtling oder Vertriebener deutscher Volkszugehörigkeit oder als dessen Ehegatte oder Abkömmling in dem Gebiete des Deutschen Reiches nach dem Stande vom 31. Dezember 1937 Aufnahme gefunden hat.

(2) Frühere deutsche Staatsangehörige, denen zwischen dem 30. Januar 1933 und dem 8. Mai 1945 die Staatsangehörigkeit aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen entzogen worden ist, und ihre Abkömmlinge sind auf Antrag wieder einzubürgern. Sie gelten als nicht ausgebürgert, sofern sie nach dem 8. Mai 1945 ihren Wohnsitz in Deutschland genommen haben und nicht einen entgegengesetzten Willen zum Ausdruck gebracht haben.



Nun kann ich mir nicht vorstellen, dass man wegen einer Anerkennung der DDR-Staatsbürgerschaft das GG geändert hätte (gab es dazu überhaupt eine erforderliche Mehrheit, also damals?) Und was hätten die Spätaussiedler dazu gesagt? Wir reden von den Grenzen des Deutschen Reiches 1937 und dieses Reich war größer als die BRD und die DDR zusammen!

bernd

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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13.03.2017 11:31
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#6
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94

Ist doch garnicht nötig, dafür wurde ja weise und vorausschauend von den Vätern des GG (und den vier Müttern) der Passus vorbehaltlich anderweitiger gesetzlicher Regelung geschrieben. Nur, ob steckbrieflich gesuchte Mörder wie zum Beispiel Weinhold dann 'ausgeliefert' auch worden wären, der Artikel 16 war bis 1993 ja nicht ganz so schwammig formuliert.

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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