Antenne West Doku

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06.03.2017 08:21
#1
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Ohne westdeutsche Fernsehkorrespondenten wäre der zweite deutsche Staat DDR ein weißer Fleck auf der Landkarte des geteilten Europa geblieben. Stattdessen aber lieferten ARD und ZDF Bilder aus dem Osten, die auf beiden Seiten der Grenze empfangen wurden. Unzählige DDR-Bürger gerieten dadurch mit dem politischen Strafrecht des sozialistischen Staates in Konflikt. Die Staatssicherheit bekämpfte das ZDF unter dem Codenamen "Bagage" als "Feindsender", wie MfS-Chef Erich Mielke mitunter sagte. Die ARD hieß im Mielke-Jargon "Clique"..........................


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06.03.2017 09:24
#2
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Stattdessen aber lieferten ARD und ZDF Bilder aus dem Osten, die auf beiden Seiten der Grenze empfangen wurden. Unzählige DDR-Bürger gerieten dadurch mit dem politischen Strafrecht des sozialistischen Staates in Konflikt.

Verstehe ich nicht so richtig. Wieso mit dem Strafrecht in Konflikt ? Nur vom Hören und Sehen von Westsendern ? Sollte sich inzwischen nach 27 Jahren auch unter Westdeutschen rumgesprochen haben, daß deshalb wimre niemand strafrechtlich belangt wurde, auch wenn es offiziell nicht gern gesehen wurde. Wie es bis Ende der 50er war, weiß ich nicht, aber für die Zeit danach habe ich genug Erinnerung daran, um das behaupten zu können.


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06.03.2017 09:49
#3
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Ich glaube, ich schrieb es schon mal irgendwo: ich hatte so ab 1984 einen riesen Antennenwald auf dem Dach, damit ich einen Top-Empfang der TV-Sender von DDR-1, DDR2, ARD, ZDF, HR-3, NDR-3 und BR-3 sowie den Radiosendern DT-64, Sender Weimar, HR-1, HR-3, BR-3 sowie NDR-1 und NDR-2 hatte. Ich hatte 8 große Yagi-Atennen. Ohne das jemals einer daran Anstoss genommen hat. Nee, doch: mein Vater, ob ich eine Macke hätte....

Warum wachsen wohl BRD und die 5 neuen Bundesländer nicht zusammen bzw. werden es nie tun? Man merkt es zum Teil auch hier im Forum.
Ich für meine Person werde mich jedenfalls politisch nicht mehr äussern und mich an Diskussionen mit politischen Seitenhieben und nach unten treten nicht mehr beteiligen.

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06.03.2017 10:25
avatar  Ebro
#4
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Zumal ja auch Mitte der 80-er die Verkabelung begann und man dann schon RTL aus der Steckdose gucken konnte.

Selbst Akademiker mit Diplom sind nur marginal intelligent

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06.03.2017 10:32
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#5
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In Sachsen natürlich, in Dresden , auch. Da konnte dann auch dort die Lindenstraße und die Persil-Werbung gesehen werden. :-)


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06.03.2017 10:33
#6
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@ Ebro:
aber nicht bei Eigenheimen.

Warum wachsen wohl BRD und die 5 neuen Bundesländer nicht zusammen bzw. werden es nie tun? Man merkt es zum Teil auch hier im Forum.
Ich für meine Person werde mich jedenfalls politisch nicht mehr äussern und mich an Diskussionen mit politischen Seitenhieben und nach unten treten nicht mehr beteiligen.

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06.03.2017 11:33
avatar  Ebro
#7
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Möglich, weiß ich nicht. Hatte es nur bei dem Onkel meiner Frau in Wolgast, in einem Mehrfamilienhaus erlebt.

Selbst Akademiker mit Diplom sind nur marginal intelligent

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06.03.2017 11:45
#8
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Das gab es so auch in Eisenach. Und in den 1980ern auch mit BRD-TV.

Warum wachsen wohl BRD und die 5 neuen Bundesländer nicht zusammen bzw. werden es nie tun? Man merkt es zum Teil auch hier im Forum.
Ich für meine Person werde mich jedenfalls politisch nicht mehr äussern und mich an Diskussionen mit politischen Seitenhieben und nach unten treten nicht mehr beteiligen.

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06.03.2017 11:55 (zuletzt bearbeitet: 06.03.2017 16:41)
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#9
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In den 70igern hatte ich auch zwei Yagiantennen mit 30 Elementen parallel geschaltet und mit Verstärker für Kanal 57 ausgestattet installiert. Damit war es mir bei günstigen Witterungsbedingungen möglich, das dritte Programm von Bayern zu empfangen. Was hat man nicht alles getan, um einen Fernsehsender vom ,,Klassenfeind'' mehr zu empfangen.


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06.03.2017 13:35 (zuletzt bearbeitet: 06.03.2017 13:36)
#10
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Den BR und damit das ARD-Programm bekamen wir mit der sog. Ochsenkopfantenne

=============================================================================================
Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!

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06.03.2017 15:05
#11
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Eine Aufnahme irgendwo bei Grimma.


3 Element für Band 1 (Ochsenkopf) UHF eine Standardantenne...

Quelle: adioforum.foren

...

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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06.03.2017 15:30
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#12
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #2
Stattdessen aber lieferten ARD und ZDF Bilder aus dem Osten, die auf beiden Seiten der Grenze empfangen wurden. Unzählige DDR-Bürger gerieten dadurch mit dem politischen Strafrecht des sozialistischen Staates in Konflikt.

Verstehe ich nicht so richtig. Wieso mit dem Strafrecht in Konflikt ? Nur vom Hören und Sehen von Westsendern ? Sollte sich inzwischen nach 27 Jahren auch unter Westdeutschen rumgesprochen haben, daß deshalb wimre niemand strafrechtlich belangt wurde, auch wenn es offiziell nicht gern gesehen wurde. Wie es bis Ende der 50er war, weiß ich nicht, aber für die Zeit danach habe ich genug Erinnerung daran, um das behaupten zu können.


das was du nur fürs Gucken schreibst ist richtig. In den 50ern ging heftige Propaganda um gegen die Westsender aber von strafbewehrter Verfolgung weiss ich auch nichts. Da gab's den Sender Ochsenkopf, der war das Feindbild schlechthin ( weiß bis heute nicht wo der ist/war)
Allerdings weiss ich, wenn an die Sender geschrieben wurde, hier doch ein normaler Vorgang, kam die Stasi in Rotation, die Leute wurden verhaftet und ihnen wurde feindliche Verbindungsaufnahme oder gar Spionage vorgeworfen. Das ist an Hirnrissigkeit überhaupt nicht mehr zu überbieten, aber Realität ( fragt Hubertus K.)


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06.03.2017 15:42 (zuletzt bearbeitet: 06.03.2017 15:50)
#13
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Der Ochsenkopf zwischen Warmensteinach und Bischofsgrün im oberfränkischen Landkreis Bayreuth ist mit 1024 m ü. NHN[1] der zweithöchste Berg des Fichtelgebirges. Naturräumlich gehört er zur Haupteinheit Hohes Fichtelgebirge (394).[2][1] Nur wenig östlich dieses Bergs, oberhalb der Ortschaft Fichtelberg, entspringen der Weiße Main als rechter bzw. nördlicher Quellfluss des Mains sowie die Fichtelnaab, einer der Quellflüsse der Naab. Genau dort verläuft die Europäische Wasserscheide. Die Naab fließt nach Süden in Richtung Donau, der Main nach Westen zum Rhein.
Auf dem Gipfel befindet sich der bewirtschaftete Asenturm als Aussichtsturm und ein Sendeturm für UKW-, Digitalradio sowie digitale Fernsehprogramme des Bayerischen Rundfunks.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Ochsenkopf

Der Fernsehturm mit dem ARD-Fernsehsender auf dem Kanal 4 im VHF-Band I ermöglichte den Empfang des Westfernsehens in weiten Teilen der DDR.
Dazu kam der Sender Großer Waldstein.
Von hier kam, also vom Waldstein, ZDF Kanal 23 und Kanal 57 das (Dritte) Bayerische Fernsehen


Quelle:Wiki

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(Edwin Bauersachs)


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06.03.2017 16:14 (zuletzt bearbeitet: 06.03.2017 16:14)
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#14
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94

In den Tiefen des Forums (das Tal der Ahnungslosen (5)) gegraben und eine besonders 'perfide' Methode gefunden, um doch in den Genuß feindlicher Propaganda zu kommen ...

Obwohl Dresden durch seine Lage im Elbtal vom Empfang der westdeutschen Fernsehsender nahezu ausgeschlossen war, gab es doch eine Möglichkeit das ZDF in guter Qualität zu empfangen. Dessen Empfangsfeldstärke war trotz höherer Frequenz (567,25 MHz, Kanal 33) und demzufolge eigentlich schlechterer Ausbreitung in der Regel höher und vor allem stabiler als die der ARD (189,25 MHz, Kanal 7).
Hindernis für den normalen Bürger war, daß zufällig (!) auf der gleichen Frequenz von 567,25 MHz im Tschechischen ein Sender der CSSR (Buková hora 12 km südlich von Decín und 15 km östlich von Ústí n.L.) sein Programm ausstrahlte, im Fol­genden als "Störsender" bezeichnet. Im Dresdner Raum war dadurch ein Empfang des ZDFs so gut wie überhaupt nicht möglich, da das Nutzsignal (ZDF) vom relativ starken "Störsender" in der CSSR fast völlig verdeckt wurde (Gleichkanalstörungen).

weiterlesen ... sax.de/~zander/ddr.html

irgendwie ... einfach clever!

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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06.03.2017 16:33
#15
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Moin,
wie sah es mit dem Westfernsehn schauen bei der GT/NVA aus. Unter Strafe gestellt?

Schlutup


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