100 Jahre Russische Revolutionen 1917 - 2017

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22.02.2017 15:11
#1
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Dazu ein Beitrag des DF

1917
Kinder der Russischen Revolution


Während der Erste Weltkrieg tobt, gärt es in Russland. Hunger und Armut führen im Februar 1917 zu Aufständen und zum Sturz des Zaren. Im Oktober dann gelangen die Bolschewiki per Staatsstreich an die Macht - die Sowjetunion wird gegründet.
http://www.deutschlandfunk.de/1917-kinde...ticle_id=375624

Unbestritten gilt aber nach wie vor: Die Russische Revolution ist neben den beiden Weltkriegen eines der prägendsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts. Und sie hatte ein großes Vorbild, meint Professor Boris Kolonitskiy, Historiker an der Europäischen Universität St. Petersburg:

"Die Französische Revolution war sehr wichtig für die Russische Revolution. Die Russische Revolution oder das Bild, das man sich von ihr gemacht hat, was nicht unbedingt etwas mit der Realität zu tun hat, hatte wiederum große Auswirkungen auf China, auf Europa, Lateinamerika, Asien – auf viele Länder. Ich glaube, das soziale, kulturelle und politische Leben im 20. Jahrhundert ist ohne die Russische Revolution schwer vorstellbar."

Wie Russland das große Jubiläumsjahr der Revolution begehen will, ist noch immer nicht klar, obwohl der erste Monat bereits verstrichen ist und der hundertste Jahrestag der Februar-Revolution näherrückt. Aber einen ersten Skandal um die Erinnerung gibt es schon.

Er dreht sich um den Streit um die Isaak-Kathedrale in Sankt Petersburg, die an die russisch-orthodoxe Kirche zurückgegeben werden soll. Der stellvertretende Vorsitzende der Staatsduma, Pjotr Tolstoi, machte schon mal deutlich, wen er für die treibende Kraft sowohl hinter der Revolution als auch hinter den aktuellen Protesten hält. Diejenigen, die heute gegen die Rückgabe protestierten, seien "die Enkel und Urenkel jener Leute, die 1917 aus dem Ansiedlungsrajon gekommen sind und unsere Kirchen zerstört haben". Ansiedlungsrajon hieß das Gebiet im Westen des Zarenreiches zwischen Ostsee und Schwarzem Meer, in dem sich seit dem Ende des 18. Jahrhunderts Juden niederlassen durften. Heute, so Tolstoi, finde man ihre Nachfahren in Radiosendern und Parlamenten: "Dort setzen sie das Werk ihrer Großväter und Urgroßväter fort."

http://www.sueddeutsche.de/kultur/russis...weiss-1.3365844

...

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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22.02.2017 17:19
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#2
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Sehr einprägsam:



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22.02.2017 17:20 (zuletzt bearbeitet: 22.02.2017 17:22)
#3
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Ja, die Propaganda. Stehst also noch dahinter: Interessant.

Was uns in der Schule nicht vermittelt wurde:
Der Kerensky war ein Linker, sowas wie ein Sozialdemokrat, was damals nichts schlechtes war.

Stattdessen kam das:

Revolution? Besäufnisplünderung! Augenzeugin des russischen Umsturzes: Sinaida Hippius dokumentiert die Progrome der Bolschewiken (Sinaida Hippius: Petersburger Tagebücher 1914-1919, A.d.Russ.v. Helmut Ettinger, Die Andere Bibliothek)

Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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22.02.2017 18:03 (zuletzt bearbeitet: 22.02.2017 18:04)
#4
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Zitat von buschgespenst im Beitrag #1
(...)
Wie Russland das große Jubiläumsjahr der Revolution begehen will, ist noch immer nicht klar, obwohl der erste Monat bereits verstrichen ist und der hundertste Jahrestag der Februar-Revolution näherrückt.
(...)

...


Wenn man die Revolution feiern will, kommt man um Lenin nicht herum. Und genau hier liegt das Problem:
Mittlerweile hat sich auch Präsident Putin kritisch über Lenin geäussert. Er kritisierte ihn als grausamen Aufrührer, der die Zarenfamilie und Tausende von Priestern ermordet habe. Ausserdem habe er eine Zeitbombe unter den einheitlichen Staat gelegt, indem er willkürliche Grenzen durch das sowjetföderalistische Territorium gezogen habe.
https://www.nzz.ch/feuilleton/zeitgesche...-held-ld.127209
Theo


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22.02.2017 19:09 (zuletzt bearbeitet: 22.02.2017 19:11)
avatar  Hanum83
#5
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Gottchen, der Termin wär uns doch fast durchgerutscht.
Danke Männers und danke vor allem Hubert, so bissel Lenin-Geschmachte rüttelt die Erinnerungssynapsen wieder etwas frei, Vorwärts immer, Rückwärts nimmer!
Shit, kein Faustball-Schleimi verfügbar.

--------------------------------------------------------------------------
Wer nichts weiß muss alles glauben.

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22.02.2017 21:16 (zuletzt bearbeitet: 22.02.2017 21:25)
#6
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Ich wunder mich auch über das Thema. Da wird seitenweise der deutschen Identität auf die Spur gegangen und dann wird ein historisches Ereignis in den Mittelpunkt gerückt, das zwar auch Einfluß auf die deutsche Geschichte hatte, aber mit dem sich die wenigsten hier identifiziern können.

Dabei haben wir in Deutschland in diesem Jahr ein viel prägenderes Ereignis, das es wert ist zu beleuchten - 500 Jahre Reformation.

Moskwitschka

Was soll ich tun, wenn mich jemand beleidigt oder versucht zu provozieren?

Wenn jemand mit einem Geschenk an Dich herantritt, Du es nicht annimmst, wem gehört dann das Geschenk?

Dem. Überbringer

Genauso ist es bei Neid, Mißgunst und Beschimpfungen. Sie gehören dem, der sie Dir bringt.


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23.02.2017 00:48 (zuletzt bearbeitet: 23.02.2017 00:49)
avatar  andyman
#7
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #6
mit dem sich die wenigsten hier identifiziern können.

Das trifft es auf den Punkt.Was hat man uns diesen Quark in der Schule vorgebetet und was ist jetzt?.Die Russen und alle anderen daraus hevorgegangenen Sowjetrepubliken sind die Kapitalisten schlechthin und Lenin geht ihnen am Arxxx vorbei.

[blau]Dabei haben wir in Deutschland in diesem Jahr ein viel prägenderes Ereignis, das es wert ist zu beleuchten - 500 Jahre Reformation.
Moskwitschka
[/blau
Jetzt sind wir OT,aber mal ehrlich was haben die 500(in Worten fünfhundert Jahre) wirklich verändert?
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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23.02.2017 16:11
avatar  ( gelöscht )
#8
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( gelöscht )

Der Kerensky war ein Linker, sowas wie ein Sozialdemokrat, was damals nichts schlechtes war.

Gustav Noske auch !


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23.02.2017 16:22
avatar  Pit 59
#9
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Heute 23.02. ist ja der Tag der Vaterlandsverteidiger,früher war es der Tag der Sowjetarmee.


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23.02.2017 17:43
#10
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So ´ne richtige Erfolgsgeschichte war die Oktoberrevolution aber auch nicht.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
.Die geistige Blindheit breitet sich weiter aus: Immer mehr sehen nur noch, was ihnen ins Auge springt.
.E.Ferstl

.

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23.02.2017 17:57
#11
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Nein. Russland glorifiziert derzeit hauptsächlich den Sieg über Nazideutschland. Jetzt soll in einem Vergnügungspark eine Replika des Reichstages entstehen, damit die Jugend die Erstürmung dieses Gebäudes nachstellen kan

Man beachte, dass der Soldat rechts unten zwei Armbanduhren hat.
https://www.rt.com/news/378303-reichstag...-army-children/
Theo


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23.02.2017 18:31
avatar  linamax
#12
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Hallo Peter, daß ist doch so was von egal ob die Russen was feiern oder nicht . Wir haben in Deutschland andere Probleme die sind wichtiger .


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23.02.2017 18:32
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#13
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Fragen wir auch hier im Thema einmal anders herum, so wie bei die Schweden gerade im Thema. Weil, ich lese hier fast nur Negatives, negative Absonderungen, Bewertungen Also war denn nun diese russische Revolution unter dem Lenin ...ne besser formuliert, war denn nun alles an dieser R. "nur sinngemäß Scheiße" für den einfachen Menschen da in dem Land ? Und entschuldigt meine grobe Wortwahl, war somit der Zar vorher das Gelbe Positive vom russischen Gesellschaftsei oder wie? Oder wars doch nicht, so, gehörte der Zar und Anhang besser weg?

Rainer-Maria


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23.02.2017 18:36
#14
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Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #13
Fragen wir auch hier im Thema einmal anders herum, so wie bei die Schweden gerade im Thema. Weil, ich lese hier fast nur Negatives, negative Absonderungen, Bewertungen Also war denn nun diese russische Revolution unter dem Lenin ...ne besser formuliert, war denn nun alles an dieser R. "nur sinngemäß Scheiße" für den einfachen Menschen da in dem Land ? Und entschuldigt meine grobe Wortwahl, war somit der Zar vorher das Gelbe Positive vom russischen Gesellschaftsei oder wie? Oder wars doch nicht, so, gehörte der Zar und Anhang besser weg?

Rainer-Maria


Es fehlt was in deiner Frage, zwischen Zar weg und Lenin da, da war noch was, Rainer-Maria. Und über das Zar weg solltest du auch mal nachschlagen, besonders über das wie? Als der Lenin da war!

...

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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23.02.2017 18:42
#15
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Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #13
Fragen wir auch hier im Thema einmal anders herum, so wie bei die Schweden gerade im Thema. Weil, ich lese hier fast nur Negatives, negative Absonderungen, Bewertungen Also war denn nun diese russische Revolution unter dem Lenin ...ne besser formuliert, war denn nun alles an dieser R. "nur sinngemäß Scheiße" für den einfachen Menschen da in dem Land ? Und entschuldigt meine grobe Wortwahl, war somit der Zar vorher das Gelbe Positive vom russischen Gesellschaftsei oder wie? Oder wars doch nicht, so, gehörte der Zar und Anhang besser weg?

Rainer-Maria

Naja, der Versuch einer flächendeckenden Elektrifizierung und genügend Wodka sind keine Ruhmestaten.
Vergleiche mal, was die Einwanderer in Nordamerika in 100 Jahren erschaffen hatten im Vergleich zu ansässigen Einwohnern im großen Sowjetreich.

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.Die geistige Blindheit breitet sich weiter aus: Immer mehr sehen nur noch, was ihnen ins Auge springt.
.E.Ferstl

.

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