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#1

Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

in Grenztruppen der DDR 23.02.2017 23:44
von vs1400 | 3.859 Beiträge | 7720 Punkte
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und wie ihr ihn erlebt habt, dass würde mich intressieren?
zu dieser frage kam ich durch dieses bild.

wann wurdet ihr gwd'ler in den ausgang entlassen und gab es dafür vorgaben?
konntet ihr, als gwd'ler, einen verlängerten ausgang beantragen und wohin ging es dann?

zu meiner zeit war es für gwd'ler nicht einfach einen verlängerten ausgang, zb. nach wernigerode, zu bekommen, ab gefreiter oder eben einer gewissen dienstzeit, war es jedoch möglich.
der normale ausgang, zu meiner zeit eben, war der gruppenausgang.
vorher wurden die reviere und die hütte auf glanz gebracht und dann in die ausgangsuniform geschlüpft. punkt 17:00 stand die gruppe zur belehrung und durfte bis 22:00 etwas freizeit haben.
in schierke gab es etliche möglichkeiten zum einkehren und ich ging zumeist mit anderen agt erstmal zum essen ins heinrich heine und ab ca. 20:00 war der dachsbau angesagt.
im winter gab es dann nicht selten einen anruf in der gk, dass sich die ankunft etwas verzögert und schon war der ausgang um ne stunde verlängert.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#2

RE: Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

in Grenztruppen der DDR 23.02.2017 23:56
von Hanum83 | 8.682 Beiträge | 15554 Punkte
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Durscht auf ein Bierchen?
Wenn nach Dienst auf Abend fiel und keine A-Gruppe auf dem 18 Uhr im Flur hängenden Postenplan stand, einfach zum UvD und ins Ausgangsbuch eingeschrieben und so wie du warst, halt in K2, die 300 Meter in die Bierstube, mehr war es in Hanum nicht, Gaststätte wäre da ein verwegenener Ausdruck.
Spätestens um 12 bist du wieder eingelaufen in die GK, wenns viertel eins war, wars auch nicht schlimm, sinnlos besoffen hast du dich da nicht, halt paar gepflegte Bierchen und diverse Karten- u. Würfelspiele mit den Männers vom Dorf.
Huch, Gruppenausgang am Kanten, Gott, die armen Jungs im Harz.
Nun wundern mich die vs-Erzählungen nicht mehr
Aber vorsichtshalber konkretisiere ich mal ehe mir wieder ein Loch in den Bauch gefragt wird, das ging bei uns so weil wegen dem Sicherungssysthem ganz selten du mal abends frei hattest und keine A-Gruppe, maximal 2 mal im Monat, mit Glück.
Ach so, wenn man mal was anders sehen wollte wie Hanum, konnte man auch aus dem Sperrstreifen raus nach Jübar, war ein etwas größeres Dorf wo auch mal ab und an Tanzveranstaltungen waren, Hin- u. Rückweg zusammen allerdings 10 Kilometer und da haben wir uns das untereinander so geplant das doch ein Grüppchen von mindestens 3 Mann zusammenkam, erstens zum Tanz alleine ist blöd und die Schlagkraft in Gruppe ist etwas höher, in Jübar konnte man, im Gegensatz zu Hanum, die Grenzer nicht so richtig leiden.
So in der Rückschau muss ich wirklich sagen, in Richtung Sackstand hatten wir am Kanten so gut wie nichts, war wirklich lange Leine, im ersten halben Jahr gelegentlich noch ein wenig Revierputz, aber ab E war der Job Grenzsoldat der schlechteste nicht, von der langen Weile mal abgesehen, kein Rumgescheuche oder Versuche dich zu El Knollo zu machen.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


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zuletzt bearbeitet 24.02.2017 08:12 | nach oben springen

#3

RE: Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

in Grenztruppen der DDR 24.02.2017 06:24
von Magentis | 2 Beiträge | 64 Punkte
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Bei uns war es abhängig vom Dienstfrei, meistens einmal in der Woche, jenach dem 16.00- 16.00 Uhr oder ein 17.00- 17.00 Uhr, blöd war ein Dienstfrei von 08.00-08.00 Uhr.
Normal sind wir fünf bis zehn Leute gewesen und es ging nach Elend in die Waldesruh oder in den Donbas, beides waren FDGB-Heime. Der Donbas heißt heute Waldmühle
und ist ein Hotel. Die Waldesruh gibt es nicht mehr. Ausgang war von 17.00-24.00 Uhr. Meisten wurden wir mit LO oder UAZ abgeholt. Mit Hauptfeld oder bestätigter UVD dauerte
es meist länger.

Einen schönen Tag Magentis


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#4

RE: Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

in Grenztruppen der DDR 24.02.2017 06:53
von Harsberg | 4.136 Beiträge | 4662 Punkte
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Zitat
der normale ausgang, zu meiner zeit eben, war der gruppenausgang.



Gruppenausgang in der GK? Na ich danke, gab es bei uns nur einmal nach der Vereidigung. Je nach Laune des Hfw. oder UvD konnte man in Dienstuniform oder Ausgangsuniform die örtliche Kneipe besuchen. Das natürlich mehrere von uns in die Kneipe einfielen, war doch usus, gab ja nur eine.
Ausgang gab es bis Mitternacht, für die Stabsgefr. bis zum Wecken. So Schnickschnack wie Alarmgruppe gab es nicht.


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#5

RE: Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

in Grenztruppen der DDR 24.02.2017 09:28
von Rostocker | 8.782 Beiträge | 5462 Punkte
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Am Kanten war ab 17 Uhr für jeweils 2 Züge Ausgang angesagt und das immer nach der Frühschicht. Möglichkeiten irgendwo hinzu gehen gab es schon einige, denn Zarrentin war ne Kleinstadt. Und trotzdem ging es nur in eine Kneipe immer. Als ich dann noch mal als Resi in Palingen war--ein kleines Dorf-- da hatten wir Resis bis 02 Uhr Ausgang, was völliger Blödsin war. Wo sollte man da auch noch hin.


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#6

RE: Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

in Grenztruppen der DDR 24.02.2017 09:34
von Freienhagener | 7.778 Beiträge | 17959 Punkte
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in Freienhagen nur im Dorf und nur bis Mitternacht.
Das war irgendwann so öde, daß man einfach in der Kompanie blieb. Aber danach ging man doch wieder in die Kneipe.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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#7

RE: Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

in Grenztruppen der DDR 24.02.2017 10:27
von GKUS64 | 2.784 Beiträge | 6804 Punkte
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In Untersuhl (1964/65) gab es zwei Kneipen, auf die wir uns bei Ausgang verteilten. Paar Bierchen, ne Runde Skat, mehr war da nicht. Wie oft wir das nutzen konnten, ist mir entfallen.
Einmal sollte unser kulturelles Niveau angehoben werden, man organisierte eine Busfahrt nach Eisenach ins Theater. Dort angekommen interessierte uns nur das Ende der Theaterveranstaltung, denn wir schwenkten (nicht alle, nur die Kulturbanausen!) rechts ab und verschwanden im WE (Wilder Ernst). Trotz reichlich Alkohol erreichten wir wieder unseren Bus und hatten eine fröhliche Rückfahrt nach Untersuhl.

Ja damals standen geistige Getränke noch vor geistiger Unterhaltung!


MfG


GKUS64



Freienhagener, vs1400, polsam, IM Kressin und Jawa 350 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.02.2017 10:28 | nach oben springen

#8

RE: Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

in Grenztruppen der DDR 24.02.2017 10:57
von thomas 48 | 4.994 Beiträge | 6532 Punkte
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Der Wilder Ernst war in Eisenach sehr berüchtigt.
warum, weiß ich nicht
tho


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#9

RE: Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

in Grenztruppen der DDR 24.02.2017 17:15
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Ausgang alle 2 Wochen nach Frühschicht,Ausgangsgebiet Kneipe Schwanheide,und 1 oder 2 tage in der woche hatte sie zu und dann gabs Ausgang auf den Hof der GK.



hundemuchtel 88 0,5, vs1400 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.02.2017 17:15 | nach oben springen

#10

RE: Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

in Grenztruppen der DDR 24.02.2017 18:24
von mibau83 | 1.464 Beiträge | 3017 Punkte
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Zitat von Rostocker im Beitrag #5
Am Kanten war ab 17 Uhr für jeweils 2 Züge Ausgang angesagt und das immer nach der Frühschicht.....


das war in der bataillionssicherung so,in der kompaniesicherung hatte immer nur der zug ausgang der aus der frühschicht kam. dieser mußte aber auch die a-gruppe stellen.
die ausgänge am standort waren relativ eintönig (eine dorfkneipe), anders waren die in der kreisstadt (meiningen).



vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

in Grenztruppen der DDR 24.02.2017 18:29
von Hansteiner | 1.805 Beiträge | 2278 Punkte
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bei uns war es etwas "besser", wir hatten 3 Kneipen in zwei Orten.
war aber auch nichts anderes als woanders auch !

VG H.



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#12

RE: Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

in Grenztruppen der DDR 24.02.2017 19:33
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Zitat von thomas 48 im Beitrag #8
Der Wilder Ernst war in Eisenach sehr berüchtigt.
warum, weiß ich nicht
tho


Hallo Thomas 48, ich war ja 1956, 3 1/2 Monate zur Grundausbildung in Eisenach. Nach 4 Wochen der erste Ausgang, Gruppenausgang auf Probe hieß es. Es gab keine Beanstandungen und dann gab es Einzelausgang am Wochenende. Samstag glaube ab 17 bis 23 Uhr und Sonntags ab Mittag bis 22 Uhr. Vorne am Eingang in der Wache hing an der Wand eine Liste der für die Grenzer verbotenen 12 Gaststätten, darunter auch das Jugendklubhaus. Es war immer eine Kontrollstreife unterwegs die diese Anordnungen kontrolierte. In der Öffentlichkeit mußte die Anzugsordnung streng eingehalten werden, also Mütze auf, Koppel umgeschnallt, alle Knöpfe der Jacke und der Haken am Kragen mußten zu sein. Wer erwischt wurde, wo dieses zu beanstanden war, wurde die Ausgangskarte abgenommen, die Uhrzeit auf die Karte geschrieben und man bekam genau 30 min. Zeit sich an der Eingangswache zu melden. Einer hatte es mal nicht in den 30 min. geschafft, kam 3 min. zu spät und bekam dann am Montag beim Morgenapell 1 Tag Arrest. Ja die Anzugsordnung war damals auch eine andere als wie später bei den Grenztruppen.


Gruß Cambrino


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#13

RE: Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

in Grenztruppen der DDR 24.02.2017 19:50
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hallo,
die meißten dienstfreien tage habe ich (wir) in benneckenstein, und hier im "Tannenwald" verbracht.
obwohl es mehrere akzeptable kneipen dort gab, war es für uns dort am besten.
es gab eine musikbox, sowie diverse damen, die sogenannten "ATA-GIRLS", welche zwecks tanzen und so? dort oft erschienen.
Ata-Girls, wegen ihrer tätigkeit in verschiedenen kurstätten. probleme gabs nur manchmal, wenn die grenzer von der nachbarkompanie anwesend waren und gewisse besitzansprüche geltend machen wollten.
ansonsten hatte man dort viel spaß, denn der wirt (Schorsch), war ein skurriler zeitgenosse. welcher oft unter streß bei der druckbetankung, laute flüche ausstieß.
anbei ein bild von dem haus.
mfg klaus


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#14

RE: Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

in Grenztruppen der DDR 24.02.2017 21:27
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Der erste Ausgang gab es während der Grundausbildung als Gruppenausgang.Der Weg ging in das Bodemuseum,welches nur ein paar 100 Meter entferndt war.Das Begleitkommondo mußte nicht lange suchen,es befanden sich alle in der Museumsgastätte.
Später war es so,wer nicht auf den Dienstplan stand,schrieb sich ins Ausgangsbuch ein und ging aus.
In Berlin-Mitte fand man immer was.


„Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht Bankrott gehen will.“
Marcus Tullius Cicero
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#15

RE: Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

in Grenztruppen der DDR 24.02.2017 21:29
von Hanum83 | 8.682 Beiträge | 15554 Punkte
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Zitat von Cambrino im Beitrag #12
Zitat von thomas 48 im Beitrag #8
Der Wilder Ernst war in Eisenach sehr berüchtigt.
warum, weiß ich nicht
tho


Hallo Thomas 48, ich war ja 1956, 3 1/2 Monate zur Grundausbildung in Eisenach. Nach 4 Wochen der erste Ausgang, Gruppenausgang auf Probe hieß es. Es gab keine Beanstandungen und dann gab es Einzelausgang am Wochenende. Samstag glaube ab 17 bis 23 Uhr und Sonntags ab Mittag bis 22 Uhr. Vorne am Eingang in der Wache hing an der Wand eine Liste der für die Grenzer verbotenen 12 Gaststätten, darunter auch das Jugendklubhaus. Es war immer eine Kontrollstreife unterwegs die diese Anordnungen kontrolierte. In der Öffentlichkeit mußte die Anzugsordnung streng eingehalten werden, also Mütze auf, Koppel umgeschnallt, alle Knöpfe der Jacke und der Haken am Kragen mußten zu sein. Wer erwischt wurde, wo dieses zu beanstanden war, wurde die Ausgangskarte abgenommen, die Uhrzeit auf die Karte geschrieben und man bekam genau 30 min. Zeit sich an der Eingangswache zu melden. Einer hatte es mal nicht in den 30 min. geschafft, kam 3 min. zu spät und bekam dann am Montag beim Morgenapell 1 Tag Arrest. Ja die Anzugsordnung war damals auch eine andere als wie später bei den Grenztruppen.


Gruß Cambrino


Wart ihr damals nicht Freiwillige?
Nicht falsch verstehen, aber wer tut sich freiwillig so etwas an?


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


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#16

RE: Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

in Grenztruppen der DDR 24.02.2017 21:42
von küchenbulle | 209 Beiträge | 34 Punkte
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Hallo Leute !
Als ich 1979 in der GK Heinersdorf in Berlin war hatten wir auch nur eine Kneipe im Ort . Dort konnte man damals so so schöne große Schnitzel essen .
Es war auch alles so preiswert , bis heraus kam das der Kneiper das Fleisch für die Kneipe von der Freibank bezog . Wobei ich mit Freibankfleisch kein
Problem hatte ,das wurde manchmal besser untersucht als im normalen Schlachthof . Unser Standortbereich ging bis nach Teltow aber bestimmte Lokale
waren für uns Grenzerlein gesperrt , es gab immer wieder mal Kloppereien mit den NVA Leuten . Durch meinen Dienst in der Küche kam ich sowieso
immer an ein Fläschen Schanaps . Es gab ja genug Lieferanten (Bäckerfahrer , Fleisch und Wurstkutscher und und und ) In Ausgang ist man eigentlich
nur gegangen um mal andere Gesichter zu sehen.

Viele Grüße
der küchenbulle



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#17

RE: Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

in Grenztruppen der DDR 24.02.2017 23:02
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #2
Durscht auf ein Bierchen?
Wenn nach Dienst auf Abend fiel und keine A-Gruppe auf dem 18 Uhr im Flur hängenden Postenplan stand, einfach zum UvD und ins Ausgangsbuch eingeschrieben und so wie du warst, halt in K2, die 300 Meter in die Bierstube, mehr war es in Hanum nicht, Gaststätte wäre da ein verwegenener Ausdruck.
Spätestens um 12 bist du wieder eingelaufen in die GK, wenns viertel eins war, wars auch nicht schlimm, sinnlos besoffen hast du dich da nicht, halt paar gepflegte Bierchen und diverse Karten- u. Würfelspiele mit den Männers vom Dorf.
Huch, Gruppenausgang am Kanten, Gott, die armen Jungs im Harz.
Nun wundern mich die vs-Erzählungen nicht mehr

Aber vorsichtshalber konkretisiere ich mal ehe mir wieder ein Loch in den Bauch gefragt wird, das ging bei uns so weil wegen dem Sicherungssysthem ganz selten du mal abends frei hattest und keine A-Gruppe, maximal 2 mal im Monat, mit Glück.
Ach so, wenn man mal was anders sehen wollte wie Hanum, konnte man auch aus dem Sperrstreifen raus nach Jübar, war ein etwas größeres Dorf wo auch mal ab und an Tanzveranstaltungen waren, Hin- u. Rückweg zusammen allerdings 10 Kilometer und da haben wir uns das untereinander so geplant das doch ein Grüppchen von mindestens 3 Mann zusammenkam, erstens zum Tanz alleine ist blöd und die Schlagkraft in Gruppe ist etwas höher, in Jübar konnte man, im Gegensatz zu Hanum, die Grenzer nicht so richtig leiden.
So in der Rückschau muss ich wirklich sagen, in Richtung Sackstand hatten wir am Kanten so gut wie nichts, war wirklich lange Leine, im ersten halben Jahr gelegentlich noch ein wenig Revierputz, aber ab E war der Job Grenzsoldat der schlechteste nicht, von der langen Weile mal abgesehen, kein Rumgescheuche oder Versuche dich zu El Knollo zu machen.


das stellst du dir nur se verwegen vor, Hanum,
doch man bewegten uns, nach der belehrung, sehr frei und offen in schierke. jeder machte das wonach ihm war und aus ner gruppe entwickelten sich lose grüppchen oder eben auch einzelne. es ging jeder seinen weg und manch einer wurde eben geteilt.
schierke war, rein von den möglichkeiten gesehen, eher überoptimal.

hast du noch mehr erinnerungen bezüglich des erweiterten ausgangs, außerhalb des grenzgebietes?
für gwd'ler war dies, zu meiner zeit, fast unmöglich.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#18

RE: Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

in Grenztruppen der DDR 24.02.2017 23:29
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Zitat von küchenbulle im Beitrag #16
Hallo Leute !
Als ich 1979 in der GK Heinersdorf in Berlin war hatten wir auch nur eine Kneipe im Ort . Dort konnte man damals so so schöne große Schnitzel essen .
Es war auch alles so preiswert , bis heraus kam das der Kneiper das Fleisch für die Kneipe von der Freibank bezog . Wobei ich mit Freibankfleisch kein
Problem hatte ,das wurde manchmal besser untersucht als im normalen Schlachthof . Unser Standortbereich ging bis nach Teltow aber bestimmte Lokale
waren für uns Grenzerlein gesperrt , es gab immer wieder mal Kloppereien mit den NVA Leuten . Durch meinen Dienst in der Küche kam ich sowieso
immer an ein Fläschen Schanaps . Es gab ja genug Lieferanten (Bäckerfahrer , Fleisch und Wurstkutscher und und und ) In Ausgang ist man eigentlich
nur gegangen um mal andere Gesichter zu sehen.


Viele Grüße
der küchenbulle


dies mag bei einigen wohl so gewesen sein, küchenbulle,
doch ich wollte zb. mal etwas anders zwischen den zähnen haben und dass war eben nicht nur ne bockwurscht.
ich hab gwd'ler erlebt die zum ausgang nur eine örtlich gute konditorei besuchten und dass war dann besser wie ein gutes essen, für sie.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
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#19

RE: Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

in Grenztruppen der DDR 24.02.2017 23:30
von Hanum83 | 8.682 Beiträge | 15554 Punkte
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Zitat von vs1400 im Beitrag #17
Zitat von Hanum83 im Beitrag #2
Durscht auf ein Bierchen?
Wenn nach Dienst auf Abend fiel und keine A-Gruppe auf dem 18 Uhr im Flur hängenden Postenplan stand, einfach zum UvD und ins Ausgangsbuch eingeschrieben und so wie du warst, halt in K2, die 300 Meter in die Bierstube, mehr war es in Hanum nicht, Gaststätte wäre da ein verwegenener Ausdruck.
Spätestens um 12 bist du wieder eingelaufen in die GK, wenns viertel eins war, wars auch nicht schlimm, sinnlos besoffen hast du dich da nicht, halt paar gepflegte Bierchen und diverse Karten- u. Würfelspiele mit den Männers vom Dorf.
Huch, Gruppenausgang am Kanten, Gott, die armen Jungs im Harz.
Nun wundern mich die vs-Erzählungen nicht mehr

Aber vorsichtshalber konkretisiere ich mal ehe mir wieder ein Loch in den Bauch gefragt wird, das ging bei uns so weil wegen dem Sicherungssysthem ganz selten du mal abends frei hattest und keine A-Gruppe, maximal 2 mal im Monat, mit Glück.
Ach so, wenn man mal was anders sehen wollte wie Hanum, konnte man auch aus dem Sperrstreifen raus nach Jübar, war ein etwas größeres Dorf wo auch mal ab und an Tanzveranstaltungen waren, Hin- u. Rückweg zusammen allerdings 10 Kilometer und da haben wir uns das untereinander so geplant das doch ein Grüppchen von mindestens 3 Mann zusammenkam, erstens zum Tanz alleine ist blöd und die Schlagkraft in Gruppe ist etwas höher, in Jübar konnte man, im Gegensatz zu Hanum, die Grenzer nicht so richtig leiden.
So in der Rückschau muss ich wirklich sagen, in Richtung Sackstand hatten wir am Kanten so gut wie nichts, war wirklich lange Leine, im ersten halben Jahr gelegentlich noch ein wenig Revierputz, aber ab E war der Job Grenzsoldat der schlechteste nicht, von der langen Weile mal abgesehen, kein Rumgescheuche oder Versuche dich zu El Knollo zu machen.


das stellst du dir nur se verwegen vor, Hanum,
doch man bewegten uns, nach der belehrung, sehr frei und offen in schierke. jeder machte das wonach ihm war und aus ner gruppe entwickelten sich lose grüppchen oder eben auch einzelne. es ging jeder seinen weg und manch einer wurde eben geteilt.
schierke war, rein von den möglichkeiten gesehen, eher überoptimal.

hast du noch mehr erinnerungen bezüglich des erweiterten ausgangs, außerhalb des grenzgebietes?
für gwd'ler war dies, zu meiner zeit, fast unmöglich.

gruß vs



Tja, wir sind ja bei Ausgang, eventuell passt es ja.
Gaaaanz selten mal kam auch von der FüSt der Befehl das wir nach der festen Turmschicht nicht den üblichen 4 Kilometerweg in die GK durch den Abschnitt nehmen am frühen Morgen so um vier, sondern durchs Tor raus außen rum, etwas länger , so 5 Kilometer als Hinterlandsstreife.
Ganz unangenehm, im Schutzstreifen fühltest du dich ja geschützt, draußen im Finsteren, nee du.
Der Sperrstreifen war ja nicht eingezäunt wie eine Viehkoppel, wenn man Wege nahm außen konntest du auch mal ganz draußen sein auch im Grenzdienst im Hinterland, Gackels werden das wissen.
Also ich will sagen, mal zum Ausgang raus aus dem Sperrstreifen, wo sollte da das Problem sein?
Ihr wart wohl so Grenzer die wie an der Perlenschnur aufgefädelt standen, verteilt und eingesammelt mit W50?


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.02.2017 23:34 | nach oben springen

#20

RE: Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

in Grenztruppen der DDR 24.02.2017 23:59
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[quote="Hanum83"|p601080]
Tja, wir sind ja bei Ausgang, eventuell passt es ja.
Gaaaanz selten mal kam auch von der FüSt der Befehl das wir nach der festen Turmschicht nicht den üblichen 4 Kilometerweg in die GK durch den Abschnitt nehmen am frühen Morgen so um vier, sondern durchs Tor raus außen rum, etwas länger , so 5 Kilometer als Hinterlandsstreife.
Ganz unangenehm, im Schutzstreifen fühltest du dich ja geschützt, draußen im Finsteren, nee du.
Der Sperrstreifen war ja nicht eingezäunt wie eine Viehkoppel, wenn man Wege nahm außen konntest du auch mal ganz draußen sein auch im Grenzdienst im Hinterland, Gackels werden das wissen.
Also ich will sagen, mal zum Ausgang raus aus dem Sperrstreifen, wo sollte da das Problem sein?
Ihr wart wohl so Grenzer die wie an der Perlenschnur aufgefädelt standen, verteilt und eingesammelt mit W50?
[
/quote]

nein, Hanum,
es passt nicht und ich würde gern beim thema bleiben.

ein verlängerter ausgang, zu meiner zeit, musste beim zf beantragt werden und er konnte entweder örtlich, auf die zeit der dauer des ausgangs oder auch auf örtlichkeiten, außerhalb des grenzgebietes beantragt werden.

aus jeder örtlichkeit, in schierke, wurde per pedes gehandelt. ausnahmen gab es nur, wenn unsere gk die mpi stelen musste.
dann gab es nen abgesprochenen fahrdienst, inoffiziell.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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