Eurer Ausgang während der Dienstzeit in einer GK ...

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17.05.2022 18:13
avatar  Hebor
#166
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #165
...ungemütlich...


waren die ganzen 18 Monate.

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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17.05.2022 18:15 (zuletzt bearbeitet: 17.05.2022 18:21)
#167
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Deshalb hat man sich "verpißt" wo es nur ging.

Ein Bierchen in der Gegenwart von Offizieren? Lieber nicht. Zumal man nicht seine Lieder anstimmen kann.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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17.05.2022 18:34
#168
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Kneipe war bei uns optimal.der Wirt dirigierte uns gleich in einen Nebenraum mit Tür. Da wir ja auch,,, musizierten''und sangen war das für die anderen Gäste erträglicher. Der Wirt hatte ja Guten Umsatz durch uns. Der Fusel kam gleich Flaschenweise auf die Tische und wurde uns auch zum mitnehmen verkauft. Der erhöhte Gaststätten Preis war uns egal.


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17.05.2022 18:38
#169
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Ja, so war das relativ gemütlich.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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17.05.2022 18:54
avatar  Hebor
#170
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #167
Deshalb hat man sich "verpißt" wo es nur ging.

Ein Bierchen in der Gegenwart von Offizieren? Lieber nicht. Zumal man nicht seine Lieder anstimmen kann.


Stell mich hier nicht in eine Ecke, in die ich nicht gehöre @Freienhagener, wenn Du nur Grenze kennst.
Bei den Muckern lief so einiges anders, bezüglich Möglichkeiten zum "verpissen" um eigene Lieder zu singen.

In einem MSR waren knapp 2 Tausend Leute stationiert und keine Hundert.

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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17.05.2022 19:01
#171
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Zitat von Dirk im Beitrag #164
In den späten achtziger Jahren gab es ja auch in größeren Objekten sogenannte Casinos, wo man mit einer Casinokarte essen gehen und auch Alkohol trinken konnte.

Selbst in Lehnin (LStR40) gab es so etwas. Obwohl dort vielleicht nur 700 Mann waren. Zugang mit Ausgangskarte, Bier ja, "harte Sachen" weiß ich nicht mehr. Habe da manchmal als "Hilfskellner" gearbeitet um dem drögen Alltagstrott zu "entkommen". Bis Brandenburg oder Potsdam war es ja mit ÖPNV etwas schwierig.

Klauwida


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17.05.2022 20:44 (zuletzt bearbeitet: 17.05.2022 20:44)
avatar  Dirk
#172
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Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #170
Zitat von Freienhagener im Beitrag #167
Deshalb hat man sich "verpißt" wo es nur ging.

Ein Bierchen in der Gegenwart von Offizieren? Lieber nicht. Zumal man nicht seine Lieder anstimmen kann.


Stell mich hier nicht in eine Ecke, in die ich nicht gehöre @Freienhagener, wenn Du nur Grenze kennst.
Bei den Muckern lief so einiges anders, bezüglich Möglichkeiten zum "verpissen" um eigene Lieder zu singen.

In einem MSR waren knapp 2 Tausend Leute stationiert und keine Hundert.


Stimmt, ein Muckerregiment war nicht mit einer GK vergleichbar. Wir hatten eine Sollstärke von 85 Mann, sehr gutes Essen, und sind im Objekt generell ohne Koppel und Käppi rumgelaufen, außer als Wache oder in der Dienstvorbereitung. Gegrüßt wurde nicht, die Offiziere bekamen beim Betreten des Objektes den Tagesgruß. Kam ein Offizier in die Unterkunftsstube wurde nicht stramm gestanden und auch keine Meldung gemacht. Aber eins ging überhaupt nicht, so einfach mal über den Zaun, denn da verwandelte man sich innerhalb von Minuten zum potentiellen GV.


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17.05.2022 21:13
avatar  mibau83
#173
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naja, im prinzip hast du recht. muckerkompanie ist nicht gleich grenzkompanie.

wir hatten damals einen spiess mit 34 grenzerjahren, waren selber aber zum größten teil im alter von 19/20!

da wurde schon mal "achtung" gerufen wenn er die bude betrat!

das war damals ein gewisser respekt vor lebensleistung bzw. lebensalter.

heute geht mir das im täglichen arbeitsprozess total ab!!!
19/20 jährige denken sie müßen alles anders/besser machen wie die generationen vor ihnen!

generationskonflikt gab es natürlich zu jeder zeit.


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17.05.2022 21:35
avatar  Hebor
#174
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Zitat von Dirk im Beitrag #172
Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #170
...Bei den Muckern lief so einiges anders, bezüglich Möglichkeiten zum "verpissen" um eigene Lieder zu singen.

In einem MSR waren knapp 2 Tausend Leute stationiert und keine Hundert.


Stimmt, ein Muckerregiment war nicht mit einer GK vergleichbar. Wir hatten eine Sollstärke von 85 Mann, sehr gutes Essen, und sind im Objekt generell ohne Koppel und Käppi rumgelaufen, außer als Wache oder in der Dienstvorbereitung. Gegrüßt wurde nicht, die Offiziere bekamen beim Betreten des Objektes den Tagesgruß. Kam ein Offizier in die Unterkunftsstube wurde nicht stramm gestanden und auch keine Meldung gemacht. Aber eins ging überhaupt nicht, so einfach mal über den Zaun, denn da verwandelte man sich innerhalb von Minuten zum potentiellen GV.


Nun @Dirk , wird's bei Euch auch nicht gegeben haben, nämlich die in meinem/unserem Kompaniebereich durch den KC befohlene einzige Bewegungsart, nämlich den Laufschritt mit angewinkelten Ellenbogen. D.h., von Zimmer ab zu dem übernächsten Zimmer ausschließlich in dieser Bewegungsart, vom eigenen Zimmer zum Waschraum, zur Toilette, zum Clubraum, zum Spieß, zum KC-Zimmer, zum Politnik-Zimmer...

Ich weiß, war nicht der Maßstab für alle Mucker, leider aber mit Duldung bei uns...von uns geschlossen allerdings nach gewisser Eingewöhnungszeit nur gehandhabt, solange sich noch der KC und Politnik im Kompaniebereich aufhielten, ab ZF und Spieß abwärts bestand man später nicht explizit darauf.

Und zum Grüßen im Regimentsbereich soviel, dass es sich auch einige(nicht unsere eigenen) dreijährige "Kapo's"(in Hohenstücken übliche Bezeichnung für Unteroffiziere) mitunter einen Spaß daraus machten, Soldaten mehrfach das Grüßen wiederholen zu lassen, besonders wenn sie in Ausgangsuniformen unterwegs waren.

Tut mir ja leid aber so erlebte ich es, vor 50 Jahren...

1. Kompanie, MSR 3, Soldat, Gefreiter


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17.05.2022 22:08
#175
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Anfang Oktober 67 nach Hötensleben versetzt. Der Winter stand vor der Tür. Im Januar 68 hatten wir nachts bis zu minus 18 Grad – sau kalt. Keiner ist aber wegen Husten Schnupfen, Heiserkeit krank geworden.
In der Küche wurde ein Soldat zur Unterstützung gesucht. Der Kälte wegen habe ich mich sofort gemeldet und habe mich entsprechend arrangiert. Feststehende Dienstzeiten in der Küche gab es für mich nicht. Somit habe ich mir einen Namen und damit auch verbunden Vertrauen verschafft.
Fehlte irgendwann ein Gramm Salz, dann habe ich mich auf den Drahtesel gesetzt und habe die im Ort eingekauft. Es versteht sich von selbst, dass ich mich im Führungszimmer ab- und wieder angemeldet habe.
Wenn ich gewusst habe, wer und wo auf welchen Postenplatz am Tag aus meinem Zug war, habe ich die Gelegenheit genutzt und habe den Kameraden auf dem Postenplatz Kippe Bier und Schnaps vorbeigebracht.
Nur diesen Postenplatz habe ich gewählt, weil dort eine gute Weitsicht bestand. Die Kameraden konnten mich mit dem Fernglas frühzeitig erkennen. Am Postenplatz Bahndamm war dies nicht so möglich.
Meine Freiheiten oder auch Großzügigkeiten gingen dann soweit, dass ich in den Nachmittagsstunden, nach dem Mittagessen und vor dem Abendbrotessen Freizeit hatte. Ich nutzte diese Gelegenheiten dann im Frühjahr, dass ich des Öfteren die Kompanie unbemerkt verlassen habe und nach Hötensleben ca. 1,5km gerannt bin. Nicht der Straße entlang, sondern in Deckung vom kleinen Wäldchen und hinter den Häusern am Feldrand in die Bahnhofs-Gaststätte (der Name lautet so, in einer bestimmten Entfernung des eigentlichen Bahnhofs).
Ich ging in die Küche, trank auf die Schnelle meine 3-5 Glas Bier und anschließend rannte ich zurück und war pünktlich wieder zur Vorbereitung der Abendbrote in der Kompanie. Ich hatte meinen Durst gestillt und der Wirt hatte seinen Umsatz.
Ende gut, alles gut.
Dieses heimliche Biertrinken nutzte ich später mit einer Offenbarung, dass ich wieder von der Küche in den Grenzdienst kommen wollte oder auch musste.
Bahndamm 68


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17.05.2022 22:11
#176
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Zu meiner Zeit hatte man pro Woche theoretisch einen Tag Dienstfrei. Theoretisch. Theoretisch hatte man nach dem Grenzdienst (incl. Nachbereitungszeit) auch Dienstschluss. Theoretisch. Die Praxis sah gewöhnlich so aus, dass nach dem Grenzdienst noch eine A-Gruppe fällig war, eine Dienst- oder Versorgungsfahrt oder eine andere notwendige Tätigkeit. In der Praxis war der Grenzer 24h am Tag im Dienst. Auch der dienstfreie Tag sah nicht selten so aus, dass nach einer Nachtschicht 24h später in die Frühschicht gegangen wurde oder nach der Spätschicht in die Nachtschicht. Da hatte man zwar 24h frei (eigentlich nur 21h, wenn man Dienstvor- und Nachbereitung abzieht) konnte aber nicht wirklich was damit anfangen. Vorausgesetzt, man wurde in diesen 24h wirklich in Ruhe gelassen, was oft nicht der Fall war. Wenn man tatsächlich mal das Glück hatte, nach der Frühschicht frei zu haben, wurde das ausnahmslos auch genutzt um in den Ausgang zu gehen. Schon allein aus dem Grund, wenn Not am Mann war, wurde jeder, der sich in der GK aufhielt, verheizt, egal ob Dienstfrei oder nicht.


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18.05.2022 00:35
avatar  andyman
#177
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Zitat von Dirk im Beitrag #164
In den späten achtziger Jahren gab es ja auch in größeren Objekten sogenannte Casinos, wo man mit einer Casinokarte essen gehen und auch Alkohol trinken konnte.

Kenne ich auch so,von meinem Resieinsatz in Basepohl Hubschrauberstaffel im Winter 86.Dort war eine ganze Resikompanie aus Berlin zusammengezogen worden um uns Manieren beizubringen.
Da gab es im Regimentsgelände am KDL auch eine Gaststätte ,sogar mit zwei Etagen ,Zutritt als GWDler nur mit Ausgangskarte versteht sich und höhere Chargen haben da günstig gegessen und sind dann in ihre Einzimmerwohnung im Ort Basepohl im Neubaublock verschwunden .Das wurde mir zur Entlassung auch angeboten,eine Dienststellung als zivilangestellter Kraftfahrer mit mittlerem Gehalt, Wohnung im NVA Block mit Büffelhorn im Treppenhaus und sonst kein Stress auszuhalten.Das war mir dann doch zu nah und eine Wohnung hatte ich, also abgelehnt.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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18.05.2022 07:22 (zuletzt bearbeitet: 18.05.2022 08:00)
#178
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Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #170
Zitat von Freienhagener im Beitrag #167
Deshalb hat man sich "verpißt" wo es nur ging.

Ein Bierchen in der Gegenwart von Offizieren? Lieber nicht. Zumal man nicht seine Lieder anstimmen kann.


Stell mich hier nicht in eine Ecke, in die ich nicht gehöre @Freienhagener, wenn Du nur Grenze kennst.
Bei den Muckern lief so einiges anders, bezüglich Möglichkeiten zum "verpissen" um eigene Lieder zu singen.

In einem MSR waren knapp 2 Tausend Leute stationiert und keine Hundert.


Mir geht es nur um die doch nicht weltbewegende Sache, über die man plaudern kann.

Selbstverständlich nicht an der Grenze. Aber im Grenzausbildungsregiment ging es zu wie bei den "Muckern".
Auch da ging man gern raus aus der Kaserne in eine Kneipe. Ein "Kommiß-Kasino" war gewiß weniger attraktiv für Soldaten, eher was für Offiziere, gemäß der Tradition.


Unabhängig vom Thema Kasino, zum "verpissen":

Später mußte ich 1/4 Jahr zu den "Muckern".
Dort blieb man außerhalb des regulären Dienstes möglichst "unsichtbar". Und das war bei der Masse leichter möglich als in einer Grenzkompanie.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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18.05.2022 08:01
#179
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #178
Zitat von Hohenstücken7072 im Beitrag #170
Zitat von Freienhagener im Beitrag #167
Deshalb hat man sich "verpißt" wo es nur ging.

Ein Bierchen in der Gegenwart von Offizieren? Lieber nicht. Zumal man nicht seine Lieder anstimmen kann.


Stell mich hier nicht in eine Ecke, in die ich nicht gehöre @Freienhagener, wenn Du nur Grenze kennst.
Bei den Muckern lief so einiges anders, bezüglich Möglichkeiten zum "verpissen" um eigene Lieder zu singen.

In einem MSR waren knapp 2 Tausend Leute stationiert und keine Hundert.


Mir geht es nur um die doch nicht weltbewegende Sache, über die man plaudern kann.

Selbstverständlich nicht an der Grenze. Aber im Grenzausbildungsregiment ging es zu wie bei den "Muckern".
Auch da ging man gern raus aus der Kaserne in eine Kneipe. Ein "Kommiß-Kasino" war gewiß weniger attraktiv für Soldaten, eher was für Offiziere, gemäß der Tradition.



Moin,

bei uns in Rostock (MSR 28/ 1963-1966) war das Casino unterteilt in Raum für Sold./Uffz. und Raum für Berufssoldaten.
Die konnten also jede für sich ihren Stiefel durchziehen, und keiner hat die andere Gruppe gestört.

=============================================================================================
Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!


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18.05.2022 08:05 (zuletzt bearbeitet: 18.05.2022 08:10)
#180
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@Harsberg, seid ihr (Ausgang vorausgesetzt) für einen Umtrunk nicht lieber raus aus der Kaserne?

Bei meiner Reserve war unter den GWD-EKs die Ablehnung der offiziellen Gemeinschaft so groß, daß sie sich Essen auf der Stube kochten, statt in den Speisesaal zu marschieren.
Soweit haben nicht mal wir Resis es getrieben.

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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